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Die
vorliegende Erfindung betrifft ein Sendeverfahren und ein Sendegerät zum Senden
von Signalen auf der Basis eines OFDM/TDMA-Systems nach Anspruch
1 bzw. Anspruch 5.
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Anhand
von 1 bis 4 der vorliegenden Anmeldung
werden ein Sendeverfahren und ein Sendegerät zum Senden von Signalen auf
der Basis eines OFDM/TDMA-Systems erläutert. Bei einem solchen Sendeverfahren
und -gerät
können
mehrere zueinander orthogonale Unterträger 1 einer variablen Anzahl
von Kanälen
U0, U1 ... U9 zugeordnet werden, wobei jeder der Kanäle U0, U1 ... U9 eine von der zu übertragenden Information abhängige Zahl
von Unterträgern 1 enthält, wie
dies in 1 bis 4 dargestellt
ist. 1 zeigt eine Gruppe von 10 Frequenzkanälen U0, U1 ... U9. Jeder dieser Frequenzkanäle U0, U1 ... U9 kann in Abhängigkeit von der zu übertragenden
Information eine variable Zahl von Unterträgern enthalten, wie dies in 2 für die Kanäle U0 und U1 dargestellt
ist. Der Kanal U0 enthält mehrere Unterträger 1,
und der Kanal U1 enthält eine von dem Kanal U0 abweichende Zahl von Unterträgern 1.
Bei dem Sendeverfahren und dem Sendegerät zum Senden von Signalen auf
der Basis eines OFDM/TDMA-Systems kann jedem Kanal in Abhängigkeit
von der zu übertragenden
Informationsmenge eine variable Anzahl von Unterträgern 1 zugeteilt werden.
Der in 2 dargestellte Kanal U0 enthält 21 Unterträger 1,
während
der in 2 dargestellte Kanal U1 nur
10 Unterträger 1 enthält. Deshalb
kann der Kanal U0 mit einer Übertragungsrate
gesendet werden, die mehr als doppelt so groß ist wie diejenige des Kanals
U0. Am Rand jedes der Kanäle U0, U1 ... U9 ist ein einzelner Unterträger mit
der Leistung Null als Sicherheitsband 2 angeordnet, um
Interferenzen mit in dem benachbarten Frequenzband angeordneten
Benutzern zu minimieren oder gewisse spektrale Masken zu realisieren.
Falls der Einfluß der
Interferenz durch das Band in der Nachbarschaft gering ist, muß das Sicherheitsband 2 nicht
vorgesehen sein. Hingegen können
mehrere Sicherheitsbänder 2 vorgesehen
sein, wenn der Einfluß exzessiv
groß ist.
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Die
Unterträger 1 werden
durch orthogonale Frequenzteilungsmultiplex-(OFDM)-Verarbeitung
erzeugt. In 3 bezeichnet W(f) eine Wellenform,
die die Energie auf der Frequenzachse anzeigt, und B(Hz) bezeichnet
den Abstand zwischen zwei benachbarten Unterträgern. Die OFDM-Verarbeitung sieht
ein Mehrfach-Unterträgersystem
vor, wobei die Zahl der Kanäle,
die gemultiplext werden können, nicht
durch Interferenz aus den anderen Kanälen eingeschränkt wird
und in Abhängigkeit
von der zuzuteilenden Bandbreite frei festgelegt werden kann. Durch Änderung
der Zahl der den verschiedenen Kanälen zuzuteilenden Unterträger läßt sich
die Übertragungsrate ändern oder
eine variable Übertragungsrate
erreichen. Die Unterträger
zwischen den jeweiligen Kanälen
können
mittels eines Filters leicht separiert werden, wodurch eine Verschlechterung
der S/N-Charakteristik verhindert werden kann. Da die OFDM-Verarbeitung
für die
Mehrfach-Unterträgermodulation
benutzt wird, muß zwischen
verschiedenen Kanälen
nicht notwendigerweise ein Sicherheitsband S vorgesehen sein, so
daß eine
sehr hohe spektrale Effizienz erreicht wird. Außerdem kann die notwendige
Verarbeitung schnell und mit geringem Aufwand erfolgen, weil schnelle
Fouriertransformation benutzt werden kann.
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Darüber hinaus
kann die Zahl der Kanäle
in jeder Kanalgruppe variiert werden, wie dies in 4 dargestellt
ist. 4 zeigt eine Gruppe von sechs Kanälen U0, U1 ... U5. In einem OFDM/TDMA-System kann die Zahl
der Kanäle
in einer Kanalgruppe innerhalb des Frequenzband des Systems in Abhängigkeit von
der zu übertragenden
Information variiert werden.
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In
dem bekannten und standardisierten GSM-System wird ein als GSMK
bezeichneter Typ von Einzelträger-Frequenzmodulation
benutzt. Die Frequenzkanäle
sind konstant, und der Abstand zwischen benachbarten Frequenzkanälen beträgt 200 kHz.
Die Zahl der FDMA-Kanäle ist gleich
124, und es wird ein Zeitmultiplexzugriff (TDMA) benutzt, der die
Zahl von parallelen Verbindungen trägt. Das TDMA-Schema in dem
GSM-System umfaßt
8 GSM-Zeitschlitze in einem Zeitrahmen. Die Länge eines GSM-Zeitschlitzes
beträgt
576,9 μs
(15/26 ms), wie dies in 5 dargestellt ist. Wie am besten
aus 5 erkennbar ist, werden die GSM-Sendezeitschlitze
von den gesendeten Bursts nicht vollständig besetzt, um die Interferenz
aus benachbarten GSM-Zeitschlitzen zu reduzieren, falls das System nicht
perfekt synchronisiert ist. Die Sicherheitsperiode beträgt 8,25
Bits, was 30,5 μs
entspricht. Die Sicherheitsperiode ist in zwei Teile geteilt, wobei
einer dieser Teile am Anfang des GSM-Zeitschlitzes und der andere
Teil an dem Ende des GSM-Zeitschlitzes liegt.
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Ein
GSM-Zeitrahmen besteht aus 8 GSM-Zeitschlitzen und hat deshalb eine
Länge von 4615,4 μs, wie dies
in 6 dargestellt ist. Das GSM-System unterstützt langsames
Frequenz-Springen (Frequency-Hopping), das in 6 veranschaulicht
ist. Der dort dargestellte GSM-Zeitschlitz 3 ist ein Empfangszitschlitz.
Entsprechend dem Zeitteilungs-Duplex-(TDD)-System des GSM-Systems wird der korrespondierende GSM-Sendezeitschlitz 4 einige
Zeitschlitze später übertragen.
Darüber
hinaus benutzt das GSM-System das Frequenzteilungs-Duplex-(FDD)-System
mit einem Abstand von 45 MHz zwischen Aufwärtsverbindung (Uplink) und
Abwärtsverbindung
(Downlink), so daß der
GSM-Sendezeitschlitz 4 in dem entsprechenden Uplink-Frequenzband übertragen
wird, wenn der GSM-Empfangszeitschlitz 3 in dem Uplink-Frequenzband übertragen
wurde oder umgekehrt. Der nächstfolgende
GSM-Empfangszeitschlitz 5 wird
natürlich
in dem gleichen Uplink- oder Downlink-Frequenzband übertragen
wie der vorhergehende GSM-Zeitschlitz 3, jedoch dem langsamen
Frequency-Hopping
entsprechend in einem anderen Frequenzkanal. Zusammen mit der Verschachte lungsprozedur
verbessert das Frequency-Hopping die Übertragung der Signale im Hinblick
auf die Frequenz- und Interferenz-Diversity. Die übliche Verschachtelungstiefe
in dem GSM-System
beträgt 36,923
ms, entsprechend 8 × 8
GSM-Zeitschlitzen.
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In
der europäischen
Patentanmeldung
EP 0 752 779 ist
die Übertragung
von 1 bis 12 OFDM-Symbolen in einem GSM-Zeitschlitz offenbart. In
EP 0 786 890 ist die Zuteilung
der OFDM-Träger
an mehrere Benutzer offenbart.
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Es
ist das Ziel der vorliegenden Erfindung, ein Sendeverfahren und
ein Sendegerät
zum Senden von Signalen auf der Basis eines OFDM/TDMA-Systems zur
Verfügung
zu stellen, wobei die Signale in einem GSM-System gesendet werden
können.
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Dieses
Ziel wird durch ein Sendeverfahren nach Anspruch 1 und ein Sendegerät nach Anspruch 5
erreicht. Das obige Ziel wird auch durch ein Übertragungssystem nach Anspruch
8 erreicht.
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Vorteilhafte
Merkmale der vorliegenden Erfindung sind in den jeweiligen Unteransprüchen definiert.
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Bei
dem Sendegerät
und dem Sendeverfahren gemäß vorliegender
Erfindung ist die Zahl der einem GSM-Frequenzkanal zuzuteilenden
Unterträger so
gewählt,
daß mehrere
OFDM/TDMA-Zeitschlitze in einem GSM-Zeitschlitz abgebildet werden.
In dem ODFM/TDMA-System
resultiert die Transformation eines oder mehrerer Untertrö in die
Zeitdomäne
in einem OFDM/TDMA-burst. Gemäß vorliegender
Erfindung enthält
ein OFDM/TDMA-Zeitschlitz im wesentlichen einen OFDM/TDMA-burst.
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Eine
sehr wichtige Konsequenz der Abbildung der OFDM/TDMA-Zeitschlitze
in die GSM-Zeitschlitze
gemäß der vorliegenden
Erfindung besteht darin, daß die
gleiche Verschachtelungstiefe erreicht werden kann wie in einem
Standard-GSM-System. Die Standard-GSM-Verschachtelungstiefe beträgt 8 × 8 GSM-Zeitschlitze
(etwa 36,923 ms). Bei der vorliegenden Erfindung werden ein oder
mehrere (z.B. zwei, vier, ...) OFDM/TDMA-Zeitschlitze in einen GSM-Zeitschlitz
abgebildet. Deshalb können
die Informationseinheiten, die nach dem System der vorliegenden
Erfindung übertragen
werden sollen, kleiner sein als in dem Standard-GSM-System. Dies
ist im Hinblick auf die Verschachtelungstiefe von Vorteil. Wenn
beispielsweise zwei OFDM/TDMA-Zeitschlitze in einen GSM-Zeitschlitz
abgebildet werden und 8 OFDM/TDMA-Zeitschlitze einen Rahmen (8-TDMA) bilden,
führt eine
Verschachtelungstiefe von 8 Rahmen (wie bei GSM) zu einer Verschachtelungsverzögerung von
insgesamt 18,461 ms und ist damit halb so groß wie die Verschachtelungsverzögerung in dem
GSM-System von insgesamt
36,923 ms. Deshalb kann die Gesamtverzögerung bei der Informati onsübertragung
in einem System gemäß vorliegender
Erfindung bei gleicher Verschachtelung (Frequenz- und Interferenz-Diversity)
kleiner sein. Eine Verschachtelungstiefe von 16 Rahmen (etwa 36,923 ms)
führt zu
der gleichen Gesamtverzögerung
wie in dem Standard-GSM-System,
ist jedoch im Hinblick auf Übertragungsprobleme
(Zeit-, Frequenz- und Interferenz-Diversity) sehr viel zuverlässiger.
Für die Übertragung
von Sprachsignalen ist aufgrund der Echtzeitforderungen üblicherweise
eine kleinere Verschachtelungsverzögerung erwünscht. So sind für die Übertragung
von Sprachsignalen z.B. Verschachtelungstiefen von weniger als 40
ms und kurze Zeitrahmen (4 bis 10 ms) vorteilhaft. Für die Übertragung von
Datensignalen sind die Echtzeitanforderungen weniger wichtig, so
daß eine
längere
Verschachtelungstiefe gewählt
werden kann, um die Zuverlässigkeit
der Datenübertragung
zu verbessern.
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Die
zu übertragenden
Signale werden gemäß vorliegender
Erfindung vorteilhafterweise mit einer Verschachtelungs-Gesamtverzögerung verschachtelt,
die 8 × 8
GSM-Zeitschlitzen entspricht. Alternativ werden die zu übertragenden
Signale gemäß vorliegender
Erfindung mit einer Verschachtelungs-Gesamtverzögerung verschachtelt, die 4 × 8 GSM-Zeitschlitzen
entspricht.
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Darüber hinaus
umfaßt
bei dem Sendeverfahren gemäß vorliegender
Erfindung der Verfahrensschritt des Zuteilens die Verfahrensschritte:
Erzeugen eines Takts, Modulieren eines zu sendenden Signals und
Erzeugen der genannten Anzahl von Unterträgern nach Maßgabe des
Takts, Transformieren der Unterträger in Zeitbereich-Bursts und
Erzeugen der OFDM/TDMA-Zeitschlitze durch Hinzufügen einer Schutzzeit, einer
Rampenzeit und einer Anpassungs-Schutzzeit zu jedem der genannten
Zeitbereich-Bursts.
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Dementsprechend
umfaßt
die Zuteilungseinrichtung in dem Sendegerät gemäß der Erfindung eine Taktgeneratoreinrichtung
zum Erzeugen eines Takts, einer Modulationseinrichtung zum Modulieren eines
zu sendenden Signals und zum Erzeugen der genannten Anzahl von Unterträgern nach
Maßgabe des
Takts, eine Transformationseinrichtung zum Transformieren der Unterträger in Zeitbereich-Bursts und
eine Zeitschlitz-Generatoreinrichtung zum Erzeugen der OFDM/TDMA-Zeitschlitze
durch Hinzufügen
einer Schutzzeit, einer Rampenzeit und einer Anpassungs-Schutzzeit
zu jedem der genannten Zeitbereich-Bursts.
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In
den entsprechenden Unteransprüchen sind
vorteilhafte Zahlen für
die Unterträger,
die jedem der GSM-Frequenzkanäle
zuzuteilen sind, so definiert, daß die resultierenden OFDM/TDMA-Zeitschlitze
gut in einen oder in ein Vielfaches von einem GSM-Zeitschlitz passen.
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Die
vorliegende Erfindung ist außerdem
auf ein Übertragungssystem
gerichtet, das ein Sendegerät
und ein Empfangsgerät
nach Anspruch 8 und 9 aufweist.
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In
der folgenden detaillierten Beschreibung wird die Erfindung an bevorzugten
Ausführungsbeispielen
erläutert,
wobei auf die jeweiligen Zeichnungen Bezug genommen wird.
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1 zeigt
eine erste Gruppe von Kanälen eines
OFDM/TDMA-Systems, die variable Größen haben,
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2 zeigt
zwei der in 1 dargestellten Kanäle in detaillierterer
Darstellung, um die variable Zahl von Unterträgern in jedem Kanal zu erläutern,
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3 zeigt
die Wellenform der Unterträger
in den zwei Kanälen
von 2 in detaillierterer Darstellung,
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4 zeigt
eine von der in 1 dargestellten Gruppe abweichende
zweite Gruppe von Kanälen
zur Erläuterung
der variablen Gruppengröße in einem
OFDM/TDMA-System,
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5 zeigt
die Struktur eines Standard-GSM-Zeitschlitzes,
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6 zeigt
die Struktur eines Standard-GSM-Rahmens zur Erläuterung des Prinzips von TDD
und FDD in einem Standard-GSM-System,
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7 zeigt
die allgemeine Struktur eines OFDM/TDMA-Zeitschlitzes,
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8 zeigt
die Struktur eines OFDM/TDMA-Zeitschlitzes in detaillierterer Darstellung,
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9 zeigt
das Schema eines Sendegeräts gemäß vorliegender
Erfindung,
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10 zeigt
das Schema eines Empfangsgeräts
gemäß vorliegender
Erfindung,
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11 zeigt
die Grundstruktur eines OFDM/TDMA-Rahmens, der zum GSM-System kompatibel
ist,
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12 zeigt
ein Zeit-Frequenz-Gitter in einem gemeinsamen OFDM/TDMA-und GSM-System gemäß der Erfindung,
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13 zeigt
eine Taktgeneratoreinrichtung für
ein OFDM/TDMA-System gemäß der Erfindung.
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Die
allgemeinen Merkmale eines OFDM/TDMA-Systems wurden oben anhand
von 1 bis 4 erläutert. Die allgemeinen Merkmale
eines GSM-Systems wurden oben anhand von 5 und 6 erläutert. Gemäß vorliegender
Erfindung wird jedem GSM-Frequenzkanal eine Anzahl von Unterträgern eines
OFDM/TDMA-Systems so zugeordnet, daß ein Vielfaches von einem
resultierenden OFDM/TDMA-Zeitschlitz mit einem oder einem Vielfachen
von einem GSM-Zeitschlitz zusammenpaßt. Der Abstand zwischen zwei
benachbarten GSM-Frequenzkanälen
beträgt
200 kHz, und die Länge
eines GSM-Zeitschlitzes ist gleich 15/26 ms. Gemäß vorliegender Erfindung wird
ein GSM-Frequenzkanal in eine Anzahl von Unterträgern unterteilt. Die Zahl der Unterträger ist
so gewählt,
daß ein
Vielfaches von einem resultierenden OFDM/TDMA-Zeitschlitz gut in einen
oder in ein Vielfaches von einem GSM-Zeitschlitz paßt. Eine
Transformation eines Unterträgers aus
der Frequenzdomäne
in die Zeitdomäne
führt zu einem
OFDM/TDMA-burst, der den größten Teil
eines resultierenden OFDM/TDMA-Zeitschlitzes bildet. 7 zeigt
die Grundstruktur eines OFDM/TDMA-Zeitschlitzes.
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Die
Grundstruktur eines OFDM/TDMA-Zeitschlitzes enthält einen OFDM/TDMA-burst, wobei
die Länge
TOFDM des OFDM/TDMA-bursts der effektiven Modulationsperiode
entspricht und von dem Unterträgerabstand
(1/Unterträgerabstand)
abhängt.
Der Unterträgerabstand
hängt dadurch
von der Zahl der einem GSM-Frequenzkanal von 200 kHz zugeordneten
Unterträger
ab. Vor dem OFDM/TDMA-Zeitschlitz TOFDM ist
eine Sicherheitszeit TG (Vor-Sicherheitszeit) angeordnet.
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8 zeigt
die detaillierte Struktur eines OFDM/TDMA-Zeitschlitzes. Die Länge des
OFDM/TDMA-Zeitschlitzes entspricht der Modulationsperiode und hat
die Länge
a in μs.
Nach der Transformation der Unterträger in die Zeitdomäne, durch
die die OFDM/TDMA-bursts erzeugt werden, wird zu den OFDM/TDMA-bursts
eine Sicherheitszeit hinzugefügt, die
aus einer Vor-Sicherheitszeit und einer Nach-Sicherheitszeit besteht.
Die OFDM/TDMA-bursts entsprechen der effektiven Modulationsperiode
und haben eine Länge
von b μs.
Die Länge
der vor den OFDM/TDMA-bursts angeordneten Vor-Sicherheitszeit beträgt c μs und die
Länge der
hinter den OFDM/TDMA-bursts angeordneten Nach-Sicherheitszeit beträgt e μs. Vor dem
Senden wird dann das Zeitdomänen-Signal
so geformt, daß störende Emissionen
reduziert werden. Die Rampe des Zeitdomänen-Signals wird dabei nach
einer ansteigenden Cosinusfunktion geformt, wie dies in 8 dargestellt
ist. Wie aus 8 erkennbar ist, hat die Rampenzeit
in dem vorderen Teil bzw. in dem hinteren Teil des OFDM/TDMA-Zeitschlitzes
eine Länge
von d μs
und überlappt
sich teilweise mit der Vor-Sicherheitszeit bzw. mit der Nach-Sicherheitszeit.
Die Länge
der Nach-Sicherheitszeit kann 0 μs
betragen. Am Beginn des OFDM/TDMA-Zeitschlitzes ist vor der Rampenzeit
eine Vor-Leerlaufzeit angeordnet, und am Ende des OFDM/TDMA-Zeitschlitzes
ist hinter der Rampenzeit eine Nach-Leerlaufzeit angeordnet. Die
Länge der
Vor-Leerlaufzeit und der Nach-Leerlaufzeit beträgt f μs. Deshalb setzt sich der resultierende
OFDM/TDMA-Zeitschlitz aus dem OFDM/TDMA-Zeitschlitz (effektive Modulationsperiode),
der aus der Vor-Sicherheitszeit und der Nach-Sicherheitszeit bestehenden
Sicherheitszeit, den Rampenzeiten und der Vor-Leerlaufzeit und der
Nach-Leerlaufzeit zusammen. Die Länge b des OFDM/TDMA-bursts hängt von
dem Unterträgerabstand
(b = 1/fSCS) ab, wobei fSCS der
Unterträgerabstand
in Hz ist. Gemäß vorliegender
Erfindung kann die Länge
eines OFDM/TDMA-Zeitschlitzes z.B. 1/2, 1/3 oder 1/4 GSM-Zeitschlitz
entsprechen.
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9 zeigt
das Grundschema eines Sendegeräts
gemäß vorliegender
Erfindung. Die zu sendenden Signale 6 werden einer Kanalkodiereinrichtung 7 zugeführt. Die
kanalkodierten Signale werden einer Verschachtelungseinrichtung 8 zugeführt, in der
sie entsprechend einer gewählten
Verschachtelungstiefe z.B. mit 8 × 8 OFDM/TDMA-Rahmen oder 16 × 8 OFDM/TDMA-Rahmen
verschachtelt werden. Die verschachtelten Signale werden einer Modulationseinrichtung 9 zugeführt, in
der eine OFDM-Verarbeitung durchgeführt wird, um eine ausgewählte Zahl von
Unterträgern
zu erzeugen. Die Unterträger
werden in einer Einrich tung 10 zur inversen diskreten Fouriertransformation
in die Zeitdomäne
transformiert. In einer Einrichtung 11 zur Bildung von
Zeitschlitzen werden die Zeitdomänen-Bursts
mit einer Sicherheitszeit TG versehen, und
die Zeitbursts werden z.B. mit einer ansteigenden Cosinusfunktion
geformt. Die OFDM/TDMA-Zeitschlitze werden in einem D/A-Wandler 12 aus
digitalen in analoge Signale umgewandelt und in einem HF-Aufwärtswandler 13 einer
Aufwärtswandlung
unterzogen. Die so verarbeiteten Signale werden dann von einer Antenne 10 ausgesendet.
Eine Taktgeneratoreinrichtung 14 führt der Verschachtelungseinrichtung 8,
der Modulationseinrichtung 9, der Einrichtung 10 zur
inversen diskreten Fouriertransformation und der Einrichtung 11 zur
Bildung von Zeitschlitzen die erforderlichen Taktsignale zu. Die
Taktgeneratoreinrichtung 14 kann eine Schalteinrichtung
aufweisen, um den Takt den Forderungen des Übertragungssystems entsprechend
zu ändern.
Unter dem Steuereinfluß dieser Schalteinrichtung
könnte
die Taktgeneratoreinrichtung 14 z.B. die Modulationseinrichtung 9 mit
unterschiedlichen Taktsignalen versorgen, um unterschiedliche Zahlen
von Unterträgern
zu erzeugen.
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10 zeigt
ein Grundschema eines Empfangsgeräts gemäß vorliegender Erfindung. Eine
Antenne 15 empfängt
die übertragenen
Signale, die in einem HF-Abwärtswandler 16 eine
Abwärtswandlung unterzogen
werden. Die abwärtsgewandelten
Signale werden in einem A/D-Wandler 17 digitalisiert. In
einer Einrichtung 20 zur diskreten Fouriertransformation
werden die so umgewandelten Signale in den Frequenzbereich transformiert,
wodurch die Einrichtung 20 zur diskreten Fouriertransformation
von einer Zeit-Synchronisiereinrichtung 18 und einer Frequenz-Synchronisiereinrichtung 19 zeitlich
und frequenzmäßig synchronisiert
werden. Die Frequenzdomänen-Signale
werden in einer Demodulationseinrichtung 21 demoduliert
und dann in einer Entschachtelungseinrichtung 21 entschachtelt.
Die entschachtelten Signale werden in einer Kanaldekodiereinrichtung 22 kanaldekodiert.
Die kanaldekodierten Daten 23 können dann nach Bedarf weiterverarbeitet
werden. Die Zeit-Synchronisiereinrichtung 18, die Frequenz-Synchronisiereinrichtung 19,
die Einrichtung 20 zur diskreten Fouriertransformation,
die Demodulationseinrichtung 21 und die Entschachtelungseinrichtung 21 werden
von einer Taktgeneratoreinrichtung 52 mit den notwendigen
Taktsignalen versorgt.
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Im
folgenden werden vorteilhafte Kombinationen von Unterträgerzahlen
und Zahlen von OFDM/TDMA-Zeitschlitzen, die in einen oder mehrere GSM-Zeitschlitze
abgebildet werden sollen, als bevorzugte Lösungen für die Abwärtskompatibilität eines
OFDM/TDMA-Systems zu einem GSM-System präsentiert. Der benutzte Frequenzschlitz,
der als Basis für
die Abwärtskompatibilität dient,
entspricht 200 kHz, dem Frequenzkanalband des GSM-Systems. Die Zahl
der Unterträger
ist so gewählt,
daß Abwärtskompatibilität eines
OFDM/TDMA-Systems zur GSM-Zeitschlitzstruktur oder zur GSM-Rahmenstruktur
gewährleistet
ist. Dabei werden auch Vielfache von einem GSM-Zeitschlitz oder
einem GSM-Rahmen in geeignet bemessene OFDM/TDMA-Zeitschlitze unterteilt,
die sich aus der Unterträgerzahl
ergeben. Gemäß vorliegender
Erfindung ist außerdem
gewährleistet,
daß eine
Verschachtelung möglich
ist, bei der eine Kreuzverschachtelung benutzt wird, um die Zeit-Frequenz-Diversity
und die GSM-Abwärtskompatibilität zu verbessern.
Außerdem
werden realistische Verzögerungen,
z.B. für Sprachsignale,
und gelockerte Zwänge
für die
Verschachtelungsverzögerung,
z.B. für
die Übertragung von
Datensignalen, berücksichtigt.
Die folgenden bevorzugten Ausführungsbeispiele
werden als die besten Lösungen
für ein
OFDM/TDMA-System identifiziert, das in der Kanalzuordnung (Frequenz)
und der Zeitstruktur (GSM-Zeitschlitze oder GSM-Rahmen) GSM-abwärtskompatibel
sein soll.
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In
den folgenden Beispielen wird vorgeschlagen, 1, 2, 3 oder 4 OFDM/TDMA-Zeitschlitze
in einen GSM-Zeitschlitz abzubilden. Dabei sind die Vor-Sicherheitszeit
und die Nach-Sicherheitszeit optional jedoch vorteilhaft.
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Erstes Ausführungsbeispiel:
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In
einem ersten Ausführungsbeispiel
ist die Gesamtzahl der Unterträger
gleich 48, wobei ein oder mehrere Unterträger an den Rändern unmoduliert bleiben
können,
um die Interferenz zu benachbarten Frequenzschlitzen zu reduzieren.
Der resultierende Unterträgerabstand
ist 200 kHz/48 = 4,166 kHz, was zu einem OFDM/TDMA-Zeitschlitz TOFDM von 48/200 kHz = 240 μs führt. Die
Symboldauer (240 μs)
ist deshalb sehr lang im Vergleich zur GSM-Symboldauer (im Bereich von μs), was den
Vorteil hat, daß eine
Intersymbol-Interferenz durch das Funkkanal-Verzögerungsprofil verhindert wird.
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Die
Sicherheitszeit (Vor-Sicherheitszeit und Nach-Sicherheitszeit) in
dem ersten Ausführungsbeispiel
ist auf 30 μs
gesetzt, wobei zu beachten ist, daß die Sicherheitszeit nach
Maßgabe
des erwarteten Kanalverzögerungsprofils
(Mehrwegeumgebung) gesetzt werden muß. Die Rampenzeit ist auf 10
bis 20 μs
gesetzt, so daß der
gesamte OFDM/TDMA-Zeitschlitz TS eine Länge von
280 bis 290 μs
hat. Dies paßt
sehr gut in 1/2 GSM-Basiszeitschlitz von 576,923 μs. Deshalb
werden in dem ersten Ausführungsbeispiel
zwei OFDM/TDMA-Zeitschlitze
mit einer Anpassungszeit-Sicherheit in einen GSM-Zeitschlitz abgebildet,
falls dies notwendig ist.
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Der
Grundtakt beträgt
240 μs/64
= 3,75 μs. Die
Sicherheitszeit (Vor- und Nach-Sicherheitszeit) kann auf 30 μs gesetzt
werden (Vor-Sicherheitszeit: 22,5 μs = 6 Abtastproben, Nach-Sicherheitszeit:
7,5 μs =
2 Abtastproben), und die Rampenzeit kann auf 15,0 μs (= 4 Abtastproben)
gesetzt werden, was zu einer Symbolzeit von insgesamt (250 μs/64)·(64+6+2+4)
= 285 μs
führt.
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Das
bevorzugte Verschachtelungsschema in dem ersten Ausführungsbeispiel
basiert auf einer OFDM/TDMA-Rahmenlänge von 2,3077 ms, d.h. 8 OFDM/TDMA-Zeitschlitzen
TS. Die bevorzugte Verschachtelungstiefe
beträgt
8 × 8
OFDM/TDMA-Rahmen (Verschachtelungs-Gesamtverzögerung 18,461 ms) oder 16 × 8 OFDM/TDMA-Rahmen
(Verschachtelungs-Gesamtverzögerung
36,923 ms). Es ist auch eine Verschachtelungstiefe von 12 × 8 OFDM/-TDMA-Rahmen möglich (Verschachtelungs-Gesamtverzögerung 27,692
ms). Eine Verschachtelungstiefe von 8 × 8 OFDM/TDMA-Rahmen ermöglicht dadurch eine
Datenübertragung
mit einem Verschachteler, der die gleiche Konstruktion und die gleiche
Leistung hat wie in dem Standard-GSM-System, während eine Verschachtelungstiefe
von 16 × 8
OFDM/-TDMA-Rahmen
eine Datenübertragung
mit der gleichen Verschachtelungstiefe wie im Standard-GSM-System,
jedoch mit einer besseren Leistung (Verschachtelungsgewinn) ermöglicht.
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Zweites Ausführungsbeispiel:
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In
dem zweiten Ausführungsbeispiel
ist eine Gesamtzahl von 32 Unterträgern gewählt, wobei ein oder mehrere
Unterträger
an den Rändern
unmoduliert bleiben können,
um die Interferenz zu benachbarten Frequenzschlitzen zu reduzieren.
Der Unterträgerabstand
beträgt
200 kHz/32 = 6,25 kHz, was zu einem OFDM/TDMA-Burst von 1/6,25 kHz
= 160 μs führt. Die
Sicherheitszeit (Vor- und Nach-Sicherheitszeit) kann auf 20 μs gesetzt
werden, und die Rampenzeit kann auf 10,0 μs gesetzt werden, was zu einem
OFDM/TDMA-Zeitschlitz von insgesamt 190 μs führt. In einen GSM-Zeitschlitz
werden 3 OFDM/TDMA-Zeitschlitze TS mit einer
Anpassungszeit-Sicherheit abgebildet. Mit anderen Worten, ein OFDM/TDMA-Zeitschlitz
TS wird in 1/3 eines GSM-Zeitschlitzes abgebildet.
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Der
Basistakt ist auf 160 μs/32
= 5 μs gesetzt.
Genauer gesagt, die Sicherheitszeit (Vor- und Nach-Sicherheitszeit)
kann auf 20 μs
(Vor-Sicherheitszeit: 15,0 μs
= 3 Abtastproben, Nach-Sicherheitszeit:
5 μs = 1
Abtastprobe) gesetzt werden, und die Rampenzeit kann auf 10,0 μs (= 2 Abtastproben) gesetzt
werden, was zu einer Symbolzeit von insgesamt (160 μs/32)·(32 +
3 + 1 + 2) = 190 μs
führt.
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Das
bevorzugte Verschachtelungsschema für das zweite Ausführungsbeispiel
basiert auf einem OFDM/TDMA-Rahmen, der 6 OFDM/TDMA-Zeitschlitze
enthält,
die in 2 GSM-Zeitschlitze abgebildet werden. Die bevorzugte Verschachtelungstiefe
ist 4 × 4
OFDM/TDMARahmen (Verschachtelungs-Gesamtverzögerung 18,461 ms) oder 8 × 4 OFDMΠDMA-Rahmen
(Verschachtelungs-Gesamtverzögerung
36,923 ms). Die Verschachtelungstiefe kann auch auf 6 × 4 OFDM/TDMA-Rahmen
(Verschachtelungs-Gesamtverzögerung
27,692 ms) gesetzt werden.
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Drittes Ausführungsbeispiel
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In
dem dritten Ausführungsbeispiel
ist eine Gesamtzahl von 24 Unterträgern gewählt, wobei ein oder mehrere
Unterträger
an den Rändern
unmoduliert bleiben können,
um die Interferenz zu benachbarten Frequenzschlitzen zu reduzieren.
Der Unterträgerabstand
beträgt
200 kHz/24 = 8,33 kHz, was zu einem OFDMΠDMA-Burst von 1/8,33 kHz = 120 μs führt. Die
Sicherheitszeit (Vor- und Nach-Sicherheitszeit) kann auf 15 μs gesetzt
werden, und die Rampenzeit kann auf 9 μs gesetzt werden, was zu einem OFDM/TDMA-Zeitschlitz
von insgesamt 144 μs
führt. In
einen GSM-Zeitschlitz werden 4 OFDM/TDMA-Zeitschlitze TS mit
einer Anpassungszeit-Sicherheit abgebildet. Das dem dritten Ausführungsbeispiel entsprechende
Schema ist sehr vorteilhaft für
Umgebungen, in denen der Kanal schnell variiert. Mit anderen Worten,
ein OFDM/TDMA-Zeitschlitz TS wird in 1/4
eines GSM-Zeitschlitzes abgebildet.
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Der
Basistakt ist auf 120 μs/32
= 3,75 μs
gesetzt. Genauer gesagt, die Sicherheitszeit (Vor- und Nach-Sicherheitszeit)
kann auf 15 μs
(Vor-Sicherheitszeit: 11,25 μs
= 3 Abtastproben, Nach-Sicherheitszeit: 3,75 μs = 1 Abtastprobe) gesetzt werden, und
die Rampenzeit kann auf 7,5 μs
(= 2 Abtastproben) gesetzt werden, was zu einer Symbolzeit von insgesamt
(120 μs/32)·(32 +
3 + 1 +2) = 142,5 μs führt.
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Das
bevorzugte Verschachtelungsschema für das dritte Ausführungsbeispiel
basiert auf einem OFDM/TDMA-Rahmen, der 4 OFDM/TDMA-Zeitschlitze
enthält,
die in einen GSM-Zeitschlitz abgebildet sind. Die bevorzugte Verschachtelungstiefe
ist 4 × 4
OFDM/TDMA-Rahmen (Verschachtelungsverzögerung insgesamt 18,461 ms)
oder 8 × 4
OFDM/TDMA-Rahmen (Verschachtelungsverzögerung insgesamt 36,923 ms).
Die Verschachtelungstiefe kann auch auf 6 × 4 OFDM/TDMA-Rahmen (Verschachtelungsverzögerung insgesamt
27,692 ms) gesetzt werden.
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Viertes Ausführungsbeispiel
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In
dem vierten Ausführungsbeispiel,
das nicht Teil der Erfindung ist, ist die Gesamtzahl der Unterträger zu 104
gewählt,
wobei ein oder mehrere Unterträger
an den Rändern
unmoduliert bleiben können,
um die Interferenz zu benachbarten Frequenzschlitzen zu reduzieren.
Der Unterträgerabstand
beträgt
200 kHz/104 = 1,923 kHz, was zu einem OFDM/TDMA-Burst von 1/1,923 kHz = 520 μs führt. Die Sicherheitszeit
(Vor- und Nach-Sicherheitszeit) kann auf 25 μs gesetzt werden, und die Rampenzeit
kann auf 15 μs
gesetzt werden, was zu einem OFDM/TDMA-Zeitschlitz von insgesamt
560 μs führt. Ein
OFDM/TDMA-Zeitschlitz TS wird in einen GSM-Zeitschlitz
mit einer Anpassungssicherheit von 17 μs abgebildet.
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Der
Basistakt ist auf 520 μs/128
= 4,0625 μs gesetzt.
Genauer gesagt, die Sicherheitszeit (Vor- und Nach-Sicherheitszeit)
kann auf 28,4375 μs (Vor-Sicherheitszeit:
20,3125 μs
= 5 Abtastproben, Nach-Sicherheitszeit: 8,125 μs = 2 Abtastproben) gesetzt
werden, und die Rampenzeit kann auf 12,1875 μs (= 3 Abtastproben) gesetzt
werden, was zu einer Symbolzeit von insgesamt (520 μs/128)·(128+5+2+3)
= 560,625 μs
führt.
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Das
Verschachtelungsschema ist das gleiche wie bei GSM (8 Rahmen innerhalb
der 8 TDMA).
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In
allen oben beschriebenen Ausführungsbeispielen
kann das Verschachtelungsschema für verschiedene Datenraten dynamisch
geändert
werden. Für
Anwendungen mit weniger strengen Verzögerungsanforderungen, z.B.
für Datendienste
oder Bild- und Video-Dienste, können
die Verschachtelungsschemata der oben beschriebenen Ausführungsbeispiele
verbessert werden, um den Zeit- und Frequenz-Diversity-Effekt dramatisch
zu verbessern. Um GSM-Kompatibilität zu gewährleisten, werden für die Abbildungsschemata
jedoch 2, 4 und 8 OFDM/TDMA-Zeitschlitze bevorzugt, die einen GSM-Zeitschlitz
benutzen. Für
die Abbildungsschemata, die einen GSM-Rahmen als Basis-OFDM/TDMA-Rahmen
benutzen, werden die Vielfache 1, 2 und 4 bevorzugt.
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Die
oben präsentierten
Kompatibilitätsschemata
ermöglichen
die kombinierte Benutzung von OFDM/TDMA-und GSM-Systemen mit einem
minimalen Anpassungsaufwand. Außerdem
läßt sich
ein Handover von GSM zu OFDM/TDMA und umgekehrt leicht durchführen. Anhand
von 11 und 12 wird
im folgenden die Interoperation der beiden Systeme an einem Beispiel
beschrieben.
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In 11 ist
ein OFDM/TDMA-Grundrahmen, der aus 8 OFDM/TDMA-Zeitschlitzen besteht, in
halbe GSM-Zeitschlitze abgebildet, was dazu führt, daß insgesamt 16 OFDM/TDMA-Zeitschlitze
in 8 GSM-Zeitschlitze abgebildet werden. Mit anderen Worten, in
einen GSM-Zeitschlitz sind 2 OFDM/TDMA-Zeitschlitze abgebildet.
In 11 ist ein Unterrahmen von 2,208 ms dargestellt,
der 8 OFDM/TDMA-Zeitschlitze enthält. Ein OFDM/TDMA-Zeitschlitz 24 ist
ein Zeitschlitz zum Empfangen von Daten, der OFDM/TDMA-Zeitschlitz 25 ist
ein Zeitschlitz zum Senden von Daten, und der OFDM/TDMA-Zeitschlitz 26 ist
der nächste
entsprechende Zeitschlitz zum Empfangen von Daten innerhalb des
nächsten
Unterrahmens. Zwischen zwei Zeitschlitzen 25 und 26 kann
ein langsames Frequency-Hopping auftreten. Die Unterrahmen-Länge von
2,308 ms ermöglicht
16 Unterrahmen in 36,023 ms. Dies ist wichtig für die gemäß vorliegender Erfindung benutzte
Verschachtelungseinrichtung. Die Verschachtelungseinrichtung spreizt
die Datenbits über
16 Unterrahmen. Dies ergibt eine gute Robustheit gegen Übertragungsfehler durch
Zeit-, Frequenz- und Interferenz-Diversity, wobei die Verschachtelungsverzögerung trotzdem
nur 36,92 ms beträgt.
Wie oben erläutert
wurde, ist eine kleine Verschachtelungsverzögerung wegen der Echtzeitforderung
wichtig für
Sprachverbindungen. Die Verschachtelung der 16 OFDM/TDMA-Unterrahmen
entspricht genau der Verschachtelungstiefe von 8 × 8 GSM-Rahmen,
die eine Länge
von 36,923 ms haben.
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Mit
den oben erläuterten
Parametern kann das OFDM/TDMA-System mit dem vorhandenen GSM-System
koexistieren und ist in Zeitschlitzen, Frequenz und Verschachtelung
abwärtskompatibel. Außerdem können die
Systeme in einem gemeinsamen System mit einem gemeinsam zugeordneten Frequenzbereich
koexistieren.
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Ein
Vorteil der vorliegenden Erfindung besteht darin, daß einem
Benutzer mehrere Zeitschlitze und/oder mehrere Frequenzschlitze
zugeteilt werden können,
um die Datenrate zu verbessern. In 12 ist
ein Zeit-Frequenz-Gitter in einem gemeinsamen OFDM/TDMA-und GSM-System
dargestellt. 12 zeigt die Zeit-/Frequenzschlitz-Zuteilung
für 3 OFDM/-TDMA-Benutzer und
einen GSM-Benutzer. Die OFDM/TDMA-Benutzer verwenden Schemata, wie sie
in Verbindung mit 11 erläutert wurden, wobei ein OFDM/TDMA-Zeitschlitz
in die Hälfte
eines GSM-Zeitschlitzes abgebildet ist. Zwei der OFDM/TDMA-Benutzer
senden Daten mit einer normalen Datenrate in dem GSM-Frequenzkanal
von 200 kHz, während
der dritte OFDM/TDMA-Benutzer in 4 GSM-Frequenzkanälen Daten
mit hoher Datenrate sendet.
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Der
GSM-Benutzer benutzt einen GSM-Empfangsschlitz 27, einen
GSM-Sendezeitschlitz 28, einen GSM-Empfangszeitschlitz 29 und
einen GSM-Sendezeitschlitz 30. Zwischen dem GSM-Sendezeitschlitz 28 und
dem GSM-Empfangszeitschlitz 29 findet ein langsames Frequency-Hopping
statt, und zwischen den entsprechenden GSM-Empfangs- und -Sendeschlitzen
wird ein TDMA-Prozeß ausgeführt. Der
erste OFDM/TDMA-Benutzer, der Daten mit einer normalen Rate sendet, benutzt
einen ersten OFDM/TDMA-Empfangszeitschlitz 38, einen OFDM/TDMA-Sendezeitschlitz 39, einen
OFDM/TDMA-Empfangszeitschlitz 40, einen OFDM/TDMA-Sendezeitschlitz 41,
einen OFDM/TDMA-Empfangszeitschlitz 42, einen OFDM/TDMA-Sendezeitschlitz 43 und
einen OFDM/TDMA-Empfangszeitschlitz 44. Zwischen den jeweiligen OFDM/TDMA-Empfangs-
und -Sendeschlitzen findet ein TDMA-Prozeß statt, während zwischen den jeweiligen
Sendezeitschlitzen und dem nächsten
Empfangszeitschlitz ein langsames Frequency-Hopping stattfindet.
Das Gleiche gilt für
einen zweiten Benutzer, der einen OFDM/TDMA-Empfangszeitschlitz 45, einen
OFDM/TDMA-Sendezeitschlitz 46,
einen OFDM/TDMA-Empfangszeitschlitz 47, einen OFDM/TDMA-Sendezeitschlitz 48,
einen OFDM/TDMA-Empfangszeitschlitz 49, einen OFDM/TDMA-Sendezeitschlitz 50 und
einen OFDM/TDMA-Empfangszeitschlitz 51 verwendet. Der dritte
OFDM/TDMA-Benutzer, der Daten mit einer hohen Datenrate sendet,
benutzt einen OFDM/TDMA-Empfangszeitschlitz 31, einen OFDM/TDMA-Sendezeitschlitz 32,
einen OFDM/TDMA-Empfangszeitschlitz 35, einen OFDM/TDMA-Sendezeitschlitz 36 und
einen OFDM/ TDMA-Empfangszeitschlitz 37. Auch für den dritten
OFDM/TDMA-Benutzer findet zwischen den jeweiligen Empfangs- und
Sendezeitschlitzen ein TDMA-Prozeß statt, während zwischen den jeweiligen
Sende- und Empfangszeitschlitzen ein langsames Frequency-Hopping
stattfinde.
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13 zeigt
ein Taktgeneratoreinrichtung 52 für ein Sende- und/oder Empfangsgerät, die die
notwendigen Takte sowohl für
ein GSM-System als auch für
ein OFDM/TDMA-System gemäß vorliegender
Erfindung erzeugen kann. Die Taktgeneratoreinrichtung 52 basiert
auf der Verwendung eines gemeinsamen Referenztakts von 26 MHz, der
in dem GSM-System benutzt wird. Die Taktgeneratoreinrichtung 52 besitzt einen
Oszillator 53, der einen 26-MHz-Takt erzeugt. Die Taktgeneratoreinrichtung 52 umfaßt ferner
eine Anzahl von Teilern und/oder Multiplizierern 54 bis 70, die
selektiv für
das benutzte OFDM/TDMA-System ausgewählt werden. In 13 sind
alle möglichen Teiler
und Multiplizieren zur Erzeugung der notwendigen Takte für alle in
der vorliegenden Anmeldung beschriebenen Ausführungsbeispiele dargestellt.
Die Elemente, die für
das jeweils ausgewählte
Ausführungsbeispiel
nicht erforderlich sind, können
jedoch weggelassen werden.
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Das
Ausgangssignal des Oszillators 53 wird in einem Teiler 54 durch
65 geteilt und in entsprechenden Teilern 55 und 56 weiter
durch 2 geteilt, um einen Takt von 200 kHz für das GSM-System bzw. für das OFDM/TDMA-System
zu erzeugen. In dem OFDM/TDMA-System bildet der 200 kHz-Takt den
Basistakt für
die Abbildung von 3 OFDM/TDMA-Zeitschlitzen in einen GSM-Zeitschlitz.
In dem GSM-System ist der 200 kHz-Takt der Träger- und Synthesizer-Referenztakt.
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Das
Ausgangssignal des Teilers 54 wird in einem Multiplizierer 57 mit
2 multipliziert und dann in einem Teiler 58 durch 3 geteilt,
um einen Takt von 266,666 kHz zu erzeugen, der der Basistakt in
dem OFDM/TDMA-System für
die Abbildung eines OFDM/TDMA-Zeitschlitzes in einen GSM-Zeitschlitz und
für die
Abbildung von 4 OFDM/TDMA-Zeitschlitzen in einen GSM-Zeitschlitz
ist. Das Ausgangssignal des Multiplizierers 57 wird in
einem Multiplizierer 59 weiter mit 4 multipliziert und
dann in einem Teiler 60 durch 13 geteilt, um einen Takt
von 246,154 kHz zu erzeugen, der der Basistakt in dem OFDM/TDMA-System
für die
Abbildung eines OFDM/TDMA-Zeitschlitzes in einen GSM-Zeitschlitz
ist.
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Das
Ausgangssignal des Oszillators 53 (26 MHz) wird in einem
Teiler 61 durch 2 geteilt und in einem Teiler 62 weiter
durch 48 geteilt, um einen Takt von 270,83 kHz zu erzeugen, der
der Bittakt in dem GSM-System ist. Das Ausgangssignal des Teilers 61 wird
in einem Teiler 63 weiter durch 625 geteilt und dann in
einem Teiler 64 durch 4 geteilt, um einen Takt von 5,20
kHz zu erzeugen, der der Takt ist, der in dem OFDM/TDMA-System für die Abbildung
von 3 OFDM/TDMA-Zeitschlitzen in einen GSM-Zeitschlitz benötigt wird.
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Das
Ausgangssignal des Teilers 63 wird in einem Teiler 65 weiter
durch 3 geteilt, um einen Takt mit 6,933 kHz zu erzeugen, der der
in dem OFDM/TDMA-System benötigte
Takt für
die Abbildung von 4 OFDM/TDMA-Zeitschlitzen in einen GSM-Zeitschlitz ist.
Das Ausgangssignal des Teilers 65 wird in einem Teiler 66 weiter
durch 2 geteilt, um einen Takt von 3,466 kHz zu erzeugen, der der
Takt ist, den das OFDM/TDMA-System für die Abbildung von 2 OFDM/TDMA-Zeitschlitzen
in einen GSM-Zeitschlitz benötigt.
Das Ausgangssignal des Teilers 66 wird in einem Teiler 67 weiter
durch 2 geteilt, um einen Takt von 1,733 kHz zu erzeugen, der der
Takt ist, den das OFDM/TDMA-System für die Abbildung eines OFDM/TDMA-Zeitschlitzes
in einen GSM-Zeitschlitz benötigt.
Der Takt von 1,733 kHz ist auch der Takt, den das GSM-System für die GSM-Zeitschlitze
benötigt.
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Das
Ausgangssignal des Teilers 67 wird in einem Teiler 68 weiter
durch 2 geteilt, um einen Takt mit 866,66 Hz zu erzeugen, der der
Rahmentakt in einem OFDM/TDMA-System ist, dessen Betriebsmodus auf Rahmen
mit einer Dauer von 1,1538 ms basiert (was genau 1/4 der GSM-Rahmenlänge ist).
Das Ausgangssignal des Teilers 68 wird in einem Teiler 69 weiter
durch 2 geteilt, um einen Takt von 433,33 Hz zu erzeugen, der der
Rahmentakt in einem OFDM/TDMA-System ist, dessen Betriebsmodus auf Rahmen
mit einer Dauer von 2,3077 ms basiert (was exakt 1/2 der GSM-Rahmenlänge ist).
Das Ausgangssignal Teilers 69 wird in einem Teiler 70 weiter durch
2 geteilt, um einen Takt mit 216,66 Hz zu erzeugen, der der Rahmentakt
in einem OFDM/TDMA-System ist, dessen Betriebsmodus auf Rahmen mit
einer Dauer von 4,6154 ms basiert (was exakt eine GSM-Rahmenlänge ist).
Der Takt von 216,66 Hz ist auch der Rahmentakt in dem GSM-System.
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Durch
die Verwendung der vorgeschlagenen Teilungsraten und Taktmultiplizierer
können
alle erforderlichen Taktsignale für die Erzeugung der notwendigen
OFDM/TDMA-Zeitschlitze und -Bursts leicht erzeugt werden. Ein System,
das nicht alle vorgeschlagenen OFDM/TDMA-Strukturen verwendet, kann
implementiert werden, indem man die nicht benutzten Zweige in dem
dargestellten Takt-Baum wegläßt. Alle
Parameter (Zahl der Unterträger,
Abstand der Unterträger,
Abbildung in GSM-Zeitschlitze, FFT-Auflösung) wurden so spezifiziert,
daß sie
problemlos GSM-kompatibel sind, und können aus einem gemeinsamen
GSM-Taktoszillator
hergeleitet werden.
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Die
vorliegende Erfindung ist auf eine Burst-(Zeitdomänen)- und
-Frequenzschlitz-Zuteilung eines OFDM/TDMA-Systems gerichtet, das
zu der existierenden GSM-Burst- und -Frequenzstruktur so weit wie
möglich
abwärtskompatibel
ist. Die Parameter des OFDM/TDMA-Systems
sind so gewählt, daß sie eine
flexible Gruppe mit Diensten im Mobilfunk-Umfeld unterstützen.