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DE69800713T2 - Verfahren zum zurückstellen von sonarbildern mittels sub-antennen - Google Patents

Verfahren zum zurückstellen von sonarbildern mittels sub-antennen

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Publication number
DE69800713T2
DE69800713T2 DE69800713T DE69800713T DE69800713T2 DE 69800713 T2 DE69800713 T2 DE 69800713T2 DE 69800713 T DE69800713 T DE 69800713T DE 69800713 T DE69800713 T DE 69800713T DE 69800713 T2 DE69800713 T2 DE 69800713T2
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DE
Germany
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antenna
sub
sonar
recursion
recursions
Prior art date
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DE69800713T
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DE69800713D1 (de
Inventor
Marc Pinto
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Thales Underwater Systems SAS
Original Assignee
Thales Underwater Systems SAS
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Publication date
Application filed by Thales Underwater Systems SAS filed Critical Thales Underwater Systems SAS
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Publication of DE69800713D1 publication Critical patent/DE69800713D1/de
Publication of DE69800713T2 publication Critical patent/DE69800713T2/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Fee Related legal-status Critical Current

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    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01SRADIO DIRECTION-FINDING; RADIO NAVIGATION; DETERMINING DISTANCE OR VELOCITY BY USE OF RADIO WAVES; LOCATING OR PRESENCE-DETECTING BY USE OF THE REFLECTION OR RERADIATION OF RADIO WAVES; ANALOGOUS ARRANGEMENTS USING OTHER WAVES
    • G01S15/00Systems using the reflection or reradiation of acoustic waves, e.g. sonar systems
    • G01S15/88Sonar systems specially adapted for specific applications
    • G01S15/89Sonar systems specially adapted for specific applications for mapping or imaging
    • G01S15/8902Side-looking sonar
    • G01S15/8904Side-looking sonar using synthetic aperture techniques

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Radar, Positioning & Navigation (AREA)
  • Remote Sensing (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Acoustics & Sound (AREA)
  • Computer Networks & Wireless Communication (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Measurement Of Velocity Or Position Using Acoustic Or Ultrasonic Waves (AREA)

Description

  • Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf Verfahren zum Neueinstellen von Bildern eines Sonars mit einer synthetischen Antenne, die durch die Verschiebung einer linearen Antenne der Länge L aus Meßwandlern gebildet ist. Beim Empfang sind alle Meßwandler aktiv, und ein Teil von ihnen ist auch beim Senden aktiv. Die Sender müssen auch nicht Teil der Antenne sein.
  • Es sind bereits synthetische Antennen bekannt, bei denen ausgehend von verschiedenen räumlichen Positionen einer physischen Antenne eine virtuelle Antenne gebildet wird.
  • Wenn die Nennverschiebung des Trägers (ohne Bewegungsfehler) und die physische Antenne kollinear sind, erhält man eine lineare synthetische Antenne. Ein bekanntes Ausführungsbeispiel betrifft seitlich angebrachte Sonare zur Abbildung des Meeresbodens, bei denen die seitliche Auflösung der Bilder durch die synthetische Antenne wesentlich verbessert werden kann.
  • Wenn die Nennverschiebung des Trägers senkrecht zur physischen Antenne ist, erhält man eine zweidimensionale synthetische Antenne, die häufig Lücken aufweist. Ein Ausführungsbeispiel betrifft frontmontierte Sonare zur Minensuche. Für die physische Antenne bedeutet die synthetische Antenne den Gewinn einer zusätzlichen Antenne, um dadurch bessere Ortungs- und Identifizierungsergebnisse zu erzielen. Diese Verbesserung führt dazu, daß zwischen einer Rekursion und der folgenden die Kohärenz des Echos einer Mine im allgemeinen besser als jene eines Bodenechos ist, die wiederum besser als jene des Rauschens ist.
  • Zur Fokussierung einer synthetischen Antenne auf einen gegebenen Punkt F müssen jedoch die Laufzeitdifferenzen für den Hinweg und Rückweg zwischen F und dem physischen Sonar für alle K aufeinanderfolgenden Rekursionen, die integriert werden sollen, kompensiert werden. Nun reicht bereits ein Bewegungsfehler des Trägers von λ/4 zwischen zwei aufeinanderfolgenden Rekursionen, d. h. weniger als ein Millimeter bei den üblichen Wellenlängen (λ = 3,75 mm bei f&sub0; = 400 kHz) eines Sonars zur Identifizierung von Minen, aus, um mehr gegenphasige als gleichphasige, von F stammende Echos zu summieren und somit die synthetische Antenne zunichte zu machen. Die instnmentelle Ausrüstung, die zudem umfangreich und teuer ist, besitzt nicht die erforderliche Genauigkeit. Wenn Bewegungsfehler vorliegen, hängen die Korrekturen, denen die Wegdifferenzen zu unterziehen sind, außerdem von der Projektion dieser Fehler in radialer Richtung von F ab, die vom Bodenrelief abhängt. Nun bleibt diese unbekannt, wenn die physische Antenne, wie hier angenommen, eine lineare Antenne ist, die eine konische Unbestimmtheit aufweist. Die Autofokussierung ist dann eine besonders verlockende Lösung. Sie ermöglicht das Umgehen der mit der getrennten Messung der Trägerverschiebung, des Bodenreliefs und des momentanen Ultraschallverlaufs verbundenen Schwierigkeiten. Statt dessen werden die Kombinationen dieser für das gestellte Problem erforderlichen Größen, d. h. die Wegedifferenzen, direkt geschätzt.
  • Es ist das durch ICPI de Lyon eingereichte französische Patent Nr. 94 1164 [1] mit J. Chatillon und J. Magand als Erfinder bekannt, das auf die Definition eines solchen Autofokussierungsverfahren gerichtet ist. Im Gegensatz zur vorliegenden Erfindung zieht dieses Verfahren keinen Nutzen aus der Mehrfachsensor-Struktur der physischen Antenne. Es setzt zudem voraus, daß die abgebildete Szene in Zonen mit einem eindeutigen Diffusor zerlegt werden kann. Es ist folglich in dem bei der Minensuche wichtigen Fall nicht anwendbar, in dem die abgebildete Szene nur eine reflexionsfreie Mine auf einem gleichmäßig reflektierenden Untergrund wie beispielsweise einem homogenen Untergrund aus Schlick und feinem Sand zeigt (wobei in diesem Fall die Mine durch ihren Schlagschatten erfaßt wird). Tatsächlich enthält selbst die kleinste Zone, in die sich die abgebildete Szene unterteilen läßt und die der Auflösungszelle des Sonars entspricht, nach dem herkömmlich zur Beschreibung eines gleichmäßig reflektierenden Untergrunds angewandten Modell noch immer unendlich viele Diffusoren.
  • Außerdem ist das am 6. Januar 1981 an Westinghouse Electric Corp. erteilte US-Patent Nr. 4.224.036 mit R. S. Raven als dem Erfinder bekannt, in dem ein Autofokussierungsverfahren für ein seitlich angebrachtes Sonar mit synthetischer Antenne beschrieben ist, das selbst auf einem gleichmäßig reflektierenden Untergrund operieren kann. Dieses Verfahren ermöglicht die Integration zweier aufeinanderfolgender Rekursionen, wobei die Ertveiterung auf den Fall von K Rekursionen schrittweise erfolgt. Es verwendet wenigstens einen Nleßwandler, der beim Empfangen zwischen zwei Rekursionen verschoben wird. Der Meßwandler läßt sich relativ zur physischen Antenne verschieben, derart, daß sein als geometrische Mitte des Mittelpunkts der Sendeantenne und des Meßwandlers definierter Phasenmittelpunkt in bezug auf die Wasseroberfläche nominell fest bleibt. Aus Fig. 1 ist ersichtlich, daß der Meßwandler um ΔR = 2vT in der zur Bewegung des Sonars entgegengesetzten Richtung verschoben werden muß, wobei vT die Nennverschiebung des Trägers zwischen zwei Rekursionen ist. Eine solche Verschiebung ist unter der Bedingung L > 2vT möglich, was bedeutet, daß die synthetische Antenne räumlich überabgetastet wird.
  • Unter den Nennbedingungen sind die Signale des verschobenen Meßwandlers bei den Rekursionen Nr. I und Nr. 2 völlig gleich. Wenn Fehlervorkommen, wird nach dem Verfahren dieses Patents [2] eine Phasenverschiebung ungleich null zwischen den beiden komplexen Abtastwerten, die sich auf die Echos desselben Abstandsfelds des Untergrunds beziehen, beobachtet. Diese Phasenverschiebung liefert dann die Phasenkorrektur, der die Signale sämtlicher Meßwandler der Rekursion Nr. 2, Abstandsfeld um Abstandsfeld, zu unterziehen sind, um diese auf die Signale der Rekursion Nr. 1 zu integrieren. Es muß jedoch angemerkt werden, daß die Anwendung des Verfahrens durch ein weiteres Verfahren, das durch das Patent [2] nicht spezifiziert ist, ein vorhergehendes Neueinstellen der gepaarten komplexen Abtastwertpaare mit der Genauigkeit von 1/B erfordert, wobei B der Durchlaßbereich des Sonars ist.
  • Dieses Verfahren [2] beschreibt außerdem eine Erweiterung auf den Fall der gleichzeitigen Verwendung mehrerer verschobener Meßwandler. Tatsächlich können dann, wenn die synthetische Antenne räumlich ausreichend überabgetastet wird, beim Empfangen wenigstens zwei Meßwandler verschoben, wenigstens zwei Phasenverschiebungen nach dem obigen Verfahren geschätzt und diese mehrfachen Schätzwerte durch lineares Variieren längs der physischen Antenne zu einer Phasenverschiebungsvorschrifl extrapoliert werden. Diese Kompensationsvorschrift wird dann bei der Rekursion Nr. 2 auf die Signale der Meßwandler angewandt, derart, daß bei der Rekursion Nr. 2 neben einer konstanten Phasenkorrektur eine elektronische Störimpulsbeseitigung der physischen Antenne ausgeführt wird.
  • Schließlich erwähnt das Verfahren [2] noch die Möglichkeit, den Sender um 2vT zu verschieben, was die gleichzeitige Verwendung aller Meßwandler der physischen Antenne ermöglicht, wodurch sich eine erhöhte Genauigkeit ergibt. Jedoch stellt sich beim Versuch, aufeinanderfolgende Rekursionen kontinuierlich neu einzustellen, ein durch den Erfinder von [2] beschriebenes Problem. So ermöglicht das Rücksetzen des Senders um 2vT zwischen den Rekursionen Nr. 1 und Nr. 2 ein Neueinstellen dieses Paars von Rekursionen, jedoch nicht der Rekursionen Nr. 2 und Nr. 3, da der Sender am Anschlag der physischen Antenne angekommen ist. Es läßt sich tatsächlich nur eines von zwei Paaren von Rekursionen neu einstellen.
  • Ein weiteres, nicht vom Erfinder von [2] beschriebenes Problem ist, daß die Verschiebung beim Senden die Nennverschiebung des Phasenmittelpunkts des physischen Sonars annulliert, so daß es keine Raum-Diversity und folglich keinen Auflösungsgewinn zur kohärenten Integration der beiden, in dieser Weise neu eingestellten Rekursionen gibt. Die Autofokussierung wird folglich auf Kosten der Leistung der synthetischen Antenne erzielt, was natürlich nicht erwünscht ist. Die in der am 19. September 1995 von Thomson-CSF eingereichten Patentanmeldung Nr. 95 10953 [3] vorgeschlagenen Verschiebungsmodi beim Senden ermöglichen das Überwinden dieser beiden Einschränkungen. Einer dieser Modi verwendet ein zweimaliges, zusätzliches und wechselweises (d. h. mit jeder Rekursion wechselndes) Senden, das paarweise mit Codes ausgeführt wird, die sich untereinander und vom Hauptsendecode, der von einem festen Sender ausgeführt wird, unterscheiden. Die drei Codes liegen beispielsweise in unterschiedlichen Unterbändern, weshalb sie beim Empfang durch Filtern getrennt werden können. Dann existiert für jedes Paar von Rekursionen einer kontinuierlichen Folge stets eines von zwei Hilfsunterbändern, in das beim Senden in einer Richtung verschoben werden kann, die zur Trägerbewegung entgegengesetzt ist. Diese Verschiebungen, die in mit dem Band der Hauptemission nicht zusammenhängenden Unterbändern erfolgen, haben zudem keine Auswirkung auf die Bilderstellung. Alle Arten spektralen Multiplexings sind möglich, beispielsweise jene, mit denen durch Überlagerung zwei Hilfscodes erzeugt werden können, die spektral nicht zusammenhängen, jedoch dieselbe Mittenfrequenz wie die Hauptemission besitzen.
  • Jedoch bleiben beim Verfahren [2] grundlegende Einschränkungen bestehen. Die Tatsache, daß die Verschiebung beim Empfangen oder beim Senden durch die Nennbewegung vT des Trägers bestimmt wird, ohne Bewegungsfehler zu berücksichtigen, ist eine Quelle der Ungenauigkeit. Zudem setzt das Verfahren [2] voraus, daß für alle Diffusoren F eines selben Abstandsfelds dieselben Phasenkorrekturen vorgenommen werden können. Diese Bedingung der Isotropie von Phasenfehlern ist in der Optik unter dem Namen "Isoplanetismus" bekannt. Das Verfahren ist nur in dem Fall anwendbar, in dem der gesamte Emissionssektor als isoplanetischer Sektor betrachtet werden kann, was in der Praxis eine Einschränkung darstellt, wie das folgende Beispiel zeigt.
  • In einem Bezugssystem Oxyz wie in Fig. 2 liegt der Meeresboden über der Ebene Oxy, wobei das Sonar nominell in Ox-Richtung verschoben wird. Es wird angenommen, daß die einzige Störwirkung eine Stampfschwingung zwischen zwei aufeinanderfolgenden Rekursionen mit der Amplitude P in Oz-Richtung ist. Diese Stampfschwingung bewirkt, daß die Positionen C&sub1; und C&sub2; der Phasenmittelpunkte eines verschobenen Meßwandlers nicht mehr übereinstimmen. Die Koordinaten auf Ox und Oy sind konstruktionsbedingt gleich, jedoch gilt dies nicht für Oz, in der die parasitäre Bewegung zu einer vertikalen Trennung der zwei in Fig. 2 gezeigten Punkte von P führt. Es läßt sich somit aus der Figur unmittelbar entnehmen, daß der Phasenfehler für die Diffusoren F&sub1; und F&sub2; des Abstandsfelds nicht gleich ist. Tatsächlich kann C&sub1;C&sub2; als synthetische interferometrische Basis in Oz-Richtung mit einer Auflösung von λ/2P angesehen werden, derart, daß der Phasenfehler nur als konstant angenommen werden kann, wenn die Änderung der Echos des Abstandsfelds bezüglich des Peilwinkels in bezug auf die Achse der interferometrischen Basis im Bereich von λ/16P bleibt. Für P = 10 cm und λ = 3,75 mm beträgt die maximal zulässige Änderung etwa 0,1º. Bei einer Reichweite von 200 m und streifendem Einfall, wie er bei der Minensuche üblich ist, reichen folglich Höhenänderungen im Abstandsfeld von etwa 50 cm aus, um an die Grenzen des Verfahrens zu stoßen. Bei einem Emissionssektor von 5º erstreckt sich das in 200 m Reichweite sich befindende Abstandsfeld in Ox- Richtung über mehr als 20 m. Ein ebener, jedoch um 10% in bezug auf Oxy geneigter Untergrund reicht somit aus, um Höhenänderungen von mehr als 2 m hervorzurufen. Weite Dünen oder Furchen, deren Amplitude zwischen 40 cm und 1 m liegen, kommen auf dem Meeresgrund ebenfalls häufig vor. Diese Analyse ist selbstverständlich nicht auf den Fall der vereinzelten Stampfschwingung und der Abstandsfelder an der Grenze der Reichweite beschränkt. In der Mitte oder am Beginn des überstrichenen Bereichs rufen störende Kombinationen aus Gieren und Stampfen gleiche Effekte hervor. Dasselbe gilt für Fehler durch das Nicken. So ergibt sich für L = 4 m und einem Nickwinkel von nur 1,5º bereits P = 10 cm.
  • Wenn solche Winkeländerungen auftreten, verliert die durch das Verfahren [2] als geschätzte konstante Phasenverschiebung ihren Wert.
  • Um die Stabilität des Verfahrens [2] zu verbessern, schlägt die Patentanmeldung [3] vor, zusätzliche Aussendungen mit feineren Strahlenbündeln als jene der Hauptemission auszuführen. In einem Ausführungsbeispiel weisen die Hilfsstrahlen einen Winkel von 2º auf, während der Hauptstrahl 8º aufweist. Um jedoch den gesamten Auflösungsgewinn der synthetischen Antenne zu erzielen, müssen die Phasenfehler über den gesamten Hauptemissionssektor von 8º und nicht nur über eine Untersektor von 2º geschätzt werden. Wenigstens der Hauptemissionssektor muß durch mehrere Hilfsemissionen mit Strahlenbündeln, die so fein wie möglich sind, überdeckt werden, wobei gemäß der herkömmlichen Technik der Bildung von Wegen beim Senden die Emissionen in nicht zusammenhängenden Unterbändern liegen.
  • Diese Analyse offenbart die prinzipielle Einschränkung des Systems der verschobenen Meßwandler. Diese besitzen keine ausreichende Winkelauflösung, um die Winkeländerungen der gesuchten Phasenfehler zu schätzen.
  • Das gestellte Problem kann wie folgt formuliert werden. F sei ein Punkt des Untergrunds, der bezüglich der Rekursion I durch das Sonarkoordinatenpaar (u, τ) definiert ist. Es wird wie in Fig. 3 u = cos θ gesetzt, wobei θ der Peilwinkel von F in bezug auf die physische Antenne und t die Laufzeitverzögerung für den Hin- und Rückweg ist. Zur Verwirklichung der synthetischen Antenne sind die Koordinaten von F für die Rekursion θ gesucht. Diese lassen sich als Funktion der Koordinaten (u, τ) für die Rekursion 1 in der Form angeben:
  • u + Δu(u, τ), τ + Δτ(u, τ) (I)
  • Das gestellte Problem besteht in der Schätzung der Verschiebungen Δu und Δτ von (1) für alle (u, τ) des physischen Bildes Nr. I anhand der einzelnen Sonarsignale. Es stellt sich in gleicher Weise für alle mit einer linearen Antenne (seitlich angebrachtes Sonar, frontmontiertes Sonar...) ausgeführten, synthetischen Modi und insbesondere für die oben beschriebenen Modi.
  • Es stellt sich in gleicher Weise für alle Anwendungen, die darauf abzielen, zur Navigationsneueinstellung oder zur Bezeichnung des Ziels genau zwei Bilder derselben Zone des Untergrunds paarweise zusammenfassen. Für diesen Zweck sind zahlreiche Bildverarbeitungstechniken bekannt, die für Radarbilder oder optische Bilder verwendet werden und auf der Auswertung von besonderen Punkten der Bilder Nr. 1 und Nr. 2 und ihrer Paarung basieren. Jedoch funktionieren diese Techniken nicht auf einem ebenen, gleichmäßig reflektierenden Untergrund, was eine Einschränkung für das Sonar bedeutet, bei dem die Dichte besonderer (häufig durch den Menschen herausgesuchter) Punkte nicht so wichtig wie beim Radar ist. Die Bildverarbeitungstechniken, die darauf abzielen, die Korrelation zweier Bilder zu erfassen, besitzen diese Einschränkung nicht, jedoch führen sie zu anderen Schwierigkeiten. Zum einen sind die Verschiebungen Δu und Δt nicht über das gesamte Bild konstant, und zum anderen ist der Korrelationskoeffizient dieser Bilder klein und liegt für ein seitlich angebrachtes Sonar vor einem gleichmäßig reflektierendem Untergrund etwa bei 1-2vT/L.
  • Aus dem am 6. Januar 1987 an die Firma Westinghouse erteilten US-Patent Nr. 4.635.240 [4] mit G. Geohegan und C. W. Allen als Erfinder ist außerdem ein Navigationssystem bekannt, das ein frontmontiertes Sonar verwendet, um die Amplitude und die Richtung der Horizontalverschiebung des Trägers zwischen zwei Rekursionen zu schätzen. Dieses Verfahren wertet die mit der physischen Antenne gebildete Korrelation der Wege aus, wobei angenommen wird, daß sich die Antenne im Winkel stabil verhält und die Vertikalbewegung des Trägers sowie die Wassertiefe bekannt sind. Außerdem wird ein ebener Untergrund angenommen. Im Gegensatz zum erfindungsgemäßen Verfahren erfordert dieses Verfahren die Unterstützung durch Navigationssensoren und erstellt Hypothesen über das Relief, wodurch dieses für die hier ins Auge gefaßten Anwendungen zu ungenau ist. Zudem behandelt es nicht den Fall des seitlich angebrachten Sonars.
  • Zur Lösung des gestellten Problem schlägt die Erfindung ein Verfahren zum Neueinstellen von Sonarbildern mittels Unterantennen vor, das insbesondere dadurch gekennzeichnet ist, daß für zwei aufeinanderfolgende Rekursionen Nr. 1 und Nr. 2 für einen Punkt F, der durch seine Koordinaten im Sonarbild mit der Rekursion Nr. 1 bestimmt ist, zwei gleiche Abschnitte der physischen Antenne, die sich an ihren gegenüberliegenden Enden befinden und zwei Unterantennen bilden, gewählt werden, daß mit der ersten Unterantenne ein erster Weg, der auf F gerichtet ist, gebildet wird und mit der zweiten Unterantenne mehrere zweite Wege, die in einem ausreichend breiten Sektor, der F enthält, verteilt sind, gebildet werden und daß derjenige der zweiten Wege gewählt wird, der die Korrelationsspitze zwischen dem ersten Weg und jedem der zweiten Wege maximal macht, wodurch mit den beiden Unterantennen zusammen die Koordinaten von F im Sonarbild der Rekursion Nr. 2 bestimmt werden.
  • Gemäß einem weiteren Merkmal werden diese Operationen für beide Verschiebungsrichtungen und für mehrere Abmessungen der Unterantenne wiederholt, um die Richtung und die Abmessung zu wählen, die die genannten Maxima der Korrelationsspitzen maximal macht.
  • Gemäß einem weiteren Merkmal werden diese Operationen für ein Gitter von Punkten F des Sonarbildes mit der Rekursion Nr. 1 wiederholt, so daß die geschätzten Größen für einen benachbarten Punkt von F als Anfangsbedingungen verwendet werden können und die Gesamtheit der zwei Bilder zwischen den aufeinanderfolgenden Rekursionen neu eingestellt werden kann.
  • Gemäß einem weiteren Merkmal erfolgt eine gemeinsame Schätzung für eine gesamte Untereinheit von Punkten des Gitters, indem ein parametrisches Modell der Änderungen der Größen, die in der Untereinheit gesucht werden, eingeführt wird.
  • Gemäß einem weiteren Merkmal werden außerdem wenigstens ein zusätzlicher Sender und wenigstens ein zusätzlicher Sendecode verwendet.
  • Weitere Vorteile und Merkmale der Erfindung werden deutlich in der folgenden Beschreibung, die anhand eines nicht einschränkenden Beispiels mit Bezug auf die beigefügten Figuren gegeben wird, wobei unter den Figuren:
  • Fig. 1 eine Darstellung eines im Stand der Technik verwendeten, beim Empfangen verschobenen Meßwandlers ist;
  • Fig. 2 eine mit Hilfe eines Sonars erhaltene Ansicht des Meeresbodens ist, die eine vertikale Stampfschwingung zeigt, die eine Verdeutlichung der Einschränkungen des Standes der Technik ermöglicht;
  • Fig. 3 eine Ansicht einer physischen Antenne beim Senden und beim Empfangen ist, die eine Definition der verwendeten Parameter ermöglicht;
  • Fig. 4 zwei mit der physischen Antenne erhaltene aufeinanderfolgende Sonarbilder zeigt, die eine Veranschaulichung der Verschiebung im Bild eines Bodenechos ermöglichen;
  • Fig. 5 eine Darstellung der Zeitabschnitte ist, in denen die Korrelationen erfolgen, die eine Schätzung der Verschiebungen ermöglichen;
  • Fig. 6 eine Darstellung einer beim Empfangen zwischen den Rekursionen Nr. 1 und Nr. 2 verschobenen Unterantenne des ersten, auf ein Bodenecho F gerichteten Wegs und mehrerer zweiter Wege, die das Auffinden von F mit der Rekursion Nr. 2 ermöglichen, ist;
  • Fig. 7 eine schematische Darstellung ist, die eine Veranschaulichung der Änderungen der Sonarkoordinaten zwischen der Antenne und der Unterantenne ermöglicht;
  • Fig. 8 eine Darstellung der Positionen der verschobenen Phasenmittelpunkte gemäß der Erfindung und dem Stand der Technik ist;
  • Fig. 9 eine Darstellung der Verschiebung der Unterantenne für ein frontmontiertes Sonar und für ein Backbord-Bodenecho ist; und
  • Fig. 10 eine Darstellung der Unterantenne für den Fall ist, in dem die Verschiebung gleichzeitig beim Senden und beim Empfangen erfolgt und die physische Antenne zwischen zwei aufeinanderfolgenden Rekursionen um mehr als L/2 verschoben wird.
  • Die Innovation besteht in der Bildung von Wegen, die mit einer beim Empfangen verschobenen Unterantenne gebildet werden. Die Bildung von Wegen gibt eine unmittelbare Antwort auf die oben aufgezeigten, mit der schlechten Winkelauflösung zusammenhängenden Probleme, da sie die Richtwirkung der Unterantenne ausnutzt, um die gesuchten Winkeländerungen zu schätzen. Vor einem ungleichmäßigen Untergrund (strukturierte Böden, die zu einer Modulation des Echos führen, Übergänge zwischen verschiedenen Bodenformationen, Schatten oder Echos von Zielen usw.) kann durch die Bildung von Wegen der Gewinn an Unterantennen genutzt werden, um den Rauschabstand zu erhöhen, wodurch sich ein Gewinn an Schätzgenauigkeit ergibt, der zum vorhergehenden Gewinn an Winkelauflösung hinzukommt.
  • Eine erste Ausführungsform betrifft lineare synthetische Antennen. Um die Verschiebungen Δu und Δr in bezug auf einen gegebenen Punkt F, der durch seine Sonarkoordinaten (u, τ) mit der Rekursion Nr. 1 definiert ist, zu schätzen, wird zuerst eine beim Empfangen verschobene Unterantenne konstruiert. Mit den Rekursionen Nr. 1 und Nr. 2 ist die Unterantenne am Anschlag des Netzes an ihren beiden gegenüberliegenden Enden, so daß ihre Verschiebung zwischen den Beobachtungen Nr. 1 und Nr. 2 in einer Richtung erfolgt, die wie in Fig. 6 der seitlichen Verschiebung des Sonars entgegengesetzt ist. Der einzige Parameter, der für die vollständige Definition der Linterantenne übrigbleibt, ist somit seine Abmessung. Zuerst wird willkürlich eine anfängliche Abmessung, beispielsweise L - 2vT, gewählt. Anschließend wird mit der Unterantenne durch die Rekursion Nr. 1 in einem ersten, auf F zentrierten kurzen Zeitabschnitt ein erster, auf F gerichteter Weg gebildet. Diese in Fig. 5 gezeigten Abschnitte enthalten ausreichend viele unabhängige Abtastwerte, um die Korrelationsverzögerung mit der erforderlichen Genauigkeit zu schätzen, wobei sie dennoch so kurz bleiben, daß die Änderung der radialen Richtung innerhalb eines Abschnitts vernachlässigbar ist. Ihre Größe ändert sich somit ebenfalls mit x, wobei die Abschnitte am Ende des überstrichenen Bereichs (502) länger als am Beginn des überstrichenen Bereichs (SOI) sein können.
  • Anschließend werden wie in Fig. 6 mit der Unterantenne mit der Rekursion Nr. 2 mehrere zweite Wege in der Nähe eines ersten Schätzwerts des Peilwinkels von F mit der Rekursion Nr. 2 gebildet (bei fehlendem Schätzwert werden die Wege über den gesamten Emissionssektor gebildet). Anschließend werden diese zweiten Wege mit dem ersten Weg korreliert und derjenige zweite Weg gewählt, der die Korrelationsspitze maximal macht. Die Korrelation wird gemäß den in der Interferometrie bei breitem Durchlaßbereich B üblichen Techniken durchgeführt, die ferner beim Sonar für die akustische Ortung verwendet werden und in der Auswertung sowohl der bis auf I/B gemessenen Korrelationsverzögerung als auch der Phase der Korrelationsspitze bestehen, um einen genaueren Schätzwert dieser Verzögerung zu erhalten. Die obigen Operationen werden anschließend beliebig oft wiederholt, wobei die Abmessung der Unterantenne variiert wird und diejenige gewählt wird, die das Maximum der Korrelationsspitze darstellt. Durch räumliche Überabtastung und Interpolation kann die Schätzung der optimalen Abmessung auf einen Bruchteil der Abmessung eines Meßwandlers verfeinert werden.
  • Die Verschiebungen bezüglich des Peilwinkels Δu' und die Korrelationsverzögerung Δu' zwischen den ersten und den zweiten gewählten Wegen, die der optimalen Unterantenne entsprechen, lassen sich als Verschiebungen von F in einem an der Unterantenne festgemachten Sonarkoordinatensystem interpretieren. Um zu den Verschiebungen Δu und Δτ in bezug auf das an der Gesamtantenne festgemachte Koordinatensystem überzugehen, müssen diejenigen Koordinatenänderungen ausgeführt werden, die den Ubergang von der Antenne zur Unterantenne mit der Beobachtung Nr. 1 und den umgekehrten Übergang mit der Beobachtung Nr. 2 ermöglichen. Diese Koordinatenänderungen sind vollständig bekannt und in Fig. 7 zusammengefaßt.
  • Die obigen Operationen werden anschließend für ein Gitter von Punkten F, das das physische Bild Nr. I überdeckt, wiederholt. Die Verschiebungen Δu und Δt sowie die Abmessung der verschobenen Unterantenne, die für einen Punkt in der Nähe von F geschätzt werden, liefern dann ausgezeichnete Anfangsbedingungen für die Schätzung derselben Größen in bezug auf F.
  • Die Winkelauflösung der Schätzung wird durch die Abmessung der Unterantenne festgelegt, während die zeitliche Auflösung durch die Größe der Zeitabschnitte festgelegt wird. Diese Auflösungen legen auch die maximalen Abmessungen der Maschen des Schätzgitters fest, wobei die geschätzten Verschiebungen geglättet und interpoliert werden können, derart, daß eine Schätzung des synthetischen Bilds bei einer im allgemeinen sehr viel kleineren Schrittweite rekonstruiert wird.
  • In einer Erweiterung des Verfahrens wird für eine Teilmenge U von Punkten des Gitters eine gemeinsame Schätzung der zuvor für jeden Punkt F einzeln geschätzten Größen (nämlich die größte Unterantenne, die Verschiebung bezüglich des Peilwinkels und die Korrelationsverzögerung zwischen dem ersten und dem besten zweiten Weg) ausgeführt. Zu diesem Zweck wird ein parametrisches Modell der Änderungen dieser Größen in U eingeführt (beispielsweise sind diese Größen konstant, oder einige Größen ändern sich in U linear mit u und T). Anschließend werden unter Berücksichtigung der Änderungen des Modells für alle Punkte von U die Korrelationen zwischen den ersten und den zweiten Wegen summiert und diejenigen Parameter des Modells gesucht, die diese Summe maximieren. Diese Erweiterung ermöglicht das Erhöhen der Anzahl von unabhängigen Punkten in den Korrelationen und somit eine Verbesserung der Schätzgenauigkeit, wobei die mit den Änderungen der radialen Richtung in U verbundenen Veränderlichen begrenzt werden.
  • Wenn der Emissionssektor ausreichend schmal ist, so daß die geschätzten Größen über den gesamten Sektor als konstant angenommen werden können, oder wenn diesbezüglich auf eine vorherige räumliche Filterung zurückgegriffen wird, kann somit eine gemeinsame Schätzung für alle Punkte des Gitters im selben Zeitabschnitt ausgeführt werden. Ein besonderer Fall der obigen Erweiterung stellt das Zerlegen des physischen Bildes Nr. 1 in Zeitabschnitte und das Bilden von zwei Sonarbildern für jeden Zeitabschnitt mit den Unterantennen Nr. 1 und Nr. 2 und deren Korrelation dar. Anschließend werden die zwei Sonarkoordinaten der Spitze dieser zweidimensionalen Korrelation gesucht und die Abmessung der Unterantenne verändert, um diejenige zu wählen, die das Maximum der Korrelationsspitzen darstellt. Abschließend werden die Beziehungen aus Fig. 7 verwendet, wobei Δu' und Δt durch die Sonarkoordinaten der Korrelationsspitze gegeben sind.
  • Eine Variante besteht in der Bildung fiktiver Meßwandler, deren Signale die Korrelationen der paarweise zusammengefaßten Meßwandler der Unterantennen Nr. 1 und Nr. 2 in den vorangegangenen Zeitabschnitten sind. So wird der Meßwandler am Ende 611 der Unterantenne Nr. 1 mit dem Meßwandler am Ende 621 der Unterantenne Nr. 2 zusammengefaßt und Schritt für Schritt bis zu den Meßwandlern an den Enden 612 und 622 fortgefahren. Anschließend wird die Gesamtheit dieser fiktiven Meßwandler als fiktive Unterantenne betrachtet, mit der ein Sonarbild gebildet wird, in dem der Punkt mit der maximalen Amplitude gesucht wird. Anschließend wird die Abmessung der Unterantenne variiert, um diejenige zu wählen, der das höchste Maximum darstellt. Abschließend werden die Beziehungen aus Fig. 7 verwendet, wobei Δu' und Δt durch die Sonarkoordinaten dieses Maximums gegeben sind. Diese Variante ist der obigen Variante vor gleichmäßig reflektierendem Untergrund gleichwertig, jedoch im allgemeinen Fall weniger genau, da der Gewinn an Unterantennen zur Erhöhung des Rauschabstands nicht genutzt wird.
  • Es ist außerdem möglich, die Abmessung der Unterantenne einzeln zu schätzen, obwohl dies weniger genau ist, indem die physische Antenne als Log mit räumlicher Korrelation verwendet wird. Diese Logs, die darin bestehen, mit den Rekursionen Nr. 1 und Nr. 2 zwei Meßwandler paarweise zu korrelieren, um ein Paar zu wählen, das das Korrelationsmaximum darstellt, sind bereits bekannt. Die Abmessung der Unterantenne ist dann I - ΔR, wobei ΔR der längs der physischen Antenne gemessene Abstand zwischen den zwei Meßwandlern eines solchen Paar ist. Diese Vorgehensweise kann auch in allen Varianten des Verfahrens zur Bestimmung einer anfänglichen Abmessung der Unterantenne erfolgen.
  • Im Gegensatz zum Stand der Technik berücksichtigt in der Erfindung die Verschiebung ΔR beim Empfangen Verschiebungsfehler und das Relief des Bodens. Um dies zu verdeutlichen, werden die Bedingungen der obigen Abhandlung im Zusammenhang mit Fig. 2 vorausgesetzt, wobei zusätzlich angenommen wird, daß die Auflösung der Unterantenne ausreicht, um wie in Fig. 8 eine Zone des nahezu ebenen, jedoch in einem Winkel α zur horizontalen Ebene Oxy geneigten Bodens zu unterteilen. C&sub2; ist wie in Fig. 2 die durch den Stand der Technik vorgeschlagene zweite Position des Phasenmittelpunkts, während C&sub2;' die durch die Erfindung vorgeschlagene zweite Position des Phasenmittelpunkts ist, die das Korrelationsmaximum darstellt. Tatsächlich befinden sich F&sub1; und F&sub2; nicht im selben Peilwinkel in bezug auf die interferometrische Basis C&sub1;C&sub2;, so daß sie aufgelöst werden können, wenn die Amplitude der Stampfschwingung und die Neigung des Bodens ausreichend groß sind. Anders ausgedrückt, der Phasenfehler ist nicht für alle Punkte der Auflösungszelle gleich, insbesondere nicht für F&sub1; und für F&sub2;, was zu einer teilweisen Dekorrelation der Echosignale in C&sub1; und C&sub2; führt. Dies gilt nicht für die interferometrische Basis C&sub1;C&sub2;, deren Achse zum Boden senkrecht ist, so daß F&sub1; und F&sub2; und alle Punkte der Auflösungszelle auf denselben Peilwinkel in bezug auf C&sub1;C&sub2;' gebracht werden. Der Phasenfehler ist dann für alle Diffusoren gleich, wodurch die Korrelation wiederhergestellt wird.
  • Das Verfahren erstreckt sich auf alle, mit einer linearen Antenne verwirklichten synthetischen Modi und insbesondere auf das frontmontierte Sonar. Der einzige Unterschied besteht in der Richtung der Verschiebung beim Empfangen. Für ein seitlich angebrachtes Sonar ist diese für alle Punkte F stets die gleiche und der Verschiebung des Trägers entgegengesetzt. Für ein frontmontiertes Sonar zielt die Verschiebung auf eine Annullierung der Bewegungskomponente ab, die in der Ebene, die in F eine Tangente des Bodens bildet, zur durch F gehenden Hyperbel gleicher Peilwinkel senkrecht ist. Aus Fig. 9 ist ersichtlich, daß für ein Backbord- Bodenecho F von steuerbord nach backbord verschoben werden muß und umgekehrt. Für eine Punkt F in der Nähe der Mittelachse bewirken die Bewegungsfehler, daß die Richtung der Verschiebung nicht a priori bestimmt werden kann. In diesem Fall wird das obige Verfahren gleichzeitig auf zwei, in entgegengesetzter Richtung verschobene Unterantennen angewandt und diejenige Richtung gewählt, für die die Korrelationsspitze maximal ist.
  • Eine grundlegende Einschränkung der Anwendung des Verfahrens bleibt die Abmessung L - ΔR der Unterantenne, die so groß wie möglich sein muß, um die Richtwirkung und folglich die Qualität der Schätzung zu verbessern. Die genaue Abmessung hängt von F und den Bewegungsfehlern ab, jedoch bleibt diese, wenn die Fehler klein sind, in der Nähe der Abmessung bei nicht vorhandenen Fehlern. So bleibt ΔR beim seitlich angebrachten Sonar bei etwa 2vT, so daß es, wie sich gezeigt hat, erforderlich ist, die synthetische Antenne überabzutasten, um eine ausreichende Winkelauflösung zu erzielen. Beim frontmontierten Sonar liegt ΔR bei 2vT/tgθ, wie aus Fig. 9 ersichtlich ist. Die Abmessung der Unterantenne liegt somit in der Sendemittelachse in der Nähe von L, jedoch nimmt sie zu den Enden des Sektors hin ab, wodurch dessen Öffnung begrenzt wird.
  • Diese Einschränkungen können überwunden werden, indem wie im Stand der Technik zusätzliche Emissionen eingesetzt werden, wobei insbesondere der in [3] eingeführte alternierende Zweifrequenz-Sendemodus verwerndet wird. Sowohl beim seitlich angebrachten Sonar als auch beim frontmontierten Sonar ermöglicht jede Verschiebung beim Senden um ΔE in der geeigneten Richtung, wobei ΔE der Abstand zwischen den Sendern ist, ebenso eine Verkleinerung der Amplitude der beim Empfangen vorzunehmenden zusätzlichen Verschiebung. Somit wird die Abmessung der Unterantenne im Gegensatz zum Fall, in dem die Verschiebung lediglich beim Empfangen vorgenommen wird, um ΔE verlängert.
  • Somit kann beim herkömmlichen seitlich angebrachten Sonar, bei dem zwischen zwei Rekursionen um D = L/2 verschoben wird, eine Unterantennenabmessung von etwa ΔE verwendet werden. Es ist folglich nicht notwendig, die Öffnung des Sendesektors zu verringern. In dem oben angeführten Ausführungsbeispiel von [3] wird somit in dem gesamten Sektor von 8º gesendet, wobei dieser Sektor beim Empfangen durch mehrere Wege überzogen wird, deren Auflösung für die in [3] gewählten Werte etwa 0,2º beträgt, was der Bildung von Wegen beim Senden vorzuziehen ist.
  • Das Verfahren bleibt auch auf ein seitlich angebrachtes Sonar, das um D > L/2 verschoben wird anwendbar, d. h., bei dem die synthetische Antenne in herkömmlicher Weise unterabgetastet wird, mit einer Unterantennenabmessung von etwa L - 2D + ΔE wie in Fig. 10. Die am 10.12.96 eingereichte Patentanmeldung Nr. 96 15157 beschreibt eine·synthetische Antenne, für die eine solche Verschiebung beabsichtigt ist.
  • In dieser Fig. 10 sind lediglich zwei zusätzliche Frequenzen f&sub1; und f&sub2;, die zur Autofokussierung dienen (f&sub2; für das Paar von Rekursionen in der Figur), und keine Frequenz, die zur Bilderstellung dient, gezeigt.
  • Dieser Zweifrequenz-Sendehilfsmodus ist auch auf ein frontmontiertes Sonar anwendbar. Der Sendsektor kann beispielsweise in drei gleich Untersektoren unterteilt werden. In dem Untersektor in der Nähe der Mittelachse erfolgt die Autofokussierung in dem Hauptunterband mit einer Unterantenne einer Abmessung nahe bei L. In jedem der beiden anderen Untersektoren wird eines der zwei Hilfsunterbänder 1 und 2 verwendet: wenn der Phasenmittelpunkt des Hilfssenders, der den Code 1 sendet, von backbord nach steuerbord verschoben wird, wird das Unterband 1 in dem Steuerbord-Untersektor verwendet, und umgekehrt.
  • Die Erweiterung des gesamten Verfahrens auf eine beliebige Anzahl von K Rekursionen geschieht schrittweise: um 1 und K neu einzustellen, wird 1 und 2 neueingestellt, danach 2 und 3, ..., bis K-1 und K. Wenn der Durchlaßbereich von Verschiebungsfehlern und Schwankungen des Mediums kleiner als die Rekursionsfrequenz ist, können die Schätzwerte zur Erhöhung der Genauigkeit durch einen Tiefpaß gefiltert werden.
  • In einem Ausführungsbeispiel wird ein synthetischer Nlodus eines seitlich angebrachten Überwachungssonars betrachtet. Das Sonar arbeitet im 400-kHz- Bereich mit einer Antenne mit L = 1,60 m. Im physischen Modus kann dieses Sonar mit einer Höchstgeschwindigkeit von etwa 10 Knoten bei einer Auflösung von etwa 20 cm und einer maximalen Reichweite von 100 m betrieben werden. Der lineare synthetische Modus ermöglicht eine Auflösung von 5 cm bis 100 m bei derselben Geschwindigkeit von 10 Knoten unter der Bedingung, daß der Sendesektor beispielsweise um 5º verbreitert wird, um jede Stabilisierung beim Senden zu vermeiden und über zwei Sender, deren Zentren um etwa ΔE = 1,3 m seitlich beabstandet sind, zu verfügen. Einer der beiden Sender sendet den Hauptcode, während beide Sender abwechselnd die beiden Hilfscodes senden. Der Durchlaßbereich der drei Emissionen liegt im Bereich von 10 kHZ Die minimale Größe der isoplanetischen Zonen liegt dann im Bereich von 20 cm bis 100 m.

Claims (5)

1. Verfahren zum Neueinstellen von Sonarbildern mittels Unterantennen, dadurch gekennzeichnet, daß für zwei aufeinanderfolgende Rekursionen Nr. 1 und Nr. 2 für einen Punkt F, der durch seine Koordinaten im Sonarbild mit der Rekursion Nr. 1 bestimmt ist, zwei gleiche Abschnitte der physischen Antenne, die sich an ihren gegenüberliegenden Enden befinden und zwei Unterantennen bilden, gewählt werden, daß mit der ersten Unterantenne ein erster Weg, der auf F gerichtet ist, gebildet wird und mit der zweiten Unterantenne mehrere zweite Wege, die in einem ausreichend breiten Sektor, der F enthält, verteilt sind, gebildet werden und daß derjenige der zweiten Wege gewählt wird, der die Korrelationsspitze zwischen dem ersten Weg und jedem der zweiten Wege maximal macht, wodurch mit den beiden Unterantennen zusammen die Koordinaten von F im Sonarbild mit der Rekursion Nr. 2 bestimmt werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß diese Operationen für beide Verschiebungsrichtungen und für mehrere Abmessungen der Unterantenne wiederholt werden, um die Richtung und die Abmessung zu wählen, die die genannten Maxima der Korrelationsspitzen maximal macht.
3. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß diese Operationen für ein Gitter von Punkten F des Sonarbildes mit der Rekursion Nr. 1 wiederholt werden, so daß die geschätzten Größen für einen benachbarten Punkt von F als Anfangsbedingungen verwendet werden können und die Gesamtheit der zwei Bilder zwischen den aufeinanderfolgenden Rekursionen neu eingestellt werden kann.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß eine gemeinsame Schätzung für eine gesamte Untereinheit von Punkten des Gitters erfolgt, indem ein parametrisches Modell der Änderungen der Größen, die in der Untereinheit gesucht werden, eingeführt wird.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß außerdem wenigstens ein zusätzlicher Sender und wenigstens ein zusätzlicher Sendecode verwendet werden.
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