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Technisches Gebiet
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Die
vorliegende Erfindung betrifft eine Flachstrickmaschine mit einem
vorderen und hinteren Nadelbett, die so angeordnet sind, dass sie
die Einstellung der Breite einer Nadelbettlücke dazwischen gestatten.
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Technischer Hintergrund
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In
der Flachstrickmaschine sind mindestens ein Paar vorderer und hinterer
Nadelbetten angeordnet, wobei ihre Köpfe über eine Nadelbettlücke dazwischen
einander zugewandt sind, und eine große Anzahl von Nadeln und Platinen
sind Seite an Seite auf den jeweiligen Nadelbetten angeordnet. Die
Größe des Abstands
oder der Lücke,
die zwischen den Vorderkanten der Nadelbetten oder Platinen, die
einander vorne und hinten zugewandt sind, definiert ist (nachstehend
wird sie als „die
Nadelbettlücke" bezeichnet), wird
entsprechend einer Nadelfeinheit oder Hakengröße der Flachstrickmaschine
eingestellt. Einige Flachstrickmaschinen weisen die Fähigkeit
zur Einstellung bzw. Feineinstellung der Nadelbettlücke auf.
Die Vorderkanten der Nadelbetten sind durch einen Klavierdraht oder
eine Basisplatte des Nadelbetts selbst ausgebildet. Beispielsweise
ist die Flachstrickmaschine dieses Typs so aufgebaut, dass mehrere
Einschlaglöcher
in ein Basisnadelbett an seinen beiden Enden gebohrt sind, so dass
Schlagstifte zum Einstellen der Nadelbettlücke in Eingriff treten können, damit
die Anbringungsposition jedes Nadelbetts auf dem Basisnadelbett
durch Ändern
der Positionen der Schlagstifte geändert wird, die in die Einschlaglöcher einzufügen sind,
die in den Basisnadelbetten entsprechend der Große (L, M, S) des Nadelhakens
der in den Nadelbetten eingestellten Nadel ausgebildet sind. Dies
kann die Positionsänderungen
der Vorderkanten der Platinen oder der Nadelbetten zum Erweitern
oder Verengen der Nadelbettlücke
gestatten und ermöglicht
als solches, dass unterschiedliche Texturen für eine Strickware vorgesehen
werden. Beispielsweise kann eine Strickware mit einer Textur von
6 Gauge oder einer Textur von 8 Gauge unter Verwendung einer Strickmaschine
mit 7 Gauge hergestellt werden.
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Andere
Flachstrickmaschinen weisen eine Nadelbett-Zurückziehungsvorrichtung auf,
die so aufgebaut ist, dass sie die Nadelbetten von ihren vorgerückten Positionen,
an denen übliche
Strickvorgänge (Stricken
und Maschenumsetzung) durchgeführt werden,
im Verlauf des Strickens von Ware in ihre zurückgezogenen Positionen zurückzieht,
so dass notwendige Strickvorgänge
an den zurückgezogenen Positionen
durchgeführt
werden, und dann die Nadelbetten von dort in ihre ursprünglichen
vorgerückten
Positionen zurückbringt.
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Ein
Beispiel für
diesen Typ von Flachstrickmaschine ist eine Flachstrickmaschine
mit einem Kettgarneinfügungsmechanismus.
In dieser Flachstrickmaschine werden, während eine Strickware unter
Verwendung eines Schuss- bzw. Weltgarns gestrickt wird, die vorderen
und hinteren Nadelbetten an ihren vorgerückten Positionen gehalten.
Andererseits wird, wenn die Strickware unter Verendung einer Garnzuführung gestrickt
wird, die zum Einfügen
eines Kettgarns dient, d. h. eine so genannte Zwickelstange, das
unter dem Zwickelstab befindliche Nadelbett nach unten zurückgezogen,
um eine Überlagerung
mit der Zwickelstange zu verhindern, die geschwenkt wird, wenn Legungsvorgänge durchgeführt werden.
Beispielsweise veranschaulicht die (geprüfte)
japanische Patentoffenlegungsschrift Nr. Sho 51(1976)-42225 in
1 diesen
Flachstrickmaschinentyp.
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Ein
weiteres Beispiel ist eine so genannte Aufstoßstrickmaschine, die so aufgebaut
ist, dass eine Strickware mit einem Bordürenmuster oder einem ähnlichen
Muster von den Nadeln auf einem Nadelbett zu Aufstoßnadeln
auf einer Umsetzungsstange unter dem Nadelbett umgesetzt wird. Diese
Aufstoßstrickmaschine
ist auch mit einem Nadelbettzurückziehungsmechanismus
versehen, um eine Überlagerung
zwischen einem Umsetzungselement, das von einer Position unter dem
Nadelbett zur Nadelbettlücke
hin vorgeschoben und von dort zurückgezogen wird, und dem Nadelbett
zu verhindern. Beispielsweise veranschaulicht die (ungeprüfte)
japanische Patentoffenlegungsschrift
Nr. Sho 46(1971)-973 in den
14 und
15 diesen Flachstrickmaschinentyp.
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Da
jedoch die oben angeführten
Strickmaschinen alle so aufgebaut sind, dass die gesamten schweren
Nadelbetten in Vorwärts-
und Rückwärtsrichtung
zur Nadelbettlücke
hin und von dieser weg bewegt werden, um die Größe der Nadelbettlücke zu ändern, ist
eine große
Kraft für
die Einstellung der Nadelbettlücke
erforderlich. Die durch die
japanische (geprüfte) Patentoffenlegungsschrift
Nr. Sho 51(1976)-42225 und
die
japanische (ungeprüfte) Patentoffenlegungsschrift
Nr. Sho 46(1971)-973 offenbarten
Strickmaschinen sind mit einem großformatigen Antriebsmechanismus
versehen, um die erforderliche Kraft bereitzustellen. Andererseits
ist in der Anordnung mit Schlagstift und Einschlagloch kein besonderer
Antriebsmechanismus notwendig, da die Positionen der Schlagstifte
zu den in den Basisnadelbetten ausgebildeten Einschlaglöchern bei
manuellen Arbeiten entsprechend der Größenvariationen (L, M, S) des
Nadelhakens der in den Nadelbetten eingesetzten Nadeln geändert werden,
sondern es ist stattdessen erhebliche Arbeit zur Positionsänderung erforderlich.
Eine Flachstrickmaschine, die Änderungen
in der Abschlagzeitgebung durch beständiges Variieren der Position
eines Kopfabschnitts des Nadelbetts unter Verwendung nockengetriebener
Abschlagplatten ausführen
kann, ist aus
EP-A-0
533 414 bekannt. In dieser Vorrichtung sind die Platinen gesperrt
und stationär.
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Die
vorliegende Erfindung ist angesichts der vorstehend angegebenen
Probleme gemacht worden. Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist
die Bereitstellung einer Flachstrickmaschine, die keine so große Kraft
erfordert, wie sie der Stand der Technik für die Einstellung der Nadelbettlücke benötigt.
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Außerdem ist
es Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Flachstrickmaschine
bereitzustellen, die die Breite der Nadelbettlücke zwischen den Nadelbetten
im Verlauf des Strickens einer Strickware einstellen kann.
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Offenbarung der Erfindung
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Die
vorliegende Erfindung stellt eine neuartige Flachstrickmaschine
zur Verfügung,
umfassend eine Anzahl Nadeln, die in auf Nadelbetten ausgebildeten
Nadelvertiefungen so angeordnet sind, dass sie frei vorgeschoben
oder zurückgezogen
werden können;
Platinen, die zwischen den Nadeln angeordnet sind, um Maschen auszubilden;
und mindestens ein Paar vordere und hintere Nadelbetten mit einem Vorderkantenabschnitt
und so angeordnet, dass sie einander über eine Nadelbettlücke zugewandt
sind, wobei die Platine und der Vorderkantenabschnitt des Nadelbetts
beide auf dem Nadelbett so gehalten werden, dass sie in einer Vor-
und Rückwärtsbewegungsrichtung
der Nadel beweglich sind, und auch eine Steuereinrichtung zum Steuern
einer Vorwärts- oder
Rückwärtsbewegung
sowohl der Platine als auch des Vorderkantenabschnitts des Nadelbetts vorgesehen
ist, um die Größe der Nadelbettlücke zwischen
den vorderen und hinteren Nadelbetten einzustellen.
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Die
Steuereinrichtung steuert die Vorwärts- oder Rückwärtsbewegung sowohl der Platinen
als auch des Vorderkantenabschnitts des Nadelbetts gleichzeitig.
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Gemäß diesem
Aufbau können,
da die Platine, die am vorderen Endabschnitt des Nadelbetts angeordnet
ist, um eine Masche auszubilden, und der Vorderkantenabschnitt des
Nadelbetts, der der Nadelbettlücke
zwischen den vorderen und hinteren Nadelbetten zugewandt ist, beide
zurückziehbar
auf dem Nadelbett gehalten sind, um die Breite der Nadelbettlücke zu erweitern
oder zu verengen, die Platine und der Vorderkantenabschnitt ihre
Position auf dem Nadelbett bei Bedarf verändern, um eine gewünschte Größe der Nadelbettlücke zu erhalten.
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In
der vorstehenden Flachstrickmaschine ist jede Platine so gehalten,
dass sie in einer Platinenvertiefung, die so ausgebildet ist, dass
sie sich von einem Vorderende des Nadelbetts zur Rückseite
des Nadelbetts hin erstreckt, frei in Richtung der Nadelbettlücke vorgeschoben
oder davon zurückgezogen wird;
der Vorderkantenabschnitt des Nadelbetts wird von einem Garnhaltedrahtstab
gebildet, der sich durch in die Platine in der Nähe ihrer Vorderkante gebohrte
Einfügungslöcher erstreckt,
so dass er senkrecht zu einer Vorwärts- und Rückwärtsrichtung der Nadel ausgerichtet
und unterhalb einer Vorwärts- und
Rückwärtsbahn
der Nadel positioniert ist; und ein gesteuerter Abschnitt, der in
der Platine an einem Abschnitt derselben, der sich längs der
Rückseite
des Nadelbetts erstreckt, wird durch die Steuereinrichtung steuerbar
vorgeschoben oder zurückgezogen, um
die Vorwärts-
oder Rückwärtsbewegung
der Platine und des Garnhaltedrahtstabs zu gestatten, um die Größe der Nadelbettlücke einzustellen.
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Es
ist bevorzugt, dass die jeweiligen Platinen durch ein Schiebeelement
vorgeschoben oder zurückgezogen
werden, das mit einem Steuerabschnitt versehen ist, der gleichzeitig
mit allen gesteuerten Abschnitten der Platinen in Eingriff kommen
kann und sich in Breitenrichtung des Nadelbetts erstreckt.
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Es
ist bevorzugt, dass der an der Platine vorgesehene gesteuerte Abschnitt
durch einen Vorwärts-
und Rückwärts-Steuerfuß gebildet
wird, der sich von der Rückseite
des Nadelbetts aus erstreckt und der Steuerfuß mit einem im Schieberelement vorgesehenen
Schlitznocken in Eingriff ist, um die Vorwärts- oder Rückwärtsbewegung der Platinen durch
den Schlitznocken zu gestatten.
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Gemäß diesem
Aufbau wird die Vorderkante des Nadelbetts, an der eine Masche gehalten
wird, durch einen Drahtstab gehalten, der in die in den Platinen
gebildeten Einfügungslöcher eingefügt und von den
Platinen gehalten ist, und jede Platine ist an einem rückwärtigen Abschnitt
davon, der sich längs
der Rückseite
des Nadelbetts erstreckt, vorgesehen, wobei der gesteuerte Abschnitt
mit der Steuereinrichtung in Eingriff kommen kann, um die Platine
steuerbar vorzuschieben oder zurückzuziehen.
Dies kann das Ergebnis herbeiführen,
dass, wenn der gesteuerte Abschnitt durch die Steuereinrichtung
vorgeschoben oder zurückgezogen
wird, nicht nur die Platine, sondern auch der Drahtstab gleichzeitig
vorgeschoben oder zurückgezogen
wird, um die Breite der Nadelbettlücke einzustellen. Auch kann,
da der gesteuerte Abschnitt auf der Rückseite des Nadelbetts angeordnet
und durch die Steuereinrichtung gesteuert wird, der Konfigurationsraum
im Vergleich zu der Konfiguration, bei der ein solcher Mechanismus
auf der Oberseite des Nadelbetts angeordnet ist, leicht sichergestellt
werden.
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Da
außerdem
die gesteuerten Abschnitte der parallel angeordneten Platinen alle
mit dem Steuerabschnitt des Schiebeelements, das sich längs der Breitenrichtung
des Nadelbetts erstreckt und mit allen gesteuerten Abschnitten der
Platinen gleichzeitig in Eingriff sein kann, in Eingriff sind, kann
die Größe der Nadelbettlücke eingestellt
werden, indem einfach das Schiebeelement so betrieben wird, dass
es sich rückwärts und
vorwärts
bewegt.
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Die
Füße der mit
dem Schlitznocken in Eingriff befindlichen Platinen werden durch
den Schlitznocken vorgeschoben und zurückgezogen, wenn das Schiebeelement
vorgeschoben oder zurückgezogen
wird.
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Das
Nadelbett umfasst einen Hauptkörperabschnitt
des Nadelbetts und einen vorderen Endabschnitt des Nadelbetts, der
vom Hauptkörperabschnitt
des Nadelbetts getrennt und vor diesem positioniert ist und auch
relativ zum Hauptkörperabschnitt des
Nadelbetts in der Vorwärts-
und Rückwärtsrichtung
der Nadel beweglich ist und bei dem die Platine und der Vorderkantenabschnitt
des Nadelbetts vorgesehen sind und wobei der vordere Endabschnitt der
Nadelbetts durch die Steuereinrichtung vorgeschoben oder zurückgezogen
wird, um die Größe der Nadelbettlücke zwischen
den Nadelbetten einzustellen.
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Auch
der vordere Endabschnitt des Nadelbetts ist zurückziehbar auf dem Hauptkörperabschnitt
des Nadelbetts gehalten.
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Bei
diesem Aufbau sind die Platinen und der vordere Endabschnitt des
Nadelbetts, die die Vorderkantenabschnitte des Nadelbetts begrenzen,
so ausgebildet, dass sie voneinander getrennt sind und auf dem Nadelbett
so gehalten werden, dass sie in der Vorwärts- und Rückwärtsrichtung der Nadel bewegbar
sind, und der vordere Endabschnitt des Nadelbetts wird durch die
Steuereinrichtung vorgeschoben oder zurückgezogen, um die Größe der Nadelbettlücke zwischen
dem vorderen und hinteren Nadelbett einzustellen.
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Die
vorderen und hinteren Nadelbetten können jeweils mit einem Mechanismus
zum Einstellen der Größe der Nadelbettlücke zwischen
den Nadelbetten versehen sein.
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Bei
diesem Aufbau kann, da die Platinen und der Vorderkantenabschnitt
des Nadelbetts auf dem vorderen und hinteren Nadelbett separat vorgeschoben
und zurückgezogen
werden können,
der einstellbare Bereich der Größe der Nadelbettlücke weiter vergrößert werden.
Außerdem
kann, da der durch das vordere Nadelbett vorgeschobene oder zurückgezogene
Abstand und der durch das hintere Nadelbett vorgeschobene oder zurückgezogene
Abstand einander angeglichen werden können, die Größe der Nadelbettlücke entsprechend
den Änderungen
der Nadelhakengröße (L, M,
S) sowie den Strickbedingungen, wie etwa Strickmaterial und Strickmuster, zum
Stricken der Strickware fein geändert
werden.
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Kurze Beschreibung der Zeichnungen
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1 ist
eine Seitenansicht, die schematisch einen Nadelbettteil einer Flachstrickmaschine gemäß der ersten
Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung veranschaulicht. 2 ist eine
Schnittansicht eines Nadelbetts. 3 ist eine
vergrößerte Ansicht
eines Kopfabschnitts des in 2 gezeigten Nadelbetts. 4 ist
eine Veranschaulichung von Hauptteilen des Nadelbetts. 5 ist
eine Draufsicht auf den Kopfabschnitt des Nadelbetts. 6 ist
eine Veranschaulichung des Kopfabschnitts des Nadelbetts, von der
Unterseite des Nadelbetts gesehen. 7 ist eine
Veranschaulichung der Platinensteuereinrichtung zum Steuern der
Vorwärts-
und Rückwärtsbewegung
der Platine, von der Unterseite des Nadelbetts gesehen. 8 ist
eine Schnittansicht, die den Zustand der Platinensteuereinrichtung
und der Platine längs
der Linie VIII-VIII der 7 zeigt, wobei das Nadelbett
weggelassen ist, die in 8a die
Platine 41 zeigt, die sich in ihrem vorgeschobenen Zustand
befindet, und 8b entsprechend 8a die
Platine 41 zeigt, die sich in ihrem zurückgezogenen Zustand befindet. 9 ist
eine Schnittansicht eines Nadelbetts der Flachstrickmaschine gemäß der zweiten
Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung. 10 ist
eine Ansicht, die den getrennten Zustand eines Hauptkörperabschnitts
einer Basisplatte des Nadelbetts und den Kopfabschnitt desselben
zeigt. 11 ist eine Draufsicht auf das Nadelbett,
die zum leichteren Verständnis
des Umrissaufbaus der Steuereinrichtung zum Einstellen der Breite
der Nadelbettlücke
vereinfacht ist.
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Beste Art und Weise zur Ausführung der
Erfindung
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Nachstehend
werden bestimmte bevorzugte Ausführungsformen
einer Flachstrickmaschine der vorliegenden Erfindung unter Bezugnahme
auf die beigefügten
Zeichnungen beschrieben.
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(Ausführungsform
1)
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Eine
Flachstrickmaschine 1 der vorliegenden Ausführungsform
umfasst ein Paar aus einem vorderen und einem hinteren Nadelbett,
die in umgekehrter V-Form so angeordnet sind, dass sie einander
zugewandt sind, und auf denen eine große Anzahl Nadeln und Platinen
Seite an Seite aufgereiht sind. 1 ist eine
Seitenansicht, die schematisch ein Nadelbettteil einer Flachstrickmaschine
veranschaulicht. 2 ist eine Schnittansicht eines
hinteren Nadelbetts (aus der die später genannte Steuereinrichtung
weggelassen ist). 3 ist eine vergrößerte Ansicht
eines Kopfabschnitts des in 2 gezeigten
Nadelbetts. 4 ist eine Veranschaulichung
von Hauptteilen des Nadelbetts. In der Beschreibung wird die Bewegung
hin zur Nadelbettlücke
zwischen den vorderen und hinteren Nadelbetten als „vorwärts" und die dazu entgegengesetzte
Bewegung als „rückwärts" ausgedrückt. Außerdem ist
ein der Nadelbettlücke
zugewandtes Teil als „Vorder-" bzw. „vorderes" und ein dazu entgegengesetztes
Teil als „Hinter-" bzw. „hinteres" ausgedrückt.
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Ein
vorderes Nadelbett 5 und ein hinteres Nadelbett 6 sind
auf einem Basisnadelbett 3 getragen. In der vorliegenden
Ausführungsform
ist nur das hintere Nadelbett 6 mit einem Einstellmechanismus zum
Einstellen einer Größe der Nadelbettlücke 17 zwischen
den vorderen und hinteren Nadelbetten 5, 6 ausgestattet,
und das vordere Nadelbett 5 ist im Aufbau mit einem konventionellen
identisch. Zur Vereinfachung der Erläuterung wird nachstehend nur
auf das hintere Nadelbett 6 Bezug genommen. Das hintere
Nadelbett 6 weist eine Basisnadelbettplatte 7 mit einer
Anzahl Nadelplattenvertiefungen 9, 9 auf, die
in einer oberen Oberfläche
davon in gleichen Abständen
ausgebildet sind. Eine Anzahl von Nadelplatten 11 sind
in die Anzahl der auf der Basisnadelbettplatte 7 ausgebildeten
Nadelplattenvertiefungen 9, 9 eingepasst, um Nadelvertiefungen 13 zwischen
nebeneinander liegenden Nadelplatten 11, 11 zu
bilden, und Nadeln 15 sind in den Nadelvertiefungen 13 so
gehalten, dass sie zu einer Nadelbettlücke 17 hin vorgeschoben
und von ihr zurückgezogen
werden. Jede Nadelplatte 11 weist eine an ihrem vorderen
Endabschnitt ausgebildete Ausnehmung 19 auf und die Basisnadelbettplatte 7 weist
eine Ausnehmung 8 und eine darin ausgebildete Vertiefung 9 auf.
Die Nadelplatte 11 ist an der Basisnadelbettplatte 7 so
befestigt, dass die Ausnehmung 19 der Nadelplatte 11 in der
Vertiefung 9 der Basisnadelbettplatte 7 durch
einen Draht 21 positioniert ist, der in die Vertiefungen 9 eingefügt ist,
um sich rechtwinklig durch sie hindurch zu erstrecken, und außerdem ist
ein hinterer Endabschnitt der Nadelplatte 11 gebördelt. Eine
Zungennadel 15, die an ihrer Spitze einen Nadelhaken 16 aufweist,
der durch eine Schwenkbewegung einer Zunge 18 geöffnet und
geschlossen wird, ist in jeder Nadelvertiefung 13 untergebracht.
Es können
verschiedene Arten von Nadel eingesetzt werden, wie etwa eine Verbundnadel,
deren Nadelhaken durch Verwendung eines Schiebers geöffnet und
geschlossen wird. Die Nadeln 15 werden in den Nadelvertiefungen 13 durch
eine Drückerplatte 12 korrekt
gehalten, die mit Einschnitten 14 in Eingriff ist, die
in oberen Oberflächen
der Nadelplatten 11 ausgebildet und rechtwinklig zu den
Nadelvertiefungen 13 ausgerichtet sind.
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Die
Nadel 15 ist mit einer Wippe 25 kombiniert, indem
ein an der Spitze der Wippe 25 ausgebildeter Vorsprung 27 mit
einer Ausnehmung 23, die an einem hinteren Endabschnitt
der Nadel 15 ausgebildet ist, in Eingriff gebracht wird.
Die Wippe 25 weist Vorwärts-
und Rückwärts-Steuerfüße 28, 29 auf,
die mit einem von dem Nadelbett vorstehenden und auf einem Schlitten 31 angeordneten
Nocken 32 in Ein griff kommen sollen. Mit den mit dem Nocken 32 auf dem
Schlitten 31 in Eingriff befindlichen Füßen 28, 29 wird
die Wippe 25 vorgeschoben und zurückgezogen und dadurch wird
die Nadel 15 zur Nadelbettlücke 17 hin vorgeschoben
und von ihr zurückgezogen.
Die Wippe 25 weist einen elastischen Schenkel 33 auf, der
so ausgebildet ist, dass er sich längs der Unterseite der Nadelvertiefung
erstreckt. In dem Zustand, in dem die Füße 28, 29 so
vorgespannt sind, dass sie über
den elastischen Schenkel 33 aus den Nadelvertiefungen heraus
vorstehen, wird die Wippe 25 durch einen Draht 35,
der sich in der Längsrichtung
des Nadelbetts erstreckt, in der Nadelvertiefung gehalten.
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Die
Basisnadelbettplatte 7 weist an ihrem der Nadelbettlücke 17 zugewandten
Kopfabschnitt eine Platinenvertiefung 37 auf, die mit der
Nadelplattenvertiefung 9 in Verbindung steht und sich nach
hinten längs
der Unterseite der Basisnadelbettplatte 7 erstreckt. Die
Platinenvertiefungen 37 sind so ausgebildet, dass sie dieselbe
Breite wie die Nadelplattenvertiefungen aufweisen und auch in derselben
Teilung wie die Nadelplattenvertiefungen stehen. Die Platinen 41 sind
in den Platinenvertiefungen 37 untergebracht. Der Kopfabschnitt
der Basisnadelplatte 7 ist teilweise ausgeschnitten, um
einen Einschnitt 34 zu bilden, der rechtwinklig zur Vorwärts- und Rückwärtsrichtung
der Nadel 15 ausgerichtet ist. Ein Draht 51 ist
im Einschnitt 34 seitlich überbrückt. Der Draht 51 wird
später
beschrieben.
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Die
Platine 41 ist durch ein allgemein L-förmiges Plattenelement gebildet
und weist an ihrer Vorderkante einen Maschenbildungsrand 43 auf,
um zu gestatten, dass eine Platinenmasche festgehalten wird, wenn
die Masche gebildet wird. Sie hat auch ein Einfügungsloch 44, das
unmittelbar hinter dem Maschenbildungsrand 43 ausgebildet
ist, um dann einen Metalldrahtstab, wie etwa einen Klavierdraht,
einzufügen,
der zum Festhalten eines Strickgarns dient. Das Einfügungsloch 44 befindet
sich unmittelbar unter einer Vorwärts- und Rückwärtsbahn der Nadel und der Klavierdraht 53 ist
in das Einfügungsloch 44 der
Platine 41 eingefügt
und seitlich überbrückt. Ein Vorderabschnitt
des Klavierdrahts 53, der der Nadelbettlücke zugewandt
ist, dient als Vorderkantenabschnitt des Nadelbetts, dessen Kante
es erlauben kann, dass eine alte Masche von der Nadel abgeschlagen
wird, wenn eine Ma sche gebildet wird. Dieser Vorderkantenabschnitt
des Nadelbetts wird allgemein als „Kamm" bezeichnet.
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In
der veranschaulichten Ausführungsform weist
die Platine 41 zwei in ihr ausgebildete Einfügungslöcher 44a, 44b auf.
Durch selektives Umschalten zwischen den Einfügungslöchern 44a, 44b, um
den Klavierdraht einzufügen,
kann der Zeitpunkt des Abschlagens der alten Masche fein eingestellt werden.
Hinter dem Einfügungsloch 44 ist
ein Schlitz 45 ausgebildet, mit dem der Draht 51,
der zum frei vorschiebenden und zurückziehenden Halten der Platine
auf der Basisnadelbettplatte verwendet wird, in Eingriff steht.
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Das
Plattenelement der Platine 41 weist einen vorderen Endabschnitt 46,
der so ausgebildet ist, dass er eine dünne Wand hat, und einen schlitzbildenden
Abschnitt 47 auf, der so ausgebildet ist, dass er in der
Dicke mit der Nadelplatte 11 identisch ist, und um welchen
die Seiten der Nadel am vorderen Endabschnitt des Nadelbetts gehalten
sind. Es ist auch so ausgebildet, dass es einen Zwischenabschnitt 42 aufweist,
der sich zwischen dem schlitzbildenden Abschnitt 47 und
einem L-förmigen
gebogenen Abschnitt 48 der Platine erstreckt und eine dünne Wand
aufweist, die durch maschinelles Bearbeiten einer Seitenfläche davon
gebildet ist, und einen rückwärtigen Abschnitt 49,
der sich nach hinten von dem L-förmigen
gebogenen Abschnitt 48 erstreckt, der so ausgebildet ist,
dass er in der Dicke mit dem schlitzbildenden Abschnitt 47 identisch
ist. Ein durch den Zwischenabschnitt 42 begrenzter Raum
bzw. Abstand dient zum Abstauben fliegender Fasernstäube und
dergleichen, um eine Ansammlung der Fasernstäube in den Platinenvertiefungen
zu verhindern.
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Der
rückwärtige Abschnitt 49 der
Platine 41 weist einen Steuerfuß 50 auf, der als
gesteuerter Abschnitt dient und sich von einer unteren Oberfläche der
Basisnadelbettplatte 7 nach unten erstreckt. Durch den
Draht 51, der in den Schlitz 45 an der Vorderseite
der Platine eingefügt
ist, und durch eine Drückerplatte 57,
die in auf den unteren Oberflächen
der Basisnadelbettplatten 7 auf der Rückseite der Platine ausgebildeten
Einschnitten 55 eingefügt
ist, wird verhindert, dass die Platine 41 herunterfällt. Die
Platine 41 wird auf dem Nadelbett durch den Draht 51 und die
Drückerplatte 57 so
gehalten, dass sie frei zur Nadelbettlücke 17 hin vorgeschoben
und von ihr zurückgezogen
werden kann.
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5 ist
eine Draufsicht auf den Kopfabschnitt des Nadelbetts. 6 ist
eine Veranschaulichung des Kopfabschnitts des Nadelbetts, von der Unterseite
des Nadelbetts gesehen. Die Platine 41 und der Klavierdraht 53 werden
beide betätigt,
um sich gleichzeitig durch eine später genannte Steuereinrichtung
rückwärts und
vorwärts
zu bewegen. Zum Zweck des leichten Verständnisses des vorgeschobenen
und zurückgezogenen
Zustands ist die Veranschaulichung halbiert, wobei ihre eine Hälfte den
Zustand darstellt, in dem die Nadelbettlücke verengt ist, und ihre andere
Hälfte
den Zustand darstellt, in dem die Nadelbettlücke erweitert ist, und aus
der die Steuereinrichtung weggelassen ist.
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Als
Nächstes
wird Bezug auf die Steuereinrichtung 60 zum Steuern der
Vorwärts- und Rückwärtsbewegung
der Platine 41 und des Klavierdrahts 53 genommen. 7 zeigt
das hintere Nadelbett 6 von der Unterseite her gesehen.
Ein erster Schiebestab 61, der sich in Breitenrichtung
des Nadelbetts so erstreckt, dass er rechtwinklig zu einer Linie
der parallel angeordneten Platinenvertiefungen 37 ist, und
zur Nadelbettlücke 17 hin
vorrücken
und sich von dort zurückziehen
kann, und ein zweiter Schiebestab 71, der zwischen dem
ersten Schiebestab 61 und dem Nadelbett 6 angeordnet
und seitlich bewegbar ist, sind auf der Rückseite des Nadelbetts durch
Befestigungselemente 81, 82, 83 und 84 verschiebbar angebracht.
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Der
erste Schiebestab 61 weist einen Schlitznocken 63 auf,
der sich entlang seiner Breite erstreckt, der auf seiner Vorderseite
der Rückseite des
Nadelbetts gegenüberliegend
ausgebildet ist. Der Steuerfuß 50 von
jeder der parallel angeordneten Platinen 41 ragt in den
Schlitznocken 63 vor. Der erste Schieberstab 61 weist
einen Aufnahmeabschnitt 65 auf, der an einem hinteren Abschnitt
des Schlitznockens 63 ausgebildet ist, um den zweiten Schiebestab 71 aufzunehmen.
In dem Aufnahmeabschnitt 65 stehen Nockenfolger 66a, 66b zum
Nadelbett hin vor.
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Der
zweite Schiebestab 71 weist Schlitznocken 73a, 73b auf,
die an Stellen ausgebildet sind, die den Nockenfolgern 66a, 66b entsprechen.
Die Schlitznocken 73a, 73b sind mit den Nockenfolgern 66a, 66b des
ersten Schiebestabs 61 in Eingriff, um zu bewirken, dass
der erste Schiebestab 61 sich zur Nadelbettlücke hin
bewegt und sich von ihr zurückzieht.
Der zweite Schiebestab 71 ist an seinem einen Endabschnitt
gezackt, um dort eine Zahnstange 75 zu bilden, und ein
Ritzel 87, das durch eine Motorwelle 86 eines
Antriebsmotors 85 drehbar gehalten ist, ist mit der Zahnstange 75 gewindemäßig in Eingriff. Der
Antriebsmotor 85 ist über
nicht gezeigte Befestigungselemente an dem Basisnadelbett 3 an
Ort und Stelle angebracht.
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Wenn
der Antriebsmotor 85 in einer normalen Drehrichtung oder
in einer entgegengesetzten Richtung angetrieben wird, wird der zweite
Schiebestab 71 nach rechts oder links bewegt, um zu bewirken,
dass sich die Nockenfolger 66a, 66b zwischen oberen
und unteren flachen Abschnitten 68, 69 längs der
Schlitznocken 73a, 73b bewegen, die durch geneigte
Abschnitte 67a, 67b der Schlitznocken hindurchgehen,
und im Ergebnis wird der erste Schiebestab 61 vorgeschoben
oder zurückgezogen. Da
der Vorwärts-
oder Rückwärtsvorgang
des ersten Schieberstabs 61 das gleichzeitige Vorschieben
oder Zurückziehen
der Steuerfüße 50 der
mit den Schlitznocken 63 in Eingriff befindlichen Platinen 41 vorsehen
kann, werden der Maschenhalterand 43 der Platine und der
Klavierdraht 53, die auf die Masche wirken, gleichzeitig
vorgeschoben oder zurückgezogen. 8 ist
eine Schnittansicht, die den Zustand der Platinensteuereinrichtung
und der Platine zeigt, gesehen längs
der Linie VIII-VIII der 7, wobei das Nadelbett weggelassen
ist. 8a zeigt die Platine 41, die sich in
ihrem vorgeschobenen Zustand befindet, und 8b zeigt
entsprechend 8a die Platine 41,
die sich in ihrem zurückgezogenen
Zustand befindet. Es sollte beachtet werden, dass in dem Fall, in
dem das hintere Nadelbett ein Nadelbett ist, das zum Weiterschatten
konstruiert ist, die Platine 41 vorgeschoben oder zurückgezogen
werden kann, ohne durch das Weiterschatten des Schlitznockens 63 des ersten
Schiebestabs 61 beeinträchtigt
zu werden, der mit dem Steuerfuß 50 der
Platine 41 in Eingriff treten soll, die in einem Maß erstreckt
ist, das das Weiterschatten gestattet.
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Nun
wird die Betätigung
des hinteren Nadelbetts der Flachstrickmaschine 1 der vorliegenden Ausführungsform
beschrieben.
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In
dieser Flachstrickmaschine 1 wird, wenn die Platine 41 und
der Klavierdraht 53 sich in ihren vorgeschobenen Positionen
befinden, ein üblicher Strickvorgang,
wie etwa Stricken und Maschenumsetzen, durchgeführt, um eine Strickware zu
stricken. Dann, wenn die Platine 41 und der Klavierdraht
aus ihren vorgeschobenen Positionen zurückgezogen werden, wird der
Antriebsmotor 85 der Platinenantriebseinrichtung 60 nach
rechts gedreht, wie in 7 gezeigt, um den zweiten Schiebestab 71 über das
Zahnstangengewinde nach rechts zu bewegen. Als Ergebnis hiervon
werden die Nockenfolger 66a, 66b von den oberen
flachen Abschnitten 69a, 69b in den Schlitznocken 73a, 73b zu
den unteren flachen Abschnitten 68a, 68b geführt, und
damit ist dem ersten Schiebestab 61 gestattet, sich zurückzuziehen. Dieses
bewirkt, dass die Platine 41 und der Klavierdraht 53 von
der Nadelbettlücke
zurückgezogen
werden, so dass die Nadelbettlücke 17 in
der Breite erweitert wird, verglichen mit der Nadelbettlücke, die
für den üblichen
Strickvorgang erforderlich ist.
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Während die
Platine 41 und der Klavierdraht 53 an ihren zurückgezogenen
Positionen gehalten werden, werden erforderliche Strickvorgänge durchgeführt. Die
Strickvorgänge
hängen
von der Art der verwendeten Strickmaschine ab, wie zuvor erwähnt. Beispielsweise
wird, wenn das Nadelbett der Aufstoßstrickmasche in der zurückgezogenen
Position ist, ein Umsetzelement von einer Position unterhalb des
Nadelbetts zur Nadelbettlücke
hin vorgeschoben, um eine Masche aufzunehmen, um ein Bordürenmuster,
das währenddessen
gestrickt wird, von den Nadeln auf dem Nadelbett zu Aufstoßnadeln
auf der unterhalb des Nadelbetts befindlichen Umsetzstange zuerst
umzusetzen. Dann, nachdem erforderliche Strickvorgänge, wie
etwa ein Senken des Umsetzelements, durchgeführt sind, wird der Antriebsmotor 85 in
linker Drehrichtung gedreht, um den zweiten Schiebestab 71 nach
rechts zu bewegen, um den ersten Schiebestab 61 vorzuschieben.
Als Ergebnis hiervon wird die Nadelbettlücke zwischen den Nadelbetten
in ihren ursprünglichen
Zustand zurückversetzt,
in dem die Strickware gestrickt wird.
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Wie
vorstehend angegeben, wird gemäß der Flachstrickmaschine
der vorliegenden Erfindung die Breite der Nadelbettlücke durch
Bewegen nur eines Teils der Komponenten des Nadelbetts, die rund
um die Nadelbettlücke
angeordnet sind, eingestellt, wie etwa mindestens der Platine und
des Vorderkantenabschnitts des Nadelbetts in Bezug auf die Nadelbettlücke, anstatt
wie bei der konventionellen Flachstrickmaschine das gesamte Nadelbett
vorzuschieben und zurückzuziehen.
Somit ist eine relativ kleine Antriebskraft zum Bewegen des Nadelbetts
erforderlich, was die Reduzierung der Größe der Steuereinrichtung ermöglicht.
Während
in der vorliegenden Ausführungsform
das hinteren Nadelbett so aufgebaut ist, dass die Platine und der
Klavierdraht des hinteren Nadelbetts vorgeschoben oder zurückgezogen
werden können,
um die Breite der Nadelbettlücke
einzustellen, kann das vordere Nadelbett ebenfalls denselben Aufbau
wie das hintere Nadelbett haben, so dass die Platinen und die Klavierdrähte auf den
jeweiligen Nadelbetten vorgeschoben oder zurückgezogen werden. Auch kann
die Geschwindigkeit der Motorwelle des Antriebsmotors variabel verändert werden,
um die Größe der Nadelbettlücke fein einzustellen.
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(Zweite Ausführungsform)
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Wie
vorstehend angegeben, ist das Nadelbett der Flachstrickmaschine
der ersten Ausführungsform
so aufgebaut, dass die Platinen, durch die sich der Klavierdraht
erstreckt, der das Vorderende des Nadelbetts bildet, zurückziehbar
am vorderen Ende des Nadelbetts gehalten sind. Im Gegensatz hierzu
ist das Nadelbett 101 der zweiten Ausführungsform so aufgebaut, dass
die Basisnadelbettplatte 103 in einen Hauptkörperabschnitt 105 und
einen vorderen Endabschnitt 107, wie aus der Schnittansicht
der 9 zu ersehen, aufgeteilt ist. 10 zeigt
den getrennten Zustand des Hauptkörperabschnitts 105 der
Basisnadelbettplatte 103 und den vorderen Endabschnitt
derselben.
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Der
Hauptkörperabschnitt 105 des
Nadelbetts 101 weist an seinem vorderen Ende einen Halteabschnitt 111 auf.
Der Halteabschnitt 111 des Hauptkörperabschnitts 105 befindet
sich mit einem vertieften Abschnitt 113 in Eingriff, der
in einer hinteren Endoberfläche
des vorderen Endabschnitts 107 der Basisnadelbettplatte
ausgebildet ist, um den vorderen Endabschnitt 107 der Basisnadelbettplatte
auf dem Hauptkörperabschnitt 105 der
Basisnadelbettplatte zu halten. Der Hauptkörperabschnitt 105 und der
vordere Endabschnitt 107 der Basisnadelbettplatte werden
maschinell bearbeitet, so dass die Nadelvertiefungen 117 und 118,
in die die Nadelplatten 115 eingepasst werden, mit derselben
Teilung auf der oberen Oberfläche
des Hauptkörperabschnitts 105 bzw.
der oberen Oberfläche
des vorderen Endabschnitts 107 ausgebildet werden. Die
Nadelvertiefungen 119 sind zwischen den eingefügten Nadelplatten 115, 115 ausgebildet.
Der vordere Endabschnitt 107 der Basisnadelbettplatte wird
davon abgehalten, sich in Bezug auf den Hauptkörperabschnitt 105 der
Basisnadelbettplatte in dem Zustand, in dem die Nadelplatten 115 in
die Nadelvertiefungen eingepasst sind, seitlich zu bewegen. Die
Nadelplatten 115 dienen als Führungselemente zum Führen des
vorderen Endabschnitts 107, wenn er zur Nadelbettlücke hin
vorgeschoben oder von ihr zurückgezogen
wird.
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Der
vordere Endabschnitt 107 der Basisnadelbettplatte weist
eine Vorderkante 121 auf, die als der Kamm dient, der mit
einer Masche in Eingriff bringbar ist, und weist auch die Platinenvertiefung 125 auf,
mit der die Platine 123 im Eingriff ist. Die gesamte Platine 123 ist
aus einer dünnen
Platte von gleichmäßiger Dicke
ausgebildet und die Platinenvertiefung 125 weist eine Breite
auf, die kleiner als die Nadelplatten-Einpassvertiefung 117 ist.
Die Platine 123 weist einen Schenkel 127, der
sich nach rückwärts von
der Vorderkante 121 des vorderen Endabschnitts 107 der
Basisnadelbettplatte erstreckt, und einen elastischen Schenkel 128 auf,
der sich zu einer unteren Oberfläche
der Basisnadelbettplatte erstreckt. Die Platine 123 ist
an dem vorderen Endabschnitt 107 der Basisnadelbettplatte
befestigt, indem Einrücknasen 131, 132,
die an vorderen Enden der Schenkel 127, 128 der
Platine 123 mit an dem vorderen Endabschnitt 107 der
Basisnadelbettplatte vorgesehenen Halteabschnitten 133, 135 in
Eingriff gebracht werden. Der Kamm (Vorderkante) kann durch den
Klavierdraht gebildet sein, wie es der Fall in der oben genannten
ersten Ausführungsform
ist, oder alternativ können
sowohl der Kamm als auch die Platine zusammen mit dem vorderen Endabschnitt der
Basisnadelbettplatte maschinell bearbeitet sein. Eine obere Oberfläche 130 des
vorderen Endabschnitts 107 der Basisnadelbettplatte dient
als Gleitoberfläche,
auf der die Nadel verschiebbar gehalten ist. Die übrigen Teile,
die oben nicht beschrieben worden sind, entsprechen denjenigen der
ersten Ausführungsform.
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11 ist
eine Draufsicht auf das Nadelbett, die zum leichteren Verständnis der
Umrisskonstruktion der Steuereinrichtung zum Einstellen der Breite der
Nadelbettlücke
vereinfacht ist. Der vordere Endabschnitt 107 der Basisnadelbettplatte
ist an seinen beiden Enden mit Eingriffsteilen 133, 134 versehen, die
zur Verbindung mit der Steuereinrichtung 151 in Breitenrichtung
hervorstehen, um den vorderen Endabschnitt 107 der Basisnadelbettplatte
zum Hauptkörperabschnitt 105 der
Basisnadelbettplatte vorzuschieben oder ihn vom Hauptkörperabschnitt 105 der Basisnadelbettplatte
zurückzuziehen.
Der Hauptkörperabschnitt 105 der
Basisnadelbettplatte weist Vertiefungen 139, 141 auf,
die in seinen oberen Oberflächen
an den beiden Enden 137, 138 ausgebildet sind,
wo keine Nadel angeordnet ist. Betätigungshebel 143, 144 sind
in den Vertiefungen untergebracht und durch Befestigungsplatten 147, 148 fest
angebracht. Jeder Betätigungshebel 143, 144 weist
an seinem einen vorderen Endabschnitt einen Einpassabschnitt 143a, 144a auf,
um mit dem Eingriffsteil 133, 134 in Eingriff
zu kommen. Er weist auch an seinem einen hinteren Endabschnitt einen
Eingriffsabschnitt 143b, 144b auf, um mit einer
Einpassvertiefung 157, 158 in Eingriff zu kommen,
die in einem Antriebshebel 155 ausgebildet ist, der durch
einen Rotationsantrieb eines später
angegebenen Antriebsmotors 153 rückwärts und vorwärts angetrieben
wird. Mit 159 ist eine Zahnstange zum Umwandeln der Drehbewegung
des Antriebsmotors 153 in eine Hin- und Herbewegung bezeichnet.
Die Zahnstange 159 ist an dem Antriebshebel 155 an
seinem Vorderende befestigt. Die Einpassvertiefungen 157, 158 des
Antriebshebels 155 weisen eine Länge auf, die sich in der Breitenrichtung
erstreckt, um die Vorwärts- oder Rückwärtsbewegung
des Antriebshebels 155 selbst dann zu ermöglichen,
wenn das Nadelbett weitergeschaltet wird. Durch Versetzen des vorderen
Endabschnitts 107 der Basisnadelbettplatte relativ zum Hauptkörperabschnitt 105 der
Ba sisnadelbettplatte werden die Platine und der Kamm zur Nadelbettlücke hin
vorgeschoben oder von ihr zurückgezogen
und dadurch wird die Größe der Nadelbettlücke eingestellt.
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Obwohl
der Antriebsmechanismus, der von der Oberseite der Nadelbetten angetrieben
wird, als Beispiel veranschaulicht worden ist, kann der Antriebsmechanismus
entsprechend modifiziert werden, beispielsweise durch Antreiben
des Antriebsmechanismus von der Unterseite der Nadelbetten. Anstelle
es Zahnstangengewindes kann natürlich
ein Verbindungsmechanismus oder irgendein geeigneter Mechanismus
verwendet werden, um das beabsichtigte Ziel zu erreichen.
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Die
so aufgebaute Flachstrickmaschine ermöglicht es, dass die Platine
und der Klavierdraht, die sich nahe der Nadelbettlücke befinden,
um die Größe der Nadelbettlücke zu begrenzen,
je nach Bedarf an jede ausgewählte
Position gesetzt werden. Diese ermöglicht es, dass die Größe der Nadelbettlücke nach
Maßgabe
der Änderungen
der Strickbedingungen, wie etwa der Nadelhakengröße, eingestellt wird. Auch
ist der Mechanismus der vorliegenden Erfindung auf den Nadelbett-Zurückziehmechanismus der
Flachstrickmaschine mit dem Kettgarneinfügungsmechanismus anwendbar,
um eine Interferenz zwischen der Zwickelstange und dem Nadelbett
zu vermeiden. Zusätzlich
ist der Mechanismus der vorliegenden Erfindung auch auf die Aufstoßstrickmaschine,
bei der die Umsetzelemente von einer Position unterhalb des Nadelbetts
in Richtung der Nadelbettlücke
vorgeschoben worden, als Nadelbett-Zurückziehmechanismus anwendbar.
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Da
die vorstehend veranschaulichten Ausführungsformen beide so aufgebaut
sind, dass sie die Bewegung lediglich der nahe der Nadelbettlücke angeordneten
Elemente gestatten, ist eine verringerte Antriebskraft für die Betätigung erforderlich,
verglichen mit der herkömmlichen
Technik, die so aufgebaut ist, dass das gesamte schwere Nadelbett
bewegt wird. Insbesondere in der ersten Ausführungsform kann der Vorteil
vorgesehen werden, dass eine weiter verringerte Antriebskraft für die Betätigung erforderlich
ist, da die durch die Steuereinrichtung vorzuschiebenden oder zurückzuziehenden
Elemente eine kleine Anzahl relativ leichtgewichtiger Komponenten,
d. h. die Platine und den Klavierdraht, umfassen.
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Obwohl
die Steuerwippe der Nadel mit dem Nocken auf dem Schlitten durch
ihre vorstehenden und vertieften Teile in Eingriff ist, da die Steuerwippe der
Nadel steuerbar vorgeschoben oder zurückgezogen wird, während sie
im Eingriffszustand mit dem Nocken auf dem Schlitten ist, kann,
wie in 1 gezeigt ist, der Nachteil, der im Zurückziehmechanismus
des konventionellen Nadelbetts beinhaltet ist, dass das Nadelbett
erst zurückgezogen
werden kann, nachdem der Schlitten aus dem Nadelbett herausgezogen
ist, um die Steuerwippe aus dem Nocken auszurücken, eliminiert werden. Dementsprechend
kann die Breite der Nadelbettlücke
im Verlauf des Strickens der Strickware eingestellt werden.
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Es
muss nicht erwähnt
werden, dass Änderungen
und Modifikationen an der vorliegenden Erfindung vorgenommen werden
können,
ohne vom Umfang der Erfindung abzuweichen. Während beispielsweise in den
oben veranschaulichten Ausführungsformen
die Nadelvertiefungen zwischen den Nadelplatten, die parallel auf
der Basisnadelbettplatte angeordnet sind, ausgebildet sind, können die
Nadelvertiefungen direkt in der Basisnadelbettplatte ausgebildet
sein. Auch kann, obwohl die Ausführungsformen,
die den Antriebsmotor zum Einstellen der Breite der Nadelbettlücke im Verlauf
des Strickens der Strickware verwenden, vorstehend veranschaulicht worden
sind, kann im Fall der Flachstrickmaschine, bei der die Einstellung
der Nadelbettlücke
nur einmal für
die Änderung
der Größe des Nadelhakens
oder die Änderung
des Strickmusters erforderlich ist, eine Modifikation vorgenommen
werden, um die Nadelbettlücke
an manuellen Einrichtungen einzustellen, ohne irgendeinen speziellen
Antriebsmechanismus bereitzustellen.