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DE7004339U - Photographischer blendenverschluss. - Google Patents

Photographischer blendenverschluss.

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Publication number
DE7004339U
DE7004339U DE19707004339 DE7004339U DE7004339U DE 7004339 U DE7004339 U DE 7004339U DE 19707004339 DE19707004339 DE 19707004339 DE 7004339 U DE7004339 U DE 7004339U DE 7004339 U DE7004339 U DE 7004339U
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DE
Germany
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actuator
aperture
lever
shutter according
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Expired
Application number
DE19707004339
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English (en)
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Hittech Prontor GmbH
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Prontor Werk Alfred Gauthier GmbH
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Publication date
Application filed by Prontor Werk Alfred Gauthier GmbH filed Critical Prontor Werk Alfred Gauthier GmbH
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Publication of DE7004339U publication Critical patent/DE7004339U/de
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Description

PRONTOE-WERK ^.
ALFRED GAUTHIER GMBH I
Calmbach/Schwarzwald -—'
Photographischer Blendenverschluß
Die Erfindung "betrifft einen photograph"1' sehen Verschluß mit Antrieb s syst em, das die Sektoren zur Freigabe des Objektivdurchgangs sowie zur Bildung unterschiedlicher Belichtungsöffnungen in eine mehr oder weniger große Hin- und Herbewegung versetzt.
Das mit der Erfindung zu lösende Problem liegt darin begründet, einen Verschluß vorstehender Gattung ohne nennenswerten zusätzlichen baulichen Aufwand zu einem einfachen, preiswerten und dennoch funktionssicher arbeitenden Programmverschluß mit einander fest zugeordneten Zeit-Blendewerten weiterzubilden, der über einen großen, denjenigen vergleichbarer einfacher Verschlußanordnungen weit übertreffenden Belichtungswertebereich verfugt.
Dieses Problem wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß ein unter Wirkung einer Antriebskraft sich hin- und herbewegender, eine konstante Wegstrecke zurücklegender Teil angeordnet ist, und daß diesem Teil ein weiterer, an ihm unter der Wirkung einer eigenen, von der Antriebskraft des ersten Teils überwindbaren Antriebsfeder kraftschlüssig zur Anlage kommender zweiter Teil zugeordnet ist, der dem ersten Teil beim Bewegungsablauf nachfolgt und der mit den Sektoren formschlüssig verbunden ist sowie mit einem den Bawegungsweg der Sektoren mehr oder weniger begrenzenden Steller zusammenarbeitet, und daß dem ersten Teil eine durch einen Zeitsteller beeinflußbare, auf ihn über den gesamten Zeitenbereich hinweg einwirkende Hemmeinrichtung zugeordnet ist. Auf diese Weise konnte eine in Bezug auf Aufbau und Fertigungstechnik optimale Verhältnisse gewährleistende Konzeption eines Zeit-Blende-Programmverschlusses geschaffen werien, :1er sich über die einfache und funktionssichere Bauweise hinaus durch einen weiten, bisher nur aufwendigeren Verschlußanordnungen höherer Preisklasse vorbehaltenen Belichtungswertebereich auszeichnet. Im wesentlichen beruht dieses günstige Ergebnis auf dem vorteilhaften Zusammenwirken des sich rasch bewegenden ersten Teils mit dem ihm vermittels einer eigenen
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Antriebskraft nachfolgenden, hinsichtlich seines Bewegungswegs mehr oder weniger begrenzbaren zweiten Teils. Außerdem ist Hervorzuheben, daß die vorteilhaften Wirkungen dadurch begünstigt werden, daß die Masse der Sektoron, einschließlich der sie bewegenden Teile wie auch die wirksam werdenden Antriebskräfte so wählbar sind, daß bei schwacher, das Antriebssystem beeinflussender Hemmwirkung die in Öffnungsbewegung befindlichen Sektoren schon nach Freigabe einer etwa dem Blendenwert von "22" entsprechenden Kleinstöffnung abfangbar sind, die mit einer extrem kurzen Belichtungszeit gepaart ist. Infolge der rasanten Ablaufbewegung des ersten, nur eine geringe Hasse aufweisenden Teils besteht die Notwendigkeit, diesen schon bei Erzielung der kürzesten Belichtungszeit dem Einfluß eines Hemmwerks auszusetzen, womit die Voraussetzung für eine stetige Durchregelung des Zeitenbereichs von der kürzesten bis zur längsten Zeitspanne geschaffen und infolgedessen der sogenannte "Sprung" vermieden ist, welcher sich bei bekannten Verschlußanordnungen beim Übergang von Belichtungszeiten, dia mit bzw. ohne Einwirkung eines Hemmwerks gebildet werden, einstellt.
Vom fertigungstechnischen Standpunkt läßt sich eine besonders vorteilhafte und einfache Aasführungsform des erfindungsgemäßen Verschlusses dadurch erzielen, daß sowohl der sich hin- und herbewegende erste Teil als auch der diesem folgende zweite Teil als Hebel ausgebildet und drehbar gelagert ist, und daß ferner der Steller eine im Bewegungsweg des zweiten Teils liegende, dessen Ausschwingweite bestimmende Steuerkurve aufweist.
Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung kann mit relativ einfachen baulichen Mitteln eine stetige Durchregelung des Zeitenbereichs der erfindungsgemäßen Verschlußanordnung dadurch erreicht werden, daß dem ersten Teil eine durch einen Zeitsteller beeinflußbare, auf ihn über den gesamten Zeitenbereich hinweg einwirkende Hemmeinrichtung zugeordnet ist. Diese Anordnung vermeidet den bekannten Verschlußanordnungen anhaftenden Nachteil, der darauf beruht, daß die kürzeste Belichtungszeit durch ungehemmten Durchlauf des Antriebssystems gebildet wird, während bei Bildung längerer Belichtungszeiten eine Hemmeinrichtung; in Wirkung tritt, was bekanntlich zu den unvermeidbaren, im Obergangs-
"bereich auftretenden UnregelmsLßigkeiten in der Zeitbildung führt.
Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung ist vorgesehen, daß der die Steuerkurve zur Bestimmung der Belichtungs- "bzw. Blendenöffnung der Sektoren aufweisende Steller mit dem die Zeitkurve tragenden Steller fest verbunden ist. In anderer vorteilhafter Weise kann, soweit es der Aufbau eines Verschlusses zuläßt, ein Steller Anwendung finden, an dem sowohl die Steuerkurve zur Bestimmung der Belichtungs- bzw. Blendenöffnung als auch die weitere der Zeiteinstellung dienende Steuerkurve angeordnet ist.
Um bei Durchführung von Blitzlichtaufnahmen mit dem erfindungsgemäßen programmgesteuerten Blendenverschluß eine exakte Kontaktgabe der Blitzlichteinrichtung zu erwirken, wird vorgeschlagen, daß die Sektoren mit einem der Elektronenblitzzündung dienenden Kontaktschalter zusammenarbeiten, der beim Erreichen der jeweils eingestellten Blendenöffnung der Sektoren den Kontaktschluß herbeiführt. Auf besonders einfache und funktionssichere Weise läßt sich dieser Effekt erreichen, wenn der die Steuerkurve für Blendeneinstellung aufweisende Steller einen Teil des Kontaktschalters bildet. Damit ist mit Sicherheit Gewähr dafür geboten, daß dann, wenn die Sektoren die der Programmeinstellung entsprechende öffnungsweite einnehmen, die Kontaktgabe der Blitzeinrichtung erfolgt.
Eine nur einen geringen baulichen Aufwand erfordernde Realisierung der Blitzkontakteinrichtung läßt sich nach einem weiteren Merkmal der Erfindung dadurch erzielen, daß der mit der Steuerkurve für Blendeneinstellung versehene Steller isoliert gelagert ist, während der mit den Sektoren formschlüssig gekuppelte Teil einen an die Steuerkurve des Stellers anlaufenden Kontaktstift trägt.
Schließlich wird ein vorteilhaftes Merkmal derin gesehen, daß die dem zweiten Teil zugeordnete Feder so "bemessen ist, daß die Öffnungszeit der Sektoren bis zum Erreichen der Vollöffnung nur wenige ms, etwa 5 ms, beträgt. Von Vorteil ist diese Maßnahme bei Blitzlampen-Zündung, da diese unter der gegebenen Voraussetzung auch mit dem Elektronen-Blitzkontakt erfolgen kann. Dies
deshalb, weil die Zeitdifferenz für den KontaktSchluß zwischen Blendenöffnung "22" und "2,8" nur wenige ms, maximal etvra 5 ms beträgt und die Offenzeit des Verschlusses in gleicher Weise wie bei herkömmlichen nur wenige ms kürzer als die Effektiv-Zeit, in diesem Falle die Blitzzeit = 1/30 see ist.
Einzelheiten der Erfindung sind nachstehend anhand verschiedener Ausführungsbeispiele näher beschrieben und in der Zeichnung dargestellt. Es zeigt:
Fig.1 eine als Selbstspannverschluß ausgeführte Verschlußanordnung in Ausgangsstellung,
Fig.2 den Verschluß während des Bewegungsablaufs, und zwar in der Umkehrphsse, wobei die Sektoren die der Voreinstellung entsprechende Belichtungs- bzw. Blendenöffnung freigeben,
Fig.3 eine auf Details beschränkte Larsteilung des Blendenverschlusses in Grundstellung, dessen Steller Bestandteil einer Blitzkontakteinrichtung ist,
Fig.4 die gleiche Anordnung in der die Kontaktgabe herbeiführenden Zwischenstellung des mit den Sektoren in Eingriff stehenden Kontaktteils,
Fig.3 Lichtstrom-Zeitdiagramme mit Blendenbegrenzung und schließlich
Fig.6 eine als Spannverschluß ausgebildete Ausführung des Blendenverschlusses, dessen hin- und herbewegter Teil durch ein federgetriebenes Laufwerk angetrieben wird.
Die Zeichnung beschränkt sich im wesentlichen auf die Darstellung der für das Verständnis bezüglich Aufbau und Funktion des Blendenverschlusses unbedingt notwendigen Bauteile. Von diesen ist mit 1 die der Befestigung und Lagerung von Bauelementen des Verschlusses dienende Grundplatte bezeichnet, welche mit einer Belichtungsöffnung 2 versehen ist. Auf der Grundplatte 1 der Verschlußanord-
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r.ung, die gemäß Fig.1 bis 4 als Selbstspannverschluß ausgeführt sein kann., sitzt ein Spann- und Auslösehebel 3» der auf einem Zapfen 4 lagert und von Hand entgegen der Wirkung einer Rückstellfeder 5 in Spann- und Auslösestellung (Fig.2) bringbar ist. ■'■;i ^ dem Spann- und Auslösbar;,;;- . 3 arbeitet ein auf einem Zapfen _· drehbar gelagerter zweiaru'ir?.·· r Treibhebel 7 zusammen. Hierzu /■_-Lst der vorerwähnte Spann- und Auslösehebel 3 an seinem dem Treibhebel 7 zugekehrten Ende einen mit einer schräg verlaufenden Kante versehenen Lappen 3a auf. Dieser wirkt während der in Fig.1 durch Pfeil angedeuteten Spannbewegung des Hebels 3 auf den ihm zugewandten Hebelarm 7a des Treibhebels ein, der dabei unter Erhöhung des Spannmoments einer an ihm angreifenden Antriebsfeder in Gespanntlage gebracht wird. Mit seinem anderen Hebelarm 7b arb;itet der Treibhebel 7 mit einem Teil 9 zusammen, der auf einem ortsfesten Zapfen 10 lagert und der vom Treibhebel angetrieben eine stets hin- und hergehende Bewegung um seinen Lagerzapfen ausführt. Zu diesem Zweck weist der Teil 9 diesseits des Lagerzapfens 10 eir.en mit einer schrägen Auf lauf kante versehenen Lappen 9o und jenseits des Zapfens 10 einen Anschlag 9h auf.
Dem eine hin- und hergehende Bewegung ausführenden ersten Teil 9, der beim Bewegungsablauf, bedingt durch die Festlegung der im Bewegungsbereich des Treibhebels liegenden Angriffspunkte 9a und 9b eine stets konstante Wegstrecke zurücklegt, ist ein weiterer Teil 12 zugeordnet, welcher vorzugsweise als Hebel ausgebildet und auf einem Zapfen 13 drehbar gelagert ist. Am freibeweglichen Ende dieses Hebels ist ein Kupplungsstift 14 befestigt, welcher vermittels einer Stift-Schlitzverbindung mit zwei ausschwingbar auf der Grundplatte 1 gelagerten Sektoren 15 und 16 in Eingriff steht. Unter dem Einfluß einer eigenen, am Teil 12 angreifenden Antriebsfeder 18 liegt der Kupplungsstift 14 in Ausgangslage des Verschlusses, wie aus Fig.1 ersichtlich, kraftschlüssig an einem ^ingerartigen Fortsatz 9c des Hebels 9 an. Die Antriebsfeder 18 r.uß hierbei in einem solchen Verhältnis zu der auf den Treibhebel 7 einwirkenden Antriebskraft gewählt werden, daß letztere die Feder, die der Antriebskraft beim Schließen der Sektoren 15, 16
entgegenwirkt, stets überwindet. Sie soll darüber hinaus so bemessen sein, daß die Öffnungszeit der Sektoren 15 und 16 nur wenige ms, etwa in der Größenordnung von 5 ms beträgt. Außer dem mit den Sektoren 15 und 16 in Eingriff stehenden Kupplungsstift 14 trägt der zweite Teil bzw. Hebel 12 an seinem freibeweglichen Ende einen weiteren Stift I9. Dieser wirkt in nachstehend noch näher beschriebener Weise mit einer die Ausschwingweite des Teils 12 mehr oder weniger begrenzenden Steuerkurve 20a des Stellers 20 zusammen, der seinerseits zum Teil 12 relativ einstellbar ist. Zwecks Erzielung eindeutiger, von den Sektoren 15 und 16 am Ende der Öffnungsbewegung freigegebener Belichtungsbzw. Blendenöffnungen (Fig.2) ist die Steuerkurve 20a vorzugsweise als Stufenkurve ausgebildet. An sich könnte auch eine stufenlos ansteigende Steuerkurve vorgesehen sein. Aus Gründen der Erzielung und Voreinstellung eindeutig definierter Belichtungsbzw. 31endenwerte ist jedoch der abgestuften Ausführung den Vorzug zu geben. Wichtig ist dies wiederum für die nachstehend noch näher erläuterte Paarung bzw. Zuordnung von Blenden-Zeitwerten im Sinne einer Programmsteuerung.
Zwecks Erzielung unterschiedlicher Belichtungszeiten ist dem Treibhebel 7 ein Hemmwerk zugeordnet. Dieses über den gesamten einstellbaren Zeitenbereich wirksam werdende Hemmwerk kann, wie insbesondere aus Fig.1 und 2 ersichtlich, beispielsweise aus einem zweiarmigen Segmenthebel 21 gebildet sein. Dieser Hebel wiederum lagert auf einem Zapfen 22 und steht unter der Einwirkung einer Rückstellfeder 23, die ein stetiges im Uhrzeigerdrehsinn gerichtetes Drehmoment auf ihn ausübt. Der eine mit einer Verzahnung versehene Arm des Segmenthebels 21 steht mit einem Ritzel
24 in Eingriff, welches seinerseits mit einem durch einen Anker
25 beeinflußbaren Steigrad 26 drehfest verbunden ist. Am anderen Arm des Segmenthebels 21 ist ein seitlich abgebogener Lappen 21a vorgesehen, an dem eine schräg verlaufende Abweiskante so ausgebildet ist, daß ein einenends am Treibhebel 7 vorgesehenes hakenförmiges Gebilde 7c beim Spannvorgang dieses Hebels über den Lappen hinwegzugleiten vermag, um anschließend, wiß aus Fig.2 gerade
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noch ersichtlich, hinter dessen Mitnehmerkante einzufallen. Zwec Voreinstellung der erwünschten Belichtungszeit in Kombination mit einem diesem zugeordneten Blendenwert trägt der Segmenthebel 21 einen Stift 27» der unter dem Einfluß einer am Hebel angreifenden Feder 23 an einer Zeitsteuerkurve 20b des Stellers 20 zur Anlage kommt. Entsprechend der erwünschten Zeit-Blendenkombinationen kann die Ausbildung der Zeitsteuerkurve 20b sowie deren Zuordnung zur Blendensteuerkurve 20a so getroffen sein, daß die kleinste von den Sektoren 15 und 16 freigegebene Blendenöffnung, die beispielsweise dem Blendenwert "22" entspricht, mit dem kürzesten Belichtungszeitwert, von beispielsweise 1/250 see und die größte von den Sektoren freigegebene Blendenöffnung, die beispielsweise dem Blendenwert "2,8" entspricht, mit der längsten Belichtungszeit, von beispielsweise 1/30 see, gepaart wird. Innerhalb dieser mit den Steuerkurven 20a und 20b zur Einstellung bringbaren extremen Belichtungswerte können, wie das Lichtstrom-Zeit-Diagramm gemäß Fig.5 zeigt, Zeit-Blende-Kombinationen liegen, die sich als Zwischenwerte für eine den Erfordernissen in der Praxis gerecht werdende Programmeinstellung geeignet erweisen. Was die Ausbildung der Blendensteuerkurve 20a, bezogen auf die Anordnung des Hebels 12, im speziellen anbetrifft, so kann diese so getroffen sein, daß sie bei Einstellung auf den Blendenwert "22" die kleinste und bei Einstellung auf den Blendenwert "2,8" die größte Ausschwingbewegung der Sektoren 15 und 16 zuläßt. Der eigentlichen für die Durchführung von Tageslichtaufnahmen vorgesehenen Zeitsteuerkurve 20b, deren Stellbereich in Fig.1 und 2 ebenso wie diejenige der Blendensteuerkurve mit einem Sonnensymbol gekennzeichnet ist, kann sich ein weiterer durch ein Blitzsymbol gekennzeichneter Kurvenabschnitt 20c anschließen, der die Einstellung des Hemmwerks 21 bis 27 auf eine für die Durchführung von Blitzlichtaufnahmen geeignete Belichtungszeit, von beispielsweise 1/30 see, ermöglicht. In Ergänzung dieses Kurvenabschnitts 20c kann ferner am Steller 20 eine in Fig.1 und 2 lediglich angedeutete Steuerkur ve 2Od vorgesehen sein, die die Vorwahl der im Tageslichtbereich zur Verfügung stehenden Blendenwerte bei ein und derselben, durch
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den Kurvenabschnitt 20c definierter Blitzzeit von 1/30 see zuläßt. Darüber hinaus kann eine Blenden-Steuerkurve für B-Einstellungen des Kameraverschlusses angeordnet sein.
In Fig.1 und 2 ist eine Anordnung gezeigt, bei der sowohl die der Programmeinstellung dienenden Blench,.- und Zeit steuerkurven an ein- und demselben Steller 20 ausgebildet sind. Venn es der Aufbau eines Kameraverschlusses jedoch, erfordert, können diese Kurven auch an verschiedenen Stellern angeordnet sein, doch müssen dann diese Steller in drehfester Verbindung miteinander stehen.
Die Bedienung und Arbeitsweise des im Aufbau vorstehend beschriebenen und in Fig.1 und 2 dargestellten Selbstspamiverschlusses ist wie folgt:
Entsprechend der vorgenommenen Einstellung eines nicht weiter veranschaulichten Programmstellers der Kamera, kommt die am Steiler 20 ausgebildete Blendensteuerkurve 20a in eine bestimmte Relativlage zu dem mit den Sektoren 15 und 16 in Eingriff stehenden Hebel 12, während die weitere am Steller 20 vorgesehene Zeitsteuerkurve 20b dem an ihr zur Anlage koinnenden Segmenthebel 21 eine die Hemmwirkung auf den Treibhebel 7 bestimmende Grundeinstellung vermittelt. Wird der Spann- und Auslösehebel 3 nun betätigt und gemäß der in Fig.1 angedeuteten Pfeilrichtung bewegt, so nimmt der an ihm angeordnete Lappen 3a den Treibhebel 7 mit, wobei unter gleichzeitiger Erhöhung des Spannmoments der Antriebsfeder 8 der am Treibhebel vorgesehene Haken 7c an der schrägen Kante 21a des Segmenthebels 21, ferner das äußere Ende des Hebelarms 7b des Treibhebels am schräg aufsteigenden Lappen 9a des Teils 9 entlanggleitet, was zur Folge hat, daß beide Enden des Treibhebels in immer stärkerem Maße aus der eigentlichen Bewegungsebene herausgehoben werden. Im Verlaufe der Drehbewegung des Hebels 7 gleitet schließlich der Haken 7c über die höchste Stelle des Lappens 21a hinweg, um hinter diesem einzufallen. Desgleichen kommt der Hebelarm 7b nach Überwindung der schräg ansteigenden Kante 9a hinter dieser zum Einfall, und zwar unmittelbar bevor der Lappen
?a dec Spann- und Aunlösehebels 3 an dem ihm zugewandten Ende des Treibhebels 7 außer Eingriff kommt. Geschieht dies, führt der Treibhebel 7, angetrieben durch die unter erhöhter Spannung stehende, relativ stark ausgelegte Feder 8, eine um den Lagerzapfen 6 entgegen dem Uhrzeigerdrehsinn gerichtete, in Fig.2 durch Pfeil angedeutete Drehbewegung aus. Mit Beginn dieses Bewegungsablaufs wirkt der Hebelarm Tb des Treibhebels 7 zunächst auf den Lappen 9a des Teils 9 ein und bewegt diesen aufgrund seiner geringen Masse mit hoher Beschleunigung um den Zapfen 10 entgegen dem Uhrzeigerdrehsinn. Da der unter der Wirkung einer eigenen Antriebsfeder 18 stehende zweite Teil 12 mit seinem mit den Sektoren 15 und 16 in Eingriff stehenden Zapfen 14 an dem fingerartigen Ajisatz 9c des ersten Teils 9 kraft schlüssig anliegt, folgt dieser dem Bewegungsablauf des ersten Teils 9 unmittelbar nach. Wegen der schwächeren Ausbildung der Antriebsfeder 18 einerseits und der verhältnismäßig großen zu beschleunigenden Massen der Sektoren 15 und 16 andererseits kann der zweite Teil 12 dem ersten nur mit sich stetig vergrößerndem Abstand nachfolgen. Früher oder später läuft dabei der Stift 19 an der in seinem Bewegungsbereich liegenden Stufe eier Blendensteuerkurve 20a an, was wiederum zur Folge hat, daß das während des weiteren "Verschlußablaufs die Belichtungs- bzw. Blendenöffnung bildende Sektorensystem 15, 16 zuE Stillstand kommt. Koch wirkt in dieser Bewegungsphase der Hebelarm T^ auf den Lappen 9a des Teils 9 ein, reißt dann aber von diesem ab, um augenblicklich an dem jenseits des Zapfens 10 angeordneten Lappen 9b wieder anzugreifen, wodurch die Bewegungsrichtung des Teils 9 umgekehrt und der fingerartige Fortsatz 9c nunmehr in der entgegengesetzten Richtung angetrieben wird. Im Verlaufe der Rückkehrbewegung schlägt der Fortsatz 9c am Kupplui..gsstiit 14 an, nimnt den mit den Sektoren 15 und 16 in Eingriff stehenden Hebel 12 unter gleichzeitiger Überwindung der an ihm angrei.rer.den Feder 18 mit und bewegt die Sektoren 15? 16 dabei in Schließstellung (Fig.4).
Der getroffenen Voreinstellung des Stellers 20 entsprechend läuft der Haken 7c während des geschilderten Bewegungsvorgangs des Treibhebels 7 früher oder später am Lappen 21a des Segmenthebels 21 an und zieht diesen über eine mehr oder weniger große Strecke durch. Dies bedeutet, daß der die öffnung und Schließung des Soktorensystems 15, 16 bewirkende Treibhebel 7 über einen von der Voreinstellung des Segmenthebels 21 abhängigen Drehwinkelbereich dem Einfluß des Hemmwerks 21 bis 27 ausgesetzt und somit das für die öffnung und Schließbewegung des Sektorensystems 15, 16 maßgebliche Zeitintervall bestimmt wird. Kehrt im Anschluß an die vorstehend geschilderten Bewegungsvorgänge der Spann- und Auslösehebel 3 aus der eingenommenen Spannlage in die Ausgangslage zurück, unterläuft der Lappen 3& das äußere Ende des Treibhebels 7, um letztlich wieder die in Fig.1 veranschaulichte Grundstellung einzunehmen.
Wie aus Fig. 3 und 4- ersichtlich, kann der mit der Blendensteuerkurve 2Od versehene, der Begrenzung der Ausschwingweite des zweiten Teils 12 dienende Steller 20 auf einem Bauteil J>0 beweglich gelagert sein, welcher im Gegensatz zum Steller selbst aus einem elektrisch nicht leitenden Material gefertigt ist. Der so isoliert angeordnete Steller 20 und der auf dem zweiten Teil 12 befestigte Stift 19 bilden hierbei den Kontaktschalter einer nicht weiter gezeigten Blitzkontakteinrichtung, die den Zündimpuls der getroffenen Voreinstellung des Blendenwerts entsprechend mit Sicherheit einer Blitzlichteinrichtung vermittelt, wenn der Kontaktstift 19 an der die Belichtungs- bzw. Blendenöffnung bestimmenden Stufe der Blendensteuerkurve 2Od anläuft und die Sektoren 15 und 16 der Darstellung in Fig.4 gemäß den Objektivdurchgang zur Belichtung des Filmmaterials freigeben. Zum Zwecke der galvanischen Verbindung des aus Metall gefertigten Stellers 20 mit einer den Zündimpuls abgebenden, ebenfalls nicht weiter veranschaulichten Spannungsquelle, liegt am Steller ein Schleifer 31 auf, der über eine Leitung 32 mit einem der Pole der Spannungsquelle galvanisch verbunden ist. Es versteht sich von selbst, daß die Kontaktgabe auch dann erfolgt, wenn der Kontaktstift 19 an einer der Stufen der Blendensteuerkurve SOa für
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den Tageslichtbereich anläuft, womit dem Photographierenden die Möglichkeit der Durchführung von Blitzaufnahmen unter Verwendung eines Elektronenblitzgeräts gegeben ist.
In Fig.6 ist ein als Spannverschluß ausgeführter Programmverschluß veranschaulicht, der hinsichtlich Aufbau und Funktion prinzipiell mit der in Fig.1 bis 4 veranschaulichten Anordnung übereinstimmt. Lediglich die Antriebsmechanik ist hier anders gewählt, und zwar insofern, als der die Sektoren 15' und 16' zur Öffnungsbewegung freigebende und wieder schließende erste Teil mittels eines feder- oder motorgetriebenen Laufwerks 34 in hin- und hergehende Bewegung versetzt wird. Das Laufwerk wiederum steht in drehfester Verbindung mit einem Stellnocken 35, an dem einer der Arme des ersten Teils 33 unter der Wirkung einer Rückstellfeder 36 aufliegt. Der andere Arm des auf einem Zapfen 37 drehbar gelagerten ersten Teils 33 wirkt in der gleichen Weise wie beim Ausführungsbeispiel gemäß Fig.1 bis 4 bereits beschrieben mit einem formschlüssig mit den Sektoren 151 und 16' in Verbindung stehenden zweiten Teil 38 zusammen, an dem eine Feder so angreift, daß der mit den Sektoren in Kupplungsverbindung stehende Stift 40 kraftsclilüssig an dem ihm zugeordneten Hebelarm des ersten Teils anliegt. Dem mit einem Anschlag- bzw. Kontaktstift b/\ versehenen zweiten Teil 38 ist ein ebenfalls mit einer Blendensteuerkurve 20a* und einer Zeitsteuerkurve 20b1 versehener Steller 20' zugeordnet.
Im Wirkungsbereich der Steuerkurve 20b1 befindet sich ein Hemmwerk, das wiederum aus einem drehbar gelagerten Segmenthebel 42 gebildet wird, der einenends einen unter der Wirkung einer Feder 43 an der Steuerkurve anliegenden Stift 44 trägt und anderenends vermittels einer Verzahnung mit einem Ritzel 45 in Eingriff steht. Dieses ist mit einem Steigrad 46 drehfest v&rbunden, dem ein Anker 47 zugeordnet ist. Schließlich ist am Segmenthebel 42 eine Seitenkante ausgebildet, die in der Bewegungsbahn eines auf einem rotierenden Teil des Laufwerks 34 befestigten Mitnehmerstifts 48 liegt.
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?0043392»i.73
■-12 -
/1' Dabei ist der Segmenthebel 42 durch die Zeitsteuerkurve 20b' in - ' \ seiner Lage so beeinflußbar, daß der Stift 48 während des nachfolgenden Bewegungsablaufs des Laufwerks 34 den Segmenthebel 42 zur Bildung der voreingestellten Belichtungszeit mehr oder weniger zu verdrängen hat.
70043332*8.73

Claims (1)

  1. ■■ . .· ·. G 70 04 539.9 - 13 -
    Schutzansprüche
    1) Photographischer Verschluß mit Antriebssystem, das die Sektoren zur Freigabe des Ob^jektivdurchgangs sowie zur Bildung unterschiedlicher Belichtungsöffnungen in eine mehr oder veniger große hin- und hergehende Bewegung versetzt, dadurch gekennzeichnet, daß ein unter Wirkung einer Antriebskraft sich hin- und herbewegender, eine konstante Wegstrecke zurücklegender Te^l (9} 33) angeordnet ist, and daß diesem Teil ein weiterer, an i"h™ unter der Wirkung einer eigenen, von der Antriebskraft des ersten Teils überwindbaren Antriebsfeder v18; 39) kraftseKLüssig zur Anlage kosmender zweiter Teil (12; 38) zugeordnet ist, der dem ersten Teil beim Bewegungsablauf nachfolgt und der mit den Sektoren (15> 16; 15', 16') formschlüssig verbunden ist sowie mit einem den Bewegungsweg der Sektoren mehr oder weniger begrenzenden Steller (20; 21') zusammenarbeitet, und daß dem ersten Teil eine durch einen Zeitsteller beeinflußbare, auf ihn über den gesamten Zeitenbereich hinweg einwirkende Hemmeinrichtung (21 bis 27; 42 bis 47) zugeordnet ist.
    2) Blendenverschluß nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sowohl der sich hin- und herbewegende erste Teil (9; 33) als auch der diesem folgende zweite Teil (12; 38) als Hebel ausgebildet und drehbar gelagert ist, und daß ferner der Steller (20; 20*) eine im Bewegungsweg des zweiten Teils liegende, dessen Ausschwingweite bestimmende Steuerkurve (20a; 20a1) aufweist.
    - 14 -
    700*3392*1.73
    3) Blendenverschluß nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, / daß der die Steuerkurve (20a; 20a1) zur Bestimmung der Belichtungs- bzw. Blendenöffnung der Sektoren (15, 16; 15", 16') aufweisende Steller (20; 20') mit einem die Zeitsteuerkurve
    ι tragenden Steller fest verbunden ist.
    4) Blendenverschluß nach Anspruch 1 und 2, gekennzeichnet durch einen Steller (20; 20·) an dem sowohl die Steuerkurve (20a; 20a1) zur Bestimmung der Belichtungs- bzw. Blendenöffnung als
    ' auch die weitere, der Zeiteinstellung dienende Steuerkurve
    I (20b; 20b1) vorgesehen ist.
    j 5) Blendenverschluß nach einem der vorhergehenden Ansprüche, da-
    ; durch gekennzeichnet, daß die Sektoren (I5j 16; 15'» 16') mj-t : einem der Elektronenblitzzündung dienenden Kontaktschalter zusammenarbeiten, der beim Erreichen der jeweils eingestellten / Blendenöffnung der Sektoren den KontaktSchluß bewirkt.
    I 6) Blendenverschluß nach Anspruch :"·, dadurch gekennzeichnet, daß
    j der die Steuerkurve (20a; 20a· oder 2Od) für Blendeneinstellung aufweisende Steller (20; 20') Teil eines Kontaktschalters ist.
    7) Blendenverschluß nach Anspruch 5 und 6, dadurch gekennzeichnet, ; daß der mit der Steuerkurve (20a; 20a' oder 2Od) für Blenden-
    j einstellung versehene Steller (20; 20') isoliert gelagert ist,
    ' während der mit den Sektoren (15» 16; 15'» 16') formschlüssig
    i gekuppelte Teil (12; 38) einen an die Blendensteuerkurve anlaufenden Kontaktstift (19; 41) trägt.
    8) Blendenverschluß nach Anspruch 1 oder einem der vorherigen An-] spräche, dadurch gekennzeichnet, daß die dem zweiten Teil (12;
    38) zugeordnete Feder (18; 39) so bemessen ist, daß die Öffnungszeit der Sektoren (15, 16; 15', 16') bis zum Erreichen der Vollöffnung nur wenige ms, etwa 5 ms, beträgt.
DE19707004339 1970-02-07 1970-02-07 Photographischer blendenverschluss. Expired DE7004339U (de)

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ID=6609298

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