[go: up one dir, main page]

DE707267C - Verfahren zum Reinigen von Rohbenzol mittels Braunkohlenkoks - Google Patents

Verfahren zum Reinigen von Rohbenzol mittels Braunkohlenkoks

Info

Publication number
DE707267C
DE707267C DED77708D DED0077708D DE707267C DE 707267 C DE707267 C DE 707267C DE D77708 D DED77708 D DE D77708D DE D0077708 D DED0077708 D DE D0077708D DE 707267 C DE707267 C DE 707267C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
benzene
lignite
coke
temperature
lignite coke
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DED77708D
Other languages
English (en)
Inventor
Dr-Ing Hans Biebesheimer
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Didier Werke AG
Original Assignee
Didier Werke AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Didier Werke AG filed Critical Didier Werke AG
Priority to DED77708D priority Critical patent/DE707267C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE707267C publication Critical patent/DE707267C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10GCRACKING HYDROCARBON OILS; PRODUCTION OF LIQUID HYDROCARBON MIXTURES, e.g. BY DESTRUCTIVE HYDROGENATION, OLIGOMERISATION, POLYMERISATION; RECOVERY OF HYDROCARBON OILS FROM OIL-SHALE, OIL-SAND, OR GASES; REFINING MIXTURES MAINLY CONSISTING OF HYDROCARBONS; REFORMING OF NAPHTHA; MINERAL WAXES
    • C10G25/00Refining of hydrocarbon oils in the absence of hydrogen, with solid sorbents
    • C10G25/003Specific sorbent material, not covered by C10G25/02 or C10G25/03
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C7/00Purification; Separation; Use of additives
    • C07C7/12Purification; Separation; Use of additives by adsorption, i.e. purification or separation of hydrocarbons with the aid of solids, e.g. with ion-exchangers

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Analytical Chemistry (AREA)
  • Water Supply & Treatment (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Solid Fuels And Fuel-Associated Substances (AREA)

Description

  • Verfahren zum Reinigen von Rohbenzol mittels Braunkohlenkoks Das bei der Hochtemperaturverkokung von Braunkohle entstehende Gas enthält neben Stoffen wie Kohlenoxyd, Wasserstoff, Kohlensäure, Methan und den Teerdämpfen eine erhebliche Menge Schwefelwasserstoff und organische Schwefelverbindungen, wie Schwefelkohlenstoff und Thiophen._ Die organischen Schwefelverbindungen, die sich schon bei niedrigen Erhitzungstemperaturen bilden, sind äußerst stabil und zersetzen sich auch nicht bei längerem Aufenthalt im hocherhitzten Behandlungsraum oder bei einem längeren Weg durch die hocherhitzte Braunkohle. Auch durch die übliche Reinigung und Teerscheidung werden diese Schwefelverbindungen, die einen außergewöhnlich üblen Geruch haben, nicht aus dem Gas entfernt. Sie scheiden sich aber zum Teil bei der Benzolgewinnung mit Hilfe von Waschöl oder Aktivkohle zusammen mit dem Benzol ab. Das aus dem Waschöl oder der Aktivkähle z. B. durch Wasserdampfdestillation gewonnene Benzol enthält daher solche übelriechenden Schwefelverbindungen.
  • Das Bestreben, das in kleinen Mengen gewonnene Benzol, für die eine umständliche und teure Entschweflungsanlage wirtschaftlich nicht tragbar ist, z. B. für das in den Gaswerken gewonnene Benzol, unmittelbar ohne besondere Bearbeitung als Treibstoff zu verwenden, stößt dort, wo das Gas ganz oder teilweise aus Braunkahle gewonnen wird, auf Schwierigkeiten, weil der dem Benzol anhaftende üble Geruch die damit umgehenden Personen zu stark belästigt.
  • Nach der Erfindung wird der üble Geruch in einfacher und billiger Weise beseitigt. Das Rohbenzol wird in flüssigem Zustand bei gewöhnlicher Temperatur durch Braunkohlenhochtemperaturkoks hindurchgeleitet. Dabei wird vorzugsweise der Koks benutzt werden, der bei der vorhergehenden Entgasung der Braunkohle entsteht. Beim Hindurchleiten des Benzols durch den Braunkohlenhochtemperaturkoks gehen die den üblen Geruch verursachenden Stoffe an den Braunkohlenhochtemperaturkoks, und das Benzol scheidet sich geruchlos aus. Das Benzol erhält einen normalen aromatischen Geruch.
  • Nach einem bekannten Verfahren werden Teerdestillate bei 3oo bis 4oo° in dampfförmigem Zustand durch eine Kokssäule geleitet, und die gewonnenen Erzeugnisse werden dann mit Natronlauge gewaschen. Nach einem anderen Verfahren werden flüssige Kohlenwasserstoffe bei normaler Temperatur mittels aktiver Kohle raffiniert. Beim ersteren Verfahren bringt zwar die bekannte Waschung mit Natronlauge eine Beseitigung der Geruchstoffe. 'Dies verteuert aber die Herstellung und ist nur für die Bearbeitung größerer Mengen Benzol anwendbar.
  • Versuche mit Aktivkohle haben ergeben, daß mit dieser nur eine teilweise Beseitigung der Geruchstofe erfolgt, während beim Durchleiten des Benzols durch Braunkohlenhochtemperaturkoks der üble Geruch des Benzols ganz verschwindet. Die besonders gute Wirkung des Braunkohlenhochtemperaturkokses ist wahrscheinlich darauf zurückzuführen, daß die ungesättigten Geruchsbildner beim Hindurchleiten durch den Braunkohlenhochtemperaturkoks in geruchlose Polymerisate umgewandelt werden. Hierbei spielt außer dem großoberflächigen, selbst katalytisch wirkenden Koks der Ascheanteil des Braunkohlenhochtemperaturkokses eine entscheidende Rolle, der die Polymerisation fördert. Die Asche wirkt als Katalysator und bindet außerdem chemisch Geruchstoffe saurer Natur. Das Verfahren bietet den besonderen Vorteil, daß bei gewöhnlicher Temperatur und ohne Anwendung von Druck gearbeitet wird. Beispiel Ein bei der Braunkohlenentgasung gewonnenes übelriechendes Benzol, das 59 mg Harzbildner in ioo ccm und 1,24 Gewichtsprozent Schwefel enthielt, wurde mit etwa 1/i0 seiner Gewichtsmenge Braunkohlenhochtemperaturkoks vermischt und das Benzol gleich wieder abfließen gelassen. Eine Untersuchung des Benzols ergab, daß die Harzbildner auf 3o mg in i oo ccm zurückgegangen waren und sich der Schwefelgehalt auf i,2o Gewichtsprozent verringert hatte. Gleichzeitig wurden auch Olefine gebunden, deren Gehalt von 40 Volumprozent auf 36% nach der Behandlung zurückging. Das Benzol hatte nunmehr den normalen Benzolgeruch, d. h. durch den Braunkohlenhochtemperaturkoks sind die Stoffe gebunden worden, die den üblen Geruch verursachten und die insbesondere in Schwefelverbindungen und als Harzbildner vorliegen.
  • Eine Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens ist in der Abbildung dargestellt. Die Vorrichtung besteht aus einem Behälter i mit einem durchlochten Stützblech 2. Auf diesem Stützblech 2 ruht Braunkohlenhochtemperaturkoks 3, der durch den Trichter 4 eingefüllt und nach seinem Verbrauch durch die sonst verschlossene CSffnung 5 aus dem Behälter ausgetragen wird. Durch die öffnung 6 fließt das aus einer Leitung 7 kommende Rohbenzol über die Pumpe 8 in den Behälter i. Das gereinigte Benzol fließt durch die Öffnung 9 ab. Das Benzol kann auch wiederholt durch die Braunkohlenhochtemperaturkoksfüllung hindurchgeleitet werden. Dann wird zwischen dem Behälter und der Leitung 7 eine Verbindung 14 hergestellt und die Pumpe 8 als Umlaufpumpe betätigt. Das gereinigte Benzol fließt dann durch die Leitung 13 ab. Man kann aber auch bei absatzweisem Betrieb das Benzol durch die Öffnung 9 zulaufen und durch die Öffnung 13 ablaufen lassen. Um eine gleichmäßige Verteilung des Benzols auf den Braunkohlenhochtemperaturkoks zu erreichen, wird ein Verteilungskranz für das Benzol auf die Braunkohlenhochtemperaturkoksschüttung aufgelegt.
  • Man kann auch in das in einem Behälter gespeicherte Benzol Braunkohlenhochtemperaturkoks einfüllen und das Gemisch durchrühren. Diese Arbeitsweise ist besonders dann vorteilhaft, wenn es sich um zeitweise anfallende kleine Mengen handelt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zum Reinigen von Rohbenzol mittels Braunkohlenkoks, dadurch gekennzeichnet, daß das Benzol bei gewöhnlich Temperatur mit Braunkohlenhochtemperaturkoks behandelt wird.
DED77708D 1938-04-08 1938-04-08 Verfahren zum Reinigen von Rohbenzol mittels Braunkohlenkoks Expired DE707267C (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DED77708D DE707267C (de) 1938-04-08 1938-04-08 Verfahren zum Reinigen von Rohbenzol mittels Braunkohlenkoks

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DED77708D DE707267C (de) 1938-04-08 1938-04-08 Verfahren zum Reinigen von Rohbenzol mittels Braunkohlenkoks

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE707267C true DE707267C (de) 1941-06-18

Family

ID=7062516

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DED77708D Expired DE707267C (de) 1938-04-08 1938-04-08 Verfahren zum Reinigen von Rohbenzol mittels Braunkohlenkoks

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE707267C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2841662C2 (de) Verfahren zum Entfernen von sauren Gasen und Polymeren bei der Absorptionsbehandlung von Beschickungsgasen
DE1175654B (de) Verfahren zum Regenerieren von Phthalocyaninkatalysatoren
DE707267C (de) Verfahren zum Reinigen von Rohbenzol mittels Braunkohlenkoks
DE3103150A1 (de) Verfahren zum hydrieren einer kohlefluessigkeit
CN101928596B (zh) 一种非临氢法生产清洁溶剂油的方法
DE1768036A1 (de) Neues Verfahren zur Hydrierung von Benzol
DE570448C (de) Verfahren zur Reinigung von Gasen durch Waschen mit organischen Fluessigkeiten
DE640204C (de) Verfahren zur Beseitigung der korrodierenden Eigenschaften und des ueblen Geruchs bei schwefelhaltigen Kohlenwasserstoffen
DE925058C (de) Verfahren zur Verbesserung schwefelhaltiger leichter Kohlenwasserstoffe
DE646594C (de) Verfahren zur Reinigung von Kohlendestillationsgasen
DE699206C (de) endigen Produkten aus Rohoelen oder Steinkohlenteeroelen
DE2537640A1 (de) Verfahren zum abtreiben von gebundenem ammoniak aus den waessrigen kondensaten und abwaessern der verschwelung und verkokung
DE196015C (de)
DE957327C (de) Verfahren zum Suessen eines sauren Erdoeldestillats
DE460563C (de) Verfahren zum Regenerieren von Altkautschuk, namentlich von gebrauchten Luftreifen
DE578155C (de) Verfahren zur Reinigung von Kohlenwasserstoffoelen
CH634871A5 (en) Process for removing acids from liquid hydrocarbons
DE945467C (de) Verfahren zur hydrokatalytischen Entschwefelung von rohem Erdoel
DE579729C (de) Verfahren zum Entschwefeln von Braunkohlenteeroelen
DE535763C (de) Verfahren zur Reinigung von Krackgasen
DE1593986A1 (de) Verfahren zur Herstellung von Sulfolan
DE904679C (de) Verfahren zur Reinigung von niedrigsiedenden olefinhaltigehn Kohlenwasserstogffgemischen
DE665228C (de) Verfahren zum Entschwefeln von Kohlenwasserstoffen
DE1645834B2 (de) Verfahren zur regeneration gebrauchter bleicherde aus der altoel reraffination
DE734076C (de) Verfahren zur Herstellung von Ammoniumcarbonat aus Gaswasser