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Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Sperrklinke und insbesondere
auf eine so genannte doppelt wirkende Sperrklinke zur Verwendung bei der
Verriegelung beispielsweise einer Tür oder eines Paneels, bei der die Rotation eines
Aktuators, wie zum Beispiel eines Handgriffs oder Schlüssels, sowohl die Rotation
der Sperrklinke in eine verriegelte Position und aus dieser heraus als auch eine
Translation der Sperrklinke zwischen einer zurückgezogenen Position und einer
aufgezogenen Position verursacht, bei der die Sperrklinke mit der Einfassung
beispielsweise der Tür oder des Paneels in Eingriff kommt.
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Sperrschlösser diesen Typs sind allgemein zum Beispiel aus der US-A-
2860904 und USA-A-3402958 (Barry), US-A-2269264 (Haim), GB-B-2158866 und
GB-B-2172648 und anderen (Southco) und von Eldon bekannt. Bei manchen
Sperrschlössern, z. B. Barry oder Eldon, werden das Aufziehen des Sperrschlosses
und sein Zurückziehen durch ein Schraubengewinde bewerkstelligt, in anderen, z. B.
Haim oder Southco, wird dies durch den Einsatz einer Nocke bewerkstelligt, und in
den meisten dieser Fälle gibt es Anschläge oder dergleichen, um ein Überdrehen zu
verhindern und die Bewegung der Sperrklinke in der Rotations- und in der
Translationsrichtung zu führen. Die Anmelder haben auch andere Sperrschlösser
diesen allgemeinen Typs seit vielen Jahren hergestellt, in jüngerer Vergangenheit
zum Beispiel den Dzus-"Series-43-Latch".
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Wo ein entsprechend hohes Niveau der Sicherheit erforderlich ist, kann das
Sperrschloss ein Betätigungsschloss oder eine spezielle Aktuatorform haben, um
einen Betrieb ohne einen entsprechenden Schlüssel oder Aktuator zu verhindern.
Wenn solche Konstruktionen verwendet werden, ist es jedoch notwendig, den
Sperrschlosskörper von hinten zu sichern (während er immer noch von vorne
montiert wird), um zu verhindern, dass das Sperrschloss von vorne entfernt werden
kann. Außerdem ist es notwendig zu verhindern, dass die Innenkomponenten des
Sperrschlosses von vorne entfernt werden können, und auch wenn
Rückhaltevorrichtungen angebracht werden können, um dies zu verhindern (siehe
zum Beispiel 6B-B-2172648), ist es vorzuziehen, wenn die Komponenten nur von
hinten zugänglich sind. Diese Anforderungen können zu einem komplexen Montage-
und Anbringungsvorgang führen, bei dem die Sperrklinke und andere Komponenten
entfernt werden müssen, bevor das Sperrschloss in seiner Position angebracht
werden kann.
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Es besteht ein Bedarf nach weiterer Verbesserung bei der Konstruktion dieser
Sperrschlösser, und die vorliegende Erfindung hat die Aufgabe, dies zu erreichen.
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Erfindungsgemäß ist eine doppelt wirkende Sperrklinke mit einem vorderen
röhrenförmigen Sperrschlosskörper zur Befestigung an einer Tür, einem Paneel oder
dergleichen und einem vergrößerten Kopf zum Anstoßen an eine vordere Oberfläche
der Tür oder des Paneels vorgesehen; sowie ein hinterer röhrenförmiger
Sperrschlosskörper, in dem eine Betätigungsspindel und eine
Sperrklinkenbetriebsspindel axial und drehbar im Verhältnis zur Betätigungsspindel
unter der Wirkung einer helixförmigen Nockenverbindung zwischen der
Betätigungsspindel und der Sperrklinkenbetriebsspindel ist und an deren hinterem
Ende eine Sperrklinke befestigt ist, wobei der hintere röhrenförmige
Sperrschlosskörper und die Sperrklinke in einem Eingriff stehen, der eine Rotation
der Sperrklinke in einer axialen Position der Sperrklinke und eine Axialbewegung der
Sperrklinke in einer Winkelposition der Sperrklinke erlaubt, und wobei der vordere
und der hintere Sperrschlosskörper in einem vorbestimmten Winkel- und
Axialverhältnis zum Zusammenbau des Sperrschlosses miteinander verriegelbar
sind.
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Vorzugsweise hat der vordere röhrenförmige Sperrschlosskörper eine mit
einem Schraubgewinde versehene äußere Oberfläche für einen
Schraubgewindeeingriff mit einer Mutter, mittels derer der Sperrschlosskörper an der
Tür, dem Paneel oder dergleichen befestigt werden kann.
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Die Betätigungsspindel ist vorzugsweise ein Zapfen, an dessen Vorderende
eine geformte Keilnut ausgebildet ist, um einen Schlüsselaktuator mit einem
geeigneten entsprechenden Profil aufzunehmen, und die eine Querbohrung zum
Aufnehmen eines Stifts aufweist, durch den die Betätigungsspindel an der
Sperrklinkenbetriebsspindel befestigt ist. Vorzugsweise umfasst die
Sperrklinkenbetriebsspindel eine röhrenförmige Muffe, die einen oder mehrere
schraubenförmige Nockenschlitze aufweist, in die der Querstift eingreift, um eine
Rotation und axiale Bewegung der Spindeln im Verhältnis zueinander unter der
Wirkung der Nockenverbindung zu erlauben, die durch den Stift und den
Nockenschlitz bzw. die Nockenschlitze vorgesehen ist. Der Querstift wird im Einsatz
durch die umgebende Innenoberfläche des hinteren röhrenförmigen
Sperrschlosskörpers festgehalten. Eine Feder ist vorzugsweise zwischen den
Spindeln untergebracht, um sie axial voneinander weg vorzuspannen.
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Beim Zusammensetzen werden die Spindeln und die Feder von
entgegengesetzten Enden in den hinteren Sperrschlosskörper eingesetzt und durch
den Kreuzstift aneinander befestigt, der durch ein Loch in der Wand des hinteren
Sperrschlosskörpers eingesetzt werden kann. Der vordere und der hintere Körper
werden dann aneinander befestigt, vorzugsweise mittels einer verformbaren
Kopplung, bei der Keilnuten auf einem Körper als eine Presspassung mit dem
anderen Körper in Eingriff stehen, und eine oder mehrere verformbare Arretierungen
an einem Körper in entsprechende Öffnungen im anderen eingreifen können. Eine
Keilnut kann zum Ausrichten der beiden Körper in einer Winkelrichtung verwendet
werden, bevor sie aneinander befestigt werden. Danach kann das Sperrschloss in
die Öffnung, in der es zu befestigen ist, von vorne eingesetzt werden, und die Mutter
kann von hinten auf dem Sperrschlosskörper befestigt werden. Schließlich kann die
Sperrklinke am hinteren Ende der Sperrklinkenbetriebsspindel beispielsweise mittels
einer in die Spindel geschraubten Schraube befestigt werden.
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Vorzugsweise haben die Betätigungsspindel und der röhrenförmige
Sperrschlosskörper drehend in Eingriff stehende Widerlager, welche die Drehung der
Betätigungsspindel innerhalb des röhrenförmigen Sperrschlosskörpers auf die
Drehung um im Wesentlichen 180º zwischen einer ersten Winkelposition, die der
ersten Winkelposition der Sperrklinke entspricht, und einer zweiten Winkelposition,
die der zweiten Winkelposition und der Axialposition der Sperrklinke entspricht,
einschränken.
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Diese Konstruktion erhöht die Stabilität des Sperrschlosses, indem ermöglicht
wird, dass Betriebsdrehmomentlasten von den Sperrklinkenwiderlagern genommen
und auf die stabilere Position des röhrenförmigen Sperrschlosskörpers und der
Betätigungsspindel verlagert werden.
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Vorzugsweise hat der vergrößerte Kopf des röhrenförmigen
Sperrschlosskörpers eine Öffnung zum Einführen eines Schlüssels mit einem
radialen Profil, wobei die Öffnung mehrere radiale Schlüsselschlitze aufweist, die
sich von dieser weg erstrecken, um das Einführen entsprechender radialer Fortsätze
auf einem Schlüssel und daher das Einführen des Schlüssels zu erlauben; die
Betätigungsspindel hat mehrere teilringförmige Widerlager an einem Vorderteil,
welche mehrere radiale Schlüsselschlitze definieren, die in ihrer Position denjenigen
des Sperrschlosskörperkopfs entsprechen, zum Eingriff mit den Schlüsselfortsätzen,
um einen Betrieb des Sperrschlosses zu erlauben, wobei die radialen
Schlüsselschlitze des Sperrschlosskörperkopfs und die Betätigungsspindel um einen
Winkel voneinander versetzt sind, wenn das Sperrschloss in der verriegelten Position
ist, so dass beim Einführen durch den Kopf die Schlüsselfortsätze mit den
Widerlagern der Betätigungsspindel in Eingriff kommen und daher nicht direkt in die
Schlüsselschlitze der Betätigungsspindel eingeführt werden können, wobei der
Sperrschlosskörperkopf ein teilringförmiges Widerlager aufweist, das sich von
seinem hinteren Ende aus erstreckt, um (a) eine Teildrehung des Schlüssels nach
dem Einführen der Schlüsselfortsätze durch die Schlüsselschlitze in Ausrichtung mit
den Schlüsselschlitzen der Betätigungsspindel zur Ermöglichung der Einführung der
Fortsätze in die Betätigungsapindelschlüsselschlitze zu erlauben und (b) ein
Herausziehen der Schlüsselfortsätze und daher des Schlüssels zum Betrieb der
Betätigungsspindel zum Entriegeln des Sperrschlosses zu verhindern.
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Durch dieses Mittel wird ein zusätzlicher Grad der Sicherheit dahingehend
vorgesehen, dass die Betätigungsspindelschlüsselschlitze von der Vorderseite des
Sperrschlosses nicht direkt axial zugänglich sind und gleichzeitig der Schlüssel
daran gehindert wird, aus dem Sperrschloss entnommen zu werden, wenn das
Sperrschloss aufgeschlossen ist, so dass die Betätigungsperson das Sperrschloss
verschließen muss, bevor er oder sie den Schlüssel abziehen kann.
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Vorzugsweise weist die Betätigungsspindel einen mittigen axialen Fortsatz
auf, der im Einsatz in eine mittige Bohrung des Schlüssels eingreift, und der mittige
Fortsatz ist nicht kreisförmig, vorzugsweise oval. Hierdurch wird noch ein weiterer
Grad der Sicherheit gegen eine Manipulation des Sperrschlosses vorgesehen.
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Es folgt eine Beschreibung eines Beispiels einer doppelt wirkenden
Sperrklinke gemäß der Erfindung anhand der Zeichnungen. Es zeigt:
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Fig. 1 eine isometrische Explosionsdarstellung des Sperrschlosses;
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Fig. 2A-F Vorderansichten (mit entferntem Sperrschlosskopf) und
Hinteransichten des Sperrschlosses in einer Anzahl von Positionen;
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Fig. 3A-D isometrische Teilansichten des Sperrschlosses, die ein Einfügen
eines entsprechenden Schlüssels und Betriebsstufen zeigen; und
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Fig. 4A-D Vorderansichten (teilweise im Schnitt) des Sperrschlosses in
Positionen, die den in Fig. 3A-D gezeigten Positionen entsprechen.
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Fig. 1 zeigt die verschiedenen Bauteile der doppelt wirkenden Sperrklinke des
Beispiels in einer Explosionsdarstellung, mit Ausnahme der Befestigungsmutter. Das
Sperrschloss 1 weist einen vorderen röhrenförmigen Sperrschlosskörper 10 auf, der
einen vergrößerten Kopf oder Deckring 11 aufweist, der in der Verwendung um die
Seiten einer Öffnung herum im Eingriff steht, an der das Sperrschloss in einer Tür,
einem Paneel oder dergleichen befestigt ist, die bzw. das unter der Verwendung des
Sperrschlosses 1 zu verschließen ist. Der vordere röhrenförmige Sperrschlosskörper
10 hat vier mit Schraubgewinden versehene Teile 12, die gleichmäßig um seinen
Umfang herum beabstandet sind und durch Flachstellen 13 voneinander getrennt
sind. Ein Paar deformierbarer Arretierungen 14 sind auf gegenüber liegenden Seiten
vorgesehen (nur eine ist in Fig. 1 gezeigt), und ein Lokalisierungsschlitz 15 ist an der
Hinterseite des vorderen Sperrschlosskörpers 10 vorgesehen. Im Einsatz wird eine
Scheibe 16 auf den vorderen Sperrschlosskörper 10 aufgesetzt, um mit der
Rückseite der Tür, des Panels oder dergleichen in Eingriff zu kommen, und eine
Schraubenmutter wird zum Abstützen der Scheibe verwendet, um den
Sperrschlosskörper an Ort und Stelle zu befestigen.
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Ein hinterer röhrenförmiger Sperrschlosskörper 20, der beim
Zusammensetzen auf den vorderen röhrenförmigen Sperrschlosskörper 10 passt und
an diesem befestigt wird, bietet ein röhrenförmiges Gehäuse zur Befestigung der
Betriebskomponenten des Sperrschlosses. Der hintere röhrenförmige
Sperrschlosskörper 20 hat eine Trommel 21 mit einem Paar sich gegenüberliegender
Öffnungen 22, in welche die Arretierungen 14 verformt werden, um den hinteren
Sperrschlosskörper innerhalb des vorderen Sperrschlosskörpers zu befestigen. Die
Trommel 21 kann um einen ringförmigen Teil 23 teilweise mit Keilnuten versehen
sein, um einen Presssitz mit dem vorderen röhrenförmigen Sperrschlosskörper 10
vorzusehen. Ein Paar sich diametral gegenüber liegender Querstiftzugangsschlitze
24 sind im ringförmigen Teil 23 vorgesehen, sowie ein Lokalisierungsfortsatz 25, der
im Einsatz in den Lokalisierungsschlitz 15 passt.
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Der hintere röhrenförmige Sperrschlosskörper 20 weist einen im Durchmesser
vergrößerten Teil 26 auf, dessen Durchmesser ähnlich dem des vorderen
röhrenförmigen Sperrschlossteils 10 ist, und einen Sperrklinken-Steuerabschnitt 27,
dessen Durchmesser noch einmal etwas größer ist. Der Sperrklinken-Steuerabschnitt
27 hat einen teilringförmigen Fortsatz 28, der ein Paar Widerlager 29, 30 bietet, um
die Drehung der Sperrklinke 40 auf ungefähr 90º einzuschränken, wenn sie mit dem
Fortsatz 28 axial ausgerichtet ist, und ein weiteres Widerlager 31 ist vorgesehen, das
in Kombination mit dem Widerlager 30 eine Drehung der Sperrklinke 40 im
Wesentlichen ganz verhindert, wenn sie axial mit dem Widerlager 31 ausgerichtet ist,
wie unten noch beschrieben wird.
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Eine Betatigungsspindel 50, welche einen zylindnschen Zapfen 51 umfasst,
hat einen vergrößerten Vorderendenteil 52, der ein Paar ringförmiger Rippen 53
aufweist, um einen O-Ring 54 aus synthetischem Gummi aufzunehmen, und sieht
auch mehrere teilringförmige Widerlagersegmente 55 auf, die durch radiale
Schlüsselschlitze 56 voneinander getrennt sind. Der Vorderendenteil 52 weist auch
einen mittigen axialen Fortsatz 57 auf. Ein Federring 57 ist auf dem Zapfen 51 gegen
den ringförmigen Flansch 53 angeordnet und kommt in der Verwendung mit dem
entsprechenden Ende der Trommel 21 des hinteren röhrenförmigen
Sperrschlosskörpers 20 in Eingriff. Der Zapfen 51 weist eine Querbohrung 58 zur
Aufnahme eines Querstifts 59 auf.
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Eine Sperrklinkenbetriebsspindel 60 in der Form einer hohlen Muffe 61 hat ein
Paar helixförmiger Nockenschlitze 62, die sich diametral gegenüber liegen, und hat
einen einen vergrößerten Durchmesser aufweisenden Rückteil 63, auf dem die
Sperrklinke 40 nicht drehbar im Einsatz befestigt ist, was mittels einer Schraube 90
geschieht, die durch eine Gewinde-Zylinderschraubensenkung 64 befestigt ist, die in
einem nicht kreisförmigen Endfortsatz 65 ausgebildet ist, der sich in der Verwendung
durch eine ähnlich geformte Öffnung 41 in der Sperrklinke 40 erstreckt.
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Die Sperrklinke 40 weist ein Paar Widerlager 42, 43 auf, die in der
Verwendung mit dem Widerlager 30 bzw. dem Widerlager 29 oder 31 des hinteren
röhrenförmigen Sperrschlossteils 20 in Eingriff kommen.
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Zum Zusammenbau des Sperrschlosses zur Verwendung wird die
Betätigungsspindel 50, welche den Federring 37 trägt, in das vordere Ende des
hinteren röhrenförmigen Sperrschlosskörpers 20 eingelegt, und die
Sperrklinkenbetriebsspindel 60 wird vom entgegengesetzten Ende her
eingeschoben, wobei eine Schraubenfeder 70 innerhalb der
Sperrklinkenbetriebsspindel 60 zwischen ihnen angeordnet ist, um sie voneinander
weg vorzuspannen. Der Querstift 59 wird dann durch eine der Querstift-
Zugangsöffnungen 24 durch die schraubenförmigen Nockenschlitze 62 der
Sperrklinkenbetriebsspindel 60 und die Bohrung 58 der Betätigungsspindel 50
eingeführt. Die zwei Spindeln werden so innerhalb des hinteren röhrenförmigen
Sperrschlosskörpers 20 miteinander verbunden und sind innerhalb desselben frei
drehbar. Der hintere röhrenförmige Sperrschlosskörper 20 wird dann auf den
vorderen röhrenförmigen Sperrschlosskörper aufgesetzt, wobei der
Lokalisierungsfortsatz 25 mit dem Lokalisierungsschlitz 15 ausgerichtet wird, und er
wird in einem Presssitz auf den vorderen röhrenförmigen Sperrschlosskörper 10
geschoben, wobei die Betätigungsspindel 50 zwischen den beiden
Sperrschlosskörpern eingeschlossen wird. Die Arretierungen 14 werden dann nach
innen in Eingriff mit den Öffnungen 22 deformiert, um den hinteren röhrenförmigen
Sperrschlosskörper innerhalb des vorderen röhrenförmigen Sperrschlosskörpers 10
zu befestigen.
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Der zusammengesetzte Sperrschlosskörper kann dann von vorne in eine
Öffnung eingesetzt werden, in der er zu befestigen ist, wobei die Scheibe 16 über
den hinteren röhrenförmigen Sperrschlosskörper 20 und auf den vorderen
röhrenförmigen Sperrschlosskörper 10 geschoben wurde und die Befestigungsmutter
80 ähnlich positioniert und auf den Gewindeteilen 12 angezogen wurde, um das
Sperrschloss an Ort und Stelle zu befestigen. Die Sperrklinke 40 kann dann mittels
der Schraube 90 an der Sperrklinkenbetriebsspindel 60 befestigt werden.
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Nach dem Zusammensetzen ist das Sperrschloss in der aufgeschlossenen
oder entriegelten Position, wobei die Sperrklinke axial mit den Widerlagern 29 und 30
ausgerichtet ist und zur Rotation über einen Winkel von 90º fähig ist, der durch einen
Eingriff des Widerlagers 42 mit dem Widerlager 30 und des Widerlagers 43 mit dem
Widerlager 29 definiert ist. Um das Sperrschloss zu betätigen, wird die
Betätigungsspindel mittels eines Schlüssels gedreht, der durch den Kopf oder
Deckring 11 mit dem Vorderendenteil 52 der Betätigungsspindel 50 in Eingriff kommt,
um so eine Rotation der Sperrklinke von einer ersten Winkelposition, in der das
Widerlager 43 mit dem Widerlager 29 in Eingriff ist, in eine zweite Winkelposition zu
ermöglichen, in welcher das Widerlager 42 mit dem Widerlager 30 in Eingriff ist (d. h.
um 90º), wobei die Sperrklinkenbetätigungsspindel mittels ihrer Verbindung mit dem
Querstift 59 von der Betätigungsspindel 50 angetrieben wird. Wenn das Widerlager
42 mit dem Widerlager 30 in Eingriff ist, kann sich die Sperrklinkenbetätigungsspindel
nicht weiter drehen, und hiernach verursacht die Weiterdrehung der
Betätigungsspindel 50, dass sich der Querstift 59 entlang der Nockenschlitze 62
bewegt, wodurch die Sperrklinkenbetätigungsspindel 60 gegen die Vorspannwirkung
der Feder 70 weiter um den Zapfen 51 der Betätigungsspindel 50 gezogen wird,
wobei sie die Sperrklinke 40 mitzieht. Eine Drehung der Sperrklinke wird durch den
weiteren Eingriff der Widerlager 42 und 30 und ebenfalls durch die Widerlager 43
und 31 im Wesentlichen vollständig verhindert. Wenn der Querstift 59 die Enden der
Nockenschlitze 62 erreicht, die eine Arretierung 66 aufweisen, ist das Sperrschloss
vollständig geschlossen oder verriegelt in einer Position, die zur Vorderseite des
Sperrschlosses hin aufgezogen ist, gegen den Rahmen oder die Einfassung, an
welcher die Tür oder das Paneel befestigt ist.
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Zum Entriegeln geschehen die Vorgänge in umgekehrter Reihenfolge, wobei
der Schlüssel den Querstift 59 von den Arretierungen 66 lösen muss und danach
sich die Sperrklinke axial bewegt, während das Widerlager 43 mit dem Widerlager 31
in Eingriff ist, bis sich die Sperrklinke vom Widerlager 31 löst, wonach die Sperrklinke
sich frei dreht, bis das Widerlager 43 mit dem Widerlager 29 des Fortsatzes 28 auf
dem hinteren röhrenförmigen Sperrschlosskörper 20 in Eingriff kommt.
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Es ist ersichtlich, dass das Vorsehen eines zweiteiligen Sperrschlosskörpers
einen relativ einfachen Montagevorgang ermöglicht und auch die Betätigungsspindel
50 sicher in einer Position hält, die zwischen den beiden Sperrschlosskörpern 10, 20
eingeschlossen ist. Die Betätigungsspindel 50 wird in einer Position gehalten, in der
sie nicht von der Vorderseite des Sperrschlosses entfernt werden kann, und weist
eine eingeschränkte Zugänglichkeit auf, wodurch die Befestigung verbessert wird.
Zur weiteren Stärkung des Sperrschlosses und um zu ermöglichen, dass
Betriebsdrehmomentkräfte teilweise von den Sperrklinkenwiderlagern 42, 43, 29-31
und wie am besten aus den Fig. 2A - F ersichtlich, genommen werden, hat der
vordere röhrenförmige Sperrschlosskörper 10 einen innerlich verdickten Wandteil 17,
der ein Paar sich axial erstreckender Widerlager 18, 19 vorsieht. Diese sind zum
Eingriff mit den Widerlagern 81, 82 fähig, die auf entsprechenden Fortsätzen 83, 84
auf anliegenden teilringförmigen Teilen 55 des Kopfes 52 der Betätigungsspindel 50
vorgesehen sind.
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Fig. 2A-2C zeigen eine Vorderansicht des Sperrschlosses mit entferntem
Kopf oder Deckring 11, wobei die inneren Komponenten im Schnitt dargestellt sind,
in einer verriegelten Position, in einer von der verriegelten Position um 90º
verdrehten Position bzw. um 180º verdreht in der voll entriegelten Position, und die
Fig. 2D-2F zeigen eine Hinteransicht des Sperrschlosses in entsprechenden
Positionen. Es ist zu sehen, wie in der verriegelten Position, bei der das Widerlager
42 auf der Sperrklinke 40 mit dem Widerlager 30 auf dem Fortsatz 28 in Eingriff ist,
das Widerlager 82 auf der Beilätigungsspindel 50 mit dem Widerlager 19 auf dem
vorderen röhrenförmigen Sperrschlosskörper 10 in Eingriff ist, siehe Fig. 2A und 2D.
Die Fig. 2B und 2E veranschaulichen die um 90º von der verriegelten Position
verdrehte Position, bei der das Widerlager 42 während des Entriegelns gegen das
Widerlager 30 zu liegen kommt, wobei die Betätigungsspindel um 90º von der
Verriegelungsposition verdreht ist. Die Fig. 2C und 2F veranschaulichen die
vollständig entriegelte Position, bei der das Widerlager 43 auf der Spindel 40 mit dem
Widerlager 29 auf dem Fortsatz 28 in Eingriff ist und das Widerlager 18 auf der
Betätigungsspindel 50 mit dem Widerlager 81 auf dem vorderen röhrenförmigen
Sperrschlosskörper 10 in Eingriff ist.
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Durch diese Konstruktion können auf das Sperrschloss wirkende Kräfte auf
entsprechende Paare von Widerlagern verteilt werden, um die Gesamtbelastung auf
den Fortsatz 28 des hinteren röhrenförmigen Sperrschlosskörpers und die
Sperrklinke 40 zu verringern.
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Die Fig. 2A-2F zeigen ebenfalls die Sicherungsmutter 80, und die Fig. 2D-
2F zeigen die Schraube 90, welche die Sperrklinke 40 an der
Sperrklinkenbetriebsspindel 60 befestigt.
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Die Fig. 2A-2C zeigen ebenfalls in einer Schnittdarstellung den mittigen
Fortsatz 57, bei dem gesehen werden kann, dass er nicht kreisförmig ist.
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Die Fig. 3A-3B und 4A-4D veranschaulichen einen weiteren Aspekt des
Sperrschlosses.
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Wie aus Fig. 3A und den Fig. 4A-4D zu sehen ist, hat der Deckring oder Kopf
11 des vorderen röhrenförmigen Sperrschlosskörpers 10 eine Vorderöffnung 100,
weiche sich radial nach außen erstreckende Schlüsselschlitze 101 aufweist, welche
mit den entsprechenden radialen Fortsätzen 202 auf dem Ende eines röhrenförmigen
Schlüssels 200 zusammenpassen. Zur einfacheren Darstellung wurde in den Fig. 3A-
3D der mittige Fortsatz 57 weggelassen. In Fig. 3A kann die Position der
teilringförmigen Fortsätze 55 und der radialen Schlüsselschlitze 56 in der
Betätigungsspindel 50 klar gesehen werden. In Fig. 3A ist das Sperrschloss in der
verriegelten Position gezeigt, und es ist zu sehen, dass die Schlüsselschlitze 101
nicht mit den Schlüsselschlitzen 56 ausgerichtet sind. Dies bedeutet, dass der
Schlüssel 200 nur so weit eingeschoben werden kann, bis die Enden der
Schlüsselfortsätze 202 mit den Vorderflächen 55' der Fortsätze oder Widerlager 55 in
Eingriff kommen.
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Um die Schlüsselfortsätze 202 mit den radialen Schlüsselschlitzen 56 in
Eingriff zu bringen, wird der Schlüssel um 20º gegen den Uhrzeigersinn gedreht,
wobei diese Bewegung durch die vergrößerte Breite der Schlüsselschlitze 101 an der
Rückseite des Deckrings aufgenommen wird. Nachdem der Schlüssel 200 auf diese
Weise gedreht wurde, kann er weiter in das Sperrschloss eingeschoben werden, um
die Schlüsselfortsätze 202 mit den radialen Schlüsselschlitzen 56 der
Betätigungsspindel 50 in Eingriff zu bringen. Dies ist in den Fig. 3B und 4B gezeigt.
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Eine weitere Drehung des Schlüssels 200 um 900 gegen den Uhrzeigersinn,
wie oben beschrieben, erlaubt es der Sperrklinke, sich axial von ihrer aufgezogenen
Position weg zu bewegen, wobei die Position der Betätigungsspindel 50 in Fig. 3C
und Fig. 4C gezeigt ist.
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Eine weitere Drehung um 90º bewegt die Sperrklinke 40 zur vollständig
entriegelten Position durch eine Drehung, und die Position der Betätigungsspindel ist
in den Fig. 3D und 4D gezeigt.
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Nachdem eine Drehung des Schlüssels nach einem Eingriff mit den
Schlüsselschlitzen 56 begonnen hat, d. h. durch eine Bewegung von der in den Fig.
3B, 4B gezeigten Position in eine in den Fig. 3D, 4D gezeigte Position, verhindert ein
teilringförmiges, sich nach hinten erstreckendes Widerlager 102 innerhalb des
Kopfes oder Deckrings 11 ein Abziehen des Schlüssels durch ein In-Eingriff-
Kommen mit den hinteren Enden (im Sinne des Schlüssels und nicht im Sinne des
Sperrschlosses) der Schlüsselfortsätze 202.
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Durch diese Maßnahmen wird nicht nur das Ende der Betätigungsspindel 50
gegenüber einem Eindringen und einer Manipulation geschützt, sondern es wird
auch der Schlüssel an einem Abziehen gehindert, wenn das Sperrschloss
aufgeschlossen ist, so dass die Bedienperson das Sperrschloss verschließen muss,
bevor er oder sie den Schlüssel abziehen kann.