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DE69002823T2 - Hybride Brennstoffzusammensetzung in Form einer wässrigen Mikroemulsion. - Google Patents

Hybride Brennstoffzusammensetzung in Form einer wässrigen Mikroemulsion.

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DE69002823T2
DE69002823T2 DE90203424T DE69002823T DE69002823T2 DE 69002823 T2 DE69002823 T2 DE 69002823T2 DE 90203424 T DE90203424 T DE 90203424T DE 69002823 T DE69002823 T DE 69002823T DE 69002823 T2 DE69002823 T2 DE 69002823T2
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Germany
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surfactant
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hybrid composition
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Calogero Genova
Rosario Pappa
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Eni Tecnologie SpA
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Eniricerche SpA
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    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10LFUELS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; NATURAL GAS; SYNTHETIC NATURAL GAS OBTAINED BY PROCESSES NOT COVERED BY SUBCLASSES C10G OR C10K; LIQUIFIED PETROLEUM GAS; USE OF ADDITIVES TO FUELS OR FIRES; FIRE-LIGHTERS
    • C10L1/00Liquid carbonaceous fuels
    • C10L1/32Liquid carbonaceous fuels consisting of coal-oil suspensions or aqueous emulsions or oil emulsions
    • C10L1/328Oil emulsions containing water or any other hydrophilic phase
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F02COMBUSTION ENGINES; HOT-GAS OR COMBUSTION-PRODUCT ENGINE PLANTS
    • F02BINTERNAL-COMBUSTION PISTON ENGINES; COMBUSTION ENGINES IN GENERAL
    • F02B3/00Engines characterised by air compression and subsequent fuel addition
    • F02B3/06Engines characterised by air compression and subsequent fuel addition with compression ignition

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  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
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Description

  • Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf einen hybriden flüssigen Kohlenwasserstoff-Brennstoff, der in Form einer stabilen Wasser-in-Öl-Mikroemulsion vorliegt, auf seine Herstellung und auf seine Verwendung.
  • In den vergangenen Jahren wurden verschiedene Studien auf dem Gebiet der flüssigen Kohlenwasserstoff-Brennstoffe mit dem Ziel einer Verbesserung ihrer Brenneigenschaften durchgeführt. Besonderes Augenmerk wurde auf flüssige Brennstoffzusammensetzungen mit guter Wassertoleranz gelegt, wobei das Vorhandensein von Wasser eine Erniedrigung der Verbrennungstemperatur mit einer entsprechenden Absenkung der Rauchemission und der Kohlenmonoxid- und Stickoxidbildung in den Abgasen möglich macht.
  • Die Patentschriften US-A-4 451 265 und US-A-4 477 258 und EP-A-58 605 beschreiben beispielsweise Zusammensetzungen, die einen Kohlenwasserstoff-Brennstoff vom Diesel- oder Benzintypus, einen aliphatischen Alkohol und Wasser enthalten, welche durch ein grenzflächenaktives Mittel oder ein Gemisch von grenzflächenaktiven Mitteln in Form einer Emulsion oder Mikroemulsion gehalten werden. Die größten Nachteile dieser Zusammensetzungen sind die große Menge an grenzflächenaktivem Mittel, die zum Erhalt der Emulsionen oder Mikroemulsionen mit einem ausreichenden Wassergehalt und einer genügenden Stabilität notwendig ist, und die Asche, die während der Verbrennung einige Arten von grenzflächenaktivem Mittel bilden. Die von der Anmelderin stammende europäische Patentanmeldung EP-A-0 399 620 beschreibt eine hybride Dieselöl-Zusammensetzung, die in einem weiten Temperaturbereich stabil bleibt und Wasser, ein Glykolipid-grenzflächenaktives Mittel und einen aliphatischen Alkohol als co-grenzflächenaktives Mittel enthält.
  • Es wurde nun gefunden, daß die Verwendung des Glykolipid-grenzflächenaktiven Mittels dieser europäischen Patentanmeldung gemeinsam mit einem vicinalen aliphatischen Diol als grenzflächenaktivem Mittel den Erhalt von Wasser-in-Öl-Mikroemulsionen praktisch mit jedem beliebigen flüssigen Kohlenwasserstoff-Brennstoff ermöglicht, die eine Reihe von Eigenschaften aufweisen, die hinsichtlich ihrer Stabilität und ihres hohen Wassergehalts für die kleine Menge an verwendetem grenzflächenaktivem und co-grenzflächenaktivem Mittel unerwartet gut sind.
  • In Übereinstimmung damit schafft die vorliegende Erfindung eine hybride Brennstoffzusammensetzung in der Form einer stabilen Wasser-in-Öl-Mikroemulsion, umfassend einen flüssigen Kohlenwasserstoff-Brennstoff, Wasser, ein Glykolipid-grenzflächenaktives Mittel und ein vicinales aliphatisches Diol als co-grenzflächenaktives Mittel. In der vorliegenden Beschreibung steht der Ausdruck "Wasser-in-Öl-Mikroemulsion" für eine kolloidale Dispersion, die innerhalb eines weiten Temperaturbereiches transparent und stabil und zur spontanen Ausbildung von Komponenten befähigt ist, bei welchen der mittlere Teilchendurchmesser der dispergierten Phase (Wasser) kleiner als ein Viertel der Wellenlänge des sichtbaren Lichtes ist.
  • Der flüssige Kohlenwasserstoff der Zusammensetzung der vorliegenden Erfindung kann ein Benzin oder ein Dieselöl sein.
  • Insbesondere können normale Benzine für Verbrennungsmotoren verwendet werden, die im wesentlichen aus flüchtigen flüssigen Kohlenwasserstoffen bestehen, die zumindestens zu 95 % unterhalb von 225ºC destillieren und welche aus Rohöl durch Destillieren, Reformieren, Polymerisieren, katalytisches Cracken und Alkylieren erhalten werden. Für diesen Zwecke sind sowohl Benzin mit Blei- Antiklopfadditiven als auch unverbleites Benzin geeignet.
  • Das Dieselöl kann jede beliebige Erdölfraktion sein, die den ASTM- Standards für Treibstoffe für Diesel-Verbrennungsmotoren entspricht und üblicherweise aus der Rohölfraktion besteht, die nach Kerosin destilliert. Von den verschiedenen Dieselölen wird Dieselöl Nr. 2 bevorzugt, welches das für kommerzielle und landwirtschaftliche Fahrzeuge am häufigsten verwendete ist.
  • Der flüssige Kohlenwasserstoff-Brennstoff der vorliegenden Erfindung kann auch aus jedem beliebigen Brennstoff bestehen, der normalerweise für das Heizen im Haushalt oder in der Industrie verwendet wird, wie Gasöl, Naphtha, Kerosin und Heizöle im allgemeinen
  • Das in der vorliegenden Erfindung verwendete Glykolipid-grenzflächenaktive Mittel ist eine Verbindung, die allgemein durch die Formel:
  • A-X-R (I)
  • definiert werden kann, worin:
  • A die Glucidgruppe eines Mono-, Di-, Tri- oder Tetrasaccharides darstellt,
  • R eine lineare oder verzweigtkettige Alkylgruppe mit mindestens 10 Kohlenstoffatomen bedeutet, welche entweder gesättigt ist oder eine oder mehrere ethylenische Ungesättigtheiten aufweist,
  • X für eine die beiden Gruppen A und R miteinander verbindende Gruppe steht und unter Ether-, Ester-, Acetal- und Hemiacetalfunktionen ausgewählt ist.
  • Diese Glykolipid-grenzflächenaktiven Mittel können durch Umsetzen eines Saccharids mit einem geeigneten Alkylhalogenid (Ausbildung einer Etherbindung) oder mit einer geeigneten niedrigeren aliphatischen Säure oder einem entsprechenden Ester (Ausbildung einer Esterbindung) oder mit einem entsprechenden aliphatischen Aldehyd (Ausbildung einer Acetal- oder Hemiacetalbindung) hergestellt werden. Bei diesen Umsetzungen entstehen Saccharidmonosubstitutionsprodukte zusammen mit kleineren oder größeren Mengen von Polysubstitutionsprodukten.
  • Gemäß der vorliegenden Erfindung können weiters entweder Monosubstitutionsprodukte zur Verwendung als Glykolipid-grenzflächenaktive Mittel abgetrennt werden, oder das mono- und polysubstituierte Produktgemisch kann für den gleichen Zweck verwendet werden.
  • In der bevorzugten Ausführungsform ist das Saccharid Saccharose und die Alkylkette enthält 10 bis 24 Kohlenstoffatome. Spezifische Beispiele von Glykolipid-grenzflächenaktiven Mitteln sind: Oleylsaccharoseether, Tetradecylsaccharoseether, Dodecylsaccharoseether, Saccharoseoleatester, Saccharoselauratester, Saccharoselinoleatester und aus handelsüblichen Alkoholen mit einer linearen oder verzweigten Kette nach dem Umformen in die entsprechenden Alkylhalogenide hergestellte Saccharoseether.
  • Hinsichtlich der Glykolipid-grenzflächenaktiven Mittel und der Verfahren zu ihrer Herstellung wird auf die Schriften von L. Osipow et al., Industrial and Engineering Chemistry, Bd. 48, Nr. 9, September 1956, Seiten 1459-1461; B. Havlinova et al., Tenside Detergents 15 (1978) 2, Seiten 72-74 und 15 (1978) 3, Seiten 119- 121, verwiesen.
  • Das co-grenzflächenaktive Mittel der Zusammensetzung der vorliegenden Erfindung ist ein vicinales aliphatisches Diol, definierbar durch die folgende Formel:
  • worin:
  • R¹ eine lineare oder verzweigte C&sub4;-C&sub1;&sub2;-Alkylgruppe darstellt, welche gegebenenfalls eine oder mehrere ethylenische Ungesättigtheiten aufweist;
  • R² ein Wasserstoffatom, eine Methyl- oder Ethylgruppe darstellt oder die gleiche Bedeutung wie R¹ besitzt.
  • In der bevorzugten Ausführungsform steht:
  • R¹ in der Formel (II) für das co-grenzflächenaktive Mittel für eine lineare oder verzweigte C&sub5;-C&sub1;&sub0;-Alkylgruppe; für eine R³- COO-CH&sub2;-alkylcarboxymethylen-Gruppe, worin R³ für eine lineare oder verzweigte C&sub5;-C&sub1;&sub0;-Alkylgruppe steht; oder für eine R&sup4;-O-(CH&sub2;-CH&sub2;-O)n-Alkylethoxy-Gruppe, worin R&sup4; eine lineare oder verzweigte C&sub5;-C&sub8;-Alkylgruppe darstellt und n den Wert 1 oder 2 hat; und
  • R² für ein Wasserstoffatom.
  • Spezifische Beispiele von für die Zwecke der vorliegenden Erfindung geeigneten co-grenzflächenaktiven Mitteln sind 1,2- Octandiol, 1,2-Nonandiol, 1,2-Decandiol, 1,2-Dodecandiol, ein Glycerinmonoester oder ein Glycerindiester.
  • Die Zusammensetzung der vorliegenden Erfindung enthält im allgemeinen die folgenden Bestandteilsmengen: flüssiger Kohlenwasserstoff-Brennstoff 72-97,5 Gew.-%, Wasser 1-13 Gew.-%, Glykolipid-grenzflächenaktives Mittel 0,9-9,6 Gew.-% und vicinales aliphatisches Diol als grenzflächenaktives Mittel 0,6-6,4 Gew.-%. Weiters wird in der Zusammensetzung ein Gewichtsverhältnis von grenzflächenaktivem zu co-grenzflächenaktivem Mittel von 1:1 bis 2:1 zweckmäßigerweise beibehalten.
  • In der bevorzugten Ausführungsform enthält die Zusammensetzung der vorliegenden Erfindung die folgenden Bestandteilsmengen: flüssiger Kohlenwasserstoff-Brennstoff 80-95 Gew.-%, Wasser 3-10 Gew.-%, Glykolipid-grenzflächenaktives Mittel 1,2-6,6 Gew.-% und vicinales aliphatisches Diol als co-grenzflächenaktives Mittel 0,8-4,4 Gew.- %, wobei das Gewichtsverhältnis des grenzflächenaktiven zum co- grenzflächenaktiven Mittel in der Größenordnung von 1,5:1 beträgt.
  • Die Zusammensetzung der vorliegenden Erfindung enthält vorzugsweise verbleites oder unverbleites Benzin oder Dieselöl als flüssigen Kohlenwasserstoffbestandteil.
  • Im Falle von verbleitem oder unverbleitem Benzin liegen die Bestandteile der Zusammensetzung im allgemeinen in den folgenden Mengen vor: Benzin 73-97,5 Gew.-%, Wasser 1-13 Gew.-%, Glykolipid- grenzflächenaktives Mittel 0,9-8,4 Gew.-% und vicinales aliphatisches Diol als co-grenzflächenaktives Mittel 0,6-5,6 Gew.-%, und vorzugsweise in den folgenden Mengen: Benzin 81-95 Gew.-%, Wasser 3-10 Gew.-%, Glykolipid-grenzflächenaktives Mittel 1,2-5,4 Gew.-% und vicinales aliphatisches Diol als grenzflächenaktives Mittel 0,8-3,6 Gew.-%.
  • Im Falle von Dieselöl liegen die Bestandteile der Zusammensetzung im allgemeinen in den folgenden Mengen vor: Dieselöl 72-96,5 Gew.- %, Wasser 1-12 Gew.-%, Glykolipid-grenzflächenaktives Mittel 1,5- 9.6 Gew.-% und vicinales aliphatisches Diol als grenzflächenaktives Mittel 1,0-6,4 Gew.-%, und vorzugsweise in den folgenden Mengen: Dieselöl 80-93,4 Gew.-%, Wasser 3-9 Gew.-%, Glykolipid- grenzflächenaktives Mittel 2,2-6,6 Gew.-% und vicinales aliphatisches Diol als co-grenzflächenaktives Mittel 1,4-4,4 Gew.-%.
  • Die Zusammensetzung der vorliegenden Erfindung kann zusätzlich kleinere Mengen (im allgemeinen unter 1 Gew.-%) von bekannten, in der Öl- oder Wasserphase löslichen Additiven, wie Oktanzahl- oder Cetanzahlverbesserer, Korrosionsinhibitoren, Metalldesaktivatoren, Antifriermittel, Antioxidantien usw., enthalten, abhangig von der für die Zusammensetzung beabsichtigten Verwendung.
  • Das Herstellungsverfahren der Zusammensetzung ist nicht kritisch, da sich die Mikroemulsion durch einfachen Kontakt und Homogenisieren der Bestandteile spontan ausbildet.
  • Die Zusammensetzung der vorliegenden Erfindung ist innerhalb eines weiten Temperaturbereiches stabil, was ihre Lagerung unter verschiedenen klimatischen Bedingungen ohne Gefahr einer irreversiblen Trennung ermöglicht. Weiters toleriert die Zusammensetzung ziemlich große Wassermengen bei einem geringen Gehalt an grenzflächenaktivem und co-grenflächenaktivem Mittel. Bei der Anwendung brennt die Zusammensetzung mit niedriger Kohlenmonoxid- und Stickoxidbildung und ohne Aschenbildung.
  • Die folgenden Versuchsbeispiele dienen der näheren Erläuterung der vorliegenden Erfindung.
  • BEISPIEL 1
  • Es werden aus Benzin, Wasser, Saccharoselaurat als grenzflächenaktives Mittel und 1,2-Octandiol als co-grenzflächenaktives Mittel Mikroemulsionsproben bereitet. Das Benzin ist ein im Handel von der Firma Agip Petroli hergestelltes unverbleites Benzin. Das Saccharoselaurat als grenzflächenaktives Mittel ist ein handelsübliches Produkt der Biochim Company, das aus einem Gemisch von Saccharosemonolaurat und Saccharosepolylaurat (hauptsächlich Saccharosedilaurat) in einem Gewichtsverhältnis von 70:30 besteht. Das Verfahren wird bei Umgebungstemperatur (20-25ºC) durch Vermischen von steigenden Mengen von Wasser mit Benzin und Zugabe von gemessenen Mengen eines Gemisches von grenzflächenaktivem und co-grenzflächenaktivem Mittel zu dem erhaltenen Gemisch in einem gegenseitigen Gewichtsverhältnis von etwa 1,5:1 durchgeführt, bis transparente zeitstabile Mikroemulsionen erhalten werden, deren Zusammensetzungen in der nachstehenden Tabelle 1 angegeben werden: TABELLE 1 Zusammens. Nr. Wasser (Gew.-%) Grenzflächenaktives Mittel (Gew.-%) Co-grenzflachenaktives Mittel (Gew.-%) Benzin (Gew.-%)
  • BEISPIEL 2
  • Man geht wie in Beispiel 1 vor, verwendet das grenzflächenaktive und das co-grenzflächenaktive Mittel von Beispiel 1, verwendet jedoch, handelsübliches, von der Firma Agip Petroli hergestelltes verbleites Benzin. Die Zusammensetzungen der erhaltenen Mikroemulsionen werden in der nachstehenden Tabelle 2 angegeben: TABELLE 2 Zusammens. Nr. Wasser (Gew.-%) Grenzflächenaktives Mittel (Gew.-%) Co-grenzflachenaktives Mittel (Gew.-%) Benzin (Gew.-%)
  • BEISPIEL 3
  • Man geht wie in Beispiel 1 vor, verwendet das co-grenzflächenaktive Mittel von Beispiel 1, verwendet jedoch ein handelsübliches von der Firma Agip Petroli hergestelltes Dieselöl Nr. 2 und einen Saccharoseoleatester, bestehend aus einem Gemisch von Saccharosemonooleat und -dioleat als grenzflächenaktives Mittel in einem Gewichtsverhältnis von 60:40. Die Zusammensetzungen der erhaltenen Mikroemulsionen werden in der nachstehenden Tabelle 3 angegeben: TABELLE 3 Zusammens. Nr. Wasser (Gew.-%) Grenzflächenaktives Mittel (Gew.-%) Co-grenzflachenaktives Mittel (Gew.-%) Dieselöl (Gew.-%)
  • BEISPIEL 4
  • Man geht wie in Beispiel 1 vor, verwendet das grenzflächenaktive Mittel und unverbleites Benzin wie in Beispiel 1, jedoch 1,2- Dodecandiol als co-grenzflächenaktives Mittel. Außerdem wird das Gewichtsverhältnis des grenzflächenaktiven Mittels zum co-grenzflächenaktiven Mittel in den verschiedenen Versuchen innerhalb eines Bereiches von 1,6:1-2,8:1 variiert. Die Zusammensetzungen der erhaltenen Mikroemulsionen werden in der nachstehenden Tabelle 4, angegeben: TABELLE 4 Zusammens. Nr. Wasser (Gew.-%) Grenzflächenaktives Mittel (Gew.-%) Co-grenzflachenaktives Mittel (Gew.-%) Benzin (Gew.-%)

Claims (15)

1. Hybride Brennstoffzusammensetzung in der Form einer stabilen Wasser-in-Öl-Mikroemulsion, umfassend einen flüssigen Kohlenwasserstoff-Brennstoff, Wasser, ein Glykolipid-grenzflächenaktives Mittel und ein vicinales aliphatisches Diol als co-grenzflächenaktives Mittel.
2. Hybride Zusammensetzung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der flüssige Kohlenwasserstoff-Brennstoff unter Benzin, Dieselöl und flüssigen Brennstoffen für das Heizen im Haushalt oder in der Industrie, insbesondere unter Gasöl, Naphtha, Kerosin und Heizölen im allgemeinen, ausgewählt ist.
3. Hybride Zusammensetzung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Glykolipid-grenzflächenaktive Mittel eine Verbindung der Formel
A-X-R (I)
ist, worin:
A die Glucidgruppe eines Mono-, Di-, Tri- oder Tetrasaccharides darstellt,
R eine lineare oder verzweigtkettige Alkylgruppe mit mindestens 10 Kohlenstoffatomen bedeutet, welche entweder gesättigt ist oder eine oder mehrere ethylenische Ungesättigtheiten aufweist,
X für eine die beiden Gruppen A und R miteinander verbindende Gruppe steht und unter Ether-, Ester-, Acetal- und Hemiacetalfunktionen ausgewählt ist.
4. Hybride Zusammensetzung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß in dem genannten Glykolipid-grenzflächenaktiven Mittel das Saccharid Saccharose ist und die Alkylkette 10 bis 24 Kohlenstoffatome enthält.
5. Hybride Zusammensetzung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Glykolipid-grenzflächenaktive Mittel unter Oleylsaccharoseether, Tetradecylsaccharoseether, Dodecylsaccharoseether, Saccharoseoleatester, Saccharoselauratester und Saccharoselinoleatester ausgewählt ist.
6. Hybride Zusammensetzung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das co-grenzflächenaktive Mittel ein vicinales aliphatisches Diol der Formel:
ist, worin:
R¹ eine lineare oder verzweigte C&sub4;-C&sub1;&sub2;-Alkylgruppe darstellt, welche gegebenenfalls eine oder mehrere ethyle nische Ungesättigtheiten aufweist;
R² ein Wasserstoffatom, eine Methyl- oder Ethylgruppe darstellt oder die gleiche Bedeutung wie R¹ besitzt.
7. Hybride Zusammensetzung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß in der Formel (II) des genannten co-grenzflächenaktiven Mittels R¹ eine lineare oder verzweigte C&sub5;-C&sub1;&sub0;Alkylgruppe; eine R³-COO-CH&sub2;-Alkylcarboxymethylengruppe, worin R³ eine lineare oder verzweigte C&sub5;-C&sub1;&sub0;Alkylgruppe bedeutet; oder eine R&sup4;-O-(CH&sub2;-CH&sub2;-O)n-Alkylethoxygruppe darstellt, worin R&sup4; eine lineare oder verzweigte C&sub5;-C&sub8;-Alkylgruppe bedeutet und n 1 oder 2 ist; und R für ein Wasserstoffatom steht.
8. Hybride Zusammensetzung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß das genannte co-grenzflächenaktive Mittel unter 1,2-Octandiol, 1,2-Nonandiol, 1,2-Decandiol, 1,2-Dodecandiol, einem Glycerinmonoester und einem Glycerindiester ausgewählt ist.
9. Hybride Zusammensetzung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sie 72 bis 97,5 Gew.-% flüssigen Kohlenwasserstoff-Brennstoff, 1 bis 13 Gew.-% Wasser, 0,9 bis 9,6 Gew.-% eines Glykolipid-grenzflächenaktiven Mittels und 0,6 bis 6,4 Gew.-% eines vicinalen aliphatischen Diols als co-grenzflächenaktives Mittel mit einem Gewichtsverhältnis vom grenzflächenaktiven Mittel zu dem co-grenzflächenaktiven Mittel von 1:1 bis 2:1 umfaßt.
10. Hybride Zusammensetzung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß sie 80 bis 95 Gew.-% flüssigen Kohlenwasserstoff-Brennstoff, 3 bis 10 Gew.-% Wasser, 1,2 bis 6,6 Gew.-% eines Glykolipid-grenzflächenaktiven Mittels und 0,8 bis 4,4 Gew.-% eines vicinalen aliphatischen Diols als co-grenzflächenaktives Mittel mit einem Gewichtsverhältnis vom grenzflächenaktiven Mittel zu dem co-grenzflächenaktiven Mittel in der Größenordnung von 1,5:1 umfaßt.
11. Hybride Zusammensetzung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der vom flüssigen Kohlenwasserstoff gebildete Bestandteil verbleites oder unverbleites Benzin ist, wobei die Bestandteile der Zusammensetzung innerhalb der folgenden Bereiche liegen: 73 bis 97,5 Gew.-% Benzin, 1 bis 13 Gew.-% Wasser, 0,9 bis 8,4 Gew.-% Glykolipid-grenzflächenaktives Mittel und 0,6 bis 5,6 Gew.-% vicinales aliphatisches Diol als co-grenzflächenaktives Mittel.
12. Hybride Zusammensetzung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß sie 81 bis 95 Gew.-% Benzin, 3 bis 10 Gew.-% Wasser, 1,2 bis 5,4 Gew.-% eines Glykolipid-grenzflächenaktiven Mittels und 0,8 bis 3,6 Gew.-% eines vicinalen aliphatischen Diols als co-grenzflächenaktives Mittel enthält.
13. Hybride Zusammensetzung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der vom flüssigen Kohlenwasserstoff gebildete Bestandteil Dieselöl ist, wobei die Bestandteile der Zusammensetzung innerhalb der folgenden Bereiche liegen: 72 bis 96,5 Gew.-% Dieselöl, 1 bis 12 Gew.-% Wasser, 1,5 bis 9,6 Gew.-% Glykolipid-grenzflächenaktives Mittel und 1,0 bis 6,4 Gew.-% vicinales aliphatisches Diol als co-grenzflächenaktives Mittel.
14. Hybride Zusammensetzung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß sie 80 bis 93,4 Gew.-% Dieselöl, 3 bis 9 Gew.-% Wasser, 2,2 bis 6,6 Gew.-% eines Glykolipid-grenzflächenaktiven Mittels und 1,4 bis 4,4 Gew.-% eines vicinalen aliphatischen Diols als co-grenzflächenaktives Mittel enthält.
15. Verwendung der Zusammensetzung nach den Ansprüchen 1 bis 14 als Treibstoff für Verbrennungsmotoren oder als Heizöl im Haushalt oder in der Industrie.
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