DE69806944T2 - Verfahren und vorrichtung zum oeffnen von auf bändern angeordneten beuteln - Google Patents
Verfahren und vorrichtung zum oeffnen von auf bändern angeordneten beutelnInfo
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Description
- Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Öffnen von mit Klebeband versehenen Beuteln, insbesondere von mit Klebeband versehenen Beuteln, die in einer dachziegelartig übereinander liegenden Weise angeordnet sind.
- Viele Verpackungsanwendungen, insbesondere Lebensmittelverpackungen, erfordern oder nutzen die Verwendung von Beuteln, die aus verschiedenen thermoplastischen Materialien und Strukturen hergestellt sind. Beispiele für kommerzielle Beutel umfassen die wärmeschrumpfbaren Beutel, die von Cryovac angeboten werden, einschließlich den "L"-, B110- und B2550-Beuteln.
- Diese Beutel werden gewöhnlich in großen fleischverarbeitenden und/oder fleischverpackenden Anlagen verwendet, wo die Produktionsgeschwindigkeit und -effizienz von Bedeutung sind. Beutel, die in solchen Systemen verwendet werden sollen, sind oft selbst in Kartons verpackt, wobei die individuellen Beutel miteinander durch Klebeband verbunden sind, so dass sie in einer vorhersagbaren und effizienten Weise einer Artikelfüllstation zugeführt werden können. Typisch für diese Technologie ist US-Patent Nr. 3,161,347 (Hannon), worin ein Klebeband, an dem Beutel befestigt sind, und ein Verfahren zum Öffnen eines Beutels unter Anwendung von Unterdruck beschrieben ist, und US-Patent Nr. 3,587,843 (Wing), in dem zwei Klebebänder beschrieben sind, an denen dachziegelartig übereinander liegende (d. h. schindelartig angeordnete) Beutel befestigt sind.
- An der Füllstation eines herkömmlichen Systems wird jeder Beutel geöffnet und dann mit einem Artikel wie etwa rohem Fleisch oder geräuchertem und verarbeitetem Fleisch, Geflügel, Käse oder einem anderen verderblichen Lebensmittelprodukt oder mit einem anderen Produkt gefüllt.
- Ein Problem, dem man manchmal begegnet, besteht darin, dass die Beutelöffnungsränder (die Ränder der Beutelseitenwände, die die Beutelöffnung bilden) unerwünschterweise zusammenkleben oder an den Beutelklebebändern festhängen. Das passiert in Verbindung mit der Verwendung von Klebebändern zum Halten einer Reihe von dachziegelartig übereinander liegenden (schindelartig angeordneten) Beuteln. Eine seitliche Bewegung der obersten Lage des vordersten Beutels relativ zu der unteren Lage kann zur Folge haben, dass die obere Lage des Beutels an dem Klebeband haftet, was es schwierig macht, den Beutel zu öffnen. Dies kann eine signifikante Verlangsamung einer Verpackungsstraße und eine Abschaltzeit für den Lebensmittelverarbeiter oder anderweitigen Verwender der Beutel verursachen. Die Beutel können natürlich von Hand geöffnet werden, aber das ist sehr langsam und arbeitsintensiv. Auch beinhaltet es die Risiken einer unnötigen Handhabung mit den Händen.
- Einige Lösungen wurden angeboten, um dem Problem des Öffnens eines Beutels vor dem Einführen eines Artikels in den Beutel beizukommen. Die Verwendung von Luftdruck ist üblich, aber erfordert natürlich eine Quelle für Druckluft. Gelegentlich ist die Anwendung von Druckluft im Hinblick auf eine gleichmäßige Leistungsfähigkeit beim Öffnen der Beutel nicht vorhersagbar, und eine Betriebsperson muss gelegentlich den Öffnungsprozess immer noch mit der Hand starten, so dass die Luft zur weiteren Öffnung des Beutels soweit wirken kann, dass ein Artikel eingefüllt werden kann.
- US-A-3,579,948 offenbart ein Verfahren zum Öffnen eines Beutels einer Beutelreihe, wobei ein beweglicher Saugnapfverwendet wird, um eine erste Beutelseitenwand anzuziehen, während eine zweite Beutelseitenwand durch ein Saugband gehalten wird und der Beutel dann aus der Beutelreihe durch mechanische Aufnahmemittel abgetrennt wird, und beschreibt ferner eine Vorrichtung zum Öffnen eines Beutels.
- Ein anderes Problem, das herkömmlichen Beutelfüllsystemen innewohnt, ist die Anforderung, den Mitte-zu-Mitte-Abstand des Klebebands an die Beutelgröße und den Artikelquerschnitt anzupassen. "Klebebandabstand" bezieht sich hier auf ein Paar von Klebebandstreifen, wie z. B. in US-A-3,587,843 beschrieben, die in vielen, kommerziellen Beutelfüllsystemen die Beutel dachziegelartig übereinanderliegend zusammenhalten, bevor sie mit einem Artikel gefüllt werden. Gegenwärtig bestimmt die Art des Klebebandabstands die allgemeine Form des Beutels, wenn er geöffnet wird. Da die Beutelabmessungen im Idealfall an die Abmessungen des zu verpackenden Artikels angepasst sind, ist der Klebebandabstand ein wichtiger Parameter beim Füllen eines Beutels mit einem Artikel.
- Es ist wünschenswert, ein Verfahren und einen Beutel bereitzustellen, die die Notwendigkeit, den Beutel manuell zu öffnen oder Druckluft zu verwenden, eliminieren oder weniger häufig auftreten lassen. Es ist auch wünschenswert, ein Verfahren zum Öffnen des Beutels in einer verlässlichen und gleichmäßigen Weise anzugeben, das eine erhöhte Automation erlaubt und die Betriebskosten potentiell erniedrigt.
- Ebenso ist es wünschenswert, ein Verfahren und, einen Beutel bereitzustellen, die leicht angepasst werden können, um die Forderung eines zur Artikelgröße passenden Klebebandabstandes zu eliminieren oder zu verändern, d. h. die Forderung nach einer Optimierung des Klebebandabstandes, zum Zuführen oder schrittweisen Transportieren der Beutel.
- Ein anderes Problem, dem man oft bei der Verpackung von Lebensmittelprodukten begegnet, besteht darin, dass die Ecken jedes Beutels dazu neigen, sich während des Transports des Beutels oder seiner Füllung aufzurollen. Dies kann den Beutelfüllvorgang gelegentlich komplizieren oder verlangsamen. Indem ein Weg gefunden wird, den Klebebandabstand zu vergrößern, d. h. indem die Klebebänder näher an die jeweiligen Seitenränder des Beutels plaziert werden, ohne unnötig durch die Notwendigkeit eingeschränkt zu sein, den Klebebandabstand an die Beutel- und Artikelgrößen anzupassen, wird dieses Problem vermindert oder eliminiert.
- In einem ersten Aspekt umfasst ein Verfahren zum Öffnen eines mit Klebeband versehenen Beutels, wie in Anspruch 1 definiert, das Bereitstellen eines Beutels mit einer ersten Wand, einer zweiten Wand, einem ersten Beutelseitenrand, einem zweiten Beutelseitenrand, einem Beutelboden und einer Beutelöffnung, das Halten der Beutelöffnung zwischen einer ersten Einrichtung zur Unterdruckerzeugung und einer zweiten Einrichtung zur Unterdruckerzeugung, synchrones Bewegen der ersten und zweiten Einrichtung zur Unterdruckerzeugung, so dass die Beutelöffnung sich von dem Klebeband löst, und Aktivieren der ersten und der zweiten Einrichtung zur Unterdruckerzeugung, um einen Unterdruck durch die Einrichtungen zu ziehen, und weiters Bewegen der ersten Einrichtung zur Unterdruckerzeugung, so dass die Beutelöffnung sich öffnet.
- In einem zweiten Aspekt umfasst ein Verfahren zum Öffnen eines mit Klebeband versehenen Beutels wie in Anspruch 2 definiert das Bereitstellen eines Beutels mit einer ersten Wand, einer zweiten Wand, einem ersten Beutelseitenrand, einem zweiten Beutelseitenrand, einem Beutelboden und einer Beutelöffnung, Bereitstellen einer ersten Einrichtung zur Unterdruckerzeugung und einer zweiten Einrichtung zur Unterdruckerzeugung, Bewegen der ersten und der zweiten Einrichtung zur Unterdruckerzeugung in unmittelbare Nähe zu der Beutelöffnung, Aktivieren der ersten und der zweiten Einrichtung zur Unterdruckerzeugung, um einen Unterdruck durch die Einrichtungen zu ziehen, so dass die erste Wand von der ersten Einrichtung zur Unterdruckerzeugung gehalten wird und die zweite Wand von der zweiten Einrichtung zur Unterdruckerzeugung gehalten wird, und Bewegen der ersten und der zweiten Einrichtung zur Unterdruckerzeugung, so dass sich die Beutelöffnung von dem Klebeband löst und die Beutelöffnung sich öffnet.
- In einem dritten Aspekt, wie in Anspruch 8 definiert, umfasst eine Vorrichtung zum Öffnen eines mit Klebeband versehenen Beutels, wobei der Beutel eine erste Wand, eine zweite Wand, einen ersten Beutelseitenrand, einen zweiten Beutelseitenrand, eine Beutelboden und eine Beutelöffnung aufweist, eine erste Einrichtung zur Unterdruckerzeugung, die auf einer Seite des Beutels angeordnet ist, und eine zweite Einrichtung zur Unterdruckerzeugung, die auf einer zweiten Seite des Beutels angeordnet ist, wobei die ersten und zweiten Einrichtungen zur Unterdruckerzeugung dazu betreibbar sind, um die Beutelöffnung zu halten, um den Beutel zu öffnen, und beweglich sind, um den Beutel von dem Klebeband zu lösen.
- In den Zeichnungen, die zur Illustration der Erfindung gezeigt werden, ist:
- Fig. 1 eine perspektivische Ansicht einer Vorrichtung und eines Verfahrens zum Öffnen eines Beutels, wobei der Beutel durch eine Einrichtung zum Tragen des Beutels vorgeschoben wird,
- Fig. 2 eine perspektivische Ansicht einer Einrichtung zur Unterdruckerzeugung,
- Fig. 3 eine perspektivische Ansicht einer Vorrichtung und eines Verfahrens zum Öffnen eines Beutels, wobei der Beutel durch eine erste und eine zweite Einrichtung zur Unterdruckerzeugung gehalten wird,
- Fig. 4 eine perspektivische Ansicht einer Vorrichtung und eines Verfahrens zum Öffnen eines Beutels, wobei die Beutelöffnung von den Klebebändern gelöst worden ist, indem die Beutelöffnung von den Klebebändern weg bewegt worden ist,
- Fig. 5 eine perspektivische Ansicht einer Vorrichtung und eines Verfahrens zum Öffnen eines Beutels, wobei die Beutelöffnung geöffnet worden ist, und
- Fig. 6 eine perspektivische Ansicht einer Vorrichtung und eines Verfahrens zum Öffnen eines Beutels, wobei der Beutelboden geradegezogen ist.
- Fig. 1 zeigt Merkmale der Vorrichtung und des Verfahrens der Erfindung und ihrer relativen Position vor dem Beginn des Öffnens der Beutelöffnung.
- Die Vorrichtung umfasst Vakuumglockenanordnungen 1 und 2, die an einer horizontalen Trägerstange 5 angebracht sind, und Vakuumglockenanordnungen 3 und 4, die an einer horizontalen Trägerstange 6 angebracht sind. Die Festlegung der Vakuumglockenanordnung 1 an der horizontalen Trägerstange 5 wird mit einem Handknopf 7 bewerkstelligt. Indem der Handknopf 7 gelöst wird, kann die Anordnung 1 horizontal auf die Vakuumglockenanordnung 2 zu bewegt werden. Diese Bewegung wird durch den mit Gewinde versehenen Schaft des Handknopfes in dem Schlitz 8 eingeschränkt. Ähnliche Einstellungen können für die Vakuumglockenanordnungen 2, 3 und 4 durchgeführt werden.
- Der an Klebebändern 10 und 11 befestigte vorderste Beutel 9 schneidet die vertikale Ebene horizontal, die durch die Vakuumglockenanordnungen definiert wird, und liegt zwischen den horizontalen Trägerstangen 5 und 6. Der Beutel 9 ist der oberste Beutel einer Reihe von dachziegelartig übereinander liegenden, mit Klebeband versehenen Beuteln 9. Auch gezeigt ist die Produktaufnahmestation 18, die ein Förderband oder ein Tisch sein kann, und Düsen 19 zum Geradeziehen des Beutelbodens.
- Ein Beutel 9 enthält typischerweise eine erste oder obere Wand 21 (siehe Fig. 6), und eine zweite oder untere Wand (ohne Bezugszeichen). Jede Wand kann als ein erstes und ein zweites Ende und einen ersten und zweiten Seitenrand aufweisend angesehen werden. Bei Betrachtung in einem wesentlichen flachliegenden Zustand haben die beiden Wände vorzugsweise im wesentlichen die gleiche Länge und die gleiche Breite. Jeweils einander zugewandte erste Seitenränder der ersten und der zweiten Wand bilden einen ersten Beutelseitenrand 23. Ein zweiter Beutelseitenrand 24 wird durch einander zugewandte zweite Seitenränder der ersten und zweiten Wände gebildet. Ein Beutelboden 25 wird durch einander zugewandte erste Enden der ersten und der zweiten Wand gebildet. Eine Beutelöffnung 17 wird durch jeweilige zweite Enden der ersten und zweite Wände gebildet.
- Gegenwärtig werden Beutel typischerweise als seitlich gesiegelte Beutel oder am Ende gesiegelte Beutel hergestellt.
- Seitlich gesiegelte Beutel haben eine beim Produzenten hergestellte Wärmesiegelung an den gegenüberliegenden Beutelseitenrändern. Der Beutelboden wird durch die Faltung der Folie gebildet, die während der Extrusion der Beutelröhre bei der Herstellung erzeugt wird. Die gegenüberliegende Faltung der Folie wird geöffnet, um eine Beutelöffnung zu bilden.
- Am Ende gesiegelte Beutel haben gegenüberliegende Beutelseitenränder, die durch die Faltung der Folie, die bei der Extrusion der Beutelröhre während der Herstellung entsteht, gebildet wurden. Der Beutelboden wird durch eine Wärmesiegelung gebildet. Die Beutelöffnung wird durch einen Schnitt quer in der extrudierten Röhre gebildet.
- In beiden Fällen wird der Beutel typischerweise aus einer großen Länge einer Beutelröhre hergestellt.
- Es ist natürlich möglich, die Erfindung mit anderen Ausführungsformen anzuwenden, wie etwa zwei getrennten Folienwänden, die im wesentlichen die gleiche Größe haben und zusammengelegt werden und entlang zweier Ränder und des Bodens gesiegelt werden, um einen Beutel zu bilden. Obwohl jede Wand (d. h. jede größere Wand) des Beutels als mit einem ersten Ende, ersten und zweiten Seitenrändern und einem zweiten Ende versehen angesehen werden kann und obwohl die Beutelseitenränder als verbundene Bereiche der jeweiligen Ränder der ersten und der zweiten Wand des Beutels beschrieben werden, ist davon auszugehen, dass tatsächlich ein bestimmter Beutelseitenrand oder ein Beutelboden entweder durch eine tatsächliche Versiegelung zwischen zwei Bahnen oder Wänden aus Folie oder durch eine Faltung einer ursprünglich einzelnen Bahn oder Folie gebildet werden kann, wie etwa das röhrenförmig extrudierte "Band", das typisch für viele Folienherstellungsoperationen ist.
- Andere Komponenten, die für ein Beutelfüllsystem typisch sind, können vorteilhaft in Verbindung mit der vorliegenden Erfindung verwendet werden. Diese sind wohlbekannt und konventionell und brauchen für Fachleute nicht weiter beschrieben zu werden.
- Unter Bezugnahme auf Fig. 2 enthält jede der Vakuumglockenanordnungen 1, 2, 3 und 4 einen Hohlkörper 12, einen integralen Unterdruckanschluss 13, eine Unterdruckleitung 14 und eine Klemme 15, die um eine Achse A-A rotieren kann, um in Kontakt mit dem Klemmenangriffsbereich 16 zu kommen, der einstückig mit dem Körper 12 ist. Bei Verwendung der Ausführungsform und eines Beutels, der so wie in Fig. 1 beschrieben positioniert ist, können dachziegelartig übereinander liegende, mit Klebeband versehene Beutel durch den folgenden Prozess geöffnet werden.
- Zunächst bewegt sich die horizontale Trägerstange 5 nach unten, damit die Vakuumglockenanordnungen 1 und 2 in Kontakt mit dem führenden Beutel 9 kommen können. Eine bevorzugte horizontale Ausrichtung der Vakuumglockenanordnungen ist so, dass wenigstens ein Bereich der Vakuumglockenanordnung 1 mit der Vakuumglockenanordnung 3 überlappt, so dass sie auf den Beutel drücken, um ihn zwischen den Vakuumglockenanordnungen 1 und 3 in einem Gebiet zwischen den Klebebändern 10 und 11 nahe der Beutelöffnung 17 einzuklemmen, wie in Fig. 3 gezeigt. Eine ähnliche Anordnung und Betriebsweise gilt für die Vakuumglockenanordnungen 2 und 4.
- Als nächstes bewegen sich die horizontalen Trägerstangen 5 und 6 synchron vertikal um eine geeignete Strecke nach oben, vorzugsweise zwischen etwa 12,7 mm und 38,1 mm (0,5 und 1,5 Zoll), z. B. etwa 25,4 mm (1 Zoll), wobei der Beutelöffnungsrand gehalten wird, während der Beutel von den Klebebändern 10 und 11 gelöst wird, wie in Fig. 4 gezeigt. Dann wird Unterdruck auf die Unterdruckanschlüsse angelegt, wodurch der Beutel an den Vakuumglocken festgehalten wird.
- Dann bewegt sich die obere horizontale Trägerstange 5 weiter vertikal nach oben, während die untere horizontale Trägerstange ortsfest gehalten wird. Während der Beutel 9 an den Vakuumglockenanordnungen durch die Unterdruckdüsen festgehalten wird, öffnet sich die Beutelöffnung 17, wie in Fig. 5 gezeigt.
- Während sich die horizontale Trägerstange 5 wie beschrieben nach oben bewegt, können optional die Klemmen 15 aus ihrer offenen Stellung (Fig. 1) in die in Fig. 2 gezeigte Stellung rotieren, und dadurch den Beutel 9 an dem Klemmenangriffsbereich 16 einklemmen.
- Als weitere Option können, bei geöffnetem Beutel, die den Beutelboden geradeziehenden Düsen aktiviert werden und Druckluft oder ein anderes Fluid durch die Düsen 19 gedrückt und auf oder in den Beutel gedrückt werden, wodurch der Beutelboden nach außen und auf die Produktaufnahmestation 18 gedrückt wird, wie in Fig. 6 gezeigt.
- Optional kann, nachdem die Beutelöffnung durch irgendeine der zuvor beschriebenen Prozeduren geöffnet ist, ein Rohr in den Beutel eingeführt und ausgedehnt werden, um dadurch den Beutel festzuhalten, während der Beutelboden geradegezogen wird.
- Sobald der Beutel geöffnet ist, kann ein Produkt, d. h. frisches rohes Fleisch, Geflügel, geräuchertes oder verarbeitetes Fleisch, oder andere Lebensmittel oder ein nicht essbares Produkt, in den Beutel durch irgendeine geeignete Maßnahme eingeführt werden, z. B. indem das Produkt manuell in dem Beutel plaziert wird oder ein Rohr verwendet wird, um das Produkt in den Beutel zu führen. Die letztere Methode ist Fachleuten wohlbekannt und in dem 8189 FRM Beutelfüller verwirklicht, der von Cryovac Inc. erhältlich ist.
- In einer alternativen Ausführungsform der gerade beschriebenen Verfahrensschritte kann der oben beschriebene Schritt des Festhaltens ausgelassen werden, indem die Vakuumglockenanordnungen in nächste Nähe zu dem Beutel gebracht werden und die Unterdruckdüsen aktiviert werden, um Unterdruck zu erzeugen.
- In dieser alternativen Ausführungsform werden die Beutelwände durch jeweilige aktivierte Unterdruckanordnungen gehalten, und der Beutel kann auf zwei verschiedene Weisen geöffnet werden.
- In der ersten Weise werden, nachdem die beiden Beutelwände durch Aktivieren der Unterdruckeinrichtungen zum Erzeugen eines Unterdrucks an den betreffenden Unterdruckeinrichtungen festhängen, alle Unterdruckanordnungen im wesentlichen um die gleiche Strecke nach oben gezogen, um die Beutelöffnung 17 von den Klebebändern 10 und 12 zu lösen. Dann wird die obere Wand des Beutels um eine zusätzliche Strecke nach oben gezogen, während die untere Beutelwand festgehalten wird, um die Beutelöffnung zu öffnen.
- Es ist davon auszugehen, dass, wenn die Unterdruckeinrichtungen in der alternativen Ausführungsform aktiviert werden, die beiden Beutelwände im Bereich der Beutelöffnung sich geringfügig voneinander trennen können, wenn jede Wand zu einer betreffenden der Unterdruckanordnungen 1, 2 und 3, 4 gezogen wird.
- In der zweiten Weise der alternativen Ausführungsformen werden, nachdem die beiden Beutelwände durch Aktivierung der Unterdruckeinrichtungen zur Erzeugung eines Unterdrucks an diesen Unterdruckeinrichtungen festgehalten werden, beide Paare von Vakuumanordnungen, d. h. 1, 2 und 3, 4 nach oben gezogen, wobei aber die Unterdruckanordnungen 1 und 2 mit einer größeren Geschwindigkeit nach oben bewegt werden als die Unterdruckanordnungen 3 und 4. Diese unterschiedliche Bewegung der oberen Beutelwand in bezug auf, und weg von, der unteren Beutelwand, erreicht sowohl die Lösung der Beutelöffnung von den Klebebändern 10 und 11 als auch die Öffnung der Beutelöffnung 17.
- Die vorliegende Erfindung bietet mehrere Vorteile gegenüber einem herkömmlichen Beutelöffnungsprozess.
- Das Entfernen des Beutels von dem Klebeband, wie hier beschrieben, reduziert die Häufigkeit von festhängenden Beutelöffnungsrändern.
- Auch ist das Aufblasen des Beutels mit Luft, obwohl in Verbindung mit der Erfindung anwendbar, nicht länger notwendig.
- Außerdem werden die endgültigen Abmessungen der Beutelöffnung durch den horizontalen Abstand der Vakuumglockenanordnungen bestimmt und nicht durch den Klebebandabstand, was die Notwendigkeit eliminiert, mehrere Klebebandabstände für verschiedene Produktprofile zu haben, wie dies der Fall ist, wenn der Beutel in herkömmlichen Öffnungssystemen aufgeblasen wird.
- Indem der Beutel von dem Klebeband entfernt und das Beutelende geradegezogen wird, werden Störungen der Beutelfolge eliminiert, da die Beutelfolge nicht das Gewicht des Produkts während der Füllung tragen muss.
- Ein Beutel 9, wie in den Zeichnungen gezeigt, kann einer aus einer Vielzahl von gleichen Beuteln sein, die in einer dachziegelartig übereinander liegenden (schindelartigen) Weise in einem Beutelfüllsystem gestapelt sind. Eine dachziegelartig übereinanderliegende, mit Klebeband versehene Beutelanordnung ist im Stand der Technik wohlbekannt. Die Beutel können durch eine Einrichtung zum Tragen, wie etwa eine Trägerplattform (nicht gezeigt), einem Tisch oder dergleichen, getragen werden. Bei Verwendung in einem vertikalen Füllsystem können entweder die Klebebänder selbst als Mittel zum Tragen des Beutels wirken, oder eine separate Platte, ein Blech oder dergleichen kann in irgendeiner geeigneten Orientierung verwendet werden. Die Beutel können durch irgendeine geeignete Einrichtung vorgeschoben werden, wie etwa durch einen herkömmlichen schrittweisen Transporter für geklebte Beutel (nicht gezeigt), z. B. den, der in dem hierin erwähnten 8189 FEM System verwendet wird, oder durch irgendein geeignetes Gerät oder Verfahren. Die Beutel können nach vorne gerichtet schindelartig angeordnet sein, d. h. der oberste Beutel in dem Beutelstapel ist am weitesten vorgeschoben und liegt am nächsten zu der Einrichtung zum Öffnen.
- Das Öffnen des Beutels 10 kann durch geeignete ergänzende Geräte fortgesetzt werden. In manchen Fällen kann es notwendig sein, die Beutelöffnung 17 noch weiter zu öffnen, um die direkte Einführung eines Artikels zu ermöglichen, oder ein Füllrohr (die in manchen Beutelfüllverfahren vorhanden sind) einzuführen, was wiederum das Einführen des zu verpackenden Artikels erleichtert, wie etwa Geflügel oder andere Lebensmittelprodukte oder nicht essbare Produkte.
- Mithin können zusätzliche Finger, Füllrohre oder dergleichen in die Öffnung der Beutelöffnung eingeführt werden, die durch die oben beschriebenen Schritte und Vorrichtungen erzeugt worden ist.
- Danach kann ein Artikel, wie etwa ein Lebensmittelartikel, manuell oder mechanisch in den Beutel gefüllt werden, und es können wie gewünscht irgendwelche nachfolgenden Verpackungsschritte durchgeführt werden, wie etwa Vakuumverpacken, Wärmesiegeln, Schrumpfen etc..
- Alle Folien, besonders thermoplastische Folien wie etwa Olefinfolien mit oder ohne Sauerstoffsperreigenschaften, können vorteilhaft in dieser Erfindung verwendet werden. Diese Folien werden durch Extrusionsbeschichten, Coextrudieren, Laminieren oder andere geeignete Prozesse hergestellt. Besonders bevorzugt für viele Anwendungen sind Folien, die eine äußere Schicht, eine mittlere Schicht und eine innere Schicht haben. Die Materialien der äußeren Schicht werden oft für Widerstandsfähigkeit gegen fehlerhafte Behandlung und/oder Siegelbarkeit gewählt und können aus irgendeinem geeigneten Polymermaterial ausgewählt werden, wie etwa Polyolefinen, insbesondere Ethylenpolymere und -copolymere, Propylen, Polyester, Polyamide und dergleichen. Die Materialien der inneren Schicht, die oft im Hinblick auf Siegelbarkeit ausgewählt sind, können irgendwelche der Materialien, die für die äußere Schicht beschrieben wurden, sein. Die Materialien der mittleren Schicht werden oft im Hinblick auf ihre Sperreigenschaften ausgewählt (d. h. Sperren gegenüber Sauerstoff, Feuchtigkeit, Kohlendioxyd, etc.). Bevorzugte Materialen umfassen Polyvinylidenchloridpolymere und -copolymere, Ethylen-Vinylalkohol-Copolymere, Polyvinylalkohol, Polyamide, Polyester, Acrylnitrit und dergleichen. Die Beutel sind vorzugsweise wärmeschrumpfbar und vorzugsweise wenigstens teilweise quervernetzt.
- Die Verfahren und Systeme, die hierin beschrieben und beansprucht sind, können in vorteilhafter Weise verwendet werden, um Beutel mit Wänden unterschiedlicher Länge herzustellen.
- Obwohl die Erfindung zur Illustration mit Bezug auf ein System beschrieben wurde, das vertikal auf eine horizontale Trägerplattform zugeführte Beutel hat, kann die Erfindung auch in vorteilhafter Weise in einem System angewendet werden, in dem die Beutel vertikal geöffnet werden. In einer solchen alternativen Ausführungsform werden die Unterdruckanordnungen im wesentlichen in derselben horizontalen Ebene angeordnet und ziehen die Beutelöffnung weg von den Klebebändern, im wesentlichen in einer horizontalen Richtung. Nach Öffnen der Beutelöffnung durch weitere horizontale Verschiebung einer ersten Beutelwand würde das Produkt eingefüllt, indem man es hineinfallen lässt oder das Produkt in die nach oben offene Beutelöffnung absenkt. Andere Ausrichtungen des Beutels und der Vorrichtung, zwischenhorizontal und vertikal, sind ebenfalls möglich.
Claims (17)
1. Verfahren zum Öffnen eines mit Klebeband versehenen Beutels,
bei dem:
a) ein Beutel (9) mit einer ersten Wand (21), einer
zweiten Wand, einem ersten Beutelseitenrand (23), einem zweiten
Beutelseitenrand (24), einem Beutelboden (25) und einer
Beutelöffnung (17) bereitgestellt wird,
b) die Beutelöffnung (17) zwischen einer ersten
Einrichtung (1) zur Unterdruckerzeugung und einer zweiten
Einrichtung (3) zur Unterdruckerzeugung gehalten wird,
c) dann die erste Einrichtung (1) und die zweite
Einrichtung (3) zur Unterdruckerzeugung aktiviert werden, um durch
die Einrichtungen einen Unterdruck zu erzeugen, und
d) weiter die erste Einrichtung (1) zur
Unterdruckerzeugung so bewegt wird, daß die Beutelöffnung sich öffnet,
wobei
e) die erste Einrichtung (1) und die zweite Einrichtung
(3) zur Unterdruckerzeugung synchron bewegt werden, während
der Beutel (9) dazwischen gemäß Schritt b) gehalten wird, so
daß sich die Beutelöffnung von dem Klebeband (10) löst.
2. Verfahren zum Öffnen eines mit Klebeband versehenen Beutels,
bei dem:
a) ein Beutel (9) mit einer ersten Wand (21) und einer
zweiten Wand, einem ersten Beutelseitenrand (23), einem
zweiten Beutelseitenrand (24), einem Beutelboden (25) und
einer Beutelöffnung (17) bereitgestellt wird,
b) eine erste Einrichtung (1) zur Unterdruckerzeugung und
eine zweite Einrichtung (3) zur Unterdruckerzeugung
bereitgestellt wird,
c) die erste Einrichtung (1) zur Unterdruckerzeugung
bewegt wird, um die erste Einrichtung (1) und die zweite
Einrichtung (3) zur Unterdruckerzeugung in nächste Nähe zu der
Beutelöffnung zu bringen,
d) die erste Einrichtung (1) und die zweite Einrichtung
(3) zur Unterdruckerzeugung aktiviert werden, um durch die
Einrichtungen Unterdruck zu erzeugen, so daß die erste Wand
(27) von der ersten Einrichtung (1) zur Unterdruckerzeugung
gehalten wird und die zweite Wand durch die zweite
Einrichtung (3) zur Unterdruckerzeugung gehalten wird, und
e) die erste Einrichtung (1) zur Unterdruckerzeugung so
bewegt wird, daß sich die Beutelöffnung öffnet,
wobei in den Schritten c) und e) sowohl die erste
Einrichtung (1) als auch die zweite Einrichtung (3) zur
Unterdruckerzeugung sich bewegen, und wobei in Schritt e) die Bewegung
der ersten Einrichtung (1) und der zweiten Einrichtung (3)
zur Unterdruckerzeugung bewirkt, daß sich die Beutelöffnung
von dem Klebeband (10) löst, wobei in Schritt e) entweder
e1) die erste Einrichtung (1) und die zweite
Einrichtung (3) zur Unterdruckerzeugung zunächst in die
gleiche Richtung, bei gleicher Geschwindigkeit
bewegt werden, um den Beutel (9) von dem Klebeband
(10) abzulösen, und dann die erste Einrichtung (1)
zur Unterdruckerzeugung weiterbewegt wird, um den
Beutel (9) zu öffnen, oder
e2) die erste Einrichtung (1) und die zweite
Einrichtung (3) zur Unterdruckerzeugung in die gleiche
Richtung bewegt werden und die erste Einrichtung
(1) zur Unterdruckerzeugung mit größerer
Geschwindigkeit als die zweite Einrichtung (3) zur
Unterdruckerzeugung bewegt wird, was bewirkt, daß der
Beutel (9) von dem Klebeband (10) gelöst wird und
daß sich der Beutel (9) öffnet.
3. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 und 2, bei dem weiter
vor Schritt b) der mit Klebeband versehene Beutel (9) zu
einer Einrichtung zum Tragen des Beutels vorgeschoben wird.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, bei dem weiter
nach Schritt e) wenigstens eine Wand des Beutels in der Nähe
der Beutelöffnung geklemmt wird.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, wobei die erste
Einrichtung (1) zur Unterdruckerzeugung oberhalb des Beutels
angeordnet ist und die zweite Einrichtung (3) zur
Unterdruckerzeugung unterhalb des Beutels angeordnet ist.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, bei dem weiter
nach Schritt e) ein Füllrohr in den Beutel eingeführt wird.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, bei dem weiter
nach Schritt e) der Beutelboden auf eine Beladungsplattform
(18) geblasen wird.
8. Vorrichtung zum Öffnen eines mit Klebeband versehenen
Beutels (9), wobei der Beutel eine erste Wand, eine zweite
Wand, einen ersten Beutelseitenrand (23), einen zweiten
Beutelseitenrand (24), einen Beutelboden (25) und eine
Beutelöffnung (17) aufweist, bei dem:
a) eine erste Einrichtung (1) zur Unterdruckerzeugung auf
einer Seite des Beutels angeordnet wird, und
b) eine zweite Einrichtung (3) zur Unterdruckerzeugung auf
einer zweiten Seite des Beutels angeordnet wird, wobei die
erste und die zweite Einrichtung zur Unterdruckerzeugung so
betreibbar sind, um die Beutelöffnung (17) zu öffnen,
wobei die erste Einrichtung (1) und die zweite Einrichtung
(3) zur Unterdruckerzeugung zur Bewegung montiert sind, um
den Beutel (9) von dem Klebeband (10) abzulösen, während die
Beutelöffnung (17) durch die erste und die zweite
Einrichtung zur Unterdruckerzeugung (1, 3) gehalten wird, und wobei
wenigstens eine Einrichtung zur Unterdruckerzeugung zur
Bewegung montiert ist, um die Beutelöffnung zu öffnen.
9. Vorrichtung nach Anspruch 8, die weiter eine Einrichtung zum
Tragen des Beutels aufweist.
10. Vorrichtung nach Anspruch 9, wobei die Einrichtung zum
Tragen des Beutels eine Platte umfaßt.
11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 9 und 10, die weiter
eine Einrichtung zum Vorschieben des mit Klebeband
versehenen Beutels zu der Einrichtung zum Tragen des mit Klebeband
versehenen Beutels aufweist.
12. Vorrichtung nach Anspruch 11, wobei die Einrichtung zum
Vorschieben des mit Klebeband versehenen Beutels eine
Schrittvorschubeinrichtung für mit Klebeband versehene Beutel
aufweist.
13. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 8 bis 12, wobei die
erste und die zweite Einrichtung zur Unterdruckerzeugung
jeweils eine Mehrzahl von Vakuumglockenanordnungen (1, 2, 3,
4) aufweisen, die beweglich an einer geschlitzten
Trägerstange (5, 6) angeordnet sind.
14. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 8 bis 13, wobei die
erste und die zweite Einrichtung zur Unterdruckerzeugung
jeweils eine Unterdruckglocke (1, 3) und eine Klemme (15)
aufweisen.
15. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 8 bis 14, die weiter
ein Füllrohr aufweist.
16. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 8 bis 15, die weiter
eine Einrichtung (19) zum Blasen des Beutelbodens auf eine
Beladungsplattform (18) aufweist.
17. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 9 bis 16, wobei die
erste Einrichtung (1) zur Unterdruckerzeugung über der
Einrichtung zum Tragen des Beutels angeordnet ist und die
zweite Einrichtung (3) zur Unterdruckerzeugung unter der
Einrichtung zum Tragen des Beutels angeordnet ist.
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