DE69101943T2 - Tür für Schaltschrank. - Google Patents
Tür für Schaltschrank.Info
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Description
- Die Erfindung bezieht sich auf eine Türe für einen Elektrikschaltschrank, umfassend ein aus Blech und/oder einem anderen feuer- oder bogenisolierendem Material hergestelltes Türblatt, einen Anlenkungsaufbau an einem Vertikalrand des Türblatts, welcher mit dem Schrankrahmen verbindbar ist, und eine Sperreinrichtung, welche mit dem Rahmen an dem anderen Vertikalrand des Türblatts zusammenwirkt, wobei der Anlenkungsaufbau ein Scharnier umfaßt, welches von verschiebbar und schwenkbar ineinandergreifenden Profilelementen gebildet ist, die sich über die gesamte Länge des Vertikalrands des Türblatts erstrecken. Eine Türe dieses Typs ist aus der BE-A-841 865 bekannt.
- Um die Sicherheit für Personen, die in elektrischen Verteilungsanlagen arbeiten, gegen die Wirkung von Strombögen, die z.B. bei einem fehlerhaften Kurzschließen in den Schalttafeln innerhalb einer sehr kurzen Zeitdauer sehr hohe Temperaturen und Drücke erzeugen, zu verbessern, ist es bekannt, Tafelmaterialien zusammen mit Stahl zu verwenden, welche Tafelmaterialien gegen die Bögen resistent sind, feuerisolierend sind und die Druckstöße absorbieren. Ein Tafelmaterial dieser Art ist unter dem Warenzeichen GIBOGI bekannt und besteht aus laminierten Platten aus Holzfasern und Gips.
- Herkömmlicherweise sind die Schranktüren durch Längsscharniere des Scharnierbandtyps angelenkt, die an dem Schrankrahmen und der Tür angebolzt oder durch Punktschweißen angebracht sind.
- Ein derartiges Scharnier ist jedoch nicht gasdicht und kann ferner ein Teil einer verminderten Stärke des Türaufbaus sein, der zusammen mit dem Schrank die elektrische Ausstattung einschließen sollte, um einen Schutz gegen das Durchbrennen, Druckstöße und das Austreten giftiger Gase zu bieten.
- Eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Türe für einen Elektrikschaltschrank der oben beschriebenen Art vor zusehen, welche Türe einen verbesserten Scharnieraufbau aufweist und von allen Seiten am Rahmen des Schaltschranks sperrbar ist.
- Diese Aufgabe wird durch die in dem Anspruch 1 angegebenen Kennzeichen gelöst.
- Da die Türe von einem Profilelementscharnier getragen ist, wird eine sehr gute Dichtungswirkung und eine sehr gute Aufbaustärke in diesem normalerweise schwachen Abschnitt der Türe erreicht. Die Verschiebbarkeit der Scharnierprofilelemente relativ zueinander wird in Verbindung mit dem Sperrmittel und der Anhebevorrichtung verwendet, um das zusätzliche Sperren der oberen und unteren Ränder des Türblatts zu erhalten. Dadurch kann ferner der herkömmliche Sperrmechanismus an dem seitlichen Öffnungsrand der Türe durch stationäre Sperrmittel, wie z.B. Sperrelemente, die mit Schlüssellochöffnungen zusammenwirken und bei der vertikalen Verschiebung der Türe in und außer Eingriff gebracht werden, ersetzt werden.
- Der in der BE-A-641 865 offenbarte Anlenkungsaufbau umfaßt ein aus verschiebbar und schwenkbar ineinandergreifenden Profilelementen zusammengesetztes Scharnier. Jedoch gibt dieses Dokument keinen Hinweis, daß die Verschiebbarkeit eines derartigen Scharniers dazu verwendet werden könnte, ein Türblatt in eine und aus einer Sperrstellung zu bringen. Die CH-A-302 008 offenbart eine mit einem Falzscharnierband zusammenwirkende Anhebevorrichtung zum Anheben und Absenken einer Türe oder eines Fensteraufbaus. Diese Anhebevorrichtung verwendet jedoch keinen Anhebefuß, welcher mit einem Träger in Eingriff bringbar ist, wie bei der vorliegenden Erfindung.
- Weitere Ziele und Vorteile der Erfindung werden aus den verbleibenden Ansprüchen und der nachfolgenden detaillierten mit Bezug auf die beiliegenden Zeichnungen gegebenen Beschreibung einer Ausführungsform der Erfindung augenscheinlich, in welchen
- Fig. 1 eine Frontansicht einer erfindungsgemäßen Türe ist;
- Fig. 2 eine vergrößerte und etwas vereinfachte Schnittansicht entlang einer Linie 2-2 in Fig. 1 ist, welche die Endabschnitte der Türe sowie einen Verbindungsrahmenaufbau eines Schaltschranks zeigt;
- Fig. 3 eine Querschnittsansicht entlang einer Linie 3-3 in Fig. 1 ist;
- Fig. 4 eine Seitenansicht eines Anhebefußes ist;
- Fig. 5 eine Ansicht des in Fig. 4 gezeigten Fußes von oben ist;
- Fig. 6 eine Endansicht eines Profilelements für die Sperrseite der Türe ist;
- Fig. 7 eine Endansicht eines Profilelements für die Anlenkungsseite der Türe ist;
- Fig. 8 eine Endansicht eines Profilelements für die Anlenkungsseite des Schranks ist; und
- Fig. 9 eine vergrößerte Querschnittsansicht des Funktionsabschnitts eines Anlenkungsaufbaus gemäß der Erfindung ist.
- Die in Fig. 1 gezeigte Türe umfaßt ein Türblatt 10, dessen einer Vertikalrand mit einem Anlenkungsaufbau 30 verbunden ist, und dessen anderer Rand mit einem Sperraufbau 70 verbunden ist. Die Türe ist derart ausgebildet, daß sie in ihrer Schließstellung eine in einem Rahmenaufbau 102 eines allgemein mit dem Bezugszeichen 100 bezeichneten und nur teilweise gezeigten Schaltschranks festgelegte Öffnung 104 (Fig. 2 und 3) bedeckt.
- Der Sperraufbau 70 ist nicht an dem Türblatt 10 selbst angebracht, sondern ist in ein unabhängiges Bauteil eingegliedert, welches ein profiliertes oder geformtes Metallelement 42, vorzugsweise ein extrudiertes Aluminiumprofil, umfaßt, das sich entlang der gesamten Höhe der Türe erstreckt. Das Profil 72 (Fig. 6) weist einen geschlossenen Kanal 78 an der Außenseite der Türe auf, sowie einen offenen Kanal 74, 76, welcher in Richtung des Längsrandabschnitts des Türblatts 10 offen ist. Der innere Abschnitt 76 des offenen Kanals ist zur Aufnahme einer Sperrleiste 90 (nachfolgend beschrieben) vorgesehen, und der äußere Abschnitt 74 des offenen Kanals ist als eine Ausnehmung zum Aufnehmen des entsprechenden Randabschnitts 20 (Fig. 2) des Türblatts 10 verwendet. Eine Schulter oder ein Flansch 86, welcher zwischen den Kanalabschnitten angeordnet ist, wirkt als ein Anschlag für den Randabschnitt 20. In dem geschlossenen Kanal 78 des Profils 72 sind zwei Schraubtaschen 80, 80 vorgesehen zum Festlegen von in Fig. 1 gezeigten Abdekkungsplatten durch Schrauben an den Längsenden des Profils. Die in Fig. 3 gezeigte Sperrleiste 90 erstreckt sich im wesentlichen entlang der gesamten Länge des Profils 70 und ist vorzugsweise an dem Profil 70 von der Innenseite der Türe (nicht gezeigt) durch versenkte Schrauben angebolzt. Ferner ist in der Sperrleiste 90 und in dem inneren Flansch des Profils 72 eine Mehrzahl von schlüssellochförmigen Ausnehmungen (nur eine ist gezeigt) vorgesehen, welche entlang des Profils 72 im Abstand zueinander angeordnet sind, wobei jede Ausnehmung einen Vertikalschlitz 92 umfaßt, der nach unten zu einem kreisförmigen Loch 94 aufgeweitet ist. In der Schließstellung der Türe ist jede Schlussellochausnehmung 92, 94 dazu eingerichtet, mit einem entsprechenden Sperre1ement 96 einzugreifen, welches einen vergrößerten Kopfabschnitt aufweist und durch eine Öffnung 106 von dem Rahmenaufbau 102 hervorsteht. Das entgegengesetzte Ende jedes Sperrelements 96 ist in einer jeweiligen Bohrung 110 einer Halteleiste 118 aufgenommen und daran durch eine Mutter 98 an dem Gewindeende desselben festgelegt. Die Halteleiste 108 wiederum ist durch versenkte Schrauben an der Vorderseite des Rahmenaufbaus 102 angebolzt. Die Öffnung 106 weist vorzugsweise eine zu große Größe auf, so daß die Halteleiste 108 und die jeweiligen Sperrelemente 96 bezüglich der Schlüssellochausnehmungen 92, 94 eingestellt werden können.
- Die Anlenkungsvorrichtung 30 ist als geschlossenes Profilelementscharnier ausgebildet, welches aus zwei Metallprofilen 32, 60 besteht, die sich über die gesamte Höhe der Türe erstrekken.
- Das Türprofil 32 (Fig. 7) des Anlenkungsaufbaus 30 weist, wie das Profil 72 des Sperraufbaus, einen geschlossen Langskanal 46 auf, welcher an der Außenseite der Türe vorgesehen ist, sowie einen Längskanal 42, der sich zum entsprechenden Randabschnitt 22 des Türblatts 10 öffnet (Fig. 3), um diesen Randabschnitt 22 aufzunehmen. Die Tiefe des offenen Kanals 22 ist durch einen Anschlag 56 beschränkt, we1cher an einer Seite des Kanals vorgesehen ist. Schraubtaschen 48 und 50 sind am Boden des geschlossenen Kanals 46 bzw. des offenen Kanals 42 vorgesehen, um zu ermöglichen, daß eine in Fig. 1 gezeigte Abdeckplatte an dem oberen Ende des Profils 32 angeschraubt werden kann. Seitlich außerhalb des geschlossenen Kanals 46 weist das Profil 32 einen Scharnierabschnitt 34 auf.
- Dadurch, daß die Profile 32, 72 mit den geschlossenen Kanälen 46, 78 an den jeweiligen entgegengesetzten Längsrändern der Außenseite des Türblatts 10 versehen sind, ist den Profilen eine gute Verbiegungs- und Torrosionssteifigkeit gegeben, wodurch sie in der Lage sind, die Längsrandabschnitte der Türe zu versteifen oder zu verstärken. Die Außenseite des Scharnierabschnitts 34 des Profils 32 bildet zusammen mit der Außenseite der Wandabschnitte des geschlossenen Kanals 46 einen trapezförmigen Absatz oder Streifen, der symmetrisch zu dem trapezförmigen Absatz ist, welcher durch die Außenseite der Wandabschnitte des Kanals 78 des Profils 72 an dem entgegengesetzten Längsrands des Türblatts 10 gebildet ist. Die Türe weist somit ein attraktives Erscheinungsbild auf. Das Schrankprofil 60 des Scharnieraufbaus 30 weist einen Flansch 64 auf (Fig. 8), welcher mit dem Rahmenaufbau 102 verbindbar ist, sowie einen Scharnierabschnitt 62, welcher dem Scharnierabschnitt 34 des Türprofils 32 komplementär ist.
- Die ineinandergreifenden Scharnierabschnitte 34 und 62, welche lediglich durch axiales Ineinanderschieben zusammengesetzt werden können und daher radial aneinander festgelegt sind, sind in Fig. 9 vergrößert dargestellt. Jeder der Abschnitte 34 und 62 ist näherungsweise als eine Spirale ausgebildet, welche miteinander zusammenwirkende teilweise kreisförmige (kreisförmig, zylindrisch, bei Betrachtung in drei Dimensionen) Lageroberflächen aufweisen, die an verschiedenen radialen Abständen von der durch diese gebildeten Schwenklagerachse angeordnet sind. Insbesondere weist der äußere Spiralabschnitt 34 eine teilkreisförmige Eintrittsoberfläche mit einem großen Radius R1 auf. Die teilkreisförmige innere Oberfläche geht über eine ebene Oberfläche in eine koaxiale teilkreisförmige innere Oberfläche mit einem kleinen Radius R3 über. Das Profil 34 weist dann weiter eine teilkreisförmige äußere Oberfläche auf, welche der inneren Oberfläche entgegengesetzt ist und einen mittleren Radius R2 aufweist, sowie eine eben äußere Oberfläche , welche entgegengesetzt der flachen inneren Oberfläche angeordnet ist. Der innere Spiralabschnitt weist hingegen ein Paar von entgegengesetzten, anfänglich teilkreisförmigen äußeren bzw. inneren Oberflächen bzw. auf, welche zum Zusammenwirken mit den jeweiligen Oberflächen und des Profils 34 bei den Radien R1 und R2 geeignet sind, eine Endteilkreisfläche , welche zum Zusammenwirken mit der Oberfläche des Profils 34 bei dem Radius R3 geeignet ist, sowie eine flache Oberfläche , welche sich zwischen den Oberflächen und erstreckt und zum Zusammenwirken mit der flachen Oberfläche des Profils 34 als ein Endanschlag in der Schließstellung des Scharniers geeignet ist. Als ein Endanschlag in der offenen oder aufgeschwenkten Stellung des Scharniers geht der inneren Oberfläche des Profils 62 eine flache Oberfläche voraus, die zum Zusammenwirken mit der flachen Oberfläche des Profils 34 geeignet ist, wie durch das durch Phantomlinien in Fig. 8 gezeigte aufgeschwenkte Profil 32 angezeigt. Durch die dargestellte und beschriebene Ausführungsform ist dem Scharnier ein sehr robuster Aufbau gegeben, welcher drei koaxiale Paare von Lageroberflächen - , - und - aufweist, die im wesentlichen im gesamten Betriebsbereich des Scharniers gleichzeitig in Eingriff miteinander sind. Die miteinander zusammenwirkenden spiralförmigen Abschnitte 34, 62 dienen als Versteifungselemente, welche verhindern, daß sich die Türe im Falle großer Kräfte und Drücke innerhalb des Schranks nach außen biegt, wodurch verhindert wird, daß feuererzeugende oder giftige Gase aus dem Schrank austreten. Das Scharnier hat ferner eine spezielle Sicherheitsfunktion gegen das Austreten von Gas in einem derartigen Ausmaß, daß die Dichtungswirkung, welche durch die Mehrzahl von zusammenwirkenden Paaren von aufeinanderfolgenden Lagerflächen der Profile 34 und 62 erreicht wird, durch den z.B. durch einen Strombogen in dem durch die Türe eingeschlossenen Schrankraum erzeugten Druck verbessert wird, indem dadurch wenigstens einige Scharnieroberflächen gegeneinander gedrückt werden.
- Das Schrankprofil 60 des Anlenkungsaufbaus 30 ist in geeigneter Art und Weise an dem Rahmenaufbau 102 durch mit Gewinde versehenen Befestigern 112 festgelegt (Fig. 3). Um das Anbringen zu vereinfachen, weist der Flansch 64 des Schrankprofils 60 eine längs-Bohrungsanzeigenut 68 und eine Halteschulter 66 zum Sperreingriff mit den jeweiligen Flächen der Schraubenköpfe von Befestigern 112 auf. Entsprechende längs-Bohrungsanzeigenuten sind ferner bei 82 und 52 an den inneren Flanschen 84 und 54 der Profile 72 bzw. 32 vorgesehen (Fig. 6 und Fig. 7).
- Um das Zusammensetzen der unabhängigen Funktionsteile der Türe zu vereinfachen, nämlich das Profil 72, welches den Sperraufbau 70 umfaßt, das Türblatt 10 und das Türprofil 32, welches eine Hälfte des Anlenkungsaufbaus 30 umfaßt, können die Profile 32 und 72, wie in Fig. 3 gezeigt, an dem Türblatt mittels Blindnieten festgelegt werden, welche nach dem Bohren von entsprechenden Löchern durch die Profile und die Randabschnitte 20, 22 des Türblatts 10 und in die geschlossenen Längskanäle 78 und 46 der Profile in die Bohrlöcher eingeführt und verankert werden, wobei ihre Verankerungsköpfe in den geschlossenen Kanälen 78 und 46 verdeckt sind.
- Die äußere Blechplatte 18 des Türblatts 10 ist in Fig. 3 derart dargestellt, daß sie außerhalb des Isoliermaterials 14, 16 des Türblatts 10 ungefähr in die Form eines "J" gefaltet ist. Das Isoliermaterial kann jedoch ebenso in die Faltung eingesetzt sein (nicht dargestellt). Das Isoliermaterial ist vorzugsweise das GIBOGI-Material, auf welches am Beginn dieser Beschreibung hingewiesen worden ist, welches Material aus einem Laminat besteht, das abwechselnd aus Gips und Holzfaserplatten 14 bzw. 16 besteht, und welches in der Lage ist, die Blechplatte 18 des Türblatts 10 zu versteifen, und welches Material gegen hohe Temperaturen und hohe Drücke, die z.B bei einer elektrischen Bogenentladung in dem Schrank erzeugt werden, sehr resistent ist und gegen diese isoliert. An seiner Innenfläche kann das Türblatt mit einer Abdeckplatte 12 aus geeignetem Material verkleidet sein.
- Die Fig. 3 bis 5 zeigen eine Anordnung zum Sperren und Aufsperren der Türe, welche einen Hebelmechanismus 120 und einen Anhebefuß 150 umfaßt.
- Der Hebelmechanismus 120 umfaßt im wesentlichen einen abgewinkelten Betätigungsgriff 122, ein Gehäuse 128 und eine darin angebrachte drehbare Scheibe 134.
- Das abgewinkelte Eingriffsende des Handgriffs 122 umfaßt einen zylindrischen Steuerabschnitt 124, welcher dazu geeignet ist, a1s ein Anlenkungslager in einer Bohrung 130 in dem Gehäuse 128 aufgenommen zu werden. Demgegenüber ist in einer größeren Bohrung 132 in dem Gehäuse 28 die drehbare Scheibe 134 angebracht. Die Scheibe 134 weist eine quadratische zentrale Öffnung 136 auf, die zur Aufnahme des zu dieser komplementären Eingriffsendes des abgewinkelten Griffs 122 zum Drehen der Scheibe 134 geeignet ist. Auf der Scheibe 134 ist ferner ein Stift 140 vorgesehen, welcher exzentrisch angeordnet ist und zum Eingreifen in einen Querschlitz 152 in dem Anhebefuß 150 geeignet ist. Das Gehäuse 128 ist in eine teilkreisförmige Ausnehmung 140 an der Außenseite des Türprofils 32 eingesetzt und daran angebolzt, wie in Fig. 1 gezeigt.
- Wie aus den Fig. 1 und Fig. 3 hervorgeht, erstreckt sich die Stange 150 des Anhebefußes 150 innerhalb des geschlossenen Längskanals 46 des Profils 32 von der Nähe des Sperrmechanismus 120 zur unteren Öffnung des Kanals 46, wo sie durch einen Druckfuß 156 beendet ist. Ein Trageelement 158 (Fig. 1) für die untere Fläche des Fußes 156 ist durch den Boden oder durch den Rahmenaufbau gestützt angeordnet (nicht gezeigt).
- Aus der vorangehenden Beschreibung geht hervor, daß dann, wenn der in das Gehäuse 128 eingeführte Handgriff 122 entgegen dem Uhrzeigersinn in Fig. 1 gedreht wird, der Anhebefuß 150 nach unten verschoben wird, so daß der Fuß 156 in Eingriff mit dem Trageelement 158 gebracht wird und die Türe nach oben schiebt.
- Dadurch wird die Türe relativ zu dem Schrank 100 durch eine Längsverschiebung des Scharnierabschnitts 34 der Türe relativ zu dem Scharnierabschnitt des Rahmens 62 verschoben.
- Beim Schließen der Türe sind die kreisförmigen Öffnungen der Schlüssellöcher zu den Sperrelementen 96 derart ausgerichtet, daß die Köpfe derselben hinter die Sperrleiste 90 greifen können, um die Türe zu sperren, wenn die Türe durch Drehen des Handgriffs 122 zurück in ihre Ursprungsstellung wieder abgesenkt wird.
- In der Querschnittsansicht gemäß Fig. 2 sind der obere und untere Abschnitt des Türblatts 10 aus Gründen der Klarheit von dem Rahmenaufbau 102 beabstandet dargestellt. Der obere Abschnitt des Türblatts 10 ist durch einen Querträger 160 beendet, welcher benachbart dem Schrank 100 einen nach unten gerichteten Flansch 162 aufweist. An dem unteren Abschnitt des Türblatts 10 ist ein Querträger 166 vorgesehen, und mit dessen oberer Seite ist z.B. durch Schweißen ein Träger 168 mit L- förmigem Querschnitt verbunden, dessen kürzerer Flansch 170 sich mit einem Abstand vom Querträger 166 nach unten erstreckt.
- Am oberen Rand der Öffnung des Rahmenaufbaus 102 ist ein Querträger 180 in gleicher Art und Weise angeordnet und weist einen nach oben gerichteten Flansch 182 auf, der von der Außenseite der Öffnung 104 einen Abstand aufweist. Am unteren Rand der Öffnung 104 und mit einem Abstand zu deren Innenseite ist ein Querträger 190 mit einem nach oben gerichteten Flansch 192 vorgesehen.
- Die Fig. 2 zeigt das Türblatt 10 in der angehobenen Stellung. Wenn die Türe geschlossen ist und das Türblatt durch die oben beschriebene Anordnung abgesenkt ist, sind die Flansche 162 und 170 des Türblatts 10 in Eingriff hinter dem Flansch 182 des Rahmenaufbaus 102 und hinter dem unteren Rand der Öffnung 104 gebracht. Dadurch ist die Türe von allen Seiten des Rahmenaufbaus 102 her gesperrt.
- Um das Austreten der giftigen Gase, welche bei einer elektrischen Bogenentladung in dem Schrank 100 erzeugt werden können zu verhindern, sind ferner Dichtungsmittel in der Form von abgewinkelten Blechfedern, Streifen oder Bändern 184, 200, 202 an dem Rahmenaufbau 102 vorgesehen, wie aus ben Fig. 3 und 4 hervorgeht. Das Federstahlband 184, welches entlang des oberen Längsrands der Öffnung 104 vorgesehen ist, weist einen hinter dem Flansch 182 angeordneten unteren Rand auf, und sein entgegengesetzter nach hinten gefalteter Randabschnitt ist in eine obere Isolierschicht 188 des Schranks eingeführt und durch eine Schraubverbindung 204 festgehalten. Wie in der Fig. 2 gezeigt, ist das am unteren Rand der Öffnung 104 angeordnete Federstahlband 200 dazu geeignet, die dem Schrank zugewandte Seite des Türblattquerträgers 166 zu berühren und ist in der gezeigten Ausführungsform zwischen dem Rahmenauf bau 102 und einer Basis 98 durch Schraubverbindungen 194 festgelegt. Das dritte abgewinkelte Stahlband 202 ist in geeigneter Weise, z.B. angebolzt, mit der Außenseite des Rahmenaufbaus 102 an dem Sperrabschnitt desselben verbunden. An den Ecken auf der Sperrseite des Rahmenaufbaus 102 ist das Stahlband von der Außenseite durch die Stahlbänder 184, 200 überlappt (nicht dargestellt). Dadurch wird auch in den Ecken der Türöffnung eine gute Dichtungswirkung erhalten.
- Da der Anlenkungsaufbau 30 in sich selbst dicht ist, ist kein weiteres Dichtungsmittel an dieser Seite des Rahmenaufbaus 102 erforderlich.
- Zum zusätzlichen Abdichten des unteren Rands der Türöffnung 104 kann die zwischen diesem unteren Rand und dem Flansch 192 (Fig. 2) gebildete Nut mit einer geeigneten Dichtmasse gefüllt werden.
Claims (9)
1. Tür für einen Elektrikschaltschrank, umfassend ein aus
Blech und/oder einem anderen feuer- und bogenisolierenden
Naterial hergestelltes Türblatt, einen Anlenkungsaufbau
an einem Vertikalrand des Türblatts, welcher mit dem
Schrankrahmen verbindbar ist, und eine Sperreinrichtung,
welche mit dem Rahmen an dem anderen Vertikalrand des
Türblatts zusammenwirkt, wobei der Anlenkungsaufbau (30)
ein Scharnier umfaßt, welches von verschiebbar und
schwenkbar ineinandergreifenden Profilelementen (34, 62)
gebildet ist, die sich über die gesamte Länge des
Vertikalrands des Türblatts erstrecken,
dadurch gekennzeichnet,
daß Verriegelungsmittel (162, 170) an den oberen und
unteren Rändern der Tür vorgesehen sind und zum Eingriff
rnit Gegenverriegelungsmitteln (182, 184) ausgebildet
sind, welche an dem Rahmen (102) vorgesehen sind, und
daß ein Anhebemechanismus (120, 150) vorgesehen ist, um
die Tür über das Scharnier vertikal zu verschieben, um
die Verriegelungsmittel (162, 170) und die
Gegenverriegelungsmittel (182, 184) in Eingriff
miteinander zu bringen und den Eingriff zu lösen, wobei
der Anhebemechanisrnus einen Anhebefuß (150) umfaßt,
welcher verschiebbar entlang des Anlenkungsaufbaus
geführt ist und mit einem Trageelement (158) eingreifen
kann, welches durch den Boden oder den Schrankrahmen
getragen ist.
2. Tür nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Sperreinrichtung und der Anlenkungsaufbau an
separaten Profilelementen (72, 32, 60) vorgesehen sind,
welche an den Vertikalrändern des Türblatts (10)
angebracht werden können.
3. Tür nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Anhebefuß (150) in einem Kanal (46) des
Profilelements (32) des Anlenkungsaufbaus geführt ist.
4. Tür nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Anhebemechanismus eine Betriebsscheibe (134)
umfaßt, welche drehbar an dem Profilelement (32) des
Anlenkungsaufbaus angebracht ist, wobei die Scheibe einen
exzentrisch angeordneten Stift (138) zum Eingriff in
einen sich quer erstreckenden Schlitz (152) in dem
Anhebefuß (150) aufweist.
5. Tür nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Verriegelungsmittel sich vertikal erstreckende
Flanscheleniente (162, 170, 182) von Querträgern (160,
168, 180) umfassen, weiche in dem Türblatt (10) und dem
Rahmen (102) vorgesehen sind.
6. Tür nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß langgestreckte Blattfederelemente (184, 200, 202) an
dem Rahmen (102) vorgesehen sind, um ein dichtes
Eingreifen mit der Innenfläche des Türblatts (10) in der
Schließstellung der Türe vorzusehen.
7. Tur nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Profilelement-Scharnier ein Paar von zueinander
schwenkbaren Abschnitten (34; 62) umfaßt, we1che
ineinander einschiebbar sind, und von welchen jedes drei
koaxiale, radial getrennte Schwenklageroberflächen ( , ,
und , , ) aufweist.
8. Tür nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet,
daß einer (34) der Abschnitte konkave, kreisartige,
zylindrische Einführoberflächen ( ) mit einem ersten
Radius (R1) umfaßt, eine konvexe, kreisförmige,
zylindrische Endoberfläche ( ) mit einem zweiten Radius
(R2), welcher kleiner ist, als der erste Radius (R1)
sowie eine konkave, kreisförmige, zylindrische
Endoberfläche ( ) mit einem dritten Radius (R3), welcher
kleiner ist als der zweite Radius (R2), und worin der
andere (62) der Abschnitte eine konvexe, kreisförmige,
zylindrische Einführoberfläche ( ) mit einem dem ersten
Radius (R1) entsprechendem Radius, eine konkave,
kreisförmige, zylindrische Einführoberfläche (d) mit
einem dem zweiten Radius (R2) entsprechenden Radius sowie
eine konvexe, kreisförmige, zylindrische Endoberfläche
( ) mit einem dem dritten Radius (R3) entsprechendem
Radius umfaßt.
9. Tür nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet,
daß der eine Abschnitt (34) einen durch flache
Oberflächen ( , ) eingegrenzten Abschnitt zwischen der
konkaven Einführoberfläche ( ) und der konkaven und der
konvexen Endoberfläche ( , ) umfaßt, und worin der
andere Abschnitt (62) eine flache Oberfläche ( ) umfaßt,
we1che an die konkaven Einführoberfläche ( ) angrenzt,
sowie eine flache Oberfläche ( ) zwischen der konvexen
Einführoberfläche ( ) und der konvexen Endoberfläche ( ).
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