DE6938399U - Verpackungsbehaelter - Google Patents
VerpackungsbehaelterInfo
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Description
DIPL..ING. HELMUT MISSLING eaoiESSEN. 1.10.1969
DIPL-ING, RICHARD SCHLEE telefon: Coetti)73»oo
PATENTANWÄLTE S/K 10.102
ROYEMA Verpackungsmaschinen GmbH & Co. K.G.
65 Gies8en
Sie Erfindung betrifft einen Verpackungsbehälter mit einer zu einem Schlauch geformten siegelfähigen oder schweißfähigen Folie.
Solche Behälter werden insbesondere zur Verpackung von Lebensmitteln verwendet.
Verpackungsbehälter, die im wesentlichen aus einem Folienschlauch
bestehen, lassen sich mit sogenannten Schlauchbeutelautomaten außerordentlich billig herstellen und füllen. In solchen Automaten wird eine ebene Folie um ein Füllrohr herum zu einem Schlauch
geformt und die sich überlappenden Folienränder werden durch eine Siegelnaht miteinander verbunden. Der so gebildete Schlauch wird
unten verschlossen und die Füllung durch das Füllrohr eingebracht. Die Herstellung und Füllung des Beutels in ein- und derselben Maschine ist außerordentlich rationell.
Verpackungsbehälter der zuletzt beschriebenen Art sind nicht für
alle Verpackungsgüter geeignet, da der gewöhnliche Schlauchbeutel nicht standfähig ist. Insbesondere Güter, die zum Zerbröckeln nei-
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gen, sollten in einer standfesten Packung verpackt werden, damit die Packungen nebeneinanderstehend aufbewahrt werden können und
nicht übereinandergestapelt werden müssen. Dies gilt z.B. für die Verpackung von Gebäck. Oft ist es auch erwünscht, den Packungsinhalt
dekorativ zur Schau zu stellen, was mit stehenden Behältern gut möglich ist.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Behälter mit einem Folienschlauch so auszubilden, daß er standfähig ist.
Diese Aufgabe wird nach der Erfindung dadurch gelöst, daß der Behälter
einen steifen Boden mit abgebogenem Rand aufweist und der untere Rand des eine Längsnaht aufweisenden Folienschlauches im
Bereich des abgebogenen Bodenrandes durch Siegeln oder Schweißen mit dem Boden verbunden ist.
Für die Herstellung eines solchen Behälters können alle siegelfähigen
oder schweißfähigen Folien oder Kombinationen von solehen Folien verwendet werden. Geeignet sind z.B. Zellglas, Polyäthylen,
beschichtetes Papier und Kombinationen dieser Materialien. Für die Herstellung des steifen Bodens können ebenfalls die verschiedendsten
siegel- oder schweißfähigen Materialien verwendet werden. Der Boden gibt dem Behälter eine gute Standfestigkeit. Ferner
wirkt er als Spreizvorrichtung für die Folie, durch die die Folie im entfalteten Zustand gehalten wird. Hierdurch wird ein
-3-
Druck der Folie auf den Packungsinhalt vermieden, was wesentlich
zur Schonung des Inhaltes beiträgt. Der Behälter ist billig herstellbar, da der Folienschlauch in bekannter Weise in einem
Schlauchbeutelautomaten hergestellt und dann mit einer entsprechenden automatischen Einrichtung mit dem Boden verbunden werden kann.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Packung
ist der Rand des Bodens nach unten abgebogen. Diese Bodenform ist für eine billige Herstellung besonders gut geeignet, da die Ränder
des Bodens von unten her bequem abgestützt werden können, wenn Siegelwerkzeuge die Folie von außen gegen die Bodenabkantungen
drücken.
Der Boden kann die Grundrißform eines Vieleckes aufweisen, z.B.. eines regelmäßigen Quadrates oder eines regelmäßigen Sechseckes.
In diesem Fall kann als Material für den Boden vorteilhafterweise
m siegelfähiger Karton verwendet werden, wobei die Randabkantungen
durch Falzen des Kartons hergestellt sind. Der Boden kann auch eine abgerundete Grundrißform, z.B. in Form eines Ovals oder eines
Kreises aufweisen. In diesem Fall besteht der Boden vorteilhafterweise aus einem siegelfähigen oder schweißfähigen Kunststoff, z.B.
aus Polyäthylen, wobei die Randabbiegungen vorzugsweise durch Tiefziehen einer Kunststoffolie hergestellt sind. Selbstverständlich
könnte ein Boden auch durch Spritzen hergestellt werden. Ein Boden
-4-
-A-
aus Kunststoff ist selbstverständlich auch für eckige Böden möglich.
Die schlauchförmige Folie ist vorteilhafterweise aus einer ebenen
Folie geformt und weist eine durch Siegeln oder Schweißen hergestellte Längsnaht auf. Eine solche schlauchförmige Folie läßt eich
in den eingange erwähnten Schlauchbeutelautomaten herstellen, wodurch eine besonders preiswerte Fertigung möglich ist.
Der Beutelverschluß kann verschieden ausgebildet sein. Vorteilhaft
ist die Verwendung eines Clip-Verschlusses, da ein solcher der Verpackung ein dekoratives Aussehen gibt und ein mehrmaliges öffnen
und Verschließen des Beutels zuläßt. Es kann aber auch als Verschluß eine Quersiegelnaht oder eine Querschweißnaht vorgesehen werden,
wobei der Folienschlauch über Seitenfalten in die Naht übergehen
kann.
J In der Zeichnung sind Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt.
Es zeigen:
Fig. 1 eins perspektivische Ansicht eines Verpackungsbehälters gemäß einer ersten Ausführungsform der
Erfindung mit Blickrichtung schräg von unten,
Fig. 3 einen Schnitt nach Linie III-III in Pig. 2 in
einem gegenüber Fig. 2 vergrößerten Maßstab und
Fig. 4 eine Aneicht eines Behälters gemäß einer zweiten
Ausführungsform der Erfindung.
Der in den Fig. 1 bis 3 dargestellte Behälter besteht aus einem
Boden 1, einem Folienschlauch 2 und einem Verschlußclip 3.
Der Boden 1 hat (vergleiche Schnitt nach Fig. 3) eine Bodenfläche 4,
deren Ränder abgekantet sind. Wie aus Fig. 1 zu ersehen ist, hat der Boden eine sechseckige Grundrißform. Er besteht aus
Karton, der zunächst so zugeschnitten wurde, daß in den Eckbereichen Zwickel ausgeschnitten sind. Nach Herstellung der Bodenabkantungen
5 durch Falzen des Kartons bei 6 verlaufen die Ränder der Zwickel parallel zueinander und liegen praktisch aneinander
an* In Fig. 3 sind schmale Schlitze 7 gezeichnet, zu denen die ausgeschnittenen
Zwickel nach dem Falzen des Kartons zusammengeschrumpft sind.
Der Folienschlauch 2 ist auf einer Schlauchbeutelmaschine aus einer ebenen Folie hergestellt, deren Längsränder bei 8 durch
Versiegeln miteinander verbunden sind.
Der Folienschlauch 2 if derart über den Boden 1 gestülpt,
daß der untere Rand des Folienschlauches an den Abbiegungen 5
ι · s
j,
-6-
des Bodens anliegt, wie dies insbesondere aus Pig. 3 zu ersehen ist. Folienschlauch und Boden sind an ihrer Kontaktstelle durch
Siegeln miteinander verbunden. Die Siegelfähigkeit wird im Falle der Verwendung von Karton als Werkstoff für den Boden in bekannter
Weise durch eine Beschichtung des Kartons erreicht.
Bei der Ausführungsform nach den Fig. 1 bis 3 ist als Beutel-Verschluß
ein Clip 3 verwendet. Nach der Füllung des Beutels, z.B. mit Gebäck, wird das obere Ende des Folienschlauches 2,
wie in der Zeichnung dargestelt, gerafft und der zusammengeraffte Schlauch durch Umlegen des Clip 3 zusammengehalten.
Diese Art des Verschlusses ermöglicht ein mehrmaliges Öffnen und Schließen des Verpackungsbehälters, so daß sein Inhalt nicht
auf einmal verbraucht werden muß.
In Fig. 4 ist eine andere Verschlußart dargestellt. Der Beutel ist durch eine Quersiegelnaht 9 verschlossen. Diese Naht kann so
beschaffen sein, daß im Bereich der Naht nur zwei Folienschichten aufeinanderliegen. Es ist jedoch auch möglich, in bekannter Weise
Seitenfalten 10 anzuordnen, so daß in den beiden Endbereichen der Quersiegelnaht 9 jeweils vier Folienschichten aufeinanderliegen.
Selbstverstäudlich können die Falten auch so gelegt werden, daß praktisch über die ganze Länge der Quersiegelnaht 9 vier
Folienschichten vor' anden sind.
-7-
Claims (10)
1. Verpackungsbehälter mit einer zu einem Schlauch geformten
siegelfähigen oder schweißfähigen Folie, dadurch gekennzeichnet, daß der Behälter einen steifen Boden (1) mit abgebogenem Rand (5)
aufweist und der untere Hand des eine Längsnaht (8) aufweisenden
_, Folienschlauches (2) im Bereich des abgebogenen Bodenrandes (5)
durch Siegeln oder Schweißen mit dem Boden (1) verbunden ist.
2. Behälter nach Anspruch Ί, dadurch gekennzeichnet, daß der
Rand (5) des Bodens nach unten abgebogen ist.
3. Behälter nach einem oder beiden der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Boden die Grundrißform eines
Vieleckes aufweist, z.B. eines regelmäßigen Quadrates oder eines regelmäßigen Sechseckes.
4. Behälter nach einem oder beiden der Ansprüche 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Boden (1) eine abgerundete Grundrißform
hat, z.B. die Form eines Ovals oder eines Kreises.
5. Behälter nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß insbesondere ein Boden (1) mit einer eckigen Grnndrißform aus einem siegelfähigen Karton besteht, wo-
-8-
-8-
bei die Randabbiegungen (5) durch Falzen ues Kartone hergestellt
6. Behälter nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, daß der Bodes aas einem siegelfähigen oder schweißfähigen Kunststoff, z.B. aus Polyäthylen besteht,
wobei die Randabbiegungen vorzugsweise durch Tiefziehen einer
Kunststoffolie hergestellt sind.
7. Behälter nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die Längsnaht (8) der echlauchförmigen
Folie (2) durch Siegeln oder Schweißen hergestellt ist.
8. Behälter nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß er einen Clipverschlufi (3) aufweist.
9· Behälter nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet, daß er durch eine Quersiegelnaht (9) oder QuerschweiSnaht verschlossen ist (Fig. 4).
10. Behälter nach Anspruch 9» dadurch gekennzeichnet, daß der
Folienschlauch über Seitenfalten (10) in die Quernaht (9) übergeht.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19696938399 DE6938399U (de) | 1969-10-02 | 1969-10-02 | Verpackungsbehaelter |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19696938399 DE6938399U (de) | 1969-10-02 | 1969-10-02 | Verpackungsbehaelter |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE6938399U true DE6938399U (de) | 1970-07-02 |
Family
ID=34125444
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19696938399 Expired DE6938399U (de) | 1969-10-02 | 1969-10-02 | Verpackungsbehaelter |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE6938399U (de) |
-
1969
- 1969-10-02 DE DE19696938399 patent/DE6938399U/de not_active Expired
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