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DE69819253T2 - Flachstrickmaschine mit bewegbaren, schlaufeformenden Platinen - Google Patents

Flachstrickmaschine mit bewegbaren, schlaufeformenden Platinen Download PDF

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DE69819253T2
DE69819253T2 DE69819253T DE69819253T DE69819253T2 DE 69819253 T2 DE69819253 T2 DE 69819253T2 DE 69819253 T DE69819253 T DE 69819253T DE 69819253 T DE69819253 T DE 69819253T DE 69819253 T2 DE69819253 T2 DE 69819253T2
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DE
Germany
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movable
loop
loops
needle
stitch
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DE69819253T
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Masahiro Shima
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Shima Seiki Mfg Ltd
Original Assignee
Shima Seiki Mfg Ltd
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Publication of DE69819253T2 publication Critical patent/DE69819253T2/de
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Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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    • D04B7/04Flat-bed knitting machines with independently-movable needles with two sets of needles

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Knitting Machines (AREA)

Description

  • Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Flachstrickmaschine mit mindestens einem Paar Nadelbetten, und zwar einem vorderen Nadelbett und einem hinteren Nadelbett, wobei die Flachstrickmaschine mit beweglichen Platinen zur Bildung von Maschenschlaufen zwischen Nadeln versehen ist und wobei die bewegliche Platine zur Bildung von Maschenschlaufen mit einer Kante zur Bildung von Maschenschlaufen versehen ist, welche der Öffnung zwischen dem vorderen und dem hinteren Nadelbett auf der Seite der Nadelstangenlücke zugekehrt ist und wobei die bewegliche Platine zur Bildung von Maschenschlaufen zwischen einer vorgeschobenen Position, in welcher die Kante zur Bildung von Maschenschlaufen am weitesten zur Öffnung zwischen dem vorderen Nadelbett und dem hinteren Nadelbett hin vorgeschoben ist, und einer zurückgezogenen Position, in welcher die Kante zur Bildung von Maschenschlaufen am weitesten zurückgezogen ist, vorwärts und zurück bewegt werden kann.
  • In der japanischen Patentschrift Hei 3-75656 wird ein Strickverfahren beschrieben, das dann eingesetzt wird, wenn auf einer Flachstrickmaschine mit zwei Nadelbetten, bei welcher sich ein Paar Nadelbetten gegenüber steht, und zwar eines vorn und eines hinten, ein schlauchförmiges Gewirk mit einem Vorderteil und einem Rückenteil hergestellt wird, die an ihren beiden Enden mit einander verbunden sind. Gemäß dem Verfahren sind Nadeln zur Bildung des Vorderteils und Nadeln zur Bildung des Rückenteils abwechselnd auf dem Nadelbett angeordnet und wird die Strickarbeit unter Bedingungen ausgeführt, bei denen nur eine Nadel aus dem Paar der sich gegenüber stehenden vorderen und hinteren Nadeln eine Maschenschlaufe hält. Gemäß diesem Verfahren wird jede zweite Nadel aus dem vorderen Nadelbett zum Stricken des Vorderteils herangezogen, und jede zweite Nadel aus dem hinteren Nadelbett zum Stricken des Rückenteils, und werden leere Nadeln, die zwischen den jeweils zweiten Nadeln zur Bildung von Maschenschlaufen angeordnet sind, zum Umsetzen von Maschenschlaufen zwischen dem vorderen und dem hinteren Nadelbett verwendet werden und dabei ein schlauchförmiges Gewirk geformt wird; auf diese Weise kann eine als ungenäht bezeichnete Strickware dadurch hergestellt werden, dass geformte Gewirkteile während des Strickvorgangs mit einander verbunden werden, um so nach Fertigstellung der Strickarbeit die Notwendigkeit zu beseitigen oder erheblich zu senken, dass Nähschritte ausgeführt werden müssen. Bei diesem Strickverfahren wird die Strickarbeit für das Vorderteil und das Rückenteil unter Heranziehung jeder zweiten Nadel auf dem Nadelbett ausgeführt. Im Zusammenhang mit der vorliegenden Beschreibung wird dies als Halbstricken bezeichnet. Dabei werden so genannte leere Nadeln verwendet, wobei die Teilung der zum Stricken herangezogenen Nadeln doppelt so groß ist wie die Teilung der auf den Betten angeordneten Nadeln, sogar wenn beide Nadeln aus dem vorderen und dem hinteren Nadelbett zusammengerechnet werden. Die Strickarbeit, bei der alle Nadeln herangezogen werden, wird als Vollstricken bezeichnet, wobei ohne Berücksichtigung von glatten Maschen oder Rippenmaschen die Teilung der Nadeln, die zum Stricken verwendet werden, gleich der Teilung in der Nadelanordnung der Nadelbetten ist, wenn die Nadeln aus dem vorderen und dem hinteren Nadelbett zusammengerechnet werden. Beim Halbstricken sind zwischen zwei Nadeln, die zum Stricken eines Gewirks herangezogen werden, eine Nadel, die zum Stricken des anderen Gewirkteils (Vorderteil oder Rückenteil) verwendet wird, und zwei Abschlagplatinen vorgesehen. Somit wird die Abschlagschlaufe relativ zur Nadelschlaufe in der gewirkten Strickware aufgeweitet, wodurch der Marktwert der Strickware sinkt.
  • Zur Lösung des vorgenannten Problems offenbart die japanische Offenlegungsschrift Hei 7-258945 (EP 672770A) eine Flachstrickmaschine mit einem Paar Nadelbetten, nämlich einem vorderen und hinteren Nadelbett, bei welcher eine erste Nadel und eine zweite Nadel zwischen einem Paar benachbarter Abschlagplatinen angeordnet sind und die erste Nadel zum Stricken eines Vorderteils herangezogen wird und die zweite Nadel zum Stricken eines Rückenteils verwendet wird. Bei der in der japanischen Offenlegungsschrift Hei 7-258945 beschriebenen Flachstrickmaschine ist eine Abschlagplatine für jeweils zwei Nadeln vorgesehen und somit ist sogar dann, wenn im Halbstrickverfahren gearbeitet wird, keine Abschlagschlaufe den Auswirkungen von zwei Abschlagplatinen ausgesetzt. Somit kann im Halbstrickverfahren gearbeitet werden, während verhindert wird, dass der Ausgleich zwischen Abschlagschlaufe und Nadelschlaufe aufgehoben wird. Die in der japanischen Offenlegungs schrift Hei 7-258945 offenbarte Flachstrickmaschine ist jedoch so angeordnet, dass der Ausgleich zwischen Nadelmasche und Abschlagmasche durch die Halbstrickmethode aufrechterhalten wird. Infolgedessen gibt sich insofern ein Problem, als beim Vollstricken der Abstand zwischen Maschenstäbchen unregelmäßig wird.
  • Im Falle einer Flachstrickmaschine mit herkömmlichen feststehenden Abschlagplatinen oder beweglichen Abschlagplatinen ergibt sich dann, wenn eine Strickstruktur, die unter Verwendung von nur einem Nadelbett hergestellt wird – beispielsweise eine glatte Strickstruktur – und eine Strickstruktur, die unter Verwendung von Nadeln aus dem vorderen Nadelbett und dem hinteren Nadelbett hergestellt wird – wie zum Beispiel eine Rippenstrickstruktur – in derselben Maschenreihe gemischt werden, insofern ein Problem, als die Abschlagschlaufe der Strickstruktur, die unter Verwendung von Nadeln aus dem vorderen und dem hinteren Nadelbett gewirkt wird, gegenüber der Strickstruktur, die unter Verwendung von nur einem Nadelbett gewirkt wird, größer wird. Die Ursache für dieses Problem ist folgender Sachverhalt. Bei der Strickstruktur, die unter Heranziehung sowohl des vorderen als auch des hinteren Nadelbetts gestrickt wird, wird der Garnabschnitt, der sich über die Nadelstangenlücke zwischen dem vorderen Nadelbett und dem hinteren Nadelbett spannt, in die Abschlagschlaufe hineingezogen. Andererseits gibt es bei der Strickstruktur, die unter Verwendung von Nadeln aus nur einem Nadelbett gewirkt wird, kein Gegenstück, das dem Garnabschnitt entspricht, der die Nadelstangenlücke überspannt. Dieser Unterschied zeigt sich als Unterschied in der Länge der Abschlagschlaufe.
  • Die vorliegende Erfindung sieht nun eine Flachstrickmaschine mit mindestens einem Paar Nadelbetten vor, von denen jedes eine Vielzahl von Nadeln hält, die gleitend in Nadelvertiefungen gehalten werden, die auf den Nadelbetten ausgebildet sind, wobei die Nadelbetten an oberen Enden der Nadelbetten an einander angrenzen und zwischen den oberen Enden eine Öffnung belassen, und wobei mindestens eines der Nadelbetten seitlich verschieblich ist, bei welcher die Nadeln zu der Öffnung hin und von dieser weg verschieblich sind, wobei sich die Flachstrickmaschine dadurch auszeichnet, dass
    die Nadelbetten mit einer Vielzahl beweglicher Platinen zur Maschenschlaufenbildung versehen sind, welche parallel zu den Nadeln zu der Öffnung hin und von dieser weg bewegbar sind,
    dass jede der beweglichen Platinen zur Maschenschlaufenbildung mit einer Maschenschlaufenbildungskante an einem oberen Ende der der Öffnung zugewandten Platine versehen ist, und
    dass die Flachstrickmaschine mit Steuereinrichtungen versehen ist, welche die beweglichen Platinen zur Maschenschlaufenbildung so bewegen, dass die Maschenschlaufenbildungskanten sich zu der Öffnung hin und von dieser weg bewegen.
  • Bei dieser Anordnung lässt sich der Ort einer Vorwärts-/Rückwärtsbewegung der Maschenschlaufenbildungskante leicht dahingehend optimieren, dass die Abschlagschlaufe ausgeschoben wird, indem die Maschenschlaufenbildungskante einer beweglichen Platine zur Maschenschlaufenbildung zu einer Bewegung zur Öffnung hin und von dieser Weg veranlasst wird.
  • Vorzugsweise sind die beweglichen Platinen zur Maschenschlaufenbildung teilweise in Vertiefungen versenkt, die auf den Unterseiten der Nadelbetten ausgebildet sind, welche der Öffnung gegenüber liegen, wobei die beweglichen Platinen zur Maschenschlaufenbildung sich in den Vertiefungen abstützen und in der Weise frei kippen können, dass sie sich entsprechend der Ansteuerung durch die Steuereinrichtung zur Öffnung hin vorwärts bewegen und von dieser zurückziehen können.
  • Vorzugsweise weisen dabei die beweglichen Platinen zur Maschenschlaufenbildung eine erste An von beweglichen Platinen zur Maschenschlaufenbildung und eine zweite An von beweglichen Platinen zur Maschenschlaufenbildung auf, wobei jede Art mehrfach vorgesehen ist,
    und umfasst die Steuereinrichtung ein erstes Steuermittel zum Bewegen der ersten An von beweglichen Platinen zur Maschenschlaufenbildung zur Öffnung hin und von dieser weg, sowie ein zweites Steuermittel zum Bewegen der zweiten An von beweglichen Platinen zur Maschenschlaufenbildung zur Öffnung hin und von dieser weg,
    so dass wahlweise entweder ein Halbstrickbetrieb durchgeführt wird, bei dem Kanten zur Maschenschlaufenbildung der ersten Art beweglicher Platinen zur Maschenschlaufenbildung von dem ersten Steuermittel aktiv geschaltet werden und Kanten zur Maschenschlaufenbildung der zweiten Art beweglicher Platinen zur Maschenschlaufenbildung von dem zweiten Steuermittel so inaktiv geschaltet werden, dass jeder zweiten Nadel Garn zugeführt wird, oder ein Vollstrickbetrieb durchgeführt wird, bei dem Kanten zur Maschenschlaufenbil dung der ersten Art beweglicher Platinen zur Maschenschlaufenbildung und der zweiten Art beweglicher Platinen zur Maschenschlaufenbildung und der zweiten Art beweglicher Platinen zur Maschenschlaufenbildung von dem ersten Steuermittel und dem zweiten Steuermittel so aktiv geschaltet werden, dass jeder der Nadeln Garn zugeführt wird. Auf diese Weise kann sowohl im Vollstrickverfahren als auch im Halbstrickverfahren gearbeitet werden, während der Ausgleich zwischen den Abschlagschlaufen und den Nadelschlaufen ungestört gehalten wird.
  • Des Weiteren sind vorzugsweise die beweglichen Platinen zur Maschenschlaufenbildung an einer von jeweils zwei der Nadeln vorgesehen und sind feststehende Platinen zur Maschenschlaufenbildung an den übrigen Nadeln vorgesehen,
    so dass sowohl der Halbstrickbetrieb, bei dem die Kanten zur Maschenschlaufenbildung der beweglichen Platinen zur Maschenschlaufenbildung zur Öffnung hin so vorwärts bewegt werden, dass jeder zweiten Nadel Garn zugeführt wird, als auch der Vollstrickbetrieb durchgeführt werden kann, bei welchem die Kanten zur Maschenschlaufenbildung der beweglichen Platinen zur Maschenschlaufenbildung von der Öffnung zurückgezogen werden, um jeder Nadel Garn zuzuführen. Auf diese Weise kann sowohl im Vollstrickverfahren als auch im Halbstrickverfahren gearbeitet werden, während eine Störung im Ausgleich zwischen den Abschlagschlaufen und den Nadelschlaufen verhindert wird.
  • Dabei ist vorzugsweise eine Vielzahl beweglicher Abschlagplatinen in der Weise vorgesehen, dass jede der beweglichen Abschlagplatinen sich mit einer der beweglichen Platinen zur Maschenschlaufenbildung überdeckt,
    dass die beweglichen Abschlagplatinen an ihrem oberen Ende eine Garnhalteeinrichtung aufweisen, um Garn zwischen den Nadeln gespannt zu halten, wobei sie zur Öffnung hin und von dieser zurück beweglich sind und verhindern, dass alte Maschenschlaufen, die von den Nadeln gehalten werden, während der Vorwärtsbewegung der Nadeln angehoben werden, und
    dass jede der Garnhalteeinrichtungen und eine Kante zur Maschenschlaufenbildung, die sich damit überdeckt, zum gegenseitigen Überkreuzen durch die Vorwärts/Rückwärtsbewegung der beweglichen Maschenabschlagplatine und die Vorwärts/Rückwärtsbewegung der beweglichen Maschenschlaufen-Platine veranlasst werden. Bei dieser Anordnung wird Garn, das von der Garnhalteeinrichtung der beweglichen Platine zur Maschenschlaufenbildung gehalten wird, zuverlässig von der Garnhalteeinrichtung der bewegli chen Abschlagplatine erfasst und kann eine Funktion der beweglichen Abschlagplatine als Kante zur Maschenschlaufenbildung entfallen.
  • Auf diese Weise kann die bewegliche Abschlagplatine nur für den einzigen Zweck vorgesehen werden, eine Maschenschlaufe nach unten zu ziehen und damit ist es möglich, die Auslegung und den Ort der Bewegung der beweglichen Abschlagplatine zu optimieren, um eine Maschenschlaufe nach unten zu ziehen.
  • Des Weiteren bewegt die Steuereinrichtung vorzugsweise die beweglichen Platinen zur Maschenschlaufenbildung einstellbar zu der Öffnung hin in eine von mehreren Positionen. Infolgedessen wird der Unterschied in der Länge der Abschlagschlaufe zwischen verschiedenen gestrickten Strukturen vermindert und werden abrupte Veränderungen in der Textur zwischen verschiedenen Strickstrukturen sowie unerwünschte Veränderungen in der Textur vermieden; damit werden Strickwaren von höherem Marktwert gewirkt. Wenn darüber hinaus der Betrag des Vorschubs der beweglichen Platine zur Maschenschlaufenbildung entsprechend den Strickbedingungen eingestellt wird, wie zum Beispiel die Eigenschaften des Garns und die nach unten wirkenden Spannungen in der Strickware, und dann kann die zeitliche Umschlagsteuerung entsprechend eingestellt werden. Infolgedessen ist es möglich, eine Strickware mit der gewünschten Textur bzw. der gewünschten Griffigkeit zu wirken.
  • Vorzugsweise werden die Kanten zur Maschenschlaufenbildung von Andruckteilen so angedrückt, dass sie sich von einem Mittelpunkt der Öffnung weg bewegen, wobei die Steuereinrichtung die Platinen zur Maschenschlaufenbildung zur Bewegung zum Mittelpunkt der Öffnung hin entgegen dem von den Andruckteilen ausgeübten Anpressdruck veranlasst. Bei dieser Anordnung verhindern die Andruckteile, dass sich die bewegliche Platine zur Maschenschlaufenbildung über den Mittelpunkt der Öffnung zwischen den Nadelbetten hinaus bewegt, und dies verhindert wiederum eine Wechselwirkung zwischen der beweglichen Platine zur Bildung einer Maschenschlaufe und einer beliebigen Nadel oder Platine zur Bildung einer Maschenschlaufe am oberen Ende des gegenüber liegenden Nadelbetts. Außerdem können die Positionen der Kanten zur Bildung der Maschenschlaufen ausgerichtet werden, wenn die beweglichen Platinen zur Bildung von Maschenschlaufen vorwärts bewegt werden. Daneben ist es nicht erforderlich, dass die Steuereinrichtung die Kante zur Schlaufenbildung zurückzieht, so dass die Struktur vereinfacht werden kann.
  • Vorzugsweise sind dabei de Unterseiten der Nadelbetten, welche der Öffnung zugewandt sind, mit Schwenkachsen für die Kippbewegung der beweglichen Platinen zur Maschenschlaufenbildung versehen,
    wobei jedes der Andruckteile von einem elastischen Schenkel gebildet wird, der in jeder der Platinen zur Maschenschlaufenbildung vorgesehen ist und sich von einem der Kipppunkte gegenüber der Kante zur Maschenschlaufenbildung jeder der Platinen zur Maschenschlaufenbildung aus erstreckt, und
    wobei sich der elastische Schenkel in Berührung mit der Unterseite des Nadelbetts befindet, welches jede der Platinen zur Maschenschlaufenbildung abstützt. Auf diese Weise sind bewegliche Platinen zur Bildung von Maschenschlaufenbildung ohne jede Konstruktion vorgesehen, die unter Umständen die Strickarbeit auf den Nadelbetten oder an den Orten auf der Strickware behindert, an der nach unten eine Zugwirkung vorliegt.
  • Somit kann mit der vorliegenden Erfindung zumindest nach deren bevorzugten Ausführungsbeispielen sowohl im Halbstrickbetrieb als auch im Vollstrickbetrieb gearbeitet werden, während eine Störung des Ausgleichs zwischen der Abschlagschlaufe und der Nadelschlaufe in deren Größe verhindert wird.
  • Wenn eine Strickware unter Heranziehung von nur einem der beiden Nadelbetten, d. h. dem vorderen oder dem hinteren Nadelbett – wie zum Beispiel bei einer glatten Maschenstruktur – und eine Strickware, die unter Verwendung sowohl des vorderen als auch des hinteren Nadelbetts hergestellt wird, mit einander kombiniert werden, dann lässt sich der Unterschied in der Größe der Abschlagschlaufe zwischen den verschiedenen Strickstrukturen einstellen.
  • Darüber hinaus lässt sich der Ausgleich in der Länge der Abschlagschlaufe zwischen einer Strickstruktur, bei der nur entweder das vordere oder das hintere Nadelbett herangezogen wird, und einer Strickstruktur, für die sowohl das vordere als auch das hintere Nadelbett eingesetzt werden, einstellen, ohne dadurch die Befestigungsposition eines Nadelbetts zu verändern.
  • Außerdem kann eine gewünschte Struktur bzw. eine gewünschte Griffigkeit dadurch hergestellt werden, dass entsprechend den Eigenschaften eines zum Stricken verwendeten Garns und anderer Strickbedingungen realisiert werden kann und damit wiederum der Betrag einstellbar wird, um den die Abschlagschlaufe ausgeschoben wird.
  • Nachstehend werden nun einige bevorzugte Ausführungsbeispiele der Erfindung rein exemplarisch unter Bezugnahme auf die beiliegende Zeichnung beschrieben, in welcher:
  • 1 eine Draufsicht auf ein Nadelbett bei einem ersten Ausführungsbeispiel zu einem Zeitpunkt ist, zu dem im Halbstrickbetrieb gearbeitet wird;
  • 2 ein Nadelbett bei dem ersten Ausführungsbeispiel sowie bewegliche Platinen zur Bildung von Maschenschlaufen darstellt;
  • 2-A ein Querschnitt entlang der Linie X-X aus 1 ist;
  • 2-B und 2-C jeweils die Zeichnung mit den beweglichen Platinen zur Bildung von Maschenschlaufen und den Steuerteilen für die bewegliche Platine zur Bildung von Maschenschlaufen gemäß 2-A in auseinander gebauter Form sind;
  • 3 eine schematische Darstellung einer Schlosseinheit und der Orte von Füßen zu einem Zeitpunkt ist, zu dem im Halbstrickbetrieb gearbeitet wird;
  • 4 eine Draufsicht auf das Nadelbett bei dem ersten Ausführungsbeispiel zu einem Zeitpunkt ist, zu dem im Vollstrickbetrieb gearbeitet wird;
  • 5 eine Querschnittsansicht entlang der Linie Y-Y aus 4 ist;
  • 6 eine schematische Darstellung einer Schlosseinheit und der Orte von Füßen zu einem Zeitpunkt ist, zu dem im Vollstrickbetrieb gearbeitet wird;
  • 7 das Nadelbett eines zweiten Ausführungsbeispiels und dessen bewegliche Platine zur Bildung von Maschenschlaufen darstellt;
  • 7-A einen Querschnitt durch das Nadelbett zeigt;
  • 7-B und 7-C jeweils eine schematische Ansicht sind, welche eine feststehende Platine zur Bildung von Maschenschlaufen und die bewegliche Platine zur Maschenschlaufenbildung gemäß 7-A in auseinander gebautem Zustand darstellen;
  • 8 eine schematische Ansicht mit der Darstellung einer Schlosseinheit und der Orte von Füßen des zweiten Ausführungsbeispiels zu dem Zeitpunkt ist, zu dem im Halbstrickbetrieb gearbeitet wird;
  • 9 eine schematische Ansicht mit der Darstellung einer Schlosseinheit und der Orte von Füßen bei dem zweiten Ausführungsbeispiel zu dem Zeitpunkt ist, zu dem im Vollstrickbetrieb gearbeitet wird;
  • 10 ein Nadelbett bei einem dritten Ausführungsbeispiel und eine bewegliche Platine zur Bildung von Maschenschlaufen darstellt;
  • 10-A einen Querschnitt durch das Nadelbett zeigt;
  • 10-B eine schematische Ansicht mit der Darstellung der beweglichen Platine zur Maschenschlaufenbildung aus 10-A in auseinander gebauter Form ist;
  • 11 ein Nadelbett bei einem vierten Ausführungsbeispiel und eine bewegliche Platine zur Bildung von Maschenschlaufen sowie ein Halteteil der Platine darstellt;
  • 11-A eine Draufsicht auf das Nadelbett ist;
  • 11-B eine Schnittansicht entlang der Linie Z-Z aus 11-A zeigt;
  • 11-C eine bewegliche Abschlagplatine darstellt, und
  • 11-D die bewegliche Platine zur Bildung einer Maschenschlaufe, ein Steuerteil zum Ansteuern einer beweglichen Platine zur Bildung einer Maschenschlaufe und ein Halteteil zeigt.
  • Bei diesen Ausführungsbeispielen werden aus Gründen der Vereinfachung der Strickvorgang oder der Überspring-Vorgang nur beispielhaft beschrieben. Die vorliegende Erfindung lässt sich jedoch auf einer herkömmlichen Flachstrickmaschine realisieren, die eine Umsetzfunktion und eine Funktion zum Stricken von Fangmaschen besitzt. Bei diesen Ausführungsbeispielen wird ein Garnabschnitt, der sich zwischen den Nadelschlaufen befindet, als Abschlagschlaufe bezeichnet, gleich ob es sich um eine einbettige Strickstruktur oder um eine zweibettige Strickstruktur handelt.
  • Das erste Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nun anhand der 1 bis 6 beschrieben. Bei der Flachstrickmaschine gemäß dem ersten Ausführungsbeispiel wird die Strickarbeit dadurch ausgeführt, dass sich eine erste bewegliche Platine 15a zur Bildung einer Maschenschlaufe und eine zweite bewegliche Platine 15b zur Bildung einer Maschenschlaufe zwischen einer aktiven Position und einer inaktiven Position nach vorn und nach hinten bewegen, und dabei sowohl der Vollstrickbetrieb, bei dem alle Nadeln zur Bildung von Maschenschlaufen herangezogen werden, als auch der Halbstrickbetrieb, bei dem jede zweite Nadel zur Bildung von Maschenschlaufen verwendet wird, durchgeführt wird, während eine Störung des Ausgleichs zwischen der Abschlagschlaufe und der Nadelschlaufe verhindert wird. 1 ist eine Draufsicht auf das Nadelbett zu dem Zeitpunkt, zu dem im Halbstrickbetrieb gearbeitet wird, wohingegen 2 eine Schnittansicht entlang der Linie X-X aus 1 zeigt und 2-B sowie 2-C jeweils schematisch die beweglichen Platinen zur Bildung von Maschenschlaufen darstellen und die Steuerteile zum Ansteuern der beweglichen Platinen zur Bildung von Maschenschlaufen, die einen Ausschnitt aus 2-A darstellen. Dabei zeigt das Diagramm in 3 die Schlosseinheit und den jeweiligen Ort der Füße. Dabei ist zu beachten, dass in 1 und 3 Nadelplatinen und bewegliche Platinen zur Bildung von Maschenschlaufen zum leichteren Verständnis weggeschnitten sind.
  • Bei der Flachstrickmaschine gemäß dem ersten Ausführungsbeispiel sind Nadelplatinen 7 in Vertiefungen 5 vorgesehen, die im Unterteil 3 eines Nadelbetts in regelmäßigen Abständen ausgebildet sind. Auf einem Nadelbett 1 wird dabei eine Nadel 11 in der Weise gehalten, dass sie in einer konkaven Nadelvertiefung 9 in Vorwärtsrichtung oder zurück gleiten kann, wobei die Vertiefung aus den Seiten eines Paares benachbarter Nadelplatinen 7 und dem oberen Teil des Unterteils 3 des Nadelbetts besteht. Ein Paar Nadelbetten 1, 1 ist so angeordnet, dass sich die Nadelbetten einander so gegenüber stehen, dass eines vorne und das andere hinten liegt, wobei die oberen Enden der Nadeln 11 in einem Bett nahe den oberen Enden der Nadeln im anderen Bett liegen. Die erste bewegliche Platine 15a zur Bildung von Maschenschlaufen und die zweite bewegliche Platine 15b zur Bildung von Maschenschlaufen sind in ihrer Ausbildung von einander verschieden und zwischen Nadeln an den oberen Enden der Nadelbetten 1, 1 auf der Seite der Nadelstangenlücke über die gesamte Erstreckung des vorderen und des hinteren Nadelbetts 1, 1 in Längsrichtung abwechselnd angeordnet. Dabei ist das vordere Nadelbett 1 symmetrisch zum hinteren Nadelbett 1 ausgebildet, weshalb hier nur ein einziges Nadelbett beschrieben wird.
  • Gemäß 2-A sind die Platinen 15a, 15b zur Bildung von Maschenschlaufen auf der Seite der Nadelstangenlücke des Nadelbetts ausgebildet, wobei diese Platinen einem Mittelpunkt C-C einer Öffnung (Nadelstangenlücke) zwischen dem vorderen und dem hinteren Nadelbett zugewendet sind. Gemäß der Darstellung in 2-B und 2-C weist die bewegliche Platine 15a, 15b zur Bildung von Maschenschlaufen eine Kante 17a, 17b zur Schlaufenbildung, ferner ein Achsloch 21 und einen gebogenen elastischen Schenkel 23 und ist verschwenkbar in einer Nut 24 am oberen Ende des Nadelbetts angebracht. Die Kante 17a, 17b zur Schlaufenbildung übt eine Ausschiebwirkung auf Garnspannnadeln aus. Das Achsloch 21 ist dabei mittels eines Drahts 19 gelagert, der in dem Nadelbett 1 in dessen Längsrichtung durchgesteckt ist und als Schwenkachse für die bewegliche Platine 15a, 15b zur Bildung von Maschenschlaufen dient. (Teile, die dem ersten und zweiten beweglichen Teil zur Bildung einer Maschenschlaufe gemeinsam sind, oder die den Steuerteilen für die erste und die zweite bewegliche Platine zur Bildung einer Maschenschlaufe gemeinsam sind, sind durch gemeinsame Bezugszeichen angegeben.) In der beweglichen Platine 15a, 15b zur Bildung einer Maschenschlaufe steht eine konkave Vertiefung 25 am oberen Ende des elasti scher Schenkels 23 mit einem Draht 27 in Eingriff, der auf dem Nadelbett in dessen Längsrichtung angebracht ist; auf diese Weise wird die Kante 17a, 17b in einer Richtung mit Energie versorgt, in welcher sich die Kante 17a, 17b zur Bildung einer Maschenschlaufe vom Mittelpunkt C-C der Öffnung zwischen dem vorderen Nadelbett und dem hinteren Nadelbett zurück bewegt. Bei der Flachstrickmaschine gemäß dem vorliegenden Ausführungsbeispiel sind die Schwenkachsen der beweglichen Platinen zur Maschenschlaufenbildung unten an dem Nadelbett auf der Seite der Nadelstangenlücke vorgesehen, während die Kanten 17a, 17b zur Bildung von Maschenschlaufen zu einer Schwenkbewegung veranlasst werden, damit sie sich in Richtung der Vorwärtsbewegung bzw. der Rückwärtsbewegung der Nadel 11 vorwärts oder rückwärts bewegen. Da sich die Andruckteile zur Energieansteuerung der beweglichen Platinen 15a, 15b zur Maschenschlaufenbildung in der Richtung, dass sie sich von der Nadelstangenlücke aus zurück bewegen, auf dem Unterteil des Nadelbetts vorgesehen sind, besteht keine Notwendigkeit, irgendwelche Druckteile oben auf dem Nadelbett oder auf dem Weg vorzusehen, entlang welchem ein Gewirk nach unten gezogen wird.
  • Die erste und die zweite bewegliche Platine 15a, 15b zur Bildung von Maschenschlaufen stehen mit den Steuerteilen 29a, 29b zum Ansteuern der beweglichen Platinen zur Bildung von Maschenschlaufen in Berührung, auf denen Füße an verschiedenen Positionen an deren hinterem Ende vorgesehen sind. Wenn ein Steuerteil zum Ansteuern einer beweglichen Platine zur Bildung einer Maschenschlaufe vorwärts oder rückwärts bewegt wird, dann bewegt sich die erste oder die zweite bewegliche Platine zur Maschenschlaufenbildung zum Mittelpunkt C-C der Öffnung hin vorwärts oder vom Mittelpunkt C-C aus zurück. Die Steuerteile 29a, 29b sind dabei über Schieber-Steuerklinken 31 der Nadeln 11 angebracht, die später noch beschrieben werden, wobei sie in der Weise vorgesehen sind, dass die Steuerteile 29a, 29b in Vorwärtsrichtung oder Rückwärtsrichtung gleiten können. In einer schwalbenschwanzförmigen Nut 33, die im Nadelbett 1 in dessen Längsrichtung ausgebildet ist, ist dabei ein Halteteil 35 angebracht. Infolgedessen gelangen die Steuerteile 29a, 29b nicht außer Eingriff mit den Nadelvertiefungen und werden darin gehalten, während sie in Vorwärts- oder Rückwärtsrichtung gleiten können.
  • Unter den beweglichen ersten und zweiten Platinen 15a, 15b zur Bildung von Maschenschlaufen ist die erste bewegliche Platine 15a zur Bildung von Maschenschlaufen mit einer linearen Kante 17a zur Bildung einer Maschenschlaufe versehen, die an deren oberem Ende ausgebildet ist, während die zweite bewegliche Platine 15b mit einer konkaven Kante 17b zur Bildung einer Maschenschlaufe versehen ist. Das Steuerteil 29a ist mit einem Steuerfuß 37a versehen. Das zweite Steuerteil 29b weist einen Steuerfuß 37b an einer Position hinter der Position des Steuerteils zur Ansteuerung der ersten beweglichen Platine zur Maschenschlaufenbildung auf. Die Bezugszeichen 39, 41 bezeichnen Nachstellteile, welche den jeweiligen Bewegungsbereich der Steuerteile 29a bzw. 29b begrenzen.
  • Die erste bewegliche Platine 15a zur Bildung einer Maschenschlaufe und die zweite bewegliche Platine 15b zur Bildung einer Maschenschlaufe sind in der Weise vorgesehen, dass die Kante 17a zur Bildung von Maschenschlaufen der ersten beweglichen Platine 15a zur Bildung von Maschenschlaufen 15a sich in ihrer am weitesten zurückgezogenen Stellung und der am weitesten hinten liegende Teil – in Richtung der Vorwärts-/Rückwärtsbewegung der Nadel gesehen – der Kante 17b zur Bildung einer Maschenschlaufe der zweiten beweglichen Platine 15b zur Bildung von Maschenschlaufen in ihrer am weitesten vorgeschobenen Position einander überdecken, wenn man von der Seite darauf blickt. Gemäß 1 sind die Steuerteile 29a, 29b an ihren oberen Enden nach links gebogen und stehen deren obere Enden in Berührung mit den Platinen 15a, 15b zur Bildung von Maschenschlaufen.
  • Die Nadel 11 der Flachstrickmaschine gemäß dem hier beschriebenen Ausführungsbeispiel besteht aus einem Nadelkörper 53, einem Schieber 43 und einer Steuerklinke 31 für den Schieber. Der Nadelkörper 53 hält dabei den Schieber 43 in einer Vertiefung 45 und ist die konkave Ausbildung 51 zur Verbindung im hinteren Ende des Nadelkörpers 53 mit einem Verbindungsteil 49 einer Auswahlklinke 47 verbunden. Darüber hinaus ist auf dem Nadelkörper 53 an deren oberem Ende ein Haken 54 ausgebildet. Der Schieber 43 ist mit einem Schlaufenhalteteil 55 an dessen oberem Ende und mit einem Steuerfuß 59 an dessen hinterem Ende versehen. Dabei ist auf der oberen Fläche der Auswahlklinke ein Steuerfuß 63 vorgesehen. Wenn auf den Steuerfuß 63 ein Andruckteil drückt, das auf einem Schlitten 61 vorgesehen, hier aber nicht dargestellt ist, dann wird der Steuerfuß 63 in die Nadelvertiefung geschoben, in welcher er nicht in Eingriff mit einem Strickschloss 93 gelangt. Die Auswahlklinke 47 wird von einer hier nicht dargestellten und allgemein bekannten Auswahleinrichtung zum Stricken oder Übergehen ausgewählt. Dabei gibt das Bezugszeichen 47 einen Draht an, welcher das Unterteil 3 des Nadelbetts und Nadelplatinen 7 zusammenhält, wohingegen das Bezugszeichen 69 einen Draht bezeichnet, der Auswahlklinken in Nadelvertiefungen hält. Alle Nadeln 11, die bei den nachstehenden Ausführungsbeispielen verwendet werden, weisen den gleichen Aufbau auf. Aus Gründen der Vereinfachung der Beschreibung wird in 1 die Nadel 11a, die links von der ersten beweglichen Platine 15a zur Bildung von Maschenschlaufen angeordnet ist und dann, wenn im Halbstrickbetrieb gearbeitet wird, vorwärts bewegt wird, als erste Nadel bezeichnet. Die Nadel 11b, die links von der zweiten beweglichen Platine 15b zur Maschenschlaufenbildung angeordnet ist und dann, wenn im Halbstrickbetrieb gearbeitet wird, in ihrer zurückgezogenen Position gehalten wird, wird hier als zweite Nadel bezeichnet. Dabei ist die erste Nadel 11a im Wechsel mit der zweiten Nadel 11b angeordnet.
  • Die Schlosseinheit 71 der Flachstrickmaschine gemäß dem ersten Ausführungsbeispiel ist in 3 dargestellt. Dort gibt der Pfeil L in der Schemazeichnung die Richtung des Schlittens an. 2-A stellt den Zustand des Nadelbetts entlang der Linie V-V in 3 dar. In 3 wird der Fuß 37a des ersten Steuerteils 29a zu dem Zeitpunkt, zu dem im Vollstrickbetrieb gearbeitet wird, mit einem schwarz eingezeichneten Steuerfuß angegeben; der Fuß 37b des zweiten Steuerteils 29 ist mit einem schwarzen Steuerfuß bezeichnet. In ähnlicher Weise werden in 3 unter den Fußen der Schieberauswahlklinke 31 und der Auswahlklinke 47 die Steuerfüße 59a, 63a der ersten Nadel 11a, die zum Stricken im Halbstrickbetrieb ausgewählt werden, mit schwarzen Steuerfußdarstellungen angegeben, während die Steuerfüße 59b, 63b der zweiten Nadel 11b, die zum Überspringen ausgewählt wurde, durch weiße Steuerfußabbildungen angegeben.
  • Die Schlosseinheit 71, die auf einem Schlitten 61 angeordnet ist, welcher über den Nadelbetten in Längsrichtung hin- und hergehend angeordnet ist, ist mit einer Steuerschlossgruppe zum Ansteuern einer beweglichen Platine zur Maschenschlaufenbildung ausgerüstet, welche das erste und das zweite Steuerteil 29a, 29b ansteuert, ferner mit einer Schieberschlossgruppe, welche die Schiebersteuerklinken ansteuert, und mit einer Strickschlossgruppe, welche Auswahlklinken ansteuert. Diese Schlösser bilden bei Blickrichtung von oben einen Weg für das erste Steuerteil (I) zum Ansteuern der ersten beweglichen Platine zur Maschenschlaufenbildung, einen Weg für das Steuerteil zum Ansteuern der zweiten beweglichen Platine zur Maschenschlaufenbildung (II), einen Weg für die Schiebersteuerklinke (III) und einen Weg für die Auswahlklinke (IV). Dabei besteht die Steuerschlossgruppe für die bewegliche Platine zur Maschenbildung aus einem oberen Schlossteil 75, einem mittleren Schlossteil 77 und einem unteren Schlossteil 79, das feststehend ausgebildet ist, sowie aus Steuerschlossteilen 81a, 81b zum Ansteuern einer beweglichen Platine zur Maschenschlaufenbildung, welche das erste Steuerteil 29a vorwärts oder rückwärts bewegen, und aus Steuerschlossteilen 83a, 83b zum Ansteuern einer beweglichen Platine zur Maschenschlaufenbil dung, welche das zweite Steuerteil 29b vorwärts oder rückwärts bewegen. Die Schieber-Steuerschlossgruppe besteht aus einer Schieberführungskurve 85 und aus einem Paar linker und rechter Schieberschlossteile 87a, 87b, die feststehend ausgebildet sind. Die Strickschlossgruppe besteht aus einem mittleren Hebeschloss 89 und einem Führungsschloss 91, das fest angeordnet ist, sowie aus einem Paar linker und rechter Strickschlösser 93a, 93b, die so angeordnet sind, dass sie sich in Richtung der Pfeile bewegen, und aus weiteren Führungskurven 95a, 95b, 97a, 97b.
  • Die beweglichen Platinen 15a, 15b zur Bildung von Maschenschlaufen arbeiten synchron mit der Nadel 11, und wenn die Nadel 11 von Maschenschlössern 93a, 93b zur Bildung einer Maschenschlaufe betätigt wird, regeln die beweglichen Platinen 15a, 15b zur Maschenschlaufenbildung das Garn, um die Größe der Abschlagschlaufe einzustellen. Die beweglichen Platinen zur Maschenschlaufenbildung wirken auf Gewirke in schlichten Maschen ein und kaum auf Gewirke mit Rippenmaschen. Da andere Merkmale der Flachstrickmaschine gemäß dem vorliegenden Ausführungsbeispiel auch bei herkömmlichen Flachstrickmaschinen vorgesehen sind, kann hier eine ausführlichere Beschreibung entfallen.
  • Als nächstes wird nun die Wirkungsweise der Flachstrickmaschine gemäß dem vorliegenden Ausführungsbeispiel beschrieben. Zunächst wird die Wirkungsweise für den Halbstrickbetrieb beschrieben. Beim Halbstrick betrieb wird die erste bewegliche Platine 15a zur Maschenschlaufenbildung so angesteuert, dass sie sich in einer aktiven Position befindet, in welcher die Platine 15a auf ein Garn 99 eine Ausschiebewirkung hat, während die zweite bewegliche Platine 15b zur Maschenschlaufenbildung so angesteuert wird, dass sie sich in einer inaktiven Position befindet, in welcher die Platine 15b keine Ausschiebewirkung auf das Garn ausübt. Hierzu werden die ersten Steuerschlossteile 81a, 81b so angesteuert, dass sie sich in ihrer jeweiligen aktiven Position befinden, während die zweiten Steuerschlossteile 83a, 83b so angesteuert werden, dass sie sich in ihrer jeweiligen inaktiven Position befinde. Damit wird die erste bewegliche Platine 15a für die Bildung einer Maschenschlaufe so angesteuert, dass sie sich in vorgeschobener Position befindet, während die zweite Platine 15b zur Bildung einer Maschenschlaufe so angesteuert wird, dass sie sich in ihrer zurückgezogenen Stellung befindet. Die erste Nadel 11a wird dabei zum Stricken ausgewählt, die zweite Nadel 11b hingegen zum Überspringen, während den ersten Nadeln 11a laufend Garn zugeführt wird, um so im Halbstrickbetrieb zu arbeiten. Beim Halbstrick betrieb wird die zweite Nadel 11b zum Überspringen ausgewählt und drück auf den Fuß 63 der Auswahlklinke 4 zum Überspringen, während den ersten Nadeln 11a laufend Garn zugeführt wird, um so im Halbstrickbetrieb zu arbeiten. Beim Halbstrick betrieb wird die zweite Nadel 11b zum Überspringen ausgewählt und drückt auf den Fuß 63 der Auswahlklinke 47 und den Fuß in die Nadelvertiefung ein hier nicht dargestellter Drückermechanismus; gemäß der Darstellung in 3 bewegt sich die zweite Nadel 11b, ohne dabei die Schlossgruppe zu berühren. Die erste Nadel 11a, die zum Stricken ausgewählt wird, wird von dem mittleren Hebeschlossteil 89 in die oberste Position gehoben, dann von der Führungskurve 91 und dem Strickschlossteil 93b auf der Nachlaufseite abgesenkt. Beim eigentlichen Strickbetrieb werden die beweglichen Platinen 15a, 15b zur Bildung von Maschenschlaufen mittels der Steuerschlossteile 81a, 83a zum Mittelpunkt C-C der Öffnung hin oder von dieser zurück bewegt, wobei sich die Steuerschlossteile relativ zur Schlittenrichtung auf der Führungsseite befinden. Bewegungen der beweglichen Platinen 15a, 15b zur Bildung von Maschenschlaufen vorwärts oder rückwärts, welche durch die Steuerschlossteile 81a, 83a auf der Führungsseite herbeigeführt werden, sind zum Stricken irrelevant. Somit werden bei dem hier beschriebenen Ausführungsbeispiel nur die Bewegungen in Vorwärts- oder Rückwärts-Richtung beschrieben, welche von den Steuerschlossteilen 81b, 83b auf der Nachlaufseite herbeigeführt werden.
  • Während des Absenkens der Nadel durch das Strickschloss 93b wird von einem Garnzuführer 93 dem Haken der Nadel 11a Garn zugeführt; als nächstes wird die Nadel 11a, die das Garn 99 im Haken 54 hält, abgesenkt. Zu diesem Zeitpunkt wird die erste bewegliche Platine 15a zur Bildung einer Maschenschlaufe von dem ersten Steuerschlossteil 81b vorwärts in eine vorgeschobene Position bewegt, wobei das Steuerschlossteil so angesteuert wird, dass es sich in der aktiven Stellung befindet. Infolgedessen steht das Garn 99, das von der ersten Nadel 11a eingezogen wurde, mit der ersten beweglichen Platine 15ab für die Bildung einer Maschenschlaufe in Berührung, welche sich in der aktiven Position befindet; dann berührt es die zweite bewegliche Platine 15b zur Bildung einer Maschenschlaufe, die sich in der zurückgezogenen Position befindet. Zu dem Zeitpunkt befindet sich die zweite bewegliche Platine 15a zur Bildung einer Maschenschlaufe in der inaktiven Stellung befindet und übt die zweite bewegliche Platine 15b zur Bildung einer Maschenschlaufe auf das Garn kaum eine Ausschiebewirkung aus; der Aufbau derselben ist ähnlich wie bei der Flachstrickmaschine, die in der japanischen Auslegeschrift Hei 7-258945 offenbart wird, welche in Verbindung mit dem Stand der Technik gewürdigt wurde. Somit kann die Strickarbeit ausgeführt werden, während eine Störung des Ausgleichs zwischen der Abschlagschlaufe und der Nadelschlaufe verhindert wird.
  • Als nächstes wird anhand der 4 bis 6, welche den 1 bis 3 entspricht, der Arbeitsablauf im Vollstrickbetrieb beschrieben. Dabei stellt 4 eine Draufsicht auf das Nadelbett im Vollstrickbetrieb dar. 5 zeigt eine Schnittansicht entlang der Linie Y-Y in 4. 6 zeigt die Schlosseinheit und den jeweiligen Ort der Füße. In 5 ist der Zustand abgebildet, in dem die Linie W-W in 6 erreicht wird. Im Vollstrickbetrieb werden sowohl die erste bewegliche Platine 15a zur Bildung einer Maschenschlaufe als auch die zweite bewegliche Platine 15b zur Bildung einer Maschenschlaufe so angesteuert, dass sie sich in ihrer jeweiligen aktiven Position befinden. Hierzu werden die ersten Steuerschlösser 81a, 81b, welche die erste bewegliche Platine 15a zur Bildung von Maschenschlaufen vorwärts oder rückwärts bewegen, werden so angesteuert, dass sie sich in einer jeweiligen inaktiven Position befinden, in welcher diese Schlösser 81a, 81b den Steuerfuß der ersten beweglichen Platine 15a zur Maschenschlaufenbildung nicht berühren, und das zweite Steuerschloss 83b so angesteuert wird, dass es sich in einer aktiven Position befindet, in welcher das Schloss 83b den Steuerfuß der zweiten beweglichen Platine 15b berührt. Infolgedessen wird die erste bewegliche Platine zur Bildung einer Maschenschlaufe so angesteuert, dass sie sich in einer zurückgezogenen Position befindet, während die zweite Platine zur Bildung einer Maschenschlaufe so angesteuert wird, dass sie sich in einer vorgeschobenen Position befindet. Die Strickarbeit wird mittels der ersten und zweiten Nadeln ausgeführt, während die Kanten zur Schlaufenbildung der ersten beweglichen Platine zur Bildung einer Maschenschlaufe und der zweiten beweglichen Platine zur Bildung von Maschenschlaufen überdecken einander, wenn man von der Seite darauf blickt. Bei der Bewegung des Schlittens 61 berühren die Füße 63a, 63b der Auswahlklinke 47 das mittlere Hebeschloss 89 und wird der Nadelkörper 53 angehoben. Der Schlitten 43 wird vom Nadelkörper 53 angehoben. Der Schlitten 43 wird vom Nadelkörper 53 geschoben, damit er sich anhebt. Infolgedessen berühren die Füße 59a, 59b der Schiebersteuerklinke 31 der ersten und zweiten Nadeln 11a, 1 1b die Führungskurve 87a des Schiebers, wobei jede Aufwärtsbewegung darüber hinaus beschränkt wird. Der Schieber 43 bewegt sich relativ zum Nadelkörper 11 und die Haken 54 der Nadeln 11a, 1 1b öffnen sich.
  • Die Nadeln 11a, 11b werden von dem mittleren Hebeschloss 89 in ihre jeweils oberste Position angehoben, dann von der Führungskurve 91 und das Strickschloss 93b auf der Nachführseite relativ zur Schlittenrichtung abgesenkt. Zu diesem Zeitpunkt veranlasst das Steuer schloss 83b für die zweite bewegliche Platine zur Bildung von Maschenschlaufen die zweite bewegliche Platine 15b zur Bildung von Maschenschlaufen zur Vorwärtsbewegung in die vorgeschobene Position. Unter diesen Bedingungen führt der Garnzuführer, der sich zusammen mit dem Schlitten 61 bewegt, dem Haken 54 der Nadel 11 Garn 99 zu. Wenn sich der Schlitten 61 weiter bewegt, werden die Nadeln 11a, 11b von dem Strickschloss 93b abgesenkt. Zu diesem Zeitpunkt wird die erste bewegliche Platine 15a zur Bildung von Maschenschlaufen so angesteuert, dass sie sich in der zurückgezogenen Position befindet, und wird die zweite bewegliche Platine 15b zur Bildung von Maschenschlaufen so angesteuert, dass sie sich in ihrer vorgeschobenen Position befindet, während die Kanten zur Bildung von Maschenschlaufen an der ersten und der zweiten beweglichen Platine zur Maschenschlaufenbildung so angesteuert werden, dass sie sich in Positionen befinden, in denen sie sich gegenseitig überdecken, wenn man von der Seite darauf blickt. Infolgedessen wird das Garn 99 von den Nadeln 11a, 11b eingezogen und ist der Betrag, um den die Abschlagschlaufe von der ersten beweglichen Platine 15a zur Bildung von Maschenschlaufen und die Abschlagschlaufe von der zweiten beweglichen Platine 15b zur Bildung von Maschenschlaufen ausgeschoben wird, gleich; auf diese Weise werden Maschenschlaufen mit gleicher Länge der Abschlagschlaufe von der ersten und der zweiten Nadel 11a, 11b gebildet.
  • Wie vorstehend beschrieben sind bei der Flachstrickmaschine gemäß dem vorliegenden Ausführungsbeispiel Kanten zur Maschenschlaufenbildung, welche dem Mittelpunkt C-C der Öffnung zwischen dem vorderen und dem hinteren Nadelbett zugekehrt sind, auf beiden Nadelbetten auf deren jeweiliger Seite zur Nadelstangenlücke hin ausgebildet. Dabei stützen sich bewegliche Platinen 15a, 15b zur Bildung von Maschenschlaufen auf Schwenkachsen ab, die auf den Nadelbetten nahe dem unteren Teil der Nadelstangenlücke so vorgesehen sind, dass die Platinen 15a, 15b in die Vertiefungen 24 eingeschwenkt werden, die am oberen Ende auf der Seite der Nadelstangenlücke in dem Nadelbett zwischen der vorgeschobenen Position, in welcher die Kanten 17a, 17b zur Bildung von Maschenschlaufen am weitesten zum Mittelpunkt der Öffnung zwischen dem vorderen und hinteren Nadelbett vorgeschoben sind, und der zurückgezogenen Position ausgebildet sind, in welcher die Kanten 17a, 17b zur Bildung von Maschenschlaufen am weitesten zurückgezogen sind. Aus diesem Grund lässt sich dann, wenn die beweglichen Platinen 15a, 15b zur Bildung von Maschenschlaufen vorwärts oder zurück bewegt werden, der jeweilige Ort der Vorwärts-/Rückwärtsbewegungen der Kanten 17, 17b zur Maschenschlaufenbildung leicht in einer Richtung entlang der Vorwärts /Rückwärtsbewegung der Nadeln realisieren, welche die optimale Richtung darstellt, um die Abschlagschlaufe auszuschieben. Darüber hinaus können die beweglichen Platinen 15a, 15b vorgesehen werden, ohne irgend eine Konstruktion zu bilden, welche das Stricken auf den Nadelbetten oder an den jeweiligen Orten, an denen ein Gewirk nach unten gezogen wird, behindern oder stören können, da die Schwenkachsen der beweglichen Platinen 15a, 15b zur Bildung von Maschenschlaufen auf dem Nadelbett am unteren Teil der Nadelstangenlücke ausgebildet sind und die Platinen 15a, 15b so gehalten werden, dass sie in die Vertiefungen 24 eingeschwenkt werden können, die in dem Nadelbett auf der Seite der Nadelstangenlücke ausgebildet sind. Da außerdem unter Auswahl des Halbstrickbetriebs gearbeitet wird, bei welchem die erste bewegliche Platine zur Bildung von Maschenschlaufen so angesteuert wird, dass sie sich in der aktiven Position befindet, während die zweite bewegliche Platine zur Maschenschlaufenbildung in der Weise angesteuert wird, dass sie sich in der inaktiven Position befindet, oder auch unter Auswahl des Vollstrickbetriebs, bei welchem die beiden beweglichen Platinen, also die erste und die zweite Platine zur Maschenschlaufenbildung, in der Weise angesteuert werden, dass sie sich jeweils in der aktiven Position befinden, kann sowohl im Halbstrickbetrieb als auch im Vollstrickbetrieb gearbeitet werden, während eine Störung beim Ausgleich zwischen der Abschlagschlaufe und der Nadelschlaufe verhindert wird.
  • Bei diesem Ausführungsbeispiel entsprechen die am weitesten zurückgezogene Position der ersten beweglichen Platine 15a zur Bildung einer Maschenschlaufe und die am weitesten vorgeschobene Position der zweiten beweglichen Platine 15b zur Bildung einer Maschenschlaufe derselben Position und unterscheidet sich der jeweilige Bewegungsbereich der ersten beweglichen Platine 15a zur Bildung einer Maschenschlaufe und der zweiten beweglichen Platine 15b zur Bildung von Maschenschlaufen von der Vorschubrichtung der Nadel. Dabei ist die erste bewegliche Platine zur Bildung von Maschenschlaufen so angeordnet, dass sie sowohl in der vorgeschobenen Position als auch in der zurückgezogenen Position aktiv ist, während die zweite bewegliche Platine zur Bildung einer Maschenschlaufe in der Weise angeordnet ist, dass sie in der vorgeschobenen Position aktiv und in der zurückgezogenen Position inaktiv ist. Auf diese Weise verringert sich der Betrag der Bewegung jedes Steuerteils zum Ansteuern einer beweglichen Platine zur Bildung von Maschenschlaufen. Die vorstehend beschriebene Anordnung ist jedoch nicht wesentlich. Beispielsweise ist es möglich, die vorgeschobene Position sowohl der ersten beweglichen Platine 15a als auch der zweiten beweglichen Platine 15b zur Bildung einer Maschenschlaufe an der am weitesten vorgeschobenen Position der ersten beweglichen Platine zur Bildung einer Maschenschlaufe eingestellt werden, während die zurückgezogene Position beider Platinen 15a, 15b an der am weitesten zurückgezogenen Position der zweiten beweglichen Platine zur Bildung von Maschenschlaufen eingestellt werden kann, und gleichzeitig wird der Betrag der Vorschubbewegung des Steuerschlosses für die bewegliche Platine zur Bildung von Maschenschlaufen einstellbar gestaltet. Dann kann zwischen der aktiven und der inaktiven Position bei der ersten und zweiten beweglichen Platine 15a, 15b zur Bildung von Maschenschlaufen umgeschaltet werden.
  • Des Weiteren wird bei dem hier besprochenen Ausführungsbeispiel im Halbstrickbetrieb, unter der Voraussetzung, dass der Unterschied zwischen der Nadelschlaufe und der Abschlagschlaufe innerhalb des Toleranzbereichs liegt, die zurückgezogene Position der zweiten beweglichen Platine 15b zur Bildung von Maschenschlaufen an einer Position eingestellt, an welcher das Garn 99 die Kante 17b zur Maschenschlaufenbildung an der zweiten beweglichen Platine 15b zur Bildung von Maschenschlaufen berührt. Somit übt die Kante 17b zur Maschenschlaufenbildung auf das Garn eine geringfügige Ausschiebwirkung aus: Die Anordnung kann jedoch auch so getroffen werden, dass die Kante 17b zur Maschenschlaufenbildung an der zweiten beweglichen Platine 15b zur Bildung von Masschenschlaufen an eine Position zurückgezogen werden kann, an welcher die Kante 17b das Garn 99 überhaupt nicht berührt. Im Vollstrickbetrieb läuft der Strickvorgang mit einer Steuerung in der Form ab, dass die Kanten 17a, 17b zur Maschenschlaufenbildung an der ersten beweglichen Platine 15a zur Bildung von Maschenschlaufen und an der zweiten beweglichen Platine 15b zur Bildung von Maschenschlaufen an derselben Position ankommen, wenn man von der Seite darauf blickt. Unter der Bedingung aber, dass der Unterschied zwischen der Abschlagschlaufe und der Nadelschlaufe innerhalb des Toleranzbereichs liegt, kann die Strickarbeit unter Ansteuerung der Kante 17a zur Maschenschlaufenbildung an der ersten beweglichen Platine 15a zur Bildung einer Maschenschlaufe und unter Ansteuerung der Kante 17b zur Maschenschlaufenbildung an der zweiten beweglichen Platine 15b zur Bildung einer Maschenschlaufe in der Weise ablaufen, dass sich die Kanten an unterschiedlichen Positionen befinden. Außerdem werden bei dem vorstehend beschriebenen Ausführungsbeispiel die beweglichen Platinen 15a, 15b zur Bildung von Maschenschlaufen, deren Kanten zur Maschenschlaufenbildung unterschiedlich ausgebildet sind, als erste und zweite bewegliche Platine zur Bildung von Maschenschlaufen verwendet. Doch können auch bewegliche Platinen zur Bildung einer Maschenschlaufe als erste und zweite bewegliche Platine zur Bildung von Maschenschlaufen verwendet werden, die in ihrer Ausbildung identisch sind.
  • Als nächstes wird anhand von 7 bis 9 ein zweites Ausführungsbeispiel beschrieben. Bei diesem zweiten Ausführungsbeispiel sind zwischen Nadeln eine bewegliche Platine 101 zur Maschenschlaufenbildung von einer einzigen Art und eine feststehende Platine 103 zur Bildung von Maschenschlaufen abwechselnd angeordnet. Wie beim ersten Ausführungsbeispiel besteht eine Zielsetzung darin, sowohl im Halbstrickbetrieb als auch im Vollstrickbetrieb arbeiten zu können, während eine Störung im Ausgleich zwischen der Abschlagschlaufe und der Nadelschlaufe verhindert wird. Da sich das zweite Ausführungsbeispiel und weiterer Ausführungsbeispiele die grundlegende Ausbildung mit dem ersten Ausführungsbeispiel teilen, werden Teile, die identisch mit Teilen des ersten Ausführungsbeispiels sind, mit den gleichen Bezugszeichen beschrieben, wie sie für das erste Ausführungsbeispiel verwendet wurden. Dabei stellt 7 eine Seitenansicht einer Flachstrickmaschine nach dem zweiten Ausführungsbeispiel dar, während 7-A eine Schnittansicht durch ein Nadelbett 105 bei der Flachstrickmaschine nach dem zweiten Ausführungsbeispiel darstellt, und 7-B sowie 7-C jeweils schematisch die feststehende Platine 103 zur Bildung einer Maschenschlaufe, die bewegliche Platine 101 zur Bildung einer Maschenschlaufe und ein Steuerteil 107 zum Ansteuern einer beweglichen Platine zur Bildung einer Maschenschlaufe darstellen, die einen Ausschnitt aus 7-A darstellen. 8 stellt dabei eine Schlosseinheit 108 für den Halbstrickbetrieb und 9 eine Schlosseinheit für den Vollstrickbetrieb dar.
  • Bei der Flachstrickmaschine nach dem zweiten Ausführungsbeispiel sind die bewegliche Platine 101 zur Bildung von Maschenschlaufen und die feststehende Platine 103 zur Bildung von Maschenschlaufen abwechselnd zwischen Nadelvertiefungen angeordnet. Dabei ist die bewegliche Platine 101 zur Bildung von Maschenschlaufen mit einer Kante 129 zur Maschenschlaufenbildung versehen, wobei diese Kante 129 die gleiche Ausbildung wie die Kante 17a zur Maschenschlaufenbildung an der ersten beweglichen Platine 15a zur Bildung einer Maschenschlaufe aufweist, wie sie bei dem ersten Ausführungsbeispiel eingesetzt wird. Die am weitesten zurückgezogene Position der beweglichen Platine 101 zur Bildung einer Maschenschlaufe ist dabei hinter der am weitesten zurückgezogenen Position der ersten beweglichen Platine 15a zur Bildung von Maschenschlaufen nach dem ersten Ausführungsbeispiel eingestellt. Die feststehende Platine 103 zur Bildung einer Maschenschlaufe 103 ist mit einer Kante 109 zur Maschenschlaufenbildung versehen, und diese Kante 109 weist die glei che Ausbildung wie die Kante 17b zur Maschenschlaufenbildung bei der zweiten beweglichen Platine 15b zur Bildung von Maschenschlaufen auf, wie sie bei dem ersten Ausführungsbeispiel verwendet wird. Die feststehende Platine 103 zur Bildung einer Maschenschlaufe wird dabei an derselben Position wie die am weitesten zurückgezogene Position der zweiten beweglichen Platine zur Bildung einer Maschenschlaufe bei dem ersten Ausführungsbeispiel eingestellt. Die bewegliche Platine 101 zur Bildung von Maschenschlaufen wird in der Weise betrieben, dass sie über einen Fuß 110 des Steuerteils 107 sich vorwärts oder zurück bewegt, wobei das Steuerteil mit der Schlosseinheit 108 in Eingriff steht. Die feststehende Platine 103 zur Bildung einer Masschenschlaufe wird dadurch fixiert, dass ihre Vertiefungen 113, 119 mit Drähten 111, 117 in Eingriff gebracht werden, die auf dem Nadelbett in dessen Längsrichtung angebracht sind. In einer Nadelvertiefung 115, in welcher die feststehende Platine 103 zur Bildung einer Maschenschlaufe angebracht ist, ist ein Abstandhalter 120 zwischen dem Oberteil einer Nadel 125 und einem Halteelement 122 angebracht. Bei dem zweiten Ausführungsbeispiel wird nun der Fall beschrieben, dass eine Zungennadel 125 zum Einsatz kommt. Dabei wird ein Haken 12223 an dieser Zungennadel 125 durch Drehung einer Zunge 121 geöffnet oder geschlossen. Dabei sollte beachtet werden, dass bei dem zweiten Ausführungsbeispiel die Schiebernadel, die beim ersten Ausführungsbeispiel verwendet wurde, ebenso gut eingesetzt werden kann. Bei anderen Ausführungsbeispielen der vorliegenden Erfindung können sowohl eine Zungennadel als auch eine Schiebernadel verwendet werden.
  • Die Schlosseinheit des zweiten Ausführungsbeispiels wird, wie in 8 und 9 dargestellt, so ausgebildet, dass sie Schlösser für die Vorwärtsbewegung oder die Rückwärtsbewegung der zweiten beweglichen Platine für die Bildung von Maschenschlaufen und Schlösser für die Schieberansteuerung aus der Schlosseinheit 71 gemäß dem ersten Ausführungsbeispiel auslässt und dass hier bewegliche Steuerschlösser 127a, 127b zum Ansteuern der ersten beweglichen Platine zur Bildung von Maschenschlaufen vorgesehen sind, deren Hübe länger sind als bei dem Steuerschloss für die erste bewegliche Platine zur Bildung von Maschenschlaufen. 8 stellt die Schlosseinheit im Halbstrickbetrieb dar und 9 zeigt die Schlosseinheit im Vollstrickbetrieb.
  • Nun wird der Betrieb der Flachstrickmaschine nach dem zweiten Ausführungsbeispiel beschrieben. Wenn im Halbstrickbetrieb gearbeitet wird, werden die beweglichen Steuerschlösser 127a, 127b für die bewegliche Platine zur Bildung von Maschenschlaufen so ange steuert, dass sie in ihre aktiven Positionen geschaltet werden, während die Kante 129 zur Maschenschlaufenbildung an der beweglichen Platine 101 zur Bildung von Maschenschlaufen in ihre vorgeschobene Position gesteuert wird, die weiter vorgeschoben ist als die Position der Kante 109 zur Maschenschlaufenbildung an der feststehenden Platine 103 zur Bildung von Maschenschlaufen. Als nächstes werden die erste Nadel zum Stricken und die zweite Nadel zum Übergehen ausgewählt. Dann wird jeder zweiten ersten Nadel Garn zum Stricken zugeführt. Da die feststehende Platine 103 zur Bildung von Maschenschlaufen sich in der gleichen Position befindet wie die am weitesten zurückgezogene Position der zweiten beweglichen Platine 15b zur Bildung von Maschenschlaufen bei dem ersten Ausführungsbeispiel, wird die Schlaufe von der feststehenden Platine 103 zur Bildung von Maschenschlaufen nur um einen geringfügigen Betrag ausgeschoben. Infolgedessen kann das den ersten Nadeln zugeführte Garn zu Maschen gebildet werden, während eine Störung im Ausgleich zwischen der Abschlagschlaufe und der Nadelschlaufe verhindert wird. Im Vollstrickbetrieb werden die Steuerschlösser 127a, 127b zum Ansteuern der beweglichen Platine zur Bildung von Maschenschlaufen so angesteuert, dass sie ihre inaktive Stellung einnehmen, während die bewegliche Platine 101 zur Bildung von Maschenschlaufen in der Weise angesteuert wird, dass sie sich in einer zurückgezogenen Position befindet, die eine aktive Stellung darstellt. Anschließend kann die Strickarbeit ausgeführt werden, wobei sich die Kante 120 zur Maschenschlaufenbildung an der beweglichen Platine 101 zur Bildung von Maschenschlaufen bei Blickrichtung von der Seite mit der Kante zur Maschenschlaufenbildung der feststehenden Platine zur Bildung von Maschenschlaufen überdeckt. Damit wird der Betrag, um den die Abschlagschlaufe durch die bewegliche Platine 101 zur Bildung von Maschenschlaufen ausgeschoben wird, mit dem Betrag, um den die Schlaufe von der feststehenden Platine 103 zur Bildung von Maschenschlaufen ausgeschoben wird, ausgeglichen. Somit werden von den ersten und zweiten Nadeln Maschenschlaufen mit der gleichen Maschenschlaufenlänge gebildet.
  • Als nächstes wird nun unter Bezugnahme auf 10 ein drittes Ausführungsbeispiel beschrieben. Dabei ist 10-A ein Schnitt durch ein Nadelbett 203 bei einer Flachstrickmaschine nach dem dritten Ausführungsbeispiel. Die schematische Darstellung in 10-B mit der Darstellung einer beweglichen Platine 201 zur Bildung von Maschenschlaufen und eines Steuerteils 205 ist dabei ein Ausschnitt aus 10-A. Bei dem dritten Ausführungsbeispiel ist die bewegliche Platine 201 zur Bildung von Maschenschlaufen in nur einer einzigen An zwischen allen Nadeln angeordnet. Wird in derselben Strickreihe eine einbettige Strickstruk tur, die unter Verwendung von Nadeln eines Nadelbetts hergestellt wird, zusammen mit einer zweibettigen Strickstruktur, die unter Heranziehung von Nadeln sowohl aus dem vorderen als auch aus dem hinteren Nadelbett hergestellt wird, gearbeitet, oder werden in Richtung der Reihe eine einbettige Strickstruktur und eine zweibettige Strickstruktur fortlaufend gearbeitet, dann dient dieses Ausführungsbeispiel zum Stricken, während eine Störung des Schlaufenausgleichs zwischen dem Teil mit der einbettigen Strickstruktur und dem Teil mit der zweibettigen Strickstruktur verhindert wird. Dabei weisen die bewegliche Platine 201 zur Bildung von Maschenschlaufen und das Steuerteil 205 für die bewegliche Platine für die Bildung von Maschenschlaufen, die bei diesem Ausführungsbeispiel verwendet werden, einen Aufbau auf, den sie mit der beweglichen Platine 101 zur Bildung von Maschenschlaufen und dem Steuerteil 107 für die bewegliche Platine zur Bildung von Maschenschlaufen nach dem zweiten Ausführungsbeispiel gemeinsam haben. Die Schlosseinheit, die bei dem dritten Ausführungsbeispiel zum Einsatz kommt, ist wie die Schlosseinheit 108 nach dem zweiten Ausführungsbeispiel aufgebaut. Somit werden in der nachstehenden Beschreibung Bezugszeichen herangezogen, die im Zusammenhang mit dem zweiten Ausführungsbeispiel verwendet wurden.
  • Im Folgenden wird nun die Arbeitsweise der Flachstrickmaschine nach dem dritten Ausführungsbeispiel beschrieben. Beim dritten Ausführungsbeispiel werden im Vollstrickbetrieb für eine Strickreihe bzw. ein Gewirk mit einbettiger Strickstruktur die Steuerschlösser 127a, 127b für die bewegliche Platine zur Bildung von Maschenschlaufen so angesteuert, dass sie zum Beispiel in ihrer jeweiligen inaktiven Position stehen. Infolgedessen werden Abschlagschlaufen bei einer einbettigen Strickstruktur relativ kleiner gemacht. Für eine Strickreihe bzw. für ein Gewirk mit zweibettiger Struktur, bei welchem eine einbettige Strickstruktur in Kombination mit einer zweibettigen Strickstruktur vorhanden ist, werden die Steuerschlösser 127a, 127b so angesteuert, dass sie sich n ihrer inaktiven Position befinden. Bei einer zweibettigen Strickstruktur berührt die bewegliche Platine zur Bildung von Maschenschlaufen die Abschlagschlaufen kaum. Die bewegliche Platine zur Bildung von Maschenschlaufen ist nur bei einer einbettigen Struktur wirksam. Infolgedessen können im Vergleich zu einer zweibettigen Strickstruktur Abschlagschlaufen in der einbettigen Strickstruktur länger gemacht werden, und damit wird der Unterschied in der Länge der Abschlagschlaufen zwischen verschiedenen Strukturen verringert.
  • Im Falle eines Gewirks, bei dem sowohl eine Strickreihe mit einbettiger Strickstruktur als auch eine gemischte Strickreihe mit zweibettiger Strickstruktur vorhanden sind, verändert sich die Maschengröße im Gewirk, wenn in der gemischten Strickreihe die Abschlagschlaufe in der einbettigen Strickstruktur verlängert wird und wenn in der Strickreihe mit nur einbettiger Stricksstruktur die Abschlagschlaufe auf ihrem normalen Wert gehalten wird (wobei die bewegliche Platine zur Bildung von Maschhenschlaufen nicht aktiv ist). Somit ist es wünschenswert, dass nur die vorgenannte gemischte Strickreihe vorhanden ist, um so die bewegliche Platine zur Bildung von Maschenschlaufen für das gesamte Gewirk aktiv zu schalten.
  • Der jeweilige Betrag der Bewegungen der Steuerschlösser 127a, 127b und des Steuerteils 205 sollte, wie gewünscht, in mehreren Stufen verändert werden und nicht nur in zwei Stufen von 0/1, und ebenso sollte die Position der beweglichen Platine zur Bildung von Maschenschlaufen entsprechend den Strickbedingungen eingestellt sein, wie zum Beispiel die Eigenschaften des bei der Strickarbeit verwendeten Garns. Die zeitliche Steuerung des Abschlagens, wobei das Garn von einer Nadel abgeschlagen wird, kann durch Veränderung der Position der beweglichen Platine zur Bildung von Maschenschlaufen eingestellt werden. Damit lässt sich eine gewünschte Textur bzw. Griffigkeit realisieren, ohne Beeinflussung der Eigenschaften des Garns, gleich ob sich dieses leicht abschlagen lässt oder nicht.
  • Nachstehend wird nun anhand von 11 ein viertes Ausführungsbeispiel beschrieben. Dabei zeigt 11-A eine Draufsicht auf ein Nadelbett 301 einer Flachstrickmaschine gemäß dem vierten Ausführungsbeispiel. 11-B ist dabei ein Schnitt entlang der Linie Z-Z aus 11-A. 11-C stellt in schematisierter Form eine bewegliche Abschlagplatine 303 dar, die als Ausschnitt aus 11-A gezeigt ist. 11-D zeigt in schematisierter Form eine bewegliche Platine 305 zur Bildung von Maschenschlaufen, ein Steuerteil 307 für die bewegliche Platine zur Bildung von Maschenschlaufen und ein Halteteil 309. Bei der Flachstrickmaschine nach dem vierten Ausführungsbeispiel sind die allgemein bekannte bewegliche Abschlagplatine 303, welche eine Aufwärtsbewegung einer alten Maschenschlaufe bei der Aufwärtsbewegung einer Nadel verhindert, und die bewegliche Platine 305 zur Bildung von Maschenschlaufen in Schichten am oberen Ende des Nadelbetts angeordnet. Die bewegliche Abschlagplatine 303 wird in einer Vertiefung gehalten, die in der Nadelplatine 311 ausgebildet ist, wobei ein J-förmiger Schenkel 315 als Schwenkachse dient. Die Platine 303 wird mittels einer Feder 319 mit Energie versorgt, die in Eingriff mit einer Halterung 317 der beweglichen Abschlagplatine 303 gelangt, und wird dabei ein eine Richtung beaufschlagt, in welche die Platine 303 eine Schlaufe in die Nadelstangenlücke zwischen dem vorderen und hinteren Nadelbett schiebt. Oben auf der beweglichen Abschlagplatine 303 ist ein Paar Steuerfüße 321a, 321b zum Steuern der Schwenkbewegung ausgebildet, und zwar einer vorne und einer hinten. Die bewegliche Abschlagplatine 303 wird schwenkbar von einem Halteteil 325 gesichert, das in einer Vertiefung 323 angebracht ist, welche in dem Nadelbett in dessen Längsrichtung zwischen den Steuerfüßen 321a, 321b ausgebildet ist. Das obere Ende 329 der beweglichen Abschlagplatine 303 wird dabei in eine Vertiefung 333 geschwenkt, die in der Basis 331 der Nadelplatine ausgebildet ist. Ein Ende 337 der beweglichen Platine zur Bildung von Maschenschlaufen ist dabei zur Nadelvertiefung hin gebogen, während ihr hinteres Ende in der Nadelvertiefung positioniert ist; die bewegliche Platine zur Bildung von Maschenschlaufen wird zu einer Vorwärts- oder Rückwärtsbewegung durch ein Steuerteil 307 für die bewegliche Platine zur Bildung von Maschenschlaufen so angesteuert, welches in der Nadelvertiefung angebracht ist.
  • Die bewegliche Platine 305 zur Bildung von Maschenschlaufen veranlasst einen Uförmigen Abschnitt 305, der an einem Ende derselben ausgebildet ist, dazu, mit dem unteren Teil 339 des Nadelbetts in Berührung zu kommen. Bei dieser Anordnung wird die Kante 341 zur Maschenschlaufenbildung in eine Richtung angetrieben, in welcher sich die Kante 341 zur Maschenschlaufenbildung zur Mitte der Öffnung zwischen dem vorderen und dem hinteren Nadelbett hin vorwärts bewegt. In der Mitte der beweglichen Platine 305 zur Bildung von Maschenschlaufen ist eine konkave Vertiefung 343 ausgebildet, die mit einem Draht 347 arbeitet, der in Längsrichtung des Nadelbetts als Schwenkachse hindurchgeführt ist, um die bewegliche Platine 305 zur Bildung von Maschenschlaufen zu halten. Mit dem Bezugszeichen 345 ist ein Draht angegeben; welcher die Aufwärtsbewegung und die am weitesten zurückgezogene Position der beweglichen Platine 305 für die Bildung von Maschenschlaufen in der Vertiefung 333 in der beweglichen Abschlagplatine regelt. Der Draht 347 wird von einem Halteteil 3451 gehalten, das zwischen den Drähten 345, 349 gespannt ist, die auf dem Unterteil des Nadelbetts angebracht sind. Die Schlosseinheit ist bei dem hier beschriebenen Ausführungsbeispiel die Schlosseinheit 108 gemäß dem zweiten Ausführungsbeispiel, die mit Schlössern zum Ansteuern der allgemein bekannten beweglichen Abschlagplatine ergänzt wurde.
  • Nachstehend wird nun die Funktionsweise der Flachstrickmaschine nach dem vorliegenden Ausführungsbeispiel beschrieben. Bei der Flachstrickmaschine nach diesem Ausführungsbeispiel werden die bewegliche Platine 305 zur Bildung von Maschenschlaufen und die bewegliche Abschlagplatine 303 einzeln – je nach Bewegung der Nadel 353 – vorwärts oder zurück bewegt, um die Strickarbeit auszuführen. Bei der Flachstrickmaschine gemäß diesem Ausführungsbeispiel wird eine Aufwärtsbewegung einer alten Maschenschlaufe bei Aufwärtsbewegung der Nadel 353 durch die bewegliche Abschlagplatine 303 verhindert. Wenn die bewegliche Abschlagplatine 303 zum Mittelpunkt der Öffnung zwischen dem vorderen und hinteren Nadelbett hin vorgeschoben wird, dann wird das Garn, das mit der Kante 341 zur Bildung einer Maschenschlaufe an der beweglichen Platine 305 für die Maschenschlaufenbildung zuverlässig von einem Garnhalter 327 der beweglichen Abschlagplatine 303 erfasst. Bei der Flachstrickmaschine nach diesem Ausführungsbeispiel konzentriert sich die Funktion der Kante zur Maschenschlaufenbildung zum Zeitpunkt der Bildung einer Maschenschlaufe in der beweglichen Platine zur Bildung von Maschenschlaufen. Infolgedessen kann die bewegliche Abschlagplatine in der Form und mit dem Ort der Bewegung ausgelegt werden, die geeignet sind, um die Maschenschlaufe nach unten zu schieben.
  • Bei den Ausführungsbeispielen wurde die Funktionsweise der vorliegenden Erfindung unter Heranziehung von Fällen von zweibettigen Flachstrickmaschinen erläutert, die nur mit einem Paar Nadelbetten, nämlich einem vorderen Nadelbett und einem hinteren Nadelbett, ausgerüstet sind. Die vorliegende Erfindung kann jedoch auch bei Flachstrickmaschinen mit vier Nadelbetten realisiert werden, die ein Paar untere Nadelbetten – eines vorne und eines hinten – und jeweils ein oberes Nadelbett auf jedem der unteren Nadelbetten aufweist. Bei den jeweiligen Ausführungsbeispielen sind Andruckteile vorgesehen, welche die beweglichen Platinen zur Bildung von Maschenschlaufen in eine Richtung beaufschlagen, in welcher die beweglichen Platinen zur Bildung von Maschenschlaufen vom Mittelpunkt der Öffnung zwischen den vorderen und hinteren Nadelbetten zurückgezogen werden. Diese Andruckteile können jedoch auch weggelassen werden. Der jeweilige Aufbau der in den Ausführungsbeispielen beschriebenen Strickmaschinen deutet nur einige Beispiele für die erfindungsgemäßen Ausführungsbeispiele an, so dass sich die vorliegende Erfindung nicht auf die Konstruktionsweise beschränkt, die für die vorstehend beschriebenen Ausführungsbeispiele erläutert wurde.

Claims (8)

  1. Flachstrickmaschine mit mindestens einem Paar Nadelbetten (1), von denen jedes eine Vielzahl von Nadeln hält, die gleitend in Nadelvertiefungen (5) gehalten werden, die auf den Nadelbetten ausgebildet sind, wobei die Nadelbetten an oberen Enden der Nadelbetten an einander angrenzen und zwischen den oberen Enden eine Öffnung belassen, und wobei mindestens eines der Nadelbetten seitlich verschieblich ist, bei welcher die Nadeln zu der Öffnung hin und von dieser weg verschieblich sind, dadurch gekennzeichnet, dass die Nadelbetten (1) mit einer Vielzahl beweglicher Platinen (15a, b) zur Maschenschlaufenbildung versehen sind, welche parallel zu den Nadeln zu der Öffnung hin und von dieser weg bewegbar sind, dass jede der beweglichen Platinen zur Maschenschlaufenbildung mit einer Maschenschlaufenbildungskante (17a, b) an einem oberen Ende der der Öffnung zugewandten Platine versehen ist, und dass die Flachstrickmaschine mit Steuereinrichtungen versehen ist, welche die beweglichen Platinen zur Maschenschlaufenbildung so bewegen, dass die Maschenschlaufenbildungskanten sich zu der Öffnung hin und von dieser weg bewegen.
  2. Flachstrickmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet dass die beweglichen Platinen (15a, b) zur Maschenschlaufenbildung teilweise in Vertiefungen versenkt sind, welche auf den Unterseiten der Nadelbetten ausgebildet sind, die der Öffnung gegenüber stehen, wobei die beweglichen Platinen zur Maschenschlaufenbildung sich in den Vertiefungen abstützen und in der Weise frei kippen können, dass sie sich entsprechend der Ansteuerung durch die Steuereinrichtung zur Öffnung hin vorwarts bewegen und von dieser zurückziehen können.
  3. Flachstrickmaschine nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die beweglichen Platinen (15a, b) zur Maschenschlaufenbildung eine erste Art von beweglichen Platinen zur Maschenschlaufenbildung und eine zweite Art von beweglichen Platinen zur Maschenschlaufenbildung umfassen, wobei jede Art mehrfach vorgesehen ist, und dass die Steuereinrichtung ein erstes Steuermittel zum Bewegen der ersten Art von beweglichen Platinen zur Maschenschlaufenbildung zur Öffnung hin und von dieser weg, sowie ein zweites Steuermittel zum Bewegen der zweiten Art von beweglichen Platinen zur Maschenschlaufenbildung zur Öffnung hin und von dieser weg umfasst, so dass wahlweise entweder ein Halbstrickbetrieb durchgeführt wird, bei dem Kanten zur Maschenschlaufenbildung der ersten Art beweglicher Platinen zur Maschenschlaufenbildung von dem ersten Steuermittel aktiv geschaltet werden und Kanten zur Maschenschlaufenbildung der zweiten Art beweglicher Platinen zur Maschenschlaufenbildung von dem zweiten Steuermittel so inaktiv geschaltet werden, dass jeder zweiten Nadel Garn zugeführt wird, oder ein Vollstrickbetrieb durchgeführt wird, bei dem Kanten zur Maschenschlaufenbildung der ersten Art beweglicher Platinen zur Maschenschlaufenbildung und der zweiten Art beweglicher Platinen zur Maschenschlaufenbildung von dem ersten Steuermittel und dem zweiten Steuermittel so aktiv geschaltet werden, dass jeder der Nadeln Garn zugeführt wird.
  4. Flachstrickmaschine nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die beweglichen Platinen zur Maschenschlaufenbildung an jeweils einer von jeweils zwei Nadeln vorgesehen sind und dass an den übrigen Nadeln feststehende Platinen zur Maschenschlaufenbildung vorgesehen sind, so dass wohl der Halbstrickbetrieb, bei dem die Kanten zur Maschenschlaufenbildung der beweglichen Platinen zur Maschenschlaufenbildung zur Öffnung hin so vorwärts bewegt werden, dass jeder zweiten Nadel Garn zugefürt wird, als auch der Vollstrickbetrieb durchgeführt werden kann, bei welchem die Kanten zur Maschenbildung der beweglichen Platinen zur Maschenschlaufenbildung von der Öffnung zurückgezogen werden, um jeder Nadel Garn zuzuführen.
  5. Flachstrickmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Vielzahl beweglicher Abschlagplatinen in der Weise vorgesehen ist, dass jede der beweglichen Abschlagplatinen sich mit einer der beweglichen Platinen zur Maschenschlaufenbildung überdeckt, dass die beweglichen Abschlagplatinen an ihrem oberen Ende eine Garnhalteeinrichtung vorgesehen ist, um Garn zwischen den Nadeln gespannt zu halten sowie zur Öffnung hin und von dieser zurück beweglich zu halten und um zu verhindern, dass alte Maschenschlaufen, die von den Nadeln gehalten werden, während der Vorwärtsbewegung der Nadeln angehoben werden, und dass jede der Garnhalteeinrichtungen und eine Kante zur Maschenschlaufenbildung, die damit überdeckt ist, zum gegenseitigen Überkreuzen durch die Vorwarts/Rückwärtsbewegung der beweglichen Maschenabschlagplatine und die Vorwärts/Rückwärtsbewegung der beweglichen Maschenschlaufen-Platine veranlasst werden.
  6. Flachstrickmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei welcher die Steuereinrichtung die beweglichen Platinen zur Maschenschlaufenbildung einstellbar zu der Öffnung hin in eine von mehreren Positionen bewegt.
  7. Flachstrickmaschine nach Anspruch 2, bei welcher die Kante zur Maschenschlaufenbildung von Andruckteilen so angedrückt wird, dass sie sich von einem Mittelpunkt der Öffnung weg bewegt, und bei welcher die Steuereinrichtung die Platinen zur Maschenschlaufenbildung zur Bewegung zum Mittelpunkt der Öffnung hin entgegen dem von den Andruckteilen ausgeübten Anpressdruck veranlasst.
  8. Flachstrickmaschine nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Unterseiten der Nadelbetten, welche der Öffnung zugewandt ist, mit Drehpunkten für die Kippbewegung der beweglichen Platinen zur Maschenschlaufenbildung versehen sind, dass jedes der Andruckteile von einem elastischen Schenkel gebildet wird, der in jeder der Platinen zur Maschenschlaufenbildung vorgesehen ist und sich von einem der Kipppunkte gegenüber der Kante zur Maschenschlaufenbildung jeder der Platinen zur Maschenschlaufenbildung aus erstreckt, und dass der elastische Schenkel sich in Berührung mit der Unterseite des Nadelbetts befindet, welches jede der Platinen zur Maschenschlaufenbildung abstützt.
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