-
Die
vorliegende Erfindung betrifft einen Katalysator zur Reinigung von
Abgas und ein Verfahren zur Herstellung desselben.
-
Konventionelle
Drei-Wege-Katalysatoren sind aufgrund der hohen Sauerstoffkonzentration
des Abgases bei einem Motorbetrieb unter Magerbedingungen nicht
immer ausreichend, um die Menge an NOx in dem Abgas zu verringern
und das Abgas dadurch zu reinigen.
-
Die
ungeprüfte
japanische Patentveröffentlichung
Nr. 9-38493 offenbart einen Katalysator, der wirkungsvoll ist, um
Abgas mit hoher Sauerstoffkonzentration von NOx zu reinigen, umfassend
ein katalytisches Edelmetall und ein NOx-Absorptionsmittel, die
der Reihe nach von einem Trägermaterial
aus einem zusammengesetzten Oxid, bestehend aus Aluminiumoxid in
Kombination mit Lanthan (La) und/oder Cobalt (Co), getragen werden.
Es wird in der Veröffentlichung
darauf hingewiesen, dass Aluminiumoxid bei hohen Temperaturen mit
dem NOx-Absorptionsmittel reagiert und hierdurch eine Verminderung
seiner eigenen spezifischen Oberfläche und ein Verstopfen seiner
Poren bewirkt, und dass es weiterhin ein Sintern des katalytischen
Edelmetalls bewirkt, während
das zusammengesetzte Oxid vor einer thermischen Schädigung bewahrt
bleibe.
-
Bei
einem Herstellungsverfahren des Katalysators wird eine Schicht des
zusammengesetzten Cobalt-Aluminiumoxids (nachdem eine Schicht des
zusammengesetzten Cobalt-Aluminiumoxids dadurch gebildet wurde,
dass eine auf einem Träger
gelagerte Aluminiumoxidschicht mit Cobalt (Co) imprägniert wird,
gefolgt von einer Trocknung und Kalzinierung) mit Platin (Pt) imprägniert und
getrocknet, und danach mit Rhodium (Rh) imprägniert, und dann getrocknet
und kalziniert. Schließlich
wird der Katalysator dadurch fertig gestellt, dass die Schicht des
zusammengesetzten Cobalt-Aluminiumoxids
mit Barium (Ba) imprägniert
und dann getrocknet und kalziniert wird. Bei dem mittels des obigen
Verfahrens hergestellten Katalysator bleiben Platin (Pt) und Rhodium
(Rh), die auf einem einzigen Partikel des zusammengesetzten Cobalt-Aluminiumoxids
getragen werden, eng zusammen oder greifen ineinander über.
-
Diejenigen
Katalysatoren, bei denen zwei verschiedene Arten von Edelmetallpartikeln
auf einem einzigen Partikel des Trägermaterials getragen werden,
neigen dazu, eine Legierung aus diesen Metallen zu bilden, wenn
sie einem Gas hoher Temperatur ausgesetzt sind, was zu einer Verschlechterung
der katalytischen Leistung führt.
-
Die
US-A 4 727 052 lehrt ein Verfahren zur Herstellung einer Katalysatorzusammensetzung,
enthaltend eine aktivierte, gegen thermischen Abbau stabilisierte
Aluminiumoxidbeschichtung, wobei das Verfahren das Auftragen einer
Beschichtung aus Aluminiumoxid, die eine oder mehrere darauf verteilte
katalytische Komponenten aus Metallen der Platingruppe trägt, auf
ein Trägersubstrat,
sowie das Kalzinieren der Beschichtung umfasst. Es wird dabei eine
Aufschlämmung
eines Gemischs aus Rh-tragendem Aluminiumoxid und Pt-tragendem Cerdioxid
hergestellt und auf einem Substrat aufgeschichtet, wobei die Aufschlämmung so
eingestellt wird, dass sie einen gegenüber dem Pt-Gehalt verringerten
Rh-Gehalt besitzt.
-
In
der EP-A 0 507 590 wird ein Katalysator zur Abgasreinigung für die gleichzeitige
Entfernung von Kohlenmonoxid, Kohlenwasserstoffen und Stickoxiden
aus dem Abgas eines inneren Verbrennungsmotors offenbart. Auf einem
monolithischen Träger
angeordnet, trägt
der Katalysator ein Gemisch, das eine katalytisch aktive Komponente
aufweist, die Palladium, ein Erdalkalimetalloxid, Ceroxid, Zirkoniumoxid
und ein aktiviertes Aluminiumoxid umfasst. Wie aus Beispiel 7 ersichtlich,
gibt es hier eine Aufschlämmung
eines pulverförmigen Gemischs
aus CeOi-ZrOi, Titanoxid, Aluminiumoxid, Siliciumdioxid, Palladium
und Barium.
-
Die
US-A 5 490 977 offenbart eine Katalysatorzusammensetzung, die geeignet
ist für
die Drei-Wege-Umwandlung
von Abgasen eines inneren Verbrennungsmotors, z.B. des Benzinmotors
eines Autos, umfassend ein katalytisches Material, das in/auf einem
Träger
angeordnet ist. Das katalytische Material enthält einen damit zusammen ausgebildeten
(z.B. co-präzipitierten)
Seltene-Erdenoxid-Zirkoniumdioxid-Träger, auf dem
eine erste katalytische Rhodiumkomponente verteilt ist, sowie einen
Aluminiumoxidträger,
der eine darauf verteilte katalytische Platinkomponente aufweist.
Bei diesem Katalysator tragen Seltene-Erdenmetalle ein Edelmetall.
-
Die
EP-A 0 822 005 offenbart einen Katalysator zur Abgasreinigung, umfassend
(a) Iridium, (b) wenigstens ein Element, ausgewählt aus der Gruppe bestehend
aus Alkalimetallen und Erdalkalimetallen und (c) wenigstens ein
Element, ausgewählt
aus der Gruppe bestehend aus Elementen der Gruppe IIIB des Periodensystems,
Elementen der Gruppe IVA des Periodensystems (außer dem Element Kohlenstoff)
und Elementen der Eisenfamilie, getragen auf einem Oxid wenigstens
eines Elements, ausgewählt
aus den Elementen der Titanfamilie. Beispiel 1 dieser Referenzschrift
lehrt das Imprägnieren
eines Pulvers aus Titanoxid mit dem Gemisch einer Lösung, enthaltend
Ir, K oder Ba und Nd.
-
Die
DE 197 42 705 A offenbart
einen Katalysator, umfassend eine untere Katalysatorschicht, die
Pt und Ba, auf AlO
2 getragen, enthält, sowie
eine obere Katalysatorschicht, die Pt und Rh, auf Zeolith getragen, enthält. Das
Pt und das Rh in der oberen Katalysatorschicht aktivieren NOx und
HC, und das Ba in der unteren Katalysatorschicht dient der feinen
Verteilung des Pt. Der Katalysator weist eine innere Schicht auf,
die Pt und Ba, getragen auf Aluminiumoxid und Cerdioxid, enthält, und
eine äußere Schicht,
die Pt und Rh, gewonnen auf Zeolith, enthält.
-
Die
EP-A 0 485 180 offenbart eine Katalysatorzusammensetzung zur Reinigung
von Abgas, beinhaltend (a) Zeolith mit hohem Siliciumdioxidgehalt
mit einem Si/Al-Verhältnis
von 40 oder mehr, das einem Ionenaustausch mit wenigstens einem
Metall, ausgewählt
aus Pt, Pd, Rh, Ir und Ru, unterzogen wurde, und (b) ein hitzebeständiges Oxid,
beinhaltend wenigstens ein Metall, ausgewählt aus Pt, Pd, Rh, Ir und
Ru. Die Katalysatorzusammensetzung wird als Einzelschicht oder mit
den beiden Komponenten (a) und (b) als getrennten Schichten auf
einem monolithischen Träger
getragen. Der Katalysator beinhaltet ein Gemisch von Edelmetall-tragendem
Zeolith und Aluminiumoxid, das Pt und Rh trägt, und enthält ein Erdalkalimetall,
sowie TiOa, ZrOa oder ein zusammengesetztes Oxid aus diesen.
-
Die
US-A 5 677 258 offenbart einen Katalysator zur Kontrolle der Abgasemission,
der eine untere Katalysatorschicht, enthaltend wenigstens eines
von Barium und Lanthan, und eine darüber liegende Katalysatorschicht,
enthaltend ein Mittel zur Absorption von Wasser in einem Gas, umfasst,
wobei wenigstens eine von der unteren bzw. oberen Katalysatorschicht
katalytisches Metall enthält.
Der Katalysator umfasst eine innere Schicht aus Aluminiumoxid, die
Ba und Pt trägt,
und eine äußere Schicht
aus Zeolith (kristallines Metallsilikat).
-
Es
ist eine Aufgabe der Erfindung, einen verbesserten Katalysator bereitzustellen,
der eine NOx-Absorption aufweist, die dazu befähigt ist, NOx in einem Abgas
zu absorbieren, wenn das Abgas eine hohe Sauerstoffkonzentration
besitzt und NOx in ein Abgas zu desorbieren, wenn das Abgas eine
niedrige Sauerstoffkonzentration besitzt.
-
Eine
weitere Aufgabe der Erfindung besteht darin, einen verbesserten
Katalysator bereitzustellen, der verschiedene Arten katalytischer
Edelmetalle zur Katalyse der Reduktion von NOx enthält, und
der eine verbesserte thermische Stabilität jedes katalytischen Edelmetalls
bereitstellt, um die Befähigung
zur Katalyse der Reduktion von NOx aufrecht zu erhalten.
-
Eine
weitere Aufgabe der Erfindung ist die Bereitstellung eines Herstellungsverfahrens
für den
verbesserten Katalysator.
-
Die
vorstehenden Aufgaben der Erfindung werden gelöst durch ein Verfahren zur
Herstellung eines Abgas-reinigenden Katalysators sowie durch einen
Abgas-Katalysator zur Reinigung eines Abgases gemäß den unabhängigen Verfahrens-
und Vorrichtungsansprüchen.
Vorteilhafte Ausführungsformen
der Erfindung sind in den Unteransprüchen definiert.
-
Genauer
dargestellt, umfasst das Verfahren zur Herstellung des Katalysators
die Schritte der Bildung eines pulverförmigen ersten Katalysators,
der das erste Edelmetall auf einem Trägermaterial trägt, jedoch
nicht das zweite Edelmetall enthält,
der Bildung eines pulverförmigen
zweiten Katalysators, der das zweite Edelmetall auf einem Trägermaterial
trägt,
jedoch nicht das erste Edelmetall enthält, des Mischens des pulverförmigen ersten
Katalysators mit dem pulverförmigen
zweiten Katalysator, um ein Gemisch hiervon herzustellen, und das
Imprägnieren
des Gemischs mit einer Lösung
eines NOx-Absorptionsmittels, um das NOx-Absorptionsmittel auf den
Trägermaterialien
zu tragen.
-
Der
durch das obige Verfahren hergestellte Katalysator trägt das erste
Edelmetall und das zweite Edelmetall auf getrennten Trägermaterialien,
die entweder von gleicher oder verschiedener Art sind, was die beiden Edelmetalle
davon abhält,
eine Legierung zu bilden, wenn der Katalysator hohen Temperaturen
ausgesetzt ist. Somit wirkt jedes Edelmetall mit dem NOx-Absorptionsmittel
zusammen, um die Reduktion von NOx zu katalysieren, wodurch das
Abgas gereinigt wird. Weiterhin zeigen diese Edelmetalle, selbst
wenn sie miteinander zusammenwirken, um als Katalysator zu fungieren,
in hinreichendem Maße
ihre eigenen Funktionen. Weiterhin ist es für das Verfahren, bei dem das
NOx-Absorptionsmittel nicht getrennt von den katalytischen Materialien
getragen wird, sondern das Gemisch mit diesem imprägniert wird,
von Bedeutung, dass das NOx-Adsorptionsmittel partiell durch die
Trägermaterialien
getragen wird, sodass ein Partikel des NOx-Absorptionsmittels gemeinsam
sowohl von einem Partikel des Trägermaterials,
das das erste Edelmetall trägt,
als auch von einem Partikel des Trägermaterials, das das zweite
Edelmetall trägt,
und ebenso von Partikeln sowohl des ersten als auch des zweiten
Edelmetalls getragen wird. Dementsprechend kooperiert jedes der
ersten und zweiten Edelmetalle an/auf demselben NOx-Absorptionsmittelpartikel
mit dem NOx-Absorptionsmittelpartikel, um den Katalysator dabei
zu unterstützen,
den Gehalt an NOx in dem Abgas zu vermindern, mit dem Effekt, dass
der Katalysator dazu befähigt
wird, seine Wirksamkeit bei der NOx-Reinigung problemlos zu erhöhen. Insbesondere
in dem Fall, in dem das erste und zweite Edelmetall verschiedene
NOx-reinigende Wirkungen aufweisen, erzielen sowohl das erste als
auch das zweite Edelmetallpartikel ihre Wirkung auf dasselbe NOx-Absorptionsmittelpartikel,
was durch die Vermittlerwirkung des NOx-Absorptionsmittels vorteilhaft
für die
NOx-Reinigung ist. Darüber
hinaus gleicht das zweite Edelmetall eine Verminderung der NOx-Reinigungswirkung
infolge des Sinterns des ersten Edelmetalls aus.
-
Ein
Abgas-reinigender Katalysator wird erhalten, indem der Katalysator
als Schicht auf ein Substrat aufgebracht wird, um eine Katalysatorschicht
auf diesem zu bilden. Die Katalysatorschicht weist ein Gemisch des
Trägermaterials,
das das erste Edelmetall und das NOx-Absorptionsmittel trägt, jedoch
nicht das zweite Edelmetall enthält,
und des Trägermaterials,
das das zweite Edelmetall und das NOx-Absorptionsmittel trägt, jedoch
nicht das erste Edelmetall enthält,
auf. In dem Gemisch wird ein Teil des NOx-Absorptionsmittels gemeinsam
von beiden Trägermaterialien,
die jeweils das erste, bzw. zweite Edelmetall aufweisen, getragen.
Als Trägermaterial
für das
erste Edel metall und/oder das zweite Edelmetall können Aluminiumoxid
(Al2O3), Cerdioxid
(CeO2) oder mindestens eines der Oxide von
Mangan (Mn), Cobalt (Co), Titan (Ti) und Eisen (Fe) verwendet werden.
Das erste und das zweite Edelmetall werden getrennt auf Trägermaterialien
getragen, die entweder von gleicher Art oder verschieden sein können. Der
Abgas-reinigende Katalysator behält
eine hohe Effizienz der NOx-Reinigung bei, sogar nachdem er einem
Abgas hoher Temperatur ausgesetzt worden ist.
-
Das
getrennte Auftragen des ersten und zweiten Edelmetalls auf verschiedenen
Arten des Trägermaterials
verbessert die katalytische Leistung. Allgemein kann gesagt werden,
dass die Hitzebeständigkeit
des Katalysators von der Hitzebeständigkeit des Trägermaterials
des Katalysators abhängt,
und dass ein Trägermaterial
mit hoher Hitzebeständigkeit
im Allgemeinen eine kleine spezifische Oberfläche besitzt. Es kann ebenso
gesagt werden, dass bei Verwendung zweier verschiedener Arten von
Edelmetall die Menge des einen Edelmetalls oft kleiner sein kann
als die des anderen. In diesem Fall wird eine Verminderung der katalytischen Leistung
des Katalysators aufgrund thermischer Beeinträchtigung dadurch verhindert,
dass das erste Edelmetall auf dem ersten Trägermaterial getragen wird,
das eine größere spezifische
Oberfläche
aufweist und dessen Gehalt an dem ersten Edelmetall pro Masseneinheit
des Trägermaterials
hoch sein kann, während
das zweite Edelmetall auf dem zweiten Trägermaterial mit einer kleineren
spezifischen Oberfläche
und einem möglicherweise
niedrigen Edelmetallgehalt, aber mit hoher Hitzebeständigkeit
getragen werden kann. Dies erfolgt, weil die benötigte Menge des zweiten Edelmetalls
gleichbleibend gehalten wird, wenn das erste Edelmetall auf dem
ersten Trägermaterial
partiell verloren geht, oder auf Grund des Sinterns des ersten Trägermaterials
unter diesem begraben wird. Das Tragen des zweiten Edelmetalls,
dessen Menge gering sein kann, auf einem Trägermaterial mit einer großen spezifischen
Oberfläche,
aber einer geringen Hitzebeständigkeit,
verhindert zusammen mit dem ersten Edelmetall eine signifikante
Verschlechterung der katalytischen Leistung aufgrund einer Verminderung
der Menge des zweiten Edelmetalls, die durch das Sintern des Trägermaterials
verursacht wird.
-
Der
Erfinder der vorliegenden Erfindung hat z.B. herausgefunden, dass
Pt bei hoher Sauerstoffkonzentration des Abgases eine hohe NOx-Reinigungswirkung
besitzt und die Neigung zeigt, seine Wirksamkeit bei der NOx-Reinigung
bei einer niedrigen Sauerstoffkonzentration des Abgases zu verringern,
und dass die Verwendung einer kleinen Menge an Rh zusammen mit Pt
wirksam zur Unterdrückung
dieser Verminderung der NOx-Reinigungswirkung war. Aus dieser Tatsache
wurde geschlussfolgert, dass ein verbesserter Katalysator dadurch
erhalten werden könnte,
indem man Pt als erstes Edelmetall auf dem ersten Trägermaterial
mit einer großen
spezifischen Oberfläche
und Rh als das zweite Edelmetall verwendet, das von geringer Menge und
auf dem zweiten Trägermaterial
mit geringer spezifischer Oberfläche
aber hoher Hitzebeständigkeit
gelagert sein kann. Im Katalysator wird, wenn die Sauerstoffkonzentration
des Abgases hoch ist (was anzeigt, dass das Treibstoffgemisch ein
Magergemisch ist), NO im Abgas durch Pt zu NO2 oxidiert,
um dann leicht durch das NOx-Adsorptionsmittel adsorbiert zu werden.
Wenn die Sauerstoffkonzentration des Abgases verringert wird oder,
mit anderen Worten, wenn ein stöchiometrisches
Luft-Treibstoff-Verhältnis,
bzw. ein Luft-Treibstoffverhältnis,
das kleiner als das stöchiometrische
Luft-Treibstoffverhältnis
ist, bereitgestellt wird, so katalysieren Pt und Rh die Reduktion
von NOx, das aus dem NOx-Absorptionsmittel
desorbiert wird. Bei diesem Katalysemechanismus wird angenommen,
dass Pt bei niedriger Sauerstoffkonzentration des Abgases eine höhere NOx-Reinigungswirkung
besitzt als Rh. Dementsprechend wird bei dem Katalysator, der ein
NOx-Absorptionsmittelpartikel enthält, das gemeinsam sowohl von
einem Pt-beladenen als auch von einem Rh-beladenen Trägermaterialpartikel
getragen wird, das NOx bei hoher Sauerstoffkonzentration des Abgases
durch Pt oxidiert und durch das NOx-Adsorptionsmittel adsorbiert;
anderenfalls wird NOx desorbiert, reduziert und hauptsächlich von
Rh mit hoher Effizienz gereinigt.
-
Als
erstes Trägermaterial
können
entweder Al2O3 oder
CeO2, alleine oder in Kombination, verwendet werden.
Andererseits wird wenigstens eine Art von Metalloxid, ausgewählt aus
der Gruppe beinhaltend Oxide von Mn, Co, Ti und Fe, in geeigneter
Weise als das zweite Trägermaterial
verwendet. Unter diesen besitzen Mn und Co eine höhere Leistung
bei der NOx-Reinigung als die Übrigen.
Im Fall von Al2O3 wird γ-Aluminiumoxid
empfohlen. CeO2, das dazu in der Lage ist,
Sauerstoff zu absorbieren (O2-Speichereffekt)
ist nützlich,
um dem Katalysator die Funktion eines Drei-Wege-Katalysators zu verleihen, um so
Kohlenwasserstoffe (HC) und Kohlenmonoxid (CO) und ebenso NOx zu
reinigen, wenn der Motor bzw. die Maschine mit einem etwa stöchiometrischen
Luft-Treibstoff-Verhältnis (λ = 1) betrieben
wird. Oxide eines Metalls wie etwa Mn sind dank ihrer hohen Hitzebeständigkeit
nicht nur nützlich,
um das erste Trägermaterial
vor einem Sintern zu bewahren, sondern sind auch dazu befähigt, die
NOx-Absorptionskapazität
des NOx-Absorptionsmittels zu erhöhen, und zwar dank ihrer Funktion,
das NO im Abgas in NO2 umzuwandeln.
-
Beim
Schritt des Imprägnierens
des Gemisches mit einer Lösung
des NOx-Absorptionsmittels, ist es bevorzugt, das Gemisch mit einer
Lösung
des ersten Edelmetalls zu imprägnieren,
und ebenso das erste Edelmetall dabei zusätzlich auf dem Trägermaterial
zu tragen. Das heißt,
das erste Edelmetall wird teilweise durch Imprägnieren auf das Trägermaterial
aufgebracht, wobei der verbleibende Teil des ersten Edelmetalls
darauf vorab aufgebracht wurde. Dies stellt eine Steigerung der
Hitzebeständigkeit
des Katalysators bereit und verbessert dessen NOx-Reinigungseffizienz,
wenn der Katalysator noch frisch ist, oder wenn das Luft-Treibstoffverhältnis stöchiometrisch
ist. Diese Erhöhung
der Hitzebeständigkeit
wird durch eine verbesserte Verteilung des ersten, zum Teil vorab
auf dem Trägermaterial
aufgebrachten Edelmetalls erreicht, mit dem Effekt einer Verhinderung
des Sinterns des ersten Edelmetalls selbst und einem Sintern zwischen
dem ersten und dem zweiten Edelmetall, wenn der Katalysator einem
Abgas hoher Temperatur ausgesetzt ist. Die Verbesserung der NOx-Reinigungswirkung
wird durch ein signifikant gesteigertes Zusammenwirken des NOx-Absorptionsmittels
mit dem ersten und zweiten Edelmetall bereitgestellt, und zwar aufgrund
der eng benachbarten Anordnung des verbleibenden Teils des ersten
Edelmetalls sowie des NOx-Absorptionsmittels
an dem zweiten Edelmetall.
-
Wenigstens
eines der Metalle, ausgewählt
aus der Gruppe beinhaltend Alkalimetalle wie etwa Natrium (Na),
Erdalkalimetalle wie etwa Barium (Ba) und Strontium (Sr), sowie
Seltene-Erdenmetalle
wie etwa Lanthan (La), wird geeigneter Weise als das NOx-Absorptionsmittel
verwendet. Insbesondere Ba weist eine exzellente Befähigung zur
NOx-Absorption auf.
-
Der
Erfinder dieser Anmeldung hat weiterhin herausgefunden, dass ein
doppelschichtiger Katalysator, beinhaltend eine innere Katalysatorschicht,
die auf einem Substrat ausgebildet ist und ein NOx-Absorptionsmittel
und ein katalytisches Edelmetall zur Katalyse der Reduktion von
NOx enthält,
und ferner beinhaltend eine äußere Katalysatorschicht,
die über
der inneren Zeolith-Schicht ausgebildet ist und ein darauf gewonnenes
Edelmetall aufweist, die Leistung der NOx-Reinigung des Katalysators
verbessert.
-
Ein
Herstellungsverfahren für
den doppelschichtigen Katalysator beinhaltet die Schritte der Herstellung
eines pulverförmigen
ersten Katalysators, der Pt auf einem Gemisch aus Al2O3 und CeO2 trägt, das
Herstellen eines pulverförmigen
zweiten Katalysators, der Rh auf einem Metalloxid wenigstens einer
Art von Metall ausgewählt
aus der Gruppe beinhaltend Mn, Co, Ti und Fe, trägt, das Herstellen eines pulverförmigen dritten Katalysators,
der Pt und Rh auf Zeolith trägt,
das Ausbilden einer inneren Schicht aus einem Gemisch des pulverförmigen ersten
und zweiten Katalysators auf einem Substrat, das Ausbilden einer äußeren Schicht
des pulverförmigen
dritten Katalysators über
der inneren Schicht, gefolgt von dem Imprägnieren der inneren und äußeren Schichten
mit einer Lösung
des NOx-Absorptionsmittels, dieses umfassend wenigstens eine Art
von Metall, ausgewählt
aus der Gruppe bestehend aus Alkalimetallen, Erdalkalimetallen und
Seltene-Erdenmetallen,
um das NOx-Absorptionsmittel auf der inneren und äußeren Schicht
zu tragen. Das Imprägnieren
der inneren und äußeren Schichten
mit einem Gemisch einer NOx-Absorptionsmittellösung und
einer Edelmetalllösung
kann zur Verbesserung der Verteilung des NOx-Absorptionsmittels
und des Edelmetalls durchgeführt werden.
-
Der
Katalysator zur Abgasreinigung, der mittels des obigen Verfahrens
hergestellt wurde, besitzt doppelte Schichten einschließlich der
auf einem Substrat ausgebildeten inneren und äußeren Katalysatorschichten.
Die innere Katalysatorschicht umfasst ein Gemisch einer katalytischen
Komponente, enthaltend Pt und NOx-Absorptionsmittel, getragen auf
einem Gemisch aus Al2O3 und
CeO2, jedoch kein Rh enthaltend, sowie eine
katalytische Komponente mit Rh und NOx-Absorptionsmittel, getragen auf einem
Metalloxid wenigstens einer Art von Metall, ausgewählt aus
der Gruppe beinhaltend Mn, Co, Ti und Fe, jedoch kein Pt enthaltend.
Die äußere Katalysatorschicht
umfasst eine katalytische Komponente enthaltend Pt, Rh und NOx-Absorptionsmittel,
getragen auf Zeolith.
-
Bei
dem doppelschichtigen Katalysator steht an oberster Stelle der dargelegten
Wirkungen, dass ein Katalysator, der Pt und Rh, separat getragen
auf Al2O3, und ein
Metalloxid, wie etwa das von Mn, in der inneren Katalysatorschicht
enthält,
dazu befähigt
ist, mit hoher NOx-Reinigungseffizienz
zu wirken, selbst nachdem der Katalysator Abgasen hoher Temperatur
ausge setzt war. Das auf dem Zeolith in der äußeren Katalysatorschicht getragene
Edelmetall aktiviert NOx und HC in dem Abgas und verbessert folglich
die Effizienz der NOx-Reinigung. Insbesondere wird NO in dem Abgas
in NO2 umgewandelt, um leichter durch das
NOx-Absorptionsmittel absorbiert zu werden, und HC wird aufgrund
von partieller Oxidation und Cracking energetisch reaktiv. Der aktivierte
HC unterstützt
die Reduktionsreaktion bei dem NOx.
-
Wie
aus der obigen Ausführung
ersichtlich, nimmt man an, dass die Wirksamkeit der Verwendung eines
Metalloxids, wie etwa dem von Mn, als Trägermaterial für das zweite
Edelmetall darauf zurückgeht,
dass NO in dem Abgas zu NO2 umgewandelt
wird. Der Abgas-reinigende Katalysator weist dabei eine katalytische Schicht
auf, die auf einem Substrat ausgebildet ist; diese katalytische
Schicht beinhaltet ein Gemisch aus dem pulverförmigen Katalysator, der das
erste, auf einem Trägermaterial
wie etwa Al2O3 gelagerte
Edelmetall, jedoch nicht das zweite Edelmetall enthält, und
dem pulverförmigen
Katalysator, der das auf einem Metalloxid als Trägermaterial gelagerte zweite
Edelmetall und das NOx-Absorptionsmittel, jedoch nicht das erste
Edelmetall enthält
und dazu befähigt
ist, NO zu NO2 zu oxidieren. Dieser Katalysator
ist wirkungsvoll dabei, die Reduktion von NOx in Abgas mit hoher
Sauerstoffkonzentration mit hoher Effizienz zu katalysieren, selbst
nachdem eine Exposition gegenüber
hohen Temperaturen erfolgt ist.
-
Wie
oben beschrieben, verhindert der Katalysator gemäß der Erfindung, dass die Edelmetalle,
wenn sie hohen Temperaturen ausgesetzt sind, eine Legierung bilden,
und bewirkt, dass die Edelmetalle die Reduktion von NOx durch Zusammenwirken
mit dem NOx-Adsorptionsmittel katalysieren. Da das NOx-Adsorptionsmittel
teilweise und derart von den Trägermaterialien
getragen wird, dass das NOx-Adsorptionsmittel-Partikel gemeinsam
sowohl von einem Partikel desjenigen Trägermaterials getragen wird,
das das erste Edelmetall trägt,
bzw. einem Partikel des Trägermaterials,
das das zweite Edelmetall trägt,
und ebenso von Partikeln des ersten und zweiten Edelmetalls getragen
wird, kooperieren das erste bzw. zweite Edelmetall mit dem NOx-Absorptionsmittel
auf jedem NOx-Adsorptionsmittelpartikel, um so zur Reinigung von
NOx in dem Abgas beizutragen, mit dem Ergebnis, dass der Katalysator
in die Lage versetzt wird, seine Effizienz bei der NOx-Reinigung
problemlos zu erhöhen.
-
Wenn
verschiedene Arten von Trägermaterialien
für das
erste und zweite Edelmetall verwendet werden, ist es einfach, den
bestmöglichen
Gebrauch von den Vorteilen des jeweiligen Trägermaterials zu machen, um
die Hitzebeständigkeit
zu verbessern und eine Steigerung der NOx-Reinigungseffizienz des Katalysators zu
erzielen, indem jeweils Edelmetalle, die für die Trägermaterialien geeignet sind,
auf die entsprechenden Trägermaterialien
aufgetragen werden. Wenn z.B. Pt, das in relativ großer Menge
benötigt
wird, auf Al2O3 aufgetragen
wird, und Rh, das von der Menge her relativ gering sein kann, auf
ein Metalloxid, wie etwa dem von Mn, aufgetragen wird, so wird die
Leistung des NOx-Adsorptionsmittels dergestalt durch das Metalloxid
verbessert, dass eine verbesserte Feinverteilung von Pt und Rh beibehalten
wird. Da ein Metalloxid wie das von Mn außerdem beim Sintern nicht leidet,
wird die Hitzebeständigkeit
des von dem Metalloxid getragenen Rh verbessert, um so zur Reinigung
von NOx in dem Abgas beizutragen, mit dem Ergebnis, dass der Katalysator in
die Lage versetzt wird, seine NOx-Reinigungseffizienz problemlos
zu erhöhen.
-
KURZE BESCHREIBUNG
DER ZEICHNUNGEN
-
Die
obigen und andere Aufgaben und Merkmale der Erfindung werden aus
der folgenden Beschreibung der Ausführungsformen dieser Erfindung
in Verbindung mit den begleitenden Zeichnungen hervorgehen. Von
diesen Zeichnungen zeigt:
-
1 eine
teilweise Schnittansicht eines Katalysators in Übereinstimmung mit einer Ausführungsform der
Erfindung;
-
2 einen
Graphen der NOx-Reinigungseffizienz der Probekatalysatoren EX-I
bis EX-IV der Erfindung und eines Vergleichskatalysators CX-I; und
-
3 einen
Graphen der NOx-Reinigungseffizienz der Probekatalysatoren EX-IX
bis EX-X der Erfindung und der Vergleichskatalysatoren CX-II bis
CX-IV.
-
DETAILLIERTE
BESCHREIBUNG DER AUSFÜHRUNGSFORMEN
DER ERFINDUNG
-
1 zeigt
einen Abgas-Reinigungs-Katalysator C in Übereinstimmung mit einer Ausführungsform der
Erfindung. Der Katalysator C wird in eine Abgasleitung (nicht dargestellt)
eingebaut, die mit einem Magermotor eines Autos verbunden ist, um
das Emissionsniveau von HC, CO und NOx in dem Abgas des Motors beim
Betrieb mit einem stöchiometrischen
Luft-Treibstoff-Verhältnis
zu verringern, und weiterhin, um effektiv das Emissionsniveau von
NOx in dem Abgas des Motors zu verringern, wenn dieser unter Magerbedingungen betrieben
wird. Dies bedeutet, dass der Katalysator C unter Magerbedingungen
eine Wirksamkeit der NOx-Reinigung besitzt. Unter Magerbedingungen
beträgt
die Sauerstoffkonzentration im Abgas etwa 4 oder 5 bis 20%, und
das Verhältnis
von Luft zu Treibstoff ist 18 oder höher. Der Katalysator C beinhaltet
eine Katalysatorinnenschicht 2, ausgebildet auf einem Wabenträger 1,
der aus Cordierit besteht, und eine Katalysatoraußenschicht 3,
die über
der Katalysatorinnenschicht 2 ausgebildet ist. Die Katalysatorinnenschicht 2 beinhaltet ein
Gemisch einer katalytischen Komponente, die ein erstes Edelmetall
wie etwa Pt, sowie NOx-Adsorptionsmittel,
getragen von einem ersten Trägermaterial,
z.B. einem Gemisch von Al2O3 und
CeO2, enthält, und einer katalytischen
Komponente, die ein zweites Edelmetall wie etwa Rh, sowie NOx-Adsorptionsmittel,
getragen von einem zweiten Trägermaterial,
z.B. wenigstens einer Art von Metalloxid ausgewählt aus der Gruppe beinhaltend
Mn, Co, Ti und Fe, enthält.
Das erste Trägermaterial
trägt nichts
von dem zweiten Edelmetall und das zweite Trägermaterial trägt nichts
von dem ersten Edelmetall. Das NOx-Adsorptionsmittel wird teilweise
von den Trägermaterialien
getragen, sodass ein Partikel des NOx-Absorptionsmittels gemeinsam
sowohl von einem Partikel des ersten Trägermaterials als auch von einem
Partikel des zweiten Trägermaterials,
und ebenso auch von Partikeln des ersten als auch des zweiten Edelmetalls
getragen wird. Die Katalysatoraußenschicht 3 umfasst
eine katalytische Komponente, die Edelmetalle wie etwa Pt und Rh,
sowie NOx-Adsorptionsmittel,
getragen von einem dritten Trägermaterial,
wie z.B. Zeolith, umfasst. Außerdem
kann ein Edelmetall wie etwa Iridium (Ir) und Palladium (Pd) zusammen
mit den vorstehend genannten Edelmetallen von jedem der Trägermaterialien
getragen werden. Obwohl gewöhnlich
Ba als das NOx-Absorptionsmittel verwendet wird, kann jedes einzelne
oder jede Kombination von z.B. zwei der Erdalkalimetalle, Alkalimetalle
und Seltene-Erdenmetalle anstelle von Ba verwendet werden. Als Cer-Bestandteil
können
Cerdioxid als CeO2, sowie ein zusammengesetztes
Oxid von Cer und Zirkonium verwendet werden, um eine hohe Hitzebeständigkeit
zu gewährleisten. Sowohl
die Katalysatorinnenschicht 2 als auch die Katalysatoraußenschicht 3 enthalten
Verunreinigungen von weniger als 1 %.
-
Der
Abgasreinigungskatalysator C wird durch die folgenden Prozesse hergestellt.
-
Ein
pulverförmiger
erster Katalysator wird hergestellt, indem das erste Edelmetall
z.B. über
einen Trocknungs/Erstarrungsprozess auf dem ersten Trägermaterial
aufgebracht wird. Ein pulverförmiger
zweiter Katalysator wird hergestellt, indem das zweite Edelmetall
durch einen Trocknungs/Erstarrungsprozess auf dem zweiten Trägermaterial
aufgebracht wird. Ein pulverförmiger
dritter Katalysator wird hergestellt, indem das dritte Edelmetall
auf dem dritten Trägermaterial
aufgebracht wird. Der pulverförmige
erste und zweite Katalysator und Bindemittel werden mit Wasser zusammengemischt,
um eine Aufschlämmung
zu bilden. Das aufgeschlämmte
Gemisch wird als Washcoat auf dem Wabenelement 1 aufgebracht
und dann getrocknet und kalziniert, um eine innere Beschichtungslage
zu bilden. Der pulverförmige
dritte Katalysator und das Bindemittel werden mit Wasser zusammengemischt,
um eine Aufschlämmung
zu bilden. Das aufgeschlämmte
Gemisch wird als Washcoat über
der inneren Schichtlage auf dem Wabenelement 1 aufgebracht,
um eine äußere Beschichtungslage
zu bilden, gefolgt von einer Trocknung und Kalzinierung. Nachfolgend
werden die innere und äußere Beschichtungslage
mit einer Lösung
des NOx-Absorptionsmittels imprägniert,
um das NOx-Absorptionsmittel darauf zu tragen, wonach wiederum getrocknet
und kalziniert wird.
-
Um
die Leistung der Katalysatoren gemäß der verschiedenen Beispiele
der Erfindung zu bewerten, wurden beispielhafte Probekatalysatoren
(EX) der Erfindung und ein Vergleichskatalysator (CX) für die Bewertung
hergestellt.
-
Beispiel I
-
Ein
Pt enthaltender, pulverförmiger
Katalysator (ein pulverförmiger
erster Katalysator) wurde gemäß dem folgenden
Prozess hergestellt. Es wurde ein Gemisch von γ-Aluminiumoxid und dem zusammengesetzten
Oxid CeO2-ZrO2 mit
einem Gewichtsverhältnis
von 1:1 hergestellt und dieses weiterhin mit einer Pt-Dinitrodiamin-Lösung gemischt,
um eine Aufschlämmung
bereitzustellen. Die Aufschlämmung
des Gemisches setzte sich aus dem Gemisch und Pt in einem Gewichts-Verhältnis von
150:1 zusammen. Der Pt enthaltende pulverförmige Katalysator wurde hergestellt,
indem die Aufschlämmung
des Gemisches versprüht
und getrocknet wurde, gefolgt von weiterem Trocknen und Kalzinieren.
Dabei wurde der Pt enthaltende pulverförmige Katalysator für eine Stunde
bei 100 bis 200°C
getrocknet und für
zwei Stunden bei 500 bis 600°C
kalziniert. Diese Trocknungs- und Kalzinierungsbedingungen wurden
auch auf andere pulverförmige
Katalysatoren des Katalysators EX-I und die später beschriebenen pulverförmigen Katalysatoren
EX-II bis EX-IIV und den Vergleichskatalysator CX angewendet. Ein
Rh enthaltender pulverförmiger
Katalysator (ein pulverförmiger
zweiter Katalysator) wurde mittels des folgenden Prozesses hergestellt.
Ein Gemisch aus MnO2 und einer Rhodiumnitratlösung wurde
als Aufschlämmung
hergestellt, die MnO2 und Rh bei einem Gewichtsverhältnis von
120:1 enthielt. Der Rh enthaltende pulverförmige Katalysator wurde hergestellt,
indem die Aufschlämmung
des Gemisches versprüht
und getrocknet wurde, gefolgt von weiterem Trocknen und Kalzinieren.
Ein Pt und Rh enthaltender pulverförmiger MFI-Katalysator (ein
pulverförmiger
dritter Katalysator) wurde mittels des folgenden Prozesses hergestellt.
Eine Pt-Dinitrodiamin-Lösung und
eine Rhodiumnitratlösung
wurden gemischt, um eine gemischte Lösung, enthaltend Pt und Rh
in einem Gewichtsverhältnis
von 75:1, herzustellen. Zeolith des MFI-Typs (SiO2/Al2O3 = 80) wurde zu
der gemischten Lösung
hinzu gegeben, um eine gemischte Aufschlämmung zu erhalten. Der Pt/Rh
enthaltende, pulverförmige
MFI-Katalysator wurde hergestellt, indem die gemischte Aufschlämmung versprüht und getrocknet
wurde, gefolgt von weiterem Trocknen und Kalzinieren.
-
Der
Pt enthaltende pulverförmige
Katalysator, der Rh enthaltende pulverförmige Katalysator und das Aluminiumoxid-Bindemittel
wurden alle in einem Gewichtsverhältnis von 50:2:5 zusammengemischt,
um ein Katalysatorgemisch herzustellen. Deionisiertes Wasser wurde
zu dem Katalysatorgemisch hinzu gegeben, um eine Aufschlämmung des
Katalysatorgemischs bereitzustellen. Ein Wabensubstrat 1,
das ein Gewicht von 420 g pro Liter (g/l) besaß, wurde in die Aufschlämmung des
Katalysatorgemischs eingetaucht, dann herausgenommen und getrocknet,
nachdem ein Überschuss
der Aufschlämmung
des Katalysatorgemischs herunter geblasen worden war, und im weiteren
kalziniert, um eine innere Beschichtungslage als Katalysatorinnenschicht 2 auf
dem Wabensubstrat 1 zu bilden. Dabei wurde die Ausbildung
des Washcoats derart kontrolliert, dass das aufgeschichtete und
getrocknete Katalysatorgemisch 342 Gramm pro Liter des Wabensubstrats 1 betrug
(342 g/l). Danach wurden der Pt und Rh enthaltende pulverförmige MFI-Katalysator
und das Alumi niumoxid-Bindemittel in einem Gewichtsverhältnis von
5:1 gemischt, um ein Katalysatorgemisch bereitzustellen. Es wurde dann
deionisiertes Wasser zu dem Katalysatorgemisch hinzu gegeben, um
eine Aufschlämmung
des Katalysatorgemischs bereitzustellen. Die Aufschlämmung des
Katalysatorgemischs wurde als Washcoat über der Innenschichtlage auf
dem Wabensubstrat 1 aufgebracht und dann getrocknet und
kalziniert, um eine äußere Beschichtungslage
als Katalysatoraußenschicht 3 auszubilden.
Die Bildung des Washcoats wurde derart kontrolliert, dass das aufgeschichtete
und getrocknete Katalysatorgemisch 24 g/l betrug. Schließlich wurden
die Katalysatorinnenschicht und die Katalysatoraußenschicht
derart mit einer Bariumacetat-Lösung
imprägniert, dass
sie 30 g/l an Ba enthielten, wonach eine Trocknung und Kalzinierung
erfolgte, um den Probekatalysator EX-I fertig zu stellen.
-
Wie
in Tabelle I zusammengefasst, zeichnet sich der Probekatalysator
EX-I dadurch aus, dass Pt und Rh getrennt von verschiedenen Trägermaterialien
in der Katalysatorinnenschicht getragen werden und dass ein Manganoxid
als Trägermaterial
für Rh
verwendet wird.
-
Die
Katalysatorinnenschicht umfasst 150 g/l an γ-Aluminiumoxid, 150 g/l an zusammengesetztem Oxid
CeO2-ZrO2 und 12
g/l an MnO2 als Trägermaterialien, 30 g/l an Bindemittel
sowie 2 g/l an Pt und 0,1 g/l an Rh als Edelmetalle. Die Katalysatoraußenschicht
umfasst 20 g/l an MFI als Trägermaterial,
4 g/l an Bindemittel sowie 0,5 g/l an Pt und 0,006 g/l an Rh als
Edelmetalle. Eine Gesamtmenge an 30 g/l Ba wurde als NOx-Absorptionsmittel
sowohl auf die Katalysatorinnenschicht als auch auf die Katalysatoraußenschicht
aufgebracht.
-
Beispiel II
-
Der
Probekatalysator EX-II entsprach dem Probekatalysator EX-I, mit
der Ausnahme, dass MnO2 als Träger für Rh durch
Co2O3 ersetzt wurde,
wie in Tabelle I zusammengefasst ist.
-
Beispiel III
-
Der
Probekatalysator EX-III wurde mittels des folgenden Prozesses hergestellt.
-
Es
wurde ein Gemisch aus γ-Aluminiumoxid,
zusammengesetztem Oxid CeO2-ZrO2 und
MnO2 in einem Gewichtsverhältnis von
25:25:2 hergestellt. Das Gemisch wurde weiterhin mit einer Pt-Dinitrodiamin-Lösung gemischt,
um eine Aufschlämmung
des Katalysatorgemischs in der Weise herzustellen, dass das Katalysatorgemisch
das Gemisch und Pt in einem Gewichtsverhältnis von 75:1 umfasste. Es
erfolgte dann eine abschließende
Weiterbearbeitung, um einen Pt enthaltenden pulverförmigen Katalysator
durch denselben Prozess wie im Fall des Probekatalysators EX-I als
pulverförmigen
ersten Katalysator bereitzustellen. Davon getrennt wurde ein Gemisch
aus γ-Aluminiumoxid, dem
zusammengesetzten Oxid CeO2-ZrO2 und
MnO2 in einem Gewichtsverhältnis von
25:25:2 hergestellt. Das Gemisch wurde weiterhin mit einer Rhodiumnitratlösung gemischt,
um eine Aufschlämmung
des Gemisches in der Weise herzustellen, dass die Aufschlämmung des
Gemisches aus dem Gemisch und Rh in einem Gewichtsverhältnis von
1500:1 vorlag, gefolgt von einer Fertigstellung mittels desselben
Verfahrens wie bei dem Probekatalysator EX-I zur Bereitstellung
eines pulverförmigen,
Rh enthaltenden Katalysators als pulverförmigem zweitem Katalysator.
Ein Pt und Rh enthaltender, pulverförmiger MFI-Katalysator wurde
als pulverförmiger
dritter Katalysator durch denselben Prozess wie bei dem Probekatalysator
EX-I bereitgestellt.
-
Der
Pt enthaltende pulverförmige
Katalysator, der Rh enthaltende pulverförmige Katalysator und das Aluminiumoxid-Bindemittel
wurden in einem Gewichtsverhältnis
von 5:5:1 zusammen gemischt, um ein Katalysatorgemisch bereitzustellen.
Es wurde deionisiertes Wasser zu dem Katalysatorgemisch hinzu gegeben, um
eine Aufschlämmung
des Katalysatorgemischs herzustellen. Durch den auf den Probekatalysator
EX-I aufgetragenen Washcoat wurde eine innere Beschichtungslage
als Katalysatorinnenschicht 2 auf einem Wabensubstrat 1 ausgebildet.
Die Auftragung des Washcoat wurde derart kontrolliert, dass das
aufgeschichtete und getrocknete Katalysatorgemisch 330 g/l betrug.
Es wurde dieselbe Beschichtungslage wie bei den vorstehenden Probekatalysatoren
EX-I und EX-II als Katalysatoraußenschicht 3 derart über der
Katalysatorinnenschicht 2 ausgebildet, dass das aufgeschichtete
und getrocknete Katalysatorgemisch 24 g/l betrug. Danach wurden die
Katalysatorinnenschicht 2 und die Katalysatoraußenschicht 3 derart
mit Ba imprägniert,
dass sie 30 g/l an Ba enthielten, um den Probekatalysator EX-III
fertig zu stellen.
-
Wie
in Tabelle I zusammengefasst, unterscheidet sich der Probekatalysator
EX-III von dem Probekatalysator EX-I dadurch, dass das Trägermaterial,
das Rh in der Katalysatorinnenschicht 2 trägt, nicht
Manganoxid ist, sondern dieselben Trägermaterialien enthält, die
als Träger
für Pt
verwendet werden, wobei beide Trägermaterialien
für Rh
und Pt aus einem Gemisch von γ-Aluminiumoxid, zusammengesetztem
Oxid CeO2-ZrO2 und
MnO2 hergestellt wurden. Alle anderen Bedingungen
waren dieselben wie für
den Probekatalysator EX-I.
-
Beispiel IV
-
Es
wurde ein Gemisch von γ-Aluminiumoxid
und dem zusammengesetztem Oxid CeO2-ZrO2 in einem Gewichtsverhältnis von 1:1 hergestellt.
Das Gemisch wurde weiterhin mit einer Pt-Dinitrodiamin-Lösung gemischt, um eine Aufschlämmung des
Gemisches in der Weise herzustellen, dass die Aufschlämmung des
Gemisches das Gemisch und Pt in einem Gewichtsverhältnis von
75:1 enthielt. Ein Pt enthaltender pulverförmiger Katalysator wurde als
pulverförmiger
erster Katalysator hergestellt, indem die Aufschlämmung des
Gemisches mittels des gleichen Prozesses getrocknet und kalziniert
wurde wie bei dem Probekatalysator EX-I. Getrennt hiervon wurde
ein Gemisch aus γ-Aluminiumoxid
und dem zusammengesetztem Oxid CeO2-ZrO2 in einem Gewichtsverhältnis von 1:1 hergestellt.
Das Gemisch wurde weiterhin mit einer Rhodiumnitratlösung gemischt, um
eine Aufschlämmung
des Gemisches in der Weise bereitzustellen, dass diese Aufschlämmung des
Gemisches das Gemisch und Rh-Metall in einem Gewichtsverhältnis von
1500:1 enthielt. Ein Rh enthaltender, pulverförmiger Katalysator wurde als
pulverförmiger
zweiter Katalysator hergestellt, indem die Aufschlämmung des
Gemisches mittels des gleichen Prozesses wie bei dem Probekatalysator
EX-I getrocknet und kalziniert wurde. Ein Pt und Rh enthaltender
pulverförmiger
MFI-Katalysator
wurde als pulverförmiger
dritter Katalysator mittels des exakt gleichen Prozesses wie bei
dem Probekatalysator EX-I hergestellt.
-
Es
wurde ein Gemisch des Pt enthaltenden pulverförmigen Katalysators, des Rh
enthaltenden pulverförmigen
Katalysators und des Aluminiumoxid-Bindemittels in einem Gewichtsverhältnis von
5:5:1 hergestellt. Es wurde deionisiertes Wasser zu dem Gemisch
hinzu gegeben, um eine Aufschlämmung
des Katalysatorgemisches bereitzustellen. Die Aufschlämmung des
Katalysatorgemi sches wurde mittels des gleichen Prozesses wie bei
dem Probekatalysator EX-I als Washcoat zur Ausbildung der Katalysatorinnenschicht 2 auf
einem Wabensubstrat 1 aufgebracht, wobei dies so erfolgte,
dass das aufgeschichtete und getrocknete Katalysatorgemisch 330
g/l betrug. Eine Katalysatoraußenschicht 3 wurde
durch denselben Prozess wie bei dem Probekatalysator EX-I ausgebildet,
und zwar so, dass das aufgeschichtete und getrocknete Katalysatorgemisch
24 g/l betrug. Die Katalysatorinnenschicht 2 und die Katalysatoraußenschicht 3 wurden
nachfolgend mit Ba imprägniert,
um den Probekatalysator EX-IV mittels des gleichen Prozesses fertig
zu stellen wie bei dem Probekatalysator EX-I.
-
Wie
in Tabelle I zusammengefasst, unterscheidet sich der Probekatalysator
EX-IV dadurch von dem Probekatalysator EX-I, dass die Trägermaterialien
für Rh
in der Katalysatorinnenschicht 2 kein Manganoxid beinhalten,
sondern aus denselben Materialien bestehen, wie sie für Pt verwendet
wurden. Alle anderen Bedingungen waren dieselben wie bei dem Probekatalysator
EX-I.
-
Vergleichskatalysator
CX
-
Es
wurde ein Gemisch aus γ-Aluminiumoxid,
zusammengesetztem Oxid CeO2-ZrO2 und
Aluminiumoxid-Bindemittel in einem Gewichtsverhältnis von 5:5:1 hergestellt.
Hierzu wurde deionisiertes Wasser hinzu gegeben, um eine Aufschlämmung des
Katalysatorgemischs bereitzustellen. Die Aufschlämmung des Gemisches wurde als
Washcoat auf ein Wabensubstrat 1 aufgebracht und nachfolgend
getrocknet und kalziniert, um eine Beschichtungslage des Katalysatorgemischs
zu bilden. Die Auftragung des Washcoats wurde derart kontrolliert,
dass das getrocknete Katalysatorgemisch 330 g/l aufwies. Die Beschichtungslage
des Katalysatorgemischs wurde weiterhin mit einem Gemisch aus einer
Pt-Dinitrodiamin-Lösung
und einer Rhodiumnitratlösung
imprägniert.
Das Katalysatorgemisch wurde so hergestellt, dass es Pt und Rh in
einem Gewichtsverhältnis
von 20:1 enthielt. Die Beschichtungslage des Katalysatorgemischs,
die so eingestellt war, dass sie eine Gesamtmenge von Pt und Rh
von 2,1 g/l enthielt, wurde getrocknet und kalziniert, um die Katalysatorinnenschicht 2 zu
bilden. Es wurde über
der Katalysatorinnenschicht 2 mittels des gleichen Prozesses
wie bei jedem Probekatalysator eine Katalysatoraußenschicht 3 ausgebildet.
Die Katalysatoraußenschicht 3 wies
24 g/l auf. Die Katalysatorinnenschicht 2 und die Katalysatoraußenschicht 3 wur den
so mit einer Bariumacetatlösung
imprägniert,
dass sie 30 g/l an Ba trugen, dann wurden sie getrocknet und kalziniert,
um den Vergleichskatalysator CX fertig zu stellen.
-
Wie
in Tabelle I zusammengefasst, unterscheidet sich der Vergleichskatalysator
CX von den Probekatalysatoren EX-I bis EX-IV gemäß den Ausführungsformen der Erfindung
nur dadurch, dass Pt und Rh in der Innenschicht nicht getrennt von
verschiedenen Trägermaterialien
getragen wurden, sondern dass sowohl Pt als auch Rh zusammen von
Trägermaterialien
getragen werden, die weder Manganoxid noch Cobaltoxid enthalten.
-
-
Es
wurden Bewertungstests durchgeführt,
indem die NOx-Reinigungseffizienz der Probekatalysatoren EX-I bis
EX-IV und des Vergleichskatalysators CX gemessen wurden. Bei dem
Bewertungstest wurde jeder der Katalysatoren in einem Festbett-Fließtyp-Reaktor
angebracht, nachdem er einer Behandlung zur Hitzealterung für 24 Stunden
bei 900°C
an der Atmosphäre
unterzogen worden war. Der Katalysator wurde dann einem Gas ausgesetzt,
das ein Abgas eines mit einem Magergemisch als Treibstoff betriebenen
Motors simulierte, wobei dieses Gas durch den Festbett-Fließtyp-Reaktor
geleitet wurde, bis sich eine stabile NOx-Reinigungseffizienz einstellte.
Nachfolgend wurde der Katalysator einem Gas ausgesetzt, das ein
Abgas eines mit einem angereicherten Treibstoff/Sauerstoff-Gemisch
betriebenen Motors simulierte und sich in seiner Zusammensetzung
von dem zuvor applizierten Testgas unterschied. Zum Zeitpunkt von
130 Sekunden nachdem wieder auf das Testgas mit der Zusammensetzung
entsprechend der Verbrennung unter Magerbedingungen umgeschaltet
worden war, erfolgte die Messung der NOx-Reinigungseffizienz, um
die NOx-Reinigungsleistung des
Katalysators bei der Verbrennung unter Magerbedingungen zu bestimmen.
-
Die
Temperatur des Katalysators bei dem Test, sowie die Temperatur des
Testgases betrugen 350°C, wobei
das Testgas die in TABELLE II dargestellte Zusammensetzung aufwies.
Die Raumgeschwindigkeit des Testgasstroms betrug 25.000 h-1.
-
TABELLE II
-
-
Die
Ergebnisse der Bewertungstests sind in 2 dargestellt.
-
Es
wird angenommen, dass die NOx-Reinigungseffizienz davon abhängt, ob
Pt und Rh in der Katalysatorinnenschicht getrennt von verschiedenen
Trägermaterialien
getragen werden oder nicht; dementsprechend ist anzunehmen, dass
der Unterschied bezüglich
der NOx-Reinigungseffizienz des Probekatalysators EX-IV gegenüber dem
Vergleichskatalysator CX deswegen auftritt, weil Pt und Rh in der
Katalysatorinnenschicht von verschiedenen Trägermaterialien getragen werden.
Weil im Probekatalysator EX-IV im Gegensatz zum Vergleichskatalysator
CX Pt und Rh jeweils getrennt von ihren eigenen Trägermaterialien
getragen werden, wird angenommen, dass Pt und Rh davon abgehalten
werden, während
der Behandlung zur Hitzealterung eine Legierung zu bilden, und dementsprechend
auch nach der Hitzealterung zu der NOx-Reinigungswirkung des Katalysators
beitragen.
-
Die
Probekatalysatoren EX-III und IV unterscheiden sich in der Frage,
ob jedes der Trägermaterialien für Pt und
Rh in der Katalysatorinnenschicht ein Manganoxid enthält oder
nicht. Daher ist davon auszugehen, dass die Unterschiede bei der
NOx-Reinigungseffizienz zwischen den Probekatalysatoren EX-III und
EX-IV in Abhängigkeit
davon zustande kommen, ob ein Manganoxid in ihren Trägermaterialien
enthalten ist. Bei dem Probekatalysator EX-III wird angenommen,
dass ein Manganoxid das Sintern des Aluminiumoxids bremst, wenn
NO zu NO2 oxidiert wird, das dann leichter
von dem NOx-Absorptionsmittel Ba adsorbiert werden kann; entsprechend
bleibt die NOx-Reinigungseffizienz
des Probekatalysators EX-III nach der Hitzealterung auf einem höheren Niveau
als bei dem Probekatalysator EX-IV.
-
Die
Probekatalysatoren EX-I und EX-III unterscheiden sich hinsichtlich
des Kriteriums, ob Pt und Rh von derselben Art von Trägermaterial
getragen werden, und insbesondere, ob Rh von einem Manganoxid als Trägermaterial
getragen wird. Es wird angenommen, dass der Unterschied bei der
NOx-Reinigungseffizienz zwischen dem Probekatalysator EX-I und dem
Probekatalysator EX-III darin begründet liegt, ob Rh von einem Manganoxid
getragen wird. Da ein Manganoxid schwer zu sintern ist, wird angenommen,
dass Rh, das von dem Manganoxid des Probekatalysators EX-I getragen
wird, nicht in den Manganoxidpartikeln bedeckt wird, sondern selbst
nach der Behandlung zur Hitzealterung auch weiterhin von den Oberflächen der
Manganoxidpartikel getragen wird, was stets erstrebenswert für einen
Katalysator ist, der eine hohe Effizienz der NOx-Reinigung haben
soll.
-
Obwohl
sich der Probekatalysator EX-II dadurch von dem Probekatalysator
EX-I unterscheidet, dass er – anstelle
des Manganoxids im Probekatalysator EX-I – Cobaltoxid als Trägermaterial
für Rh
verwendet, weist er eine ebenso hohe NOx-Reinigungseffizienz auf
wie der Probekatalysator EX-I. Im Ergebnis wird daher angenommen,
dass das Cobaltoxid in etwa die gleiche Leistung wie das Manganoxid
erbringt. Eine Cobaltverbindung, wie etwa Co3O4, kann mit der gleichen Wirksamkeit als
Cobaltoxid für
den Probekatalysator EX-II verwendet werden.
-
Um
den Katalysator der Erfindung nach der Behandlung der Hitzealterung
auf die NOx-Reinigungseffizienz
unter stöchiometrischen
Bedingungen ebenso wie unter Magerbedingungen zu bewerten, wurden
die Probekatalysatoren EX-V und EX-IV hergestellt.
-
Der
Probekatalysator EX-V wurde mittels des gleichen Prozesses wie der
Probekatalysator EX-I hergestellt, mit dem Unterschied, dass die
Hälfte
der 2g/l an Pt von dem Trägermaterial
des pulverförmigen
ersten Katalysators getragen wurde und das restliche Pt zusammen
mit Ba durch Imprägnieren
auf die Trägermaterialien
des ersten und zweiten Katalysators aufgebracht wurde. Genauer gesagt,
wurden die Katalysatorinnenschicht und die Katalysatoraußenschicht
mit einem Gemisch einer Bariumacetatlösung und einer Pt-Dinitrodiamin-Lösung imprägniert und
dann getrocknet und kalziniert.
-
Der
Probekatalysator EX-VI wurde mittels des gleichen Prozesses wie
der Probekatalysator EX-IV hergestellt, mit dem Unterschied, dass
die Hälfte
der 2g/l an Pt von dem Trägermaterial
des pulverförmigen ersten
Katalysators getragen wurde und das restliche Pt zusammen mit Ba
durch Imprägnieren
auf die Trägermaterialien
des ersten und zweiten Katalysators aufgebracht wurde. Genauer gesagt,
wurden die Katalysatorinnenschicht und die Katalysatoraußenschicht
mit einem Gemisch einer Bariumacetatlösung und einer Pt-Dinitrodiamin-Lösung imprägniert und
dann getrocknet und kalziniert.
-
Es
wurden dieselben Bewertungstests durchgeführt, indem die NOx-Reinigungseffizienz
unter Magerbedingungen und ebenso unter stöchiometrischen Bedingungen
gemessen wurde, nachdem eine Behandlung zur Hitzealterung bei den
Probekatalysatoren EX-V und EX-VI zusammen mit EX-I, EX-II und dem
Vergleichskatalysator CX durchgeführt worden war. Die Ergebnisse
sind in Tabelle III zusammengefasst.
-
-
-
Der
Probekatalysator EX-V unterscheidet sich von dem Probekatalysator
EX-I dadurch, dass die halbe Menge an Pt zusammen mit Ba durch Imprägnieren
aufgebracht wird. Wie aus Tabelle III ersichtlich, zeigt der Probekatalysator
EX-V eine geringere Effizienz der NOx-Reinigung unter Magerbedingungen
als die Probekatalysatoren EX-I und EX-II; er zeigt unter stöchiometrischen
Bedingungen eine größere NOx-Reinigungseffizienz
als die Probekatalysatoren EX-I und EX-II. Es wird hierbei angenommen,
dass Pt so imprägniert
ist, dass es bei dem Probekatalysator EX-V in einer hinreichend
hohen Feinverteilung vorliegt, damit das Sintern bei der Hitzealterung
gebremst wird, und dass die Pt- und Ba-Partikel so nahe bei den
Ba-Partikeln verteilt werden, dass sie ein verstärktes Zusammenwirken zwischen
Pt-, Rh- und Ba-Partikeln bewirken.
-
Der
Probekatalysator EX-VI unterscheidet sich dadurch von dem Probekatalysator
EX-IV, dass die halbe Menge an Pt zusammen mit Ba durch Imprägnieren
aufgebracht wird. Der Probekatalysator EX-VI zeigt sowohl unter
Magerbedingungen als auch unter stöchiometrischen Bedingungen
eine größere Effizienz
der NOx-Reinigung als der Probekatalysator EX-IV.
-
Um
den Katalysator der Erfindung im Hinblick auf Unterschiede der NOx-Reinigungseffizienz
vor und nach der Behandlung zur Hitzealterung zu bewerten, wurden
die Probekatalysatoren EX-VII und EX-VIII hergestellt.
-
Der
Probekatalysator EX-VII wurde mittels des gleichen Prozesses wie
der Probekatalysator EX-I hergestellt, mit der Ausnahme, dass das
Manganoxid durch Titanoxid (TiO2) ersetzt
wurde. Der Probekatalysator EX-VIII wurde mittels des gleichen Prozesses
hergestellt wie der Probekatalysator EX-I, mit der Ausnahme, dass
das Manganoxid durch Eisenoxid (Fe2O3) ersetzt wurde. Die Menge an TiO2 bzw. Fe2O3 war dieselbe wie die des Manganoxids bei
dem Probekatalysator EX-I.
-
Es
wurden die entsprechenden Bewertungstests durchgeführt, indem
die NOx-Reinigungseffizienz
bei Magerbedingungen unter denselben Versuchsbedingungen getestet
wurde. Als Ergebnis der Tests zeigte der Probekatalysator EX-VII
eine NOx-Reinigungseffizienz von 65,5% unter Magerbedingungen und
der Probekatalysator EX-VIII zeigte unter Magerbedingungen eine
NOx-Reinigungseffizienz von 58,8%, was zeigte, dass TiO2 und
Fe2O3 effektiv,
jedoch geringerwertig als Manganoxid und Cobaltoxid sind.
-
Um
die Nützlichkeit
von Manganoxid und Cobaltoxid als Trägermaterial zu bewerten, wurden
pulverförmige
Katalysatoren hergestellt, bei denen Rh von Al2O3, von MnO2 bzw.
von Co3O4 getragen
wurde. Es wurden Messungen durchgeführt, um die Partikelgröße von Rh
vor und nach der Hitzealterung zu bestimmen. Die Ergebnisse sind
in Tabelle IV zusammengefasst.
-
Vergleichskatalysator
CX-1. Die Ergebnisse sind in Tabelle IV zusammengefasst.
-
TABELLE IV
-
-
Wie
aus Tabelle IV ersichtlich, vergrößert das von Al2O3 getragene Rh, das zunächst eine kleine Partikelgröße besitzt,
seine Partikelgröße, wenn
es zur Hitzealterung gesintert wird. Im Gegensatz dazu ist das von
MnO2 oder Co3O4 getragene Rh weitgehend frei von den Effekten
des Sinterns. Dementsprechend ergibt sich, dass die Verwendung von
MnO2 oder Co3O4 als Trägermaterial
mit einem Vorteil bei der NOx-Reinigung einhergeht.
-
Probekatalysator
EX-IX
-
Ein
Gemisch von γ-Aluminiumoxid,
zusammengesetztem Oxid CeO2-ZrO2,
MnO2 und Aluminiumbindemittel in einem Gewichtsverhältnis von
25:25:2:5 wurde mit deionisiertem Wasser gemischt, um die Aufschlämmung eines
Katalysatorgemischs bereitzustellen. Die Aufschlämmung des Katalysatorgemischs
wurde durch Waschbeschichtung als Innenschicht 2 auf einem
Wabensubstrat 1 mit einem Gewicht von 420 g/l aufgebracht.
Die Waschbeschichtung wurde derart kontrolliert, dass die aufgeschichtete
und getrocknete Katalysatorschicht ein Gewicht von 342 g/l aufwies.
Die Katalysatorschicht wurde bei einer Temperatur zwischen 100 und
200°C für eine Stunde
getrocknet und für
zwei Stunden bei 500 und 600°C
kalziniert.
-
Getrennt
davon wurde ein Gemisch aus einer Pt-Dinitrodiamin-Lösung und
Rhodiumnitrat, eingestellt auf ein Gewichtsverhältnis von Pt:Rh von 75:1, hergestellt.
Das Gemisch wurde zusammen mit Zeolith des MFI-Typs (SiO2/Al2O) sprühgetrocknet,
um ein Katalysatorpulver bereitzustellen, das Pt und Rh auf Zeolith trägt, und
das auf einen Gehalt an Pt und Rh von 2,3 Gewichts-% eingestellt
war. Das Katalysatorpulver und das Aluminiumbindemittel wurden in
einem Gewichtsverhältnis
von 5:1 gemischt und im weiteren mit deionisiertem Wasser gemischt,
um eine Aufschlämmung
des Katalysatorgemischs bereitzustellen. Diese Aufschlämmung des
Katalysatorgemischs wurde durch Waschbeschichtung als Katalysatoraußenschicht 3 über der
Katalysatorinnenschicht 2 ausgebildet und getrocknet. Die
aufgeschichtete und getrocknete Katalysatorschicht wurde auf 24
g/l eingestellt. Die Katalysatoraußenschicht 3 wurde
bei einer Temperatur zwischen 100 und 200°C für eine Stunde getrocknet und
für zwei
Stunden bei 500 und 600°C
kalziniert.
-
Die
Katalysatorinnenschicht 2 und die Katalysatoraußenschicht 3 wurden
mit einem Gemisch aus einer Pt-Dinitrodiamin-Lösung, einer Rhodiumnitratlösung und
einer Bariumacetatlösung,
das so eingestellt war, dass es Pt, Rh und Ba in einem Gewichtsverhältnis von
20:1:300 enthielt, imprägniert.
Die imprägnierte
Menge betrug in Gewichtsmengen 32,1 g/l. Die Katalysatorinnenschicht 2 und
die Katalysatoraußenschicht 3 wurden im
weiteren getrocknet und kalziniert, um den Probekatalysator EX-IIIV
bereitzustellen.
-
Die
Katalysatorinnenschicht 2 enthielt 150 g/l an γ-Aluminiumoxid,
150 g/l an zusammengesetztem Oxid CeO2-ZrO2 und 12 g/l an MnO2 als
Trägermaterialien,
30 g/l an Bindemittel, sowie 2 g/l an Pt und 0,1 g/l an Rh als Edelmetalle.
Die Katalysatoraußenschicht 3 enthielt
20 g/l an Zeolith des MFI-Typs als Trägermaterial, 4 g/l an Bindemittel,
sowie 0,5 g/l an Pt und 0,006 g/l an Rh als Edelmetalle. Der Probekatalysator
EX-IX enthielt insgesamt 30 g/l an Ba als NOx-Adsorptionsmittel.
-
Probekatalysator EX-X
-
Es
wurde ein Probekatalysator EX-X hergestellt, der dem Probekatalysator
IIIV entsprach, mit der Ausnahme, dass MnO2 durch
Co2O3 ersetzt wurde.
-
Vergleichskatalysator
CX-II
-
Es
wurde ein Gemisch aus γ-Aluminiumoxid,
zusammengesetztem Oxid CeO2-ZrO2 und
Aluminiumbindemittel hergestellt, das ein Gewichtsverhältnis von
5:5:1 besaß.
Dieses Gemisch wurde dann mit deionisiertem Wasser gemischt, um
eine Aufschlämmung
des Katalysatorgemischs bereitzustellen. Diese Aufschlämmung des
Katalysatorgemischs wurde durch Waschbeschichtung als Innenschicht 2 auf
ein Wabensubstrat 1, das ein Gewicht von 420 g/l besitzt,
aufgetragen und getrocknet. Die aufgeschichtete und getrocknete Katalysatorinnenschicht 2 wurde
auf 330 g/l eingestellt. Schließlich
wurde die Katalysatorinnenschicht 2 für eine Stunde bei einer Temperatur
zwischen 100 und 200°C
getrocknet und für
zwei Stunden bei 500 und 600°C kalziniert.
-
Die
Katalysatorinnenschicht 2 wurde mit einem Gemisch einer
Pt-Dinitrodiamin-Lösung
und Rhodiumnitratlösung,
eingestellt auf ein Pt-Rh-Gewichtsverhältnis von 20:1, imprägniert.
Die imprägnierte
Menge des Gemisches betrug 2,1 g/l. Die Katalysatorinnenschicht
wurde dann für
eine Stunde bei einer Temperatur zwischen 100 und 200°C getrocknet
und für
zwei Stunden bei 500 und 600°C
kalziniert.
-
Es
wurde dann mittels eines entsprechenden Prozesses eine Katalysatoraußenschicht 3,
die derjenigen des Probekatalysators EX-IX entsprach, über der
Katalysatorinnenschicht 2 ausgebildet.
-
Die
Katalysatorinnenschicht 2 und die Katalysatoraußenschicht 3 wurden
mit Bariumacetatlösung
imprägniert.
Die Imprägnierung
wurde derart kontrolliert, dass die Katalysatorinnenschicht 2 und
die Katalysatoraußenschicht 3 30
g/l an Ba enthielten.
-
Vergleichskatalysator
CX-III
-
Es
wurde eine Katalysatorinnenschicht entsprechend derjenigen des Vergleichskatalysators
CX-II auf einem Wabensubstrat 1 ausgebildet. Die aufgeschichtete
und getrocknete Katalysatorschicht wurde so eingestellt, dass sie
ein Gewicht von 30 g/l aufwies.
-
Es
wurde eine Katalysatoraußenschicht 3 entsprechend
derjenigen des Probekatalysators EX-IX über der
Katalysatorinnenschicht 2 ausgebildet. Die aufgeschichtete
und getrocknete Katalysatorschicht wurde auf ein Gewicht von 24
g/l eingestellt.
-
Die
Katalysatorinnenschicht 2 und die Katalysatoraußenschicht 3 wurden
mit Pt, Rh und Ba mit 32,1 g/l Gesamtgewicht mittels des gleichen
Prozesses wie bei dem Probekatalysator EX-IX imprägniert.
-
Vergleichskatalysator
CX-IV
-
Eine
Katalysatorinnenschicht 2 wurde auf einem Wabensubstrat 1 mittels
des gleichen Prozesses wie bei dem Probekatalysator EX-IIIV ausgebildet.
Die aufgeschichtete und getrocknete Katalysatorschicht wurde auf
342 g/l eingestellt. Die Katalysatorinnenschicht 2 wurde
mit einem Gemisch einer Pt-Dinitrodiamin-Lösung und einer Rhodiumnitratlösung imprägniert,
die auf ein Gewichtsverhältnis
von Pt:Rh von 20:1 eingestellt worden war, wobei hierfür die gleiche
Vorgehensweise wie bei dem Vergleichskatalysator CX-II verwendet
wurde. Die imprägnierte
Menge von Pt und Rh betrug 2,1 g/l.
-
Eine
Katalysatoraußenschicht 3,
entsprechend derjenigen des Probekatalysators EX-IX, wurde mittels des
gleichen Verfahrens wie bei dem Probekatalysator EX-IX über der
Katalysatorinnenschicht 2 ausgebildet. Die aufgeschichtete
und getrocknete Katalysatorschicht wurde auf 24 g/l eingestellt.
-
Die
Katalysatorinnenschicht 2 und die Katalysatoraußenschicht 3 wurden
mit einer Bariumacetatlösung
imprägniert.
Die Imprägnierung
wurde derart kontrolliert, dass die Katalysatorinnenschicht 2 und
die Katalysatoraußenschicht 3 30
g/l an Ba enthielten.
-
Die
Probekatalysatoren EX-IX und EX-X und die Vergleichskatalysatoren
CX-II bis CX-IV sind in Tabelle V zusammengefasst.
-
TABELLE V
-
-
Es
wurden Bewertungstests durchgeführt,
indem die NOx-Reinigungseffizienz in derselben Weise, wie vorstehend
beschrieben, gemessen wurde. Das bei diesen Tests verwendete Testgas
besaß die
in Tabelle II zusammengefasste Zusammensetzung. Die Ergebnisse der
Bewertungstests sind in 3 dargestellt.
-
Der
Unterschied zwischen den Vergleichskatalysatoren CX-II und CX-III
besteht nur in dem Kriterium, ob Ba nach PT und Rh oder zusammen
mit Pt und Rh durch Imprägnieren
aufgebracht wird. Es wird angenommen, dass die Differenz (15,5%)
hinsichtlich der NOx-Reinigungseffizienz zwischen diesen beiden
Katalysatoren aus der Imprägnierung
von Ba zusammen mit Pt und Rh resultiert. Der Unterschied zwischen
den Vergleichskatalysatoren CX-II und CX-IV besteht nur darin, ob
ein Manganoxid enthalten ist oder nicht. Der Unterschied bei der
NOx-Reinigungseffizienz zwischen diesen beiden Katalysatoren wird
als Effekt des zugesetzten Manganoxids angenommen. Der Probekatalysator
EX-IX, der ein Manganoxid enthält
und mit Ba zusammen mit Pt und Rh imprägniert ist, zeigt eine größere NOx-Reinigungseffizienz
als die Vergleichskatalysatoren CX-III und CX-IV, und insbesondere
eine signifikant (um 33,9%) größere NOx-Reinigungseffizienz
als der Vergleichskatalysator CX-II. Die Steigerung der NOx-Reinigungseffizienz,
resultierend aus der Zugabe von Manganoxid, beträgt 15,5%, (Vergleichskatalysator
CX-III), und die Zunahme der NOx-Reinigungseffizienz,
resultierend aus der Imprägnierung
des Ba zusammen mit Pt und Rh, beträgt 18,9%. Dementsprechend wird
ein Gesamtanstieg der NOx-Reinigungseffizienz von 34,4% bei einem
Katalysator erwartet, der ein Manganoxid enthält und mit Ba zusammen mit
Pt und Rh imprägniert
ist. Der Probenkatalysator EX-IX zeigt eine NOx-Reinigungseffizienz,
die mit dem Gesamtanstieg vergleichbar ist, der aufgrund eines Manganoxid-Zusatzes
und der gleichzeitigen Imprägnierung
mit Ba, Pt und Rh erwartet würde.
-
Allgemein
zeigt ein Katalysator eine Sättigung
der Zunahme der NOx-Reinigungseffizienz, wenn der Edelmetallgehalt
des Katalysators zunimmt; es wird daher umso schwerer, eine weitere
Zunahme der NOx-Reinigungseffizienz zu erreichen, je mehr die NOx-Reinigungseffizienz
ansteigt. Angesichts dieser Tatsache kann, wie oben beschrieben,
festgestellt werden, dass die Kombination eines Manganoxid-Zusatzes und
einer Ba-Imprägnierung
zusammen mit Pt und Rh einen wechselseitig potenzierenden Effekt
auf die NOx-Reinigungseffizienz bereitstellt.
-
Der
Probekatalysator EX-X zeigt eine ebenso hohe NOx-Reinigungseffizienz
wie der Probekatalysator EX-IV. Dies zeigt, dass ein Cobaltoxid-Zusatz
in Kombination mit einer Ba-Imprägnierung
zusammen mit Pt und Rh in der Lage ist, einen ebenso großen Anstieg
der NOx-Reinigungseffizienz
bereitzustellen wie ein Manganoxid-Zusatz in Kombination mit Ba-Imprägnierung
zusammen mit Pt und Rh. Tabelle VI zeigt den Effekt der Metalloxid-Zusätze auf
die NOx-Reinigungseffizienz. Die Katalysatoren besitzen mit Ausnahme
der Art des Metalloxids die gleiche Zusammensetzung. Wie aus Tabelle
VI ersichtlich ist, ist auch TiO2 wirksam
zur Steigerung der NOx-Reinigungseffizienz. Selbst Fe2O3 ist im Vergleich zu dem Vergleichskatalysator
CX-III wirksamer zur Steigerung der NOx-Reinigungseffizienz.
-
-
Im
Licht der obigen Bewertung sind eine Kombination des Tragens eines
NOx-Adsorptionsmittels
wie etwa Ba auf einem Trägermaterial
durch Imprägnieren
dieses Adsorptionsmittels zusammen mit katalytischen Edelmetallen
und die Einbeziehung eines spezifischen Metalloxids als katalytischer
Komponente vorteilhaft zur Verbesserung der NOx-Reinigungseffizienz
des Katalysators nach Exposition gegenüber Abgasen hoher Temperatur.
-
Es
ist leicht ersichtlich, dass die Erfindung nutzbringend und nicht
begrenzt ist auf die oben beispielhaft dargestellten doppelschichtigen
Katalysatoren, sondern auch bei anderen Katalysatortypen, wie etwa
einschichtigen Katalysatoren, mit demselben Effekt angewendet werden
kann.