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Hintergrund der Erfindung
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1. Gebiet der Erfindung
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Die
vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Hochfrequenzschaltungsvorrichtung,
wie beispielsweise einen Wellenleiter oder einen Resonator, die
zwei parallele planare Leiter aufweist, und ein Kommunikationsgerät, das eine
derartige Hochfrequenzschaltungsvorrichtung verwendet.
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1. Beschreibung der verwandten
Technik
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Eine
Vielfalt von Übertragungsleitungen kann
bei Geräten
verwendet werden, die in dem Mikrowellenband und dem Millimeterwellenband
wirksam sind. Die folgenden Übertragungsleitungen
sind typischerweise verfügbar:
(i) eine geerdete koplanare Leitung, die aus einer dielektrischen
Platte gebildet ist, wobei eine Seite allgemein mit einer Masseelektrode
beschichtet ist und die andere Seite eine koplanare Leitung an derselben
aufweist; (ii) eine geerdete Schlitzleitung, die aus einer dielektrischen
Platte gebildet ist, wobei eine Seite mit einer Masseelektrode beschichtet
ist und die andere Seite einen Schlitz aufweist; und (iii) eine
planare dielektrische Leitung, die aus einer dielektrischen Platte
gebildet ist, wobei beide Seiten Schlitze aufweisen.
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Jede
der obigen Übertragungsleitungen weist
gewöhnlich
zwei parallele planare Leiter auf. Wenn ein elektromagnetisches
Feld durch Eingangs- und Ausgangsabschnitte und Biegeabschnitte
der Übertragungsleitung
gestört
wird, wird eine Störmodenwelle
(auch einfach als ein „Störmode" bezeichnet), wie
beispielsweise eine Parallelplattenmodenwelle, bewirkt und bewegt
sich zwischen den zwei parallelen plana ren Leitern. Aus diesem Grund
beeinflussen sich die Leckstörmodenwellen
zwischen benachbarten Leitungen gegenseitig, was das Problem von
Lecksignalen präsentiert.
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38 stellt
den Hauptübertragungsmode einer
geerdeten koplanaren Leitung und die Verteilung eines elektromagnetischen
Parallelplatte-Mode-Felds dar, das zusammen mit demselben erzeugt wird.
Wie es gezeigt ist, ist die Unterseite einer dielektrischen Platte 20 allgemein
mit einer Elektrode 21 beschichtet und weist die obere
Oberfläche
der dielektrischen Platte einen Streifenleiter 19 und eine Elektrode 22 auf.
Die Elektroden 21 und 22 dienen als Masseelektroden
und die geerdete koplanare Leitung ist somit aus den Elektroden 21 und 22,
der dielektrischen Platte 20 und dem Streifenleiter 19 gebildet.
Bei einer derartigen geerdeten koplanaren Leitung kann das elektromagnetische
Feld bei den Kanten desselben gestört sein, derart, dass ein elektrisches
Feld in eine Richtung senkrecht zu den Elektroden 21 und 22 eingerichtet
ist und ein elektromagnetisches Parallelplattenmodenfeld auftritt,
wie es gezeigt ist. Durchgezogene Linien mit Pfeilspitzen stellen
das elektrische Feld dar, gestrichelte Linien stellen das Magnetfeld
dar und Strichpunktlinien mit zwei Punkten stellen die Verteilung
von Strömen
dar.
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Um
die Ausbreitung einer derartigen ungewollten Modenwelle zu steuern,
sind herkömmlicherweise
Durchgangslöcher
entlang beiden Seiten einer Übertragungsleitung
mit einem Abstand vorgesehen, der kürzer als die Wellenlänge einer Übertragungsmodenwelle
ist, wodurch eine obere und eine untere Elektrode, die an der oberen
und der unteren Fläche einer
dielektrischen Platte angeordnet sind, verbunden werden.
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Die
Durchgangslöcher,
die entlang der Ausbreitungsrichtung zum Verbinden der oberen und
der unteren Elektrode angeordnet sind, dienen als eine Wand (hierin
im Folgenden als eine „elektrische
Barriere" bezeichnet),
die die Ausbrei tung der Parallelplattenmodenwelle blockiert. In
einem Hochfrequenzbereich jedoch, wie beispielsweise dem Millimeterwellenband,
muss die dielektrische Platte dünn sein,
um die Erzeugung von Oberschwingungsmodenwellen zu steuern, und
die Intervalle zwischen den Durchgangslöchern müssen extrem kurz sein. Dies
betrifft eine hohe Verarbeitungsgenauigkeit bei der Herstellung
der Schaltungsvorrichtung.
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Wenn
keine Durchgangslöcher
in der dielektrischen Platte angeordnet sind, ist die dielektrische Platte,
die Elektroden an derselben aufweist, gänzlich in einem Grenzwellenleiter
gehäust.
In einem derartigen Fall müssen
jedoch die Abmessungen des Grenzwellenleiters gleich oder kleiner
als die Hälfte der
Leiterwellenlänge
sein und die Abmessungsanforderungen des Wellenleiters werden strikter.
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Ein
Abschnitt der Elektrode, bei dem die Störmodenwelle leckt, kann teilweise
weggeschnitten sein, um eine Wand zu bilden (hierin im Folgenden
als eine „magnetische
Wand" bezeichnet),
um die Ausbreitung der Störmodenwelle
zu blockieren. Diese Anordnung stellt ein neues Problem dar, weil der
ausgeschnittene Abschnitt der Elektrode etwa wie ein Resonator wirkt.
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In
der Veröffentlichung „Resonant
Phenomena in Conductor-Backed
Coplanar Waveguide (CBCPW)",
MICROWAVE SYMPOSIUM DIGEST, 1993, IEEE, MTT-S International Atlanta
14 bis 18, Juni 1993, New York, NY, USA, IEEE US, 14. Juni 1993 (1993-06-14), Seiten 1199–1202, EX010068412
ISBN: 0-7803-1209-0,
ist eine Untersuchung offenbart, die Resonanzphänomene bei leiterunterstützten koplanaren
Wellenleitern (CBCPW; CBCPW = conductor-backed coplanar waveguide)
betrifft. Es ist hierin gezeigt, dass durch ein Verwenden einer
koplanaren Wellenleiterstruktur, die zwei Schlitze in der CBCPW-Durchgangsleitung
umfasst, die in einem von zwei planaren Leitern gebildet sind, eine
Verschiebung der Resonanzfrequenz des leiterunterstützten koplanaren
Wellenleiters erreicht werden kann.
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Die
US 4,383,227 offenbart eine
aufgehängte
Mikrostreifenschaltung für
die Ausbreitung eines Ungerade-Welle-Mode. Die aufgehängte Mikrostreifenschaltung
weist einen ersten und einen zweiten Streifenleiter auf, die an
einem Substrat vorgesehen sind, wobei der zweite Streifenleiter
parallel zu dem ersten Streifenleiter ist und mit demselben gekoppelt ist.
Ein Wellenphänomen
kann sich durch das Leiterpaar in einem ungeraden Mode ausbreiten.
Der Metallkasten, der die Mikrowellenschaltung aufnimmt, kann nun
viel größer sein
und weist strukturierte Metallebenen auf, die quadratische Abschnitte
einer guten elektrischen Leitfähigkeit
umfassen, die durch ein Netzwerk von Leitern aus einem Material
getrennt sind, das eine schlechte elektrische Leitfähigkeit
aufweist.
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Die
EP 0 553 969 A1 offenbart
eine koplanare Übertragungsstruktur,
die eine koplanare Übertragungsleitung
aufweist, die an einer Oberfläche
eines Substrats gebildet ist, und ein verlustreiches Widerstandsmaterial,
das an der gegenüberliegenden Oberfläche des
Substrats gebildet ist, zum Unterdrücken von elektromagnetischen
Störmoden,
die sich durch das Substrat ausbreiten. Das verlustreiche Widerstandsmaterial
kann Nickelchrom oder dergleichen sein und wird unter Verwendung
einer Dünn- oder
Dickfilmverarbeitung auf dem Substrat strukturiert.
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Es
ist eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Hochfrequenzschaltungsvorrichtung
zu schaffen, die die Ausbreitung der Störmodenwellen, wie beispielsweise
von Parallelplattenmodenwellen, blockiert, während dieselbe frei von dem
oben beschriebenen Problem ist, das der elektrischen Wand von Durchgangslöchern und
der magnetischen Wand des Ausschnittabschnitts einer Elektrode zugeordnet ist.
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Diese
Aufgabe wird durch eine Hochfrequenzvorrichtung gemäß Anspruch
1 gelöst.
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Wenn
das elektromagnetische Feld an einem Streifenleiter gestört ist und
Elektroden auf beiden Seiten des Streifenleiters in einer geerdeten
koplanaren Leitung angeordnet sind, bewegen sich elektromagnetische
Störmodenwellen,
wie beispielsweise eine Parallelmodenwelle, zwischen den zwei parallelen
Elektroden und erreichen die Grenze einer Elektrodenstruktur. Da
die Konfiguration der Übertragungsleitung
sich jenseits der Grenze verändert,
wird ein Abschnitt der elektromagnetischen Welle von der Grenze
reflektiert. Die elektromagnetische Welle ist bei dem Diskontinuitätsabschnitt
der Elektrodenstruktur, als der Übertragungsleitung,
gestört
und wird in einen Mode umgewandelt, der durch die Übertragungsleitungskonfiguration übertragen
wird. Somit wird eine Modenumwandlung durchgeführt. Die vorliegende Erfindung
nutzt diese Operation aus. Eine Schaltung ist angeordnet, um einen
Mode zu reflektieren, in den der Störmode, wie beispielsweise der Parallelplattenmode
umgewandelt wird, wodurch die Ausbreitung der Störmodenwellen über die
Schaltung hinaus blockiert wird.
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Eine
Hochfrequenzschaltungsvorrichtung der vorliegenden Erfindung umfasst
zumindest zwei planare Leiter und eine Schaltung zum Anregen einer elektromagnetischen
Welle zwischen den zwei planaren Leitern. Eine Störmodenausbreitungsblockierschaltung,
die eine Leiterstruktur umfasst, die die Ausbreitung einer Störmodenwelle
durch ein Gekoppeltsein mit der Störmodenwelle blockiert, die
sich zwischen den zwei planaren Leitern bewegt, ist in zumindest
einem der zwei planaren Leiter angeordnet. Die Störmodenausbreitungsblockierschaltung
ist mit der Störmodenwelle
gekoppelt, die sich zwischen den zwei planaren Leitern bewegt, wodurch
die Ausbreitung der Störmodenwelle
blockiert wird. Da die Störmodenausbreitungsblockierschaltung
in dem planaren Leiter durch ein einfaches Strukturieren der Elektrode
gebildet ist, liegen keine Probleme vor, wie beispielsweise dieselben,
die der Bildung der Durchgangslöcher
bei der herkömmlichen
Technik zugeordnet sind.
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Die
Leiterstruktur der Störmodenausbreitungsblockierschaltung
umfasst vorzugsweise eine Mehrzahl von Mikrostreifenleitungen, die
um einen Abstand beabstandet sind, der kürzer als die Wellenlänge der
elektromagnetischen Welle ist.
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Bei
der Hochfrequenzschaltungsvorrichtung der vorliegenden Erfindung
ist die Mikrostreifenleitung der Störmodenausbreitungsblockierschaltung vorzugsweise
eine Reihenschaltung, bei der eine Hochimpedanzleitung und eine
Niedrigimpedanzleitung abwechselnd in Reihe geschaltet sind. Der
Störmode,
wie beispielsweise der Parallelplattenmode, wird in einen anderen
Mode bei der Mikrostreifenleitung umgewandelt und das resultierende
Signal bei einer vorbestimmten Frequenz wird reflektiert. Die Ausbreitung
der Störmodenwelle
ist somit blockiert.
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Bei
der Hochfrequenzschaltung der vorliegenden Erfindung ist vorzugsweise
eine Mehrzahl von Mikrostreifenleitungen angeordnet, wobei die Anschlüsse derselben
im Leerlauf sind. Die Störmodenwelle
wird somit in eine Mikrostreifenmodenwelle umgewandelt, die dann
von dem Anschluss im Leerlauf reflektiert wird. Die Störmodenwelle
ist somit blockiert.
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Die
Leiterstruktur der Störmodenausbreitungsblockierschaltung
umfasst vorzugsweise eine Mehrzahl von Basisstrukturen, die mit
einem Abstand angeordnet sind, der kürzer als die Wellenlänge der elektromagnetischen
Welle ist, wobei die Leitung einer Basisstruktur mit der Leitung
der benachbarten Basisstruktur verbunden ist, und wobei die Basisstruktur
eine polygonale oder kreisförmige
Elektrode zum Erzeugen einer Kapazität mit dem anderen planaren
Leiter, der von dem einen planaren Leiter unterschiedlich ist, der
die Basisstrukturen bildet, und eine Mehrzahl von Leitungen umfasst,
die mit der Elektrode verbunden sind. Selbst wenn die Störmodenwellen
auf eine mehrfache Weise reflektiert werden, blockiert die Schaltungsvorrichtung
die Störmoden wellen
nicht nur in eine Richtung senkrecht zu der Ausbreitungsrichtung
der Störmodenwelle,
sondern auch in eine Richtung parallel zu oder in eine spitze (oder
stumpfe) Richtung mit Bezug auf die Ausbreitungsrichtung des Störmode.
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Vorzugsweise
ist die Elektrode, die eine Kapazität mit dem anderen planaren
Leiter erzeugt, der von dem einen planaren Leiter unterschiedlich
ist, der die Basisstrukturen bildet, bei einer Verbindungsposition
der benachbarten Basisstrukturen angeordnet. Durch ein Wählen einer
ordnungsgemäßen Schaltungskonstante
ist eine große
Blockierfähigkeit
bei dem Blockieren der Störmodenwelle
vorgesehen.
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Vorzugsweise
sind aus einer Mehrzahl von Leitungen, die mit der Elektrode verbunden
sind, keine zwei Leitungen miteinander in einer Linie in einer Ausrichtung
oder einer Verbindungsposition miteinander ausgerichtet. Auf diese
Weise wird das Signal von einer Leitung (einem Tor) gleichmäßig unter
anderen Leitungen (Toren) verteilt, wodurch der Übertragungsverlust zwischen
zwei Toren erhöht
wird.
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Vorzugsweise
umfasst die Leiterstruktur der Störmodenausbreitungsblockierschaltung
eine Mehrzahl von Basisstrukturen, wobei jede Basisstruktur eine
Zwei-Anschluss-Paar-Schaltung
ist, die aus drei Streifenleitungen, einer mittleren Leitung und
zwei Endleitungen gebildet ist, die in Reihe geschaltet sind, und
wobei die Kopplung zwischen den Endleitungen eingestellt ist, um
stärker
als die Kopplung zwischen der mittleren Leitung und jeder der zwei
Endleitungen zu sein. Die Mikrostreifenmodenwelle, in die die Störmode umgewandelt
wird, wird vorzugsweise ausreichend reflektiert (selbst wenn eine
dielektrische Platte mit einer niedrigen Dielektrizitätskonstante,
die eine Impedanz aufweist, die sich nicht stark mit der Leitungsbreite
der Streifenleitungsveränderung
verändert,
oder eine dicke dielektrische Platte verwendet wird).
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Vorzugsweise
ist die Schaltung zum Anregen der elektromagnetischen Welle eine Übertragungsleitung
und die Störmodenausbreitungsblockierschaltung
ist zwischen der Übertragungsleitung und
einer anderen Übertragungsleitung
oder einem Resonator angeordnet. Diese Anordnung verhindert die
gegenseitige Beeinflussung von Leckwellen zwischen den benachbarten Übertragungsleitungen
und die gegenseitige Beeinflussung von Leckwellen zwischen der Übertragungsleitung
und dem Resonator.
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Vorzugsweise
ist die Übertragungsleitung eine
geerdete koplanare Leitung, eine geerdete Schlitzleitung, eine Streifenleitung,
eine planare dielektrische Leitung oder eine dielektrische Leitung.
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Die
Schaltung zum Anregen der elektromagnetischen Welle ist vorzugsweise
ein Resonator und die Störmodenausbreitungsblockierschaltung
ist vorzugsweise an der Peripherie des Resonators angeordnet. Diese
Anordnung verhindert die gegenseitige Beeinflussung von Leckwellen
zwischen dem Resonator und der anderen Übertragungsleitung und zwischen
einem Resonator und dem anderen Resonator.
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Der
Resonator kann von einem Typ sein, der nichtleitfähige ausgeschnittene
Abschnitte aufweist, die an parallelen planaren Leitern gebildet
sind und als eine magnetische Wand dienen. Die elektromagnetische
Welle ist zwischen den ausgeschnittenen nichtleitfähigen Abschnitten
eingegrenzt. Alternativ kann der Resonator von einem Typ sein, der
elektrische Wände
aufweist, die an parallelen planaren Leitern gebildet sind, und
die elektromagnetische Welle ist zwischen den nichtleitfähigen ausgeschnittenen Abschnitten
eingegrenzt.
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Ein
Kommunikationsgerät
umfasst vorzugsweise eine Hochfrequenzschaltungsvorrichtung in einem
Signalübertragungsabschnitt
oder in einem Signalverarbeitungsabschnitt.
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Kurze Beschreibung
der Zeichnungen
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1A ist
eine Draufsicht, die eine Hochfrequenzschaltungsvorrichtung eines
ersten Ausführungsbeispiels
der vorliegenden Erfindung zeigt, und 1B ist
eine Querschnittsansicht der Hochfrequenzschaltung;
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2 ist
ein Ersatzschaltungsdiagramm der Hochfrequenzschaltung von 1A,
die eine Übertragungsleitung
und eine Störmodenausbreitungsblockierschaltung
aufweist;
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3 ist
eine perspektivische Ansicht, die einen Modenumwandlungsabschnitt
zwischen einem Wellenleitermode und einem Mikrostreifenmode zeigt;
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4 zeigt
Charakteristika des Modenumwandlungsabschnitts;
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5A und 5B sind
Ersatzschaltungsdiagramme der Störmodenaus
breitungsblockierschaltung;
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6 ist
ein kennzeichnendes Diagramm der Störmodenausbreitungsblockierschaltung;
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7A und 7B zeigen
Moden in der Störmodenausbreitungsblo
ckierschaltung;
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8A und 8B zeigen,
wie die Störmodenausbreitungsblockier
schaltung durch eine Parallelplattenmodenwelle getrieben ist;
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9A und 9B sind
perspektivische Ansichten einer Auswer tungsvorrichtung der Störmodenausbreitungsblockierschaltung;
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10 ist
eine Draufsicht der Schaltung der Auswertungsvorrichtung;
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11A und 11B sind
kennzeichnende Diagramme der Schaltung der Auswertungsvorrichtung,
die in 9A und 9B gezeigt
ist;
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12A und 12B zeigen
eine geerdete koplanare Leitung, die einer Störmodenausbreitungsblockierschaltung
zugeordnet ist;
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13 zeigt
eine geerdete Schlitzleitung, die einer Störmodenausbreitungsblockierschaltung zugeordnet
ist;
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14A und 14B zeigen
eine andere geerdete Schlitzleitung, die einer Störmodenausbreitungsblockierschaltung
zugeordnet ist;
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15A und 15B zeigen
eine planare dielektrische Leitung, die einer Störmodenausbreitungsblockierschaltung
zugeordnet ist;
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16A und 16B zeigen
eine dielektrische Leitung, die einer Störmodenausbreitungsblockierschaltung
zugeordnet ist;
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17 ist
eine Draufsicht, die eine andere Störmodenausbreitungsblockierschaltung
zeigt;
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18 zeigt
eine Hochfrequenzschaltungsvorrichtung, die einen Resonator aufweist,
der einer Störmodenausbreitungsblockierschaltung
zugeordnet ist;
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19 zeigt
eine andere Hochfrequenzschaltungsvorrichtung, die einen Resonator
aufweist, der einer Störmodenausbreitungsblockierschaltung zugeordnet
ist;
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20 zeigt
noch eine andere Hochfrequenzschaltungsvorrichtung, die einen Resonator aufweist,
der einer Störmodenausbreitungsblockierschaltung
zugeordnet ist;
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21 zeigt
den Aufbau eines spannungsgesteuerten Oszillators;
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22 zeigt
den Aufbau eines Kommunikationsgeräts;
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23A bis 23C zeigen
Basisschaltungsanordnungen der Störmoden ausbreitungsblockierschaltung;
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24 zeigt
elektrische Charakteristika der Schaltung, die in 23C gezeigt ist;
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25A und 25B zeigen
eine zweidimensionale Anordnung der Basisschaltung, die in 23C gezeigt ist;
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26 zeigt
elektrische Charakteristika der Schaltung, die in 25A und 25B gezeigt
ist;
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27 zeigt
eine Basisschaltung der Störmodenausbreitungsblockierschaltung;
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28A und 28B zeigen
eine zweidimensionale Anordnung der Basisschaltung, die in 27 gezeigt
ist;
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29 zeigt
elektrische Charakteristika der Schaltung, die in 28A und 28B gezeigt
ist;
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30A bis 30D zeigen
die Basisschaltung, die in 28A ge
zeigt ist, und die Modifikation derselben;
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31A und 31B zeigen
elektrische Charakteristika der Schal tung, die in 30C gezeigt ist;
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32A und 32B zeigen
elektrische Charakteristika der Schal tung, die in 30D gezeigt ist;
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33A und 33B zeigen
ein Hochfrequenzmodul, das eine Störmo denausbreitungsblockierschaltung
aufweist;
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34 zeigt
eine Basisschaltung der Störmodenausbreitungsblockierschaltung;
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35A und 35B zeigen
eine zweidimensionale Anordnung der Basisschaltung, die in 34 gezeigt
ist;
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36A und 36B zeigen
eine Basisstruktur der Störmodenausbrei
tungsblockierschaltung;
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37 zeigt
elektrische Charakteristika der Schaltung, die in 36 gezeigt
ist; und
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38 ist
eine perspektivische Ansicht einer Parallelplattenmodenwelle in
einer geerdeten koplanaren Leitung mit einem weggebrochenen Abschnitt.
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Beschreibung
der bevorzugten Ausführungsbeispiele
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Die
Ausführungsbeispiele
einer Hochfrequenzschaltungsvorrichtung der vorliegenden Erfindung
werden nun unter Bezugnahme auf 1A bis 11B erörtert.
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1A ist
eine Draufsicht, die einen Hauptabschnitt der Hochfrequenzschaltungsvorrichtung zeigt.
Unter Bezugnahme auf 1A verlaufen koplanare Leitungen 1 und 2 parallel
zueinander auf der oberen Oberfläche
einer dielektrischen Platte und eine Störmodenausbreitungsblockierschaltung 3,
die zentral zwischen den zwei Leitungen 1 und 2 verläuft, ist
durch ein Strukturieren einer Elektrode auf der oberen Oberfläche der
dielektrischen Platte gebildet. 1B ist eine
vergrößerte Ansicht,
die einen Abschnitt der Störmodenausbreitungsblockierschaltung 3 zeigt.
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Bei
einer derartigen geerdeten koplanaren Leitung bewegt sich eine Störmodenwelle,
wie beispielsweise eine Parallelplattenmodenwelle, zwischen der
oberen und der unteren Elektrode der dielektrischen Platte und wird
dann durch die Störmodenausbreitungsblockierschaltung 3 unter
einer Störung
in dem elektromagnetischen Feld zwischen den mittleren Streifenleitern
und den Elektroden auf beiden Seiten in eine Vielfalt von Moden
umgewandelt. 2 ist ein Ersatzschaltungsdiagramm der
geerdeten koplanaren Leitung. Eine Parallelplattenmodenwelle wird
bei einem Diskontinuitätsabschnitt
der geerdeten koplanaren Leitung erzeugt und wird dann durch die
Störmodenausbreitungsblockierschaltung 3 in
eine Vielfalt von Moden umgewandelt, einschließlich eines TE010-Mode, eines Schlitzmode
und eines Mikrostreifenmode.
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Eine
der Modenwellen, die sich entlang der Störmodenausbreitungsblockierschaltung 3 bewegt, ist
ein Quasi-TEM-Mode des Mikrostreifens. Die Größe einer Modenumwandlung bei
einer Grenze wird erörtert,
bevor die Modenumwandlung von dem Parallelplattenmode durch die
in 1 gezeigte Störmodenausbreitungsblockierschaltung 3 erörtert wird.
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3 ist
eine perspektivische Ansicht, die den Aufbau eines Leitungswandlers
zwischen einem TE10-Wellenleiter und einer Mikrostreifenleitung zeigt,
der für
eine Berechnung verwendet werden soll. Da der TE10-Wellenleitermode
in einer Modenkonfiguration äquivalent
zu dem Parallelplattenmode ist, wird der TE10-Mode-Wellenleiter
hier als eine Übertragungsleitung
eines Parallelplattenmode behandelt. Hier beträgt die Breite W1 des Wellenleiters 3,2
mm (die Hälfte
der Wellenlänge
der Welle entlang des Mikrostreifens), die Dicke t der dielektrischen Platte
beträgt
0,3 mm, die spezifische Dielektrizitätskonstante r der dielektrischen
Platte beträgt
3,2, die Breite W2 des Mikro streifens beträgt 0,72 mm und die charakteristische
Impedanz der Mikrostreifenleitung beträgt 50 Ω.
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4 zeigt
einen Eingangsreflexionskoeffizienten S11 und einen Vorwärtsübertragungskoeffizienten
S21 über
einer Frequenz des Leitungswandlers zwischen dem TE10-Wellenleiter und
der Mikrostreifenleitung, die unter Verwendung eines Dreidimensional-Elektromagnetfeld-Analysesimulators
bestimmt wurden. Bei 30 GHz beträgt,
wie es gezeigt ist, der Vorwärtsübertragungskoeffizient
S21 –1,5
dB oder weniger und der Eingangsreflexionskoeffizient S11 beträgt nur –15 dB.
Eine einfallende TE-Welle wird meist in die Quasi-TEM-Modenwelle
des Mikrostreifens umgewandelt, ohne reflektiert zu werden.
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Da
die Quasi-TEM-Modenwelle in dem Mikrostreifen keine Grenzfrequenz
aufweist, kann dieselbe eine Übertragungsmodenwelle
gegenüber
irgendeiner Frequenz sein. Wie es in 1B gezeigt ist,
wird eine Struktur erzeugt, so dass die Welle bei einer erwünschten
Frequenz (hier 30 GHz) vollständig
reflektiert wird. Unter Bezugnahme auf 1B betragen
Wa = 0,3 mm, Wb = 1,5 mm, Ws = 1,5 mm und die Dicke der dielektrischen
Platte beträgt
0,3 mm. Der Abschnitt der Leitung, der eine Leitungsbreite Wb aufweist,
entspricht einer Niedrigimpedanzleitung und der Abschnitt der Leitung,
der eine Leitungsbreite Wa aufweist, entspricht einer Hochimpedanzleitung.
Eine Mikrostreifenleitung der Störmodenausbreitungsblockierschaltung 3 ist äquivalent
eine Schaltung, die aus zwei unterschiedlichen charakteristischen
Impedanzen gebildet ist, die abwechselnd in Reihe geschaltet sind,
wobei jede eine konstante elektrische Länge derselben aufweist. 5A und 5B zeigen
Ersatzschaltungen. 5A zeigt die Ersatzschaltung,
die mit einer Hochimpedanzleitung beginnt und mit einer Hochimpedanzleitung
endet. 5B zeigt die Ersatzschaltung, die
mit einer Niedrigimpedanzleitung beginnt und mit einer Niedrigimpedanzleitung
endet (hier Za > Zb). Unter
Bezugnahme auf 1B beträgt Ws 1,5 mm und ist ein Viertel
der Wellenlänge
entlang der Mikrostreifenleitung (d. h. 30 GHz). Elektrische Längen θa und θb in der
Ersatzschaltung betragen jeweils π/2.
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Bei
jeder so aufgebauten Mikrostreifenleitung wird das Signal, das eine
erwünschte
Frequenz aufweist, vollständig
reflektiert, wie es in 6 gezeigt ist.
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Wenn
eine Mehrzahl von Mikrostreifenleitungen angeordnet ist, ist der
Abstand Wp von benachbarten Mikrostreifenleitungen ausreichend kürzer als die
Wellenlänge
der Parallelplattenmodenwelle. Bei diesem Ausführungsbeispiel ist Wp = 1,5
mm. Aus diesem Grund leckt der Parallelplattenmode nicht aus den
Mikrostreifenleitungen.
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Die
Störmodenausbreitungsblockierschaltung 3 umfasst
somit die Mikrostreifenleitung, die aus Hochimpedanzleitungen und
Niedrigimpedanzleitungen gebildet ist, die abwechselnd in Reihe
geschaltet sind und jeweils eine konstante elektrische Länge aufweisen.
Die Störmodenausbreitungsblockierschaltung 3 reflektiert
das Signal, das eine vorbestimmte Frequenz aufweist, vollständig. Bei
der Störmodenausbreitungsblockierschaltung 3 können eine
TE-Mode-Welle und eine Schlitzmodenwelle neben der Quasi-TEM-Modenwelle
als die Mikrostreifenmodenwelle übertragen
werden. 7A zeigt einen TE01-Mode und 7B zeigt
einen Schlitzmode.
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Der
TE-Mode wird nun erörtert.
Unter Bezugnahme auf 7A stellt eine durchgezogene
Linie das elektrische Feld dar, stellt eine gestrichelte Linie das
Magnetfeld dar und stellt eine Strichpunktlinie mit zwei Punkten
die Verteilung von Strömen
dar. Bei der TE-Modenkonfiguration ist das elektrische Feld senkrecht
zu dem parallelen planaren Leiter, während das Magnetfeld parallel
zu der Oberfläche
einer Elektrode in Schleife ist.
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8A und 8B zeigen
das elektromagnetische Feld an der Grenze der Störmodenausbreitungsblockierschaltung 3. 8A ist
eine perspektivische Ansicht der Grenze und 8B ist
eine Querschnittsansicht der Grenze. Wie es gezeigt ist, stellt die
gepunktete Linie das Magnetfeld dar und stellt die Strichpunktlinie
mit zwei Punkten die Verteilung von Strömen dar. Da benachbarte Leitungen,
die jeweils die Hochimpedanzleitungen und die Niedrigimpedanzleitungen
aufweisen, die abwechselnd in Reihe geschaltet sind, durch die gleichphasigen
Ströme
getrieben sind, wird eine mittlere Oberfläche zwischen den zwei benachbarten
Leitungen als eine elektrische Wand betrachtet. Die Störmodenausbreitungsblockierschaltung 3 ist
somit angenähert,
um ein Wellenleiter zu sein, der eine Metallwand aufweist, die die
Grenze zwischen den zwei benachbarten Leitungen bedeckt. Bei diesem
Ausführungsbeispiel
gibt es eine Möglichkeit,
dass eine quadratische Elektrode von 1,5 mm mal 1,5 mm Größe als ein
TE110-Mode-Resonator wirkt. Die Resonanzfrequenz des TE110-Mode-Resonators
ist durch eine Berechnung bestimmt, um bei diesem Fall 79 GHz zu
betragen. Die Grenzfrequenz des Wellenleiters und nicht des Resonators
beträgt
58 GHz und ist ausreichend höher
als die erwünschte
Frequenz (d. h. 30 GHz). Der TE-Mode wird deshalb ein Nicht-Übertragungsmode.
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Die
Ausbreitung des Schlitzmode wird nun betrachtet. Unter Bezugnahme
auf 7B weist die Störmodenausbreitungsblockierschaltung
einen Schlitz zwischen zwei benachbarten Leitungen auf. Da eine
Störung,
die an der Grenze der Störmodenausbreitungsblockierschaltung 3 stattfindet,
zwei benachbarte Leitungen bei der gleichen Phase anregt, wie es
in 8A und 8B gezeigt
ist, wird prinzipiell kein Schlitzmode erzeugt.
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Die
Elektromagnetische-Welle-Moden, die die Störmodenausbreitungsblockierschaltung
durchlässt,
sind lediglich der Quasi-TEM-Mode der Mikrostreifenleitung. Falls
eine Struktur entworfen ist, um diesen Mode vollständig zu
reflektieren, wird die Ausbreitung des Parallelplattenmode somit
verhindert.
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In 9A bis 10 sind
Auswertungsschaltungsstrukturen gezeigt. 9A zeigt
eine Auswertungsschaltung, die eine Störmodenausbreitungsblockierschaltung
aufweist, die an derselben gebildet ist, und 9B zeigt
eine Auswertungsschaltung, die keine Störmodenausbreitungsblockierschaltung
aufweist. 10 ist eine Draufsicht der Auswertungsschaltung,
die in 9A gezeigt ist. Unter Bezugnahme
auf 9A umfasst eine geerdete koplanare Leitung Mikrostreifenleitungen 11 und 12 als
Eingangs- bzw. Ausgangsleitungen, eine Elektrode 22, die
entlang derselben gebildet ist, und eine Elektrode 21,
die an der Unterseite einer dielektrischen Platte 20 gebildet
ist. Ungleich einer regelmäßigen geerdeten
koplanaren Leitung ist ein Seitenabschnitt der Elektrode entfernt,
um eine bilaterale Symmetrie zu zerstören und um die Erzeugung der Parallelplattenmodenwelle
zu fördern.
Die Ausgangs- und die Eingangsstruktur weisen identische Konfigurationen
auf, um den Parallelplattenmode aufzunehmen. Dies basiert auf dem
Reziprozitätstheorem,
das aus dem Theorem von Green abgeleitet ist, das auf die Schaltung
angewandt wird.
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Unter
Bezugnahme auf 10 ist die Trennung zwischen
jedem der Mikrostreifenleiter 11 und 12 und der
Elektrode 22 nur 0,1 mm. Diese Elektrodenstruktur stört das elektromagnetische
Feld bei dem Hauptübertragungsmode
(d. h. TEM-Mode),
der sich entlang dem Weg bewegt, wodurch derselbe in eine Parallelplattenmodenwelle
umgewandelt wird. Die Parallelplattenmodenwelle bewegt sich somit zwischen
der oberen und der unteren Elektrode 21 und 22 der
dielektrischen Platte. Dies funktioniert auf die gleiche Weise wie
die Ausbreitung einer Strahlungsmodenwelle in einer Leckwellenantenne.
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11A und 11B zeigen
die Vorwärtsübertragungskoeffizienten
S21 der zwei Auswertungsschaltungen, die in 9A bzw. 9B gezeigt
sind. Ohne die Störmodenausbreitungsblockierschaltung 3 bewegt
sich die Parallelplattenmodenwelle bei einem Pegel von –2 bis –3 dB oder
höher in
einem Be reich 25 bis 35 GHz. Im Gegensatz dazu dämpft die Auswertungsschaltung
mit der Störmodenausbreitungsblockierschaltung 3 die
Parallelplattenmodenwelle auf einen Pegel von –30 dB oder niedriger in einem
Bereich von 25 bis 35 GHz.
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Unter
Bezugnahme auf 12A bis 16B werden
spezifische Beispiele von Hochfrequenzschaltungsvorrichtungen erörtert.
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12A ist eine perspektivische Ansicht eines Beispiels
einer Hochfrequenzschaltungsvorrichtung und 12B ist
eine vergrößerte Unterseitenansicht
der gleichen Hochfrequenzschaltungsvorrichtung. Wie es gezeigt ist,
ist eine Elektrode 21 an der unteren Oberfläche einer
dielektrischen Platte 20 gebildet und eine Elektrode 22 und
ein Streifenleiter 19 sind an der oberen Oberfläche der
dielektrischen Platte 20 gebildet. Der Streifenleiter 19 wirkt
teilweise als eine geerdete koplanare Leitung 1. Durch
ein Strukturieren der Elektrode 21 an der Unterseite der dielektrischen
Platte 20 werden die Störmodenausbreitungsblockierschaltungen 3 auf
beiden Seiten der geerdeten koplanaren Leitung 1 gebildet.
Die Störmodenausbreitungsblockierschaltung 3 kann nicht
nur an der Oberfläche
des Streifenleiters 19, sondern auch an der Unterseite
der dielektrischen Platte 20 gebildet sein und die Parallelplattenmodenwelle,
die sich zwischen den Elektroden 21 und 22 bewegt,
wird in den Quasi-TEM-Mode des Mikrostreifens der Störmodenausbreitungsblockierschaltung 3 umgewandelt
und wird dann vollständig
reflektiert. Auf diese Weise bewegt sich beinahe kein Parallelplattenmode über die
Störmodenausbreitungsblockierschaltung 3 hinaus.
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Bei
einer Hochfrequenzschaltungsvorrichtung, die in 13 gezeigt
ist, ist eine Elektrode 21 an der gesamten unteren Oberfläche einer
dielektrischen Platte 20 gebildet. Elektroden 22 sind
an der oberen Oberfläche
der dielektrischen Platte 20 gebildet. Ein Schlitz ist
bei einer vorbestimmten Position angeordnet und bildet eine geerdete
Schlitzleitung 4. Durch ein Strukturieren der Elektroden 22 werden Störmodenausbreitungsblockierschaltungen 3 auf beiden
Seiten des Schlitzes gebildet.
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Im
Gegensatz zu der Hochfrequenzschaltungsvorrichtung, die in 13 gezeigt
ist, umfasst eine Hochfrequenzschaltungsvorrichtung, die in 14A und 14B gezeigt
ist, eine Elektrode 21, die an der Unterseite einer dielektrischen
Platte 20 gebildet ist, und Elektroden 22 und
eine geerdete Schlitzleitung 4, die an der oberen Oberfläche der
dielektrischen Platte 20 gebildet sind. Die Elektrode 21 an
der Unterseite der dielektrischen Platte 20 ist strukturiert,
um Störmodenausbreitungsblockierschaltungen 3 an
Bereichen zu bilden, die beiden Seiten der Leitung an der Oberfläche entsprechen.
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Mit
der so aufgebauten geerdeten Schlitzleitung wird die Ausbreitung
des Parallelplattenmode gleichmäßig blockiert.
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15A und 15B zeigen
eine Hochfrequenzschaltungsvorrichtung, die eine planare dielektrische Übertragungsleitung
(PDTL; PDTL = planar dielectric transmission line) verwendet. 15A ist eine perspektivische Ansicht der Vorrichtung
und 15B ist eine Unterseitenansicht
der dielektrischen Platte 20 derselben. Die dielektrische
Platte 20 ist zwischen gegenüberliegenden Elektroden 23 und 24,
die jeweils einen Schlitz aufweisen, eingefügt bzw. angeordnet. Die dielektrische
Platte 20 und die Elektroden 23 und 24 sind
dann zwischen leitfähigen Platten 27 und 28 eingefügt, die
parallel zueinander bleiben, wobei ein vorbestimmter Raum zwischen denselben
beibehalten ist. Eine Patentanmeldung für die planare dielektrische Übertragungsleitung,
die so aufgebaut ist, wurde beim japanischen Patentamt eingereicht
(ungeprüfte
japanische Patentanmeldung Nr. 7-69867).
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Störmodenausbreitungsblockierschaltungen 3,
die gleichen wie dieselben, die in 1 gezeigt
sind, werden auf beiden Seiten eines Schlitzes 26 durch
ein Strukturieren der oberen Elektroden 24 an der dielektrischen
Platte 20 gebildet.
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Mit
dieser Anordnung werden der Parallelplattenmode, der sich zwischen
der oberen und der unteren Elektrode 23 und 24 der
dielektrischen Platte 20 bewegt, der Parallelplattenmode,
der sich in einem Raum zwischen den Elektroden 24 und der
leitfähigen
Platte 28 bewegt, und der Parallelplattenmode, der sich
in einem Raum zwischen den Elektroden 23 und der leitfähigen Platte 27 bewegt,
alle in den Quasi-TEM-Mode
des Mikrostreifens der Störmodenausbreitungsblockierschaltung 3 umgewandelt
und werden dann vollständig
reflektiert. Auf diese Weise ist die Ausbreitung des Störmode blockiert.
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16A und 16B zeigen
eine Hochfrequenzschaltungsvorrichtung, die eine dielektrische Übertragungsleitung
aufweist, bei der die vorliegende Erfindung implementiert ist. 16A ist eine perspektivische Ansicht der Vorrichtung
mit einem weggebrochenen Abschnitt, um das Innere der Vorrichtung
zu zeigen. 16B ist eine Querschnittsansicht der
Vorrichtung. Zwischen leitfähigen
Platten 31 und 32 sind dielektrische Streifen 35 und 36 und
eine dielektrische Platte 33 angeordnet, die eine Elektrode 34 an
der oberen Oberfläche
derselben aufweist. Ein so aufgebauter nichtstrahlender dielektrischer
Leiter (NRD-Leiter; NRD = nonradiative dielectric guide) grenzt
die Energie eines elektromagnetischen Felds auf die dielektrischen
Streifen 35 und 36 ein, wodurch ermöglicht wird,
dass sich die elektromagnetische Welle durch dieselben bewegt.
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Die
dielektrische Übertragungsleitung
stört im
Allgemeinen das elektromagnetische Feld bei dem Diskontinuitätsabschnitt
desselben, wie beispielsweise einer Spleißstelle (Splice) von dielektrischen
Streifen oder einer Biegung, wobei ermöglicht wird, dass sich der
Störmode,
wie bei spielsweise der Parallelplattenmode, zwischen dem oberen
und dem unteren Leiter bewegt.
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Störmodenausbreitungsblockierschaltungen 3 sind
auf beiden Seiten der dielektrischen Streifen 35 und 36 durch
ein Strukturieren der Elektroden 34 an der oberen Oberfläche der
dielektrischen Platte 33 angeordnet. Die elektromagnetischen
Wellen bei dem Parallelplattenmode, die sich in einem Raum A1 zwischen
den Elektroden 34 und der oberen leitfähigen Platte 32 bzw.
in einem Raum A2 zwischen den Elektroden 34 und der unteren
leitfähigen
Platte 31 bewegen, werden durch die Mikrostreifenleitungen der
Störmodenausbreitungsblockierschaltungen 3 in die
Quasi-TEM-Modenwellen
umgewandelt und werden dann reflektiert. Leckwellen zwischen dieser
dielektrischen Übertragungsleitung
und einer anderen benachbarten Übertragungsleitung
von dielektrischen Streifen werden daran gehindert, einander gegenseitig
zu beeinflussen.
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Eine
Störmodenausbreitungsblockierschaltung 3 eines
anderen Ausführungsbeispiels
ist in 17 gezeigt. Bei diesem Ausführungsbeispiel
umfasst die Schaltung eine Mehrzahl von Mikrostreifenleitungen,
die jeweils einen Anschluss im Leerlauf aufweisen und parallel angeordnet
sind. Bei diesem Ausführungsbeispiel
sind Mikrostreifenleitungen 17, die sich nach rechts erstrecken,
und Mikrostreifenleitungen 18, die sich nach links erstrecken,
auf eine interdigitale Weise angeordnet. Übertragungsleitungen (nicht
gezeigt), wie beispielsweise geerdete koplanare Leitungen, verlaufen
vertikal entlang beiden Seiten der Störmodenausbreitungsblockierschaltung 3 in 17.
Diese Anordnung blockiert die Ausbreitung der Störmodenwelle in eine Richtung
(wie es durch Pfeile dargestellt ist) senkrecht zu der Ausbreitungsrichtung
der elektromagnetischen Welle entlang den Leitungen.
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Der
Abstand Wp der benachbarten Mikrostreifenleitungen ist wesentlich
kürzer
als die Wellenlänge
der Parallelplatten modenwelle. Ein derartig kurzer Abstand von Wp
verhindert, dass die Parallelplattenmodenwelle zwischen den Mikrostreifenleitungen
leckt. Die Länge
Ws jeder Mikrostreifenleitung ist eingestellt, um kürzer als
die Hälfte
der Wellenlänge einer
erwünschten
Frequenz zu sein (d. h. einer Frequenz der Schlitzmodenwelle, die
zwischen den benachbarten Mikrostreifenleitungen bewirkt wird).
Bei dieser Anordnung ist die Grenzfrequenz des Schlitzmode ausreichend
hoch gemacht und der Störmode, wie
beispielsweise der Parallelplattenmode, wird nicht in den Schlitzmode
umgewandelt. Es wird somit kein Schlitzmode zurück in einen Parallelplattenmode
umgewandelt, was in keinem sich bewegenden Parallelplattenmode resultiert.
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Die
elektromagnetische Welle bei dem Störmode, wie beispielsweise dem
Parallelplattenmode, der sich zwischen Elektroden an der oberen
Oberfläche
und der unteren Oberfläche
der dielektrischen Platte bewegt, wird an dem Mikrostreifenleitungsabschnitt
in den Quasi-TEM-Mode umgewandelt. Da die Mikrostreifenleitung bei
diesem Anschluss im Leerlauf ist, wird die Quasi-TEM-Modenwelle
dort vollständig
reflektiert. Folglich bewegt sich beinahe kein Störmode, wie
beispielsweise der Parallelplattenmode, über die Störmodenausbreitungsblockierschaltungen 3 hinaus.
Bei der Vorrichtung, die in 17 gezeigt
ist und die Mikrostreifenleitungen 17, die sich nach rechts
erstrecken, und die Mikrostreifenleitungen 18, die sich
nach links erstrecken, umfasst, ist der Parallelplattenmode, der
sich nach rechts bewegt, durch die Mikrostreifenleitungen 17 blockiert
und ist der Parallelplattenmode, der sich nach links bewegt, durch
die Mikrostreifenleitungen 18 blockiert.
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Unter
Bezugnahme auf 18 bis 20 werden
Hochfrequenzschaltungsvorrichtungen erörtert, die einen Resonator
aufweisen.
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Bei
der Hochfrequenzschaltungsvorrichtung, die in 18 gezeigt
ist, weist eine dielektrische Platte 29 eine Elekt rode
an der oberen Oberfläche
derselben und die andere Elektrode an der unteren Oberfläche derselben
auf. Die zwei Elektroden weisen jeweilige kreisförmige nichtleitfähige Abschnitte auf,
die einander zugewandt sind. Mit 30 ist der kreisförmige nichtleitfähige Abschnitt
bezeichnet, der an der oberen Elektrode angeordnet ist. Bei dieser
Anordnung ist ein Resonator, bei diesem Beispiel ein TE010-Mode-Resonator, gebildet,
wobei die nichtleitfähigen
Abschnitte als eine elektrische Wand arbeiten. Eine Störmodenausbreitungsblockierschaltung 3 ist
an der oberen Elektrode der dielektrischen Platte 29 strukturiert.
Die Störmodenausbreitungsblockierschaltung 3 ist
durch ein radiales Anordnen von Mikrostreifenleitungen um den Resonator
herum aufgebaut, die jeweils Hochimpedanzleitungen und Niedrigimpedanzleitungen
umfassen, die abwechselnd in Reihe geschaltet sind, wie es in 1A gezeigt
ist. Die Struktur der Störmodenausbreitungsblockierschaltung 3,
die in 18 gezeigt ist, entspricht einer Struktur,
die in dem Polarkoordinatensystem ausgedrückt ist und in die die Struktur
der Störmodenausbreitungsblockierschaltung 3,
die in 1A gezeigt ist und in dem kartesischen
Koordinatensystem ausgedrückt
ist, umgewandelt wird. Wahlweise können die breite Leitungsbreite
und die schmale Leitungsbreite abmessungsmäßig konsistent entlang der
gleichen Mikrostreifenleitung eingestellt sein. 18 zeigt
lediglich einen Teil der Störmodenausbreitungsblockierschaltung 3.
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Etwas
der Energie des elektromagnetischen Felds, das auf den dielektrischen
Resonator eingegrenzt ist, streut bei dem Parallelplattenmode zwischen
der oberen und der unteren Elektrode an der dielektrischen Platte 29 von
dem dielektrischen Resonator. Die Parallelplattenmodenwelle wird
dann in die Quasi-TEM-Modenwelle umgewandelt und durch die Störmodenausbreitungsblockierschaltung 3 vollständig reflektiert.
Aus diesem Grund leckt beinahe kein Störmode aus der Störmodenausbreitungsblockierschaltung 3.
Umgekehrt leckt beinahe keine Störmodenwelle
in die Störmodenausbreitungsblockierschaltung 3 (zu
dem Resonator hin). Selbst falls Übertragungsleitungen oder andere
Resonatoren außerhalb
der Störmodenausbreitungsblockierschaltung 3 vorhanden
sind, findet zwischen Leckwellen keine gegenseitige Beeinflussung
statt.
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19 zeigt
die Hochfrequenzschaltungsvorrichtung, die in 18 gezeigt
ist, wobei die Störmodenausbreitungsblockierschaltung 3 derselben
mit einer anderen Störmodenausbreitungsblockierschaltung
ersetzt ist. Die Störmodenausbreitungsblockierschaltung 3 ist
hier durch ein radiales Anordnen einer Mehrzahl von Mikrostreifenleitungen um
einen Resonator herum aufgebaut, die jeweils einen Anschluss im
Leerlauf aufweisen. 19 zeigt lediglich einen Teil
der Störmodenausbreitungsblockierschaltung 3.
Die Struktur der Störmodenausbreitungsblockierschaltung 3,
die in 19 gezeigt ist, entspricht einer
Struktur, in dem Polarkoordinatensystem ausgedrückt, in die die Struktur der Störmodenausbreitungsblockierschaltung 3,
die in 17 gezeigt ist, ausgedrückt in dem
kartesischen Koordinatensystem, umgewandelt wird. Die Breite jeder
Mikrostreifenleitung ist fest.
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Unter
Bezugnahme auf 20 ist eine Elektrode an der
gesamten unteren Oberfläche
einer dielektrischen Platte 29 gebildet und ist eine kreisförmige Resonatorelektrode 37 an
der oberen Oberfläche der
dielektrischen Platte 29 gebildet. Die Anordnung resultiert
in einem Planarschaltungsresonator. Der Resonator wirkt als ein
dielektrischer TM011-Mode-Resonator
mit der Resonatorelektrode 37 als einer elektrischen Wand.
Eine Störmodenausbreitungsblockierschaltung 3 ist
ebenfalls an der oberen Elektrode der dielektrischen Platte 29 strukturiert.
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Eine
Störmodenausbreitungsblockierschaltung 3 kann
an der unteren Elektrode gebildet sein und die Unterseite der dielektrischen
Platte 29 vollständig
bedecken. Auf die gleiche Weise wie in 19 kann
die Störmodenausbreitungsblockierschaltung 3 hier
durch ein radiales Anordnen einer Mehrzahl von Mikrostreifenleitungen
um einen Resonator herum aufgebaut sein, die jeweils einen Anschluss
im Leerlauf aufweisen.
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Ein
spannungsgesteuerter Oszillator wird nun unter Bezugnahme auf 21 und 22 erörtert.
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21 ist
eine perspektivische Ansicht, die den Aufbau des spannungsgesteuerten
Oszillators zeigt. Eine dielektrische Platte 20 ist zwischen
eine obere und eine untere leitfähige
Platte 41 und 44 eingefügt (die obere leitfähige Platte 41 ist
von der dielektrischen Platte 20 in 21 beabstandet
gezeigt). Die dielektrische Platte 20 weist leitfähige Strukturen an
der oberen und der unteren Oberfläche derselben auf. Ein Feldeffekttransistor
mit Schlitzübertragungsleitungseingang
(Millimeterwellen-GaAs-FET) 50 ist an der oberen Oberfläche der
dielektrischen Platte 20 befestigt. Jeder von Schlitzen 62 und 63,
die an der oberen Oberfläche
der dielektrischen Platte 20 gebildet sind, behält einen
festen Raum zwischen zwei jeweiligen Elektroden bei und bildet eine
planare dielektrische Übertragungsleitung
entlang Schlitzen an der Unterseite der dielektrischen Platte 20.
Koplanare Leitungen 44 führen dem FET 50 eine
Gatevorspannungsspannung und eine Drainvorspannungsspannung zu.
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Ein
Dünnfilmwiderstand 61 ist über dem Schlitz 62 angeordnet,
der sich zu dem Ende desselben hin verjüngt. Ein Schlitz 65 ist
an der oberen Oberfläche
der dielektrischen Platte 20 angeordnet und ein anderer
Schlitz ist an der unteren Oberfläche der dielektrischen Platte 20 gebildet.
Diese Schlitze bilden eine planare dielektrische Übertragungsleitung.
Ein Element mit variabler Kapazität 60, das den Schlitz 65 überspannend
befestigt ist, verändert
die Kapazität
desselben gemäß einer
Eingangsspannung. Ein nichtleitfähiger
Abschnitt 64 für
einen dielektrischen Resonator ist an der oberen Oberfläche der
dielektrischen Platte 20 angeordnet und bildet einen dielektrischen
TE010- Mode-Resonator
zusammen mit einem nichtleitfähigen
Abschnitt eines dielektrischen Resonators, der an der unteren Oberfläche der
dielektrischen Platte 20 gebildet ist.
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Störmodenausbreitungsblockierschaltungen 3 sind
an kreuzschraffierten Bereichen gebildet, die in 21 gezeigt
sind. Die dielektrische Platte 20 weist ferner an entsprechenden
unteren Oberflächenbereichen
derselben Störmodenausbreitungsblockierschaltungen 3 auf.
Die Störmodenausbreitungsblockierschaltungen 3,
die so angeordnet sind, verhindern, dass eine gegenseitige Beeinflussung zwischen
Leckwellen in der planaren dielektrischen Übertragungsleitung des Schlitzes 63,
der planaren dielektrischen Übertragungsleitung
des Schlitzes 65 und dem dielektrischen Resonator des nichtleitfähigen Abschnitts 64 stattfindet.
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22 ist
ein Blockdiagramm, das den Aufbau eines Kommunikationsgeräts zeigt,
das den oben angegebenen spannungsgesteuerten Oszillator verwendet.
Unter Bezugnahme auf 22 führt ein Leistungsverstärker PA
(PA = power amplifier) ein Übertragungssignal
einem Duplexer DPX zu. Ein empfangenes Signal wird von dem DPX einem rauscharmen
Verstärker
LNA (LNA = low-noise amplifier) und einem RX-Filter (Empfangsfilter)
und dann einem Mischer zugeführt.
Ein lokaler PLL-Oszillator (PLL = phase-locked loop = Phasenregelschleife)
ist aus einem Oszillator OSC und einem Frequenzteiler DV zum Frequenzteilen
eines Oszillationssignals gebildet. Der lokale PLL-Oszillator versieht
den Mischer mit einem lokalen Oszillationssignal. Der oben angegebene
spannungsgesteuerte Oszillator wird als der Oszillator OSC verwendet.
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Ferner
müssen
Hochfrequenzschaltungsvorrichtungen mehrere Reflexionen des Störmode behandeln.
Unten sind unter Bezugnahme auf 23A bis 26 Hochfrequenzschaltungsvorrichtungen erörtert, die
eine hohe Störunterdrückungsfähigkeit
in anderen Richtungen als einer Richtung senkrecht zu der Ausbreitungsrichtung
des Störmode
zeigen.
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Eine
Basisschaltungsstruktur ist aus einem Reiheninduktor L und einem
Parallelkondensator C gebildet, die in Reihe geschaltet sind, was
eine Basisschaltung eines LPF (LPF = low-pass filter = Tiefpassfilter)
ist. Eine Mehrtorschaltung, die in mehrere Richtungen wirkt, ist
durch ein Verbinden einer Mehrzahl von Basisschaltungsstrukturen
aufgebaut.
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23A zeigt die Basisschaltung des LPF und 23B zeigt eine Schaltung, bei der drei Basisschaltungen
in drei Richtungen verbunden sind. Bei dieser Schaltung sind Parallelkondensatoren
als ein einziges C ausgedrückt,
wie es in 23C gezeigt ist.
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24 zeigt
elektrische Charakteristika der Schaltung, die in 23C gezeigt ist. Wie aus 24 zu
ersehen ist, erhöht
sich der Reflexionskoeffizient bei irgendeinem Tor mit einer Frequenz.
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25A und 25B zeigen
ein Ausführungsbeispiel,
bei dem die Basisschaltung, die in 23C gezeigt
ist, zweidimensional angeordnet ist. 25A zeigt
eine Basisleiterstruktur und 25B zeigt
einen Teil einer Leiterstruktur, die eine Mehrzahl Basisleiterstrukturen
von 25A umfasst. Eine Leiterstruktur,
die durch den Buchstaben ,C' dargestellt ist,
bezeichnet eine Parallelkapazität,
die mit einer geerdeten Elektrode gebildet ist, die an der anderen Oberfläche einer
dielektrischen Platte angeordnet ist. Eine Leiterstruktur, die durch
den Buchstaben ,L' dargestellt
ist, bildet einen Reiheninduktor L. Die Leiterstrukturen C und L
können
als eine konzentrierte Schaltung behandelt werden, falls dieselben
relativ zu der Wellenlänge
kurz genug sind (genau gesagt gleich oder kürzer als ein Achtel der Wellenlänge). Selbst
falls dieselben größer als
diese Größe sind, wirkt
die Schaltung immer noch als ein LPF. Die vorliegende Erfindung
erlegt der Größe der Leiterstruktur
keine spezielle Begrenzung auf.
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Jeder
Scheitelpunkt einer dreieckigen Leiterstruktur, die die Parallelkapazität bildet,
befindet sich nicht in Kontakt mit und ist elektrisch isoliert von
dem Scheitelpunkt einer benachbarten dreieckigen Leiterstruktur.
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Die
Leiterstrukturen L, die jeweils einen Induktor bilden, sind bei
drei gleichmäßig beabstandeten
Winkelrichtungen 120 Grad voneinander weg angeordnet. Die Hochfrequenzschaltungsvorrichtung koppelt
mit dem Störmode,
der sich in die Richtung bewegt, in die sich die Leiterstruktur
L erstreckt, wodurch blockiert wird, dass sich der Störmode in
diese Richtung bewegt. In irgendeine andere Richtung als die Richtung,
in die sich die Leiterstruktur L erstreckt, koppelt die Hochfrequenzschaltungsvorrichtung
mit dem Störmode
gemäß der Komponente
der Leiterstruktur L in diese Richtung und koppelt dadurch mit dem
Störmode,
der sich in irgendeine Richtung bewegt, wobei die Ausbreitung des
Störmode
blockiert ist.
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26 zeigt
elektrische Charakteristika der Schaltung, die in 25B bezeigt ist. Wie aus dem Vergleich mit 24 zu
sehen ist, ermöglicht
eine zweidimensionale Anordnung der Basisschaltungen (d. h. Basisstrukturen),
dass der Störmode
von einer niedrigen Frequenz aufwärts reflektiert wird. Die Hochfrequenzschaltungsvorrichtung
bietet somit eine noch höhere
Störmodenausbreitungsblockierwirkung.
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Hochfrequenzschaltungsvorrichtungen,
die andere LPF-Basisschaltungen
verwenden, werden nun unter Bezugnahme auf 27 bis 32B erörtert.
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27 zeigt
eine LPF-Basisschaltung, die aus einem Parallelkondensator C und
vier Reiheninduktoren L gebildet ist. 28A zeigt
eine Basisstruktur einer zweidimensionalen Anordnung der LPF-Basisschaltung. 28B zeigt einen Teil einer Leiterstruktur, die
eine Mehrzahl von Basisstrukturen umfasst. Unter Bezugnahme auf 28A bezeichnet eine _ Leiterstruktur, die durch
den Buchstaben ,C' dargestellt ist,
einen Parallelkondensator, der mit einer geerdeten Elektrode gebildet
ist, die an der anderen Oberfläche
einer dielektrischen Platte angeordnet ist. Eine Leiterstruktur,
die durch den Buchstaben ,L' dargestellt
ist, bildet einen Reiheninduktor L.
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29 zeigt
elektrische Charakteristika der Schaltung, die in 28B gezeigt ist. Wie es aus 29 zu
ersehen ist, erhöht
sich der Reflexionskoeffizient bei irgendeinem Tor mit einer Frequenz.
Die Hochfrequenzschaltungsvorrichtung koppelt mit dem Störmode bei
einer höheren
Frequenzregion, wodurch die Ausbreitung des Störmode blockiert ist.
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Gemäß der Theorie
von planaren Schaltungen werden bei der Leiterstruktur, die in 28A gezeigt ist, einfallende Wellen von einem
Tor nicht gleichmäßig unter
den drei anderen Toren verteilt. Unter Bezugnahme auf 30A fällt
die Richtung eines Poynting'schen
Vektors von einem Tor Nr. 1 mit einem Tor Nr. 3 zusammen, aber ist
senkrecht zu Toren Nr. 2 und Nr. 4. Wie es in 30B gezeigt ist, ist die Leiterstruktur angeordnet,
so dass die Tore Nr. 1 und Nr. 3 nicht ausgerichtet sind und so
dass die Tore Nr. 3 und Nr. 4 nicht ausgerichtet sind. Die Wirksamkeit
der Schaltung ist somit bei der Leiterstruktur verbessert, die in 30B gezeigt ist.
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Leiterstrukturen,
die in 30C und 30D gezeigt
sind, sind dieselben, die tatsächlich für eine Schaltungsanalyse
getestet wurden. Die verwendete Maßeinheit ist μm.
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31A und 31B zeigen
Analyseergebnisse der Leiterstruktur, die in 30C gezeigt ist. 32A und 32B zeigen
Analyseergebnisse der Leiterstruktur, die in 30D gezeigt
ist. Die S31-Charakteristik (d. h. eine übertragene Größe) ist durch
die Leiterstruktur verbessert, bei der die Tore Nr. 1 und Nr. 3
nicht miteinander ausgerichtet sind und die Tore Nr. 2 und Nr. 4
nicht miteinander ausgerichtet sind.
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33A und 33B zeigen
ein Hochfrequenzmodul, das eine Störmodenausbreitungsblockierschaltung
verwendet, bei der die Leiterstruktur, die in 30B gezeigt ist, zweidimensional angeordnet ist,
wie es in 30A gezeigt ist. 33A ist eine perspektivische Ansicht des gesamten
Moduls. Dieses Hochfrequenzmodul weist eine Mehrzahl von integrierten
Chipschaltungen auf, die an einem Substrat 70 befestigt
sind, und arbeitet in einem Frequenzbereich von beispielsweise 2
bis 30 GHz. 33B ist eine vergrößerte Draufsicht
einer integrierten Schaltung. Die integrierte Schaltung weist einen
Spiralinduktor und Schlitzübertragungsleitungen an
einem Substrat auf und bildet eine Anpassungsschaltung, die äquivalent
aus einer Übertragungsleitung
und einem parallel geschalteten Induktor aufgebaut ist. Die oben
beschriebene Störmodenausbreitungsblockierschaltung
ist außerhalb
des Bereichs gebildet, in dem die Schlitzübertragungsleitung und der
Spiralschlitzinduktor angeordnet sind.
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Falls
die Schlitzübertragungsleitung
eine Verzweigung oder eine Biegung aufweist, wird der Störmode dort
erzeugt. Falls die Schlitzübertragungsleitung
aus einem planaren Leiter ohne einer Störmodenausbreitungsblockierschaltung
aufgebaut ist, die demselben zugeordnet ist, wird sich die Störmodenwelle
zwischen parallelen planaren Leitern bewegen, mit dem Spiralinduktor
koppeln oder eine parasitäre
Kapazität
erhöhen.
Folglich bewirkt das Kommunikationsmodul eine Funkstörung. Die
Charakteristika jeder Komponente weichen wesentlich von den beabsichtigten
Entwurfswerten derselben ab, was den Gesamtentwurf des Moduls schwierig macht.
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Falls
die oben beschriebene Störmodenausbreitungsblockierschaltung
außerhalb
des Bereichs gebildet ist, in dem die Schlitzübertragungsleitung und der
Spiralschlitzinduktor angeordnet sind, wird der Störmode, der
bei einer Verzweigung oder einer Biegung an der Schlitzübertragungsleitung
erzeugt wird, durch die Störmodenausbreitungsblockierschal tung
absorbiert. Es wird keine Störmodenwelle mit
dem Spiralinduktor koppeln und eine parasitäre Kapazität wird sich nicht erhöhen.
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34 und 35A und 35B zeigen ein
anderes Ausführungsbeispiel
einer Dreitorschaltung. 34 zeigt
eine Dreitorbasisschaltung. Diese Schaltung ist die Schaltung, die
in 23C gezeigt ist, mit einem Parallelkondensator
C, der mit dem Eingangs-/Ausgangstor jedes Induktors L verbunden ist.
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35A zeigt eine Basisleiterstruktur und 35B zeigt einen Teil der Leiterstruktur, die eine Mehrzahl
von Basisstrukturen umfasst. Unter Bezugnahme auf 35A bilden die Leiterstrukturen, die durch C1
und C2 dargestellt sind, Parallelkondensatoren C1 und C2, die in 34 gezeigt
sind, zusammen mit einer geerdeten Elektrode, die an der anderen
Seite einer dielektrischen Platte angeordnet ist. Die Leiterstruktur,
die durch L dargestellt ist, bildet einen Reiheninduktor L, der
in 34 gezeigt ist.
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Jeder
Scheitelpunkt einer dreieckigen Leiterstruktur, die die Parallelkapazität C1 bildet,
befindet sich nicht in Kontakt mit und ist elektrisch isoliert von dem
Scheitelpunkt einer benachbarten dreieckigen Leiterstruktur.
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Durch
ein Anordnen des Parallelkondensators C2 bei einer Verbindungsposition
zwischen benachbarten Basisstrukturen einer Leitung wird die Anzahl
von Stufen von LC-Leitern erhöht.
Die Störmodenausbreitungsblockierfähigkeit
wird sogar noch mehr verbessert.
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Eine
andere Struktur für
eine Störmodenausbreitungsblockierschaltung
wird nun unter Bezugnahme auf 36A bis 37 erörtert.
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36A zeigt eine Einheit einer Leiterstruktur, die
ferner in vier Untereinheiten einer Leiterstruktur geteilt ist.
Eine Untereinheitsstruktur ist aus einem Zwei-Anschlusspaar-Netzwerk (d. h. einem
Vier-Anschluss-Netzwerk)
gebildet, das eine Niedrigimpedanzleitung, eine Hochimpedanzleitung
und eine Niedrigimpedanzleitung umfasst, die in dieser Reihenfolge
verbunden sind. Beide Niedrigimpedanzleitungen sind in einer engen
Nähe angeordnet,
um den Grad an Kopplung zwischen denselben zu erhöhen. Man
lasse λg
die Übertragungswellenlänge darstellen
und die Niedrigimpedanzleitung weist eine Länge von λg/4 auf und verhindert, dass
sich der Störmode bei
einer bestimmten Frequenz bewegt.
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37 zeigt
Charakteristikdiagramme der Störmodenausbreitungsblockierschaltungen,
die aus den obigen Leiterstrukturen aufgebaut sind. Wie es aus dem
S11-Charakteristikdiagramm
zu sehen ist, erhöht
sich der Reflexionskoeffizient mit einer Frequenz über einen
vorbestimmten Wert und die Ausbreitung des Störmode ist wirksam blockiert.
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Gemäß der vorliegenden
Erfindung koppelt die Störmodenausbreitungsblockierschaltung
mit der Störmodenwelle,
die sich zwischen zwei parallelen planaren Leitern bewegt, wodurch
die Ausbreitung der Störmodenwelle
blockiert ist. Da die Störmodenausbreitungsblockierschaltung
in den parallelen planaren Leitern gebildet ist, ist die Störmodenausbreitungsblockierschaltung
einfach durch ein Strukturieren der Elektrode erzeugt. Jegliche
Probleme, wie beispielsweise dieselben die dem herkömmlichen Durchgangsloch
zugeordnet sind, zeigen sich nicht.
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Wenn
die Störmoden
in mehrere Richtungen reflektiert werden, koppelt die Störmodenausbreitungsblockierschaltung
mit denselben nicht nur in eine Richtung senkrecht zu der Ausbreitungsrichtung des
Störmode,
sondern auch in eine Richtung parallel zu oder schräg mit Bezug
auf die Ausbreitungsrichtung des Störmode.
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Die
Mikrostreifenmodenwelle, in die der Störmode umgewandelt wird, wird
ausreichend reflektiert, selbst wenn eine dielektrische Platte mit
niedriger Dielektrizitätskonstante
verwendet wird, deren Impedanz sich nicht stark mit der Leitungsbreite
der Streifenleitungsveränderung
verändert,
oder wenn eine dicke dielektrische Platte verwendet wird. Eine ausreichende
Störmodenausbreitungsblockierwirkung
ist somit erreicht.
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Die
Störmodenausbreitungsblockierschaltung
verhindert eine gegenseitige Beeinflussung von Leckwellen zwischen
einer Übertragungsleitung
und einer anderen Übertragung
und zwischen der Übertragungsleitung
und dem Resonator.
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Die
Störmodenausbreitungsblockierschaltung
verhindert eine gegenseitige Beeinflussung von Leckwellen zwischen
dem Resonator und einer anderen Übertragungsleitung
und zwischen einem Resonator und einem anderen Resonator.
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Selbst
falls der Layoutabstand der Übertragungsleitung
und des Resonators bei einem Übertragungsabschnitt
eines Signals oder bei einem Signalverarbeitungsabschnitt verschmälert ist,
wie beispielsweise bei einem Filter zum Durchlassen oder Blockieren
eines Signals in einem vorbestimmten Frequenzband, ist eine gegenseitige
Beeinflussung zwischen den Übertragungsleitungen
oder zwischen der Übertragungsleitung
und dem Resonator zuverlässig
verhindert. Ein im Allgemeinen kompaktes Kommunikationsgerät ist somit
bereitgestellt.
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Obwohl
die vorliegende Erfindung mit Bezug auf spezielle Ausführungsbeispiele
derselben beschrieben wurde, werden viele andere Variationen und
Modifikationen und andere Verwendungen Fachleuten auf dem Gebiet
ersichtlich. Es ist deshalb bevorzugt, dass die vorliegende Erfindung
nicht durch die spezifische Offenbarung hierin begrenzt sein soll, sondern
lediglich durch die beigefügten
Ansprüche.