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DE69716346T2 - Hochviskose, stabilisierte Stärke - Google Patents

Hochviskose, stabilisierte Stärke

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Publication number
DE69716346T2
DE69716346T2 DE69716346T DE69716346T DE69716346T2 DE 69716346 T2 DE69716346 T2 DE 69716346T2 DE 69716346 T DE69716346 T DE 69716346T DE 69716346 T DE69716346 T DE 69716346T DE 69716346 T2 DE69716346 T2 DE 69716346T2
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
starch
starches
viscosity
hypochlorite
waxy
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired - Lifetime
Application number
DE69716346T
Other languages
English (en)
Other versions
DE69716346D1 (de
Inventor
Jozef Victor Jean Marie Coppin
Bernd Wolfgang Kettlitz
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Cerestar Holding BV
Original Assignee
Cerestar Holding BV
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Cerestar Holding BV filed Critical Cerestar Holding BV
Application granted granted Critical
Publication of DE69716346D1 publication Critical patent/DE69716346D1/de
Publication of DE69716346T2 publication Critical patent/DE69716346T2/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08BPOLYSACCHARIDES; DERIVATIVES THEREOF
    • C08B31/00Preparation of derivatives of starch
    • C08B31/18Oxidised starch
    • C08B31/185Derivatives of oxidised starch, e.g. crosslinked oxidised starch
    • AHUMAN NECESSITIES
    • A23FOODS OR FOODSTUFFS; TREATMENT THEREOF, NOT COVERED BY OTHER CLASSES
    • A23LFOODS, FOODSTUFFS OR NON-ALCOHOLIC BEVERAGES, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; PREPARATION OR TREATMENT THEREOF
    • A23L29/00Foods or foodstuffs containing additives; Preparation or treatment thereof
    • A23L29/20Foods or foodstuffs containing additives; Preparation or treatment thereof containing gelling or thickening agents
    • A23L29/206Foods or foodstuffs containing additives; Preparation or treatment thereof containing gelling or thickening agents of vegetable origin
    • A23L29/212Starch; Modified starch; Starch derivatives, e.g. esters or ethers
    • AHUMAN NECESSITIES
    • A23FOODS OR FOODSTUFFS; TREATMENT THEREOF, NOT COVERED BY OTHER CLASSES
    • A23LFOODS, FOODSTUFFS OR NON-ALCOHOLIC BEVERAGES, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; PREPARATION OR TREATMENT THEREOF
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08BPOLYSACCHARIDES; DERIVATIVES THEREOF
    • C08B30/00Preparation of starch, degraded or non-chemically modified starch, amylose, or amylopectin
    • C08B30/12Degraded, destructured or non-chemically modified starch, e.g. mechanically, enzymatically or by irradiation; Bleaching of starch
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
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Description

    Technisches Gebiet
  • Die vorliegende Erfindung betrifft wärmestabile, hochviskose Stärken. Die Stärken der vorliegenden Erfindung werden durch Umsetzen von hochviskoser Stärke mit aktiviertem Chlor unter alkalischen Bedingungen erhalten. Die Stärken der vorliegenden Erfindung werden verwendet, um viskositätsstabile Stärken, die durch herkömmliches chemisches Vernetzen erhalten werden, zu ersetzen.
  • Hintergrund der Erfindung
  • Wenn native Stärkegranulen in Wasser dispergiert und erhitzt werden, hydratisieren die Granulen und quellen bei einer Temperatur von 60ºC. Die Stärkesuspension zeigt eine Peak-Viskosität bei Temperaturen zwischen 65 und 95ºC. Die erhöhte Viskosität ist in vielen Lebensmittelsanwendungen eine erwünschte Eigenschaft. Die gequollenen Granulen sind jedoch sehr brüchig und neigen zum Zerfall, was zu einer Abnahme der Viskosität führt. Scherwirkung und extreme pH-Wert- Bedingungen beschleunigen in der Regel diesen Zerfallsprozess.
  • Stärken mit hoher Viskosität sind Stärken, die nach Erhitzen eine deutliche Erhöhung der Viskositätseigenschaften zeigen. Stärken mit einer hohen Quellkraft sind jene, die von wachsartigen Arten abgeleitet sind, und Stärken, die von Knollen und Wurzeln (beispielsweise Kartoffel, Tapioka) abgeleitet sind. Die gequollenen Granulen zerbersten größtenteils während des Erhitzens, was wiederum zu einem drastischen Viskositätsabfall führt.
  • Um den unerwünschten Viskositätsabfall zu überwinden, können Stärken stabilisiert werden. Der Viskositätsabfall kann durch Behandeln der Stärkegranulen mit chemischen Reagenzien überwunden werden. Diese Reagenzien führen intermolekulare Brücken oder Vernetzungen zwischen den Stärkemolekülen ein. Stabilisierte Stärken hoher Viskosität zeigen deutliches Quellen der Granulen beim Erhitzen ohne Zerfall der gequollenen Granulen nach längerem Erhitzen. Die Integrität der stark gequollenen Stärkegranulen in der Wärmestufe garantiert eine stabile Pastenviskosität.
  • Typischerweise wird Vernetzen von Stärke mit Reagenzien, wie Phosphoroxychlorid, Natriumtrimetaphosphat, Adipinsäureanhydrid, Epichlorhydrin usw., durchgeführt. Um Stabilisierung bei dem höchstmöglichen Viskositätsniveau zu erhalten, werden sehr niedrige Mengen Vernetzungsmittel angewendet. Die Eigenschaften des Endprodukts sind sehr stark von den Reaktionsbedingungen, die angewendet wurden, abhängig. Geringe Abweichungen in der dosierten Menge und leichte Veränderungen der Reaktionszeit ergeben modifizierte Stärken mit einem unvorhersehbaren Viskositätsverhalten.
  • Stark gequollene (viskose) kochstabile Stärken werden in vielen Anwendungen angewendet, beispielsweise zur Herstellung von Suppen, Soßen, Fleischprodukten, Dressings, Mikrowellen-Lebensmittelsmittel und bei der Herstellung von Backcremes und Füllungen.
  • Fertignahrung muss nach dem Erhitzen (auf 80-100ºC) eine hohe Viskosität und glatte Textur aufweisen. Stabilisierte Stärken hoher Viskosität sind für die erwähnten Anwendungen besonders geeignet.
  • Das Anwendungsgebiet schließt weiterhin die sofort verdickenden Lebensmittelszubereitungen ein, wenn diese Stärken in vorgelierter Form angewendet werden, um beispielsweise durch Walztrocknen erhalten zu werden.
  • Chemische Modifizierung von Stärken ist ein gut bekanntes Verfahren, wobei das Verfahren in verschiedenen Patenten beschrieben wurde. Bezüglich des Hintergrunds der vorliegenden Erfindung können die nachstehenden Patente relevant sein.
  • JP-B-07106377 (Japan Maize Products, Derwent publication 2. April 1971, Seite 6 AN 1112945S) beschreibt die Oxidation von Stärke. Dieses Patent beschreibt eine starke Oxidation, die erwähnt, dass die Temperatur vom Beginn der Gelierung abfällt. Es kann geschlussfolgert werden, dass die Bedingungen derartig sind, dass die Stärke depolymerisiert wird.
  • US-Patent 1937543 beschreibt ein Verfahren zur Herstellung von Stärke. Es wird beschrieben, dass ein unerwünschter Überschuss von Schwefeldioxid durch die Zugabe einer bestimmten Menge Natriumhypochlorit entfernt wird, welche ausreichend ist, Schwefeldioxid zu oxidieren. Nur ein geringer Überschuss des Hypochlorits wird verwendet, da ein Überschuss von Chlor den Geschmack des fertigen Produkts nachteilig beeinflussen kann. Stärke wird somit mit einem leichten Überschuss an Hypochlorit, bezogen auf das Schwefeldioxid, das in einer Menge von 15-20 Teile pro Million vorliegt, umgesetzt. Es wird mitgeteilt, dass das Produkt beim Sieden dicker wird.
  • US-Patent 2108862 beschreibt ein Verfahren zur Herstellung von halogenierten dick siedenden Stärken. Die Reaktion wird bei saurem pH-Wert ausgeführt.
  • US-Patent 2317752 beschreibt ein Verfahren zur Herstellung von dem, was die Erfinder "inhibierte Stärke" genannt haben, d. h. Stärke, die sich von roher Stärke dadurch unterscheidet, dass sie beim Kochen in wässrigen Medien eine "kurze" glatte und stabile Paste ergibt. Es wird mitgeteilt, es sei bekannt, dass die Reaktion von Stärke mit Hypochlorit dünn siedende Stärken ergibt. Inhibierte Stärken gemäß diesem Patent werden erhalten, wenn Hypochlorit in Kombination mit einer beträchtlichen Menge Reaktionsmodifizierungsmittel angewendet wird.
  • US-Patent 2354838 beschreibt ein Verfahren zum Entzähen von wachsartiger Maisstärke durch Hypochloritbehandlung. Die gemäß diesem Patent erhaltenen Produkte sind Stärken mit niederer Viskosität, ausgezeichneter Klarheit, Haftfestigkeit und ohne Retroabbautendenz.
  • US-Patent 2989521 beschreibt ein Verfahren zum Vernetzen und Oxidieren von Stärke. Das Ausgangsmaterial für die Hypochloritbehandlung ist sehr stark vernetzte, gebundene Stärke, die mit Epichlorhydrin und ohne messbare Viskosität erhalten wird. Diese Stärke wird dann mit hohen Mengen Hypochlorit behandelt, um die Struktur zu schwächen und die Viskosität zu erhöhen. Die Diglycerinetherbindungen werden während der alkalischen Hypochloritbehandlung nicht gebrochen. Durch diese Behandlung wird eine große Anzahl von Carboxylgruppen (3 bis 9 Mol/100 AGU) eingeführt. Aufgrund dieser hydrophilen Gruppen kann die Stärke in Wasser besser quellen und entwickelt eine hohe Viskosität.
  • US-Patent 4281111 beschreibt eine Hypochloritbehandlung von Stärke bei einem pH-Wert von rund 3, gefolgt von Hydroxypropylierung.
  • Database WPI, Woche 7227, Derwent Publications Ltd., AN 441961 offenbart, dass Lebensmittel und Getränke mit guter Konsistenz und Stabilität durch Zugabe einer wachsartigen Maisstärkenaufschlämmung, die leichter Oxidation unterzogen wurde, hergestellt werden.
  • Zu starkes chemisches Vernetzen von Stärken ist nicht erlaubt, wenn die Produkte in Lebensmittelsanwendungen verwendet werden sollen. Es gibt deshalb einen Bedarf für Stärkeprodukte, die unter schonenden Bedingungen behandelt wurden und die nichtsdestoweniger die erforderlichen Eigenschaften von wärmestabiler hochviskoser Stärke erwerben. Darüber hinaus sind solche schonend behandelten Stärken als Bestandteile in Lebensmittelsprodukten erlaubt.
  • Kurzdarstellung der Erfindung
  • Gemäß der vorliegenden Erfindung wird eine stabilisierte Stärke mit hoher Viskosität bereitgestellt, die durch Umsetzen einer doppelt mutierten Stärke oder modifizierter Stärke mit einem Hypochlorit oder einer Kombination von Reaktanten, die in situ unter alkalischen Bedingungen aktives Chlor bilden können, erhalten wird.
  • Die modifizierte Stärke ist eine Stärke mit hoher Viskosität, die aus der Gruppe, bestehend aus wachsartigen, Wurzel- und Knollenstärken, ausgewählt sein kann, besonders bevorzugt sind wachsartige Stärken einschließlich wachsartiger Mais-, wachsartiger Reis-, wachsartiger Kartoffel-, wachsartiger Hirse- und wachsartiger Gerstenstärke. Als chemisch modifizierte Stärken werden Alkenylsuccinatester angewendet. Bevorzugter n-Octenylbernsteinsäurestärken. Das Hypochlorit liegt in Form des Natrium- oder Calciumsalzes vor, entsprechend 100 bis 4000 ppm aktives Chlor, und die Reaktion wird bei einem pH-Wert ausgeführt, der zwischen 7,5 und 11,5 liegt.
  • Die vorliegende Erfindung offenbart auch Stärken, die mit Hypochlorit und n-Alkenylbernsteinsäureanhydrid (nASA) behandelt wurden, wobei diese Behandlung vorzugsweise in der Reihenfolge von zuerst dem Anhydrid, dann dem Hypochlorit durchgeführt wird. Insbesondere wird die Behandlung mit n- Octenylbernsteinsäureanhydrid (nOSA) ausgeführt.
  • Die erfindungsgemäßen Stärkeprodukte werden verwendet, um die durch herkömmliche Vernetzung erhaltenen viskositätsstabilen Stärken zu ersetzen.
  • Weiterhin offenbart die Erfindung Anwendungen für diese Stärken.
  • Beschreibung der Figuren
  • Fig. 1: Brabender-Viskogramme von wachsartiger Maisstärke (Cerestar 04201, 30 g/450 ml), behandelt mit 1000 ppm aktivem Chlor (zugesetzt in Form von NaOCl) bei einem pH-Wert von 10,5 für 1, 3 und 5 Stunden.
  • Fig. 2: Brabender-Viskogramme von wachsartiger Maisstärke (Cerestar 04201, 30 g/350 ml), behandelt mit 1000 ppm aktivem Chlor, (zugesetzt in Form von NaOCl) für eine Stunde bei pH 7,5, 8,5, 9,5 und 10,5.
  • Fig. 3: Brabender-Viskogramme von wachsartiger Maisstärke (Cerestar 04201, 30 g/450 ml), behandelt mit 1,6% Acetanhydrid und 1000 ppm Wasserstoffperoxid, 1000 ppm Peressigsäure oder 1000 ppm Natriumhypochlorit.
  • Fig. 4: Brabender-Viskogramme von wachsartiger Maisstärke (Cerestar 04201, 30 g/450 ml), behandelt mit 3%igem n- Octenylbernsteinsäureanhydrid und 2000 ppm aktivem Chlor (als Natriumhypochlorit) (Brabender-Viskogramm bei pH 5,5).
  • Fig. 5: Brabender-Viskogramme von wachsartiger Maisstärke (Cerestar 04201, 30 g/450 ml), behandelt mit 3%igem n- Octenylbernsteinsäureanhydrid und 2000 ppm aktivem Chlor (als Natriumhypochlorit) (Brabender-Viskogramm bei pH 3,0).
  • Fig. 6: Brabender-Viskogramme von wachsartig geschrumpfter-1 (wxshr-1) Stärke, behandelt mit 2000 ppm aktivem Chlor (zugesetzt in Form von NaOCl) für eine Stunde bei pH 9,5.
  • Fig. 7: Brabender-Viskogramme von matter wachsartiger (duwx) Stärke, behandelt mit 2000 ppm aktivem Chlor (zugesetzt in Form von NaOCl) für eine Stunde bei pH 9,5 (Brabender-Viskogramm bei pH 5,5).
  • Fig. 8: Brabender-Viskogramme von matter wachsartiger (duwx) Stärke, behandelt mit 2000 ppm aktivem Chlor (zugesetzt in Form von NaOCl) für eine Stunde bei pH 9,5 (Brabender-Viskogramm bei pH 3,0).
  • Beschreibung der Erfindung im Einzelnen
  • Die vorliegende Erfindung offenbart eine wärmestabile Stärke hoher Viskosität, hergestellt ohne die Verwendung von herkömmlichen Vernetzungsreagenzien. Alle Stärken können verwendet werden, um wärmestabile Stärken hoher Viskosität gemäß der vorliegenden Erfindung herzustellen. Wir bevorzugen die Verwendung von Stärken, ausgewählt aus der Gruppe von wachsartiger, Wurzel- und Knollenstärke. Besonders bevorzugt sind wachsartige Stärken, einschließlich wachsartiger Mais-, wachsartiger Reis-, wachsartiger Kartoffel-, wachsartiger Hirse- und wachsartiger Gerstestärke.
  • Die Stärken können als solche verwendet werden oder sie können vor oder nach der Hypochloritbehandlung chemisch modifiziert werden.
  • Die vorliegende Erfindung wird auch durch die Behandlung von doppelt mutierten Stärken, matt wachsartig (duwx) und wachsartig geschrumpft-1 (wxshr-1-) erläutert, die die gleichen bevorzugten Ergebnisse zeigten. Darüber hinaus konnte gezeigt werden, dass die behandelten doppelt mutierten Stärken eine erhöhte Säurestabilität zeigten. Diese Wirkung war mit der duwx-Stärke besonders ausgeprägt.
  • Wachsartige Stärken und Wurzel- oder Knollenstärken erleiden normalerweise während längeren Erhitzens einen deutlichen Viskositätsabfall. Daher ist der Stabilitätseffekt aufgrund der Behandlung der vorliegenden Erfindung in diesen Fällen sehr vorteilhaft. Im Gegensatz zu dieser Gruppe zeigen Getreidestärken (Mais, Weizen, Hirse) oder Liguminosenstärken (glatte Erbse, Fababohne) und Stärken mit hohem Amylosegehalt keinen Viskositätsabfall, wenn bei neutralem pH-Wert unter atmosphärischen Bedingungen erhitzt wird. Nichtsdestoweniger werden diese Stärken durch die Behandlung der vorliegenden Erfindung weiter stabilisiert.
  • Die erfindungsgemäßen Produkte sind Stärken, die aufgrund der schonenden Behandlung mit aktivem Chlor in einer derartigen Weise modifiziert wurden, dass sie eine hohe Viskosität auch bei längerem Erhitzen beibehalten. Die erfindungsgemäßen Produkte behalten auch die hohe Viskosität bei, wenn sie unter alkalischen oder sauren Bedingungen erhitzt werden. Weiterhin wird die hohe Viskosität auch nach wiederholtem Erhitzen und Kühlen beibehalten.
  • Die erfindungsgemäßen Stärken zeigen nur einen leichten Abfall der Viskosität während der Messung mit dem Brabender-Viskograph, vorzugsweise ist der Viskositätabfall während des Erhitzens auf 95ºC weniger als 20%, bevorzugter weniger als 10%.
  • Von besonderem Interesse ist das Ergebnis, dass der gleiche Effekt gefunden wird, wenn die Stärke succinyliert wird. In diesem Fall wird die Stärke mit n-Alkenylbernsteinsäureanhydrid (n-ASA), vorzugsweise mit n-Octenylbernsteinsäureanhydrid (nOSA), behandelt.
  • Darüber hinaus wurde gefunden, dass, wenn die Behandlung mit Hypochlorit nach der Behandlung mit nOSA ausgeführt wurde, sich das Produkt von dem durch Ausführen der Reaktionen in der anderen Reihenfolge erhaltenen Produkt unterscheidet.
  • Die erfindungsgemäßen Stärkeprodukte wurden durch Reaktion mit Hypochlorit, vorzugsweise in Form des Natrium- oder Calciumsalzes, entsprechend 100 bis 4000 ppm aktivem Chlor, vorzugsweise 500 bis 2000 ppm, bei einem pH-Wert, der zwischen 7,5 und 11,5, vorzugsweise zwischen 8,5 und 10,5 liegt, erhalten.
  • Im Allgemeinen müssen die Reaktionsbedingungen (Chloranteil, Zeit, Temperatur, pH-Wert) in einer derartigen Weise gesteuert werden, dass kein Stärkeabbau und im Wesentlichen keine Bildung von Carboxylgruppen (< 0,1%) stattfindet.
  • Typische Reaktionszeiten und Temperaturen liegen zwischen 0,25 und 5 Stunden bzw. zwischen 10 und 55ºC.
  • Die Reaktion wird vorzugsweise an nativen Stärken ausgeführt, jedoch ist die Kombination mit chemischen Substitutionen, wie Acetylierung, Hydroxypropylierung oder n- Octenylsuccinylierung, nicht ausgeschlossen. Wenn die Reaktion in Kombination mit einer chemischen Modifizierung, wie Acetylierung, Hydroxypropylierung oder n-Octenylsuccinylierung, ausgeführt wird, kann die Behandlung mit Chlor vor, während oder nach der chemischen Modifizierungsreaktion stattfinden. Die Behandlung während oder nach der chemischen Modifizierung ist aufgrund eines deutlicheren Stabilisierungseffekts mit dem gleichen Behandlungsanteil von Chlor (Beispiel 5) bevorzugt.
  • Trotz der Tatsache, dass es die Absicht ist, die manchmal schwierig zu steuernde chemische Vernetzungsreaktion (beispielsweise durch Phosphoroxychlorid, Natriumtrimetaphosphat oder Adipinsäureanhydrid) durch alkalische Chlorbehandlung zu ersetzen, kann eine Kombination mit dieser Art Modifizierung für eine weitere erhöhte Viskositätsstabilisierung vorteilhaft sein.
  • Das Hypochlorit des vorliegenden Verfahrens kann durch eine Kombination von Reaktanten ersetzt werden, die in situ aktives Chlor bilden kann, beispielsweise Peressigsäure und/oder Wasserstoffperoxid in Gegenwart eines Überschusses an Chloridionen.
  • Ein weiterer Vorteil des erfindungsgemäßen Verfahrens ist, dass die unter alkalischen Bedingungen ausgeführte Hypochloritreaktion eine Vielzahl der anderen möglichen Vernetzungsreaktion, die normalerweise unter alkalischen Bedingungen ausgeführt werden, sodass die Reaktionen gleichzeitig oder aufeinander folgend ohne den Bedarf des Veränderns des pH-Werts zwischen den Schritten ausgeführt werden kann, möglich ist. Somit wird ein Eintopfverfahren möglich. Solche anderen Modifizierungsreaktionen schließen Hydroxypropylierung und Acetylierung ein.
  • Die erfindungsgemäßen wärmestabilen hochviskosen Stärken werden in beliebiger Anwendung verwendet, wenn dicke siedende Stärken verwendet werden. Wichtige Anwendungen schließen Verdickungsmittel für Suppen und Soßen, Stabilisatoren für Fleischprodukte, in Dressings, für Aufstriche, Fertignahrung ein.
  • Aufgrund der hohen Wasserbindungskapazität der erfindungsgemäßen Produkte wird die Frische von Bäckereiprodukten verbessert. Vorgelierte Produkte (Instantstärken) sind besonders für die Stabilisierung von Bäckereiprodukten, einschließlich Füllungen und Cremes, geeignet.
  • Zusätzlich ist es möglich, nur einen Teil der klassisch vernetzten Stärke mit den erfindungsgemäßen Stärken zu ersetzen.
  • Ein weiterer Vorteil des erfindungsgemäßen Verfahrens ist der bleichende Effekt der Reaktion, die zu einem farblosen Produkt führt. Zusätzlich werden Mikroorganismen entfernt, was zu einem mehr oder weniger sterilen Produkt führt.
  • Die vorliegende Erfindung wird durch Reaktion von wachsartiger Maisstärke mit Natriumhypochlorit (Beispiel 1) erläutert. Wachsartige Maisstärke wird mit 1000 ppm aktivem Chlor, zugesetzt in Form von Natriumhypochlorit, umgesetzt. Die Reaktion wird für 1, 3 bzw. 5 Stunden fortgesetzt. Die Reaktionszeit hat keinen wesentlichen Einfluss auf die Wärmeviskositätsstabilität, wie durch Brabender-Viskosimeter-Versuche gemessen.
  • In Beispiel 2 wird gezeigt, dass der Viskositätsstabilisierungseffekt pH-Wert-abhängig ist und dass der Effekt sich mit der Erhöhung des pH-Werts erhöht.
  • In Beispiel 3 wurden andere Stärken als wachsartige Maisstärke gemäß dem in Beispiel 1 beschriebenen Prinzip behandelt. Die Behandlung war bei einem pH-Wert von 9,5 für eine Stunde für wachsartige Gerstenstärke und Kartoffelstärke und bei pH 8,5 für Tapiokastärke. Die Viskositätsdaten zeigen deutlich, dass die Hypochloritbehandlung unter alkalischen Bedingungen von anderen wachsartigen Stärken und von Knollen- und Wurzelstärken zu einer ähnlichen Viskositätsverbesserung, wie für wachsartige Maisstärke gezeigt, führt.
  • In Beispiel 4 wird gezeigt, dass die Wirkung nicht beobachtet wird, wenn acetylierte wachsartige Maisstärke mit Wasserstoffperoxid oder Peressigsäure behandelt wird. Fig. 3 zeigt den überraschenden viskositätsverbessernden Effekt von Hypochlorit im Vergleich mit Wasserstoffperoxid- oder Peressigsäurebehandlung für acetylierte wachsartige Maisstärke. Dieses Beispiel dient weiterhin, um zu zeigen, dass die Wirkung auch beobachtet wird, wenn von chemisch modifizierter Stärke ausgegangen wird.
  • Beispiel 5 zeigt, dass in Kombination mit n-Octenylbernsteinsäurebehandlung sogar ein höherer Stabilisierungseffekt erhalten wird. Dieses Beispiel zeigt weiterhin, dass die Folge n-Octenylbernsteinsäure[]-Hypochloritbehandlung zu einem besseren Stabilisierungseffekt als die entgegengesetzte Folge führt. Ein besonderer Vorteil der Kombination der n- Octenylbernsteinsäure-Hypochloritbehandlung ist die hohe Säurestabilität dieser modifizierten Stärke (Fig. 5).
  • In Beispiel 6 wird gezeigt, dass doppelt mutierte Maisstärken auch mit den gleichen vorteilhaften Ergebnissen verwendet werden können. Typische matte (duwx) und wachsartige geschrumpfte-1 (wxshr-1) Maisstärken werden verwendet. Die Hypochlorit-behandelten Produkte zeigen eine stark erhöhte Heißviskosität (Fig. 6 und 7).
  • Es wird weiterhin gezeigt, dass behandelte doppelt mutierte Stärken (in diesem Fall wachsartige Stärken) eine beträchtlich erhöhte Säurestabilität zeigen, wenn mit unbehandelter, doppelt mutierter Stärke verglichen. Dieser Effekt ist mit duwx-Maisstärke ausgeprägter (Fig. 8).
  • Experimentelles
  • Die Brabender-Viskogramme wurden bei pH 5, 5 mit Ausnahme für die duwx-doppelt mutierte Stärke gemessen, die auch bei pH 3,0 gemessen wurde (Beispiel 6).
  • Beispiel 1
  • 2 kg native wachsartige Maisstärke (Cerestar 04201) werden in 3 l Leitungswasser aufgeschlämmt. Die Suspension wird auf 30ºC erhitzt und der pH-Wert wird auf 10,5 eingestellt. Zu dieser Aufschlämmung wird Natriumhypochlorit in einer Menge entsprechend 1000 ppm aktivem Chlor gegeben. Unter stetigem Rühren wird die Reaktion 1, 3 und 5 Stunden ablaufen lassen. Nach diesen Zeitintervallen werden Proben genommen, der pH-Wert wird auf etwa 6 gebracht und überschüssiges Chlor wird mit Natriumbisulfit neutralisiert. Anschließend wird die Aufschlämmung zweimal mit dem doppelten Wasservolumen gewaschen, der erhaltene Filterkuchen wird in einem Wirbelschichttrockner (Firma Retsch) bei 60ºC zu 10-15% Feuchtigkeit getrocknet, alternativ wird dem Kuchen erlaubt, über Nacht auf der Bank bei Umgebungstemperatur zu trocknen. Von diesen Stärken werden Brabender-Viskogramme bei einer Konzentration von 30 g Stärke/450 ml Wasser genommen (siehe Fig. 1). Im Gegensatz zu unbehandelter wachsartiger Maisstärke zeigen die gemäß diesem Verfahren hergestellten Produkte hohe und stabile Wärmeviskosität und eine Kaltviskosität (50ºC), die mehr als dreifach höher ist als jene des Grundmaterials (ausgedrückt in Brabender-Einheiten BU). Die Behandlungszeit hatte nur einen marginalen Einfluss auf das Viskositätsprofil. Die Pasten können über Nacht bei Umgebungs- oder Kühlschranktemperatur gelagert werden, ohne irgendeine Gelierungstendenz zu zeigen.
  • Beispiel 2
  • Dieses Beispiel zeigt, dass der Viskositätsstabilisierungseffekt pH-Wert-abhängig ist und dass sich der Effekt mit dem Erhöhen des pH-Werts erhöht. Die Reaktionen an wachsartiger Maisstärke wurden wie in Beispiel 1 beschrieben ausgeführt mit der Ausnahme, dass die Reaktionszeit auf eine Stunde fixiert war und der Reaktions-pH-Wert zwischen 7,5 und 10,5 variiert wurde. Die Brabender-Kurven von Fig. 2 zeigen, dass der höchste Stabilisierungseffekt bei pH 10,5 erhalten wird und dass bei pH 7,5 die Viskosität bei 95ºC noch leicht abfällt. Folglich wird die Rückstell-(Set-Back-)Viskosität auch mit steigendem pH-Wert höher.
  • Beispiel 3
  • In diesem Beispiel wurden andere Stärken als wachsartige Maisstärke gemäß dem in Beispiel 1 beschriebenen Prinzip behandelt. Die Reaktionen wurden eine Stunde bei pH 9,5 für wachsartige Gerstenstärke und Kartoffelstärke und bei pH 8,5 für Tapiokastärke durchgeführt. Die beigefügte Tabelle zeigt einen Vergleich der Viskosität nach 30 Minuten bei 95ºC (BU- 95/30º), was ein Maß für die Wärmestabilität ist, und nach Kühlen bei 50ºC (BU-50) der Hypochlorit-behandelten Stärke im Vergleich mit dem entsprechenden Grundmaterial.
  • * Unterschied zwischen den anderen Stärken (30 g/450 ml Wasser), die Viskogramme für Kartoffelstärke wurden mit 15 g Stärke/450 ml Wasser ausgeführt.
  • Die Viskositätsdaten zeigen deutlich, dass die Hypochloritbehandlung unter alkalischen Bedingungen von anderen wachsartigen Stärken und von Knollen- und Wurzelstärken zu einer ähnlichen Viskositätsverbesserung wie für wachsartige Maisstärke gezeigt führt.
  • Beispiel 4
  • 2 kg wachsartige Maisstärke werden in 4 l Wasser aufgeschlämmt. Der pH-Wert wird mit 1 N NaOH auf 8,5 gebracht. Dann wurde Natriumhypochlorit entsprechend 1000 ppm aktivem Chlor zugesetzt. Bei 30ºC wurden tropfenweise innerhalb 15 Minuten 32 g Acetanhydrid zugesetzt, während der pH-Wert durch die parallele Zugabe von 1 N NaOH bei 8,0 bis 8,5 gehalten wurde. Nachdem das gesamte Acetanhydrid zugegeben war, wurde die Aufschlämmung 15 Minuten bei pH 8,5 gehalten, bevor der pH-Wert und das restliche Chlor wie in Beispiel 1 beschrieben neutralisiert wurden. Nach zweimal Waschen wurde die Stärke in einem Wirbelschichttrockner getrocknet und in dieser Form für die Brabender-Charakterisierung verwendet. Zum Vergleich wurde die gleiche Reaktion in Gegenwart von Wasserstoffperoxid bzw. Peressigsäure (1000 ppm aktiver Sauerstoff) ausgeführt.
  • Fig. 3 zeigt den überraschenden viskositätsverbessernden Effekt von Hypochlorit im Vergleich mit Wasserstoffperoxid oder Peressigsäurebehandlung auch für acetylierte wachsartige Maisstärke.
  • Beispiel 5
  • Dieses Beispiel zeigt den speziellen Vorteil der Kombination der Behandlung von n-Octenylbernsteinsäure mit Hypochlorit. Es wurde auch gezeigt, dass die Reaktionsfolge von Bedeutung für den Stabilisierungseffekt ist. Kurve a zeigt das Profil der n-Octenylbernsteinsäurestärke, erhalten durch eine Stunde Behandlung von wachsartiger Maisstärke mit 3%igem n-Octenylbernsteinsäureanhydrid bei 30ºC und pH 8,5. Kurve b zeigt das Profil, das nach einer Stunde Behandlung mit 2000 ppm aktivem Chlor bei 30ºC, gefolgt von n-Octenylbernsteinsäure-Behandlung wie für Kurve a beschrieben erhalten wird. Kurve c wird aus einer Stärke erhalten, die in der entgegengesetzten Folge wie für b beschrieben behandelt wird.
  • Bei pH 5, 5 (Fig. 4) sowie bei pH 3 (Fig. 5) kann ersichtlich werden, dass die Behandlung mit Hypochlorit die Stabilität der n-Octenylbernsteinsäure-Stärke erhöht, jedoch ergibt die Behandlung mit Chlor nach n-Octenylbernsteinsäure- Behandlung den nahezu höchsten Stabilisierungseffekt. Auch unter sauren Bedingungen gibt es keinen Viskositätsabfall während längeren Erhitzens in diesem Fall.
  • Beispiel 6
  • Dieses Beispiel zeigt den speziellen Vorteil der alkalischen Hypochloritbehandlung für die Viskositätsstabilisierung von Stärken, die von doppelt mutierter Maisstärke abgeleitet sind:
  • a) matt wachsartig (duwx) und b) wachsartig geschrumpft-1 (wxshr-1).
  • Die Reaktionen wurden wie in Beispiel 1 mit 2000 ppm Chlor bei pH 9,5 beschrieben für eine Stunde ausgeführt. Im Gegensatz zu den Stammstärken zeigen die Hypochlorit-behandelten Stärken eine bemerkenswert hohe und stabile Heißviskosität und eine entsprechende Rückstell-Viskosität, die zwei- bis dreifach höher ist als jene der nativen Stärken. Dies wird in Fig. 6 und 7 gezeigt.
  • Für die duwx-Maisstärke wird weiterhin gezeigt, dass die Viskosität der Hypochlorit-behandelten Stärke stabiler gegen Säure (pH 3) ist als unbehandelte Stärke (Fig. 8). Während die Viskosität der nativen duwx-Stärke fast vollständig nach 30 Minuten bei 95ºC abfällt, entwickelt die behandelte Stärke eine hohe Viskosität, die unter diesen Bedingungen nur leicht abnimmt.

Claims (6)

1. Stabilisierte hochviskose Stärke, dadurch gekennzeichnet, dass sie durch Umsetzen einer doppelt mutierten Stärke oder modifizierten Stärke mit einem Hypochlorit oder einer Kombination von Reaktanten, die in situ unter alkalischen Bedingungen aktives Chlor bilden können, erhalten wird, wobei die modifizierte Stärke aus der Gruppe, bestehend aus modifizierter wachsartiger, Wurzel- und Knollenstärke, ausgewählt ist und ein Stärkealkenylsuccinat darstellt und wobei das Hypochlorit in Form des Natrium- oder Calciumsalzes entsprechend 100 bis 4000 ppm aktives Chlor vorliegt und die Reaktion bei einem pH-Wert, der zwischen 7, 5 und 11, 5 liegt, erfolgt.
2. Stärke nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Alkenylsuccinat n-Octenylsuccinat ist.
3. Stärke nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die doppelt mutierte Stärke vom duwx- oder wxshr-1-Typ ist.
4. Stärkeprodukt, erhalten durch zuerst Behandeln der Stärke mit n-Octenylbernsteinsäureanhydrid und anschließend mit Hypochlorit oder einer anderen unter alkalischen Bedingungen aktives Chlor bildenden Verbindung.
5. Verfahren zur Herstellung einer wärmestabilen hochviskosen Stärke nach einem vorangehenden Anspruch.
6. Lebensmittel, enthaltend eine Stärke nach einem der Ansprüche 1 bis 4.
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