DE69803797T2 - Emulsionszusammensetzungen - Google Patents
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Description
- Diese Erfindung betrifft Emulsionen, die aus Fischer- Tropsch-Verfahren stammende Flüssigkeiten und Kohlenwasserstoffflüssigkeiten, z. B. Erdölflüssigkeiten, die von Fischer- Tropsch-Flüssigkeiten verschieden sind, und Wasser aufweisen.
- Kohlenwasserstoff-in-Wasser-Emulsionen sind wohl bekannt und haben viele Anwendungsbereiche, z. B. als Kraftstoffe für Antriebsmaschinen oder Verbrennungsmotoren. Diese Emulsionen werden im Allgemeinen als Makroemulsionen beschrieben. Das bedeutet, dass die Emulsion verglichen mit Mikroemulsionen, die im Wesentlichen klar, durchscheinend und thermodynamisch stabiler als Makroemulsionen sind, wolkig oder undurchsichtig ist. Mikroemulsionen haben einen höheren Tensidgehalt.
- Während von wässrigen Brennstoffemulsionen bekannt ist, dass sie bei Verbrennung als Brennstoffe zu einer Schadstoffreduktion führen, sind die zur Herstellung von Emulsionen verwendeten Verfahren und die verwendeten Materialien, z. B. Tenside und Co-Lösungsmittel wie Alkohole, möglicherweise teuer. Die thermodynamische Stabilität von Makroemulsionen ist auch recht gering, insbesondere wenn zur Herstellung der Emulsionen geringe Tensidgehalte verwendet werden.
- Es gibt demzufolge einen Bedarf nach stabilen Makroemulsionen, die weniger Tenside oder Co-Lösungsmittel verwenden und weniger kostspielige Materialien zur Herstellung von Kohlenwasserstoff-in-Wasser-Emulsionen einsetzen. Mittels der hier beschriebenen Erfindung können Destillatbrennstoffemulsionen aus konventionellen Erdölbrennstoffen zusätzlich beispielsweise auf einen höheren Cetanindex veredelt werden, indem sie mit aus Fischer-Tropsch-Verfahren stammenden Kohlenwasserstoffflüssigkeiten, z. B. Destillaten, gemischt werden.
- Die Stabilität von Makroemulsionen wird für erfindungsgemäße Zwecke im Allgemeinen als Trennungsgrad bestimmt, der während eines Zeitraums von 24 h stattfindet, üblicherweise in den ersten 24 h nach Bildung der Emulsionen.
- Erfindungsgemäß wird eine Destillatemulsion bereitgestellt, die Wasser, Fischer-Tropsch-Kohlenwasserstoff, Nicht-Fischer- Tropsch-Kohlenwasserstoff und ein Tensid enthält, wobei die verwendete Menge Tensid kleiner oder gleich, vorzugsweise kleiner, der Menge ist, die erforderlich ist, um jeden Kohlenwasserstoff für sich zu emulgieren. Damit tritt ein synergistischer Effekt auf, wenn Nicht-Fischer-Tropsch-Kohlenwasserstoffe in Gegenwart von Fischer-Tropsch-Kohlenwasserstoffdestillaten mit Wasser emulgiert werden.
- Fig. 1 ist eine Auftragung der Mindestmenge an erforderlichem Tensid (Ordinate), um Gemische aus Fischer-Tropsch-Destillaten und konventionellen Erdöldestillaten (Abszisse) zu emulgieren.
- Durch die vorliegende Erfindung werden relativ stabile Makroemulsionen in wesentlicher Abwesenheit, z. B. ≤1 Gew.-%, oder vollständiger Abwesenheit von Co-Lösungsmittelzugabe, z. B. Alkoholen, und vorzugsweise in wesentlicher Abwesenheit von Co-Lösungsmittel hergestellt. Somit können Fischer-Tropsch-Flüssigkeiten Spurenmengen an Oxygenaten (sauerstoffhaltigen Verbindungen) einschließlich Alkoholen enthalten, wobei diese Oxygenate in niedrigerer Konzentration in den Emulsionen vorhanden sind, als durch Zugabe von Alkohol oder anderem sauerstoffhaltigem Co- Lösungsmittel zu der Emulsion vorhanden wären. Im Allgemeinen beträgt der Alkoholgehalt in den Fischer-Tropsch-Flüssigkeiten in dem Sinne Null, dass er nicht messbar ist, und liegt im Allgemeinen unter etwa 1 Gew.-%, bezogen auf die Flüssigkeiten, insbesondere unter etwa 0,1 Gew.-%, bezogen auf die Flüssigkeit.
- Die erfindungsgemäß verwendeten Fischer-Tropsch-Flüssigkeiten sind jene Kohlenwasserstoffe, die bei Raumtemperatur flüssig sind. Diese Materialien können somit die Rohflüssigkeiten aus dem Fischer-Tropsch-Kohlenwasserstoffsynthesereaktor sein, wie C&sub4;&sbplus;-Flüssigkeiten, vorzugsweise C&sub5;&sbplus;-Flüssigkeiten, insbesondere C&sub5; -&sub1;&sub7; enthaltende Flüssigkeiten oder hydroisomerisierte Fischer- Tropsch-Flüssigkeiten wie C&sub5;&sbplus;-Flüssigkeiten. Diese Materialien enthalten im Allgemeinen mindestens etwa 90 Gew.-% n- oder iso- Paraffine, vorzugsweise mindestens etwa 95 Gew.-% Paraffine und insbesondere mehr als etwa 98 Gew.-% Paraffine.
- Die Fischer-Tropsch-Kohlenwasserstoffe können ferner als Brennstoffe charakterisiert werden, beispielsweise Naphthas, die z. B. im Bereich von C&sub4; bis etwa 160ºC (320%), vorzugsweise C&sub5;- 160ºC (320%) sieden, Emulsionen derselben mit Wasser, die als Brennstoffe für Antriebsmaschinen verwendet werden können, Kraftstoffe, Düsenkraftstoffe, die z. B. im Bereich von 121,1ºC -301,7ºC (250-575ºF), vorzugsweise 149-287,8ºC.(300- 550ºF) sieden, und Dieselkraftstoffe, die z. B. im Bereich von 160-371,1ºC (320-700ºF) sieden. Andere Flüssigkeiten, die von Fischer-Tropsch-Materialien stammen und höhere Siedepunkte aufweisen, gehören auch zu den erfindungsgemäß verwendeten Materialien.
- Die Nicht-Fischer-Tropsch-Kohlenwasserstoffe können aus vielen unterschiedlichen Quellen erhalten werden, z. B. Erdöl, Schieferflüssigkeiten (Kerogen), Teersandflüssigkeiten (Bitumen) oder Kohleflüssigkeiten. Bevorzugte Materialien sind aus Erdöl stammende Kohlenwasserstoffe, die in den gleichen Bereichen sieden, die für die Fischer-Tropsch-Kohlenwasserstoff enthaltenden Flüssigkeiten beschrieben sind.
- Im Allgemeinen enthalten die Emulsionen weniger als 100 Gew.-% Fischer-Tropsch-Kohlenwasserstoff enthaltende Flüssigkeiten oder Nicht-Fischer-Tropsch-Kohlenwasserstoff enthaltende Flüssigkeiten. Die Fischer-Tropsch-Flüssigkeiten sind vorzugsweise jedoch in Mengen von 10 bis 90 Gew.-% der Gesamtkohlenwasserstoffe vorhanden, insbesondere mindestens etwa 20 Gew.-% Fischer-Tropsch-Flüssigkeiten, besonders bevorzugt 25 bis 75 Gew.-% und stärker bevorzugt 40 bis 60 Gew.-% Fischer-Tropsch-Flüssigkeiten.
- Die Wasser- und Gesamtkohlenwasserstoffmengen in den Emulsionen können auch über einen weiten Bereich variieren, beispielsweise 90/10 Kohlenwasserstoff/Wasser bis 10/90 Kohlenwasserstoff/Wasser. Vorzugsweise ist der Kohlenwasserstoffgehalt größer als etwa 50 Gew.-%, vorzugsweise größer als etwa 60 Gew.-%, insbesondere 60 bis 85 Gew.-%.
- Obwohl jedes beliebige Wasser verwendet werden kann, ist das aus dem Fischer-Tropsch-Prozess erhaltene Wasser, z. B.
- 2n H&sub2; + n CO → CnH2n+2 + n H&sub2;O
- besonders bevorzugt, das Prozesswasser aus einem Verfahren ohne Gleichgewichtsverschiebung.
- Nachfolgend wird eine generische Zusammensetzung von Fischer-Tropsch-Prozesswasser gezeigt, in dem der Oxygenatgehalt vorzugsweise ≤2,0 Gew.-%, insbesondere weniger als 1 Gew.-% beträgt, und das zur Herstellung von Kohlenwasserstoffemulsionen geeignet ist:
- C&sub1;-C&sub1;&sub2;&submin;Alkohole 0,05-2 Gew.-%, vorzugsweise 0,05-1,2 Gew.-%
- C&sub2;-C&sub5;-Säuren 0-50 Gew.ppm
- C&sub2;-C&sub8;- Ketone, Aldehyde, Acetate 0-50 Gew.ppm
- Andere Oxygenate 0-500 Gew.ppm
- Von Fischer-Tropsch-Verfahren stammende Materialien enthalten im Allgemeinen wenige ungesättigte Verbindungen, z. B. ≤1 Gew.-% Olefine und Aromaten, vorzugsweise weniger als etwa 0,5 Gew.-% Gesamtaromaten, und weder Schwefel noch Stickstoff, d. h. weniger als etwa 50 Gew.ppm Schwefel oder Stickstoff. Es können auch wasserstoffbehandelte Fischer-Tropsch-Flüssigkeiten verwendet werden, die praktisch keine oder nur Spurenmengen an Oxygenaten, Olefinen, Aromaten, Schwefel und Stickstoff enthalten.
- Das nicht-ionische Tensid wird üblicherweise in Mengen verwendet, die kleiner oder gleich denen sind, die erforderlich sind, um aus Erdöl stammende Flüssigkeiten zu emulgieren. Daher reicht die verwendete Tensidkonzentration aus, um die Bildung der relativ stabilen Makroemulsion zu ermöglichen. Vorzugsweise beträgt die verwendete Tensidmenge mindestens etwa 0,001 Gew.-% der Gesamtemulsion, insbesondere mindestens etwa 0,01 Gew.-%, insbesondere 0,05 bis 5 Gew.-% und besonders bevorzugt 0,05 bis weniger als 3 Gew.-% und am ganz besonders bevorzugt 0,05 bis weniger als 3 Gew.-% und am meisten bevorzugt 0,05 bis weniger als 2 Gew.-%.
- Zur Herstellung der erfindungsgemäßen Emulsionen brauchbare Tenside sind typischerweise nicht-ionisch, und sind solche, die zur Herstellung von Emulsionen aus von Erdöl oder Bitumen stammenden Materialien verwendet werden. Sie sind Fachleuten wohl bekannt. Diese Tenside haben üblicherweise einen HLB-Wert von 7 bis 25, vorzugsweise 9 bis 15. Erfindungsgemäß brauchbare Tenside schließen ethoxylierte Alkylphenole mit 5 bis 30 Mol Ethylenoxid pro Molekül, lineare Alkoholethoxylate, ethoxyliertes Octylphenol, Fettalkoholethoxylate, ethoxylierte Stearinsäure, Stearylalkholethoxylate, ethoxyliertes Dialkylphenol und Alkylglykoside, vorzugsweise ethoxylierte Alkylphenole und insbesondere ethoxylierte Nonyhphenole mit 8 bis 15 Ethylenoxideinheiten pro Molekül ein. Ein besonders bevorzugter Emulgator ist ein Alkylphenoxypolyalkohol, z. B. Nonylphenoxypoly(ethylenoxyethanol), das aus mehreren Quellen im Handel erhältlich ist, einschließlich dem Handelsnamen Igepol.
- Die Verwendung von Wasser-Brennstoff-Emulsionen verbessert die Charakteristika der Brennstoffe erheblich, und dies gilt insbesondere für die erfindungsgemäßen Materialien, bei denen Fischer-Tropsch-Wasser-Emulsionen bessere Emissionswerte als von Erdöl stammende Emulsionen aufweisen, d. h. in Bezug auf Schwebstoffteilchenemissionen und NOx.
- Die erfindungsgemäßen Emulsionen werden durch konventionelle Emulsionstechnologie gebildet, d. h indem eine Mischung aus dem Kohlenwasserstoff, Wasser und Tensid in einem handelsüblichen Mischer oder gleichwertigem Gerät für einen ausreichenden Zeitraum ausreichender Scherung ausgesetzt wird, um die Emulsionen zu bilden, z. B. im Allgemeinen einige Sekunden lang. Informationen über Emulsionen befinden sich im Allgemeinen in "Colloidal Systems and Interfaces", S. Ross und I. D. Morrison, J. W. Wiley, NY 1988, USA.
- Das Fischer-Tropsch-Verfahren ist Fachleuten wohl bekannt, siehe beispielsweise US-A-5 348 982 und US-A-5 545 674, und beinhaltet typischerweise die Reaktion von Wasserstoff und Kohlenmonoxid im Molverhältnis von 0,5/1 bis 4/1, vorzugsweise 1,5/1 bis 2,5/1, bei Temperaturen von 175-400ºC, vorzugsweise 180- 240ºC, bei Drücken von 1-100 bar, vorzugsweise 10-50 bar, in Gegenwart von Fischer-Tropsch-Katalysator, im Allgemeinen einem trägergestützten oder trägerlosen Gruppe VIII-Nicht-Edelmetall, z. B. Fe, Ni, Ru, Co, mit oder ohne Promoter, z. B. Ruthenium, Rhenium, Hafnium, Zirconium, Titan. Falls Träger verwendet werden, können sie hitzebeständige Metalloxide sein, wie der Gruppe IV B, d. h. Titandioxid, Zirconiumoxid oder Siliciumdioxid, Aluminiumoxid oder Siliciumdioxid-Aluminiumoxid. Ein bevorzugter Katalysator umfasst einen Katalysator ohne Gleichgewichtsverschiebung, z. B. Kobalt oder Ruthenium, vorzugsweise Kobalt, mit Rhenium oder Zirconium als Promoter, vorzugsweise Kobalt/Rhenium auf einem Träger aus Aluminiumoxid, Siliciumdioxid oder Titandioxid, vorzugsweise Titandioxid. Die Fischer-Tropsch-Flüssigkeiten, d. h. C&sub5;&sbplus;, vorzugsweise C&sub1;&sub0;&sbplus;, werden gewonnen, und leichte Gase, z. B. nicht umgesetzter Wasserstoff und CO, C&sub1;-C&sub3; oder C&sub4; und Wasser werden von den Kohlenwasserstoffen getrennt.
- Hydroisomerisierungsbedingungen für von Fischer-Tropsch- Verfahren stammende Kohlenwasserstoffe sind Fachleuten wohl bekannt. Im Allgemeinen schließen die Bedingungen folgende ein:
- Als Ergebnis der Bedingungen tritt ein Kohlenwasserstoffverbrauch ein.
- Zur Hydroisomerisierung brauchbare Katalysatoren haben typischerweise eine bifunktionale Beschaffenheit und enthalten sowohl eine Säurefunktion als auch eine Hydrierkomponente. Es kann auch ein Mittel zur Unterdrückung des hydrierenden Crackens zugesetzt werden. Das Hydrocrack-Unterdrückungsmittel kann ein Gruppe 1B Metall, z. B. vorzugsweise Kupfer in Mengen von 0,1- 10 Gew.-%, oder eine Schwefelquelle oder beides sein. Die Schwefelquelle kann bereitgestellt werden, indem der Katalysator vorab nach bekannten Verfahren, beispielsweise Behandlung mit Schwefelwasserstoff bis zum Durchbruch, sulfidiert wird.
- Die Hydrierkomponente kann ein Gruppe VIII Metall sein, das ein Edelmetall oder ein Nicht-Edelmetall sein kann. Die bevorzugten Nicht-Edelmetalle können Nickel, Kobalt oder Eisen, vorzugsweise Nickel oder Kobalt, insbesondere Kobalt einschließen. Das Gruppe VIII Metall ist üblicherweise in katalytisch wirksamen Mengen vorhanden, das bedeutet in Mengen im Bereich von 0,1 bis 20 Gew.-%. Vorzugsweise wird ein Gruppe VI Metall, z. B. Molybdän, in Mengen von 1 bis 20 Gew.-% in den Katalysator eingebracht.
- Die Säurefunktionalität kann durch einen Träger geliefert werden, mit dem das katalytische Metall oder die katalytischen Metalle nach wohl bekannten Verfahren einen Verbund bilden kann bzw. können. Der Träger kann jedes hitzebeständige Oxid oder Mischung hitzebeständiger Oxide oder Zeolithe oder Mischungen derselben sein. Bevorzugte Träger schließen Siliciumdioxid, Aluminiumoxid, Siliciumdioxid-Aluminiumoxid-Phosphate, Titandioxid, Zirconiumoxid, Vanadiumoxid und andere Gruppe III, IV, V oder VI-Oxide sowie Y-Siebe wie ultrastabile Y-Siebe ein. Bevorzugte Träger schließen Siliciumdioxid-Aluminiumoxid ein, bei denen die Siliciumdioxidkonzentration der Trägermasse unter etwa 50 Gew.-% liegt, vorzugsweise unter etwa 35%, insbesondere 15 bis 30 Gew.-%. Wenn Aluminiumoxid als Träger verwendet wird, können geringe Mengen an Chlor oder Fluor in den Träger eingebracht werden, um die Säurefunktionalität bereitzustellen.
- Ein bevorzugter Trägerkatalysator hat Oberflächen im Bereich von 180-440 m²/g, vorzugsweise 230-350 m²/g, eine Schüttdichte von - bis 1,0 g/ml und eine Seitenbruchfestigkeit von 0,8 bis 3,5 kg/mm.
- Die Herstellung bevorzugter amorpher Siliciumdioxid-Aluminiiimoxid-Mikrokugeln zur Verwendung als Träger ist in Lloyd B. Ryland, M. W. Tamele und J. N. Wilson, Cracking Catalysts, Catalysis, Band VII, Ed. Paul H. Emmett, Reinhold Publishing Corporation, New York, USA, 1960, beschrieben.
- Während der Hydroisomerisierung liegt die 371,1ºC+ (700ºF+)-Umwandlung zu 371,1ºC+ (700ºF) im Bereich von 20 bis 80%, vorzugsweise 30 bis 70%, insbesondere 40 bis 60%, und im Wesentlichen alle Olefine und oxygenierten Produkte werden hydriert.
- Die Katalysatoren können nach jedem wohl bekannten Verfahren hergestellt werden, z. B. Imprägnierung mit wässrigem Salz, Benetzungstechnik mit nachfolgendem Trocknen bei 125-150ºC für 1-24 h, Calcinierung bei 300-500ºC für 1-6 h, Reduktion durch Behandlung mit Wasserstoff oder wasserstoffhaltigem Gas und gewünschtenfalls Sulfidierung durch Behandlung mit schwefelhaltigem Gas, z. B. H&sub2;S, bei erhöhten Temperaturen. Die Katalysatoren weisen dann 0,01 bis 10 Gew.-% Schwefel auf. Die Materialien können einen Verbund bilden oder dem Katalysator seriell in beliebiger Reihenfolge oder durch Co-Imprägnierung von zwei oder mehr Metallen zugegeben werden.
- Zur Veranschaulichung dieser Erfindung wurden bei Raumtemperatur mehrere Emulsionsgemische hergestellt, obwohl die Herstellungstemperaturen im Bereich von 10-100ºC, vorzugsweise 15 -30ºC liegen können.
- Das Tensid wurde zuerst mit Wasser gemischt und in einem Waring-Mischer 5 Sekunden gemischt. Dann wurde der Kohlenwasserstoff zugesetzt und eine (1) Minute gemischt. Wenn sich keine Emulsion bildete, wurde das Mischen in Sequenzen von einer (1) Minute fortgesetzt, wobei nach jeder Minute geprüft wurde, ob eine Emulsion vorlag. Bildete sich nach insgesamt fünf (5) Minuten Mischzeit keine Emulsion, war die Emulsionsbildung nicht erfolgreich.
- Wir verwendeten die folgenden Bedingungen:
- Tensid: Igepol CO-630 (Rhone-Poulenc), ethoxyliertes Nonylphenol mit 9 Mol EO
- Wasser : Kohlenwasserstoff-Verhältnis : 30/70
- Gemischmenge: 200 ml
- Wassertyp: Leitungswasser
- Kohlenwasserstoffe: Nachfolgend beschriebener Fischer- Tropsch-Diesel (Siedebereich 121,1-371,1ºC (250-700ºF)) und konventioneller, von Erdölstammender europäischer Sommer-Dieselkraftstoff. Der Fischer-Tropsch-Diesel wurde hergestellt, indem in einem Aufschlämmungs-Fischer-Tropsch-Reaktor mit dem in US-A-4 568 663 beschriebenen Kobalt/Rhenium-Katalysator auf Titandioxidträger Wasserstoff und Kohlenmonoxid (H&sub2; : CO 2,11 bis 2,16) in schwere Paraffine umgewandelt wurden. Die Reaktionsbedingungen waren etwa 218,3ºC (425ºF) und 19,86 bar (288 psig) und eine lineare Gasgeschwindigkeit von 17,5 cm/s. α betrug 0,92. Das Fischer-Tropsch-Wachs, das vorwiegend 260ºC+ (500ºF+) beinhaltete, wurde in einer Festbettanlage mit Durchflussströmung unter Verwendung eines Katalysators aus Kobalt und Molybdän auf amorphem Siliciumdioxid-Aluminiumoxid wie in US-A-5 292 989 und US-A-5 378 348 beschrieben hydroisomerisiert. Die Hydroisomerisierungsbedingungen beinhalteten 375,5ºC (708ºF), 51,7 bar (750 psig) H&sub2;, 445 L/L (2500 SCF/B) H&sub2; und einen stündlichen Flüssigkeitsdurchsatz (LHSV) von 0,7 bis 0,8. Die Hydroisomerisierung wurde mit Rückführung von 371,1ºC+ (700ºF) Reaktorwachs durchgeführt. Das kombinierte Einsatzmaterialverhältnis (Frischeinsatzmaterial und Rückführungseinsatzmaterial)/Frischeinsatzmaterial betrug 1 : 5. Das Produkt wurde dann fraktioniert und Diesel mit einem nominellen Schnitt von 160-371,1ºC (320- 700ºF) wurde gewonnen. Dieses Produkt enthielt keinen Schwefel, keinen Stickstoff, keine Aromaten, keine Sauerstoffverbindungen (Oxygenate) und keine ungesättigten Verbindungen und war im Wesentlichen 100% paraffinisch.
- Es wurden elf Untersuchungen durchgeführt, wobei die Tests 1 und 11 100% von Erdöl stammender Diesel beziehungsweise 100% von Fischer-Tropsch-Verfahren stammender Diesel waren, wie nachfolgend in Tabelle I gezeigt wird. Tabelle I
- Die Daten sind in Fig. 1 aufgetragen und grafisch dargestellt. Aus der grafischen Darstellung geht hervor, dass die Mindesttensidkonzentration zum Emulgieren von 100% von Erdöl stammendem Diesel 0,75 Gew.-% betrug, während die zum Emulgieren von 100% Fischer-Trogsch-Kohlenwasserstoffen erforderliche Mindesttensidmenge 0,3% betrug. Die Tabelle und Fig. 1 zeigen eindeutig, dass nicht mehr als 0,3 Gew.-% Tensid erforderlich waren, um eine beliebige Kombination aus von Erdöl stammenden und von Fischer-Tropsch-Verfahren stammenden Kohlenwasserstoffen zu emulgieren. Dennoch war für zum Emulgieren von jedem der Kohlenwasserstoffe erforderliches Tensid zu erwarten, dass die erforderliche Tensidmenge zum Emulgieren einer beliebigen Mischung der beiden Kohlenwasserstoffe mit der gestrichelten Linie zusammenfallen oder im Bereich von dieser liegen würde.
Claims (10)
1. Emulsion, die
aus Fischer-Tropsch-Verfahren stammende
Kohlenwasserstoffflüssigkeit,
nicht aus Fischer-Tropsch-Verfahren stammende
Kohlenwasserstoffflüssigkeit,
Wasser,
eine Tensidmenge enthält, die kleiner oder gleich der Menge
ist, die erforderlich ist, um jede Flüssigkeit für sich zu
emulgieren.
2. Emulsion nach Anspruch 1, die 60 Gew.-% oder weniger
Destillate enthält, die nicht aus Fischer-Tropsch-Verfahren
stammen.
3. Emulsion nach Anspruch 2, die 10 bis 90 Gew.%
Kohlenwasserstoffe enthält.
4. Emulsion nach Anspruch 2, bei der der Tensidgehalt
mindestens 0,01 Gew.-% beträgt.
5. Emulsion nach Anspruch 2, bei der der Tensidgehalt 0,05 bis
3 Gew.-% beträgt.
6. Emulsion nach Anspruch 1, bei der die Flüssigkeit, die von
Fischer-Tropsch-Verfahren stammt, im Bereich von C&sub4;-
371,1ºC (C&sub4; - 700ºF) siedet.
7. Emulsion nach Anspruch 6, bei der die Flüssigkeit, die von
Fischer-Tropsch-Verfahren stammt, ein Dieselkraftstoff oder
Dieselkraftstoffadditiv ist.
8. Emulsion nach Anspruch 1, bei der die Flüssigkeit, die
nicht von Fischer-Tropsch-Verfahren stammt, von Erdöl
abgeleitet ist.
9. Emulsion nach Anspruch 8, bei der die von Erdöl abgeleitete
Flüssigkeit ein Dieselkraftstoff ist.
10. Emulsion nach Anspruch 2, bei der das Wasser Fischer-
Tropsch-Prozesswasser ist.
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