-
Gebiet der
Erfindung
-
Die
Erfindung betrifft einen Prozess zur Herstellung eines Kautschukreifens,
der aus einer Carbon Black-verstärkten Kautschukkarkasse
mit einer äußeren, umfangsgerichteten
Kautschuklaufflächenkonstruktion
aus einer Kautschukzusammensetzung mit einem relativ hohen spezifischen
elektrischen Widerstand zusammengesetzt ist. Die Reifenlaufflächenkonstruktion
weist elektrisch leitendes Filament auf, das durch die Laufflächenkonstruktion
geheftet ist und sich zwischen der Innenfläche der Lauffläche zu ihrer
Außenfläche erstreckt.
Hierdurch wird ein elektrisch leitender Pfad von der Außenfläche der
Lauffläche
zur Karkasse des Reifens erzeugt.
-
In
der Praxis schließt
die Unterseite der Laufflächenkonstruktion
an zumindest eine andere, Carbon Black-verstärkte Kautschukkomponente der
Reifenkarkasse an, um dadurch einen relativ elektrisch leitenden Pfad
von der Außenseite
der Reifenlauffläche
zur dem Wulstteil des Reifens und von dort zu einer Metallfelge, auf
der montiert zu werden der Reifen gestaltet ist, zu verschaffen.
-
Hintergrund
der Erfindung
-
Kautschuk-Luftreifen
werden konventionell mit einer Kautschuklauffläche hergestellt, die ein Gemisch aus
verschiedenen Kautschuken sein kann, die typischerweise schwefelaushärtbare,
oder schwefelausgehärtete,
je nachdem, dienbasierte Elastomere sind.
-
Manchmal
werden die Laufflächen
von Kautschukreifen aus einer Laufstreifenoberteil-/unterteilkonstruktion
hergestellt, wobei der äußere Teil
der Lauffläche
das Laufstreifenoberteil ist und der darunterliegende Teil der Lauffläche zwischen
dem Laufflächenoberteil
und der tragenden Reifenkarkasse ihr Laufstreifenunterteil ist.
Das Laufstreifenoberteil ist üblicherweise
dazu gestaltet, mit dem Boden in Kontakt zu kommen und somit entsprechende
Eigenschaften zu haben, und das Laufstreifenunterteil liegt im allgemeinen über der
Reifenkarkasse und ist üblicherweise
dazu gestaltet, das Laufstreifenoberteil zu stützen, daher nicht mit dem Boden
in Kontakt zu kommen. Solche Laufstreifenoberteil-/-unterteilkonstruktionen
sind den Fachleuten in der Technik wohlbekannt.
-
Die
Kautschukzusammensetzungen für
die meisten Komponenten eines Reifens sind typischerweise mit einer
beträchtlichen
Menge Carbon Black-Verstärkungsfüllmittel
verstärkt
und haben dadurch einen relativ niedrigen spezifischen elektrischen
Widerstand zur Dissipation von statischer Elektrizität zur Straße von einem bewegenden Fahrzeug,
das solche Reifen anwendet. Man glaubt, dass solches Phänomen den
Fachleuten in solcher Technik wohlbekannt ist.
-
Manchmal
ist es jedoch erwünscht,
eine Lauffläche
aus einer Kautschukzusammensetzung zu verschaffen, die eine beträchtliche
Menge relativ elektrisch nichtleitenden Verstärkungsfüllmittels, wie beispielsweise
ausgefälltes
Silika, und dadurch nur eine kleinere Menge Carbon Black-Verstärkung enthält. Eine
solche Lauffläche
hat einen relativ hohen spezifischen elektrischen Widerstand und
hat daher einen Widerstand gegen Dissipation fahrzeuggenerierter
statischer Elektrizität
durch den Reifen zur Straße.
In der Praxis kann die Kautschukzusammensetzung mit relativ hohem
spezifischem elektrischem Widerstand die einheitliche Lauffläche, das
Laufflächenoberteil
und/oder das Laufflächenunterteil
sein. Man glaubt, dass solches Phänomen den Fachleuten in solcher
Technik wohlbekannt ist.
-
Es
sind verschiedene Verfahren zur Bereitstellung von Pfaden verringerten
elektrischen Widerstands zur Außenfläche eines
Laufflächenoberteils
vorgeschlagen worden. Siehe beispielsweise US-A- 1,797,545; 2,267,503
und 2,641,294; und die folgenden Patentveröffentlichungen: FR-A-1,198,271;
1,251,273; 1,279,913 und 1,546,488; DE-A-44 17914; CH-A-597,008
und JP-A-57-194109
und 1-293208.
-
Dementsprechend
ist es, für
eine Reifenlaufflächenkonstruktion,
wo die einheitliche Laufflächenzusammensetzung,
oder Kautschukzusammensetzung von Laufflächenoberteil und/oder Laufflächenunterteil, einen
relativ hohen spezifischen elektrischen Widerstand hat, wünschenswert,
einen geeigneten Pfad relativ niedrigen elektrischen Widerstands
von der Außenseite
der Reifenlauffläche
zur Innenseite der Reifenlauffläche,
oder im Fall eines Reifens mit Laufstreifenoberteil-/unterteilkonstruktion,
zur Innenseite des Laufflächenoberteils
oder Laufflächenunterteils,
je nachdem, zu verschaffen.
-
EP-A-787
604 offenbart einen Luftreifen mit einer Lauffläche mit einem elektrisch leitenden
Polymerstreifen als Einsatz. Der Polymerstreifen erzeugt einen elektrisch
leitenden Pfad von der Außenseite
der Lauffläche
zur Reifenkarkasse.
-
FR-A-2285258
offenbart einen Luftreifen mit flexiblen Filamenten, die fadenartig
durch die Lauffläche geheftet
sind, um einen elektrisch leitenden Pfad zu verschaffen.
-
Wie
hierin verwendet, werden die Begriffe "im Wesentlichen, oder quantitativ, mit
Verstärkungsfüllmitteln
verstärkt,
die elektrisch relativ nichtleitend sind, wie beispielsweise Silika" und dergleichen
im allgemeinen in Zusammenhang mit einer Reifenlaufflächen oder
einem Laufflächenoberteil
und/oder Laufflächenunterteil im
Fall einer Lauffläche
oder einer Laufstreifenoberteil-/-unterteilkonstruktion verwendet,
die 30 bis 100, manchmal bevorzugt 30 bis 90 ThK, elektrisch nichtleitenden
Füllmittels
und nur eine minimale Menge, falls überhaupt, Carbon Black enthält, wobei
das Carbon Black in nicht mehr als 20 ThK vorhanden ist. Manchmal kann
das Verhältnis
von nichtleitendem Füllmittel
zu Carbon Black zumindest 2:1 und manchmal sogar zumindest 10:1
betragen.
-
Mit
dem Begriff "Carbon
Black"-verstärkt ist
gemeint, dass die Kautschukkomponenten aus dem Reifenkarkassen kautschuk,
die Carbon Black-verstärkt
sind, eine quantitative Menge Carbon Black-Verstärkung enthalten, normalerweise
zumindest 25 ThK, und eine minimale Menge, falls überhaupt,
relativ elektrisch nichtleitenden Verstärkungsfüllmittels, wie beispielsweise
Silika. Das Gewichtsverhältnis
von Carbon Black zu solch nichtleitendem Füllmittel könnte beispielsweise zumindest
5:1 betragen.
-
Eine
Aufstandsfläche
einer Reifenlauffläche
ist derjenige Teil der Lauffläche,
der mit dem Boden in Kontakt kommen soll, wenn in Gebrauch. Solche
Aufstandsfläche,
soweit es die Beschreibung dieser Erfindung betrifft, bezieht sich
auf die Reifenlauffläche,
ob der Reifen auf einer Felge oder an einem Fahrzeug unter Belastungsbedingungen
aufgezogen ist oder nicht.
-
Der
Begriff "ThK", wie hierin verwendet,
und gemäß konventioneller
Praxis, bezieht sich auf "Teile
eines jeweiligen Materials pro 100 Gewichtsanteile Kautschuk". In der hierin vorliegenden
Beschreibung werden Kautschuk, Gummi und Elastomer austauschbar
benutzt.
-
In
der hierin vorliegenden Beschreibung kann der Begriff "vulkanisiert" oder "vulkanisierbar" gelegentlich austauschbar
mit den Begriffen "ausgehärtet" und "aushärtbar" benutzt werden.
-
Zusammenfassung
und Praxis der Erfindung
-
In Übereinstimmung
mit dieser Erfindung wird ein Prozess zur Herstellung eines Reifens
gemäß Anspruch
1 verschafft.
-
Die
eingehefteten Filamente können
als eine Serie individueller, getrennter, nicht verbundener offener Filamentschlaufen
beschrieben werden, die sich in Umfangsrichtung um die Reifenlauffläche erstrecken
und die beispielsweise durch Einheften einer Vielzahl von Fasern
von der Innenseite des unvulkanisierten Laufflächenmaterials zur Außenseite
der Lauffläche
erzeugt werden können;
wobei die offenen Enden einer Filamentschlaufe an der Aufstandsfläche der
mittels einer Form geformten und vulkanisierten Reifenlauffläche, die
mit der Straße
in Kontakt kommen soll, enden.
-
Solches
Einheften des Filaments kann beispielsweise mit einer Heftpistole
oder anderen geeigneten Maschine, die einem Fachmann in solcher
Technik wohlbekannt wäre,
vollzogen werden.
-
Ein
signifikanter Aspekt des Prozesses des Einheftens des Filaments
durch das unvulkanisierte Laufflächenmaterial
ist, dass das Einheften spezifisch an einer gewünschten Stelle in dem Laufflächenmaterial
plaziert oder positioniert werden kann, die möglicherweise zu einer Profilrippe
oder einem Profilstollen wird, die bzw. der dazu entworfen ist,
mit dem Boden in Kontakt zu kommen.
-
Dementsprechend
wird ein Prozess verschafft, wobei das Einheften des Filaments in
dem Laufflächenmaterial
positioniert wird, indem die Krampenplazierung mit einem vorbestimmten
Standort einer Reifenprofilrippe oder eines Reifenprofilstollens
indiziert wird, die dazu entworfen sind, mit dem Boden in Kontakt
zu kommen und gebildet zu werden, wenn die Reifenkarkassen- /Laufflächenmaterialeinheit
mittels einer Form geformt und ausgehärtet wird.
-
In
einem Aspekt der Erfindung kann der relativ isolierende (hoher spezifischer
Widerstand) Kautschukzusammensetzungsteil besagter Lauffläche 30 bis
100 ThK elektrisch nichtleitender Verstärkungsfüllmittel enthalten, wie beispielsweise
ausgefälltes
Silika, und ab Null, oder 5 ThK bis 20 ThK, Carbon Black.
-
In
einem Aspekt ist es manchmal zu bevorzugen, dass, für die relativ
elektrisch isolierende (hoher spezifischer Widerstand) Kautschukzusammensetzung
der Reifenlauffläche,
das Gewichtsverhältnis
von Silika zu Carbon Black, wenn Carbon Black verwendet wird, zumindest
1,2:1 und vorzugsweise zumindest 2:1, und manchmal zumindest 10:1
beträgt.
-
Für das Filament
in dieser Erfindung können
verschiedene Materialien verwendet werden, solange es elektrisch
leitend ist. Beispielsweise kann solches Filament aus verschiedenen
Metallen (oder Legierungen davon) bestehen, wie beispielsweise Kupfer,
Stahl, messingbeschichteter Stahl und kupferbeschichteter Stahl sowie
Kohlenstofffaser-Kompositmaterialien. Es kann auch in Form eines
aus solchen Metallen bestehenden Drahts vorliegen.
-
Das
Filament kann ein Monofilament sein oder es kann aus einer verdrillten
(gezwirnten) Vielzahl von Filamenten bestehen. Solches Filament
bzw. Filamente können
zumindest eine Metallkomponente enthalten.
-
Beispielsweise
kann es ein elektrisch leitender Metalldraht als ein Monofilament
oder aus einer Vielfalt verdrillter Metallfilamente sein.
-
Der
WDK 110-Test ist ein Verfahren zum Messen des elektrischen Widerstandes
eines auf einer elektrisch leitenden Metallfelge (d.h. einer Stahlfelge)
aufgezogenen Reifens. In dem Test wird die Aufstandsfläche der
Reifenlauffläche
gegen eine elektrisch leitende Metallplatte (d.h. eine Stahlplatte)
gepresst. Platte und Felge sind mittels Kupferdrähten an ein Instrument angeschlossen.
Eine Spannung wird angelegt, und der elektrische Widerstand zwischen
Platte und Felge wird von einem Ohmmeter an dem Instrument abgelesen.
Ein Verweis auf den WDK 110-Test findet sich in WDK Leitlinien Index
(Mai 1998).
-
Wie
hierin vorangehend ausgeführt,
kann das Filament (d.h. Draht) mittels verschiedener Verfahren durch
die Laufflächenkonstruktion
geheftet werden, und es ist wünschenswert,
dass das Filament durch eine geeignete automatisierte Maschine mechanisch
eingeheftet wird, üblicherweise
von der Innenseite der Laufflächenkonstruktion
her.
-
Ohne
darauf beschränkt
zu sein, können
verschiedene dienbasierte Elastomere und Kombinationen davon in
den Reifenlaufflächenkonstruktionskomponenten
(d.h. der einheitlichen Reifenlauffläche, dem Laufstreifenoberteil
und Laufstreifenunterteil) verwendet werden.
-
Solche
dienbasierten Elastomere können
Homopolymere und Copolymere konjugierter Dienkohlenwasserstoffe
und Copolymere konjugierter Diene und aromatischer Vinylverbindungen,
wie beispielsweise Styrol und Alphamethylstyrol, umfassen. Repräsentativ
für verschiedene
Diene sind beispielsweise Isopren und Butadien. Repräsentativ
für verschiedene
Elastomere sind beispielsweise Cis-1,4-Polyisopren (natürlich und
synthetisch), Cis-1,4-Polybutadien, Styrol-/Butadien-Copolymere als durch
Emulsionspolymerisation hergestellte Copolymere und als durch organische
Lösungsmittellösung hergestellte
Copolymere, Isopren-/Butadien-Copolymere,
Styrol-/Isopren-Copolymere, 3,4-Polyisopren,
relativ hoch-vinylhaltiges Polybutadien mit einem Vinylgehalt von
30 bis 85 Prozent, und Styrol-/Isopren-/Butadien-Terpolymere.
-
In
der Praxis kann der Reifen zum Teil durch Aufbauen eines extrudierten
Laufflächenmaterials
auf eine Kautschukreifenkarkasse konstruiert werden. Solcher Konstruktions-
und Bauprozess sind den Fachleuten in solcher Technik wohlbekannt.
-
Die
Reifeneinheit wird in einer geeigneten Form unter Bedingungen erhöhter Temperatur
beispielsweise in einem Bereich von 140°C bis 180°C vulkanisiert.
-
Das
eingeheftete elektrisch leitende Filament (d.h. ein elektrisch leitender
Metalldraht) durch zumindest eine Reifenlaufflächenkomponente verschafft einen
Pfad relativ niedrigen elektrischen Widerstands im Vergleich zu
einer Reifenlauffläche
mit relativ hohem elektrischem Widerstand und somit einen Pfad zur
Dissipation statischer Elektrizität zwischen dem Boden und dem
Reifenwulstbereich und von daher der Metallfelge des Fahrzeugrades,
worauf der Reifen aufgezogen sein kann.
-
In
der Praxis, nachdem die Außenseite
der Reifenlauffläche
bei deren Nutzung im Gebrauch verschlissen wird, sodass ein Teil
des elektrisch leitfähigen
Filaments ebenfalls zumindest teilweise weggeschlissen ist, wird
der Pfad zur Dissipation statischer Elektrizität hierin als durch den freiliegenden
Teil bzw. Teile des restlichen Filaments an der Außenseite
der Lauffläche
aufrechterhalten betrachtet, sodass zumindest ein Teil der Filamentenden
in der Lage ist, während
des Kontakts der Reifenlauffläche
mit dem Boden während
der Rotation des Reifens den Boden zu berühren.
-
Die
begleitenden Zeichnungen sind zum weiteren Verständnis der Erfindung vorgesehen,
obwohl nicht beabsichtigt ist, dass die Erfindung auf die Darstellung
der Zeichnungen begrenzt ist.
-
In den Zeichnungen
-
1 ist
eine perspektivische Querschnittsansicht eines Reifenlaufflächenmaterialkomposits
von Laufstreifenoberteil- und Laufflächenunterteilkomponenten zusammen
mit einem elektrisch leitenden Filament (d.h. für dieses Beispiel einem Kupferdraht),
das durch das Laufflächenmaterial
geheftet ist. Es versteht sich, dass alternativ das Laufflächenmaterial
aus einer einheitlichen Kautschukzusammensetzung sein kann statt aus
einer Laufstreifenoberteil-/-unterteilkonstruktion.
-
2 ist
eine perspektivische Querschnittsansicht eines mittels einer Form
geformten und vulkanisierten Reifens mit einer Lauffläche mit
einer Rippen- und Rillengestaltung mit einer Laufstreifenoberteil-/-unterteilkonstruktion
zusammen mit dem durch das Laufflächenmaterial gehefteten Filament
(Draht). Es versteht sich, dass alternativ das Laufflächenmaterial aus
einer einheitlichen Kautschukzusammensetzung sein kann statt aus
einer Laufstreifenoberteil-/-unterteilkonstruktion.
-
3 stellt
einen Querschnitt des Laufflächenmaterials
dar, genommen an Schnitt 3A-3A von 1, wobei 3 das
Heften des Filaments (Draht) durch das Laufflächenmaterial abbildet.
-
Bezugnehmend
auf die Zeichnungen ist ein Querschnitt unvulkanisierten Kautschuk-Laufflächenmaterials
(1) gezeigt, das Teile aufweist, die, nach dem Bauen des
Reifens und beim Formen und Vulkanisieren des Reifens in einer geeigneten
Form, ein Laufflächenoberteil
(2) werden, das, für
diese beispielhafte Zeichnung, einen hohen elektrischen Widerstand
hat und normalerweise entworfen ist, um mit dem Boden in Kontakt zu
kommen, ein Laufflächenunterteil
(3) (wenn das Reifenlaufflächenmaterial nicht aus einer
einheitlichen Kautschukzusammensetzung besteht), das unter der Lauffläche liegt,
und Laufflächenflügel (4),
oder was manchmal als "Miniflügel" bezeichnet wird,
außenbords
von sowohl Laufstreifenoberteil (2) als auch Laufstreifenunterteil
(3), und die einen Teil der Seitenwand (5) überlappen.
Es versteht sich, dass, alternativ, die Seitenwand (5)
die Außenseite
der Miniflügel
(4) überlappen
kann, obwohl für
die Zwecke dieser Erfindung eine solche Konstruktion nicht bevorzugt
wird.
-
Der
Draht (6) ist gezeigt als durch den Körper des Laufflächenmaterials
(1) und somit durch sowohl das Laufflächenunterteil (3)
als auch das Laufflächenoberteil
(2) geheftet, zu Krampen, deren Enden an der Außenseite
der Reifenlauffläche
enden. (3).
-
Zum
Einheften des Drahts durch das Laufflächenmaterial ist der Draht
(6) als von der Innenseite (10) der Laufflächenkonstruktion
eingeheftet gezeigt, sodass die Enden des Drahts (11) zur
Außenseite
(8) des Laufflächenoberteils
(2) hin freiliegen, um eine Serie unverbundener offener
Schlaufen aus dem Draht (6) zu bilden. Es wird hierbei
erwogen, dass der Draht (6) sich nicht über einen Teil der vorgenannten
Außenseite
(8) erstreckt, sondern dass individuelle, unverbundene,
offene Schlaufen gebildet werden, worin nur die Enden des Drahts
sich zur Außenseite
(8) des Laufflächenmaterials
(2) erstrecken.
-
Auf
diese Weise, und für
dieses Beispiel, wird gezeigt, dass der eingeheftete Draht einen
elektrisch leitenden Pfad relativ niedrigen spezifischen elektrischen
Widerstands von der Außenseite
(8) des Laufflächenoberteils
(2) von relativ hohem spezifischem elektrischem Widerstand
zur Innenseite des Laufflächenunterteils
(10) verschafft.
-
Während die
Miniflügel
(4) in 1 als individuelle Kautschukkomponenten
aus dem Laufflächenmaterial
(1) abgebildet sind, versteht es sich, dass die Miniflügel (4)
eigentlich eine einstückige
Verlängerung
und dieselbe Kautschukzusammensetzung des Laufflächenunterteils (2)
sein können.
-
Es
ist zu würdigen,
dass das Laufflächenoberteil
(2) von 1 im Wesentlichen mit relativ
nichtleitendem Verstärkungsfüllmittel
verstärkt
ist, wie beispielsweise, obwohl nicht darauf beschränkt, Silika,
nämlich
für diese
Zeichnung 20 bis 90 ThK nichtleitenden Verstärkungsfüllmittels, mit nur einer kleineren
Menge Carbon Black (d.h. 20 oder weniger ThK).
-
Somit
hat das Laufflächenoberteil
(2) einen relativ hohen spezifischen elektrischen Widerstand
und dadurch verschafft der eingeheftete Draht (6) einen
Pfad verringerten spezifischen elektrischen Widerstands durch das
Laufflächenmaterial
(1).
-
Für die Laufflächenkonstruktion
dieses Beispiels können
alle Laufflächenkomponenten,
nämlich
das Laufflächenunterteil
(2), das Laufflächenoberteil
(1) und die Miniflügel
(4) in genereller Praxis beispielsweise in einem Multiplex-Extruder
co-extrudiert werden, um das Laufflächenstreifen-Kompositmaterial
(1) zu bilden.
-
Die
Reifenkonstruktion wird in einer geeigneten Form geformt und vulkanisiert,
um einen Reifen (12) zu bilden, wobei die Enden des eingehefteten
Drahts (6) an der Außenseite
einer Rippe (13) des Laufflächenoberteils (2)
enden, wobei ein Beispiel der gehefteten Version in 2 gezeigt
ist.
-
Wenn
der Reifen, nachdem er auf einer geeigneten elektrisch leitenden
starren Metallfelge aufgezogen und aufgeblasen wurde, und die Felge
auf einem Rad eines Fahrzeugs aufgezogen wurde, über den Boden rollt, so wird,
durch den vorgenannten eingehefteten Draht (6), wenn er
mit der Straße
in Kontakt kommt, ein Pfad zur elektrischen Dissipation zwischen
der Felge zur Außenseite
(8) der Rippe (13) des Laufflächenoberteils (2)
und dadurch dem Boden erzeugt.
-
Es
wird erwogen, dass, wenn die Außenseite
des Laufflächenoberteils
(2) an den äußeren, mit
dem Boden in Kontakt kommenden Oberflächen der Profilrippe (13)
abschleißt,
auch ein Teil des Drahts (6) abschleißt, wobei noch stets ein Teil
des Drahts (6) belassen wird, um mit der Straßenoberfläche in Kontakt
zu kommen.
-
In
der Praxis kann das Filament an Kundenwünsche angepasst werden, indem
seine Durchmesser variiert werden, und durch Auswahl verschiedener
Metalle, verschiedener Flexibilitäten und Kompatibilitäten mit den
Kautschukzusammensetzungen, wie auch verschiedene spezifische elektrische
Widerstände,
etwas abhängig
von den Kautschukzusammensetzungen selbst und der beabsichtigten
Verwendung und Nutzung der Reifenlauffläche selbst.
-
Es
wird hierin als eine signifikante Neuheit betrachtet, dass das Konzept
des Einheftens des elektrisch leitenden Filaments durch das Laufflächenmaterial
keine signifikanten Einbußen
an Reifenlaufflächenmaterial-Extrusionsfähigkeiten
einbringt, minimale, falls überhaupt,
Kompromisse für
die Reifenlaufflächenkautschukzusammensetzungen
und ohne komplizierte zusätzliche
Reifenbauschritte (Aufbau des Reifens auf die Reifenkarkasse).
-
Ein
weiterer Aspekt der Neuheit dieser Erfindung ist, dass sie eine
Flexibilität
in sowohl der Positionierung des eingehefteten Filaments in vorgeschriebene
Stellen über
die Breite der Lauffläche
als auch in Umfangsrichtung um den Außenumfang der Lauffläche ermöglicht.
-
In
der Praxis, während
verschiedene elektrisch nichtleitende Verstärkungsfüllmittel für die Reifenlaufflächenkomponente(n)
verwendet werden können, ist
Silika beispielhaft für
solche Füllmittel,
obwohl es sich versteht, dass es nicht beabsichtigt ist, dass die
Praxis dieser Erfindung auf Silikas als das einzige geeignete nichtleitende
Verstärkungsfüllmittel
beschränkt
ist.
-
Repräsentativ
für Silikafüllmittel,
als Beispiel und nicht einschränkend
gedacht, sind ausgefällte
Silikas. Die Verwendung solcher Silikas bei der Verstärkung von
Kautschukzusammensetzungen ist den Fachleuten in solcher Technik
wohlbekannt.
-
Repräsentativ
für verschiedene
ausgefällte
Silikas sind die, beispielsweise und ohne Einschränkung, von
PPG Industries unter dem Markennamen Hi-Sil mit Bezeichnungen 210, 243 usw.
erhältlichen;
von Rhone-Poulenc
erhältliche
Silikas wie beispielsweise Zeosil 1165 MP und von der Degussa AG
mit Bezeichnungen wie beispielsweise VN2, VN3 und BV3370GR, und
von J. M. Huber als Zeopol 8746 erhältliche Silikas.
-
Wenn
Silikaverstärkung,
insbesondere quantitative Silikaverstärkung, für eine Kautschukreifenlauffläche erwünscht ist,
wird konventionellerweise partikelförmiges ausgefälltes Silika
mit einem Kopplungsmittel, oder dasjenige, worauf manchmal als "Silikakoppler" verwiesen wird,
verwendet.
-
Verbindungen,
die in der Lage sind, sowohl mit der Silikaoberfläche als
auch dem Kautschukelastomermolekül
zu reagieren, auf eine Weise, dass das Silika veranlasst wird, einen
Verstärkungseffekt
auf den Kautschuk zu haben, sind den Fachleuten in solcher Technik
allgemein bekannt, da Kopplungsmittel oder Koppler oft verwendet
werden.
-
Zahllose
Kopplungsmittel werden zur Anwendung bei der Kombination von Silika
und Kautschuk gelehrt, wie beispielsweise Silankopplungsmittel,
die eine Polysulfidkomponente oder -struktur umfassen, wie beispielsweise
Bis-(3-Trialkoxysilylalkyl)polysulfide, wo die Alkylradikale der
Alkoxygruppen vorzugsweise aus Methyl- und Ethylradikal gewählt werden,
die Alkylradikale für
die Silylalkylkomponente vorzugsweise aus Ethyl-, n-Propyl- und
Butylradikalen gewählt
werden.
-
Der
Reifen kann mittels verschiedener Verfahren gebaut, geformt, mittels
einer Form geformt und ausgehärtet
werden, die den Fachleuten in solcher Technik leicht deutlich werden.
-
Die
Erfindung kann unter Verweis auf die nachfolgenden Beispiele besser
verstanden werden, worin die Anteile und Prozentsätze gewichtsbezogen
sind, wenn nicht anderweitig angedeutet.
-
BEISPIEL I
-
Dieses
Beispiel wird vorgelegt, um ein Konzept der Erfindung zu illustrieren.
-
Die
Proben A und B, wobei Probe A eine Kontrolle ist, sind ein co-extrudiertes
Laufflächenmaterial
von Laufstreifenoberteil-/-unterteilkonstruktion und entsprechende
Kautschuk-Luftreifen (A und B) von Typ und Größe 265/35R18 mit solchen Laufflächenmaterialien.
Alle Reifen haben identische Carbon Black-verstärkte Kautschukkarkassen mit
zugehörigen
Wülsten
und Seitenwänden.
-
Alle
Laufflächen
haben dieselbe vulkanisierte Laufflächengestaltung, oder Oberflächenkonfiguration, von
Stollen und Rillen.
-
Insbesondere
und für
dieses Beispiel haben die Reifen A und B eine Laufflächenkonstruktion,
bestehend aus einer Co-Extrusion von (i) einem Laufflächenoberteil
und (ii) einem Laufflächenunterteil;
wobei der Laufstreifenoberteilkautschuk quantitativ mit Silika verstärkt ist
und eine minimale Menge Carbon Black enthält und wobei das Laufstreifenunterteil
quantitativ mit Carbon Black verstärkt ist.
-
Eine
Vielfalt von Krampen aus einem elektrisch leitenden Monofilament
ist durch die Probe B, von deren Innenseite her, geheftet, wobei
die Enden des Filaments an der Außenseite der Probe B beendet
und freiliegend belassen werden, bevor die Probe B auf eine Reifenkarkasse
aufgebaut wird, gleichartig 3.
-
Das
Filament hat einen Durchmesser von 0,1 bis 0,5 Millimetern.
-
Alle
Reifen haben, nach der Vulkanisation in einer geeigneten Form, eine
Lauffläche
mit einer Rippen- und Rillenkonfiguration und die Krampen sind in
der Laufflächenrippe
positioniert.
-
Auf
diese Weise wird mittels der Krampen ein Pfad verringerten elektrischen
Widerstands von der Außenseite
der Lauffläche
(d.h. der Laufflächenrippe)
zu der Innenseite der Lauffläche,
und dadurch zu einer Carbon Black-verstärkten Reifenkarkasse, die die
Lauffläche
trägt,
verschafft.
-
Die
Zusammensetzung für
das Laufflächenoberteil
enthält
die in der nachfolgenden Tabelle 1 gezeigten Materialien. Das Laufflächenunterteil
besteht aus Naturkautschuk, Cis-1,4-Polybutadien und ist mit Carbon Black
verstärkt.
-
Die
vorgenannten co-extrudierten Laufflächen werden auf geeignete Weise
auf die Reifenkarkassen aufgebaut und die Einheit davon wird in
einer Reifenform auf einer Temperatur von 160°C 15 Minuten lang vulkanisiert,
um ausgehärtete
Luftreifen mit Laufflächenkonfigurationen
aus Rippen und Rillen zu bilden.
- 1) Durch Emulsionspolymerisation hergestelltes
SBR von The Goodyear Tire & Rubber
Company mit einem Styrolgehalt von 40 Prozent.
- 2) Isopren-/Butadien-Copolymerelastomer mit einer Tg von –45°C und einem
Isoprengehalt von 50 Prozent, ein Produkt von The Goodyear Tire & Rubber Company.
- 3) Cis-1,4-Polybutadienkautschuk, als BUDENE® 1207
von The Goodyear Tire & Rubber
Company erhältlich.
- 4) Naturkautschuk (Cis-1,4-Polyisopren).
- 5) Kautschukverarbeitungsöl
als 9,4 Anteile in dem E-SBR
darstellend, wo die Menge an E-SBR oben mit einem Trockengewicht
(ohne das Öl)
angegeben ist, und zusätzlich
werden 15 Teile zusätzliches
Kautschukverarbeitungsöl,
Weichmacher, Harze und Wachse zugesetzt.
- 6) vom Di-Arylparaphenylendiamin- und Dihydrotrimethylchinolintyp.
- 7) Ein Silika, erhältlich
als Zeosil 1165 MP von Rhone-Poulenc.
- 8) Erhältlich
als Bis-(3-Triethoxysilylpropyl)-tetrasulfid
(50% aktiv), kommerziell erhältlich
als X50S von der Degussa AG als ein 50:50-Gemisch des Tetrasulfids
mit N330 Carbon Black (somit als 50% aktiv angesehen).
-
Es
wird hierin in Betracht gezogen, dass demonstriert wird, dass ein
Pfad verringerten elektrischen Widerstands durch eine Reifenlauffläche durch
die Verwendung von Krampen aus einem elektrisch leitenden Filament
verschafft werden kann.