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Gebiet der
Erfindung
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Die vorliegende Erfindung betrifft
neue piperidyl- oder piperazinylsubstituierte Dihydro-2H-1-benzopyran-Derivate als (R)-Enantiomere,
(S)-Enantiomere oder Racemate in Form einer freien Base oder pharmazeutisch
unbedenklicher Salze oder Solvate davon, ein Verfahren zu ihrer
Herstellung, pharmazeutische Zusammensetzungen, die die therapeutisch
wirksamen Verbindungen enthalten, und die Verwendung der Wirkstoffe
bei der Therapie.
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Eine Aufgabe der Erfindung besteht
in der Bereitstellung von Verbindungen zur therapeutischen Verwendung,
insbesondere Verbindungen mit selektiver Wirkung an einer Untergruppe
der 5-Hydroxytryptamin-Rezeptoren,
die bei Säugetieren
einschließlich
Menschen als h5-HT1B-Rezeptor (früher 5-HT1Dβ-Rezeptor) bezeichnet
wird.
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Eine weitere Aufgabe der Erfindung
besteht in der Bereitstellung von Verbindungen mit therapeutischer
Wirkung nach oraler Verabreichung.
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Hintergrund
der Erfindung
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Bei verschiedenen Erkrankungen des
zentralen Nervensystems, wie z. B. Depression, Angst usw., scheint
die Störung
der Neurotransmitter Noradrenalin (NA) und 5-Hydroxytryptamin (5-HT),
das auch unter der Bezeichnung Serotonin bekannt ist, eine Rolle
zu spielen. Es wird angenommen, daß die bei der Behandlung von
Depression am häufigsten
verwendeten Arzneistoffe durch Verbesserung der Neurotransmission
eines oder beider dieser physiologischen Agonisten wirken. Es scheint,
daß die
Verbesserung der 5-HT-Neurotransmission
in erster Linie die depressive Stimmung und die Angst beeinflußt, wohingegen
die Verbesserung der Noradrenalin-Neurotransmission die bei depressiven
Patienten auftretenden Retardierungssymptome beeinflußt. Die
Erfindung betrifft Verbindungen, die eine Wirkung auf die 5-HT-Neurotransmission
ausüben.
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Es wird angenommen, daß die Serotonin-
bzw. 5-HT-Aktivität bei zahlreichen
verschiedenen Arten psychiatrischer Erkrankungen eine Rolle spielt.
So wird beispielsweise angenommen, daß eine Erhöhung der 5-HT-Aktivität mit Angst
assoziiert ist, wohingegen eine Verringerung der 5-HT-Freisetzung
mit Depression in Verbindung gebracht worden ist. Serotonin wurde
darüber
hinaus mit so unterschiedlichen Zuständen wie Eßstörungen, gastrointestinalen
Störungen,
Störungen
der kardiovaskulären
Regulation und Sexualstörungen
in Zusammenhang gebracht.
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Die 5-HT-Rezeptoren
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Die verschiedenen Wirkungen von 5-HT
können
darauf zurückgeführt werden,
daß serotonerge
Neuronen die Sezernierung mehrerer Hormone, z. B. Cortisol, Prolactin, β-Endorphin,
Vasopressin usw., stimulieren. Die Sezernierung jedes dieser anderen
Hormone scheint auf spezifischer Basis durch mehrere verschiedene
5-HT-Rezeptorsubtypen
(Serotonin-Rezeptorsubtypen) reguliert zu werden. Mit Hilfe von
molekularbiologischen Methoden konnten diese Rezeptoren bislang
in 5-HT1, 5-HT2,
5-HT3, 5-HT9, 5-HT5, 5-HT6 und 5-HT7 unterteilt werden, wobei der 5-HT1-Rezeptor weiter in die Subtypen 5-HT1A, 5-HT1B, 5-HTp1D, 5-HT1E und 5-HT1F unterteilt wird. Jeder Rezeptorsubtyp
ist an einer anderen Serotoninfunktion beteiligt und hat andere
Eigenschaften.
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Regulierung der 5-HT-Transmission
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Die Ausschüttung von 5-HT wird durch zwei
verschiedene Subtypen von 5-HT-Rezeptoren feedback-reguliert. Inhibitorische
5-HT1A-Autorezeptoren befinden sich auf
den Zellkörpern
in den Ncc. raphae, die bei Stimulierung durch 5-HT die Impulsübertragung
in den 5-HT-Neuronen
verringern und dadurch die 5-HT-Ausschüttung an
den Nervenenden vermindern. Ein anderer Subtyp inhibitorischer 5-HT-Rezeptoren
befindet sich an den 5-HT-Nervenenden, nämlich die h5-HT1B-Rezeptoren
(bei Nagetieren die r5-HT1B-Rezeptoren),
die durch Steuerung der ausgeschütteten
5-HT-Menge die synaptische Konzentration von 5-HT regulieren. Ein
Antagonist dieser an den Nervenenden sitzenden Autorezeptoren erhöht somit
die durch Nervenimpulse ausgeschüttete
5-HT-Menge, wie sowohl in-vitro- als auch in-vivo-Versuche ergeben
haben.
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Durch die Verwendung eines Antagonisten
des an den Nervenenden sitzenden h5-HT1B-Autorezeptors
wird demgemäß die synaptische
5-HT-Konzentration erhöht
und die Transmission im 5-HT-System verstärkt. Er würde somit eine antidepressive
Wirkung hervorrufen und als Medikation für Depression geeignet sein.
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Rezeptoren des h5-HT1B-Subtyps
können
sich auch an anderen Stellen befinden. Ein großer Teil dieser postsynaptischen
Rezeptoren scheint an den Nervenenden anderer Neuronensysteme zu
sitzen (sogenannte Heterorezeptoren). Da der h5-HT1B-Rezeptor
inhibitorische Reaktionen vermittelt, kann ein Antagonist dieses
Rezeptorsubtyps möglicherweise
auch die Ausschüttung
anderer Neurotransmitter als 5-HT erhöhen.
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Verbindungen mit h5-HT1B-Aktivität können nach
gut bekannten und anerkannten pharmakologischen Tests in Vollagonisten,
Partialagonisten und Antagonisten eingeteilt werden.
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In der US 5-5420151 werden substituierte
3-Aminochromane und -thiochromane mit therapeutischer Wirkung über das
Zentralnervensystem (ZNS) beschrieben. Eine weitere dort beschriebene
Aufgabe besteht in der Bereitstellung von Verbindungen mit selektiver
Wirkung auf den 5-Hydroxytryptamin-Rezeptor bei Säugetieren
einschließlich
Menschen.
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Darstellung
der Erfindung
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Der vorliegenden Erfindung liegt
die Aufgabe zugrunde, Verbindungen mit selektiver Wirkung am h5-HT1B-Rezeptor, vorzugsweise antagonistischen
Eigenschaften, sowie guter Bioverfügbarkeit bereitzustellen. Die
Wirkung auf die anderen Rezeptoren, beispielsweise ausgewählt unter
dem 5-HT1A-, 5-HT2A-,
D1-, D2A-, D3-, α1- und α2-Rezeptor, wurde untersucht.
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Gegenstand der vorliegenden Erfindung
sind demgemäß Verbindungen
der Formel I
worin
X für N oder
CH steht;
Y für
NR
2CH
2, CH
2-NR
2, NR
2-CO, CO-NR
2, NR
2SO
2 oder NR
2CONR
2 steht,
wobei
R
2 für
H oder C
1-C
6-Alkyl
steht;
R
1 für H, C
1-C
6-Alkyl oder C
3-C
6-Cycloalkyl steht;
R
3 für C
1-C
6-Alkyl, C
3-C
6-Cycloalkyl oder
(CH
2)
n-Aryl steht,
wobei
Aryl für
Phenyl oder einen heteroaromatischen Ring, der ein oder zwei, unter
N, O und S ausgewählte Heteroatome
enthält
und ein- oder zweifach mit R
4 und/oder R
5 substituiert sein kann, steht;
wobei
R
4 für
H, C
1-C
6-Alkyl,
C
3-C
6-Cycloalkyl,
Halogen, CN, CF
3, OH, C
1-C
6-Alkoxy, NR
6R
7, OCF
3, SO
3CH
3, SO
3CF
3, SO
2NR
6R
7, Phenyl, Phenyl-C
1-C
6-alkyl, Phenoxy, C
1-C
6-Alkylphenyl, einen gegebenenfalls substituierten
heterocyclischen Ring mit einem oder zwei, unter N, O, S, SO und
SO
2 ausgewählten Heteroatomen, wobei der
Substituent bzw. die Substituenten unter C
1-C
6-Alkyl, C
3-C
6-Cycloalkyl, Phenyl-C
1-C
6-alkyl, (CH
2)
mOR
9, worin m für 2–6 und R
9 für
H, C
1-C
6-Alkyl,
C
3-C
6-Cycloalkyl
oder Phenyl-C
1-C
6-alkyl steht,
und COR
8 ausgewählt ist bzw. sind, einen gegebenenfalls
substituierten heteroaromatischen Ring mit einem oder zwei, unter
N, O und S ausgewählten
Heteroatomen, wobei der Substituent bzw. die Substituenten unter C
1-C
6-Alkyl, C
3-C
6-Cycloalkyl und Phenyl-C
1-C
6-alkyl ausgewählt ist bzw. sind, oder COR
8 steht;
wobei R
6 für H, C
1-C
6-Alkyl oder C
3-C
6-Cycloalkyl steht;
R
7 für
H, C
1-C
6-Alkyl oder
C
3-C
6-Cycloalkyl
steht und
R
8 für C
1-C
6-Alkyl, C
3-C
6-Cycloalkyl, CF
3,
NR
6R
7, Phenyl, einen
heteroaromatischen Ring mit einem oder zwei, unter N, O und S ausgewählten Heteroatomen
oder einen heterocyclischen Ring mit einem oder zwei, unter N, O,
S, SO und SO
2 ausgewählten Heteroatomen steht;
R
5 für
H, OH, CF
3, OCF
3,
Halogen, C
1-C
6-Alkyl
oder C
1-C
6-Alkoxy
steht;
und n für
0–4 steht;
als
(R)-Enantiomere, (S)-Enantiomere oder Racemat in Form einer freien
Base oder eines pharmazeutisch unbedenklichen Salzes oder Solvats
davon, die eine hochselektive Wirkung am h5-HT
1B-Rezeptor
besitzen und außerdem
nach oraler Verabreichung eine ausreichende Bioverfügbarkeit
zeigen.
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Im Rahmen der vorliegenden Erfindung
kann C1-C6-Alkyl
gerade oder verzweigt sein und für
Methyl, Ethyl, n-Propyl,
i-Propyl, n-Butyl, i-Butyl, s-Butyl, t-Butyl, n-Pentyl, i-Pentyl,
t-Pentyl, Neopentyl, n-Hexyl oder i-Hexyl stehen.
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Im Rahmen der vorliegenden Erfindung
kann C1-C6-Alkoxy
gerade oder verzweigt sein und für
Methoxy, Ethoxy, n-Propoxy,
i-Propoxy, n-Butoxy, i-Butoxy, s-Butoxy, t-Butoxy, n-Pentyloxy, i-Pentyloxy, t-Pentyloxy, Neopentyloxy,
n-Hexyloxy oder i-Hexyloxy stehen.
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Im Rahmen der vorliegenden Erfindung
kann C3-C6-Cycloalkyl für Cyclopropyl,
Cyclobutyl, Cyclopentyl oder Cyclohexyl, vorzugsweise Cyclohexyl,
stehen.
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Im Rahmen der vorliegenden Erfindung
kann Halogen für
Fluor, Chlor, Brom oder Iod stehen.
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Im Rahmen der vorliegenden Erfindung
steht der ein oder zwei, unter N, O und S ausgewählte Heteroatome enthaltende
heteroaromatische Ring vorzugsweise für einen 5- oder 6-gliedrigen
heteroaromatischen Ring, bei dem es sich um Furyl, Imidazolyl, Isoxazolyl,
Isothiazolyl, Oxazolyl, Pyrazinyl, Pyrazolyl, Pyridazinyl, Pyridyl,
Pyrimidyl, Pyrrolyl, Thiazolyl oder Thienyl handeln kann. Der heteroaromatische
Ring kann gegebenenfalls substituiert sein.
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Im Rahmen der vorliegenden Erfindung
kann der ein oder zwei, unter N, O, S, SO und SO2 ausgewählte Heteroatome
enthaltende heterocyclische Ring gegebenenfalls eine Carbonylfunktion
aufweisen, und er steht vorzugsweise für einen 5-, 6- oder 7-gliedrigen
heterocyclischen Ring, bei dem es sich um Imidazolidinyl, Imidazolinyl,
Morpholinyl, Piperazinyl, Piperidyl, Piperidonyl, Pyrazolidinyl,
Pyrazolinyl, Pyrrolidinyl, Pyrrolinyl, Tetrahydropyranyl oder Thiomorpholinyl
und vorzugsweise um Piperidino, 1-Piperazinyl, Morpholino, Thiomorpholino
und 4-Piperidon-1-yl handeln kann.
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Eine bevorzugte Ausführungsform
der Erfindung betrifft Verbindungen der Formel I, worin Y für NHCO oder
CONH steht, d. h. Amide. Von diesen Verbindungen sind diejenigen
bevorzugt, in denen R3 für gegebenenfalls ein- oder
zweifach substituiertes Phenyl und speziell ortho-, meta- oder para-substituiertes
Phenyl steht, und insbesondere diejenigen, in denen der Substituent
R4 für
Phenyl, Phenyl-C1-C6-alkyl,
Cyclohexyl, Piperidino, 1-Piperazinyl, Morpholino, CF3,
4-Piperidon-1-yl, n-Butoxy
oder COR8, worin R8 Phenyl,
Cyclohexyl, 4-Piperidon-1-yl,
1-Piperazinyl, Morpholino, CF3, Piperidino
oder NR6R7 bedeutet,
steht.
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Beispiele für Kombinationen von Substituenten
sind:
X steht für
N, Y für
CONR2, R1 für H, CH3, C2H5 oder
C3H7, R2 für H, R3 für
(CH2)2-Phenyl, R4 für
Piperidino, R5 für H;
X steht für N, Y für NR2CO, R1 für H, CH3, C2H5 oder
C3H7, R2 für H, R3 für
(CH2)2-Phenyl, R4 für
Phenyl, Phenylmethyl oder Phenylethyl, R5 für H;
X
steht für
N, Y für
NR2CO, R1 für H, CH3, C2H5 oder
C3H7, R2 für H, R3 für
Phenyl, R4 für Piperidino, R5 für H;
X
steht für
N, Y für
CONR2, R1 für H, CH3, C2H5 oder
C3H7, R2 für H, R3 für
Phenyl, R4 für Hydroxyethylpiperazinyl,
R5 für
H;
X steht für
CH, Y für
CONR2, R1 für H, CH3, C2H5 oder
C3H7, R2 für H, R3 für
CH2-Phenyl, R4 für Phenyl,
Phenylmethyl oder Phenylethyl, R5 für H;
X
steht für
CH, Y für
CONR2, R1 für H, CH3, C2H5 oder
C3H7, R2 für H, R3 für
Phenyl, R4 für Piperidino, R5 für H;
X
steht für
N, Y für
NR2CO, R1 für H, CH3, C2H5 oder
C3H7, R2 für H, R3 für
(CH2)2-Phenyl;
X
steht für
CH, Y für
CONR2, R1 für H, CH3, C2H5 oder
C3H7, R2 für H, R3 für
CH2-Phenyl;
X steht für N, Y für NR2CO, R1 für H, CH3, C2H5 oder
C3H7, R2 für H, R3 für
CH2-Phenyl, R4 für Phenyl,
Phenylmethyl oder Phenylethyl, R5 für H;
X
steht für
CH, Y für
NR2CO, R1 für H, CH3, C2H5 oder
C3H7, R2 für H, R3 für
Phenyl, R9 für Morpholino, R5 für H;
X
steht für
CH, Y für
CONR2, R1 für H, CH3, C2H5 oder
C3H7, R2 für H, R3 für
Phenyl, R9 für Morpholino, R5 für H;
X
steht für
CH, Y für
CONR2, R1 für H, CH3, C2H5 oder
C3H7, R2 für H, R3 für
Phenyl, R4 für Piperidino, R5 für H;
X
steht für
N, Y für
CONR2, R1 für H, CH3, C2H5 oder
C3H7, R2 für H, R3 für
CH2-Phenyl, R4 für Morpholino,
R5 für
H;
X steht für
N, Y für
NR2CO, R1 für H, CH3, C2H5 oder
C3H7, R2 für H, R3 für
CH2-Phenyl, R4 für Morpholino,
R5 für
H;
X steht für
CH, Y für
NR2CO, R1 für H, CH3, C2H5 oder
C3H7, R2 für H, R3 für
(CH2)2-Phenyl, R9 für
Piperidino, R5 für H;
X steht für N, Y für NR2CO, R1 für H, CH3, C2H5 oder
C3H7, R2 für H, R3 für
Phenyl, R4 für Hydroxyethylpiperazinyl,
R5 für
H;
X steht für
CH, Y für
CONR2, R1 für H, CH3, C2H5 oder
C3H7, R2 für H, R3 für
Phenyl;
X steht für
N, Y für
NR2CO, R1 für H, CH3, C2H5 oder
C3H7, R2 für H, R3 für
Phenyl, R4 für Morpholino, R5 für H;
X
steht für
N, Y für
CONR2, R1 für H, CH3, C2H5 oder
C3H7, R2 für H, R3 für
Phenyl, R9 für Piperidino, R5 für H;
X
steht für
N, Y für
NR2CO, R1 für H, CH3, C2H5 oder
C3H7, R2 für H, R3 für
Phenyl, R9 für Benzyloxyethylpiperazinyl,
R5 für
H;
X steht für
CH, Y für
NR2CO, R1 für H, CH3, C2H5 oder
C3H7, R2 für H, R3 für
(CH2)-Phenyl;
X steht für CH, Y
für NR2CO, R1 für H, CH3, C2H5 oder
C3H7, R2 für H, R3 für
Phenyl, R9 für Phenyl, Phenylmethyl oder
Phenylethyl, R5 für H;
X steht für N, Y für CONR2, R1 für H, CH3, C2H5 oder
C3H7, R2 für H, R3 für
(CH2)2-Phenyl;
X
steht für
N, Y für
CONR2, R1 für H, CH3, C2H5 oder
C3H7, R2 für H, R3 für
CH2-Phenyl, R4 für Piperidino,
R5 für H;
X
steht für
N, Y für
NR2CO, R1 für H, CH3, C2H5 oder
C3H7, R2 für H, R3 für
(CH2)2-Phenyl, R9 für
Piperidino, R5 für H;
X steht für N, Y für CONR2, R1 für H, CH3, C2H5 oder
C3H7, R2 für H, R3 für
Phenyl, R4 für Phenyl, Phenylmethyl oder
Phenylethyl, R5 für H;
X steht für N, Y für NR2CO, R1 für H, CH3, C2H5 oder
C3H7, R2 für H, R3 für
Phenyl, R4 für Morpholino, R5 für H;
X
steht für
CH, Y für
CONR2, R1 für H, CH3, C2H5 oder
C3H7, R2 für H, R3 für
CH2-Phenyl, R9 für Piperidino,
R5 für
H;
X steht für
N, Y für
CONR2, R1 für H, CH3, C2H5 oder
C3H7, R2 für H, R3 für
CH2-Phenyl;
X steht für N, Y für CONR2, R1 für H, CH3, C2H5 oder
C3H7, R2 für H, R3 für
(CH2)2-Phenyl, R9 für
Morpholino, R5 für H;
X steht für N, Y für CONR2, R1 für H, CH3, C2H5 oder
C3H7, R2 für H, R3 für
Phenyl, R4 für Benzyloxyethylpiperazinyl,
R5 für
H;
X steht für
N, Y für
CONR2, R1 für H, CH3, C2H5 oder
C3H7, R2 für H, R3 für
Phenyl, R4 für COR8,
R8 für
Morpholino;
X steht für
CH, Y für
NR2CO, R1 für H, CH3, C2H5 oder
C3H7, R2 für H, R3 für
CH2-Phenyl, R9 für Phenyl,
Phenylmethyl oder Phenylethyl, R5 für H;
X
steht für
CH, Y für
NR2CO, R1 für H, CH3, C2H5 oder
C3H7, R2 für H, R3 für
(CH2)2-Phenyl, R4 für
Morpholino, R5 für H;
X steht für N, Y für CONR2, R1 für H, CH3, C2H5 oder
C3H7, R2 für H, R3 für
(CH2)2-Phenyl, R9 für
Phenyl, Phenylmethyl oder Phenylethyl, R5 für H;
X
steht für
N, Y für
NR2CO, R1 für H, CH3, C2H5 oder
C3H7, R2 für H, R3 für
Phenyl, R4 für Phenyl, Phenylmethyl oder
Phenylethyl, R5 für H;
X steht für CH, Y
für NR2CO, R1 für H, CH3, C2H5 oder
C3H7, R2 für H, R3 für
CH2-Phenyl, R9 für Piperidino,
R5 für
H;
X steht für
CH, Y für
NR2CO, R1 für H, CH3, C2H5 oder
C3H7, R2 für H, R3 für
CH2-Phenyl, R4 für COR8, R8 für NR6R7, R6R7CH3, C2H5 oder C3H7;
X steht für CH, Y für CONR2,
R1 für
H, CH3, C2H5 oder C3H7, R2 für H, R3 für
Phenyl, R4 für Phenyl, Phenylmethyl oder
Phenylethyl, R5 für H; C2H5 oder C3H7, R2 für H, R3 für
(CH2)2-Phenyl, R4 für
X für CH,
Y für CONR2, R1 für H, CH3, C2H5 oder
C3H7, R2 für H, R3 für
(CH2)2-Phenyl, R9 für
Morpholino, R5 für H;
X steht für CH, Y
für NR2CO, R1 für H, CH3, C2H5 oder
C3H7, R2 für H, R3 für
(CH2)2-Phenyl;
X
steht für
CH, Y für
NR2CO, R1 für H, CH3, C2H5 oder
C3H7, R2 für H, R3 für
(CH2)2-Phenyl, R4 für
Phenyl, Phenylmethyl oder Phenylethyl, R5 für H;
X
steht für
CH, Y für
NR2CO, R1 für H, CH3, C2H5 oder
C3H7, R2 für H, R3 für
CH2-Phenyl, R9 für Morpholino,
R5 für
H;
X steht für
N, Y für
NR2CO, R1 für H, CH3, C2H5 oder
C3H7, R2 für H, R3 für
Phenyl, R4 für COR8,
R8 für
Morpholino;
X steht für
CH, Y für
CONR2, R1 für H, CH3, C2H5 oder
C3H7, R2 für H, R3 für
(CH2)2-Phenyl;
X
steht für
CH, Y für
CONR2, R1 für H, CH3, C2H5 oder
C3H7, R2 für H, R3 für
(CH2)2-Phenyl, R4 für
Phenyl, Phenylmethyl oder Phenylethyl, R5 für H;
X
steht für
CH, Y für
CONR2, R1 für H, CH3, C2H5 oder
C3H7, R2 für H, R3 für
CH2-Phenyl, R9 für Morpholino,
R5 für
H;
X steht für
N, Y für
CONR2, R1 für H, CH3, C2H5 oder
C3H7, R2 für H, R3 für
Phenyl, R4 für Piperazinyl, R5 für H;
X
steht für
CH, Y für
NR2CO, R1 für H, CH3, C2H5 oder
C3H7, R2 für H, R3 für
Phenyl;
X steht für
N, Y für
NR2CO, R1 für H, CH3, C2H5 oder
C3H7, R2 für H, R3 für
Phenyl;
X steht für
N, Y für
NR2CO, R1 für H, CH3, C2H5 oder
C3H7, R2 für H, R3 für
CH2-Phenyl, R4 für Piperidino,
R5 für H;
X
steht für
N, Y für
CONR2, R1 für H, CH3, C2H5 oder
C3H7, R2 für. H, R3 für
CH2-Phenyl, R4 für Phenyl,
Phenylmethyl oder Phenylethyl, R5 für H;
X
steht für
CH, Y für
CONR2, R1 für H, CH3, C2H5 oder
C3H7, R2 für H, R3 für
(CH2)2-Phenyl, R4 für
Piperidino, R5 für H;
X steht für N, Y für NR2CO, R1 für H, CH3, C2H5 oder
C3H7, R2 für H, R3 für
(CH2)2-Phenyl, R4 für
Morpholino, R5 für H;
X steht für N, Y für NR2CO, R1 für H, CH3, C2H5 oder
C3H7, R2 für H, R3 für
Phenyl, R4 für Piperazinyl, R5 für H;
X
steht für
N, Y für
CONR2, R1 für H, CH3, C2H5 oder
C3H7, R2 für H, R3 für
Phenyl, R4 für COR8,
R8 für
Cyclohexyl;
X steht für
N, Y für
CONR2, R1 für H, CH3, C2H5 oder
C3H7, R2 für H, R3 für
Phenyl;
X steht für
N, Y für
NR2CO, R1 für H, CH3, C2H5 oder
C3H7, R2 für H, R3 für
CH2-Phenyl.
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Bevorzugte Verbindungen sind:
(S)-N-[5-(4-Methylpiperazin-1-yl)-3,4-dihydro-2H-1-benzopyran-3-yl]-4-morpholinobenzamid;
(S)-N-[5-(4-Methylpiperazin-1-yl)-3,4-dihydro-2H-1-benzopyran-3-yl]-4-piperidinobenzamid;
(S)-N-[5-(4-Methylpiperazin-1-yl)-3,4-dihydro-2H-1-benzopyran-3-yl]-4-butoxybenzamid;
(S)-N-[5-(4-Methylpiperazin-1-yl)-3,4-dihydro-2H-1-benzopyran-3-yl]-4-trifluormethylbenzamid;
(S)-N-[5-(4-Methylpiperazin-1-yl)-3,4-dihydro-2X-1-benzopyran-3-yl]-4-N,N-diethylaminobenzamid;
(S)-N-[5-(4-Methylpiperazin-1-yl)-3,4-dihydro-2H-1-benzopyran-3-yl]-4-trifluormethoxybenzamid;
(S)-N-[5-(4-Methylpiperazin-1-yl)-3,4-dihydro-2H-1-benzopyran-3-yl]-4-(4-piperidon-1-yl)benzamid;
(S)-N-[5-(4-Methylpiperazin-1-yl)-3,4-dihydro-2H-1-benzopyran-3-yl]-4-(hexahydro-1,4-diazepin-5-on-1-yl)benzamid
und
(S)-N-[5-(4-Methylpiperazin-1-yl)-3,4-dihydro-2H-1-benzopyran-3-yl]-4-(4-benzylpiperazin-1-yl)benzamid.
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Die erfindungsgemäßen Verbindungen liegen in
Form des Racemats oder des (R)- oder (S)-Enantiomers in Form einer
freien Base oder eines pharmazeutisch unbedenklichen Salzes oder
Solvats davon vor. Bevorzugt sind Verbindungen in Form des (S)-Enantiomers.
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Zur Herstellung von nichttoxischen,
pharmazeutisch unbedenklichen Säureadditionssalzen
der erfindungsgemäßen Verbindungen
kann man sowohl organische als auch anorganische Säuren verwenden.
Beispiele hierfür
sind Schwefelsäure,
Salpetersäure,
Phosphorsäure,
Oxalsäure,
Salzsäure,
Ameisensäure, Bromwasserstoffsäure, Citronensäure, Essigsäure, Milchsäure, Weinsäure, Dibenzoylweinsäure, Diacetylweinsäure, Pamoasäure, Ethandisulfonsäure, Sulfaminsäure, Bernsteinsäure, Propionsäure, Glykolsäure, Apfelsäure, Gluconsäure, Brenztraubensäure, Phenylessigsäure, 4-Aminobenzoesäure, Anthranilsäure, Salicylsäure, 4-Aminosalicylsäure, 4-Hydroxybenzoesäure, 3,4-Dihydroxybenzoesäure, 3,5-Dihydroxybenzoesäure, 3-Hydroxy-2-naphthoesäure, Nicotinsäure, Methansulfonsäure, Ethansulfonsäure, Hydroxyethansulfonsäure, Benzolsulfonsäure, p-Toluolsulfonsäure, Sulfanilsäure, Naphthalinsulfonsäure, Ascorbinsäure, Cyclohexylsulfaminsäure, Fumarsäure, Maleinsäure und
Benzoesäure.
Diese Salze sind nach an sich bekannten Verfahren zugänglich.
-
Als Solvate der erfindungsgemäßen Verbindungen
sind Hydrate bevorzugt.
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Pharmazeutische
Formulierungen
-
Einen zweiten Gegenstand der vorliegenden
Erfindung bildet eine pharmazeutische Formulierung, enthaltend als
Wirkstoff eine therapeutisch wirksame Menge der Verbindung der Formel
I als Enantiomer oder Racemat in Form einer freien Base oder eines
pharmazeutisch unbedenklichen Salzes oder Solvats davon, gegebenenfalls
zusammen mit Verdünnungsmitteln,
Hilfsstoffen oder inerten Trägern.
-
Erfindungsgemäß erfolgt die Verabreichung
der erfindungsgemäßen Verbindung
in der Regel oral, rektal oder durch Injektion in Form von pharmazeutischen
Zubereitungen, die den Wirkstoff entweder in Form einer freien Base
oder eines pharmazeutisch unbedenklichen nichttoxischen Säureadditionssalzes,
z. B. des Hydrochlorids, Hydrobromids, Lactats, Acetats, Phosphats,
Sulfats, Sulfamats, Citrats, Tartrats, Oxalats und dergleichen,
in einer pharmazeutisch unbedenklichen Dosierungsform enthalten.
Bei der Dosierungsform kann es sich um eine feste, halbfeste oder
flüssige
Zubereitung handeln. Die Wirkstoffmenge beträgt in der Regel zwischen 0,1
und 99 Gew.-% der Zubereitung, insbesondere zwischen 0,5 und 20
Gew.-% für
Injektionszubereitungen und zwischen 0,2 und 50 Gew.-% für Zubereitungen
zur oralen Verabreichung.
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Zur Herstellung von pharmazeutischen
Formulierungen, die die erfindungsgemäße Verbindung in Form von Dosierungseinheiten
für die
orale Verabreichung enthalten, kann man die gewählte Verbindung mit einem festen
Träger,
z. B. Lactose, Saccharose, Sorbit, Mannit, Stärken, wie z. B. Kartoffelstärke, Maisstärke oder
Amylopectin, Cellulosederivaten, einem Bindemittel, wie z. B. Gelatine
oder Polyvinylpyrrolidon, und einem Gleitmittel, wie z. B. Magnesiumstearat,
Calciumstearat, Polyethylenglykol, Wachsen, Paraffin und dergleichen,
vermischen und dann zu Tabletten verpressen. Für Dragees kann man die wie
oben beschrieben hergestellten Kerne mit einer konzentrierten Zuckerlösung überziehen,
die z. B. Gummi arabicum, Gelatine, Talk, Titandioxid und dergleichen
enthalten kann. Alternativ dazu kann man die Tabletten mit einem
in einem leichtflüchtigen
organischen Lösungsmittel
oder Gemisch organischer Lösungsmittel
gelösten,
dem Fachmann bekannten Polymer überziehen. Zur
leichteren Unterscheidung von Tabletten mit unterschiedlichen Wirkstoffen oder
unterschiedlichen Wirkstoffmengen kann man diesen Überzügen Farbstoffe
zusetzen.
-
Zur Herstellung von Weichgelatinekapseln
kann man den Wirkstoff z. B. mit einem Pflanzenöl oder Polyethylenglykol mischen.
Hartgelatinekapseln können
Wirkstoffgranulat enthalten, wobei man entweder die oben genannten
Träger
für Tabletten
z. B. Lactose, Saccharose, Sorbit, Mannit, Stärken (z. B. Kartoffelstärke, Maisstärke oder
Amylopectin), Cellulosederivate oder Gelatine verwendet. Hartgelatinekapseln
können
auch mit Flüssigkeiten
oder Halbfeststoffen des Arzneistoffs gefüllt werden.
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Bei Dosierungseinheiten zur rektalen
Verabreichung kann es sich um Lösungen
oder Suspensionen handeln, sie können
aber auch in Form von Zäpfchen,
die den Wirkstoff als Mischung zusammen mit einer Neutralfettbasis
enthalten, oder Gelatinerektalkapseln, die den Wirkstoff als Mischung
zusammen mit Pflanzenöl
oder Paraffinöl
enthalten, hergestellt werden. Flüssige Zubereitungen zur oralen
Verabreichung können in
Form von Sirupen oder Suspensionen vorliegen, beispielsweise als
Lösungen,
die etwa 0,1 bis etwa 20 Gew.-% des hier beschriebenen Wirkstoffs
enthalten, wobei der Rest aus Zucker und einem Gemisch aus Ethanol,
Wasser, Glycerin und Propylenglykol besteht. Derartige flüssige Zubereitungen
können
gegebenenfalls Farbstoffe, Geschmacksstoffe, Saccharin und Carboxymethylcellulose
als Verdickungsmittel oder andere dem Fachmann bekannte Hilfsstoffe
enthalten.
-
Lösungen
zur parenteralen Verabreichung durch Injektion können in einer wäßrigen Lösung eines wasserlöslichen
pharmazeutisch verträglichen
Salzes des Wirkstoffs, vorzugsweise in einer Konzentration von etwa
0,1 bis etwa 10 Gew.-%, hergestellt werden. Diese Lösungen können auch
Stabilisatoren und/oder Puffersubstanzen enthalten und können zweckmäßig in verschiedenen
Dosiseinheitsampullen bereitgestellt werden.
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Geeignete tägliche Dosen der erfindungsgemäßen Verbindung
bei der therapeutischen Behandlung von Menschen betragen für die perorale
Verabreichung etwa 0,01–100
mg/kg Körpergewicht
und für
die parenterale Verabreichung 0,001–100 mg/kg Körpergewicht.
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Die erfindungsgemäße Verbindung kann in einer
Kombination mit einem 5-HT-Wiederaufnahmehemmer, wie z. B. Fluoxetin,
Paroxetin, Citalopram, Clomipramin, Sertralin, Alaproclat oder Fluvoxamin,
vorzugweise Paroxetin oder Citalopram, verwendet werden. Eine andere
mögliche
Kombination besteht in der Verwendung der erfindungsgemäßen Verbindung
zusammen mit einem Monoaminoxidase-Inhibitor, wie z. B. Moclobemid,
Tranylcypramin, Brofaromid oder Phenelzin, vorzugsweise Moclobemid
oder Phenelzin. Noch eine andere mögliche Kombination besteht
aus der erfindungsgemäßen Verbindung
zusammen mit einem 5-HT1A-Antagonisten,
wie z. B. den Verbindungen gemäß der WO
96/33710, vorzugsweise (R)-5-Carbamoyl-3-(N,N-dicyclobutylamino)-8-fluor-3,4-dihydro-2H-1-benzopyran.
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Medizinische
und pharmazeutische Verwendung
-
Einen weiteren Gegenstand der vorliegenden
Erfindung bildet die Verwendung der Verbindungen der Formel I bei
der Therapie als Antagonisten, Partialagonisten oder Vollagonisten
von h5-HT1B, vorzugsweise als Antagonisten
und die Verwendung bei der Behandlung von durch 5-Hydroxytryptamin
vermittelten Störungen. Beispiele
hierfür
sind Störungen
im ZNS, wie z. B. Gemütsstörungen (Depression,
schwere depressive Episoden, Dysthymie, saisonale affektive Störung, depressive
Phasen manischdepressiver Psychose), Angststörungen (Zwangsneurose, Panikanfälle mit/ohne
Agoraphobie, soziale Phobie, spezifische Phobie, generalisierte Angstneurose,
akute Belastungsreaktion), Persönlichkeitsstörungen (Störungen der
Impulskontrolle, Trichotillomanie), Fettleibigkeit, Anorexie, Bulimie,
prämenstruelles
Syndrom, Sexualstörungen,
Alkoholismus, Tabakmißbrauch,
Autismus, Aufmerksamkeitsdefizit, Hyperaktivitätsstörung, Migräne, Gedächtnisstörungen (altersbedingte Gedächtnisstörungen,
präsenile
und senile Demenz), pathologische Aggression, Schizophrenie, endokrine
Störungen
(z. B. Hyperprolactinämie),
Schlaganfall, Dyskinesie, Parkinsonsche Krankheit, Thermoregulation,
Schmerzen und Hypertonie. Weitere Beispiele für durch Hydroxytryptamin vermittelte
Störungen
sind Harninkontinenz, Vasospasmus und Wachstumskontrolle von Tumoren
(z. B. Lungenkarzinom).
-
Herstellungsverfahren
-
Gegenstand der vorliegenden Erfindung
sind auch Verfahren zur Herstellung der Verbindung der Formel I.
Bei der folgenden Beschreibung derartiger Verfahren versteht sich,
daß man
die verschiedenen Reaktanden und Zwischenprodukte gegebenenfalls
auf dem Fachmann auf dem Gebiet der organischen Synthese leicht
ersichtliche Art und Weise mit geeigneten Schutzgruppen versehen
und diese später
wieder abspalten kann. Herkömmliche
Verfahrensweisen zur Verwendung derartiger Schutzgruppen sowie Beispiele
für geeignete
Schutzgruppen werden beispielsweise in "Protective Groups in Organic Synthesis", T. W. Greene, Wiley-Interscience, New
York, 1991, beschrieben.
-
Verfahren zur Herstellung
von Zwischenprodukten.
-
- 1. In dem Fall, daß Y für NR2CO
und X für
N steht:
- (i) Man kann die Verbindung der Formel II, die in Thorberg,
S-O.; Hall H.; Åkesson
C.; Svensson K.; Nilsson J. L. G., Acta Pharm. Suec. 1987, 24(4),
169– 182,
als Racemat bzw. in der Patentanmeldung WO 93/07135 als Enantiomer
beschrieben wird, zu einer Verbindung der Formel
III benzylieren, indem man sie mit einem geeigneten Benzylierungsmittel, z.
B. einem Benzylhalogenid, wie Benzylbromid oder Benzylchlorid, oder
einem aktivierten Alkohol, z. B. Benzylmesylat oder Benzyltosylat,
umsetzt. Die Umsetzung kann unter Verwendung eines Salzes oder der Base
von Verbindung II in einem geeigneten Lösungsmittel, z. B. N,N-Dimethylformamid,
Aceton oder Acetonitril, mit einer geeigneten Base, z. B. NaOH,
NaHCO3, K2CO3 oder einem Trialkylamin, wie Triethylamin, bei
einer Temperatur im Bereich von +20°C bis +150°C durchgeführt werden. Durch die Gegenwart
eines geeigneten Katalysators, z. B. Kaliumiodid oder Natriumiodid,
wird möglicherweise
die Reaktionsgeschwindigkeit erhöht.
- (ii) Man kann die Verbindung der Formel III zu einer Verbindung der Formel
IV demethylieren, indem man die Verbindung mit einem sauren Reagenz, wie
wäßrigem HBr,
HI, HBr/CH3COOH, BBr3,
AlCl3, Pyridin-HCl, oder mit einem basischen
nucleophilen Reagenz, wie CH3C6H4S– oder C2H5S–, in einem geeigneten
Lösungsmittel
behandelt. Als Lösungsmittel
eignen sich u. a. Methylenchlorid oder Chloroform, und die Umsetzung
kann zwischen –78°C und +60°C erfolgen.
- (iii) Man kann die Verbindung der Formel IV in eine Verbindung
der Formel V umwandeln, indem man sie mit einer Verbindung
der Formel VI worin Lg für eine Abgangsgruppe,
z. B. ein Halogen, wie Chlor, Brom oder Iod, oder eine Alkan- oder
Arensulfonyloxygruppe, wie eine p-Toluolsulfonyloxygruppe steht
und Ra und Rb für Wasserstoff
oder eine Niederalkylgruppe, z. B. Methyl, stehen, umsetzt. Das
Verfahren kann mit einem durch Umsetzung mit einer Base, wie K2CO3, Na2CO3, KOH, NaOH, BuLi oder NaH, erhaltenen Salz
der Verbindung der Formel IV durchgeführt werden. Die Umsetzung kann
in einem geeigneten Lösungsmittel,
z. B. einem aprotischen Lösungsmittel,
wie Dioxan, N,N-Dimethylformamid, Tetrahydrofuran, Toluol, Benzol
oder Petrolether und bei einer Temperatur zwischen +20°C und +150°C durchgeführt werden.
- (iv) Man kann die Umlagerung einer Verbindung der Formel V zu
einer Verbindung der Formel VII in einem geeigneten Lösungsmittel,
z. B. einem aprotischen Lösungsmittel,
wie N,N-Dimethylformamid, Dioxan, 1,1,3,3-Tetramethylharnstoff,
Tetrahydrofuran oder Hexamethylphosphorsäuretriamid mit einer geeigneten
Base, z. B. K2CO3,
KOH, Kalium-tert.-butoxid oder NaH bei einer Temperatur im Bereich
von +20°C
bis +150°C
durchführen.
Das Vorhandensein eines Cosolvens wie 1,3-Dimethyl-3,4,5,6-tetrahydro-2(1H)-pyrimidon
oder Hexamethylphosphorsäuretriamid
in entsprechender Konzentration in dem Lösungsmittel kann die Reaktionsgeschwindigkeit
erhöhen.
- (v) Man kann die Hydrolyse einer Verbindung der Formel VII zu
einer Verbindung VIII unter sauren Bedingungen unter Verwendung
von Säuren,
wie H2SO4, HCl oder
HBr, in einem geeigneten Lösungsmittel,
z. B. H2O, Ethanol, Methanol oder Gemischen
davon, bei einer Temperatur zwischen +20°C und +100°C oder unter basischen Bedingungen
unter Verwendung von Basen, wie NaOH oder KOH, in einem geeigneten Lösungsmittel,
z. B. H2O, Ethanol, Methanol oder Gemischen
davon, bei einer Temperatur zwischen +20°C und +100°C durchführen.
- (vi) Man kann eine Verbindung der Formel VIII in eine Verbindung
der Formel IX umwandeln,
indem man
- a) mit einer Verbindung der Formel X worin R1 für C1-C6-Alkyl oder C3-C6-Cycloalkyl steht,
umsetzt. Das Verfahren kann in einem geeigneten Lösungsmittel,
z. B. einem aprotischen/wasserfreien Lösungsmittel, wie Tetrahydrofuran
oder N,N-Dimethylformamid, in Gegenwart eines Kupplungsmittels,
wie N,N'-Carbonyldiimidazol,
bei einer Temperatur zwischen +20°C
und +130°C
durchgeführt
werden. Nach der Umsetzung wird das Imid mit einem geeigneten Reduktionsmittel,
z. B. LiAlH4, in einem geeigneten Lösungsmittel,
z. B. Diethylether oder Tetrahydrofuran, bei einer Temperatur zwischen
+20°C und
Rückfluß reduziert;
oder
- b) mit einer Verbindung der Formel XI worin Lg für eine Abgangsgruppe,
z. B. ein Halogen, wie Chlor, Brom oder Iod, oder eine Alkan- oder
Arensulfonyloxygruppe, wie eine p-Toluolsulfonyloxygruppe steht
und R1 für
Wasserstoff, C1-C6-Alkyl
oder C3-C6-Cycloalkyl steht,
umsetzt. Das Verfahren kann in einem geeigneten Lösungsmittel,
wie Ethanol, Butanol, N,N-Dimethylformamid,
Acetonitril oder einem Gemisch aus Wasser und Acetonitril, mit einer
geeigneten Base, z. B. K2CO3,
NaHCO3 oder KOH, bei einer Temperatur zwischen
+20°C und
+150°C durchgeführt werden.
- (vii) Man kann die Verbindung der Formel IX in eine Verbindung
der Formel XII worin R1 für C1-C6-Alkyl oder C3-C6-Cycloalkyl steht,
umwandeln, indem man sie
- a) an einem geeigneten Palladium, Platin, Rhodium oder Nickel
enthaltenden Katalysator in einem geeigneten Lösungsmittel, z. B. Essigsäure oder
Ethanol, bei einer Reaktionstemperatur zwischen +20°C und +120°C hydriert
oder
- b) in einem geeigneten Lösungsmittel,
wie Methanol, in Gegenwart von Ammoniumformiat und Pd/C bei einer
Reaktionstemperatur zwischen +20°C
und Rückfluß debenzyliert.
- (viii) Man kann eine Verbindung der Formel IX, worin R1 für
Wasserstoff steht, in eine Verbindung der Formel XIII worin Rc für eine geeignete
Schutzgruppe steht, umwandeln, indem man sie
- a) an einem geeigneten Palladium, Platin, Rhodium oder Nickel
enthaltenden Katalysator in einem geeigneten Lösungsmittel, z. B. Essigsäure oder
Ethanol, bei einer Reaktionstemperatur zwischen +20°C und +120°C hydriert
oder
- b) in einem geeigneten Lösungsmittel,
wie Methanol, in Gegenwart von Ammoniumformiat und Pd/C bei einer
Reaktionstemperatur zwischen +20°C
und Rückfluß debenzyliert.
Nach
dieser Umsetzung wird der Piperazinring in einem geeigneten Lösungsmittel,
z. B. Methylenchlorid oder Chloroform, mit einem geeigneten Schutzreagenz,
z. B. Di-tert.-butyldicarbonat, mit einer geeigneten Base, z. B.
Triethylamin oder K2CO3,
bei einer Temperatur zwischen –20°C und +60°C geschützt, was
die Verbindung der Formel XIII ergibt.
- 2. In dem Fall, daß Y
für NR2CO und X für CH steht:
- (i) Die Halogenierung der Verbindung der Formel XIV entweder
als Racemat (beschrieben in Thorberg, S-O.; Hall H.; Åkesson
C.; Svensson K.; Nilsson J. L. G., Acta Pharm. Suec. 1987, 24(4),
169–182)
oder als Enantiomer zu einer Verbindung der Formel
XV kann durch elektrophile aromatische Substitution unter Verwendung
eines geeigneten Halogenierungsmittels, wie Br2,
Cl2, I2, ICl oder
SO2Cl2, durchgeführt werden.
Die Umsetzung kann unter Verwendung des Salzes oder der Base der
Verbindung XIV in einem geeigneten Lösungsmittel, z. B. Essigsäure, HCl/Ethanol
oder Wasser, gegebenenfalls mit einer geeigneten Base, z. B. Alkalimetallacetat,
wie Natriumacetat, bei einer Reaktionstemperatur zwischen –20°C und Raumtemperatur durchgeführt werden.
- (ii) Man kann die Verbindung der Formel XV entweder als Racemat
oder als Enantiomer zu einer Verbindung der Formel XVI benzylieren,
indem man sie mit einem geeigneten Benzylierungsmittel, z. B. einem Benzylhalogenid;
wie Benzylbromid oder Benzylchlorid, umsetzt. Die Umsetzung kann
unter Verwendung eines Salzes oder der Base von Verbindung XV in
einem geeigneten Lösungsmittel,
z. B. N,N-Dimethylformamid, Aceton oder Acetonitril, mit einer geeigneten
Base, wie Triethylamin, NaOH, NaHCO3 oder K2CO3, bei einer Temperatur
im Bereich von +20°C
bis +150°C
durchgeführt
werden. Durch die Gegenwart eines geeigneten Katalysators, z. B.
eines Alkalimetallhalogenids, wie Kaliumiodid oder Natriumiodid,
wird möglicherweise
die Reaktionsgeschwindigkeit erhöht.
- (iii) Man kann die Umwandlung der Verbindung der Formel XVI
in die Verbindung der Formel XVII, worin R1 für C1-C6-Alkyl oder C3-C6-Cycloalkyl steht, durch Metall-Halogen-Austausch
in einem geeigneten wasserfreien Lösungsmittel, wie Tetrahydrofuran
oder Diethylether, unter Verwendung eines geeigneten Lithiumalkyls
oder Metalls, z. B. Butyllithium, Lithium oder Magnesiumspänen, und
nachfolgende Behandlung mit einem geeigneten Piperidon, wie N-Methyl-4-piperidon,
und nachfolgende geeignete Aufarbeitung durchführen. Die Umsetzung kann bei
einer Reaktionstemperatur im Bereich von –78°C bis Raumtemperatur durchgeführt werden.
- (iv) Die Verbindung der Formel XVII kann durch Behandlung mit
einem geeigneten Reduktionsmittel, wie Natriumborhydrid, und einem
Protonierungsmittel, wie CF3COOH, CF3SO3H oder HCOOH,
in einem geeigneten Lösungsmittel,
wie Tetrahydrofuran oder Diethylether, zu der Verbindung der Formel
XVIII reduziert werden. Die Umsetzung kann bei einer Reaktionstemperatur
zwischen 0°C
und Rückfluß durchgeführt werden.
- (v) Man kann die Verbindung der Formel XVIII zu einer Verbindung
der Formel XIX demethylieren, indem man die Verbindung mit einem
sauren Reagenz, wie wäßrigem HBr,
HI, HBr/Essigsäure,
BBr3, AlCl3, Pyridin-HCl,
oder mit einem basischen nucleophilen Reagenz, wie C2H5S– oder CH3C6H9S– in
einem geeigneten Lösungsmittel
behandelt. Als Lösungsmittel
eignen sich u. a. Methylenchlorid oder Chloroform, und die Umsetzung
kann zwischen – 78°C und +60°C erfolgen.
- (vi) Man kann die Umwandlung der Verbindung der Formel XIX in
eine Verbindung der Formel XX durch Behandlung mit einer Verbindung
wie Trifluormethansulfonsäureanhydrid
in einem geeigneten Lösungsmittel,
wie Methylenchlorid oder Tetrachlorkohlenstoff, in Gegenwart einer
Base, wie 2,4,6-Collidin, Triethylamin oder Pyridin, bei einer Reaktionstemperatur
im Bereich von –78°C bis Raumtemperatur
durchführen.
- (vii) Man kann die Verbindung der Formel XX in eine Verbindung
der Formel XXI umwandeln, indem man sie
- a) an einem geeigneten Palladium, Platin, Rhodium oder Nickel
enthaltenden Katalysator in einem geeigneten Lösungsmittel, z. B. Essigsäure oder
Ethanol, bei einer Reaktionstemperatur zwischen +20°C und +120°C hydriert
oder
- b) in einem geeigneten Lösungsmittel,
wie Methanol, in Gegenwart von Ammoniumformiat und Pd/C bei einer
Reaktionstemperatur zwischen +20°C
und Rückfluß umsetzt.
- 3. In dem Fall, daß Y
für CONR2 und X für
N steht:
- (i) Man kann die Nitrierung einer Verbindung der Formel XXII
entweder als Racemat (beschrieben in Thorberg, S-O.; Hall H.; Åkesson C.; Svensson K.; Nilsson
J. L. G., Acta Pharm. Suec. 1987, 24(4), 169–182) oder als Enantiomer zu
einer Verbindung der Formel XXIII worin Rd für C1-C6-Alkyl steht,
durch elektrophile aromatische Substitution unter Verwendung eines
geeigneten Nitrierungsmittels, wie Salpetersäure oder Salpetersäure und
Schwefelsäure,
in einem geeigneten Lösungsmittel,
z. B. Essigsäure,
Essigsäureanhydrid
oder Wasser, bei einer Reaktionstemperatur zwischen 20°C und Raumtemperatur
durchführen.
- (ii) Man kann die Verbindung der Formel XXIII zu einer Verbindung
der Formel XXIV
demethylieren, indem man
die Verbindung mit einem sauren Reagenz, wie wäßrigem HBr, HI, HBr/CH3COOH, BBr3, AlCl3, Pyridin-HCl, oder mit einem basischen
nucleophilen Reagenz, wie CH3C6H4S– oder C2H5S– in einem geeigneten
Lösungsmittel
behandelt. Als Lösungsmittel
eignen sich u. a. Methylenchlorid oder Chloroform, und die Umsetzung
kann zwischen –78°C und +60°C erfolgen.
Bei
der Demethylierung von XXIII kann Hydrolyse des Esters auftreten,
und die Säurefunktion
könnte
dann nach dem Fachmann bekannten Verfahren (siehe T. W. Greene,
Wiley-Interscience, New York, 1991) wieder in den Ester umgewandelt
werden.
- (iii) Man kann die Umwandlung der Verbindung der Formel XXIV
in eine Verbindung der Formel XXV durch Umsetzung mit einem
aktivierten Trifluormethansulfonsäure-Reagenz, z. B. Trifluormethansulfonsäureanhydrid,
in einem geeigneten Lösungsmittel,
wie Methylenchlorid, Chloroform oder Tetrachlorkohlenstoff, in Gegenwart
einer geeigneten Base, wie Triethylamin, Pyridin oder 2,4,6-Collidin,
bei einer Reaktionstemperatur zwischen –78°C und Raumtemperatur durchführen.
- (iv) Man kann die Verbindung der Formel XXV in eine Verbindung
der Formel XXVI umwandeln, indem man sie
- a) an einem geeigneten Palladium, Platin oder Nickel enthaltenden
Katalysator in einem geeigneten Lösungsmittel, z. B. Ethanol,
Methanol oder Essigsäure,
bei einer Reaktionstemperatur zwischen +20°C und +120°C hydriert oder
- b) in einem geeigneten Lösungsmittel,
wie Methanol, in Gegenwart von Ammoniumformiat, wie Triethylammoniumformiat,
und Pd/C bei einer Reaktionstemperatur zwischen +20°C und Rückfluß umsetzt.
- (v) Man kann die Verbindung der Formel XXVI in eine Verbindung
der Formel XXVII
umwandeln, indem man sie
mit einer Verbindung der Formel XI worin Lg für eine Abgangsgruppe,
z. B. ein Halogen, wie Chlor, Brom oder Iod, oder eine Alkan- oder
Arensulfonyloxygruppe, wie eine p-Toluolsulfonyloxygruppe, steht
und R1 für
Wasserstoff, C1-C6-Alkyl
oder C3-C6-Cycloalkyl steht,
umsetzt. Das Verfahren kann in einem geeigneten Lösungsmittel,
wie Ethanol, Butanol, N,N-Dimethylformamid,
Acetonitril oder einem Gemisch aus Wasser und Acetonitril, mit einer
geeigneten Base, z. B. K2CO3,
NaHCO3 oder KOH, bei einer Temperatur zwischen
+20°C und
+150°C durchgeführt werden.
Bei der Cyclisierung von XXVI kann Hydrolyse des Esters auftreten.
- (vi) Man kann die Hydrolyse einer Verbindung der Formel XXVII
unter sauren Bedingungen unter Verwendung von Säuren, wie H2SO9, HCl oder HBr, in einem geeigneten Lösungsmittel,
z. B. H2O, Ethanol, Methanol, Essigsäure oder
Gemischen davon, bei einer Temperatur zwischen +20°C und Rückfluß oder unter basischen
Bedingungen unter Verwendung von Basen, wie NaOH oder KOH, in einem
geeigneten Lösungsmittel,
z. B. H2O, Ethanol, Methanol oder Gemischen
davon, bei einer Temperatur zwischen +20°C und Rückfluß durchführen, wobei man eine Verbindung
der Formel XXVIII erhält,
worin R1 für Wasserstoff, C1-C6-Alkyl oder C3-C6-Cycloalkyl steht.
- (vii) Wenn R1 für Wasserstoff steht, kann man
eine Verbindung der Formel XXVIII als Verbindung der Formel XXIX,
worin Rc für eine Schutzgruppe steht, schützen, indem man sie in einem
geeigneten Lösungsmittel,
z. B. Metyhlenchlorid oder Chloroform, mit einem geeigneten Schutzreagenz,
z. B. Di-tert.-butyldicarbonat,
mit einer geeigneten Base, z. B. Triethylamin oder K2CO3, bei einer Temperatur zwischen –20°C und +60°C umsetzt.
- 4.
- (i) Man kann eine Verbindung der Formel XXX in eine Verbindung
der Formel XXXI umwandeln, indem man
- a) das Nitril in der Verbindung der Formel XXX in einem geeigneten
Lösungsmittel,
wie wäßrigem Methanol oder
wäßrigem Ethanol
in Gegenwart einer geeigneten Base, wie NaOH oder KOH, bei einer
Reaktionstemperatur zwischen Raumtemperatur und Rückfluß hydrolysiert
und danach
- b) das oben gebildete Amid und das Ketal in einem geeigneten
Lösungsmittel,
wie wäßrigem Methanol, wäßrigem Ethanol
oder Wasser in Gegenwart einer geeigneten Säure, wie HCL oder HBr, bei
einer Reaktionstemperatur zwischen Raumtemperatur und Rückfluß unter
sauren Bedingungen hydrolysiert.
- (ii) Man kann eine Verbindung der Formel XXXI in eine Verbindung
der Formel XXXII umwandeln, indem man sie
in einer geeigneten Säure
oder Säuregemischen,
wie H2SO4 und Essigsäure, bei
einer Temperatur zwischen 0°C
und +50°C
mit einem geeigneten Azid, wie Natriumazid, umsetzt.
- (iii) Man kann eine Verbindung der Formel XXXIII in eine Verbindung
der Formel XXXIV umwandeln, indem man sie
in einem geeigneten Lösungsmittel,
wie N,N-Dimethylformamid, Dimethylsulfoxid oder Acetonitril in Gegenwart
einer geeigneten Base, wie KOH oder K2CO3, bei einer Reaktionstemperatur zwischen
+50°C und
+150°C mit
1-Benzylpiperazin umsetzt.
- (iv) Man kann die Hydrolyse einer Verbindung der Formel XXXIV
zu einer Verbindung XXXV unter sauren Bedingungen unter Verwendung
von Säuren,
wie H2SO4, HCl oder
HBr, in einem geeigneten Lösungsmittel, z.
B. H2O, Ethanol, Methanol oder Gemischen
davon, bei einer Temperatur zwischen +20°C und +100°C oder unter basischen Bedingungen
unter Verwendung von Basen, wie NaOH oder KOH, in einem geeigneten
Lösungsmittel,
z. B. H2O, Ethanol, Methanol oder Gemischen
davon, bei einer Temperatur zwischen +20°C und +100°C durchführen.
- (v) Die Halogenierung einer Verbindung der Formel XXXVI zu einer
Verbindung der Formel XXXVII, worin Hal für Brom, Chlor oder Iod steht,
kann mit einem Reagenz wie ICl oder Br2,
Cl2 oder SO2Cl2 mit einer geeigneten Base, wie Natriumacetat,
in einem geeigneten Lösungsmittel,
wie Essigsäure,
bei einer Reaktionstemperatur zwischen +20°C und +50°C durchgeführt werden.
- (vi) Die Umwandlung einer Verbindung der Formel XXXVII in eine
Verbindung der Formel XXXVIII kann durch Metall-Halogen-Austausch
in einem geeigneten wasserfreien Lösungsmittel, wie Tetrahydrofuran
oder Diethylether, unter Verwendung eines geeigneten Lithiumalkyls
oder Metalls, z. B. Butyllithium, Lithium oder Magnesiumspänen, und
nachfolgende Behandlung mit Kohlendioxid bei einer Reaktionstemperatur
zwischen –78°C und Raumtemperatur
durchgeführt
werden.
-
Verfahren zur Herstellung
von Endprodukten
-
Einen weiteren Gegenstand der Erfindung
bildet ein Verfahren A(i), A(ii), A(iii), B(i), B(ii) oder C zur Herstellung
der Verbindung der allgemeinen Formel I, indem man
-
- A(i)
in dem Fall, daß R1 für C1-C6-Alkyl oder C3-C6-Cycloalkyl, Y für NR2CO und R2 für Wasserstoff
steht und X und R3 die unter der obigen
allgemeinen Formel I angegebene Bedeutung haben, eine Verbindung
der Formel A
mit einer aktivierten Carbonsäure R3-COLg1, worin Lg1 für
eine Abgangsgruppe steht, oder unter Verwendung einer Carbonsäure R3-COOH mit einem Aktivierungsmittel acyliert.
Die
Acylierung gemäß Verfahren
A(i) kann somit mit einer geeigneten aktivierten Carbonsäure R3COLg1, worin R3 die oben angegebene Bedeutung hat und Lg1 für
eine Abgangsgruppe, wie Halogen, z. B. Chlor, steht, in einem geeigneten
Lösungsmittel,
wie Methylenchlorid oder Chloroform, mit einer geeigneten Base, z.
B. Trialkylamin, wie Triethylamin, bei einer Temperatur zwischen –20°C und Rückflußtemperatur
oder unter Verwendung einer Carbonsäure R3COOH,
worin R3 die oben angegebene Bedeutung hat,
mit einem Aktivierungsmittel, z. B. N,N'-Carbonyldiimidazol, N,N'-Dicyclohexylcarbodiimid
oder Diphenylphosphinsäurechlorid,
mit einer geeigneten Base, wie N-Methylmorpholin, in einem geeigneten
Lösungsmittel,
z. B. N,N-Dimethylformamid oder Tetrahydrofuran, bei einer Reaktionstemperatur
zwischen +20°C
und +150°C durchgeführt werden.
- A(ii)
in dem Fall, daß R1 für
Wasserstoff, Y für
NR2CO, R2 für Wasserstoff
und Rc für
eine Schutzgruppe steht und X und R3 die
unter der obigen allgemeinen Formel I angegebene Bedeutung haben,
eine Verbindung der Formel B
mit einer aktivierten Carbonsäure R3-COLg1, worin Lg1 für
eine Abgangsgruppe steht, oder unter Verwendung einer Carbonsäure R3-COOH mit einem Aktivierungsmittel acyliert
und danach die Schutzgruppe Rc abspaltet.
Die
Acylierung gemäß Verfahren
A(ii) kann somit mit einer geeigneten aktivierten Carbonsäure R3COLg1, worin R3 die oben angegebene Bedeutung hat und Lg1 für
eine Abgangsgruppe, wie Halogen, z. B. Chlor, steht, in einem geeigneten
Lösungsmittel,
wie Methylenchlorid oder Chloroform, mit einer geeigneten Base, z.
B. Trialkylamin, wie Triethylamin, oder unter Verwendung einer Carbonsäure R3COOH, worin R3 die
oben angegebene Bedeutung hat, mit einem Aktivierungsmittel, z.
B. N,N'-Carbonyldiimidazol,
N,N'-Dicyclohexylcarbodiimid
oder Diphenylphosphinsäurechlorid,
mit einer geeigneten Base, wie N-Methylmorpholin, in einem geeigneten
Lösungsmittel,
z. B. N,N-Dimethylformamid oder Tetrahydrofuran, bei einer Reaktionstemperatur
zwischen +20°C
und +150°C
und nachfolgende Abspaltung der Schutzgruppe Rc durch
Hydrolyse in einem geeigneten Lösungsmittel,
wie Methylenchlorid oder Chloroform, mit einer geeigneten Säure, wie
Trifluoressigsäure,
bei einer Temperatur zwischen +20°C
und +60°C
durchgeführt
werden.
- A(iii)
in dem Fall, daß R1 für
C1-C6-Alkyl oder
C3-C6-Cycloalkyl
steht, X und R2 die unter der obigen allgemeinen Formel
I angegebene Bedeutung haben und R9 unten
für C1-C6-Alkyl, C3-C6-Cycloalkyl, (CH2)mOH, worin m für 2–6 steht, oder COR8 steht,
eine Verbindung der Formel Ia debenzyliert und danach a) hydriert,
b) alkyliert, c) alkyliert und eine Schutzgruppe abspaltet oder
d) acyliert;
-
-
So kann man in dem Fall, daß R9 für
H steht, die obige Hydrierung a) einer Verbindung der Formel Ia an
einem Katalysator, wie Palladium, Platin, Rhodium oder Nickel, in
einem geeigneten Lösungsmittel,
wie Essigsäure
oder Ethanol, bei einer Reaktionstemperatur zwischen +20°C und +120°C oder durch
Umsetzung in einem geeigneten Lösungsmittel,
wie Methanol, in Gegenwart von Ammoniumformiat und Pd/C bei einer
Reaktionstemperatur zwischen +20°C
und Rückfluß durchführen.
-
In dem Fall, daß R9 für C1-C6-Alkyl oder C3-C6-Cycloalkyl steht,
folgt auf die Debenzylierung die obige Alkylierung b) unter Verwendung
eines geeigneten Alkylierungsmittels, wie R1-Lg,
worin Lg für
eine geeignete Abgangsgruppe, z. B. ein Halogen, wie Chlor, Brom
oder Iod, oder eine Alkan- oder Arensulfonyloxygruppe, wie eine
p-Toluolsufonyloxygruppe, und R1 für C1-C6-Alkyl steht.
Die Umsetzung kann in einem geeigneten Lösungsmittel, wie N,N-Dimethylformamid,
Aceton, Acetonitril oder Tetrahydrofuran, mit einer geeigneten Base, wie
K2CO3, NaHCO3, NaOH oder einem Trialkylamin, wie Triethylamin,
durchgeführt
werden. Die Umsetzung kann bei einer Temperatur zwischen +20°C und +120°C durchgeführt werden,
oder reduktive Alkylierung mit einer Verbindung R1-CHO,
worin R1 für Wasserstoff oder C1-C5-Alkyl steht,
oder mit einem cyclischen C3-C6-Keton,
in Gegenwart eines Reduktionsmittels, wie Natriumcyanoborhydrid,
Natriumborhydrid, oder katalytisch mit H2 und
einem geeigneten Palladium, Platin, Rhodium oder Nickel enthaltenden
Katalysator in einem geeigneten Lösungsmittel, z. B. Tetrahydrofuran,
Dioxan, Methanol oder Ethanol. Zur Katalyse der Imin/Enamin-Bildung
kann man einen Protonendonator, wie p-Toluolsulfonsäure, verwenden,
und die Reaktion wird möglicherweise
durch Einstellung des pH-Werts auf einen leicht sauren Wert mit
einer geeigneten Säure, wie
Essigsäure,
beschleunigt.
-
In dem Fall, daß R9 für (CH2)mOH und m für 2–6 steht,
folgt auf die Debenzylierung die obige Alkylierung c) mit einem
geeigneten Alkylierungsmittel, wie BnO(CH2)mLg, worin Lg für eine geeignete Abgangsgruppe,
z. B. ein Halogen, wie Chlor, Brom oder Iod, oder eine Alkan- oder
Arensulfonyloxygruppe, wie eine p-Toluolsufonyloxygruppe, und R1 für
C1-C6-Alkyl steht.
Die Umsetzung kann in einem geeigneten Lösungsmittel, wie N,N-Dimethylformamid,
Aceton, Acetonitril oder Tetrahydrofuran, mit einer geeigneten Base,
wie K2CO3, NaHCO3, NaOH oder einem Trialkylamin, wie Triethylamin,
und bei einer Temperatur zwischen +20°C und +120°C durchgeführt werden. Danach wird eine
Schutzgruppe, wie eine Benzylgruppe, durch Hydrierung an einem Katalysator,
wie Palladium, Platin, Rhodium oder Nickel, in einem geeigneten
Lösungsmittel,
wie Essigsäure
oder Ethanol, bei einer Reaktionstemperatur zwischen +20°C und +120°C oder durch
Umsetzung in einem geeigneten Lösungsmittel,
wie Methanol, in Gegenwart von Ammoniumformiat und Pd/C bei einer
Reaktionstemperatur zwischen +20°C
und Rückfluß abgespalten.
-
In dem Fall, daß R9 für COR8 steht, folgt auf die Debenzylierung die
obige Acylierung d) mit einer geeigneten aktivierten Carbonsäure R8COLg1, worin R8 die oben angegebene Bedeutung besitzt und
Lg1 für
eine Abgangsgruppe, wie Halogen, z. B. Chlor, steht, in einem geeigneten
Lösungsmittel,
wie Methylenchlorid, Chloroform oder N,N-Dimethylformamid, mit einer
geeigneten Base, z. B. einem Trialkylamin, wie Triethylamin, oder
unter Verwendung einer Carbonsäure
R6-COOH, worin R6 die
oben angegebene Bedeutung besitzt, mit einem Aktivierungsmittel,
z. B. N,N'-Carbonyldiimidazol, N,N'-Dicyclohexylcarbodiimid
oder Diphenylphosphinsäurechlorid,
mit einer geeigneten Base, wie N-Methylmorpholin, in einem geeigneten
Lösungsmittel,
wie N,N-Dimethylformamid oder Tetrahydrofuran, bei einer Temperatur
zwischen +20°C
und +150°C.
-
- B(i)
in dem Fall, daß R1 für C1-C6-Alkyl oder C3-C6-Cycloalkyl steht,
Y für CONR2 steht und X, R2 und
R3 die unter der obigen allgemeinen Formel
I angegebene Bedeutung haben, eine aktivierte Carbonsäure einer
Verbindung der Formel C mit einem Anilin bzw. Amin
HNR2R3 umsetzt.
Somit
kann man eine Verbindung der Formel C gemäß dem Verfahren B(i) umwandeln,
indem man die Säurefunktion
einer Verbindung als Säurehalogenid,
wie Säurechlorid,
oder unter Verwendung eines Aktivierungsmittels, wie N,N'-Carbonyldiimidazol
oder N,N-Dicyclohexylcarbodiimid, in einem geeigneten Lösungsmittel,
z. B. Methylenchlorid, Chloroform, Toluol, N,N-Dimethylformamid,
Dioxan oder Tetrahydrofuran, aktiviert und danach ein geeignetes
Amin oder Anilin HNR2R3 zugibt,
wobei die Reaktion bei einer Temperatur zwischen 0°C und +120°C erfolgen
kann.
- B(ii)
in dem Fall, daß R1 für
Waserstoff steht, Y für
NR2CO und Rc für eine Schutzgruppe
steht und X, R2 und R3 die unter
der obigen allgemeinen Formel I angegebene Bedeutung haben, eine
aktivierte Carbonsäure
einer Verbindung der Formel D mit einem Anilin bzw. Amin
HNR2R3 umsetzt und
danach die Schutzgruppe Rc abspaltet.
Somit
kann man eine Verbindung der Formel D gemäß dem Verfahren B(ii) umwandeln,
indem man die Säurefunktion
einer Verbindung als Säurehalogenid,
wie Säurechlorid,
oder unter Verwendung eines Aktivierungsmittels, wie N,N'-Carbonyldiimidazol
oder N,N-Dicyclohexylcarbodiimid, in einem geeigneten Lösungsmittel,
z. B. Methylenchlorid, Chloroform, Toluol, N,N-Dimethylformamid,
Dioxan oder Tetrahydrofuran, aktiviert und danach ein geeignetes
Amin oder Anilin HNR2R3 zugibt,
wobei die Reaktion bei einer Temperatur zwischen 0°C und +120°C erfolgen
kann, und danach die Schutzgruppe Rc nach
dem Fachmann bekannten Verfahren abspaltet, beispielsweise durch
Hydrolyse in einem geeigneten Lösungsmittel,
wie Methylenchlorid oder Chloroform, mit einer geeigneten Säure, z.
B. Trifluoressigsäure,
bei einer Temperatur zwischen +20°C
und +60°C.
- C
in dem Fall, daß R1 für
C1-C6-Alkyl oder
C3-C6-Cycloalkyl
steht, Y für
NR2CONR2 steht,
R2 für
Wasserstoff steht und X und R3 die unter
der obigen allgemeinen Formel I angegebene Bedeutung haben, eine
Verbindung der Formel A
in Gegenwart einer Carbonsäure R3COOH mit einem geeigneten Azid umsetzt.
-
Somit kann man die Umsetzung gemäß Verfahren
C mit einem geeigneten Azid, wie Diphenylphosphorylazid, in Gegenwart
einer Carbonsäure
R3COOH, worin R3 die
oben angegebene Bedeutung besitzt, in einem geeigneten Lösungsmittel,
wie Acetonitril, bei einer Temperatur zwischen +20°C und Rückflußtemperatur
durchführen.
-
Zwischenprodukte
-
Einen weiteren Gegenstand der Erfindung
bildet eine Verbindung der Formel
worin
X = N oder CH;
Z
= NH
2 oder COOH;
R
1 für C
1-C
6-Alkyl oder C
3-C
6-Cycloalkyl steht.
-
Die Erfindung wird anhand der folgenden
Ausführungsbeispiele
erläutert,
aber nicht eingeschränkt.
-
Ausführungsbeispiele
-
Beispiel 1
-
(R)-3-N,N-Dibenzylamino-5-methoxy-3,4-dihydro-2H-1-benzopyran
-
(R)-3-Amino-5-methoxy-3,4-dihydro-2H-1-benzopyran
(2,6 g, 14 mmol), K2CO3 (7,0
g, 51 mmol), Benzylbromid (6,0 g, 35 mmol) und eine katalytisch
wirksame Menge Kaliumiodid wurden unter Stickstoff in Acetonitril
(100 mL) vermischt. Die Reaktionsmischung wurde 72 h unter Rückfluß erhitzt.
Nach Abziehen des Lösungsmittels
im Vakuum wurde der Rückstand
zwischen Diethylether und 2 M NH3-Lösung verteilt.
Die Schichten wurden getrennt, wonach die wäßrige Schicht zweimal mit Diethylether
extrahiert wurde. Die etherischen Schichten wurden vereinigt und
getrocknet (MgSO4). Durch Abziehen des Lösungsmittels
im Vakuum wurde ein gelber öliger
Rückstand
erhalten, der mittels Flash-Chromatographie an Kieselgel unter Verwendung
von Methylenchlorid als Elutionsmittel gereinigt wurde, was 3,2
g (64% Ausbeute) der Titelverbindung ergab: EIMS (70 eV) m/z (relative
Intensität)
359 (91, M+). Das HCl-Salz wurde bei 0°C aus Diethylether
gefällt
und dann aus Ethanol/Diethylether umkristallisiert. Die Kristalle
waren hygroskopisch, begannen bei 100°C zu schmelzen und schmolzen
schließlich
zwischen 118 und 120°C;
[α]21
D –20° (c = 0,3,
Methanol).
-
Beispiel 2
-
(S)-3-N,N-Dibenzylamino-5-methoxy-3,4-dihydro-2H-1-benzopyran
-
Die Titelverbindung wurde in Analogie
zu der oben für
das entsprechende (R)-Enantiomer beschriebenen Verfahrensweise hergestellt:
[α]21
D (gemessen an
der freien Base) +116° (c
= 1,0, Chloroform).
-
Beispiel 3
-
(R)-3-N,N-Dibenzylamino-5-hydroxy-3,4-dihydro-2H-1-benzopyran
-
(R)-3-N,N-Dibenzylamino-5-methoxy-3,4-dihydro-2H-1-benzopyran-hydrochlorid
(1,6 g, 4,0 mmol) wurde unter Stickstoff in Methylenchlorid (40
mL) gelöst,
wonach die Lösung
auf –70°C abgekühlt wurde.
Dann wurde über
einen Zeitraum von 5 Minuten eine Lösung von Bortribromid (1,8
g, 7,3 mmol) in Methylenchlorid (25 mL) zugetropft. Dann wurde die
Temperatur langsam auf 0°C
kommen gelassen und der Ansatz über
Nacht gerührt.
Die Reaktionsmischung wurde unter Rühren vorsichtig in gesättigte NaHCO3-Lösung
gegossen. Nach Trennung der Schichten wurde die wäßrige Phase
dreimal mit Methylenchlorid extrahiert. Die organischen Schichten
wurden vereinigt und getrocknet (MgSO4).
Durch Abziehen des Lösungsmittels
im Vakuum wurde ein bräunlicher öliger Rückstand
erhalten, der mittels Flash-Chromatographie
an Kieselgel unter Verwendung von Methylenchlorid als Elutionsmittel
gereinigt wurde, was 0,14 g (98% Ausbeute) der Titelverbindung ergab: [α]21
D –94° (c = 0,1,
Methanol); EIMS (70 eV) m/z (relative Intensität) 345 (100, M+).
-
Beispiel 4
-
(S)-3-N,N-Dibenzylamino-5-hydroxy-3,4-dihydro-2H-1-benzopyran
-
Die Titelverbindung wurde in Analogie
zu der oben für
das entsprechende (R)-Enantiomer beschriebenen Verfahrensweise hergestellt:
[α]21
D +109° (c = 1,0,
Chloroform).
-
Beispiel 5
-
(R)-2-(3-N,N-Dibenzylamino-3,4-dihydro-2H-1-benzopyran-5-yloxy)-2-methylpropanamid
-
(R)-3-N,N-Dibenzylamino-5-hydroxy-3,4-dihydro-2H-1-benzopyran (35,4
g, 100 mmol) wurde unter Stickstoff in wasserfreiem 1,4-Dioxan (350
mL) gelöst.
Dann wurde eine Dispersion von Natriumhydrid (60–65%ig in Öl, 5,33 g, 130 mmol) portionsweise
zugegeben. Die Mischung wurde 2 h bei Raumtemperatur gerührt. Dann
wurde die dunkelgrünliche
Lösung
mit 2-Brom-2-methylpropanamid (17,9 g, 110 mmol; beschrieben in
Coutts, I. G. C., Southcott, M. R., J. Chem. Soc. Perkin Trans.
1, 1990, 767–770)
versetzt und unter Rühren
3 h unter Rückfluß erhitzt.
Nach dem Abkühlen
wurde etwas Wasser zugegeben, die Lösung abdekantiert und das Lösungsmittel
im Vakuum abgezogen. Der Rückstand
wurde zwischen Essigsäureethylester
(350 mL) und gesättigter
NaHCO3-Lösung
(50 mL) verteilt. Die organische Schicht wurde getrocknet (MgSO4) und im Vakuum vom Lösungsmittel befreit, was einen
bräunlichen
Rückstand
ergab, der an einer kurzen Kieselgelsäule unter Verwendung von Hexan/Essigsäureethylester
(55 : 45) als Elutionsmittel chromatographiert wurde, was 27,6 g
(64% Ausbeute) der Titelverbindung in Form eines weißen Feststoffs
ergab: Fp. 132–134°C; [α]22
D –92° (c = 1,0,
Chloroform); EIMS (70 eV) m/z (relative Intensität) 430 (6, M+).
-
Beispiel 6
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(S)-2-(3-N,N-Dibenzylamino-3,4-dihydro-2H-1-benzopyran-5-yloxy)-2-methylpropanamid
-
Die Titelverbindung wurde in Analogie
zu der oben für
das entsprechende (R)-Enantiomer beschriebenen Verfahrensweise hergestellt:
[α]21
D +99° (c = 1,0,
Chloroform).
-
Beispiel 7
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(R)-5-Amino-3-N,N-dibenzylamino-3,4-dihydro-2H-1-benzopyran
-
Eine gerührte Lösung von (R)-2-(3-N,N-Dibenzylamino-3,4-dihydro-2H-1-benzopyran-5-yloxy)-2-methylpropanamid
(31,0 g, 72,0 mmol) in wasserfreiem N,N-Dimethylformamid (310 mL)
wurde unter Stickstoff mit 1,3-Dimethyl-3,4,5,6-tetrahydro-2(1H)-pyrimidinon
(31 mL) versetzt. Dann wurde Natriumhydrid (60–65%ig in Öl, 5,76 g, 144 mmol) portionsweise
zugegeben. Die Reaktionsmischung wurde unter Rühren 16 h auf 100°C erhitzt.
Dann wurde die Mischung abkühlen
gelassen und die Lösung
zwischen Essigsäureethylester (500
mL) und 2 M NH3-Lösung (300 mL) verteilt. Nach
Trennung der Schichten wurde die wäßrige Schicht mit Essigsäureethylester
(150 mL) extrahiert. Die vereinigten organischen Schichten wurden
getrocknet (MgSO4) und im Vakuum aufkonzentriert,
was ein bräunliches Öl ergab.
Die erhaltene Substanz wurde in Ethanol (400 mL) gelöst. Nach
Zugabe von 6 M HCl-Lösung
(500 mL) wurde die Reaktionsmischung zum Rückfluß bei 85°C erhitzt. Nach Rühren über Nacht
wurde die Mischung auf 35°C
abkühlen
gelassen, das ethanolische Lösungsmittel
im Vakuum aufkonzentriert und die verbleibende wäßrige Lösung mit Toluol versetzt. Die
Mischung wurde auf Eis gekühlt
und unter Rühren
langsam mit einer Lösung
von konz. NH3 versetzt. Dabei bildete sich
ein fast unlösliches
Material. Das alkalische Zweiphasensystem wurde in einen Scheidetrichter überführt, und
das unlösliche
Material wurde mit 2 M NH3-Lösung und
Essigsäureethylester
behandelt. Schließlich
ging das gesamte Material in Lösung
und wurde mit dem bereits erhaltenen Zweiphasengemisch vereinigt.
Nach Trennung der Schichten wurde die wäßrige Schicht mit einer weiteren
Portion Essigsäureethylester
extrahiert. Die vereinigten organischen Schichten wurden getrocknet
(MgSO4) und im Vakuum vom Lösungsmittel
befreit, was ein bräunliches Öl ergab,
das an einer kurzen Kieselgelsäule
unter Verwendung von Hexan/Essigsäureethylester (80 : 20) als
Elutionsmittel gereinigt wurde, was 19,0 g (72% Ausbeute) der gewünschten
Verbindung in Form eines hellgelben Öls ergab. Das Produkt kristallisierte
beim Stehen im Kühlschrank
langsam aus: Fp. 99–101°C; [α]21
D –131° (c = 1,0,
Chloroform); EIMS (70 eV) m/z (relative Intensität) 344 (38; M+).
-
Beispiel 8
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(S)-5-Amino-3-N,N-Dibenzylamino-3,4-dihydro-2H-1-benzopyran
-
Die Titelverbindung wurde in Analogie
zu der oben für
das entsprechende (R)-Enantiomer beschriebenen Verfahrensweise hergestellt:
[α]21
D +123° (c = 1,0,
Chloroform). Eine Analysenprobe wurde aus Diethylether/Petrolether
umkristallisiert: Fp. 101– 103°C.
-
Beispiel 9
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(R)-3-N,N-Dibenzylamino-5-(4-methylpiperazin-1-yl)-3,4-dihydro-2H-1-benzopyran
-
Eine Lösung von (R)-5-Amino-3-N,N-dibenzylamino-3,4-dihydro-2H-1-benzopyran
(2,86 g, 8,30 mmol) in einem Gemisch von 15% Wasser in Acetonitril
(120 mL) wurde unter Rühren
mit Natriumiodid (69 mg, 0,42 mmol) und N-Methylbis(2-chlorethyl)amin-hydrochlorid
(3,20 g, 16,6 mmol) versetzt. Die klare Lösung wurde unter Rückfluß erhitzt.
Nach 7 h Rühren
wurde NaHCO3 (700 mg, 8,30 mmol) zugegeben,
wonach die Reaktionsmischung weitere 11 h gerührt wurde. Nach Zugabe einer
weiteren Portion NaHCO3 (700 mg, 8,30 mmol)
wurde weiter unter Rückfluß erhitzt.
Nach 6 h wurde eine letzte Portion NaHCO3 (350
mg, 4,15 mmol) zugegeben und die Reaktionsmischung noch 6 h gerührt (insgesamt
30 h). Dann wurde die Mischung auf einem Eisbad gekühlt und
unter Rühren
mit 2 M NaOH-Lösung (20
mL) versetzt. Das Zweiphasensystem wurde 10 Minuten gerührt, wonach
die Lösungsmittel
unter vermindertem Druck abgezogen wurden, bis ein Niederschlag
auftrat. Der wäßrige Rückstand
wurde mit Diethylether (150 mL) extrahiert, wonach die Schichten
getrennt wurden und die wäßrige Schicht
mit Diethylether (2 × 50
mL) extrahiert wurde. Die vereinigten etherischen Schichten wurden
getrocknet (MgSO4) und im Vakuum vom Lösungsmittel
befreit. Das Rohprodukt wurde mittels Säulenchromatographie an Siliciumoxid
unter Verwendung von Chloroform/Ethanol, (95,5 : 4,5 + 0,5% konz.
NH3) als Elutionsmittel gereinigt, was 2,39
g (67% Ausbeute) der Titelverbindung in Form eines farblosen Öls ergab:
[α]21
D –45° (c = 1,0,
Chloroform); EIMS (70 eV) m/z (relative Intensität) 427 (0,3, M+).
-
Beispiel 10
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(S)-1-(3-N,N-Dibenzylamino-3,9-dihydro-2H-1-benzopyran-5-yl)-9-methylpiperazin-2,6-dion
-
Eine Dispersion von N-Methyliminodiessigsäure (6,90
g, 46,9 mmol) in wasserfreiem Tetrahydrofuran (575 mL) wurde mit
1,1'-Carbonyldiimidazol
(15,2 g, 93,9 mmol) versetzt, wonach die Mischung unter Stickstoff 2
h unter Rückfluß erhitzt
wurde. Dann wurde über
einen Zeitraum von 0,5 h eine Lösung
von (S)-5-Amino-3-N,N-Dibenzylamino-3,4-dihydro-2H-1-benzopyran
(15,0 g, 42,7 mmol) in Tetrahydrofuran (120 mL) zugegeben. Die Reaktionsmischung
wurde 28 h unter Rückfluß erhitzt
und dann abkühlen
gelassen und im Vakuum vom Lösungsmittel
befreit. Der Rückstand
wurde an einer kurzen Kieselgelsäule
unter Verwendung von Methylenchlorid und Essigsäureethylester als Elutionsmittel
gereinigt, was 14,1 g (71% Ausbeute) der Titelverbindung in Form
eines hellgelben Feststoffs ergab: Fp. sintert bei > 60°C; [α]21
D +89° (c
= 1,0, Chloroform); EIMS (70 eV) m/z (relative Intensität) 455 (8,
M+).
-
Beispiel 11
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(S)-3-N,N-Dibenzylamino-5-(4-methylpiperazin-1-yl)-3,4-dihydro-2H-1-benzopyran
-
Eine gerührte Lösung von (S)-1-(3-N,N-Dibenzylamino-3,4-dihydro-2H-1-benzopyran-5-yl)-4-methylpiperazin-2,6-dion (25,4 g,
55,8 mmol) in wasserfreiem Diethylether (800 mL) wurde portionsweise
mit Lithiumaluminiumhydrid (9,30 g, 246 mmol) versetzt. Die Reaktionsmischung
wurde unter Stickstoff 6,5 h zum Rückfluß erhitzt und über Nacht
bei Raumtemperatur gerührt.
Dann wurde die Mischung auf einem Eisbad abgekühlt und mit Wasser (10 mL)
gefolgt von 15%iger wäßriger NaOH-Lösung (10
mL) und einer weiteren Portion Wasser (30 mL) versetzt. Der Niederschlag
wurde abfiltriert und mit mehreren Portionen warmem Tetrahydrofuran
gewaschen. Die organischen Schichten wurden vereinigt und im Vakuum
vom Lösungsmittel
befreit. Der Rückstand
wurde mittels Säulenchromatographie
an Siliciumoxid unter Verwendung von Chloroform/Ethanol (95 : 5
+ 0,5% konz. NH3) als Elutionsmittel gereinigt,
was 13,6 g (57% Ausbeute) der Titelverbindung in Form eines hellgelben Öls ergab:
[α]25
D +63° (c = 1,0,
Methanol); EIMS (70 eV) m/z (relative Intensität) 427 (5, M+).
-
Beispiel 12
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(R)-3-Amino-5-(4-methylpiperazin-1-yl)-3,4-dihydro-2H-1-benzopyran
-
Eine Lösung von (R)-3-N,N-Dibenzylamino-5-(4-methylpiperazin-1-yl)-3,4-dihydro-2H-1-benzopyran (2,34
g, 5,47 mmol) in wasserfreiem Methanol (100 mL) wurde unter Stickstoff
mit Palladium (10%) auf Aktivkohle (0,86 g) und Ammoniumformiat
(2,76 g, 43,8 mmol) versetzt. Die Reaktionsmischung wurde unter
Rühren über Nacht
auf 50°C
erhitzt. Dann wurde die Lösung über Celite® filtriert
und im Vakuum vom Lösungsmittel befreit.
Der Rückstand
wurde zwischen 2 M NH3-Lösung (20 mL) und Essigsäureethylester
(100 mL) verteilt. Nach Trennung der Schichten wurde die wäßrige Schicht
mit Essigsäureethylester
(3 × 50
mL) extrahiert. Die vereinigten organischen Phasen wurden getrocknet
(Na2SO9) und im
Vakuum vom Lösungsmittel
befreit, was 1,21 g (90% Ausbeute) der Titelverbindung in Form eines
blaßgelben Öls ergab:
[α]21
D +15° (c = 1,0,
Chloroform); EIMS (70 eV) m/z (relative Intensität) 247 (6, M+).
-
Beispiel 13
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(S)-3-Amino-5-(4-methylpiperazin-1-yl)-3,4-dihydro-2H-1-benzopyran
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Die Titelverbindung wurde in Analogie
zu der oben für
das entsprechende (R)-Enantiomer beschriebenen Verfahrensweise hergestellt:
[α]21
D –15° (c = 1,0,
Chloroform).
-
Beispiel 14
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(S)-N-[5-(4-Methylpiperazin-1-yl)-3,4-dihydro-2H-1-benzopyran-3-yl]-4-morpholinobenzamid
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Eine Lösung von 4-Morpholinobenzoesäure (380
mg, 1,83 mmol; beschrieben in: Degutis, J., Rasteikiene, L., Degutiene,
A., Zh. Org. Khim. 1978, 14(10), 2060– 2064) und 1,1'-Carbonyldiimidazol
(310 mg, 1,92 mmol) in wasserfreiem N,N-Dimethylformamid (12 mL)
wurde 30 min bei 75°C
gerührt.
Die Mischung wurde abkühlen
gelassen und dann mit einer Lösung
von (S)-3-Amino-5-(4-methylpiperazin-1-yl)-3,4-dihydro-2H-1-benzopyran
(430 mg, 1,74 mmol) in N,N-Dimethylformamid (8 mL) versetzt. Die
Reaktionsmischung wurde 3 Tage bei Raumtemperatur gerührt. Nach
Zugabe einer weiteren Portion 1,1'-Carbonyldiimidazol (57 mg, 0,35 mmol)
wurde die Mischung weitere 3,5 h Stunden gerührt. Der nach Abziehen des
Lösungsmittels
im Vakuum verbleibende Rückstand
wurde mittels Säulenchromatographie
an Siliciumoxid unter Verwendung von Chloroform/Ethanol (93 : 7
+ 0,5% NH3) als Elutionsmittel gereinigt,
was 513 mg (68% Ausbeute) der Titelverbindung in Form eines weißen Feststoffs
ergab: Fp. 210–212°C; [α]22
D –145° (c = 1,0,
Chloroform); EIMS (70 eV) m/z (relative Intensität) 436 (65, M+).
-
Beispiel 15
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(R)-N-[5-(4-Methylpiperazin-1-yl)-3,4-dihydro-2H-1-benzopyran-3-yl]-4-morpholinobenzamid
-
Die Titelverbindung wurde in Analogie
zu der oben für
das entsprechende (S)-Enantiomer beschriebene Verfahrensweise hergestellt:
[α]21
D +145° (c = 1,0,
Chloroform).
-
Beispiel 16
-
(S)-N-[5-(4-Methylpiperazin-1-yl)-3,4-dihydro-2H-1-benzopyran-3-yl]-4-piperidinobenzamid
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Eine Suspension von 4-Piperidinobenzoesäure (276
mg, 1,35 mmol; beschrieben in: Weringa, W. D., Janssen, M. J., Recl.
Trav. Chim. Pays-Bas 1968, 87(12), 1372–1380) und 1,1'-Carbonyldiimidazol
(229 mg, 1,41 mmol) in wasserfreiem N,N-Dimethylformamid (11 mL)
wurde in ein Ölbad
mit einer Temperatur von 75°C gestellt.
Nach 45 min Rühren
wurde die Mischung abkühlen
gelassen, mit einer Lösung
von (S)-3-Amino-5-(4-methylpiperazin-1-yl)-3,4-dihydro-2H-1-benzopyran (317
mg, 1,28 mmol) in N,N-Dimethylformamid (5 mL) versetzt und 40 h
bei Raumtemperatur gerührt.
Nach Zugabe einer weiteren Portion 1,1'-Carbonyldiimidazol (83 mg, 0,51 mmol) wurde
der Ansatz 3 Tage gerührt.
Danach war die Reaktion nicht vollständig, und es wurde eine letzte
Menge 1,1'-Carbonyldiimidazol
(42 mg, 0,25 mmol) zugegeben. Die Reaktionsmischung wurde 3 h auf
50°C erhitzt
und dann im Vakuum vom Lösungsmittel
befreit. Der Rückstand
wurde mittels Säulenchromatographie
an Siliciumoxid unter Verwendung von Chloroform/Ethanol (92 : 8
+ 0,5% NH3) als Elutionsmittel gereinigt,
was 202 mg (36% Ausbeute) der Titelverbindung in Form eines weißen Feststoffs
ergab: Fp. 178–180°C; [α]22
D –159° (c = 1,0,
Chloroform); EIMS (70 eV) m/z (relative Intensität) 434 (35, M+).
-
Beispiel 17
-
(S)-N-[5-(4-Methylpiperazin-1-yl)-3,4-dihydro-2H-1-benzopyran-3-yl]-4-butoxybenzamid
-
Eine Lösung von 4-Butoxybenzoesäure (650
mg, 3,35 mmol) in Thionylchlorid (13 mL) wurde 15 min auf 50°C erhitzt,
wonach die Mischung auf Raumtemperatur kommen gelassen wurde. Nach
Abziehen des überschüssigen Thionylchlorids
unter vermindertem Druck wurde der Rückstand mit zwei Portionen
Toluol eingedampft. Das Säurechlorid
wurde in Form eines bräunlichen Öls erhalten.
Eine Portion des Säurechlorids (150
mg, 0,705 mmol) wurde in Methylenchlorid (5 mL) gelöst und zu
einer eisgekühlten
Lösung
von (S)-3-Amino-5-(4-methylpiperazin-1-yl)-3,4-dihydro-2H-1-benzopyran
(159 mg, 0,643 mmol) und Triethylamin (134 μL, 0,960 mmol) in wasserfreiem
Methylenchlorid (20 mL) gegeben. Dann wurde das Eisbad weggenommen
und die Temperatur auf Raumtemperatur kommen gelassen. Die Reaktionsmischung
wurde mit gesättigter NaHCO3-Lösung
(10 mL) gewaschen, getrocknet (MgSO4) und
im Vakuum vom Lösungsmittel
befreit. Der Rückstand
wurde mittels Säulenchromatographie
an Siliciumoxid unter Verwendung von Chloroform/Ethanol (92 : 8
+ 0,5% konz. NH3) als Elutionsmittel gereinigt,
was 200 mg (74% Ausbeute) der Titelverbindung in Form eines weißen Feststoffs
ergab: Fp. 192–193,6°C; [α]22
D –114° (c = 1,0,
Chloroform); EIMS (70 eV) m/z (relative Intensität) 423 (52, M+).
-
Beispiel 18
-
(R)-N-[5-(4-Methylpiperazin-1-yl)-3,4-dihydro-2H-1-benzopyran-3-yl]-4-butoxybenzamid
-
Die Titelverbindung wurde in Analogie
zu der oben für
das entsprechende (S)-Enantiomer beschriebenen Verfahrensweise hergestellt:
[α]21
D +104° (c = 1,0,
Chloroform).
-
Beispiel 19
-
(S)-N-[5-(4-Methylpiperazin-1-yl)-3,4-dihydro-2H-1-benzopyran-3-yl]-4-trifluormethylbenzamid
-
Eine Mischung von 4-Trifluormethylbenzoesäure (195
mg, 1,02 mmol) in Thionylchlorid (5 mL) wurde 20 min auf 50°C und dann
10 min unter Rückfluß erhitzt.
Die Mischung wurde abkühlen
gelassen, wonach das überschüssige Thionylchlorid
im Vakuum abgezogen und der Rückstand
mit 2 Portionen Toluol eingedampft wurde. Das Säurechlorid wurde dann in wasserfreiem
Methylenchlorid (5 mL) gelöst
und unter Rühren
zu einer eisgekühlten
Lösung
von (S)-3-Amino-5-(4-methylpiperazin-1-yl)-3,4-dihydro-2H-1-benzopyran
(230 mg, 0,930 mmol) und Triethylamin (194 μL, 1,39 mmol) in wasserfreiem
Methylenchlorid (20 mL) gegeben. Dann wurde die Reaktionsmischung
auf Raumtemperatur kommen gelassen und mit gesättigter NaHCO3-Lösung gewaschen.
Nach Trocknen (MgSO4) und Abziehen des Lösungsmittels
im Vakuum wurde ein Rohprodukt erhalten, das mittels Säulenchromatographie
an Siliciumoxid unter Verwendung von Chloroform/Ethanol (92 : 8 +
0,5% konz. NH3) als Elutionsmittel gereinigt
wurde, was 214 mg (55% Ausbeute) der Titelverbindung in Form eines
weißen Feststoffs
ergab: Fp. 212–214°C; [α]22
D –73° (c = 1,0,
Chloroform); EIMS (70 eV) m/z (relative Intensität) 419 (100, M+).
-
Beispiel 20
-
(R)-N-[5-(4-Methylpiperazin-1-yl)-3,4-dihydro-2H-1-benzopyran-3-yl]-4-trifluormethylbenzamid
-
Die Titelverbindung wurde in Analogie
zu der oben für
das entsprechende (S)-Enantiomer beschriebenen Verfahrensweise hergestellt:
[α]21
D +74° (c = 1,0,
Chloroform).
-
Beispiel 21
-
(S)-N-[5-(4-Methylpiperazin-1-yl)-3,4-dihydro-2H-1-benzopyran-3-yl]-2,4-dimethoxybenzamid
-
Eine Lösung von 2,4-Dimethoxybenzoesäure (185
mg, 1,01 mmol) in Thionylchlorid (5 mL) wurde 15 min auf 55°C erhitzt.
Nach Abziehen des überschüssigen Thionylchlorids
im Vakuum wurde der Rückstand
mit zwei Portionen Toluol extrahiert. Das Säurechlorid wurde dann in wasserfreiem
Methylenchlorid (5 mL) gelöst und
unter Rühren
zu einer eisgekühlten
Lösung
von (S)-3-Amino-5-(4-methylpiperazin-1-yl)-3,4-dihydro-2H-1-benzopyran (228 mg,
0,920 mmol) in wasserfreiem Methylenchlorid (20 mL) gegeben. Das
ausgefallene Produkt wurde durch Zugabe von Triethylamin (193 μL, 1,38 mmol)
gelöst,
was eine klare hellgelbe Lösung
ergab. Dann wurde die Mischung mit gesättigter NaHCO3-Lösung gewaschen, getrocknet
(MgSO9) und im Vakuum vom Lösungsmittel
befreit. Der Rückstand
wurde mittels Säulenchromatographie
an Siliciumoxid unter Verwendung von Chloroform/Ethanol (92 : 8
+ 0,5% konz. NH3) als Elutionsmittel gereinigt,
was 268 mg (71% Ausbeute) der Titelverbindung in Form eines Öls ergab:
[α]21
D –91° (c = 1,0,
Chloroform); EIMS (70 eV) m/z (relative Intensität) 411 (4, M+).
Die Base (238 mg, 0,578 mmol) wurde unter Stickstoff in wasserfreiem
Diethylether (10 mL) gelöst
und auf einem Eisbad abgekühlt.
Dann wurde unter Rühren
eine mit Diethylether (5 ML) verdünnte Lösung von HCl in Diethylether
(3 M, 0,5 mL) zugetropft. Das HCl-Salz wurde abfiltriert, mit Diethylether
gewaschen und im Vakuum getrocknet, was 187 mg (69% Ausbeute) des
Produkts in Form eines weißen
Pulvers ergab: Fp. sintert bei > 44°C.
-
Beispiel 22
-
(S)-N-[5-(4-Methylpiperazin-1-yl)-3,4-dihydro-2H-1-benzopyran-3-yl]-4-N,N-diethylaminobenzamid
-
Eine Lösung von 4-Diethylaminobenzoesäure (189
mg, 0,978 mmol) und 1,1'-Carbonyldiimidazol
(166 mg, 1,02 mmol) in wasserfreiem N, N-Dimethylformamid (5 mL)
wurde 45 min bei 75°C
gerührt.
Die Mischung wurde abkühlen
gelassen und mit einer Lösung
von (S)-3-Amino-5-(4-methylpiperazin-1-yl)-3,4-dihydro-2H-1-benzopyran
(230 mg, 0,930 mmol) in N,N-Dimethylformamid (8 mL) versetzt. Die
Reaktionsmischung wurde 7 Tage bei Raumtemperatur gerührt. Der
nach Abziehen des Lösungsmittels
im Vakuum verbleibende Rückstand
wurde mittels Säulenchromatographie
an Siliciumoxid unter Verwendung von Chloroform/Ethanol (92 : 8
+ 0,5% NH3) als Elutionsmittel gereinigt,
was 234 mg (60% Ausbeute) der Titelverbindung in Form eines weißen Feststoffs
ergab: Fp. 218–219,6°C; [α]21
D –178° (c = 1,0,
Chloroform); EIMS (70 eV) m/z (relative Intensität) 422 (29, M+).
-
Beispiel 23
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(R)-N-[5-(4-Methylpiperazin-1-yl)-3,4-dihydro-2H-1-benzopyran-3-yl]-4-N,N-diethylaminobenzamid
-
Die Titelverbindung wurde in Analogie
zu der oben für
das entsprechende (S)-Enantiomer beschriebenen Verfahrensweise hergestellt:
[α]21
D +172° (c = 1,0,
Chloroform).
-
Beispiel 24
-
(S)-N-[5-(4-Methylpiperazin-1-yl)-3,4-dihydro-2H-1-benzopyran-3-yl]-furan-2-carbonsäureamid
-
Eine eisgekühlte gerührte Lösung von (S)-3-Amino-5-(4-methylpiperazin-1-yl)-3,4-dihydro-2H-1-benzopyran
(230 mg, 0,930 mmol) und Triethylamin (194 μL, 1,39 mmol) in wasserfreiem
Methylenchlorid (10 mL) wurde unter Stickstoff mit 2-Furoylchlorid
(101 μL,
1,02 mmol) versetzt. Dann wurde das Eisbad weggenommen und die Reaktionsmischung
auf Raumtemperatur kommen gelassen. Die Mischung wurde mit 2 M NH3-Lösung
gewaschen, getrocknet (MgSO4) und im Vakuum
vom Lösungsmittel
befreit. Der Rückstand
wurde auf einem Chromatotron (beschleunigte Dünnschichtchromatographie, Elutionsmittel:
Chloroform/Ethanol (92 : 8 + 0,5% konz. NH3))
gereinigt, was 249 mg (79% Ausbeute) der Titelverbindung in Form
eines weißen Feststoffs
ergab: Fp. sintert bei > 50°C; [α]12
D –83° (c = 1,0,
Chloroform); EIMS (70 eV) m/z (relative Intensität) 341 (52, M+).
-
Beispiel 25
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(S)-N-[5-(4-Methylpiperazin-1-yl)-3,4-dihydro-2H-1-benzopyran-3-yl]-4-N,N-dimethylaminobenzamid
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Eine Lösung von 4-Dimethylaminobenzoesäure (190
mg, 1,15 mmol) und 1,1'-Carbonyldiimidazol (205
mg, 1,26 mmol) in wasserfreiem N,N-Dimethylformamid (5 mL) wurde
35 min bei 75°C
gerührt.
Die Mischung wurde abkühlen
gelassen und mit einer Lösung
von (S)-3-Amino-5-(4-methylpiperazin-1-yl)-3,4-dihydro-2H-1-benzopyran
(271 mg, 1,10 mmol) in N,N-Dimethylformamid (5 mL) versetzt. Die
Reaktionsmischung wurde 4 Tage bei Raumtemperatur gerührt. Der
nach Abziehen des Lösungsmittels
im Vakuum verbleibende Rückstand
wurde mittels Säulenchromatographie
an Siliciumoxid unter Verwendung von Chloroform/Ethanol (92 : 8
+ 0,5% NH3) als Elutionsmittel gereinigt,
was 292 mg (67% Ausbeute) der Titelverbindung in Form eines weißen Feststoffs
ergab: Fp. 248–250°C; [α]21
D –175° (c = 1,0,
Chloroform); EIMS (70 eV) m/z (relative Intensität) 394 (46, M+).
-
Beispiel 26
-
(S)-N-[5-(4-Methylpiperazin-1-yl)-3,4-dihydro-2H-1-benzopyran-3-yl]-pyrrol-2-carbonsäureamid
-
Eine Mischung aus 1,1'-Carbonyldiimidazol
(360 mg, 1,85 mmol) und Pyrrol-2-carbonsäure (225 mg, 2,03 mmol) in
wasserfreiem N,N-Dimethylformamid (8 mL) wurde 45 min bei 75°C gerührt. Die
Mischung wurde abkühlen
gelassen und mit einer Lösung
von (S)-3-Amino-5-(4-methylpiperazin-1-yl)-3,4-dihydro-2H-1-benzopyran
(457 mg, 1,85 mmol) in N,N-Dimethylformamid (10 mL) versetzt. Die
Reaktionsmischung wurde unter Stickstoff 7 Tage bei Raumtemperatur
gerührt.
Der nach Abziehen des Lösungsmittels
im Vakuum verbleibende Rückstand
wurde mit Diethylether (50 mL) und Wasser (20 mL) extrahiert. Die
wäßrige Schicht
wurde mit einer weiteren Portion Diethylether (50 mL) extrahiert.
Die vereinigten etherischen Schichten wurden getrocknet (MgSO9) und im Vakuum vom Lösungsmittel befreit. Der Rückstand
wurde mittels Säulenchromatographie
an Siliciumoxid unter Verwendung von Chloroform/Ethanol (90 : 10
+ 0,5% konz. NH3) als Elutionsmittel gereinigt,
was die Titelverbindung in Form eines Öls ergab. Durch Eindampfen
mit Diethylether wurden 300 mg (48% Ausbeute) der Titelverbindung
in Form eines weißen
Pulvers, erhalten: Fp. sintert bei > 96°C;
[α]22
D –82,8° (c = 1,0,
Chloroform); EIMS (70 eV) m/z (relative Intensität) 340 (10, M+).
-
Beispiel 27
-
(S)-N-[5-(4-Methylpiperazin-1-yl)-3,4-dihydro-2H-1-benzopyran-3-yl]-5-methylpiperidin-3-carbonsäureamid
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Eine Lösung von 5-Methylnicotinsäure (141
mg, 1,03 mmol) und 1,1'-Carbonyldiimidazol
(183 mg, 1,13 mmol) in wasserfreiem N,N-Dimethylformamid (5 mL)
wurde 55 min bei 75°C
gerührt.
Die Mischung wurde abkühlen
gelassen und mit einer Lösung
von (S)-3-Amino-5-(4-methylpiperazin-1-yl)-3,4-dihydro-2H-1-benzopyran
(232 mg, 0,94 mmol) in N,N-Dimethylformamid (5 mL) versetzt. Die
Reaktionsmischung wurde 28 h bei Raumtemperatur gerührt. Der
nach Abziehen des Lösungsmittels
im Vakuum verbleibende Rückstand
wurde mittels Säulenchromatographie
an Siliciumoxid unter Verwendung von Chloroform/Ethanol (87 : 13
+ 0,5% NH3) als Elutionsmittel gereinigt.
Das Produkt war mit einer großen
Menge Imidazol verunreinigt, das folgendermaßen entfernt werden konnte:
Die Mischung wurde in Diethylether (100 mL) gelöst, mit Wasser (2 × 20 mL)
gewaschen und mit Kochsalzlösung
(10 mL) behandelt. Die etherische Schicht wurde getrocknet (MgSO4) und im Vakuum vom Lösungsmittel befreit, was 119
mg (35% Ausbeute) der Titelverbindung in Form eines weißen Feststoffs
ergab: Fp. sintert bei > 68°C; [α]21
D –82° (c = 1,0,
Chloroform); EIMS (70 eV) m/z (relative Intensität) 366 (21, M+).
-
Beispiel 28
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(S)-N-[5-(4-Methylpiperazin-1-yl)-3,4-dihydro-2H-1-benzopyran-3-yl]-2,4-bis(trifluormethyl)benzamid
-
Eine Lösung von 2,4-Bis(trifluormethyl)benzoesäure (195
mg, 0,755 mmol) in Thionylchlorid (4 mL) wurde 45 min auf 55°C erhitzt.
Nach Abziehen des überschüssigen Thionylchlorids
im Vakuum wurde der Rückstand
mit zwei Portionen Toluol eingedampft. Das Säurechlorid wurde dann in wasserfreiem
Methylenchlorid (5 mL) gelöst
und unter Rühren
zu einer Lösung
von (S)-3-Amino-5-(4-methylpiperazin-1-yl)-3,4-dihydro-2H-1-benzopyran
(170 mg, 0,687 mmol) und Triethylamin (144 μL, 1,03 mmol) in wasserfreiem
Methylenchlorid (20 mL) gegeben. Dann wurde die Reaktionsmischung über Nacht
bei Raumtemperatur stehen gelassen und mit 2 M NH3-Lösung (10
mL) gefolgt von einer Portion Kochsalzlösung gewaschen. Die organische Schicht
wurde getrocknet (MgSO4) und im Vakuum vom
Lösungsmittel
befreit. Der Rückstand
wurde mittels Säulenchromatographie
an Siliciumoxid unter Verwendung von Chloroform/Ethanol (92 : 8
+ 0,5% konz. NH3) als Elutionsmittel gereinigt,
was 100 mg (30% Ausbeute) der Titelverbindung in Form eines weißen Feststoffs ergab:
Fp. 202–203°C; [α]21
D –51° (c = 1,0,
Chloroform); EIMS (70 eV) m/z (relative Intensität) 487 (16, M+).
-
Beispiel 29
-
(S)-N-[5-(4-Methylpiperazin-1-yl)-3,4-dihydro-2H-1-benzopyran-3-yl]-2-hydroxy-4-methoxybenzamid
-
Eine Lösung von 4-Methoxy-2-acetoxybenzoesäure (232
mg, 1,10 mmol; beschrieben in: Schonhofer, F. Ber Deursch Chem Ges
1951, 84, 13) in Thionylchlorid (5 mL) wurde 30 min auf 55°C erhitzt.
Nach Abziehen des überschüssigen Thionylchlorids
im Vakuum wurde der Rückstand
mit zwei Portionen Toluol extrahiert. Das Säurechlorid wurde dann in wasserfreiem
Methylenchlorid (5 mL) gelöst
und unter Rühren
zu einer Lösung
von (S)-3-Amino-5-(4-methylpiperazin-1-yl)-3,4-dihydro-2H-1-benzopyran (248 mg,
1,00 mmol) und Triethylamin (210 μL,
1,50 mmol) in wasserfreiem Methylenchlorid (20 mL) gegeben. Die
Reaktionsmischung wurde 2,5 h bei Raumtemperatur gerührt und
dann mit gesättigter
NaHCO3-Lösung gewaschen,
getrocknet (MgSO4) und im Vakuum vom Lösungsmittel
befreit. Der Rückstand
wurde in absolutem Ethanol (20 mL) gelöst und mit konz. NH3 (5 mL) versetzt. Die Mischung wurde über Nacht
gerührt.
Der nach Abziehen des Lösungsmittels
im Vakuum verbleibende Rückstand
wurde mittels Säulenchromatographie
an Siliciumoxid unter Verwendung von Chloroform/Ethanol (92 : 8
+ 0,5% konz. NH3) als Elutionsmittel gereinigt,
was 120 mg (33% Ausbeute) der Titelverbindung in Form eines weißen Feststoffs
ergab: Fp. sintert bei > 80°C; [α]21
D –92° (c = 1,0,
Chloroform); EIMS (70 eV) m/z (relative Intensität) 397 (27, M+).
-
Beispiel 30
-
(S)-N-[5-(4-Methylpiperazin-1-yl)-3,4-dihydro-2H-1-benzopyran-3-yl]-4-trifluormethoxybenzamid
-
Eine Mischung von 4-Trifluormethoxybenzoesäure (254
mg, 1,23 mmol) in Thionylchlorid (5 mL) wurde 25 min auf 60°C erhitzt.
Das überschüssige Thionylchlorid
wurde im Vakuum abgezogen und der Rückstand mit 2 Portionen Toluol
eingedampft. Das Säurechlorid
wurde dann in wasserfreiem Methylenchlorid (5 mL) gelöst und zu
einer gerührten
Lösung
von (S)-3-Amino-5-(4-methylpiperazin-1-yl)-3,4-dihydro-2H-1-benzopyran (277
mg, 1,12 mmol) und Triethylamin (234 μL, 1,68 mmol) in Methylenchlorid
(10 mL) gegeben. Die Reaktionsmischung wurde 2 h bei Raumtemperatur
gerührt
und mit gesättigter
NaHCO3-Lösung
gewaschen. Die organische Schicht wurde getrocknet (MgSO4) und im Vakuum vom Lösungsmittel befreit. Das Produkt
wurde mittels Säulenchromatographie
an Siliciumoxid unter Verwendung von Chloroform/Ethanol (92 : 8
+ 0,5% konz. NH3) als Elutionsmittel gereinigt,
was 248 mg (51% Ausbeute) der Titelverbindung in Form eines weißen Feststoffs
ergab: Fp. 192–193°C; [α]21
D –75° (c = 1,0,
Chloroform); EIMS (70 eV) m/z (relative Intensität) 435 (6, M+).
-
Beispiel 31
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4-(4-Piperidon-1-yl)benzoesäure
-
Eine Lösung von 2 M NaOH (10 mL),
4-(8-Aza-1,4-dioxaspiro[4,5]dec-8-yl)benzonitril
(820 mg, 3,36 mmol; beschrieben in: Taylor, E. C., Skotnicki, J.
S., Synthesis 1981, 8, 606–608)
und Ethanol (7,5 mL) wurde 3 h unter Rückfluß erhitzt. Dann wurde die externe
Heizung ausgeschaltet und die Reaktionsmischung über Nacht bei Raumtemperatur
gerührt.
Der nach Abziehen des ethanolischen Lösungsmittels im Vakuum verbleibende
Rückstand
wurde mit 2 M HCl-Lösung
bis zu einem pH-Wert von 4 angesäuert
und mit Essigsäureethylester
(50 mL) extrahiert. Die Schichten wurden getrennt, wonach der pH-Wert
mit 2 M NaOH-Lösung
auf 6 eingestellt und danach erneut mit Essigsäureethylester (50 mL) extrahiert
wurde. Die vereinigten organischen Schichten wurden im Vakuum auf
konzentriert, wonach der feste Rückstand
in 6 M HCl-Lösung
(10 mL) gelöst wurde.
Die Reaktionsmischung wurde 2,5 h auf 75°C und dann über Nacht auf 55°C erhitzt.
Dann wurde die Temperatur 2 h auf 75°C angehoben und die Reaktionsmischung
abkühlen
gelassen. Danach wurde der pH-Wert auf 4 eingestellt und die Lösung mit
Essigsäureethylester
(50 mL) extrahiert. Nach Trennung der Schichten wurde bei pH 5 erneut
extrahiert. Die vereinigten organischen Schichten wurden getrocknet (MgSO4) und im Vakuum vom Lösungsmittel befreit. Das Rohprodukt
wurde aus Essigsäureethylester
umkristallisiert, was 300 mg (41% Ausbeute) der Titelverbindung
in Form von gelblichen Kristallen lieferte: Fp. sintert bei > 215°C; EIMS (70
eV) m/z (relative Intensität)
219 (100, M+).
-
Beispiel 32
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(S)-N-[5-(4-Methylpiperazin-1-yl)-3,4-dihydro-2H-1-benzopyran-3-yl]-4-(4-piperidon-1-yl)benzamid
-
Eine Lösung von 1,1'-Carbonyldiimidazol
(116 mg, 0,716 mmol) und 4-(4-Piperidon-1-yl)benzoesäure (150
mg, 0, 683 mmol) in wasserfreiem N,N-Dimethylformamid (5 mL) wurde
50 min bei 75°C
gerührt.
Die Mischung wurde abkühlen
gelassen und mit einer Lösung
von (S)-3-Amino-5-(4-methylpiperazin-1-yl)-3,4-dihydro-2H-1-benzopyran
(161 mg, 0,651 mmol) in N,N-Dimethylformamid (4 mL) versetzt. Die
Reaktionsmischung wurde 8 Tage bei Raumtemperatur gerührt. Der
nach Abziehen des Lösungsmittels
im Vakuum verbleibende Rückstand
wurde mittels Säulenchromatographie
an Siliciumoxid unter Verwendung von Chloroform/Ethanol (90 : 10
+ 0,5% konz. NH3) als Elutionsmittel gereinigt,
was 54 mg (19% Ausbeute) der Titelverbindung in Form eines weißen Feststoffs
ergab: Fp. 222–225°C (Zersetzung);
[α]22
D –136° (c = 0,30,
Chloroform); TSPMS (70 eV) m/z 449 (M + 1).
-
Beispiel 33
-
(S)-N-[5-(4-Methylpiperazin-1-yl)-3,4-dihydro-2H-1-benzopyran-3-yl]-4-morpholinobenzolsulfonamid
-
Eine Lösung von (S)-3-Amino-5-(4-methylpiperazin-1-yl)-3,4-dihydro-2H-1-benzopyran
(120 mg, 0,485 mmol) in wasserfreiem Methylenchlorid (10 mL) wurde
mit Triethylamin (81 μL,
0,582 mmol) und 4-(4-Morpholinyl)benzolsulfonylchlorid
(140 mg, 0,534 mmol; beschrieben in: Galliani, G., Europäische Patentanmeldung
EP 335,758 , 1989, Chem. Abstr.
1990, 112, 98374d [124393-22-8]) versetzt. Die Reaktionsmischung
wurde 4 h bei Raumtemperatur gerührt,
mit 2 M NH
3-Lösung gewaschen, getrocknet
(MgSO
4) und im Vakuum aufkonzentriert. Das
Rohprodukt wurde mittels Säulenchromatographie
an Siliciumoxid unter Verwendung von Chloroform/Ethanol (90 : 10
+ 0,5% konz. NH
3) als Elutionsmittel gereinigt,
was 141 mg (61% Ausbeute) der Titelverbindung in Form eines weißen Feststoffs
ergab: Fp. sintert bei > 100°C; [α]
22
D +10° (c = 1,0, Chloroform);
EIMS (70 eV) m/z (relative Intensität) 472 (56, M
+).
-
Beispiel 34
-
4-(Hexahydro-1,4-diazepin-5-on-1-yl)benzoesäure
-
Eine Lösung von 4-(Piperidon-1-yl)benzoesäure (281
mg, 1,28 mmol), konz. Essigsäure
(2 mL) und konz. H2SO9 (1
mL) wurde auf 5°C
abgekühlt.
Nach Zugabe von Natriumazid (92 mg, 1,41 mmol) wurde die Reaktionsmischung
42 h bei 7°C
gerührt.
Dann wurde 2 M NaOH-Lösung bis
pH 5 zugegeben, wonach der angefallene Niederschlag filtriert und
mit mehreren Portionen eisgekühltem
Wasser gewaschen wurde. Durch Trocknen im Vakuum wurden 272 mg (91%
Ausbeute) der Titelverbindung in Form eines weißen Feststoffs erhalten: Fp.
285– 286°C; EIMS (70
eV) m/z (relative Intensität)
234 (66, M+).
-
Beispiel 35
-
(S)-N-[5-(4-Methylpiperazin-1-yl)-3,4-dihydro-2H-1-benzopyran-3-yl]-4-(hexahydro-1,4-diazepin-5-on-1-yl)benzamid
-
Eine Lösung von 1,1'-Carbonyldiimidazol
(151 mg, 0,934 mmol) und 4-(Hexahydro-1,4-diazepin-5-on-1-yl)benzoesäure (219
mg, 0,934 mmol) in wasserfreiem N,N-Dimethylformamid (7 mL) wurde 55 min bei
75°C gerührt. Die
Mischung wurde abkühlen
gelassen und mit einer Lösung
von (S)-3-Amino-5-(4-methylpiperazin-1-yl)-3,4-dihydro-2H-1-benzopyran (210 mg, 0,85
mmol) in N,N-Dimethylformamid
(3,5 mL) versetzt. Die Reaktionsmischung wurde 14 Tage bei Raumtemperatur
gerührt.
Der nach Abziehen des Lösungsmittels im
Vakuum verbleibende Rückstand
wurde mittels Säulenchromatographie
an Siliciumoxid unter Verwendung von Chloroform/Ethanol (90 : 10
+ 1% konz. NH3) als Elutionsmittel gereinigt.
Das Produkt wurde aus einem Gemisch aus Chloroform, Ethanol und
Essigsäureethylester
kristallisiert, was 84 mg (21% Ausbeute) der Titelverbindung in
Form weißer
Kristalle ergab: Fp. 244–247°C (Zersetzung);
[α]21
D –148° (c = 0,50,
Chloroform); TSPMS (70 eV) m/z 464 (M + 1).
-
Beispiel 36
-
(S)-N-[5-(4-Methylpiperazin-1-yl)-3,4-dihydro-2H-1-benzopyran-3-yl]-N'-(4-morpholino)phenylharnstoff
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Eine gerührte Lösung von 4-Morpholinobenzoesäure (126
mg, 0,606 mmol) und (S)-3-Amino-5-(4-methylpiperazin-1-yl)-3,4-dihydro-2H-1-benzopyran
(150 mg, 0,606 mmol) in Acetonitril (5 mL) wurde mit Diphenylphosphorylazid
(131 μL,
0,606 mmol) versetzt. Die Reaktionsmischung wurde 1,5 h unter Rückfluß erhitzt und
dann über
Nacht auf Raumtemperatur abkühlen
gelassen. Der nach Abziehen des Lösungsmittels im Vakuum verbleibende
Rückstand
wurde zwischen Essigsäureethylester
und 2 M NH3-Lösung verteilt. Die organische
Schicht wurde getrocknet (MgSO4) und im
Vakuum vom Lösungsmittel
befreit. Der Rückstand
wurde mittels Säulenchromatographie
an Siliciumoxid unter Verwendung von Chloroform/Ethanol (90 : 10
+ 0,5% konz. NH3) als Elutionsmittel gereinigt,
was 100 mg (36% Ausbeute) der Titelverbindung in Form eines weißen Feststoffs
ergab: Fp. sintert bei > 118°C; [α]21
D –71° (c = 0,5,
Chloroform); MSTSP 452 (M + 1).
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Beispiel 37
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4-Brom-3-methoxymorpholinobenzol
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Eine gerührte Aufschlämmung von
4-(3-Methoxyphenyl)morpholin (1,54 g, 7,97 mmol; beschrieben in: Skowronska-Ptasinska
M.; Verboon W.; Reinhoudt D. N.; J. Org. Chem. 1985, 50(15), 2690-8)
und Natriumacetat (0,784 g, 9,56 mmol) in 1,4-Dioxan (100 mL) wurde über einen
Zeitraum von 45 min mit einer 0,25 M Lösung von Brom in 1,4-Dioxan
(35,0 mL, 8,77 mmol) versetzt. Nach Zugabe einer weiteren Portion
Bromlösung
(15,0 mL, 4,00 mmol) und Natriumacetat (0, 523 g, 6, 38 mmol) wurde
die Reaktionsmischung über
Nacht auf 50°C
erhitzt. Der nach Abziehen des Lösungsmittels
im Vakuum verbleibende Rückstand
wurde zwischen Diethylether (100 mL) und 2 M NH3-Lösung verteilt.
Nach Trennung der Schichten wurde die wäßrige Schicht mit Diethylether
(50 mL) extrahiert. Die vereinigten organischen Schichten wurden
getrocknet (MgSO4) und im Vakuum vom Lösungsmittel
befreit. Der Rückstand
wurde über
eine Kieselgelsäule
filtriert (Elutionsmittel: Chloroform/Ethanol, 1 : 1 + 1,5% konz.
NH3) und im Vakuum vom Lösungsmittel befreit. Der Rückstand
wurde zwischen Methylenchlorid und 2 M NH3-Lösung verteilt.
Nach Trocknen (MgSO4) der organischen Schicht
und Abziehen des Lösungsmittels
im Vakuum wurde ein oranges Öl
erhalten, das mittels Säulenchromatographie an
Siliciumoxid unter Verwendung von Methylenchlorid + 0,5% konz. NH3 als Elutionsmittel gereinigt wurde, was
450 mg (21% Ausbeute) der Titelverbindung in Form eines weißen Feststoffs
ergab: Fp. 103,5–104,5°C; EIMS (70
eV) m/z (relative Intensität)
273/271 (56/56, M+).
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Beispiel 38
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2-Methoxy-4-morpholinobenzoesäure
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Eine gerührte Lösung von 4-Brom-3-methoxy-1-morpholinobenzol
(104 mg, 0,382 mmol) in wasserfreiem Tetrahydrofuran (3 mL) wurde
unter Stickstoff bei –78°C langsam
mit n-Butyllithium (1,3 M Lösung
in Hexangemisch, 325 μL,
0,420 mmol) versetzt. Nach Ersatz des Kühlmediums durch ein Eisbad
wurde die Mischung 5 min gerührt.
Dann wurde wieder auf –78°C abgekühlt und über einen
Zeitraum von 10 Minuten durch Verdampfung von Trockeneis erzeugtes
Kohlendioxid durch die Lösung
geleitet. Es bildete sich ein Niederschlag, und die Reaktionsmischung
wurde auf Raumtemperatur kommen gelassen. Nach Zugabe von Diethylether
und Wasser wurde die Mischung extrahiert, wonach die Schichten getrennt
wurden und die wäßrige Schicht
auf pH 4 angesäuert
wurde. Die dunkelblaue wäßrige Lösung wurde
bei pH 4 bis pH 6 mehrmals mit Diethylether und Essigsäureethylester
extrahiert. Die vereinigten organischen Schichten wurden getrocknet (MgSO4) und im Vakuum vom Lösungsmittel befreit, was 60
mg (66% Ausbeute) der Titelverbindung in Form eines weißen Feststoffs
ergab: Fp. 158–160°C; EIMS m/z
(relative Intensität)
237 (100, M+).
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Beispiel 39
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(S)-N-[5-(4-Methylpiperazin-1-yl)-3,4-dihydro-2H-1-benzopyran-3-yl]-2-methoxy-4-morpholinobenzamid
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Eine gerührte Lösung von 1,1'-Carbonyldiimidazol
(222 mg, 1,37 mmol) und 2-Methoxy-4-morpholinobenzoesäure (176
mg, 0,740 mmol) in wasserfreiem N, N-Dimethylformamid (5 mL) wurde 2 h auf
75°C erhitzt und
dann abkühlen
gelassen. Dann wurde eine Lösung
von (S)-3-Amino-5-(4-methylpiperazin-1-yl)-3,4-dihydro-2H-1-benzopyran (183 mg,
0,740 mmol) in wasserfreiem N,N-Dimethylformamid
(4 mL) zugegeben. Die Reaktionsmischung wurde 5 Tage bei Raumtemperatur
gerührt.
Der nach Abziehen des Lösungsmittels
im Vakuum verbleibende Rückstand
wurde zwischen Essigsäureethylester
(50 mL) und 2 M NH3-Lösung (15 mL) verteilt. Die
organische Schicht wurde getrocknet (MgSO4)
und im Vakuum vom Lösungsmittel
befreit. Der Rückstand
wurde mittels Säulenchromatographie
an Siliciumoxid unter Verwendung von Chloroform/Ethanol (93 : 7
+ 0,5% konz. NH3) als Elutionsmittel gereinigt,
was 113 mg (30% Ausbeute) der Titelverbindung in Form eines farblosen
Schaums ergab: [α]21
D –141° (c = 0,5,
Chloroform); EIMS (70 eV) m/z (relative Intensität) 466 (20, M+).
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Beispiel 40
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4-(4-Benzylpiperazin-1-yl)benzonitril
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Eine Lösung von 4-Fluorbenzonitril
(3,0 g, 25 mmol) in N,N-Dimethylformamid (15 mL) wurde mit 1-Benzylpiperazin
(4,3 mL, 25 mmol) und Kaliumcarbonat (3,4 g, 25 mmol) versetzt.
Die Reaktionsmischung wurde 13 h bei 120°C gerührt. Dann wurde das Lösungsmittel
im Vakuum abgezogen und der Rückstand
zwischen Essigsäureethylester
(100 mL) und Wasser (15 mL) verteilt. Die wäßrige Phase wurde mit Essigsäureethylester
(30 mL) extrahiert, wonach die vereinigten organischen Phasen zweimal
mit Kochsalzlösung
(10 mL) gewaschen und getrocknet (MgSO4)
wurden. Durch Eindampfen des Lösungsmittels
wurden 7,6 g Rohprodukt erhalten. Durch Reinigung des Rückstands
an einer Kieselgelsäule
unter Verwendung von Essigsäureethylester/Methylenchlorid
(1 : 9) als Elutionsmittel wurden 4,0 g (59% Ausbeute) der Titelverbindung
in Form eines weißen
Feststoffs erhalten: Fp. 104–105°C; EIMS (70
eV) m/z (relative Intensität)
277 (20, M+).
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Beispiel 41
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4-(4-Benzylpiperazin-1-yl)benzoesäure
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4-(4-Benzylpiperazin-1-yl)benzonitril
(4,0 g, 15 mmol) wurde in Eisessig (40 mL) gelöst, wonach 6 M Salzsäure (50
mL) zugegeben und die Reaktionsmischung 17 h bei 100°C gerührt wurde.
Der nach Abdampfen des Lösungsmittels
verbleibende Rückstand
wurde in Wasser (10 mL) suspendiert, wonach der pH-Wert durch Zugabe
von 2 M Natriumhydroxid (35 ml) auf 3 eingestellt wurde. Die Aufschlämmung wurde
2 h bei 50°C
gerührt
und dann abgekühlt,
wonach der Niederschlag abfiltriert und im Vakuum getrocknet wurde,
was 4,1 g Rohprodukt ergab. Der Feststoff wurde zwischen Methylenchlorid
(40 mL) und Wasser (220 mL) mit 2 M Natriumhydroxid (8 mL) verteilt.
Die wäßrige Phase
wurde mit Methylenchlorid (40 mL) gewaschen, wonach der pH-Wert
mit 2 M Salzsäure
auf 5 eingestellt wurde. Die wäßrige Phase
wurde abgekühlt,
wonach der Niederschlag abfiltriert und im Vakuum getrocknet wurde,
was 1,6 g (38% Ausbeute) der Titelverbindung ergab: Fp. 226°C (Zers.);
EIMS (70 eV) m/z (relative Intensität) 296 (44, M+).
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Beispiel 42
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(S)-N-[5-(4-Methylpiperazin-l-yl)-3,4-dihydro-2H-1-benzopyran-3-yl]-4-(4-benzylpiperazin-1-yl)benzamid
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Eine Suspension von 4-(4-Benzylpiperazin-1-yl)benzoesäure (1,3
g, 4,2 mmol) und 1,1'-Carbonyldiimidazol
(740 mg, 4,2 mmol) in N,N-Dimethylformamid (30 mL) wurde 1,5 h auf
75°C erhitzt.
Dann wurde die Reaktionsmischung auf 50°C abgekühlt und mit einer Lösung von
(S)-3-Amino-5-(4-methylpiperazin-1-yl)-3,4-dihydro-2H-1-benzopyran (1,0 g, 4,0
mmol) versetzt. Die Lösung
wurde 20 h bei 50°C
gerührt
und dann im Vakuum vom Lösungsmittel
befreit, was 3,5 g Rohprodukt ergab. Durch Reinigung mittels Chromatographie
an einer Kieselgelsäule
unter Verwendung von Chloroform/Methanol/konz. Ammoniak (95 : 5
: 0,5) als Elutionsmittel wurden 1,7 g (80% Ausbeute) der Titelverbindung
in Form eines blaßgelben
Feststoffs erhalten: Fp. sintert bei > 85°C;
TSPMS m/z (relative Intensität)
526 (100, M + 1). [α]22
D –130° (c = 1,0,
Chloroform).
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Beispiel 43
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(S)-N-[5-(4-Methylpiperazin-1-yl)-3,4-dihydro-2H-1-benzopyran-3-yl]-4-(piperazin-1-yl)benzamid
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(S)-N-[5-(4-Methylpiperazin-1-yl)-3,4-dihydro-2H-1-benzopyran-3-yl]-4-(4-benzylpiperazin-1-yl)benzamid
(1,7 g, 3,2 mmol) wurde in Methanol (100 mL) gelöst. Nach Zugabe von Palladium
(10%) auf Aktivkohle (510 mg) und Ammoniumformiat (1,6 g, 26 mmol)
wurde die Reaktionsmischung 19 h bei 50°C gerührt. Dann wurde der Katalysator
abfiltriert und das Lösungsmittel
im Vakuum abgezogen, was 1,3 g (92% Ausbeute) der Titelverbindung
in Form eines blaßgelben
Feststoffs ergab: Fp. sintert bei > 102°C; EIMS (70
eV) m/z (relative Intensität)
435 (8, M+); [α]22
D –102° (c = 0,15,
Chloroform).
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Beispiel 44
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(S)-N-[5-(4-Methylpiperazin-1-yl)-3,4-dihydro-2H-1-benzopyran-3-yl]-4-(4-acetylpiperazin-1-yl)benzamid
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(S)-N-[5-(4-Methylpiperazin-1-yl)-3,4-dihydro-2H-1-benzopyran-3-yl]-4-(piperazin-1-yl)benzamid
(460 mg, 1,0 mmol) wurde in N,N-Dimethylformamid (5 mL) gelöst und mit
Acetylchlorid (82 μL,
1,2 mmol) versetzt.
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Die Lösung wurde 1 h bei Raumtemperatur
gerührt
und dann im Vakuum vom Lösungsmittel
befreit. Der Rückstand
wurde zwischen Methylenchlorid (80 mL) und 2 M NaOH (10 mL) verteilt.
Die organische Schicht wurde mit Kochsalzlösung (5 mL) gewaschen und getrocknet
(MgSO4). Durch Abdampfen des Lösungsmittels
im Vakuum wurden 660 mg Rohprodukt erhalten. Durch Reinigung mittels
Säulenchromatographie
an Siliciumoxid unter Verwendung von Chloroform/Ethanol (ammoniakgesättigt) (15
: 1) als Elutionsmittel wurden 330 mg (66% Ausbeute) der Titelverbindung
in Form eines weißen
Feststoffs erhalten: Fp. 88°C (Zers.);
EIMS (70 eV) m/z (relative Intensität) 477 (3, M+);
[α]22
D –138° (c = 1,05,
Chloroform).
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Beispiel 45
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(S)-N-[5-(4-Methylpiperazin-1-yl)-3,4-dihydro-2H-1-benzopyran-3-yl]-4-(morpholinocarbonyl)benzamid
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4-(Morpholinocarbonyl)benzoesäure (100
mg, 0,43 mmol; beschrieben in: J. Med. Chem. 1994, 37(26), 4538–4554) und
1,1'-Carbonyldiimidazol
(76 mg, 0,47 mmol) wurden in N,N-Dimethylformamid (3 mL) gelöst und 3,5
h auf 75°C
erhitzt. Nach Zugabe von weiterem 1,1'-Carbonyldiimidazol
(36 mg, 0,22 mol) wurde die Lösung
30 min gerührt.
Dann wurde eine Lösung
von (S)-3-Amino-5-(4-methylpiperazin-1-yl)-3,4-dihydropyran-2H-1-benzopyran (100 mg,
0,40 mmol) in N,N-Dimethylformamid (2 mL) zugegeben und die Reaktionsmischung
18 h bei 50°C
gerührt.
Der nach Abziehen des Lösungsmittels
verbleibende Rückstand
wurde zwischen Essigsäureethylester
(30 mL) und Wasser (5 mL) verteilt. Die organische Schicht wurde
mit Wasser (5 mL) und Kochsalzlösung
(5 mL) gewaschen und getrocknet (MgSO4).
Durch Abdampfen des Lösungsmittels im
Vakuum wurden 180 mg Rohprodukt erhalten. Durch Reinigung mittels
zweimaliger präparativer
DC unter Verwendung von Chloroform/Methanol/konz. Ammoniak (95 :
5 : 0,5) und Chloroform/Ethanol (NH3-gesättigt) (12
: 1) als Elutionsmittel wurden 98 mg (53% Ausbeute) der Titelverbindung
in Form eines weißen
Feststoffs erhalten: Fp. 222°C
(Zersetzung); EIMS (70 eV) m/z (relative Intensität) 464 (68,
M+); [α]22
D –12° (c = 0,44, Chloroform).
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Beispiel 46
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(S)-N-[5-(4-Methylpiperazin-1-yl)-3,4-dihydro-2H-benzopyran-3-yl]-4-(N,N-dimethylaminocarbonyl)benzamid
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4-(N,N-Dimethylaminocarbonyl)benzoesäure (110
mg, 0,56 mmol; beschrieben in:
US-PS
3,607,918 , 1971) wurde tropfenweise mit Thionylchlorid
(500 μL,
6,9 mmol) versetzt. Die Reaktionsmischung wurde 1 min bei Umgebungstemperatur
gerührt
und dann im Vakuum auf konzentriert. Das überschüssige Thionylchlorid wurde
durch Eindampfen mit Toluol im Vakuum entfernt. Das rohe Säurechlorid
wurde in Methylenchlorid (8 mL) gelöst und bei 0°C zu einer
Lösung
von (S)-3-Amino-5- (4-methylpiperazin-1-yl)-3,4-dihydro-2H-1-benzopyran
(130 mg, 0,53 mmol) und Triethylamin (110 μL, 0,80 mmol) in Methylenchlorid
(5 mL) getropft. Die Reaktionsmischung wurde 30 min bei 0°C und weitere
30 min bei Raumtemperatur gerührt.
Durch Abdampfen des Lösungsmittels
im Vakuum wurden 300 mg Rohprodukt erhalten. Durch Reinigung mittels
präparativer
DC unter Verwendung von Chloroform/Ethanol (ammoniakgesättigt) (10
: 1) als Elutionsmittel wurden 120 mg (54% Ausbeute) der Titelverbindung
in Form eines weißen
Feststoffs erhalten: Fp. 219°C
(Zersetzung); EIMS (70 eV) m/z (relative Intensität) 422 (47,
M
+); [α]
22
D –12° (c = 0,42,
Chloroform).
-
Beispiel 47
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(S)-N-[5-(4-Methylpiperazin-1-yl)-3,4-dihydro-2H-1-benzopyran-3-yl]-4-[4-(2-benzyloxyethyl)piperazin-1-yl]benzamid
-
(S)-N-[5-(4-Methylpiperazin-1-yl)-3,4-dihydro-2H-1-benzopyran-3-yl]-4-(piperazin-1-yl)benzamid
(500 mg, 1,2 mmol) wurde in N,N-Dimethylformamid (5 mL) gelöst und mit
Kaliumcarbonat (170 mg, 1,3 mmol) versetzt. Die Mischung wurde mit
einer Lösung
von 2-Benzyloxyethylmesylat
(290 mg, 1,3 mmol) (beschrieben in: Beard C.; Edwards, J.; Fried
J.;
US-PS 3 929 824 ,
1972) in N,N-Dimethylformamid (5 mL) versetzt. Die Reaktionsmischung
wurde 24 h bei 40°C
gerührt.
Durch Abdampfen des Lösungsmittels
im Vakuum wurden 950 mg Rohprodukt erhalten. Durch Reinigung mittels
Säulenchromatographie
an Kieselgel unter Verwendung von Chloroform/Methanol/konz. Ammoniak
(95 : 5 : 0,5) als Elutionsmittel wurden 154 mg (24% Ausbeute) der
Titelverbindung in Form eines Öls
erhalten: EIMS (70 eV) m/z (relative Intensität) 569 (3, M
+).
-
Beispiel 48
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(S)-N-[5-(4-Methylpiperazin-1-yl)-3,4-dihydro-2H-1-benzopyran-3-yl]-4-[4-(2-hydroxyethyl)piperazin-1-yl]benzamid
-
(S)-N-[5-(4-Methylpiperazin-1-yl)-3,4-dihydro-2H-1-benzopyran-3-yl]-4-[4-(2-benzyloxyethyl)piperazin-1-yl]benzamid (150
mg, 0,27 mmol) wurde in Essigsäure
(10 mL) gelöst
und mit Palladium (10%) auf Kohle (12 mg) versetzt. Durch Hydrierung
bei Raumtemperatur und Normaldruck über einen Zeitraum von 14 h
und anschließendes
Filtrieren und Abziehen des Lösungsmittels
im Vakuum wurden 180 mg Rohprodukt erhalten. Der Rückstand
wurde zwischen Methylenchlorid (60 mL) und 2 M NH3 (5
mL) verteilt und mit Kochsalzlösung (5
mL) gewaschen. Durch Trocknen (MgSO4) der
Lösung
und Abziehen des Lösungsmittels
im Vakuum wurden 120 mg Rohsubstanz erhalten. Durch Reinigung mittels
präparativer
DC an Siliciumoxid unter Verwendung von Chloroform/Methanol/konz.
Ammoniak (95 : 5 : 0,5) als Elutionsmittel wurden 37 mg (29% Ausbeute) der
Titelverbindung in Form eines weißen Feststoffs erhalten: Fp.
211–212°C; EIMS (70
eV) m/z (relative Intensität)
479 (8, M+); [α]22
D –26° (c = 0,26,
Chloroform).