DE69123803T2 - Steuersysteme für eine Maschine zum Einsetzen von Bauelementen - Google Patents
Steuersysteme für eine Maschine zum Einsetzen von BauelementenInfo
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Description
- Die Erfindung betrifft ein Steuersystem für Bauteile-Bestückungsmaschinen.
- Automatische Bauteile-Bestückungsmaschinen zum Einsetzen von elektrischen Bauteilen in eine gedruckte Schaltungsplatte sind weit verbreitet. Eine solche automatische Bestückungsmaschine besitzt einen Tisch, auf dem eine gedruckte Schaltungsplatte festgehalten wird, und einen beweglichen Kopf zur Überführung eines elektronischen oder elektrischen Bauteils von einer Kassette zu einer bestimmten Position auf der gedruckten Schaltungsplatte. Für die Betriebssteuerung der automatischen Bestückungsmaschine wird ein automatisches Bestückungsprogramm benutzt. Es ist übliche Praxis, das automatische Bestückungsprogramm manuell zu erzeugen, nachdem die gedruckten Schaltungsplatten in der Fabrik angeliefert wurden. Eines der Probleme, die mit dieser herkömmlichen Praxis verbunden sind, besteht in der sehr langen Vorlaufzeit. Man benötigt drei bis fünf Tage, um das automatische Bestückungsprogramm zu erstellen, nachdem die notwendigen Daten zur Verfügung stehen. Zur Erstellung eines automatischen Bestückungsprogramms, das zu einer hohen Effizienz bei der automatischen Bestückung führt, benötigt man außerdem Personal mit guter Erfahrung auf dem Gebiet der automatischen Bestückungstechnik. Weiterhin wurden bisher die Grunddaten, die zur Erstellung eines automatischen Bestückungsprogramms benötigt werden, manuell über eine Tastatur eingegeben. Die manuelle Dateneingabe erfordert viel Zeit, führt zu Fehlern und erhöht die Vorlaufzeit. Schließlich erfordern Designänderungen in Anpassung an neue Typen von automatischen Bestückungsmaschinen viel Zeit und Aufwand.
- Es ist deshalb ein Hauptziel der vorliegenden Erfindung ein verbessertes Steuersystem für eine Bauteile-Bestückungsmaschine zur Verfügung zu stellen.
- In Feinwerktechnik und Messtechnik Band 95, Nr.2, März 1987, Seiten 81-85 und VDI-Zeitschrift Bd. 131, Nr.8, August 1989 sind Systeme nach dem Oberbegriff von Anspruch 1 beschrieben.
- Die Erfindung ist dadurch gekennzeichnet,
- daß die Bauteile-Bestückungsmaschinen unterschiedlichen Typs sind und mit Hilfe von Software gesteuert werden, die zum Teil aus für jeden Typ aus der genannten Mehrzahl von Bauteile- Bestückungsmaschinen gemeinsam vorgesehener Kernsoftware und zum Teil aus einer Mehrzahl von spezifischen Programmbibliotheken besteht, die jeweils für unterschiedliche Typen der genannten Bauteile-Bestückungsmaschinen anwendbar sind, so daß ein neuer Typ von Bauteile- Bestückungsmaschinen eingesetzt werden kann, indem eine neue Programmbibliothek hinzugefügt wird, ohne daß die Kernsoftware geändert wird,
- sowie durch eine ebenfalls mit dem Kommunikationsnetz verbundene Programmbibliothekeinrichtung zur getrennten Speicherung der Kernsoftware und der einzelnen spezifischen Programmbibliotheken.
- Weitere optionale Merkmale der Erfindung sind in den Unteransprüchen angegeben. Im folgenden wird die Erfindung an einem Ausführungsbeispiel anhand der anliegenden Zeichnungen näher beschrieben.
- Fig. 1 zeigt ein schematisches Blockdiagramm, in dem ein Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäß ausgebildeten Vorrichtung zur Erstellung eines automatischen Bestückungsprogramms dargestellt ist,
- Fig. 2A, 2B und 2C zeigen Diagramme, in denen zu druckende Dokumente dargestellt sind,
- Fig. 3 zeigt ein automatisches Blockdiagramm der Workstation, die in der in Fig. 1 dargestellten Vorrichtung zur Erstellung eines automatischen Bestückungsprogramms verwendet wird,
- Fig. 4 zeigt ein schematisches Blockdiagramm einer bei der Erfindung verwendeten Softwareanordnung,
- Fig. 5 zeigt ein schematisches Blockdiagramm eines Beispiels für ein Netz, in dem die Erfindung anwendbar ist.
- In den einzelnen Ansichten der Zeichnungen sind gleiche Bauteile mit gleichen Bezugszeichen versehen. Fig. 1 zeigt ein schematisches Blockdiagramm eines Programmiersystems zur automatischen Bestückung, in welchem die Erfindung verkörpert ist. Das Programmiersystem zur automatischen Bestückung umfaßt mehrere Workstations 1 mit jeweils einem Personalcomputer oder dgl. zur Erstellung von automatische Bestückungsprogrammen. Die Workstations 1 sind mit einem Server-Computer 2 verbunden, der eine Datenbank 3, einen Drucker 4 und einen Lochstreifenstanzer 5 steuert und Multitasking-Betrieb vorsieht. Es sind ferner automatische Bestückungsmaschinen 6 für das automatische Einsetzen spezieller elektrischer Bauteile in eine gedruckte Schaltungsplatte dargestellt. Diese Bestückungsmaschinen können in Fabriken an geographisch entfernten Orten installiert sein. Die automatischen Bestückungsmaschinen 6 werden nach dem automatischen Bestückungsprogramm betrieben, das mit Hilfe der Workstations 1 erstellt wurde.
- Der Server 2 steht mit einem CAD-System 7 (CAD = Computer Aided Design) in Verbindung, das für den Entwurf der gedruckten Schaltungsplatte verwendet wird, sowie mit einem Bauteilelisten-Verwaltungssystem 8 (PLM-System = Parts List Managing System), das zur Verwaltung der (im folgenden als "elektrische Bauteile" bezeichneten) elektronischenlelektrischen Komponenten und der gedruckten Schaltungsplatte dient. Das CAD-System 7 erzeugt CAD-Daten zu der gedruckten Schaltungsplatte. Die CAD-Daten umfassen beispielsweise Daten, die die Positionen spezifizieren, an denen die betreffenden elektrischen Bauteile auf der gedruckten Schaltungsplatte einzusetzen sind. Das PLM-System 8 erzeugt PLM-Daten, die sich auf die den betreffenden elektrischen Bauteilen zugeteilte Referenznummer beziehen. Die PLM-Daten umfassen z. B. Daten, die die Spezifikationen, Profile, Packungen und die Nummern der betreffenden elektrischen Bauteile enthalten, die durch die entsprechenden Referenznummern angegeben werden. Die Grunddaten, d. h. die CAD- und die PLM-Daten werden als Interface-File-Daten (IFF-Daten) bezeichnet. Die IFF-Daten werden über den Server 2 in die Datenbank 3 übertragen. Die IFF-Daten können über Modems oder mit Hilfe von Disketten zu den betreffenden Workstations übertragen werden.
- Die Datenbank 3 enthält einen Speicherabschnitt 3a für Teilenummerndaten (PN-Daten), einen Speicherabschnitt 3b für Teilestrukturdaten (PS-Daten) und einen Speicherabschnitt 3c für eine Programmbibliothek. Der PN-Daten-Speicherabschnitt 3a speichert PN-Daten, einschl. der PLM- Daten. Der PS-Daten-Speicherabschnitt 3b speichert PS-Daten, einschl. der CAD-Daten. Der Programmbibliothek-Speicherabschnitt 3c speichert Daten zu den automatischen Bestückungsmaschinen 6 sowie Algorithmen, die für die Erstellung von automatischen Bestückungsprogrammen für die betreffenden automatischen Bestückungsmaschinen 6 verwendet werden. Die Daten der automatischen Bestückungsmaschinen und die Algorithmen sind in Form einer Programmbibliothek für die Verwendung in den einzelnen Workstations 1 miteinander verknüpft, wenn die Workstation 1 ein automatisches Bestückungsprogramm erstellt, das auf den PN- und den PS- Daten basiert.
- Das in einer der Workstations 1 erstellte automatische Bestückungsprogramm wird über den Server 2 zu der automatischen Bestückungsmaschine 6 übertragen. Alternativ kann das automatische Bestückungsprogramm über den Server 2 auch zu dem Lochstreifenstanzer 5 übertragen werden, der einen Lochstreifen 5a für den Einsatz beim Betrieb der automatischen Bestückungsmaschine 6 erzeugt. Für die Verwendung beim Betrieb der automatischen Bestückungsmaschine 6 kann das automatische Bestückungsprogramm auf einer Diskette 1a gespeichert werden. Es werden Befehle erzeugt, die den Drucker 4 veranlassen, einen Lastplan, eine Prüfmaske und/oder eine Sequenzliste auszudrucken. Der Lastplan, der in Fig. 2A dargestellt ist, zeigt an, welche der elektrischen Bauteile in den betreffenden Kassetten angeordnet sind, die für die automatische Bestückungsmaschine 6 vorgesehen sind. Der Lagerplan, der in Fig. 2B dargestellt ist, zeigt die elektrischen Bauteile an, die in die gedruckte Schaltungsplatte einzusetzen sind. Die Prüfmaske dient zur Prüfung des fehlerhaften Einsetzens von elektrischen Bauteilen. Die Sequenzliste, die in Fig. 2C dargestellt ist, zeigt die Sequenz des automatischen Bestückungsprogramms an und bildet eine Basis für das leichte Verständnis des automatischen Bestückungsprogramms.
- Wie aus der Darstellung von Fig. 3 hervorgeht, besitzt jede Workstation 1 einen Monitorteil 11 (Display, Tastatur, Maus/Trackball usw.), die die Bedienungsperson zur Erzeugung von Befehlen für die Operationssteuerung benutzt. Der Monitorteil 11 zeigt eine Liste von optionalen Einheiten oder Menüs (1) bis (6) an, die die Bedienungsperson auswählen kann, um verschiedene Funktionen in der Workstation 1 auszuführen. Die Menüs umfassen (1) die Eingabe von PN-Daten, (2) die Eingabe von Daten der automatischen Bestückungsmaschine, (3) die Eingabe von PS-Daten, (4) die Bildung einer Bestückungssequenz, (5) Erneuerung und (6) Modemsteuerung.
- Die Einheit 1 für die Erstellung von automatischen Bestückungsprogrammen umfaßt ferner verschiedene Abschnitte 12, 13, 14, 15, 16 und 17, die durch die Auswahl entsprechender Menüs betätigbar sind. Wenn das Menü (1) gewählt ist, bewirkt der PN-Daten-Eingabeteil 12 die Eingabe der PN-Daten aus dem PN-Daten-Speicherabschnitt 3a der Datenbank 3 (Fig. 1) in die Workstation 1. In dem PLM-System 8 können die PN-Daten von der Diskette, auf der die PN-Daten aufgezeichnet sind, in die Workstation 1 eingegeben werden. Wenn die PN-Daten von der Diskette in die Workstation 1 eingegeben werden, wird die Datenbank 3 automatisch aktualisiert. Die aktualisierten Daten können in den anderen Workstations 1 verwendet werden. Wenn das Menü (2) gewählt ist, bewirkt der Abschnitt 13 für die Eingabe der Daten der automatischen Bestückungsmaschine, daß die Daten, die speziell der zu verwendenden automatischen Bestückungsmaschine 6 zugeordnet sind, aus dem Programmbibliothek-Speicherabschnitt 3c der Datenbank 3 (Fig. 1) in die Workstation 1 eingegeben werden. Diese Menüauswahl erlaubt die Registrierung der Maschinendaten, die eine neue automatische Bestückungsmaschine betreffen. Die Maschinendaten werden in der Datenbank 3 gespeichert. Die gespeicherten Maschinendaten werden in den anderen Workstations 1 verwendet. Wenn die Bedienungsperson das Menü (3) auswählt, bewirkt der Eingabeteil 14 für die PS-Daten, daß die PS-Daten aus dem PS-Daten-Speicherteil 3a der Datenbank 3 (Fig. 1) in die Workstation 1 eingegeben werden. Die PS-Daten können von der Diskette, auf der die PS-Daten in dem CAD-System 7 gespeichert wurden, in die Workstation 1 eingegeben werden. Wenn die PS-Daten von der Diskette in die Workstation 1 eingegeben werden, wird die Datenbank 3 automatisch aktualisiert. Die aktualisierten Daten können in den anderen Workstations 1 verwendet werden.
- Das Menü (4) wird gewählt, nachdem die erforderlichen Daten durch die Auswahl der Menüs (1) bis (3) eingegeben wurden. Der Abschnitt 15 zur Bildung der Bestückungssequenz nimmt Daten auf, die die Reihenfolge betreffen, in der die automatischen Bestückungsmaschinen 6 benutzt werden, verteilt die auf der gedruckten Schaltungsplatte einzusetzenden elektrischen Bauteile und entscheidet automatisch die Reihenfolge, in der die elektrischen Bauteile in den einzelnen automatischen Bestückungsmaschinen 6 eingesetzt werden. Es werden Prüfungen durchgeführt, um festzustellen, ob die Abmessungen der durch die PN-Daten spezifizierten elektrischen Bauteile mit den durch die PS-Daten spezifizierten Abmessungen übereinstimmen. Der Abschnitt 15 zur Erzeugung der Bestückungssequenz erzeugt eine Anzeige, wenn die durch die PN-Daten spezifizierten Abmessungen mit den durch die PS-Daten spezifizierten Abmessungen nicht in Übereinstimmung stehen. Diese Prüffunktion kann durch Vergleiche ausgeführt werden, wenn die IFF-Daten in die Datenbank 3 (Fig. 1) eingegeben werden. Die elektrischen Teile werden auf die Kassetten der einzelnen automatischen Bestückungsmaschinen verteilt und auf der gedruckten Schaltungsplatte in einer Reihenfolge eingesetzt, die ohne störende Überlagerung mit dem Kopf der automatischen Bestückungsmaschine höchstmögliche Bestückungseffizienz liefert. Für eine hohe Bestückungseffizienz wird die Reihenfolge, in der die elektrischen Bauteile eingesetzt werden, so festgelegt, daß der Abstand des Tisches, auf dem die gedruckte Schaltungsplatte festgehalten ist, und der Bewegungsbereich der Kassetten innerhalb eines Maschinenzyklus auf einem Wert gehalten wird, der die effizienteste Bestückung ergibt. Obwohl es möglich ist, nur eine einzige Kassette vorzuhalten, wenn elektrische Bauteile des gleichen Typs eingesetzt werden, sollten die elektrischen Bauteile vorzugsweise auf verschiedene Kassetten verteilt werden, wenn ein elektrisches Bauteil an einer Position eingesetzt wird, die von der Position, an der ein anderes elektrisches Bauteil eingesetzt wird, weit entfernt ist. Die elektrischen Bauteile können paarweise kombiniert sein. Die Reihenfolge, in der die Paare eingesetzt werden, wird so festgelegt, daß sich ein optimaler Maschinenzyklus ergibt.
- Bei der Wahl des Menüs (5) bewirkt der Erneuerungsabschnitt 16 die Verarbeitung von Daten, die in dem Abschnitt 15 zur Bildung der automatischen Bestückungssequenz auf der Basis von Befehlen der Bedienungsperson gebildet werden. Zu diesem Zweck hat der Erneuerungsabschnitt 6 folgende Funktionen:
- Diese Funktion beinhaltet die Eliminierung von Bauteilen, das Hinzufügen von Bauteilen und die Änderung von Bauteilennummern.
- In Abhängigkeit von einem Befehl der Bedienungsperson wird das automatische Bestückungsprogramm direkt zu der automatischen Bestückungsmaschine übertragen, auf einer Diskette gespeichert oder zu dem Lochstreifenstanzer 5 übertragen (Fig. 1). Einige automatische Bestückungsmaschinen ermöglichen eine Feineinstellung bei Abmessungsfehlern der gedruckten Schaltungsplatte, die bei der Herstellung der gedruckten Schaltungsplatte aufgetreten sind. Die Daten für diese Einstellung werden über eine Datenleitung zugeführt, um die Einsetzposition (X, Y) der elektrischen Bauteile zu korrigieren. Die korrigierten Positionen können in den anderen Workstations 1 verwendet werden.
- Der Lastplan (Fig. 2A), der Lagerplan (Fig. 2B), die Sequenztiste (Fig. 2C) und die Prüfmaske werden von dem Drucker 4 (Fig. 1) ausgedruckt.
- Wenn das Menü (6) gewählt wird ist der Modemsteuerabschnitt 17 wirksam. Der Modemsteuerabschnitt 17 unterstützt das Modem in dem Server 2 (Fig. 1) und enthält Verzeichnisse (Directories), die durch Telefonnummern spezifiziert sind. Wenn eines der Verzeichnisse gewählt wird, überträgt das Modem die lokal erzeugten Daten automatisch entsprechend dem Plan. Dies erlaubt die Verwendung der lokal erzeugten Daten in anderen Fabriken.
- Anhand von Fig. 4 wird die Softwareanordnung (dynamische Verknüpfungssoftwarebibliothek) beschrieben, die in diesem Ausführungsbeispiel benutzt wirdv um die spezifischen Maschinendaten der einzelnen automatischen Bestückungsmaschinen 6 in Form einer Programmbibliothek zu verknüpfen. In Fig. 4 bezeichnet das Bezugszeichen 18 eine Kernsoftware, die in den automatischen Bestückungsmaschinen 6 gemeinsam benutzt wird. Das Bezugszeichen 19 bezeichnet Programmbibliotheken für die betreffenden automatischen Bestückungsmaschinen 6. Die Programmbibliotheken 19 enthalten eine Programmbibliothek 19a, die für die automatischen Bestückungsmaschine Al&sub1; verwendet wird, eine Programmbibliothek 19b, die für die automatische Bestückungsmaschine Al&sub2; verwendet wird, und eine Programmbibliothek 19c, die für die automatische Bestückungsmaschine Al&sub3; verwendet wird. In den Programmbibliotheken 19a, 19b und 19c sind Algorithmen und Maschinendaten für die Verwendung bei der Erstellung von automatischen Bestückungssequenzen für die betreffenden automatischen Bestückungsmaschinen Al&sub1;, Al&sub2; und Al&sub3; gespeichert. Wenn eine automatische Bestückungssequenz erzeugt wird, werden der Algorithmus und die Maschinendaten in der Kernsoftware 18 verknüpft. Die auf diese Weise erzeugten Daten werden mit dem gleichen Format in die Kernsoftware 18 zurückgeführt. Da die für die automatischen Bestückungsmaschinen spezifischen Daten in den betreffenden Programmbibliotheken separat gespeichert sind, ist eine Anpassung an eine automatische Bestückungsmaschine eines neuen Typs möglich, indem zu der Programmbibliothek 19 lediglich eine neue Programmbibliothek hinzugefügt wird, ohne daß die Kernsoftware 18 verändert wird.
- In Fig. 5 ist ein Beispiel für ein Netz dargestellt, auf das die Erfindung anwendbar ist. Das Netz enthält große lokale Stationen 9a und 9b und kleine lokale Stationen 9c und 9d. Die lokalen Stationen sind in verschiedenen Fabriken installiert. Jede der großen lokalen Stationen 9a und 9b umfaßt ein lokales CAD-System 7a (CAD = Computer Aided Design) und ein lokales PLM-System 8a (PLM= Parts Lists Managing). Diese Systeme 7a und 8a stehen mit den zentralen CAD- und PLM-Systemen in Verbindung, um eine wechselseitige Übertragung der IFF-Daten (Interface File Daten) zu ermöglichen. In den einzelnen großen lokalen Stationen 9a und 9b empfängt die Workstation (WS) 1 die IFF-Daten aus den lokalen CAD- und PLM-Systemen 7a und 8a und erstellt ein automatisches Bestückungsprogramm für die Steuerung der automatischen Bestückungsmaschine (AI) 6, die sich in dieser Station befindet. In jeder der kleinen lokalen Stationen 9c und 9d empfängt die Workstation (WS) 1 die IFF-Daten von dem zentralen CAD- und PLM-System 7 bzw. 8 über ein Modem und erstellt ein automatisches Bestückungsprogramm zur Steuerung der automatischen Bestückungsmaschine (AI) 6, die sich in dieser Station befindet. Dem zentralen CAD- und PLM-System 7 bzw. 8 ist eine IFF-Supporteinrichtung 101 zugeordnet, die eine Einrichtung (PDM) 101a zur Pflege der Bauteiledaten, eine Einrichtung (DDM) 101b zur Pflege der Designdaten und eine Einrichtung (DUD) 101c zur Datenaktualisierung umfaßt.
- Jede der Workstations 1 kann auf in der Datenbank 3 gespeicherten Grunddaten (IFF-Daten) zugreifen, um ein automatisches Bestückungsprogramm zu erstellen. Die Grunddaten umfassen die CAD-Daten für die gedruckte Schaltungsplatte und die PLM-Daten für die elektrischen Bautei le, die in die gedruckte Schaltungsplatte einzusetzen sind. Die CAD-Daten werden von dem CAD- System 7 für den Entwurf der gedruckten Schaltungsplatte in die Datenbank 3 übertragen. Die PLM-Daten werden aus dem PLM-System 8, das die Anordnung und die Zulieferung der elektrischen Bauteile verwaltet, zu der die Datenbank 3 übertragen. Dies erspart den Aufwand, die andernfalls für die Dateneingabe erbracht werden muß. Zusätzlich werden die Grunddaten zentral verwaltet und ständig geprüft, um die Möglichkeit einer fehlerhaften Dateneingabe auszuschalten. Dies erspart Aufwand, der andernfalls für die Pflege der Datenbank und die Prüfung der manuellen Eingabe erbracht werden muß. Außerdem ist das System zur Erstellung des automatischen Bestückungsprogramms in der Lage, Designänderungen schnell zu folgen und die Qualität zu verbessern.
- Das automatische Bestückuhgsprogramm wird durch bloße Tastenbetätigung der Bedienungsperson automatisch erstellt. Während die Effizienz bei der herkömmlichen automatischen Bestückung höchstens 85% betrug, hat das dargestellte Ausführungsbeispiel der Erfindung eine automatische Bestückungseffizienz von 95% oder mehr. Somit kann die Vorlaufzeit, d. h. die Zeitspanne zwischen dem Zeitpunkt, in dem eine neue gedruckte Schaltungsplatte angeliefert wird, und dem Zeitpunkt, an dem die Produktion startet, auf einige Stunden reduziert werden, während sie üblicherweise 3 bis 5 Tage betrug. Wegen der hohen automatischen Bestückungseffizienz wird auch die für das Einsetzen der elektrischen Bauteile benötigte Zeit verkürzt.
- Durch den Einsatz des erfindungsgemäß ausgebildeten Systems zur Erstellung automatischer Bestückungsprogramme sind auch Bedienungspersonen, die keine Erfahrung auf dem Gebiet der Produktion mit automatischer Bestückung haben, ohne weiteres in der Lage, ein automatisches Bestückungsprogramm zu erstellen. Die notwendigen Dokumente sind in den Fabriken erhältlich. Das System ist benutzerfreundlich und produktionsorientiert. Durch die Benutzung der dynamischen Verknüpfungssoftware-Programmbibliotheken können die Systeme in Anpassung an neue Typen von automatischen Bestückungsmaschinen problemlos geändert werden.
- Die Erfindung wurde in Verbindung mit einem System zur Erstellung automatischer Bestückungsprogramme für das automatische Einsetzen von elektrischen Bauteilen auf einer gedruckten Schaltungsplatte beschrieben; Es ist jedoch ohne weiteres ersichtlich, daß die Erfindung auch für das automatische Montieren von Bauteilen an einem Objekt anwendbar ist, das eine gedruckte Schaltungsplatte aufweist. Die Erfindung läßt sich außerdem zur Steuerung von Systemen einsetzen, bei denen Roboter für das Einsetzen von Bauteilen in ein Objekt verwendet werden. Außerdem kann die Erfindung dazu benutzt werden, die Schritte eines manuellen Montiervorgangs anzuzeigen oder Daten zu verschiedenen Testmaschinen zu übertragen.
- Die Erfindung wurde zwar in Zusammenhang mit einem spezifischen Ausführungsbeispiel beschrieben, es ist jedoch offensichtlich, daß dem einschlägigen Fachmann zahlreiche Alternativen, Modifizierungen und Variationen ohne weiteres zugänglich sind. Deshatb soll die Erfindung alle Alternativen, Modifizierungen und Variationen umfassen, die in den Schutzbereich der anliegenden Ansprüche fallen.
Claims (3)
1. Steuersystem für Bauteile-Bestückungsmaschinen
mit einer Mehrzahl von Bauteile-Bestückungsmaschinen, die in lokalen
Fabrikationseinrichtungen installiert sind,
mit einem lokalen Computer in jeder Fabrikationseinrichtung für die direkte Steuerung
der betreffenden Bauteile-Bestückungsmaschinen,
mit einem in einem Steuerungzentrum installierten zentralen Computer (2),
mit einem Bauteilelisten-Steuersystem (8) zur Lieferung von Bauteiledaten an den
zentralen Computer,
mit einem CAD-System (7) zum Entwerfen einer gedruckten Schaltungsplatte und zur
Lieferung von CAD-Daten an den zentralen Computer,
sowie mit einem Kommunikationsnetz zur Verbindung des zentralen Computers und
der lokalen Computer über Signalleitungen,
wobei die Bauteile-Bestückungsmaschinen von den lokalen Computern oder von dem
zentralen Computer automatisch gesteuert werden können,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Bauteile-Bestückungsmaschinen unterschiedlichen Typs sind und mit Hilfe von
Software gesteuert werden, die zum Teil aus für jeden Typ aus der genannten Mehrzahl
von Bauteile-Bestückungsmaschinen gemeinsam vorgesehener Kernsoftware (18) und zum
Teil aus einer Mehrzahl von spezifischen Programmbibliotheken (19) besteht, die jeweils für
unterschiedliche Typen der genannten Bauteile-Bestückungsmaschinen anwendbar sind, so
daß ein neuer Typ von Bauteile-Bestückungsmaschinen eingesetzt werden kann, indem
eine neue Programmbibliothek hinzugefügt wird, ohne daß die Kernsoftware geändert wird,
und
gekennzeichnet durch
eine ebenfalls mit dem Kommunikationsnetz verbundene
Programmbibliothekeinrichtung (3C) zur getrennten Speicherung der Kernsoftware und der einzelnen spezifischen
Programmbibliotheken.
2. Steuersystem nach Anspruch 1, bei dem die lokalen Fabrikationseinrichtungen an einem
oder mehreren Orten angeordnet sind, die von dem zentralen Computer geographisch
abgesetzt sind.
3. Steuersystem nach Anspruch 1 mit Mitteln für die Erstellung eines
Bauteile-Bestückungsprogramms und dessen Übertragung zu einem ausgewählten Exemplar der lokalen
Computer über das Kommunikationsnetz.
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