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Die
vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Ablenkschaltung mit
einer Ablenkkorrekturschaltung. Die vorliegende Erfindung bezieht
sich weiterhin auf eine Wiedergabeanordnung mit einer derartigen
Ablenkschaltung. Eine derartige Ablenkschaltung eignet sich insbesondere
für Computermonitore
oder andere Wiedergabeanordnungen, die Information mit im Wesentlichen
verschiednen Zeilenfrequenzen wiedergeben sollen.
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In
einer Wiedergabeanordnung mit einer Elektronenstrahlröhre, wobei
ein Elektronenstrahl abgelenkt wird, variiert beim Abtasten der
Winkel zwischen dem Elektronenstrahl und dem Schirm der Röhre. Deswegen soll
die Abtastrate als eine Funktion der Lage der Stelle, wo der Strahl
den Schirm trifft, korrigiert werden. Diese Korrektur ist bekannt
als "S-Korrektur" weil, wenn der Elektronenstrahl;
durch das von einer Ablenkspule erzeugte Elektromagnetfeld abgelenkt
wird, der sägezahnförmige Ablenkstrom,
der durch die Ablenkspule fließt, korrigiert
werden muss, damit die S-Form erhalten wird. Die S-Korrektur wird von
einem S-Kondensator erhalten, der in Reihe mit der Ablenkspule vorgesehen
ist.
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Bei
einer bekannten Zeilenablenkschaltung wird einer Reihenschaltung
aus einer Drossel und einem periodisch geschalteten elektronischen
Schalter eine Speisespannung zugeführt. Eine Diode, ein Rücklaufkondensator
und eine Reihenschaltung aus der Zeilenablenkspule und dem S-Kondensator
sind parallel zu dem Schalter vorgesehen. Die Diode hat eine Polarität, so dass
sie während
wenigstens eines Teils einer Periode, worin der Schalter nicht leitend
ist, leitend ist. Nachdem der Schalter abgeschaltet worden ist,
schwingt die Ablenkspule mit dem Rücklaufkondensator; während der
Rücklaufperiode
tritt an dem Rücklaufkondensator
eine hohe Rücklaufspannung
auf und der Strom durch die Zeilenablenkspule kehrt ihr Vorzeichen
um. Am Ende der Rücklaufperiode,
was der Start der Abtastperiode ist, wird die Diode leitend und
die an dem S-Kondensator aufgebaute mittlere Spannung tritt an der
Zeilenablenkspule auf, wodurch verursacht wird, dass der S-korrigierte Sägezahnstrom
durch die Zeilenablenkspule fließt. Vor der Mitte der Abtastperiode,
wo der Ablenkstrom das Vorzeichen ändert, soll der Schalter wieder
geschlossen werden um die S-Kondensatorspannung an der Zeilenablenkspule
fest zu halten. Eine Zeilenperiode wird definiert als die Summe
der Rücklaufperiode
und der Abtastperiode.
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In
einem Wiedergabegerät,
das Wiedergabesignale mit im Wesentlichen verschiedenen Zeilenperiode wiedergeben
soll, ist es bekannt, den Wert des S-Kondensators in Abhängigkeit
von der Zeilenperiode anzupassen. Parallel zu dem S-Kondensator
ist eine Anzahl Zweige vorgesehen, wobei jeder Zweig einen Schalter aufweist,
der mit einem Kondensator in Reihe geschaltet ist. Der richtige
S-Kapazitätswert
wird durch Bestimmung in Reaktion auf die detektierte Zeilenfrequenz
angenähert,
welche Schalter offen sein sollen und welche Schalter geschlossen
sein sollen. Die Schalter sind während
der Periode, dass Wiedergabesignale mit einer bestimmten Zeilenfrequenz
empfangen werden, ständig
offen oder ständig
geschlossen.
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In
der Europäischen
Patentanmeldung EP-A-823812 ist beschrieben, dass eine regelbare
S-Korrektur in einer Zeilenablenkschaltung dadurch erhalten werden
kann, dass nur ein einziger Schalter in Reihe mit einem zusätzlichen
Kondensator parallel zu dem S-Kondensator vorgesehen wird. Der Betrag
an S-Korrektur wird durch Steuerung der EIN-Zeit des Schalters während einer Zeilenperiode angepasst.
Auf diese Weise ist es möglich,
in Abhängigkeit
von der Zeilenfrequenz, die S-Korrektur, die Zeilenamplitude und
die innere Kissenkorrektur allmählich
zu regeln. Die Kissenverzeichnung wird dadurch korrigiert, dass
der Betrag an S-Korrektur als eine Funktion der vertikalen Lage
variiert wird.
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Es
ist ein Nachteil des Standes der Technik, dass die Form der S-Korrekturwellenformen
eine Überlagerung
von zwei oder mehr verschiedenen Parabelfunktionen. Auf diese Weise
ist es unmöglich,
eine bestimmte Form der Korrekturwellenform innerhalb einer Abtastperiode
zu erzeugen, ohne dass viele parallele Zweige verwendet werden.
Eine große
Flexibilität
beim Erzeugen der Form der Korrekturwellenform ist erforderlich
um bei einer Vielzahl von Elektronenstrahlröhren zu passen, mit je eigenen
Anforderungen in Bezug auf die Korrekturwellenformen.
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Es
ist nun u. a. eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung eine Ablenkschaltung
mit einer Ablenkkorrekturschaltung zu schaffen, die für einen
großen
Bereich von Ablenkfrequenzen imstande ist, den Strom durch die Ablenkspule
mit einer bestimmten Form in einer Abtastperiode zu modulieren.
Auf diese Weise ist es möglich,
mit einer sehr großen
Genauigkeit und innerhalb eines großen Bereichs von Ablenkamplituden
und Ablenkfrequenzen die innere Kissenverzeichnung (und folglich
die S-Verzerrung) und auch die Linearität zu korrigieren.
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Dazu
weist ein erster Aspekt der vorliegenden Erfindung eine Ablenkschaltung
mit einer Ablenkkorrekturschaltung nach Anspruch 1 auf. Ein zweiter
Aspekt der vorliegenden Erfindung schafft eine Wiedergabeanordnung
mit einer derartigen Ablenkschaltung, wie beansprucht in Anspruch
10. Vorteilhafte Ausführungsformen
der vorliegenden Erfindung sind in den Unteransprüchen definiert
worden.
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Die
Ablenkschaltung nach der vorliegenden Erfindung umfasst eine Ablenkkorrekturschaltung
mit einer steuerbaren aktiven Spannungsquelle, vorgesehen in der
durch die Ablenkspule, den S-Kondensator und den Rücklaufkondensator
gebildeten Schleife. Die Spannungsquelle empfängt eine weitere Speisespannung und
ein Modulationssignal zum Liefern einer modulierenden Spannung,
die in Reaktion auf das modulierende Signal variiert. Die aktive
Spannungsquelle ist imstande, jede gewünschte Wellenform innerhalb
einer Ablenkperiode zu erzeugen. Während der Abtastperiode der
Ablenkperiode wird die Spannung an der Ablenkspule durch eine Spannung
bestimmt, welche die Summe der modulierenden Spannung und der Spannung
an dem S-Kondensator ist. Auf diese Weise variiert, da die modulierende
Spannung jede beliebige Form innerhalb einer Abtastperiode hat,
die Spannung an der Ablenkspule entsprechend derselben Form. Folglich
wird eine geeignete Modulation des Stromes durch die Ablenkspule
erhalten. Die aktive Spannungsquelle umfasst ein Schaltelement,
das mit einer Frequenz ein- und abgeschaltet wird, die wesentlich
höher ist
als die Ablenkfrequenz zum Erhalten von Wellenformen des Korrektursignals
mit einem Frequenzinhalt, der wesentlich höher ist als die Ablenkfrequenz,
so dass jede gewünschte
Wellenform innerhalb der Abtastperiode erzeugt werden kann. Die
Ablenkkorrekturschaltung nach der vorliegenden Erfindung ermöglicht die
Erzeugung einer allmählich
regelbaren Wellenform statt diskreter Korrekturschritte, wie dies
der Fall ist, wenn eine gewünschte
Anzahl S-Kondensatoren parallel geschaltet sind. Ein Benutzer ist
imstande, die Wellenform problemlos einzustellen zum Erhalten einer
einwandfreien Korrektur.
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EP-B-0490265
beschreibt eine Ausführungsform
der allgemein verwendeten Diodenmodulatorschaltung. Die dargestellte
Diodenmodulatorschaltung umfasst eine zweite Resonanzschaltung,
die mit der ersten Resonanzschaltung, bestehend aus der Ablenkschaltung,
dem S-Kondensator dem Rücklaufkondensator
und der Diode, in Reihe geschaltet ist. Die zweite Resonanzschaltung
umfasst eine Reihenschaltung aus einer Modulatorspule und einem
Modulatorkondensator, der zu dem Modulator-Rücklaufkondensator und der Modulatordiode
parallel geschaltet ist. Der Wirkung der Diodenmodulatorschaltung
liegt die Tatsache zugrunde, dass die mittlere Spannung an dem S-Kondensator
durch Modulation der mittleren Spannung an dem Modulatorkondensator über eine
Kopplungsspule, die mit dem Knotenpunkt der Modulatorspule und dem
Modulatorkondensator verbunden ist, variiert wird. Durch die wesentliche
Abstimmung der Schaltungsanordnung auf eine Frequenz, bezogen auf
die Zeilenfrequenz, ist es unmöglich,
jede beliebige Korrekturwellenform in einer Zeilenperiode zu erzeugen.
Es sei bemerkt, dass während
der Abtastperiode entweder der Schalter oder die Diode, die zu dem
Schalter parallel geschaltet ist, leitend sind. Folglich wird die
Reihenschaltung aus der Ablenkspule und dem S-Kondensator kurzgeschlossen;
es gibt keine aktive Spannungsquelle, die einen Korrekturstrom mit
Frequenzen erzeugt, die viel höher
sind als die Ablenkstromfrequenzen. Nur der S-Kondensator ist in
Reihe mit der Ablenkspule vorhanden. Der S-Kondensator ist nicht
eine aktive Spannungsquelle und ist nur imstande einen Niederfrequenz-S-Korrekturstrom
zu erzeugen.
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Bekanntlich
ist der Diodenmodulator primär
gemeint zum Korrigieren der Ost-West-Verzeichnung. Der Kopplungsspule
wird eine parabelförmige
Bildfrequenz-Spannung
zugeführt,
so dass die Zeilenamplitude in der Mitte des Schirms vergrößert wird.
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Weiterhin
ist durch die Abstimmung der Diodenmodulator für nur eine einzige Zeilenfrequenz
geeignet. Wenn der Diodenmodulator über einen großen Frequenzbereich
arbeiten soll, sollen die oben beschriebenen parallelen Zweige derart
hinzugefügt
werden, dass sie parallel zu dem S-Kondensator vorgesehen sind.
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US-A-5.661.375
beschreibt eine Zeilenablenkschaltung mit einer Ablenkkorrekturschaltung
zum Korrigieren der inneren Kissenverzeichnung. Die Ablenkkorrekturschaltung
modifiziert die Zeilenablenkspannung dadurch, dass über den
S-Kondensator ein Korrekturstrom geliefert wird zum Erhalten einer
Korrekturspannung an dem S-Kondensator.
Ein durch die Zeilenfrequenz gesteuerter Schalter erzeugt eine modulierende Spannung
an einem Kondensator Die Modulationsspannung wird als der modulierende
Strom zu dem S-Kondensator über
eine Reihenschaltung aus einer Reihenspule und einem Reihenkondensator
geliefert. Die Reihenspule wird eingestellt zum Erhalten einer Resonanzfrequenz
mit dem Reihenkondensator, der etwas niedriger ist als die doppelte
Zeilenablenkfrequenz. Feinabstimmung der Reihenspule bestimmt die
Gesamt-S-Formung. Wie dem auch sei, die Reihenspule braucht einen
ziemlich großen
Wert um die modulierende Spannung in den Korrekturstrom umzuwandeln
und die zeilenfrequent schaltende Frequenz des gesteuerten Schalters zu
unterdrücken.
Folglich kann diese des gesteuerten Schalters zu unterdrücken. Folglich
kann diese Schaltungsanordnung nur die Spannung an der Ablenkspule
mit einer Frequenz modulieren, die viel niedriger ist als die Zeilenfrequenz,
was logisch ist, weil die Schaltungsanordnung gemeint ist zum Erzeugen
einer inneren Kissenverzeichnungskorrektur, die nur eine Bildfrequenzmodulation
erfordert.
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Weiterhin
eignet sich die Korrekturschaltung nicht für einen großen Bereich von Zeilenablenkfrequenzen,
und zwar wegen der abgestimmten Schaltungsanordnungen, die durch
die Reihenspule und den Reihenkondensator, und durch die Ablenkspule,
den S-Kondensator
und den Rücklaufkondensator
gebildet sind.
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EP-B-0258949
beschreibt eine alternative Lösung
zum Korrigieren der inneren Kissenverzeichnung, wobei der S-Kondensator
in zwei reihengeschaltete S-Kondensatoren aufgeteilt wird. Der Korrekturstrom
wird über
einen der S-Kondensatoren erzeugt, der nachstehend als hinzugefügter S-Kondensator
bezeichnet wird. Die Korrekturschaltung umfasst eine erste Korrekturschaltung,
die an dem hinzugefügten
S-Kondensator eine mit der Bildfrequenz variierende mittlere Spannung
erzeugt. Diese mittlere Spannung ist die Speisespannung für eine zweite
Korrekturschaltung, die dem hinzugefügten S-Kondensator einen Zeilenfrequenz-Sägezahlstrom
liefert. Durch die Stromkorrektur ist auch diese Schaltungsanordnung
nicht imstande, den Korrekturstrom schnell genug zu variieren um
eine Korrektur der Ablenkspannung mit jeder beliebigen Form in einer Zeilenperiode
zu ermöglichen.
Weiterhin werden auch hier wieder die Schaltungsanordnungen in der
zweiten Korrekturschaltung auf eine Frequenz bezogen auf die Zeilenfrequenz
abgestimmt, dies ist falsch, wenn die Schaltungsanordnung Korrekturen über einen
großen
Bereich von Zeilenfrequenzen durchführen soll.
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In
einer Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung, wie in Anspruch 2 beansprucht, ist ein
Modulatorkondensator in Reihe mit dem S-Kondensator vorgesehen,
und über
eine Modulatorspule ist ein Schaltelement mit dem Modulatorkondensator
verbunden zum Erzeugen der modulierenden Spannung an dem Modulatorkondensator.
Die Werte des Modulatorkondensators und der Modulatorspule werden
selektiert zum Unterdrücken
der Schaltfrequenz des Schaltelementes, während sie im Wesentlichen eine
Ablenkfrequenz und/oder höhere
Oberwellen der Ablenkfrequenz durchlassen.
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In
einer Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung, wie in Anspruch 4 beansprucht, ist ein
Dämpfungswiderstand
hinzugefügt
zum Dämpfen
von Schwingungen, verursacht durch den Rücklaufimpuls.
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In
einer Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung, wie in Anspruch 5 beansprucht, ist ein
Sperrkondensator in Reihe mit dem Dämpfungswiderstand hinzugefügt worden
um DC-Ströme
durch die Modulatorspule zu vermeiden.
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Bei
einer Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung, wie in Anspruch 6 beansprucht, erzeugt
ein Transformator einen Rücklaufimpuls
in Reihe mit der Modulatorspule um den Rücklaufimpuls an dem Rücklaufkondensator
wenigstens teilweise zu kompensieren, damit die Schwingungen, verursacht
durch den Rücklaufimpuls,
unterdrückt
werden. Die Kompensation des Rücklaufimpulses
verringert weiterhin den Leistungsverlust in dem Dämpfungswiderstand.
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Bei
einer Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung, wie in Anspruch 7 beansprucht, hat der
S-Kondensator einen Wert, der es ermöglicht, dass die einwandfreie
S-Korrektur bei
einer Ablenkfrequenz erhalten wird, die im Wesentlichen in der Mitte
des Frequenzbereichs liegt. Obschon es möglich ist, einen sehr kleinen (preisgünstigen)
S-Kondensator zu
nehmen, würde
dies eine hohe Speisespannung für
die aktive Spannungsquelle und folglich eine hohe Verlustleistung
darin implizieren.
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Bei
einer Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung, wie in Anspruch 8 beansprucht, hat die
Linearitätskorrekturschaltung
einen Wert, durch den es möglich
ist, dass bei einer Ablenkfrequenz im Wesentlichen in der Mitte
des Frequenzbereichs die richtige Linearität erhalten wird. Auf diese
Weise ist die Speisespannung für
die und die Verlustleistung in der aktive(n) Spannungsquelle niedrig.
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Bei
einer Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung, wie in Anspruch 9 beansprucht, wird
die Linearität
automatisch korrigiert.
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Ausführungsbeispiele
der Erfindung sind in der Zeichnung dargestellt und werden im vorliegenden
Fall näher
beschrieben. Es zeigen:
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1 ein
Basisblockschaltbild einer Ablenkschaltung mit einer Ablenkkorrekturschaltung
nach der vorliegenden Erfindung,
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2 Wellenformen, die in der Ablenkschaltung
nach 1 auftreten,
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3 ein
detailliertes Blockschaltbild einer Ausführungsform der Ablenkschaltung
und der Ablenkkorrekturschaltung nach der vorliegenden Erfindung,
-
4 ein
detailliertes Blockschaltbild einer weiteren Ausführungsform
der Ablenkschaltung und der Ablenkkorrekturschaltung nach der vorliegenden
Erfindung, und
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5 Wellenformen, die in einer Ausführungsform
der Korrekturschaltung auftreten.
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1 zeigt
ein Basisblockschaltbild einer Ablenkschaltung mit einer Ablenkkorrekturschaltung
nach der vorliegenden Erfindung.
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In
der Ablenkschaltung ohne die Ablenkkorrekturschaltung Vs wird einer
Reihenschaltung aus einer Drossel Lc und einem periodisch geschalteten
elektronischen Schalter S1 eine Versorgungsspannung Vb1 zugeführt. Eine
Diode D1 und ein Rücklaufkondensator
Cf sind parallel zu dem Schalter S1 vorgesehen. Eine Reihenschaltung
aus einer Ablenkspule Ld und einem S-Kondensator Cs ist parallel
zu dem Rücklaufkondensator
Cf vorgesehen. Wenn die Spannungsquelle Vb1 eine Polarität hat, wie
durch die Spannung Vb1 angegeben, ist von der Diode D1 eine Kathode
mit dem Knotenpunkt der Drossel Lc und des Schalters S1 verbunden.
Die Ein- und Aus-Perioden des Schalters S1 werden von dem Steuersignal
Dr1 gesteuert.
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Die
Ablenkkorrekturschaltung Vs, die eine steuerbare aktive Spannungsquelle
Vs aufweist, ist in der durch die Ablenkspule Ld, den S-Kondensator
Cs und den Rücklaufkondensator
Cf gebildeten Schleife vorgesehen. Die Spannungsquelle Vs empfängt eine
weitere Speisespannung VB2 und ein modulierendes Signal M zum Liefern
einer modulierenden Spannung Vm, die in Reaktion auf das modulierende
Signal M variiert. Die aktive Spannungsquelle Vs ist imstande, jede
gewünschte
Wellenform innerhalb einer Ablenkperiode Td zu erzeugen. Auf diese
Weise wird während
der Abtastperiode Ts, wenn die Diode D1 leitend ist und/oder der Schalter
S1 geschlossen ist, die Spannung an der Ablenkspule Ld durch einen
Spannung bestimmt, welche die Summe der modulierenden Spannung Vm
und der Spannung an dem S-Kondensator Cs ist. Unter "jede gewünschte Wellenform
innerhalb einer Ablenkperiode" wird
jede bestimmte erforderliche Wellenform in einer Ablenkschaltung
für eine
Elektronenstrahlröhre
verstanden. Eine derartige Wellenform umfasst Frequenzanteile, die
viel höher
sind als die Ablenkfrequenz.
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2 zeigt Wellenformen, die in der Ablenkschaltung
nach 1 auftreten. 2A zeigt
das Treibersignals Dr1, das den Schalter S1 steuert. Der Schalter
S1 kann ein bipolarer Hochspannungstransistor oder jede andere beliebige
geeignete Halbleiterschaltan ordnung sein. 2B zeigt
die Spannung VCf an dem Rücklaufkondensator
Cf. 2C zeigt den Ablenkstrom Id durch die Ablenkspule
Ld.
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Der
Schalter S1 wird mit einer Ablenkperiode Td periodisch ein- und
abgeschaltet. Zu dem Zeitpunkt t0 gibt das Treibersignal Dr1 an,
dass der Hochspannungstransistor S1 nicht leitend werden soll. Nach
einer Verzögerung
Tde (oft als Speicherzeit bezeichnet) ist der Hochspannungstransistor
S1 tatsächlich
nicht leitend und die Rücklaufperiode
Tf startet. Die Energie in der Ablenkspule Ld und in der Drossel
Lc wird zu dem Rücklaufkondensator
Cf übertragen,
wodurch eine Rücklaufspannung
VCf mit einem hohen Wert Vf daran verursacht wird. Danach wird die
Energie in dem Rücklaufkondensator
Cf zu der Ablenkspule Ld und zu der Drossel Lc übertragen, bis die Spannung
VCf zu dem Zeitpunkt t2 negativ wird und die Diode D1 zu leiten
anfängt. Während der
Rücklaufperiode
Tf kehrt der Ablenkstrom Id durch die Ablenkspule Ld das Vorzeichen
um. Während
der Abtastperiode Ts wird durch Kurzschluss der Reihenschaltung
aus der Ablenkspule und dem S-Kondensator Cs ein korrigierter Sägezahnablenkstrom
Id erhalten. Wenn der Ablenkstrom Id zu dem Zeitpunkt t4 etwa in
der Mitte der Abtastperiode das Vorzeichen umkehrt, wird die Diode
D1 nicht leitend. Dazu soll der Schalter S1 zu einem Zeitpunkt t3
vor dem Zeitpunkt t4 geschlossen werden. Die mittlere Spannung an
dem S-Kondensator Cs ist im Wesentlichen gleich der Speisespannung
Vb1. Innerhalb einer Abtastperiode Ts wird die Form des Ablenkstromes
Id durch jede beliebige Form korrigiert, durch Hinzufügung der
steuerbaren aktiven Spannungsquelle Vs in Reihe mit dem S-Kondensator.
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3 zeigt
ein detailliertes Blockschaltbildeiner Ausführungsform der Ablenkschaltung
und der Ablenkkorrekturschaltung nach der vorliegenden Erfindung.
Diese Ausführungsform
zeigt eine Zeilenablenkschaltung, geeignet für einen großen Bereich von Zeilenfrequenzen.
Die gleichen Bezugszeichen wie in 1 bezeichnen
dieselben Elemente, die auf entsprechende Weise funktionieren.
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Eine
DC-Speisespannung Vb1 wird einer Reihenschaltung aus einem Schalter
S4, der Drossel Lc und dem Schalter S1 zugeführt. Auch hier sind die Diode
D1 und der Rücklaufkondensator
Cf beide parallel zu dem Schalter S1 vorgesehen. Die Kathode der
Diode D1 ist mit einem Knotenpunkt P1 des Schalters S1 und der Drossel
Lc verbunden, und die Anode ist nach Erde verbunden. Eine Reihenschaltung
aus der Ablenkspule Ld, einer etwaigen Linearitätsspule L1, dem S-Kondensator
Cs, und einem Modulatorkondensator Cm ist parallel zu dem Rücklaufkondensator
Cf vorgesehen. Die modulierende Spannung Vm wird an dem Modulatorkondensator
Cm erzeugt. Eine nung Vm wird an dem Modulatorkondensator Cm erzeugt.
Eine Reihenschaltung aus einem Dämpfungswiderstand
Rd und einem Sperrkondensator Cb ist parallel zu dem Modulatorkondensator
Cm vorgesehen. Eine Reihenschaltung aus einer Primärwicklung
eines Transformators Tr1 und einem Kondensator C1 ist zwischen Erde
und dem Knotenpunkt der Drossel Lc und des Schalters S1 verbunden.
Eine Sekundärwicklung
des Transformators Tr1 hat ein Ende, das mit einem Knotenpunkt des
Modulatorkondensators Cm und des S-Kondensators Cs verbunden ist, und ein
weiteres Ende, das über
eine Modulatorspule Lm mit einem Knotenpunkt P2 verbunden. Ein Schalter
S2 ist zwischen einer weiteren DC-Speisespannung Vb2 und dem Knotenpunkt
P2 vorgesehen. Ein Schalter S3 ist zwischen dem Knotenpunkt P2 und Erde
vorgesehen. Eine Steuerschaltung CC1 empfängt das modulierende Signal
M zum Liefern von Treibersignalen Dr2 und Dr3 zu den Schaltern S2
bzw. S3.
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Eine
Diode D3 hat eine Kathode, die mit der DC-Stromversorgung Vb1 verbunden
ist und eine Anode, die mit dem Knotenpunkt P3 des Schalters S4
und der Drossel Lc verbunden ist. Eine Diode D2 hat eine Kathode,
die mit dem Knotenpunkt P3 verbunden ist und eine Anode, die nach
Erde verbunden ist.
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Eine
Synchronisationsschaltung SC empfängt Synchronisationsinformation
Sy von der Wiedergabeinformation zum Liefern des Antriebssignals
Dr1 zu dem Schalter S1, und zum Liefern eines Synchronisationsbezugssignals
Sr zu einer Steuerschaltung CC2. Die Steuerschaltung CC2 empfängt weiterhin
ein modulierendes Signal M2 zum Liefern eines Antriebssignals Dr4
zu dem Schalter S4.
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Die
Steuerschaltung CC2 schaltet den Schalter S4 mit einer Zeilenfrequenz
bei einer konstanten Ein-Zeit. Folglich variiert die Aus-Zeit des
Schalters S4 wenn die Zeilenfrequenz variiert. Auf diese Weise wird die
Speisespannung Vb1' für die Ablenkschaltung
moduliert zum Erhalten einer einwandfreien Zeilenbreite über einen
großen
Bereich von Zeilenfrequenzen. Es ist weiterhin möglich, die Speisespannung Vb1' mit einem die Bildfrequenz
variierenden modulierenden Signal M2 zu modulieren zum Korrigieren
die Ost-West-Verzeichnung und anderer Niederfrequenzkorrekturen,
wie Keystone- und Ost-West-Eckenkorrekturen.
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Der
Schalter S1 wird von dem Antriebssignals Dr1 gesteuert, wie anhand
der 1 erläutert
wurde.
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Die
Elemente der aktiven Spannungsquelle Vs liegen innerhalb des gestrichelten,
durch Vs bezeichneten Blocks. Die modulierende Spannung Vm wird
an dem Modulatorkondensator Cm erzeugt. Die Dämpfungsschaltung, die den Widerstand
Rd und den Kondensator Cb umfasst, ist fakultativ. Auch der Transformator
Tr1 ist fakultativ. Die Dämpfungsschaltung
und der Transformator Tr1 verringern Schwingungen in der Schaltungsanordnung,
verursacht durch die schnell sich ändernde Spannung VCf während der
Rücklaufperiode
Tf. Die Polarität
der Wicklungen des Transformators Tr1, die durch Punkte angegeben
sind, werden derart gewählt,
dass an der Modulatorspule Lm im Wesentlichen kein Rücklaufimpuls
auftritt. Die Steuerschaltung CC1 verwandelt das modulierende Signal
M in die Treibersignale Dr2 und Dr3 zum periodischen Umschalten der
Schalter S2 bzw. S3. Die Schalter S2 und S3 sollen nicht gleichzeitig
leitend sein. Das Treibersignals Dr3 kann das invertierte Treibersignal
Dr2 sein. Die Schaltperiode der Schalter S2 und S3 soll im Wesentlichen höher gewählt werden
als die Zeilenfrequenz. Die Werte des Modulatorkondensators Cm und
der Modulatorspule Lm werden derart gewählt, dass sie die Schaltfrequenz
der Schalter S2 und S3 unterdrücken
und die Frequenzen in dem modulierenden Signal M durchlassen. Das
Modulationssignal M kann variieren zum Korrigieren der S-Verzerrung, der inneren
S-Verzerrung und der Linearität.
Das Modulationssignal M kann aus drei einzelnen Modulationssignalen
S, iS, und Lin bestehen zum Korrigieren der S-Verzerrung, der inneren S-Verzerung
bzw. der Linearität.
Die Frequenzen in dem Modulationssignal M können die Zeilenfrequenz und
verschiedene höhere
Oberwellen der Zeilenfrequenz enthalten. Im Grunde ist es ebenfalls
möglich,
die Zeilenamplitude, die Ost-West-Verzerrung und die Keystone-Verzerrung
zu korrigieren, aber in diesem Fall soll die DC-Versorgungsspannung so hoch gewählt werden,
dass eine sehr große
Verlustleistung in der steuerbaren aktiven Spannungsquelle Vs auftritt.
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Die
Umwandlung eines Modulationssignals M oder M2 mit einer variierenden
Form in ein periodisches Treibersignal Dr2, Dr3 oder Dr4 kann verschiedenartig
durchgeführt
werden. Ein Beispiel wird anhand der 4 und 5 näher
erläutert.
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So
sind beispielsweise in einer praktischen Verwirklichung die nachfolgenden
Elementwerte verwendet worden:
Lprimär von Tr1 = 1 mH
Windungenverhältnis von
Tr1 ist 10 zu 1.
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4 zeigt
ein detailliertes Blockschaltbild einer weiteren Ausführungsform
der Ablenkschaltung und der Ablenkkorrekturschaltung nach der vorliegenden
Erfindung. Diese Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung weicht von der Ausführungsform nach 3 darin
ab, dass eine Rückkopplungsschleife
hinzugefügt worden
ist. Die gleichen Bezugszeichen bezeichnen entsprechende Elemente
wie in 3. Der Strom durch die Parallelanordnung des Schalters
S1, der Diode D1 und des Rücklaufkondensators
Cf wird mit einem Widerstand Rm gemessen, der zwischen Erde und
einem Knotenpunkt des Schalters S1, der Diode D1 und dem Rücklaufkondensator
Cf vorgesehen ist. Eine Rückkopplungsspannung
Ms wird an dem Widerstand Rm erhalten.
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Die
Steuerschaltung CC1 umfasst einen Differentialverstärker CP1
mit einem invertierenden Eingang, der die Rückkopplungsspannung Ms empfängt, und
mit einem nicht invertierenden Eingang, der das Modulationssignal
M empfängt.
Eine Vergleichsstufe CP2 hat einen nicht invertierenden Eingang,
der mit einem Ausgang des Differentialverstärkers CP1 verbunden ist, einen
invertierenden Eingang, der ein Oszillatorsignal Sg von einem Oszillator
0 empfängt,
und einen Ausgang zum Liefern des Treibersignals Dr3 über einen
nicht invertierenden Puffer B1, und des Treibersignals Dr2 über einen
invertierenden Puffer B2.
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5 zeigt Wellenformen, die in einer Ausführungsform
der Korrekturschaltung auftreten. 5A zeigt
das Oszillatorsignal Sg als ein periodisches Sägezahnsignal mit einer Wiederholungsfrequenz,
die derart gewählt
worden ist, dass sie wesentlich höher ist als die Zeilenfrequenz. 5A zeigt
weiterhin das Modulationssignal M als eine gestrichelt dargestellte
parabelförmige
Wellenform.
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Es
wird nun die Situation ohne Rückkopplung
vorausgesetzt. Der Differentialverstärker CP1 ist überflüssig und
das Modulationssignal M wird dem nicht invertierenden Eingang der
Vergleichsschaltung CP2 zugeführt.
Die Vergleichsschaltung CP2 vergleicht den Istwert des Modulationssignals
M mit dem Oszillatorsignal Sg zum Erzeugen eines Ausgangssignals
OS, das den hohen Pegel hat, solange das Oszillatorsignal SG einen
Wert hat, der niedriger ist als das Modulationssignal M. Das nicht
invertierte Ausgangssignal Dr3 steuert den Schalter S3 und das invertierte
Ausgangssignal Dr2 steuert den Schalter S2. In dieser Situation
tritt, wenn das Modulationssignal M parabelförmig ist, an dem Mo dulatorkondensator
Cm eine parabelförmige
Modulationsspannung Vm auf. Es können
spezielle Vorkehrungen erforderlich sein um zu vermeiden, dass die
beiden Schalter S2 und S3 gleichzeitig leitend sind.
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Nun
wird die Situation mit Rückkopplung
vorausgesetzt. Der Differentialverstärker CP1 steuert die Ein- und
Aus-Zeiten der Schalter S2 und S3 über die Vergleichsschaltung
CP2, so dass die Spannung an dem Widerstand Rm der Form des Modulationssignals
M entspricht. Folglich soll, wenn ein S-förmiger Ablenkstrom Id erforderlich
ist, das Modulationssignal M S-förmig
sein. Durch die Rückkopplung
tritt auch hier wieder eine parabelförmige Modulationsspannung Vm
an dem Modulatorkondensator Cm auf.
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Während die
vorliegende Erfindung im Zusammenhang mit bevorzugten Ausführungsformen
beschrieben worden ist, dürfte
es einleuchten, dass Abwandlungen davon innerhalb der oben beschriebenen Grundlagen
dem Fachmann einfallen dürften
und dass die vorliegende Erfindung sich folglich nicht auf die bevorzugten
Ausführungsformen
beschränkt,
sondern dass die vorliegende Erfindung auch solche Abwandlungen
umfasst.
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Die
Drosselspule Lc kann beispielsweise ein Transformator sein zum Erzeugen
der Anodenspannung der Elektronenstrahlröhre. Durch die Modulation der
Spannung an der Primärwicklung
des Transformators kann Stabilisation der Anordnspannung erforderlich
sein.
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Die
Messung des Stromes durch die Ablenkspule Ld oder den Schalter S1
kann ebenfalls mit einem Stromtransformator vorgeformt sein. Der
Messwiderstand Rm oder der Stromtransformator kann auch an einer Stelle
anders als die aus 1 vorgesehen sein, solange der
zu messende Strom durch denselben fließt.
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Das
Modulationssignal M kann von einem analogen oder digitalen Wellenformgenerator
oder von einem auf geeignete Art und Weise programmierten Mikroprozessor
erzeugt werden. Benutzereingaben können das Modulationssignal
beeinflussen.
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Die
Rückkopplungsschaltung
kann auch mit digitalen Schaltungsanordnungen verwirklicht werden.
So empfängt
beispielsweise eine zentrale Verarbeitungseinheit (CPU) die Rückkopplungsspannung
Ms über
einen Analog-Digital-Wandler, liefert das Eingangssignal Ds für die Vergleichsstufe
CP2 über
einen Digital-Analog-Wandler und ein etwaiges Tiefpassfilter. Die
CPU vergleicht die Rückkopplungsspannungsabtastwerte
mit einer gewünschten
Wellenform, wie diese in einem Speicher gespeichert ist zum Berechnen
von Differenzwerten, die dem Digital-Analog-Wandler zugeführt werden.
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In
den Patentansprüchen
sollen die eingeklammerten Bezugszeichen nicht als den Rahmen der
vorliegenden Erfindung begrenzend betrachtet werden.
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Zusammenfassend
umfasst eine bevorzugte Ausführungsform
der Ablenkschaltung nach der vorliegenden Erfindung eine Ablenkkorrekturschaltung
(Vs) mit einer steuerbaren aktiven Spannungsquelle (Vs), vorgesehen
in einer Schleife, die durch eine Ablenkspule (Ld), einen S-Kondensator
(Cs) und einen Rücklaufkondensator
(Cf) gebildet ist. Die Spannungsquelle (Vs) empfängt eine weitere Speisespannung
(Vb2) und ein Modulationssignal (M) zum Liefern einer Modulationsspannung
(Vm), die in Reaktion auf das Modulationssignal (M) variiert. Die
aktive Spannungsquelle (Vs) umfasst ein Schaltelement (S2) das mit
einer Frequenz ein- und ausgeschaltet wird, die wesentlich höher ist
als die Ablenkfrequenz, damit Wellenformen der Modulationsspannung
(Vm) mit einem Frequenzinhalt ermöglicht werden, der wesentlich
höher ist
als die Ablenkfrequenz, so dass innerhalb der Ablenkperiode (Td)
jede gewünschte
Wellenform erzeugt werden kann.