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DE703343C - Verfahren zur Gewinnung von Ergometrin aus den Abfallmutterlaugen der grossen Gesamtalkaloide - Google Patents

Verfahren zur Gewinnung von Ergometrin aus den Abfallmutterlaugen der grossen Gesamtalkaloide

Info

Publication number
DE703343C
DE703343C DE1937K0148937 DEK0148937D DE703343C DE 703343 C DE703343 C DE 703343C DE 1937K0148937 DE1937K0148937 DE 1937K0148937 DE K0148937 D DEK0148937 D DE K0148937D DE 703343 C DE703343 C DE 703343C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
ergometrine
mother liquors
alkaloids
ether
methyl alcohol
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DE1937K0148937
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Ludwig Vogel
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Kali Chemie AG
Original Assignee
Kali Chemie AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Kali Chemie AG filed Critical Kali Chemie AG
Priority to DE1937K0148937 priority Critical patent/DE703343C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE703343C publication Critical patent/DE703343C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07GCOMPOUNDS OF UNKNOWN CONSTITUTION
    • C07G5/00Alkaloids

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Nitrogen Condensed Heterocyclic Rings (AREA)

Description

  • Verfahren zur Gewinnung von Ergometrin aus den Abfallinutterlaugen 'der großen Gesamtalkaloide Bei der Darstellung der großen Alkaloide, beispielsv-eise nach den Patentschriften 439 o42 bzw. 473 151 oder nach einem neuerdings vorgeschlagenen Verfahren gemäß Patent 69776o, durch Ausziehen der Mutterkorndroge mit verdünntem Methylalkohol, gegebenenfalls unter Zusatz von organischen, Säuren, verbleibt in den Mutterlaugen nach Entfernung. des organischen Lösungsmittels, gegebenenfalls nach vorherigem Neutralisieren des Auszuges, und Filtration des ausgeschiedenen Rohalkaloids das Ergometrin.
  • Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist nun ein Verfahren zur einfachen, sauberen. und rationellen Gewinnung dieses -#vasserlöslichen Alkaloids.
  • Es sind bisher schon Gewinnungsmethoden des Ergometrins bekanntgeworden, die aber entweder keine Rücksicht auf die großen Alkaloide nehmen oder bei denen die Abtrennung des Ergometrins riesige Mengen von Lösungsmitteln erfordert, wobei außerdem noch unangenehme Emulsionsbildungen auftreten. So haben D u d 1 e y und M o i r (The Pharm. Journal, Bd. 134 (i935], S. 709) ein Verfahren zur Darstellung von Ergometrin aus Mutterkorndroge veröffentlicht, jedoch werden bei diesem Verfahren die großen Alkaloide im Gang dieser Arbeitsweise durch die Behandlung mit Schwefelsäure zum mindesten stark geschädigt. Sie fallen stark dunkel gefärbt an, was sogar bereits auf Zersetzung hindeutet.
  • In der französischen Patentschrift ß 1 z j- 56 ist auch ein Verfahren vorgeschlagen worden, bei welchem die alkalische Mutterlaub eines von Alkohol und großen Alkaloiden befreiten Fluidextrakts nach DAB VI zur Gewinnung des Ergometrins mit Chloroform ausgeschüttelt wird. Nach den Angaben des Erfinders werden hierbei große Mengen Chloroform benötigt. Von diesem Verfahren unterscheidet sich das vorliegende Verfahren zunächst schon grundsätzlich dadurch, daß es auf eine Trockenphase hinarbeitet, -worauf auch die besonderen Vorzüge des V-,rfalire ins beruhen und wodurch vor allem die bciin Arbeiten mit flüssigen Auszügen atiftretendc#n Emulsionsbildtingcn vermieden werden.
  • Bei dem vorliegenden Verfahren zur Ge--winnung von Er#gometrin aus den. Abfallnnitterlaugen, die` bei der Darstellung der großen Alkaloide z@vangsl-,iufig anfallen, die Mutterlaugen nach Zusatz von fein verteilten Stoffen einer schonciden Trocknun;--, z. B. dein Krause - Zerst,iul#,ungst-erfahren, untenvorf en. Für die @twerke des vorliegenden Verfahrens eignen sich solche Füllstolie, die in Wasser und organischen Lösungsmitteln schwer löslich sind, eine große Oberfläche schaffen und deren Absorptionsvermögen zwedcmäl@ig nicht derart groß ist, daß die nachfolgende Eitraktion verhindert wird, --wie z. B. fein verteilte Irreide u. dgl., da es Zweck der Erf ndtnig ist, die Abtrennung des Ergonietrins durch Ausziehen Mit organischen Lösungsmitteln zu erleichtern. , Die weitere Behandlung des ZZZ-ischenproduktes bitt-. die Gewinnung des Ergometrins atis dem erhaltenen- Trockenpraparat geschieht erlindtingsgemäß in der Weise, daß man das Trockenpulver Mit >lethylalkohol bei gewöhnlicher Temperatur bis zur Erschöpfung auszieht und dann den Extrakt im Vakuum bis zur restlosen Entfernun- des ltlethvlalkoliols eü@cng-t. Der Rückstand wird in wenig Wasser vollstündig gelöst. Nun werden durch Versetzen finit Schtvefels@iure bis zur schwach kongosciuren Reaktion weitere große Teile der verunreinigenden Begleitstoffe ausgefiillt. Eine weitere Reinigung der Alkaioidlö sang wird dadurch erreicht, daß nunmehr das saure Filtrat so lange mit Äther ausgeschüttelt «ird, bis eine Probe desselben nach @-ei-dainlifen keinen Rückstand mehr hiiaterliil")t. Nachdem nun der schwefelsaure Auszug- durch einmaliges Ausschütteln mit Chloroform vom Äther vollkommen befreit ist, -wird er mit Alkali bzw. Sodalösung bis zur schwach phenolphthaleinalkalischen Reaktion versetzt und dann so lange mit Chloroform ausgeschüttelt. als die Ausschüttelung die Kellersche Cornutinreaktion ergibt. Ülycrraschenderweise zeigt sich, daß das Ausschütteln mit Chloroform, nachdem nunmehr eine -weitgehend gereinigte wäßrige Alkaloidlösung vorliegt, sehr schnell und ohne Emulsionsbildung vor sich geht, ganz iin Gegensatz. zti dem Verhalten des ursprünglichtn Mutterkornextrakts, Die das gesamte Ergometrin enthaltende Chloroformlösung wird dann über Natriumsulfat getrocknet und weitgehend eingeengt. Nach 24stündigem Stehen ist aus dem eingeengten Chloroformauszug das Ergonietrin größtenteils auskristallisiert. Mine @@-c#itcre kleine I@rstiiicnge kann gewonnen «-erden durch norl)maliges Einengen und Widerst(Jienlassen des Chloroformausztiges. Dabei gewinnt man das Ergometrin unmittelbar in reiner Form.
  • Man kann mit Vorteil auch so verfahren, daß man die durch Ausschütteln Mit Äther gereinigte saure Alkaloidl<isung ohne vorlicrige Cliloroforniausschüttclung mit Sodalösung bis zur schwach 1)henolplithaleinalkaiischen Reaktion versetzt und dann das Ergometrin mit Äther ausschüttelt.
  • Dabei ist es ähnlich wie beim Ausschütteln mit Chloroform sehr überraschend, daß nach der Vorreinigung über den Methylalkoholauszug und den sauren Auszug nunmehr das Alkaloid bei alkalischer Reaktion sehr leicht in die Ätherlösung übergeführt werden kann, während beim ursprünglichen Mutterkornextrakt sehr unangenehme Emulsionsbildungen auftreten und geradezu ungeheure Mengen an Lösungsmitteln erforderlich sind. Zur Weiter-' rerarbeitung trocknet man die Ätherlösung zunächst mit wasserfreier Soda, destilliert den Wier vollkommen ab und löst den Rückstand in etwa der 20fachen Menge Chloroform. Aus dieser Chloroformlösung scheidet sich dann beim Stehen im Eisschrank das F_rgometrin aus.
  • Endlich kann inan die das Ergometrin enthaltende JUlierlösung, anstatt nach dem Trocknen den Äther unmittelbar abzudestillieren, auch mit Weinsäure und dann die Weinsäurelösung nach dem Versetzen mit Natriumbicarbonat bis zur schwach lakmusalkalischen Reaktion wieder mit Äther ausschütteln. Aus diesem wird dann wie oben wiederum das Ergoinetrin gewonnen. Beispiel 5 kg gemahlene Mutterkorndroge werden Mit 2o l einer Mischung aus gleichen Teilen Methylalkohol und Wasser, die o,5 kg Weinsäure enthält, bis zur Erschöpfung ausgezogen. Der Auszug wird dann mit Soda bis zur schwach sauren Reaktion abgestumpft und der Methylalkohol im Vakuum abdestilliert. Nach 24stündigem Stehen, möglichst im Eisschrank, haben sich aus der methylalkoholfreien Mutterlauge die großen Alkaloide als Rohalkaloid quantitativ ausgeschieden. Sie -werden durch Filtration von der Mutterlauge getrennt. Die das Ergometrin enthaltend 2,3 1 Mutterlauge mit einem Trockengehalt von i a,3 i ojo -werden nach Zusatz von 400 g feiest verteilter Kreide von großer Oberfläche im Krause - Zerstäubungsapparat getrocknet. Das Pulver (1.12i g) wird mit i o 1 Methylalkohol mindestens a4 Stunden unter ständigem Rühren bei Temperatur ausgezogen. Hierauf wird die methylalko holisclie Lösung abgesaugt und der Rückstand mit Methylalkohol nachgewaschen. Der Gesamtauszug wird sodann im Vakuum vollständig vom Methylalkohol befreit und der trockene Rückstand in I 1 Wasser gelöst. Hierauf wird mit verdünnter Schwefelsäure bis zur schwach kongosauren Reaktion gefällt. Die ausgeschiedenen Verunreinigungen werden abfiltriert und das Filtrat mit Äther ausgeschüttelt, bis eine Probe desselben nach Verdampfen keinen Rückstand mehr hinterläßt. Dann wird der schwefelsaure Extrakt durch einmaliges Ausschütteln mit Chloroform vom Äther vollkommen befreit, mit Sodalösung bis zur schwach phenolphthaleinalkalischen Reaktion versetzt und so lange mit Chloroform ausgeschüttelt, als die Ausschüttelung die Kellersche Cornutinreaktion ergibt. Nachdem die Chloroformlösung über Natriumsulfat getrocknet ist, wird sie im Vakuum auf i o bis 2o ccm eingeengt. Nach 24stündigem Stehen im Eisschrank ist das Ergometrin auskristallisiert.
  • Die Ausbeute beträgt etwa 0,4 bis 0,45.-.. Nach der Methode von D u d 1 e y und M o i r (The Pharm. Journal, Bd. 134 [1935], S. 709) werden, wie hier vergleichend erwähnt sei, ohne Rücksichtnahme auf die großen Alkaloide aus 5 kg der gleichen Droge etwa 0,47 bis 0,49 g Ergometrin gefunden. Das oben beschriebene Verfahren ergibt somit :eine praktisch quantitative Ausbeute an Ergonietrin.

Claims (1)

  1. . PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Gewinnung von Ergometrin aus den Abfallmutterlaugen der großen Gesamtalkaloide, dadurch gekennzeichnet, daß man die bei der Darstellung der großen Alkaloide anfallenden Mutterlaugen mit einer geeigneten Menge eines in Wasser und organischen Lösungsrriitteln nicht löslichen und nicht quellenden Füllmittels von großer Oberfläche vorsichtig trocknet, das Pulver mit absolutem Methylalkohol erschöpfend auszieht, den Methylalkohol im Vakuum vollständig abdestilliert, den Rückstand in Wasser löst, durch Ansäuern mit Schwefelsäure und Filtration von einem Teil der Verunreinigungen befreit, zur weiteren Reinigung mit Äther ausschüttelt und dann nach Versetzen mit Alkali bis zur schwach phenolphthaleinalkalischen Reaktion das Ergometrin durch erschöpfendes Ausschütteln mit Chloroform oder mit Äther quantitativ gewinnt.
DE1937K0148937 1937-12-22 1937-12-22 Verfahren zur Gewinnung von Ergometrin aus den Abfallmutterlaugen der grossen Gesamtalkaloide Expired DE703343C (de)

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