DE706337C - Bandagen aus Geweben, Baendern, Schlaeuchen o. dgl., die aus unter Streckung hergestellten Kunstharzfaeden oder -fasern bestehen - Google Patents
Bandagen aus Geweben, Baendern, Schlaeuchen o. dgl., die aus unter Streckung hergestellten Kunstharzfaeden oder -fasern bestehenInfo
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Description
- Bandagen aus Geweben, Bändern, Schläuchen o. dgl., die aus unter Streckung hergestellten Kunstharzfäden oder -fasern bestehen Die Erfindung betiifft Bandagen aus Geweben, Bändern, Schläuchen o. dgl., die aus unter Streckung hergestellten Kunstharzfäden oder -fasern bestehen, und besteht darin, daß die Kullstfäden oder -fasern aus wasserunlöslichen, thermoplastischen Massen, wie Polystyrol, Polyvinylchlorid o. dgl. gebildet werden oder die Gewebe, Bänder o. dgl. solche Fäden enthalten, die beim Erwärmen auf Temperaturen bis I00° C ein Schrumpfen der Gewebe und damit ein festes Anlegen der Bandagen ermöglichen.
- Man hat schon zur Ruhigstellung von Brüchen sowie zur Versteifung von Verbindslgsmld Stoßstellen in der Medizin und Technik derartige Stellen mit Bandagen aus Textilfäden oder -bändern versehen. Vielfach werden derartige Bandagen zur Erreichung eines festen Sitzes oder zur Versteifung außerdem noch mit erhärtenden Bindemitteln, wie Gips, oder Lacken und Klebemitteln versteift bzw. verklebt. In sehr vielen Fällen hat sich jedoch die ungenügende Elastizität der bisher benutzten Verbände aus natürlichen oder künstlichen Cellulosefasern insofern nachteilig bemerkbar gemacht, als derartige Bandagen sich durch Quellung oder Dehnung sehr bald lockerten und infolgedessen entfernt tuid wieder neu angelegt werden mußten, was mit unnötigem Zeit- und Geldaufwand verbunden war.
- Auch Gewebe, Bänder und Schläuche. die aus unter Streckung hergestellten Fäden aus Polyvinylalkohol angefertigt sind, wurden schon als Bandagen empfohlen. Aber diese Gebilde aus Polyviny]alkohol sind unter 100 C nicht thermoplastisch.
- Die den bekannten Bandagen aus Geweben, Bändern, Schläuchen o. dgl. anhaftenden Mängel werden durch die Bandagen nach der Erfindung dadurch behoben, daß die zu ihrer Herstellung benutzten thermoplastischen Gewebe eine wesentlich bessere Elastizität als die bisher benutzten Natur- und Kunstfasern besitzen. Bandagen aus Geweben, Bändern.
- Schläuchen, die aus unter Streckung hergestellten Fäden oder Fasern aus thermop]astischen Massen nach der Erfindung bestehen oder solche enthalten, legen sich schon bei der NVicklung enger an den zu verbindenden Kürper an. Da diese Kunststoffaserstoffe @ußerdem die Eigenschaft besitzen, sich beim Erwärmen zusammenzuziehen, ist es möglich. nach Anlegen der Bandagen durch stufenpreises Erwärmen der @ußeren Lagen der Bandagen diesen jeden beliebigen Pressungsgrad zu erteilen. Außerdem ist durch die Wärmeschrumpfung der Kunstharzfasern jederzeit die Möglichkeit gegeben. gelockerten Bandagen, ohne sie entfernen zu müssen, wieder ihren ursprünglichen festen Sitz zu geben. Die einmal verwendeten und ausgeschrumpfteli Bandagen können wieder zu Kunstfäden oder anderen geformten Materialien verarbeitet werden Verwendung finden können die bekannten Fasern aus thermoplastischen Massen, wie Polystyrol, Polyvinylchlorid, nachchloriertem Polyvinylchlorid, Vinylacetaten, Chlorkautschuk sowie Mischpolymerisaten, die diese Verbindungen untereinander oder mit anderen bekannten Stoffen bilden.
- Die Gewebe. Binden, Schläuche usw., die für Bandagen Verwendung finden, brauchen nicht rein aus Kunstharzfäden oder -fasern zu bestehen, sondern können auch andere Faserstoffe enthalten. Es genügt beispielsweise bei Binden, in deren Kette unter Strekkung hergestellte Kunstharzfäden aus thermoplastischen Massen nach der Erfindung miteinzulveben, um beim Erwärmen der Bandagen ein Anschmiegen und Aufschrumpfen zu erreichen.
- Beispiele 1. Über einen aus den üblichen Faserstoffen hergestellten Wundverband wird zur Siche rung und Festlegung ein aus Kunstharzfäden nach der Erfindung gewirkter Schlauch gezogen und dann durch Einwirkung von Wärme zum Schrumpfen @ gebracht. Der Schlauch schmiegt sich dabei vollkommen glatt und elastisch mit allseitig gleichc!n Druck um die Unterlage und liefert so eil)en sehr guten Schutz gegen Verrutschen des Verbandes.
- 2. Eine Leimfuge mit Überlappung, wie sie beispielsweise bei der Herstellung von Tennisschlägern üblich ist, wird zur weiteren zusätzlichen Verstärkung mit einem nach dem Streckspinnverfahren hergestellten Faden aus nachchloriertem Polyvinylchlorid umwickelt.
- Die Bandage wird nach der Fertigstellung kurze Zeit einer Erwärmung hei ungefähr 90° C ausgesetzt. wodurch der Faden aufschrumpft und sich vollkommen fest um die Unterlage schmiegt. Die durch Erwärmen aufgeschraumpfte Bandage besitzt eine wesentlich verbesserte Festigkeit.
Claims (1)
- P A T E N T A N S P R U C H : Bandagen aus Geweben Bändern.Schläuchen o. dgl., die aus unter Strekkung hergestellten Kunstharzfäden oder -fasern bestehen, dadurch gekennzeichnet, daß die Kunstfäden oder -fasern aus wasserunlöslichen, thermoplastischen Massen, wie Polystyrol, Polyvinylchlorid o.dgl., gebildet werden oder die Gewebe. Bänder o. dgl. solche Fäden enthalten. die beim Erwärmen auf Temperaturen bis 100 ciil Schrumpfen der Gewebe und damit ein festes Anlegen der Bandagen ermöglichen.
Priority Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DEI61824D DE706337C (de) | 1938-07-07 | 1938-07-07 | Bandagen aus Geweben, Baendern, Schlaeuchen o. dgl., die aus unter Streckung hergestellten Kunstharzfaeden oder -fasern bestehen |
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| DE706337C true DE706337C (de) | 1941-05-23 |
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ID=7195540
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| DEI61824D Expired DE706337C (de) | 1938-07-07 | 1938-07-07 | Bandagen aus Geweben, Baendern, Schlaeuchen o. dgl., die aus unter Streckung hergestellten Kunstharzfaeden oder -fasern bestehen |
Country Status (1)
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|---|---|
| DE (1) | DE706337C (de) |
Cited By (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE858006C (de) * | 1949-09-14 | 1952-12-04 | Karl Dr Med Egen | Dem menschlichen Koerper anzupassende Formkoerper fuer chirurgische und orthopaedische Zwecke |
| DE867279C (de) * | 1944-07-08 | 1953-06-11 | Artur Mueser | Stuetzbandagen |
| DE896486C (de) * | 1944-07-08 | 1953-11-12 | Cassella Farbwerke Mainkur Ag | Verfahren zur Herstellung von Polgeweben |
| DE1165201B (de) * | 1955-12-03 | 1964-03-12 | Ruhrtaler Verbandstoff Fabrik | Gebrauchsfertige Gipsbinde |
| DE19651912A1 (de) * | 1996-12-13 | 1998-06-18 | Beiersdorf Ag | Anatomisch geformte medizinische Bandagen |
-
1938
- 1938-07-07 DE DEI61824D patent/DE706337C/de not_active Expired
Cited By (6)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE867279C (de) * | 1944-07-08 | 1953-06-11 | Artur Mueser | Stuetzbandagen |
| DE896486C (de) * | 1944-07-08 | 1953-11-12 | Cassella Farbwerke Mainkur Ag | Verfahren zur Herstellung von Polgeweben |
| DE858006C (de) * | 1949-09-14 | 1952-12-04 | Karl Dr Med Egen | Dem menschlichen Koerper anzupassende Formkoerper fuer chirurgische und orthopaedische Zwecke |
| DE1165201B (de) * | 1955-12-03 | 1964-03-12 | Ruhrtaler Verbandstoff Fabrik | Gebrauchsfertige Gipsbinde |
| DE19651912A1 (de) * | 1996-12-13 | 1998-06-18 | Beiersdorf Ag | Anatomisch geformte medizinische Bandagen |
| US6267743B1 (en) | 1996-12-13 | 2001-07-31 | Beiersdorf Ag | Anatomically shaped medical bandages |
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