DE1165201B - Gebrauchsfertige Gipsbinde - Google Patents
Gebrauchsfertige GipsbindeInfo
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- A61—MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
- A61F—FILTERS IMPLANTABLE INTO BLOOD VESSELS; PROSTHESES; DEVICES PROVIDING PATENCY TO, OR PREVENTING COLLAPSING OF, TUBULAR STRUCTURES OF THE BODY, e.g. STENTS; ORTHOPAEDIC, NURSING OR CONTRACEPTIVE DEVICES; FOMENTATION; TREATMENT OR PROTECTION OF EYES OR EARS; BANDAGES, DRESSINGS OR ABSORBENT PADS; FIRST-AID KITS
- A61F13/00—Bandages or dressings; Absorbent pads
- A61F13/04—Plaster of Paris bandages; Other stiffening bandages
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Description
- Gebrauchsfertige Gipsbinde Gebrauchsfertige Gipsbinden bestehen bekanntlich aus einem Trägergewebe, wie Mull oder Mullbinden, und darauf aufgestreutem oder fixiertem Gips.
- Die bekannte Ausführungsform derartiger Gipsbinden ist nicht frei von Nachteilen, die vor allem darin zu sehen sind, daß die üblichen Trägergewebe in starrer Leinwandbindung gewebt werden. Durch die fehlende Elastizität des Gewebes können beim Anlegen der Binden Schnürfurchen und Falten entstehen, die durch grobe Stellungsveränderungen vor dem Aushärten noch verstärkt werden. Die hinzukommende Volumenvergrößerung des Gipses während des Abbindevorganges führt vielfach zu mangel haftem Sitz der ausgehärteten Gipsverbände mit nachfolgender Unverträglichkeit beim Patienten.
- In der orthopädischen Modelltechnik bestehen Nachteile dadurch, daß sich die Gipsbinden bekannter Ausführungsform nicht fest an beliebige, zumeist stark konische Körperteile anschmiegen und sich zum Teil überhaupt nicht kugelförmig, d. h. zirkulär anwickeln lassen. Das führt zu mangelnder Paßform der Gipsnegative, die nur durch zeitraubendes Auftragen auf die durch Ausgießen der Negative gewonnenen Positive - mit dennoch vielfachen Fehlermöglichkeiten - ausgeglichen werden kann. Die heute in der orthopädischen Technik zunehmende Verarbeitung von dünnwandigen Kunststoffen mit geringen Nachbearbeitungsmöglichkeiten fordert als Voraussetzung für den guten Sitz von Prothesen und orthopädischen Hilfsmitteln ein exaktes Gipsmodell. Ein weiterer Nachteil der Gipsbinden bekannter Ausführungsform besteht schließlich darin, daß die zur Verwendung gelangenden Gewebe nur relativ wenig Gips aufnehmen können und Pulverbinden auf dem Transport Gips verlieren bzw. eine ungleichmäßige Gipsverteilung in der Binde aufweisen.
- Es ist ein Vorschlag bekanntgeworden, Krepppapier als Gipsträger für Gipsverbände einzusetzen.
- Dieser Vorschlag ist jedoch nicht zur Beseitigung der geschilderten Nachteile gemacht worden, sondern als Notlösung in Zeiten mangelnder Textilrohstoffversorgung anzusehen. Für derartige Binden gelten die beschriebenen Nachteile in verstärktem Maße, vor allem deshalb, weil Kreppapier nicht als naßfester Trägerstoff für Gips angesehen werden kann und nach dem Eintauchen in Wasser sofort seine Elastizität verliert und sich schließlich auflöst.
- Im übrigen kennt man Binden aus gewirktem oder gewebtem Material, die zumeist in der Längsrichtung durch Drehen der Garne oder durch Einweben von Gummi oder dergleichen elastischen Fäden elastisch dehnbar gestaltet sind. Die Gestaltung von gebrauchs- fertigen Gipsbinden ist dadurch bisher nicht beeinflußt worden.
- Die Erfindung hat das Bedürfnis erkannt, eine gebrauchsfertige Gipsbinde zu schaffen, die sich zirkulär exakt an jedes zu bandagierende Körperteil anschmiegt, und hat sich so zur Aufgabe gestellt, eine gebrauchsfertige Gipsbinde herzustellen, die von den eingangs geschilderten Nachteilen frei ist.
- Die Erfindung betrifft eine Binde aus einem gewebten oder gewirkten Material, das zumindest in Längsrichtung durch eingewebte Gummi- oder dergleichen elastische Fäden elastisch dehnbar gestaltet ist. Sie besteht darin, daß sie als Träger für Gips dient, der in Pulverform auf sie aufgestreut, in sie eingestrichen oder auf sie als durch ein Bindemittel fixierter Gips aufgebracht ist.
- Die Verwendung eines gummi- oder eigenelastischen frotteeartigen Trägergewebes ergibt eine Gipsbinde, die sich zirkulär exakt an jedes zu bandagierende Körperteil beliebiger Formgestaltung, insbesondere auch Stümpfe von Extremitäten, anschmiegt und bis zum Aushärten des Gipses selbst grobe Stellungsverbänderungen mitmacht, ohne Falten zu werfen oder einzuschnüren. Mit Hilfe der elastischen Spannung, die man beim Wickeln variieren kann, ist es möglich, Körperteile enger oder weiter einzubetten, Körpergewebe zu halten, zu verlagern und in Formen zu bringen, die für die Anfertigung von Gipsverbänden und Gipsmodellen geeignet sind.
- Durch die elastische Spannung hat die Binde die Fähigkeit, auch in nassem Zustand, bis zum Aushärten nach Aufhören deformierender Kräfte in ihre Ursprungsform zurückzukehren, wodurch man exakt sitzende Verbände erhält.
- Bei den erfindungsgemäßen gebrauchsfertigen Gipsbinden reicht es zumeist aus, den Gips in Pulverform aufzustreuen. Tatsächlich haftet nämlich bei erfindungsgemäßen Binden wegen des im ungedehnten Zustand im wesentlichen frotteeartigen Charakters des dehnbaren Trägermaterials das aufgebrachte Gipspulver in dem Trägermaterial in hinreichend großer Menge derart fest, daß eine besondere Fixierung nicht erforderlich ist. Eine Fixierung kann hiervon unabhängig natürlich durchgeführt werden. Das in ungedehntem Zustand frotteeartige Gewebe kann gut die doppelte Gipsmenge einer gewöhnlichen Pulverbinde aufnehmen und vermeidet durch seine Struktur Gipsverluste bzw. Verlagerungen in der Binde auf dem Transport.
- Im ganzen erreicht die Erfindung so eine Verbesserung der bekannten gebrauchsfertigen Gipsbinde sowohl in bezug auf die Verwendung als auch hinsichtlich Transport und Lagerung.
Claims (1)
- Patentanspruch: Binde aus einem gewebten oder gewirkten Material, das zumindest in Längsrichtung durch eingewebte Gummi- oder dergleichen elastische Fäden elastisch dehnbar gestaltet ist, dadurch gekennzeichnet, daß sie als TrägerfürGips dient, der in Pulverform auf sie aufgestreut, in sie eingestrichen oder auf sie als durch ein Bindemittel fixierter Gips aufgebracht ist.In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 742 041, 706 337; österreichische Patentschrift Nr. 154 588; französische Patentschriften Nr. 981 948, 836 270.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DER17895A DE1165201B (de) | 1955-12-03 | 1955-12-03 | Gebrauchsfertige Gipsbinde |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DER17895A DE1165201B (de) | 1955-12-03 | 1955-12-03 | Gebrauchsfertige Gipsbinde |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1165201B true DE1165201B (de) | 1964-03-12 |
Family
ID=7400093
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DER17895A Pending DE1165201B (de) | 1955-12-03 | 1955-12-03 | Gebrauchsfertige Gipsbinde |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1165201B (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0127102A1 (de) * | 1983-05-27 | 1984-12-05 | Baumann AG, Verbandstoffabrik | Medizinischer Polsterschlauch und Verfahren zu dessen Herstellung |
| WO1990002539A3 (en) * | 1988-09-09 | 1990-05-17 | Smith & Nephew | Conformable bandage |
| EP0326285A3 (en) * | 1988-01-23 | 1990-09-26 | Smith & Nephew P.L.C. | Bandages |
Citations (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| AT154588B (de) * | 1936-09-03 | 1938-10-10 | Flemmich S Soehne A | Elastisches Gewebe, insbesondere für medizinische Binden. |
| FR836270A (fr) * | 1937-04-09 | 1939-01-13 | Beckwith Mfg Co | Perfectionnement aux appareils pour le traitement des fractures, etc. |
| DE706337C (de) * | 1938-07-07 | 1941-05-23 | I G Farbenindustrie Akt Ges | Bandagen aus Geweben, Baendern, Schlaeuchen o. dgl., die aus unter Streckung hergestellten Kunstharzfaeden oder -fasern bestehen |
| DE742041C (de) * | 1941-06-22 | 1944-03-16 | F Ad Richter & Cie A G | Stoff fuer Wundverbaende, Kautschukpflaster, Pflasterbinden u. dgl. |
| FR981948A (fr) * | 1943-05-17 | 1951-06-01 | Du Pin Cellulose | Bandages pour usages chirurgicaux ou orthopédiques |
-
1955
- 1955-12-03 DE DER17895A patent/DE1165201B/de active Pending
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| US5382466A (en) * | 1988-09-09 | 1995-01-17 | Smith & Nephew Plc | Warp knitted fabric containing individual wales comprising loops formed solely of elastic yarns and loops formed solely of inelastic yarns within the same wale |
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