DE69000714T2 - Vorrichtung zum biegen und haerten einer glasscheibe. - Google Patents
Vorrichtung zum biegen und haerten einer glasscheibe.Info
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Description
- Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Biegen oder Ausbauchen und zum Härten einer Glasscheibe.
- Die Erfindung betrifft insbesondere die Herstellung von Glasplatten, die durch eine oder zwei Seitenflächen begrenzt sind, die einen Winkel zwischen einigen Grad und 90º zu dem ebenen Teil der Platte bilden.
- Insbesondere aus dem amerikanischen Patent 4 784 681 ist eine Vorrichtung zum gleichmäßigen Biegen einer Glasscheibe bekannt, die an einen Ofen angrenzt, in dem diese Scheibe auf eine Temperatur erwärmt wird, die ausreicht, um die Scheibe gleichmäßig zu biegen oder auszubauchen. Nach dem Erwärmen wird die Scheibe zwischen der Formgebung dieser Scheibe dienenden Elementen transportiert.
- Die Vorrichtung enthält hierzu Mittel zum Anlegen der zuvor genannten Elemente beiderseits der erwärmten Glasscheibe, um diese entsprechend dem gewünschten Profil zu biegen.
- Ein wesentliches Merkmal der in dem amerikanischen Patent 4 787 681 beschriebenen Vorrichtung besteht darin, daß die Glasscheibe durch Luftstrahlen gehärtet wird, die auf die Scheibe geblasen werden, während sie zwischen den Elementen eingesetzt ist, die sie biegen. Überdies werden diese Gasstrahlen durch Düsen ausgeblasen, die von den der Formgebung der Glasscheibe dienenden Elementen getrennt und verschieden sind.
- Der hauptsächliche Nachteil dieser bekannten Vorrichtung besteht darin, daß es mit ihr nicht möglich ist, Glasplatten mit Flächen herzustellen, die einen nennenswerten Winkel mit dem ebenen Teil der Platten bilden.
- Für derartige Platten besteht jedoch eine starke Nachfrage.
- Überdies führt der Umstand, daß die der Härtung dienenden Gasstrahlen in Bereichen ausgeblasen werden, die von den Bereichen verschieden sind, an denen sich die der Formgebung der Glasscheibe dienenden Elemente abstützen, dazu, daß die Wirksamkeit und Gleichförmigkeit der Härtung herabgesetzt ist.
- Die WO-A-8901458 beschreibt ein Gerät zum Ausbauchen einer Glasscheibe mit einer oberen und einer unteren Platte, die jeweils aus mehreren Elementen zusammengesetzt ist, die so miteinander verbunden sind, daß die beiden Platten eine Kreisbogenform annehmen können, so daß der Glasscheibe, die zwischen diesen beiden Platten angeordnet ist, eine solche gehogene Form verliehen werden kann.
- Auch mit diesen Platten ist es nicht möglich, Glasgegenstände herzustellen, die einen im wesentlichen ebenen Mittelteil aufweisen, der auf einer oder auf beiden Seiten durch eine Fläche begrenzt ist, die mit dem Mittelteil einen nennenswerten Winkel bildet, der beispielsweise zwischen 30 und 90º liegen kann.
- Das Dokument WO-A-8 503 068 beschreibt ein Gerät zum Ausbauchen einer Glasscheibe zwischen zwei zusammengesetzten Rahmenelement-Platten, derart, daß am Ende die Scheibe entlang ihrem äußeren Rand einem Druck ausgestzt wird. Das Gerät enthält eine Vorrichtung, die es gestattet, Glasgegenstände mit einem ebenen Mittenteil zu erhalten, der durch Flächen begrenzt ist, die einen wesentlichen Winkel bilden, dieses Gerät schließt jedoch keinerlei Härtungssystem mit ein. Die Merkmale des Oberbegriffs des Anspruchs 1 sind aus diesem Dokument bekannt.
- Ziel der Erfindung ist es, die Nachteile der zuvor genannten, bekannten Ausführungen zu beseitigen und eine Vorrichtung zu schaffen, die gleichzeitig größere Biege- oder Krümmungswinkel und eine gleichmäßigere integrierte Härtung ermöglichen.
- Die Erfindung betrifft daher eine Vorrichtung zum Biegen oder Ausbauchen und zum Härten einer Glasscheibe, die Mittel zum Erwärmen dieser Scheibe und Mittel zum Transportieren dieser Scheibe zwischen der Formgebung derselben dienenden Elementen enthält. Eine der Reihen von Elementen weist eine für die Berührung mit einer der Seiten der Glasscheibe bestimmte Oberfläche auf, deren Profil vorgegeben ist und der Biegung, die dieser Scheibe verliehen werden soll, entspricht. Diese Oberfläche weist einen im wesentlichen ebenen Abschnitt auf, der an wenigstens einer Seite von einer mit dieser letzteren einen Winkel bildenden und sich quer zur Verschiebungsrichtung der Glasscheibe erstreckenden Fläche begrenzt wird. Die andere Reihe von Elementen, die für die Berührung mit der anderen Seite der Glasscheibe bestimmt ist, weist einen dem im wesentlichen ebenen, mittigen Abschnitt der Oberfläche des vorangehenden Elements entsprechenden festen Abschnitt auf, an dem wenigstens ein beweglicher Abschnitt befestigt ist, der um eine zur Verschiebungsrichtung der Glasscheibe parallele Achse zwischen einer ersten Position und einer zweiten Position, in der er mit diesem anderen Abschnitt einen Winkel bildet, der der Biegung, die der Glasscheibe verliehen werden soll, entspricht, geschwenkt werden kann. Die Vorrichtung enthält überdies Mittel zum Anlegen dieser Elemente auf beide Seiten dieser Scheibe und zum Biegen derselben und Mittel zum Leiten von Gasstrahlen auf die Scheibe, um dieselbe zu härten. Erfindungsgemäß werden die Elemente von Blöcken gebildet, die von zu ihrer für die Berührung mit der Glasscheibe bestimmten Oberfläche senkrechten Kanälen durchsetzt werden. Diese Kanäle sind mit einer Quelle für ein zur Härtung der Glasscheibe bestimmtes Gas verbunden. Die Mittel zum Leiten der Gasstrahlen auf die Scheibe zu deren Härtung enthalten Mittel zum Steuern des Entfernens der Elemente nach deren Anlegen an die Glasscheibe und deren Biegen und zum Steuern der Zufuhr der der Härtung dienenden Gasstrahlen nur nach diesem Vorgang.
- Die Vorrichtung ermöglicht somit aufgrund des beweglichen, schwenkbar angebrachten Teils der einen Reihe von Elementen das Umschlagen eines Randes der Glasscheibe entsprechend einem Winkel, der 90º erreichen kann, und aufgrund des Umstands, daß das Härtungsgas im Gegensatz zu der Lehre des Dokuments US-A-4 784 681 erst auf die Glasscheibe aufgeblasen wird, nachdem der Formgebung dienende Elemente von dieser entfernt wurden, ermöglicht sie die VerwirMichung einer einbegriffenen gleichmäßigen Härtung in dem Bereich des Glases, der mit den zuvor genannten Elementen in Kontakt war.
- Weitere Besonderheiten und Vorteile der Erfindung ergeben sich auch aus der nachstehenden Beschreibung.
- In der Zeichnung zeigen beispielhaft und in nicht einschränkender Weise:
- Fig. 1 eine schematische Ansicht der erfindungsgemäßen Vorrichtung senkrecht zur Verschieberichtung der Glasscheibe,
- Fig. 2 eine Schnittansicht größeren Maßstabs nach der Ebene II-II der Fig. 1,
- Fig. 3, 4, 5 und 6 unterschiedliche schematische Ansichten der Vorrichtung entsprechend aufeinanderfolgender Funktionsschritte dieser Vorrichtung,
- Fig. 7 ein Schema, das eine Variante der Vorrichtung in der Position betrifft, in der die Glasscheibe gepreßt wird und
- Fig. 8 ein Schema analog der Fig. 7 in einer Position, in der auf die Glasscheibe Druck ausgeübt wird.
- Die Vorrichtung nach Fig. 1 zum Biegen und Härten der Glasscheibe 1 folgt einem Ofen, wo diese letztere auf eine Temperatur erwärmt wird, die ausreicht, diese Scheibe biegen zu können.
- Nach Erwärmen dieser Scheibe 1 wird diese mittels eines Walzenförderers 2 zu der erfindungsgemäßen Vorrichtung transportiert.
- Die Vorrichtung enthält in allgemeiner Weise einer Formgebung der Scheibe 1 dienende Elemente, Mittel zum Anlegen dieser Elemente beiderseits dieser Scheibe 1 und zum Biegen derselben, sowie Mittel zum Leiten von Gasstrahlen auf die Scheibe, um diese zu härten.
- Erfindungsgemäß weist eine 3 der Reihen von Elementen eine Oberfläche 3a auf, die dazu bestimmt ist, mit einer der Seiten der Glasscheibe 1 in Kontakt zu treten, und deren Profil der Biegung entspricht, die man dieser Scheibe verleihen will. Diese Oberfläche 3a erstreckt sich quer zu der Verschieberichtung (die senkrecht zu der Ebene der Fig. 1 ist) der Glasscheibe.
- Die andere Reihe 4 von Elementen, die dazu bestimmt ist, mit der anderen Seite der Glasscheibe 1 in Kontakt zu treten, weist einen festen Teil 5 auf, an dem auf jeder Seite zwei bewegliche Teile 6, 7 befestigt sind, die um eine Achse 8, 9, die zu der Verschieberichtung der Glasscheibe 1 parallel ist, zwischen einer ersten Lage (siehe Fig. 3 und 4) und einer zweiten Lage verschwenkbar sind, in der (siehe Fig. 5 und 6) sie einen Winkel a mit diesem anderen Teil 5 bilden, entsprechend der Biegung, die man der Glasscheibe 1 verleihen will.
- In Fig. 2 ist zu sehen, däß die Elemente 3 und 4 wie die Elemente 6 und 7 durch Blöcke 10, 11 gebildet sind, die von Kanälen 12, 13 durchsetzt sind, die senkrecht zu ihrer Oberfläche 3a, 4a, 6a, 7a sind, die dazu bestimmt ist, mit der Glasscheibe 1 in Kontakt zu treten. Diese Kanäle 12, 13 sind mit einer Quelle 14, 14a eines Gases wie Luft (siehe Fig. 1) verbunden, das zum Härten der Glasscheibe 1 bestimmt ist.
- Die zuvor genannten Blöcke 10, 11 bestehen aus Holz, vorzugsweise aus Sperrholz, welches Material leicht ist und seine Eigenschaften bei hoher Temperatur beibehält.
- In Fig. 2 sieht man auch, daß die Oberfläche der Blöcke 10, 11, die dazu bestimmt ist, mit der Glasscheibe 1 in Kontakt zu treten, von einem Glasgewebe 15, 16 überzogen ist, um zu verhindern, daß die Oberfläche der Glasscheibe verändert wird.
- Überdies sind die Kanäle 12, 13 durch Metallröhren 12a, 13a gebildet, die in der Oberfläche der Blöcke 10, 11 mit kegelstumpfartigen Abschnitten 12b, 13b enden.
- Bei der in den Figuren 1 bis 6 dargestellten Verwirklichung ist die erste Reihe von Elementen 3, die oberhalb der Glasscheibe 1 angeordnet ist, unbeweglich, während die zweite Reihe von Elementen 4, 5, 6, 7, die unterhalb dieser Scheibe 1 angeordnet ist, in einer Vertikalebene P zwischen einer Lage (siehe Fig. 3 und 4), die von der zwischen den beiden Reihen von Elementen angeordneten Glasscheibe 1 einen Abstand aufweist, und einer Lage (siehe Fig. 5) verschiebbar ist, in der diese zweite Reihe von Elementen 4, 5, 6, 7 die Glasscheibe 1 anhebt und diese gegen die erste Reihe 3 von Elementen hält.
- Die Vorrichtung gemäß der Erfindung enthält andererseits Mittel zum Steuern des Entfernens der Eemente 4, 5, 6, 7 nach deren Anlegen an die Glasscheibe 1 und deren Biegen, sowie zur Steuerung der Zufuhr der Härtegasstrahlen über die Kanäle 12, 13 nur nach diesem Vorgang (siehe in Fig. 6 die die Luftstrahlen bildlich darstellenden Pfeile).
- Andererseits halten die Walzen 2 die Glasscheibe 1 zwischen den Abstützflächen der Elemente 3, 4, 5, 6, 7, wenn diese unbenutzt sind (siehe Fig. 3 und 6).
- Bei diesen Walzen besteht aufgrund deren geradliniger Form zu keinen Zeitpunkt die Gefahr, däß Spuren auf der Oberfläche des Glases hinterlassen werden, was im Gegensatz zu dem Fall der in der WO-A-8901458 beschriebenen Vorrichtung steht, bei der die Glasscheibe in Kontakt mit Laufrollen steht. Derartige Laufrollen sind überdies für den Erhalt einer Kreisbogenkrümmung der Glasscheibe unerläßlich.
- Uberdies zeigen die Figuren 1, 3, 4, 5 und 6, daß die von den Kanälen 12, 13 durchsetzten Blöcke an Zufuhrräume 20, 21, 22, 23 des Härtegases angrenzen und einen Teil der Elemente 3, 4, 6 und 7 bilden.
- Der Raum 21 des Zwischenteils 5 des beweglichen Elements 4 ist mit dem Raum 22, 23 eines jeden der schwenkbaren Teile 6, 7 über einen Blasebalg 24, 25 verbunden.
- Andererseits ist in Fig. 1 zu sehen, daß die Mittel zur Steuerung des Verschwenkens der verschwenkbaren Teile 6, 7 Pneumatikzylinder oder elektrische Stellglieder 26, 27 enthalten.
- Überdies enthalten die Mittel zur Steuerung der Vertikalverschiebung der Reihe von Elementen 4, 5, 6, 7 vertikale, mit Gewinden versehene Stifte 28, die durch einen Motor mit variabler Geschwindigkeit drehbar und in eine Mutter 29 einschraubbar sind, die fest mit dem Chassis 30 verbunden ist, das die zuvor genannten Elemente trägt.
- Bei der in den Figuren 7 und 8 dargestellten Ausführungsvariante enthält die Vorrichtung eine Reihe von beweglichen Elementen 31, die sich an dem gebogenen Teil 1a der Glasscheibe 1 abstützen können, wenn diese, nachdem sie geformt wurde, durch die Gasstrahlen gehärtet wird.
- Diese Elemente 31 sind um eine Achse 32 schwenkbar angebracht, die auf der Seite der Vorrichtung angeordnet und zu der Verschieberichtung der Glasscheibe 1 parallel ist. Diese Elemente 31 enthalten eine motorisierte Walze 33, die drehbar senkrecht zu der Langskante der Glasscheibe 1 angebracht ist. Diese Elemente können zwischen einer von der Glasscheibe 1 entfernten Lage (siehe Fig. 7) und einer Lage verschwenkt werden, in der (siehe Fig. 8) die Walze 33 von unten gegen die Oberfläche dieser Scheibe angelegt ist, um deren gebogenen Teil während des Härtungsvorgangs abzustützen, der in Fig. 7 gezeigt ist, bei der die Abstützelemente von dieser Glasscheibe entfernt sind.
- Bei dem in den Figuren 7 und 8 dargestellten Beispiel ist nur eine Seite der Glasscheibe 1 gebogen.
- In der Härtungslage wird der dem gebogenen Teil 1a gegenüberliegende Rand 1b der Scheibe 1 durch ein Rädchen 34 zurückgehalten, das gegen diesen angelegt wird. Dieses Rädchen 34 ist fest mit einem Plättchen 35 verbunden, das an einem festen horizontalen Träger 36 zwischen einer zurückgezogenen Lage (vgl. Fig. 7) und einer angelegten Lage (siehe Fig. 8) verschiebbar angebracht ist.
- Anhand der Figuren 3, 4, 5 und 6 wird nun die Funktionsweise der erfindungsgemäßen Vorrichtung beschrieben.
- Fig. 3 zeigt die Ankunft der warmen und ebenen Glasscheibe 1, die zwischen den von dieser Scheibe 1 entfernten, der Formgebung dienenden Elementen 3, 4, 6 und 7 auf den Walzen 2 ruht. In den Figuren ist die oberste Fläche der schwenkbaren Elemente 6, 7 in der Verlängerung jener des Zwischenelements 4 angeordnet. Diese Anordnung ist jedoch nicht wesentlich. Vorzugsweise kann nämlich vorgesehen sein, däß die schwenkbaren Elemente im unbenutzten Zustand unter der Ebene des Zwischenorgans 4 angeordnet sind.
- Beim zweiten, in Fig. 4 dargestellten Schritt ist die Einheit von Elementen 4, 6, 7 nach oben verlagert, um die Glasscheibe 1 von den Walzen 2 abzuheben und gegen das obere, feste Element 3 anzulegen.
- Beim in Fig. 5 gezeigten dritten Schritt werden die beiden seitlichen Elemente 6, 7 verschwenkt, worauf sie die beiden Seitenflächen der Glasscheibe gegen die seitlichen Schrägflächen des oberen festen Organs 3 drücken. Es ist festzustellen, daß es aufgrund dieser schwenkbaren Elemente 6, 7 möglich ist, die beiden Seitenflächen der Glasscheibe entsprechend einem beliebigen Winkel a zwischen 0 und 90º umzuschlagen. Überdies können diese Seitenflächen eine beliebige Krümmung aufweisen.
- Bei dem in Fig. 6 dargestellten vierten Schritt wird die Einheit von Elementen 4, 6, 7 vertikal abgesenkt, wobei der Schwenkwinkel der Elemente 6, 7 beibehalten wird. Die geformte Glasscheibe 1 ist von dem oberen, festen Organ 3 entfernt und ruht auf den Walzen 2.
- Man führt nun über die Kanäle, die in den Holzblöcken ausgebildet sind, die die Organe 3, 4, 6 und 7 bilden, die Luft zu, um die Glasscheibe zu härten und in ihrer gebogenen oder ausgebauchten Form erstarren zu lassen.
- Um jegliche Gefahr einer Deformation der umgeschlagenen Seitenflächen der Glasscheibe zu vermeiden, verwendet man vorteilhafterweise die in den Figuren 7 und 8 dargestellten seitlichen Stützelemente 31 mit Walzen 33.
- Aufgrund der Tatsache, däß während des Härtens die Glasscheibe 1 von den Elementen 3, 4, 6 und 7 entfernt ist, ist die durch die senkrecht auf die Oberflächen der Scheibe gerichteten Luftstrahlen verwirklichte Härtung gleichzeitig wirkungsvoll und gleichförmig.
- Es ist festzustellen, daß die Erfindung nicht auf die soeben beschriebenen Ausführungsbeispiele begrenzt ist und zahlreiche Änderungen aufweisen kann, ohne daß dadurch der Rahmen der Erfindung verlassen wird.
- So kann das untere, der Formgebung dienende Element 4 unbeweglich und das obere Element 3 beweglich sein.
- Die Steuerung der Verschwenkung der Elemente 6, 7 kann durch andere Mittel als durch Zylinder bewirkt werden.
- In gleicher Weise kann die Vertikalverschiebung des Elements 4 durch andere Elemente als durch mit Gewinden versehene Stifte bewirkt werden, die in Muttern eingeschraubt werden.
Claims (11)
1. Vorrichtung zum Biegen oder Ausbauchen und zum Härten einer Glasscheibe
(1), mit Mitteln zum Erwärmen dieser Scheibe, Mitteln zum Transportieren
dieser Scheibe zwischen der Formgebung derselben dienenden Elementen (3, 4, 6,
7), wobei eine (3) dieser Reihen von Elementen eine für die Berührung mit
einer der Seiten der Glasscheibe (1) bestimmte Oberfläche (3a) aufweist, deren
Profil vorgegeben ist und der Biegung, die dieser Scheibe verliehen werden
soll, entspricht, wobei diese Oberfläche (3a) einen im wesentlichen ebenen
Abschnitt aufweist, der an wenigstens einer Seite von einer mit dieser
letzteren einen Winkel (a) bildenden und sich quer zur Verschiebungsrichtung der
Glasscheibe erstreckenden Fläche begrenzt wird, und wobei die andere Reihe von
Elementen (4, 6, 7), die für die Berührung mit der anderen Seite der
Glasscheibe bestimmt ist, einen dem im wesentlichen ebenen, mittigen Abschnitt der
Oberfläche (3a) des vorangehenden Elements (3) entsprechenden festen Abschnitt
(5) aufweist, an dem wenigstens ein beweglicher Abschnitt (6 oder 7) befestigt
ist, der um eine zur Verschiebungsrichtung der Glasscheibe (1) parallele Achse
(8, 9) zwischen einer ersten Position und einer zweiten Position, in der er
mit diesem anderen Abschnitt (5) einen Winkel bildet, der der Biegung, die der
Glasscheibe verliehen werden soll, entspricht, geschwenkt werden kann, Mitteln
zum Anlegen dieser Elemente auf beide Seiten dieser Scheibe und zum Biegen
derselben und Mitteln zum Leiten von Gasstrahlen auf die Scheibe, um dieselbe
zu härten, dadurch gekennzeichnet, daß die Elemente (3, 4, 6, 7) von Blöcken
(10, 11) gebildet werden, die von zu ihrer für die Berührung mit der
Glasscheibe (1) bestimmten Oberfläche senkrechten Kanälen (12, 13) durchsetzt
werden, wobei diese Kanäle (12, 13) mit einer Quelle (14, 14a) für ein zur
Härtung der Glasscheibe bestimmtes Gas verbunden sind, und daß die Mittel zum
Leiten von Gasstrahlen auf die Scheibe zu deren Härtung Mittel zum Steuern des
Entfernens der Elemente (3, 4, 6, 7) nach deren Anlegen an die Glasscheibe und
deren Biegen und zum Steuern der Zufuhr der der Härtung dienenden Gasstrahlen
nur nach diesem Vorgang enthalten.
2. Vorrichtung gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Blöcke (10,
11) aus Holz sind.
3. Vorrichtung gemäß einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß
die für die Berührung der Glasscheibe (1) bestimmte Oberfläche (3a, 4a, 6a,
7a) der Blöcke mit einem Glasgewebe (15, 16) überzogen ist.
4. Vorrichtung gemäß einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß
die andere Reihe von Elementen einen festen Abschnitt (5) aufweist, an dessen
jeweiligen Seiten zwei zwischen der ersten und der zweiten Position bewegliche
Abschnitte (6, 7) schwcnkbar befestigt sind.
5. Vorrichtung gemäß einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß
die oberhalb der Glasscheibe (1) angeordnete erste Reihe von Elementen (3)
unbeweglich ist, während die unterhalb dieser Scheibe (1) angeordnete zweite
Reihe von Elementen (4, 6, 7) in einer vertikalen Ebene (P) zwischen einer
Position, die sich von der zwischen den zwei Reihen von Elementen angeordneten
Glasscheibe (1) in einem Abstand befindet, und einer Position, in der diese
zweite Reihe von Elementen die Glasscheibe hochhebt und dieselbe gegen die
erste Reihe von Elementen (3) drückt, verschiebbar ist.
6. Vorrichtung gemaß einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß
die Glasscheibe (1) auf Walzen (2) gestützt ist, und daß die Walzen (2) die
Glasscheibe (1) zwischen den zwei Auflageoberflächen (3a, 4a, 6a, 7a) der
Elemente halten, wenn sich diese in Ruhestellung befinden.
7. Vorrichtung gemaß einem der Ansprüche 2 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß
die von Kanälen (12, 13) durchsetzten Blöcke (10, 11) an
Härtungsgas-Zufuhrräume (20, 21, 22, 23) angrenzen und einen Teil der Elemente bilden, wobei der
Raum (21) des Mittelabschnittes (4) des beweglichen Elementes mit dem Raum
(22, 23) eines jeden schwenkbaren Abschnittes (6, 7) mittels eines Blasebalgs
(24, 25) verbunden ist.
8. Vorrichtung gemäß einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß
die Mittel zum Steuern der Schwenkbewegung der schwenkbaren Abschnitte (6, 7)
Hubzylinder (26, 27) umfassen.
9. Vorrichtung gemäß einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß
die Mittel zum Steuern der vertikalen Verschiebung einer (4, 6, 7) der Reihen
von Elementen mit Gewinden versehene Stifte (28) umfassen, die in Drehrichtung
angetrieben werden und in eine einteilig mit den Elementen ausgebildete Mutter
(29) geschraubt sind.
10. Vorrichtung gemäß einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß
sie ein bewegliches Element (31) umfaßt, das sich unter dem gebogenen
Abschnitt (1a) der Glasscheibe (1) abstützen kann, wenn diese, nachdem sie
geformt worden ist, durch die Gasstrahlen gehärtet wird.
11. Vorrichtung gemäß Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Elemente
Elemente (31) umfassen, die an der Seite der Vorrichtung schwenkbar angebracht
sind und eine Rolle (33) enthalten, die zur läängskante der Glasscheibe (1)
senkrecht drehbar angebracht ist, wobei diese Elemente (31) zwischen einer
Position, die sich von der Glasscheibe (1) in einem Abstand befindet, und
einer Position, in der sich die Rolle (33) an der Oberfläche des gebogenen
Abschnittes (1a) dieser Scheibe von unten abstützt, geschwenkt werden können.
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