-
Die
Erfindung betrifft Verfahren und Schaltungen für zunehmende Kommunikationsgeschwindigkeiten
in Systemen, die Schaltungen mit offener Drainelektrode oder offenem
Kollektor zum Ansteuern einer Signalleitung nutzen, und insbesondere Verfahren
und Schaltungen zur Bereitstellung eines anstiegsgeschwindigkeitsempfindlichen,
hystereseartigen, aktiven Pullup- bzw. Hochziehwiderstands.
-
Die "Open-Drain"-Terminologie wird
in der gesamten nachstehenden Patentbeschreibung ausgiebig verwendet. "Open-Drain" kann zwar die Verwendung
von Feldeffekttransistoren implizieren, wie z. B. von MOSFETs, aber
der Fachmann wird erkennen, daß auch
andere Transistortypen, wie z. B. Bipolartransistoren, verwendet
werden können.
Daher versteht es sich, daß die
Open-Drain-Terminologie bequemlichkeitshalber benutzt wird und daß die Terminologie
konkret Schaltungen mit offenem Kollektor einschließt. Ferner
versteht es sich, daß die
Erfindung unter Verwendung von anderen als MOSFET-Transistoren praktisch
ausgeführt
werden kann und daß "Transistor" konkret solche anderen
geeigneten Transistortypen einschließt.
-
Open-Drain-Schaltungen
werden gewöhnlich
benutzt, um elektronische Geräte über eine
gemeinsame Bus- oder Signalleitung miteinander zu verbinden. Der
Inter-Integrated Circuit bus (I2C; Bus zwischen
integrierten Schaltkreisen), der System Management Bus (SMBus; Systemverwaltungsbus), der
ACCESS.bus (Zugriffsbus) und der Apple Desktop Bus (ADB) sind einige
von den Kommunikationsprotokollen, die eine Open-Drain-Architektur
nutzen. Open-Drain-Signale werden auch innerhalb von Computersystemen
für Leitungen
benutzt, die durch mehr als eine Quelle angesteuert werden können, z. B.
ein Interrupt-Eingangssignal eines Mikroprozessors.
-
Ein
Gerät sendet
Signale auf einer Open-Drain-Signalleitung durch Steuerung eines zwischen
die Open-Drain-Signalleitung und Masse gekoppelten Transistors.
Typischerweise ist der Transistor, der als Schalter dient, ein N-Kanal-MOSFET,
aber andere Transistortypen eignen sich auch für diesen Zweck. Außerdem kann
der Transistor in das Gerät
eingebaut sein, oder das Gerät
kann einen Anschluß zur
Steuerung eines externen Transistors aufweisen.
-
Wenn
das Gerät
den Transistor auf Durchlaß (EIN)
schaltet, wird die Signalleitung mit Masse verbunden, wodurch ihre
Spannung auf einen L-Zustand oder -Pegel herabgesetzt wird, z. B.
auf weniger als etwa 0,4 Volt. Wenn umgekehrt alle Geräte ihre
entsprechenden Treibertransistoren sperren (auf AUS schalten), wird
die Signalleitung durch eine zwischen die Signalleitung und eine
Stromversorgungsleitung geschaltete Pullup- bzw. Hochziehschaltung
auf einen H-Zustand vorgespannt, z. B. auf 5 Volt.
-
Die
Geschwindigkeit, mit der Signale auf einer Open-Drain-Signalleitung übertragen werden können, ist
davon abhängig,
wie schnell die Signalleitung zwischen L- und H-Pegeln periodisch
umgeschaltet werden kann. Wegen einer mit der Signalleitung gekoppelten
parasitären
Kapazität
wird ihre Umschaltgeschwindigkeit dadurch bestimmt, wie schnell die
parasitäre
Kapazität
aufgeladen und entladen werden kann. Bei sonst gleichen anderen
Faktoren verlangsamt ein Anstieg der parasitären Kapazität die Lade- und Entladegeschwindigkeiten
und verringert die maximale Übertragungsgeschwindigkeit.
Daher spezifizieren viele Verbindungsstandards auf Open-Drain-Basis
eine maximale Signalleitungskapazität, typischerweise einige hundert
Picofarad, um eine hinreichende Leistung sicherzustellen.
-
Ein
weiterer Faktor, der die Geschwindigkeit bestimmt, mit der die parasitäre Kapazität aufgeladen
und entladen wird, ist der Widerstand in den Lade- und Entladestromwegen.
Da der Widerstand eines Ausgangstransistors typischerweise bei eingeschaltetem
bzw. aufgesteuertem Transistor sehr niedrig ist, kann die parasitäre Kapazität sehr schnell entladen
werden, und der Übergang
von H nach L erfolgt schnell. Die parasitäre Kapazität wird jedoch durch einen Hochzieh-
bzw. Pull-up-Strom aufgeladen, der durch irgendeine Form einer Hochzieh-
bzw. Pull-up-Schaltung zugeführt
wird.
-
In
einer typischen Anwendung mit Verwendung einer Open-Drain-Signalleitung
ist die Hochziehschaltung einfach ein Hochziehwiderstand, der zwischen
die Signalleitung und eine positive Versorgungsleitung gekoppelt
wird. Da der Widerstandswert eines Hochziehwiderstands typischerweise
viel höher
ist als der Durchlaßwiderstand
eines Treibertransistors, ist die Geschwindigkeit, mit der die parasitäre Kapazität aufgeladen
werden kann, viel niedriger als die Geschwindigkeit, mit der sie
entladen werden kann. Die Signalanstiegszeit ist daher viel länger als
die Signalabfallzeit.
-
Ein
Verfahren zur Verkürzung
der Signalanstiegszeit ist die Verwendung eines Hochziehwiderstands
mit niedrigerem Widerstandswert. Durch Verwendung eines niedrigeren
Widerstandswerts wird der verfügbare
Hochziehstrom erhöht,
so daß eine parasitäre Kapazität schneller
aufgeladen werden kann, wenn alle Treibertransistoren abgeschaltet sind.
Die Verminderung des Hochziehwiderstands kann jedoch ungünstige Auswirkungen
auf den Schaltungsbetrieb haben.
-
Zum
Beispiel wird durch Verringern des Widerstandswerts des Hochziehwiderstands
der Stromfluß von
Vcc nach Masse erhöht, wenn ein Treibertransistor
auf Durchlaß geschaltet
ist. Dieser erhöhte Strom
bedeutet verschwendete elektrische Leistung, die ein wichtiger Faktor
bei leistungsarmen Anwendungen sein kann, wie z. B. bei batteriebetriebenen Geräten. Der
erhöhte
Strom erhöht
auch den Spannungsabfall an dem Treibertransistor, wodurch die Signalleitungsspannung
erhöht
und der mit einem L-Pegel der Signalleitung verbundene Störspannungsabstand
vermindert wird.
-
Angesichts
des Vorstehenden wäre
es daher wünschenswert,
Datenübertragungsgeschwindigkeiten
in Kommunikationssystemen, die eine Open-Drain-Architektur nutzen,
durch Verkürzen
der mit Open-Drain-Signalen verbundenen Anstiegszeit zu verbessern,
ohne den Störspannungsabstand oder
den Wirkungsgrad zu beeinträchtigen.
-
DE 37 38 800 A offenbart
eine Datenübertragungsschaltung
mit einem Kondensator, der eine Änderung
des Spannungspotentials eines Datenbusses zum Anlegen eines Impulses
an einen Impuls-Transistor nutzt, um die Signalanstiegszeit der
Schaltung zu verkürzen.
Das Ausgangssignal des Kondensators ist ein Signal, das den Lade-
oder Entladevorgang des Kondensators darstellt.
-
Es
ist daher eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, Datenübertragungsgeschwindigkeiten
in Kommunikationssystemen, die eine Open-Drain-Architektur nutzen,
durch Verkürzung
der mit Open-Drain-Signalen verbundenen Anstiegszeit zu verbessern,
ohne den Störspannungsabstand
oder den Wirkungsgrad zu beeinträchtigen.
-
Diese
und weitere Aufgaben und Vorteile der vorliegenden Erfindung werden
durch Verfahren und Schaltungen realisiert, in denen ein Hochziehstrom durch
eine variable Stromquelle bereitgestellt wird, wobei der verfügbare Hochziehstrom
eine Funktion eines Spannungspegels an der Signalleitung ist. Insbesondere
wird der verfügbare
Hochziehstrom erhöht,
wenn die Signalleitungsspannung anzeigt, daß die Signalleitung nicht auf
L gezogen wird.
-
In
einer ersten Ausführungsform
wird der zusätzliche
Hochziehstrom jedesmal dann bereitgestellt, wenn ein Signal auf
der Signalleitung einen Schwellwert übersteigt. In einer bevorzugten
Ausführungsform
wird eine Schaltung zur Überwachung
der Anstiegsgeschwindigkeit (dV/dt) des Signals bereitgestellt,
und ein höherer
Hochziehstrom wird nur dann angelegt, wenn das Signal den Schwellwert übersteigt
und die Anstiegsgeschwindigkeit positiv ist, wie z. B. während eines
L-H-Übergangs
des Signals.
-
Die
obigen und weitere Aufgaben der vorliegenden Erfindung werden beim
Durchlesen der nachstehenden ausführlichen Beschreibung in Verbindung
mit den beigefügten
Zeichnungen ersichtlich, in denen sich gleiche Bezugszeichen durchweg auf
gleiche Teile beziehen. Dabei zeigen:
-
1A bis 1C vereinfachte
Schaltschemata, die früher
bekannte Hochziehschaltungstypen darstellen;
-
2A bzw. 2B ein
Diagramm der Signalleitungsspannung als Funktion der Zeit bzw. des Hochziehstroms
als Funktion der Signalleitungsspannung für die Hochziehschaltungen der 1A-C;
-
3 ein
vereinfachtes Schaltschema einer ersten typischen Ausführungsform
einer Hochziehschaltung gemäß den Grundgedanken
der vorliegenden Erfindung;
-
4 ein
repräsentatives
Diagramm des Hochziehstroms als Funktion der Signalleitungsspannung
für die
Hochziehschaltung gemäß 3;
-
5 ein
vereinfachtes Schaltschema einer zweiten typischen Ausführungsform
einer Hochziehschaltung gemäß den Grundgedanken
der vorliegenden Erfindung;
-
6 ein
repräsentatives
Diagramm des Hochziehstroms als Funktion der Signalleitungsspannung
für die
Hochziehschaltung gemäß 5; und
-
7 ein
vereinfachtes Schaltschema einer dritten typischen Ausführungsform
einer aktiven Hochziehschaltung gemäß den Grundgedanken der vorliegenden
Erfindung.
-
Die 1A bis 1C sind
vereinfachte Schaltschemata von früher bekannten Schaltungen zur
Implementierung von Signalleitungen, die eine Open-Drain-Architektur
nutzen. Das Bauelement 16 stellt ein Bauelement dar, das
an eine Signalleitung 11 gekoppelt ist und irgendein Bauelement
von einem integrierten Schaltkreis bis zu einem Computer-Peripheriegerät sein kann.
Das Bauelement 16 enthält
einen Treibertransistor 14, der durch eine zusätzliche
Schaltung innerhalb des Bauelements 16 (nicht dargestellt)
auf Durchlaß geschaltet
(EIN) oder gesperrt (AUS) werden kann. Alternativ kann das Bauelement 16 einen
Anschluß zur
Steuerung eines externen Treibertransistors enthalten. Zu beachten ist,
daß in
den Schaltschemata der 1, 3 und 5 nur
ein Bauelement dargestellt ist, das mit der Signalleitung 11 verbunden
ist; der Fachmann wird jedoch erkennen, daß mehr als ein derartiges Bauelement
vorhanden sein können.
-
Der
Kondensator 18 stellt die mit der Signalleitung 11 verbundene
parasitäre
Kapazität
dar, einschließlich
der Streukapazität,
die mit der Signalleitung selbst sowie mit den an die Signalleitung 11 gekoppelten
Treibern und Empfängern
verbunden ist. Die Hauptwirkung der parasitären Kapazität 18, die typischerweise
in der Größenordnung
von einigen hundert Picofarad liegt, besteht darin, die Geschwindigkeit
zu begrenzen, mit der Daten auf der Signalleitung 11 übermittelt
werden können.
Konkret wird die Datenübertragungsgeschwindigkeit
auf der Signalleitung durch die Geschwindigkeit begrenzt, mit der
die parasitäre
Kapazität
aufgeladen und entladen werden kann. Aus diesem Grund schreiben
die meisten Kommunikationsprotokolle, die eine Open-Drain-Architektur
nutzen, eine maximale Kapazität
der Signalleitung vor. Zum Beispiel läßt die I2C-Spezifikation eine
maximale Signalleitungskapazität
von 400 pF zu.
-
Der
Treibertransistor 14 ist zwischen die Signalleitung und
Masse geschaltet, so daß das
Bauelement 16 die Signalleitung 11 durch Einschalten
des Treibertransistors 14 aktiv auf L ziehen kann. Da jedes ähnliche,
an die Signalleitung 11 angeschlossene Bauelement imstande
ist, die Leitung auf L zu ziehen, kann die Signalleitung nur dann
auf H liegen, wenn der mit jedem Bauelement verbundene Treibertransistor 14 abgeschaltet
ist.
-
Daher
kann jedes Bauelement, das mit der Signalleitung 11 verbunden
ist, selektiv die Signalleitung auf L steuern, indem es den zu dem
Bauelement gehörigen
Treibertransistor einschaltet. Wenn umgekehrt der Transistor 14 in
allen mit der Signalleitung 11 verbundenen Bauelementen
abgeschaltet wird, dann spannt die mit der Signalleitung verbundene Hochziehschaltung
die Signalleitung auf H vor.
-
In 1A besteht
die Hochziehschaltung 10 aus einem Hochziehwiderstand 12,
der zwischen Vcc, und die Signalleitung 11 geschaltet
ist. Wenn der Transistor 14 abgeschaltet wird, fließt Strom
durch den Hochziehwiderstand 12 zur Signalleitung 11 und zieht
diese auf Vcc. Typischerweise hat der Hochziehwiderstand 12 einen
Wert in der Größenordnung
von einigen tausend Ohm.
-
Ein
typisches Signal auf der Signalleitung 11 von 1A ist
durch die ausgezogene Kurve in 2A dargestellt.
Vor dem Zeitpunkt t0 ist der Transistor
abgeschaltet (AUS), und die Signalleitung 11 liegt auf
H. Zum Zeitpunkt t0 wird der Transistor 14 durch
das Bauelement 16 auf Durchlaß (EIN) geschaltet und bietet
einen niederohmigen Pfad zwischen der Signalleitung 11 und
Masse. Dadurch wird die Kapazität 18 schnell
nach Masse entladen, und die Signalleitung 11 wird zum
Zeitpunkt t1 auf L gezogen. Das Intervall
zwischen den Zeitpunkten t0 und t1, d. h. die Zeit, die benötigt wird,
bis die Signalleitung 11 nach dem Einschalten des Transistors 14 einen L-Pegel
erreicht, wird als Abfallzeit (tf) bezeichnet.
-
Zum
Zeitpunkt t2 wird der Transistor 14 durch das
Bauelement 16 abgeschaltet. Der Strom durch den Hochziehwiderstand 12 lädt die Kapazität 18 auf, läßt die Spannung
an der Signalleitung 11 ansteigen und zieht die Signalleitung 11 zum
Zeitpunkt t3 auf H. Das Intervall zwischen
den Zeitpunkten t2 und t3,
d. h. die Zeit, die benötigt
wird, bis die Signalleitung 11 nach dem Abschalten des
Transistors 14 einen H-Pegel erreicht, wird als die Anstiegszeit
(tr) bezeichnet.
-
Im
wesentlichen ist die Schaltung gemäß 1A eine
Widerstands-Kondensator-Schaltung (RC-Schaltung). Das Verhalten
von RC-Schaltungen weist eine charakteristische exponentielle Wellenform
während
einer Zeit auf, die durch die Zeitkonstante der Schaltung bestimmt
wird, wobei die Zeitkonstante das Produkt aus der Schaltungskapazität und dem
Widerstand im Strompfad ist. Schaltungen mit größerer Zeitkonstante weisen
längere
Anstiegs- und Abfallzeiten auf.
-
In
einem typischen Open-Drain-System ist der Wert des Hochziehwiderstands 12 viel
höher als der
Durchlaßwiderstand
des Treibertransistors 14. Dies führt dazu, daß die Signalanstiegszeit
(tr) vielfach länger ist als die Signalabfallzeit
(tf). Da die Geschwindigkeit, mit der Daten
auf der Signalleitung 11 übertragen werden können, weitgehend
durch die Anstiegszeit (tr) begrenzt wird,
haben sich Verfahren zur Erhöhung
von Datenübertragungsgeschwindigkeiten
im allgemeinen auf die Verkürzung
der Anstiegszeit in Open-Drain-Systemen konzentriert.
-
Wie
im Abschnitt "Technischer
Hintergrund der Erfindung" beschrieben,
kann die Anstiegszeit durch Verringern des Widerstandswerts des
Hochziehwiderstands 12 verkürzt werden.
-
Dadurch
würde die
RC-Zeitkonstante der Schaltung vermindert, wodurch eine kürzere Anstiegszeit
bereitgestellt wird. Da die Verminderung des Hochziehwiderstandswerts
den Energieverbrauch und die Rauschempfindlichkeit schädlich beeinflussen
kann, sind andere Verfahren zur Verkürzung der Signalanstiegszeit
entwickelt worden.
-
Ein
solches früher
bekanntes Verfahren zur Verkürzung
der Anstiegszeit wird in dem Schaltschema von 1B dargestellt.
Die Open-Drain-Schaltung 20 enthält einen Hochziehwiderstand 12,
einen Transistor 14 und eine Kapazität 18, die ähnlichen Elementen
von 1A entsprechen. Die Hochziehschaltung 20 enthält außerdem einen
zusätzlichen Hochziehwiderstand 12a,
der mit Hilfe eines Schalters 13 selektiv parallel zu dem
Hochziehwiderstand 12 geschaltet werden kann. Der Schalter 13,
der beispielsweise ein CD4066 CMOS-Schalter sein kann, wird durch
einen Pegel am Steuerungseingang 15 so gesteuert, das ein
L-Signal am Steuerungseingang 15 das Ausschalten des Schalters 13 bewirkt,
während
ein H-Signal das Einschalten des Schalters bewirkt.
-
Wenn
in der Schaltung von 1B der Transistor 14 eingeschaltet
ist, dann liegt die Signalleitung 11 auf L, und der Schalter 13 ist
abgeschaltet. Wenn der Transistor 14 zunächst abgeschaltet
ist und angenommen wird, daß kein
anderes Bauelement die Signalleitung 11 auf L zieht, liefert
der Hochziehwiderstand 12 Strom zum Laden der parasitären Kapazität 18,
und die Signalleitungsspannung beginnt anzusteigen. Wenn die Signalleitungsspannung
genügend
ansteigt, um den Schalter 13 einzuschalten, typischerweise
etwa bei dem halben Wert von Vcc, wird der
Widerstand 12a parallel zum Hochziehwiderstand 12 geschaltet,
verringert wirksam den Hochziehwiderstandswert und erhöht den verfügbaren Hochziehstrom.
-
Die
durch Einschalten des Schalters 13 verursachte Abnahme
des Hochziehwiderstandswerts ist eine Funktion der relativen Werte
der Widerstände 12 und 12a.
Wenn z. B. die Werte der Widerstände 12 und 12a gleich
sind, wird der verfügbare
Hochziehwiderstandswert effektiv halbiert, wenn der Schalter 13 eingeschaltet
wird. Dadurch wird die mit dem Hochziehen der Signalleitung 11 verknüpfte RC-Zeitkonstante
verringert, was zu einer kürzeren Anstiegszeit
(tr) führt.
-
Das
Verhalten der Hochziehschaltung 20 ist in den 2A und 2B dargestellt.
Vom Zeitpunkt t0 bis t1 sind
die Kennlinie und die Wellenform der Schaltung nahezu identisch
mit denen von 1A. Zum Zeitpunkt t2 wird
der Transistor 14 abgeschaltet, und die Spannung an der
Signalleitung 11 beginnt anzusteigen, wobei sie der gleichen
Wellenform folgt wie die ausgezogene Kurve, die der Schaltung von 1A entspricht.
Zum Zeitpunkt t4 erreicht die Signalleitung 11 eine
Spannung, die etwa der Hälfte
von Vcc entspricht, und der Schalter 13 wird
eingeschaltet und bewirkt eine starke Verringerung des Hochziehwiderstandswerts.
Der verringerte Hochziehwiderstandswert verringert die RC-Zeitkonstante,
und die Signalleitungsspannung steigt viel schneller an, wie durch
die gestrichelte Linie in 2a dargestellt.
Der entsprechende Hochziehstrom wird durch die gestrichelte Linie
in 2B dargestellt.
-
Offensichtlich
müssen
in der Schaltung von 1B alle Treibertransistoren
der Signalleitung abgeschaltet sein, bevor die Signalleitungsspannung genügend ansteigen
kann, um den Schalter 13 einzuschalten. Als Ergebnis kann
der Hochziehwiderstand 12 groß genug gemacht werden, um
den weiter oben diskutierten Besorgnissen über zu hohen Strom, Energieverbrauch
und Störspannungsabstand
Rechnung zu tragen, und der Widerstand 12a kann klein genug
ausgeführt
werden, um eine hinreichende Hochziehleistung bereitzustellen.
-
Ein
drittes alternatives Hochziehschema ist in 1C dargestellt,
wobei der Hochziehstrom für die
Signalleitung 11 durch eine Konstantstromquelle 32 geliefert
wird. In den Schaltungen der 1A und 1B fällt der
Hochziehstrom mit ansteigender Spannung an der Signalleitung 11 ab
und gibt der Wellenform der Kennlinie ihre charakteristische exponentielle
Gestalt. Durch Verwendung einer Konstantstromquelle wird sichergestellt,
daß der
Hochziehstrom und daher die Ladegeschwindigkeit der Kapazität 18 nahezu
konstant bleibt, woraus sich ein annähernd linearer Anstieg der
Signalleitungsspannung ergibt. Dies wird durch die punktierte Linie
in den 2A und 2B veranschaulicht.
Zu beachten ist, daß bei
Annäherung der
Signalleitungsspannungen an die der Versorgungsleitung der Hochziehstrom
infolge der geringeren Aussteuerungsreserve für die Konstantstromquelle 32 abzufallen
beginnt.
-
Obwohl
die Schaltungen gemäß den 1B und 1C Signalanstiegszeiten
in Open-Drain-Schaltungen wirksam verkürzen, sind maximale Übertragungsgeschwindigkeiten
bei Verwendung dieser Hochziehschaltungstypen immer noch auf weniger
als etwa 1 MHz begrenzt. Außerdem
ist sorgfältig
darauf zu achten, daß die
Streukapazität
auf einem sehr niedrigen Wert gehalten wird, zum Beispiel durch
Begrenzen der Länge
der Signalleitung 11 oder der Anzahl von Geräten, die
mit der Signalleitung 11 verbunden sind.
-
Unter
Bezugnahme auf 3 wird nun eine erste typische
Ausführungsform
einer Hochziehschaltung gemäß den Grundgedanken
der vorliegenden Erfindung beschrieben. Die Hochziehschaltung 40 enthält Transistoren 41-44 und
Widerstände 45-48.
Die Transistoren 41 und 42 sind so geschaltet, daß sie eine
Stromspiegelschaltung bilden, so daß der Kollektorstrom I2 des Transistors 42 annähernd proportional
zum Kollektorstrom I1 des Transistors 41 ist.
Wenn die Signalleitung 11 auf L liegt, ist der Transistor 43 auf
AUS vorgespannt (gesperrt), und der Strom I1 wird
durch die Werte der Widerstände 45 und 46 bestimmt.
-
Wenn
alle mit der Signalleitung 11 verbundenen Open-Drain-Treibertransistoren,
z. B. der Transistor 14, abgeschaltet sind, beginnt der
Kollektorstrom des Transistors 42, die parasitäre Kapazität 18 aufzuladen,
und die Spannung an der Signalleitung 11 steigt an. Wenn
die Signalleitungsspannung den Basis-Emitter-Spannungsabfall des
Transistors 43 übersteigt,
wird dieser leitend und sendet einen Strom I3 durch
den Widerstand 47. Die Summe der Ströme I1 und
I3 fließt
durch den Stromspiegeltransistor 41, erhöht infolgedessen
den Strom I2 und macht zusätzlichen
Strom zum Aufladen der parasitären Kapazität 18 verfügbar. Während die
Spannung an der Signalleitung 11 weiter ansteigt, steigt
auch der Strom I3 weiter an, was zu einem
fortgesetzten Anstieg des Stroms I2 führt. Daher
ist der Hochziehstrom eine direkte Funktion der Signalleitungsspannung.
-
Schließlich ist
der Strom I2 hoch genug, damit der Spannungsabfall
am Widerstand 48 beginnt, den Basis-Emitter-Übergang des Transistors 44 in Durchlaßrichtung
vorzuspannen, wodurch dieser beginnt, den Strom I4 zu
leiten. Der Strom I4 tendiert dazu, jeden
weiteren Anstieg des Stroms I3 zu kompensieren,
der durch die ansteigende Signalleitungsspannung verursacht wird,
und dadurch einen oberen Grenzwert für den Strom I2 zu
setzen. Wenn sich die Spannung an der Signalleitung 11 schließlich an Vcc anzunähern
beginnt, dann beginnt der Hochziehstrom I2 infolge
Sättigung
des Transistors 42 und Verminderung der an dem Widerstand 48 anliegenden Spannung
abzufallen.
-
Die
umgekehrte Abfolge von Ereignissen tritt auf, wenn die Signalleitung 11 durch
Einschalten eines mit der Signalleitung 11 verbundenen Open-Drain-Treibers,
z. B. des Transistors 14, auf L gezogen wird. Zunächst wird
durch den Abfall der Signalleitungsspannung die Aussteuerungsreserve
der Stromspiegelschaltung erhöht,
und der Hochziehstrom steigt bis zu dem durch den Transistor 44 festgesetzten
Grenzwert an. Der Hochziehstrom ist immer noch viel kleiner als
der Strom durch den Treibertransistor 14; daher fällt die
Signalleitungsspannung weiter ab. Schließlich ist die Spannung der
Signalleitung 11 niedrig genug, so daß der Transistor 43 abschaltet,
den Strom I3 ausschaltet und infolgedessen den
verfügbaren
Hochziehstrom I2 auf den Pegel reduziert,
der durch die Widerstände 45 und 46 festgelegt
wird. Ein typisches Diagramm des Hochziehstroms in Abhängigkeit
von der Signalleitungsspannung für
die Schaltung von 3 ist in 4 dargestellt.
-
4 zeigt
außerdem
eine gestrichelte Linie, die eine dem Durchlaßwiderstand des Treibertransistors 14 entsprechende
Belastungskennlinie darstellt. Diese zeigt an, wieviel Strom der
Transistor 14 bei irgendeiner gegebenen Signalleitungsspannung
ziehen kann, d. h. den verfügbaren "Pulldown-" bzw. Ableitstrom.
Bei der Konstruktion einer Hochziehschaltung wie z. B. derjenigen
in 3 ist es wichtig, daß der Hochziehstrom immer niedriger
als der Strom bleibt, den der Transistor 14 ziehen kann. Andernfalls
kann der Transistor 14 nicht genug Strom ziehen, um die
Signalleitung 11 auf L zu ziehen.
-
Ein
erläuterndes
Schaltschema einer stärker bevorzugten
Ausführung
der Hochziehschaltung ist in 5 dargestellt.
Gemäß den Grundgedanken
der vorliegenden Erfindung stellt die Hochziehschaltung 60 nur
dann einen zusätzlichen
Hochziehstrom bereit, wenn die Signalleitung 11 nicht auf
L gezogen wird.
-
Die
Hochziehschaltung 60 funktioniert auf analoge Weise wie
die Schaltung von 3. Die Transistoren 61 und 62 bilden
eine Stromspiegelschaltung, wobei der Strom durch den Transistor 62 den
Hochziehstrom für
die Signalleitung 11 liefert. Mit zunehmender Signalleitungsspannung
bewirkt der Transistor 63 einen Anstieg des Hochziehstroms
I2, und der Transistor 64 begrenzt
den maximalen Hochziehstrom auf einen akzeptierbaren Wert. Die Hochziehschaltung 60 enthält jedoch
eine zusätzliche Schaltung,
um eine Hysterese in der Strom-Spannungs-Kennlinie
der Hochziehschaltung zu erzeugen, wie in 6 dargestellt.
-
Ein
Operationsverstärker 67 bildet
in Verbindung mit dem Kondensator 68 und dem Widerstand 69 eine
Differenzierschaltung, welche die Spannungsänderung an der Signalleitung 11 überwacht. Das
Ausgangssignal des Operationsverstärkers 67 ist ein Signal,
das anzeigt, wie schnell sich die Signalleitungsspannung ändert, d.
h. die Spannungsanstiegsgeschwindigkeit. Wenn das Signal einer positiven
Anstiegsgeschwindigkeit entspricht, die einen Schwellwert übersteigt,
gibt ein Komparator 53 ein Signal aus, das den Transistor 54 auf
Durchlaß schaltet.
Der Schwellwert wird am "+"-Eingang des Komparators 53 durch
Dioden 51 und 52 bereitgestellt. Das Einschalten
des Transistors 54 ermöglicht,
daß der
Strom I3 durch den Transistor 63 fließt, und
liefert auf analoge Weise wie in Verbindung mit 3 beschriebenen
einen erhöhten
Hochziehstrom.
-
Wenn
jedoch die Spannungsanstiegsgeschwindigkeit unter dem Schwellwert
liegt, weil die Signalleitungsspannung konstant ist oder abfällt, hält der Komparator 53 den
Transistor 54 abgeschaltet, und der Hochziehstrom I2 wird auf einen durch die Stromquelle 66 eingestellten
Wert begrenzt. Der Transistor 54 und die zugehörige Spannungsanstiegsgeschwindigkeitsschaltung
führen
eine Hysterese in die Strom-Spannungs-Kennlinie der Hochziehschaltung 60 ein.
Das heißt,
der durch die Hoch ziehschaltung 60 bereitgestellte Hochziehstrom
ist davon abhängig,
ob die Signalspannung ansteigt oder abfällt. Eine repräsentative
Strom-Spannungs-Kennlinie ist in 6 dargestellt.
-
Da
die Hochziehschaltung 60 einen zusätzlichen Hochziehstrom nur
dann bereitstellt, wenn die Spannung an der Signalleitung 11 ansteigt,
kann der Hochziehstrom die in 6 durch
eine gestrichelte Linie dargestellte Ableitstrom-Belastungskennlinie übersteigen. Dies ermöglicht einen
sehr schnellen Anstieg des Hochziehstroms. Solange der erhöhte Strom
nur dann bereitgestellt wird, wenn die Signalleitung 11 nicht
heruntergezogen wird, kann die Änderung
des Hochziehstroms tatsächlich
eine momentane, sprunghafte Änderung
sein.
-
Unter
Bezugnahme auf 7 wird nachstehend eine typische
Hochziehschaltung zur Bereitstellung eines hystereseartigen, nichtlinearen
Hochziehstroms ausführlicher
beschrieben. Die Hochziehschaltung 70 enthält vier
Grundschaltungsabschnitte: eine Spannungspegelerfassungsschaltung 71 zur Überwachung
des Spannungspegels an der Signalleitung 11, eine Anstiegsgeschwindigkeitserfassungsschaltung 77 zur Überwachung
der Geschwindigkeit, mit der sich die Signalleitungsspannung ändert; eine
Nennhochziehstromschaltung 88 zur Bereitstellung eines
Hochziehstroms, wenn die Signalleitung stabil ist oder heruntergezogen
wird; und eine Schaltung 95 für hohen Hochziehstrom, um bei
Bedarf einen erhöhten
Hochziehstrom bereitzustellen. Außerdem enthält die Hochziehschaltung 70 eine Schaltung
zur Implementierung eines leistungsarmen Modus, der sich zur Verwendung
in batteriebetriebenen Systemen eignet.
-
Zusätzliche
Spannungen und Signale werden an die Schaltung von 7 durch
darin nicht dargestellte Schaltungen angelegt. Zum Beispiel legt die
Spannungsregulierschaltung (nicht dargestellt) Spannungen an BIASH
bzw. BIASL an, um die MOSFET-Stromquellen auf der H-Seite bzw. der
L-Seite von 7 vorzuspannen, und legt eine
Bezugsspannung an VREF an. Eine weitere Schaltung legt ein Abschaltsignal
an -SHDN an. SGNL ist mit der Signalleitung verbunden, z. B. der
Signalleitung 11 von 5.
-
Wenn
man jeden Abschnitt von 7 der Reihe nach betrachtet,
enthält
die Spannungspegelerfassungsschaltung 71 einen Differentialverstärker 72,
der den Strom I1 entsprechend der Spannung
an SGNL relativ zur Spannung an VREF (einer Bezugsspannung) in die
Ströme
I1a und I1b aufteilt.
Der Strom I1a wird durch die Stromspiegelschaltung 73 gespiegelt
und liefert den Strom I2, der bestrebt ist,
den Knoten 74 auf Masse zu ziehen. Entsprechend wird der Strom
I1b durch Stromspiegelschaltungen 75 und 76 gespiegelt
und liefert den Strom I3, der bestrebt ist, den
Knoten 74 auf Vcc hochzuziehen.
-
Wenn
die an SGNL anliegende Spannung niedriger ist als VREF, die vorzugsweise
etwa 0,6 Volt beträgt,
ist der Strom I1a niedriger als der Strom
I1b, und folglich ist der Strom I2 niedriger als I3.
Dies führt dazu,
daß der
Knoten 74 auf einen H-Pegel hochgezogen wird. Wenn umgekehrt
die Spannung an SGNL höher
ist als VREF, ist der Strom I1a höher als der
Strom I1b, und der Strom I2 ist
höher als
I3, was dazu führt, daß der Knoten 74 auf
L gezogen wird. Daher liegt der Knoten 74 auf L, wenn die SGNL-Spannung
höher ist
als VREF, und andernfalls auf H.
-
In
der Anstiegsgeschwindigkeitserfassungsschaltung 77 wird
durch die Transistoren 78, 79 und 80 in
Verbindung mit einer Stromspiegelschaltung 82 ein konstanter
Strom I4 bereitgestellt. Der Strom I4 wird durch die Stromspiegelschaltungen 81 und 82 gespiegelt,
um die Ströme
I5 bzw. I6 bereitzustellen. Vorzugsweise
hat die Stromspiegelschaltung 81 eine Verstärkung, die
etwa zweimal so groß ist
wie die der Stromspiegelschaltung 82, so daß der Strom
I5 normalerweise etwa zweimal so hoch ist
wie I6 und der Knoten 83 auf H
gezogen wird.
-
Der
Kondensator 84 sperrt eine etwaige Gleichstromkomponente
der SGNL-Spannung, läßt aber
die Wechselstromkomponente zur Stromspiegelschaltung 82 durch.
Konkret vergrößert eine
ansteigende SGNL-Spannung den in die Stromspiegelschaltung 82 fließenden Strom,
wodurch der Strom I6 erhöht wird. Gleichzeitig wird
der durch die Stromspiegelschaltung 81 fließende Strom
vermindert, wodurch der Strom I5 verringert
wird. Eine ausreichend schnelle positive Änderung der SGNL-Spannung führt dazu,
daß der
Strom I6 höher ist als I5 und
den Knoten 83 auf L zieht. Der Kondensator 84 und
der Widerstand 85 werden so gewählt, daß sie eine angemessene Empfindlichkeit
auf die Anstiegsgeschwindigkeit bereitstellen, ohne gegen Rauschen auf
der Signalleitung (SGNL) überempfindlich
zu sein. Geeignete Werte für
den Kondensator 84 bzw. den Widerstand 85 sind
etwa 2pF bzw. 187 Ω.
-
Die
Nennhochziehstromschaltung 88 liefert einen Hochziehstrom,
wenn die SGNL-Leitung stabil ist oder heruntergezogen wird. Die
Schaltung 88 enthält
eine Stromspiegelschaltung 89 mit einem Ausgangsstrom,
der zu SGNL zurückgekoppelt
wird, und einem durch die Transistoren 90 und 91 festgesetzten
Eingangsstrom. Der Transistor 92 kann durch einen L-Pegel
an dem Anschluß -SHDN
abgeschaltet werden, wobei der Transistor 90 abgetrennt
und dadurch der Eingangsstrom zur Stromspiegelschaltung 89 verringert
wird.
-
Diese
Schaltungsarchitektur bietet ein Mittel, um den Hochziehstrom gegebenenfalls
auf einen Abschaltpegel abzusenken. Wenn beispielsweise die Signalleitung
auf H liegt und längere
Zeit auf H gelegen hat, kann der Hochziehstrom auf einen L-Pegel abgesenkt
werden, um in einem batteriebetriebenen Gerät Energie zu sparen. Vorzugsweise
ist die Hochziehschaltung 88 so konstruiert, daß der normale Hochziehstrom
etwa 250 μA
beträgt,
wenn -SHDN auf H liegt, und der leistungsarme Hochziehstrom etwa
100 μA beträgt, wenn
-SHDN auf L liegt.
-
Schließlich liefert
die Hochziehstromverstärkungsschaltung 95 einen
zusätzlichen
Hochziehstrom, wenn die Spannung an SGNL über einem Schwellwert liegt,
wie durch die Spannungspegelerfassungsschaltung 71 ermittelt,
und eine minimale positive Anstiegsgeschwindigkeit überschreitet,
wie durch die Anstiegsgeschwindigkeitserfassungsschaltung 77 ermittelt.
Die Eingänge
zum Gate 96 sind an den Knoten 74, den Ausgang
des Spannungspegeldetektors 71, und den Knoten 83,
den Ausgang des Anstiegsgeschwindigkeitsdetektors 77, gekoppelt. Wie
vorstehend beschrieben, wird der Knoten 74 immer dann,
wenn der Spannungspegel an SGNL höher ist als VREF, auf L gezogen,
und der Knoten 83 wird immer dann, wenn die Spannungsanstiegsgeschwindigkeit
an SGNL ausreichend groß wird,
auf L gezogen. Der Ausgang des Gates 96 liegt nur dann auf
H, wenn beide Ein gänge
auf L liegen. Daher liegt der Ausgang des Gates 96 auf
H, wenn die Bedingungen für
die Zufuhr eines verstärkten
Hochziehstroms erfüllt
sind.
-
Ein
H-Ausgang des Gates 96 sperrt den Transistor 96 und
schaltet den Transistor 98 auf Durchlaß, wodurch eine Konstantstromquelle
ermöglicht
wird, die den Transistor 99 und die Stromspiegelschaltung 100 aufweist.
Der Ausgang der Stromspiegelschaltung 100 wird parallel
zum Ausgang der Stromspiegelschaltung 89 geschaltet, um
einen verstärkten
Hochziehstrom bereitzustellen. Vorzugsweise beträgt der Ausgangsstrom der Stromspiegelschaltung 100 etwa
1,7 mA.
-
Außerdem wird
durch einen H-Pegel am Ausgang des Gates 96 der Transistor 101 auf
Durchlaß geschaltet.
Der Transistor 101 bietet eine zusätzliche Eingangsstromquelle
für die
Stromspiegelschaltung 89 und erhöht deren Ausgangsstrom. Vorzugsweise
wird durch Einschalten des Transistors 101 der Ausgangsstrom
der Stromspiegelschaltung 89 auf etwa 300 μA erhöht. Wenn
daher die Spannungspegel- und Anstiegsgeschwindigkeitsbedingungen
erfüllt
sind, d. h. bei L-H-Übergängen, wird
der Hochziehstrom von etwa 250 μA
auf etwa 2 mA verstärkt, wodurch
die Signalanstiegszeit wesentlich verkürzt wird.
-
Der
Fachmann wird erkennen, daß die
vorliegende Erfindung durch andere als die beschriebenen Ausführungsformen
praktisch ausgeführt
werden kann, die zu Erläuterungs-
und nicht zu Einschränkungszwecken
dargestellt werden, und daß die
vorliegende Erfindung nur durch die nachstehenden Patentansprüche beschränkt wird.