Hintergrund der Erfindung
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Die Erfindung betrifft die Herstellung eines
Rollvorhangs oder einer ähnlichen Vorrichtung, die zum
Verdunkeln von Fenstern, zum Verhindern des Eintretens
von Insekten oder ähnlichem verwendet wird.
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Die Erfindung betrifft insbesondere die Konfiguration
eines elastischen Mittels zum Aufrollen des Vorhangs,
von dessen Trägern, sowie eines Verbindungssystems
zwischen einer Rollen-Trägerwelle und dem elastischen
Mittel zum Aufrollen.
Stand der Technik
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Diese Vorhänge, die üblicherweise auch als Rollos oder
Rollvorhänge bezeichnet werden, sind im allgemeinen auf
eine Rolle gewickelt, die in einer horizontalen
Position innerhalb eines kastenähnlichen Gehäuses
drehbar gelagert ist, das im Bereich einer inneren
oberen Kante eines Fensters angeordnet ist.
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Die Rolle kann sich zum Abrollen und nachfolgenden
Aufrollen des Vorhangs axial drehen.
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Alle Arten von Rollvorhängen lassen sich entsprechend
der Art ihres Abroll- und Aufroll-Mechanismus in zwei
Gruppen einteilen. Eine dieser Gruppen umfasst ein
elastisches Mittel, im allgemeinen eine Schraubenfeder,
die innerhalb der Wickelrolle liegt und an dieser
befestigt ist, so dass die abrollende Drehung ihre
Torsion bewirkt und die sich daraus ergebende
elastische Reaktion später zum Aufrollen des Vorhangs
verwendet werden kann.
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Der Vorhang wird durch direktes Ziehen nach unten
abgerollt und dann mit einem geeigneten Feststellmittel
in einer gewünschten Position verriegelt, bis er wieder
aufgerollt wird.
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Bei einer anderen Art von Vorhang ist kein elastisches
Mittel vorhanden, sondern der Vorhang wird auch zum
Aufrollen manuell betätigt.
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An dem Rollenkopf ist eine kleine Riemenscheibe
befestigt, die eine geeignet geformte Nut aufweist, in
der eine Bestätigungskette zum Abrollen und Aufrollen
des Vorhangs geführt ist.
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Bei der ersten Art von Vorhang ist ein Ende des
elastischen Mittels fest an der Rolle befestigt,
während das anderen Ende an dem Fensterrahmen befestigt
ist, so dass das elastische Mittel beim Abrollen des
Vorhangs gespannt wird.
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Es ist bekannt, zur Vermeidung von Wellen an der Feder
eines ihrer Enden an einem sich in Längsrichtung
bewegenden Element zu befestigen, das sich innerhalb
der Rolle befindet und das sich zusammen mit der Rolle
dreht.
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Es ist klar, dass bei einem Vorhang mit einer
bestimmten Länge, der das Ende der abrollenden
Hubbewegung erreicht, jedoch trotzdem eine große Anzahl
von Drehungen an der Rolle erforderlich ist und die
elastische Reaktion der Feder und die Torsionsspannung
beträchtlich sein werden.
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Diese Tatsache führt zu einem Problem bei der
Dimensionierung der zu verwendenden Federn, die in
keinem Fall eine elastische Reaktion ausüben, die der
notwendigen Kraft zum gleichmäßigen Aufrollen des
Vorhangs entspricht.
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Darüberhinaus müssen die Halter der Aufroll-Feder der
zu bewirkenden elastischen Reaktion entsprechen. Dies
führt dazu, dass die Abmessungen der Halter relativ
groß werden und sich auch die Gesamtkosten für die
Herstellung des Vorhangs erhöhen.
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Weiterhin ist auch die Montage der Aufroll-Anordnung
sehr aufwendig, da die Anordnung das Verbindungselement
zwischen der Rolle und einem Ende der Aufroll-Feder,
die Feder und eine Welle umfasst, die durch die gesamte
Rolle läuft und mit der das andere Ende der Feder an
dem den Vorhang enthaltenden Gehäuse befestigt ist.
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Alle diese Elemente müssen innerhalb der Rolle
zusammengebaut und an ihre transversale Abmessung
angepasst werden, die mit der Breite des Vorhangs
korrespondiert.
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Folglich ist das Problem der Federspannung dann
besonders schwerwiegend, wenn ein langer und schmaler
Vorhang abgerollt und aufgerollt werden soll, da dann
die Länge der Feder nicht groß genug ist und diese
somit sehr stark gespannt wird.
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Im Falle eines vollständig manuell betätigten Vorhangs,
der auch als Reibungsvorhang bezeichnet wird, hat das
Fehlen einer elastischen Reaktion zur Folge, dass eine
beträchtliche Kraft zum Aufrollen des Vorhangs
notwendig ist, wobei diese Kraft mit der Länge des
abgerollten Vorhangs ansteigt.
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Um dieses Problem zu lösen, muss der Durchmesser der
treibenden Riemenscheibe so groß sein, dass das
Aufrollen und Abrollen des Vorhangs mit geringer Mühe
möglich ist und auch die Betätigungskette klein
gehalten werden kann. Die Abmessungen des Halters
müssen jedoch in Abhängigkeit von dem Drehmoment
festgelegt werden, das in den Bereichen der Enden der
Rolle ausgeübt wird. Dies beeinflusst die
Gesamtabmessungen des den Vorhang enthaltenden
Gehäuses.
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Ein weiteres, im Zusammenhang mit den bekannten
Reibungsvorhängen bestehendes Problem besteht darin,
dass die Möglichkeit gegeben sein muss, die Vorrichtung
zum Abrollen und Aufrollen sowohl an einer Seite, als
auch an der anderen Seite des Fensterrahmens, an dem
der Vorhang montiert wird, anzubringen, da dies zum
Beispiel durch die Umgebung, in der der Vorhang
montiert wird, bedingt sein kann.
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Um dieses Ergebnis herbeizuführen, sind im Stand der
Technik zwei Wege bekannt. Ein erster Weg besteht
darin, sowohl die Komponenten des Aufroll-Systems, als
auch die Komponenten des Verbindungs systems in zwei
Serien herzustellen, die sich spiegelbildlich
voneinander unterscheiden. In Abhängigkeit von den
Gegebenheiten und der Notwendigkeit werden dann die
Komponenten der einen oder der anderen Serie verwendet.
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Ein zweiter Weg besteht darin, nur die Aufroll-Federn
in zwei verschiedenen Serien herzustellen, wobei die
Federn der Serien die gleiche elastische Konstante
aufweisen, jedoch in entgegengesetzten Richtungen
gewickelt sind.
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Es liegt auf der Hand, dass diese Tatsache ein
beträchtliches Problem darstellt und dass die
Herstellung der Rollvorhänge nach diesen beiden
Alternativen sowie die Lieferung und die Lagerhaltung
hohe Kosten verursachen. Weiterhin ist auch die Wartung
der auf eine der beschriebenen Weisen hergestellten
Vorhänge relativ kompliziert und aufwendig.
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In der GB 222.936 von J. Hartley und G. R. Thornborough
sind verbesserte Mittel zum Sichern und Montieren von
Spiralfedern beschrieben, die in sich drehenden
Verschlüssen und ähnlichem verwendet werden. Um mehr
Leistung zum Heben oder Senken der Verschlüsse
bereitzustellen, umfassen die verbesserten Mittel
zylindrische Kerne oder Blöcke, die zwei (oder mehr)
Durchmesser aufweisen, wobei jeder Durchmesser
spiralförmig mit einer Nut versehen ist, um eine
entsprechende Feder aufzunehmen.
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Dies ermöglicht die Montage von zwei (oder mehr)
Federn, um den Verschluss aufzurollen, wobei die Federn
mit der Rolle an einer Seite mittels eines Kerns und
mit der inneren Welle an der anderen Seite mittels
eines Blocks verbunden sind.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, verbesserte
elastische Mittel vorzuschlagen, die eine elastische
Reaktion in einer gleichmäßigeren Weise und angepasst
an die effektiv notwendige Kraft zur Verfügung stellen,
die notwendig ist, um den Vorhang aufzurollen, wenn er
von der Rolle abgerollt ist.
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Weiterhin soll mit der Erfindung ein elastisches Mittel
mit begrenzten Abmessungen vorgeschlagen werden, das
eine Anordnung bildet, die unabhängig von der Länge der
Rolle schnell und einfach in die Rolle eingesetzt
werden kann. Dies wird mit einer geeigneten
Verbindungseinrichtung erzielt, mit der nicht nur ein
Ende des elastischen Mittels an der Rolle verriegelt
wird, so dass diese elastisch beaufschlagt wird,
sondern mit der auch die Größe der Torsion vermindert
wird, der diese ausgesetzt sind, wenn die Rolle gedreht
wird.
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Die oben erwähnten Merkmale verbessern nicht nur die
Arbeitsweise des Vorhangs, sondern vermindern auch die
zur Herstellung erforderlichen Gesamtkosten.
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Weiterhin sollen mit der Erfindung die
Verbindungsmittel verbessert werden, die das elastische
Mittel mit der Rolle und der die Rolle tragenden Welle
in einer Weise verbinden, dass eine spiegelähnliche
Verschiebung der Aufroll-Einrichtung an jeder Seite des
Fensters, an dem der Rollvorhang zu montieren ist,
einfach und schnell möglich wird, ohne dass es
erforderlich ist, Teile auszutauschen oder zwei Sätze
herzustellen.
Zusammenfassung der Erfindung
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Diese Aufgaben werden mit einem elastischen Mitteln zum
automatischen Aufrollen eines Rollvorhangs oder
entsprechend zum Kompensieren des Gewichtes eines
Reibungsvorhangs während eines manuellen Aufrollens des
Vorhangs gelöst, mit einer durch einen stationären
Rahmen in einer horizontalen Position drehbar
gelagerten Rolle, wobei das elastische Mittel
Schraubenfedern umfasst, die an einem Ende fest an
einem gemeinsamen Träger befestigt sind, der mit einer
Welle der Rolle verbunden ist, und die mit dem anderen
Ende jeder Schraubenfeder an einem entsprechenden
Träger- und Zwangselement befestigt sind, das
geometrisch an die Rolle gekoppelt ist, wobei der
gemeinsame Träger durch einen stufenweise konischen
Zylinder gebildet ist, der gestufte Sektionen abgrenzt,
wobei jede Feder mit einem Presssitz an einer
korrespondierenden Sektion ruht. Die elastischen Mittel
sind dadurch gekennzeichnet, dass jedes der Träger- und
Zwangselemente einen Zylinder, an dem eine
korrespondierende Feder befestigt ist, eine erhobene
Kante, die geometrisch mit der inneren Fläche der Rolle
eingreift, sowie einen axial in dem Zylinder
ausgebildeten Hohlraum umfasst, so dass eine Feder mit
einem kleineren Durchmesser hindurchgeführt werden
kann.
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Die Welle ist mit dem stationären Rahmen über einen
Geschwindigkeitsreduzierer verbunden, um eine Torsion
des elastischen Mittels mit einer Größe zu erzeugen,
die in Bezug auf die Drehung der Rolle reduziert ist.
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Das Ende der Welle liegt nahe dem ganz äußeren Träger-
und Zwangselement und dem Geschwindigkeitsreduzierer,
die zusammen mit der Gruppe von Federn, ihren Haltern,
der Welle und dem äußeren Träger-Zylinderkörper eine
kompakte Anordnung bilden, die unabhängig von der Länge
der Rolle in diese eingeführt wird.
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Der Geschwindigkeitsreduzierer umfasst folgende
Elemente: eine Kappe, die mindestens teilweise in einen
Kopf der Rolle eingeführt ist, wobei deren Hohlraum
nach außen gedreht und geometrisch mit der Rolle
verbunden ist; ein inneres Ringrad (Zahnrad), das
innerhalb des Hohlraums und eines Durchgangslochs
ausgebildet ist, durch das die Welle frei
hindurchtritt; eine Mehrzahl von Planetenrädern, die
durch einen Planetenträger mit einem konzentrischen
Loch so gehalten sind, dass sie mit dem Ringrad
eingreifen, wobei in das konzentrische Loch das Ende
der Welle, das gegenüber dem an dem elastischen Mittel
befestigten Ende liegt, eingeführt und geometrisch mit
diesem verbunden ist; einen äußeren zylindrischen
Trägerkörper, der in einer festen Position an dem
stationären Rahmen befestigt ist und einen sich axial
erstreckenden, gezahnten Vorsprung aufweist, der
zwischen die Planetenräder geführt ist und mit diesen
eingreift, um ein Sonnenrad des Planetengetriebe-Zuges
zu bilden.
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Eine koaxiale Scheibe hält die Welle konzentrisch zu
der Rolle und ist drehbar an der Welle in dem Bereich
ihres Endes befestigt, das näher an dem ganz äußeren
Träger- und Zwangselement liegt.
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Eine geometrische Verbindung zwischen der Welle und dem
gemeinsamen Feder-Halter wird mit einem eine Verbindung
treibenden Mittel erzielt, das keilförmige, an der
Welle ausgebildete Elemente umfasst, die an in dem
Träger ausgebildete keilförmige Löcher angepasst sind,
so dass die Welle darin gleiten kann und dadurch ein
Entfernen und Verschieben der Welle möglich ist.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
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Die Merkmale der Erfindung ergeben sich aus der
folgenden Beschreibung mit Bezug auf die Zeichnung. Es
zeigt:
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Fig. 1 eine Explosionsdarstellung eines
erfindungsgemäßen Aufroll-Systems für einen Vorhang;
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Fig. 2 eine Schnittansicht eines Kopfes der Rolle, mit
dem ein im folgenden beschriebener
Verbindungsmechanismus verbunden ist;
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Fig. 3 und 4 zwei Schnittansichten entlang der Ebenen
III-III und IV-IV in Fig. 2;
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Fig. 5 eine Schnittansicht von zwei nicht benachbarten
Teilen der Rolle, die mit rollenden elastischen Mitteln
gemäß der Erfindung versehen sind;
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Fig. 6 und 7 Querschnittsansichten der Rolle entlang
der Ebenen VI-VI und VII-VII in Fig. 5;
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Fig. 8 eine Schnittansicht eines Kopfes der Rolle, mit
der elastische Mittel verbunden sind, die den
Mechanismus eines Reibungsvorhangs verbinden;
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Fig. 9 und 10 zwei Schnittansichten entlang der Ebenen
IX-IX und X-X in Fig. 2.
Bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung
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Das im folgenden beschriebene elastische Aufroll-Mittel
kann mit beiden Arten von Vorhängen verwendet werden,
das heißt zum Aufrollen sowohl mit einer Aufroll-Feder,
als auch von Reibungsvorhängen, im letztgenannten Fall
kompensiert das elastische Mittel das Gewicht des
Vorhangs.
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Zur Vereinfachung der Beschreibung soll trotzdem auf
einen Aufroll-Vorhang mit einer Aufroll-Feder Bezug
genommen werden.
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Gemäß den Fig. 1, 5, 6 und 7 ist die Rolle 19, auf
der der Vorhang 20 aufgerollt wird, drehbar in einer
horizontalen Position mit einem stationären Element 35
gelagert, mit dem ein Ende des elastischen Mittels über
eine Welle 2 verbunden ist, die sich innerhalb der
Rolle über eine Verbindungs-Reduzierereinrichtung 30
erstreckt, die im folgenden beschrieben wird.
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Das andere Ende des elastischen Mittels 50 ist direkt
an der Rolle 19 befestigt und wird gemäß folgender
Beschreibung zusammen mit der Rolle gedreht.
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Das elastische Mittel 50 umfasst eine Mehrzahl von
Schraubenfedern 26, 27, 28, wobei zum Beispiel drei
Federn vorgesehen sein können. Darüberhinaus kann die
Anzahl der Federn jedoch beliebig sein und wird nur
durch die Abmessungen der Rolle 19 und die Größe der
verwendeten Federn beschränkt.
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Im Bereich eines gemeinsamen Endes sind die Federn 26,
27, 28 fest an einem gemeinsamen Träger 15 befestigt,
der mit der Welle 2 verbunden ist. Die geometrische
Verbindung zwischen der Welle 2 und dem gemeinsamen
Feder-Träger 15 wird mit einem eine Verbindung
treibenden Mittel mit Keilen erzielt, die auf der Welle
ausgebildet und an keilförmige Löcher in dem Träger 15
angepasst sind, der somit entlang der Welle gleiten
kann.
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Gemäß Fig. 5 umfasst der gemeinsame Träger 15 einen
stufenweise kegeligen Zylinder, der gestufte Sektionen
16, 17, 18 bildet. Jede Feder ruht mit einer
Preßpassung an einer korrespondierenden Sektion.
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Die anderen Enden der Schraubenfedern 26, 27, 28 sind
an entsprechenden Träger- und Zwangselementen 36, 37,
38 befestigt, die in die Rolle 19 in geometrischer
Verbindung mit dieser eingeführt sind.
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Jedes dieser Träger- und Zwangselemente 36, 37, 38
umfasst einen Zylinder, an dem eine entsprechende Feder
befestigt ist und eine erhobene Kante 46, 47, 48, die
geometrisch mit der inneren Fläche 19a der Rolle 19 und
eines Hohlraums 38a, 37a eingreift, der axial in den
entsprechenden Zylinder 38, 37 eingebracht ist, so dass
eine Feder mit einem geringeren Durchmesser
hindurchgeführt werden kann.
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Diese elastischen Mittel ermöglichen die Verwendung von
Federn mit verschiedenen Abmessungen und verschiedenen
Federkonstanten und nicht, wie bei bekannten
Rollvorhängen, nur die Verwendung einer einzigen Feder.
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Dadurch ist es möglich, selektiv die Größe der
elastischen Reaktion jeder Feder festzulegen und somit
die elastische Reaktion der Gruppe von Federn
wesentlich genauer einzustellen.
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Es wird somit eine elastische Reaktion erzielt, die
wesentlich weicher und während des Abrollens des
Vorhangs wesentlich gleichmäßiger ist.
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Mit getrennten Trägerelementen für jede Feder ist es
möglich, Federn mit sehr unterschiedlicher Länge oder
mit einer Vorspannung zu montieren. Zum Beispiel können
eine oder mehrere Federn eine in Bezug auf die anderen
Federn entgegengesetzte Richtung haben, so dass sie
erst ab einem vorbestimmten Punkt des Abrollens des
Vorhangs wirksam werden.
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Dieses Ergebnis kann noch weiter verbessert werden,
wenn die Welle 2 an einem Reduzierer 30 befestigt ist,
der mit dem stationären Element 35 und der Rolle 19
verbunden ist.
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Der sich ergebende Vorteil besteht darin, dass die
elastische Reaktion der Federn innerhalb eines in
stärkerem Maße begrenzten Bereiches von Werten gehalten
wird und somit genauer mit dem Gewicht des abgerollten
Vorhangs korrespondiert und sich allmählich erhöht,
wenn der Vorhang abgerollt wird.
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Gemäß den Fig. 1 bis 7 umfasst der Reduzierer 30 ein
Kappenelement 1, das teilweise in einen Kopf der Rolle
19 eingeführt ist, so dass sein Hohlraum nach außen
gedreht ist.
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Wie aus Fig. 3 deutlich wird, ist die äußere Fläche 1a
des Kappenelementes 1 an die innere Fläche 19a der
Rolle 19 angepasst, so dass eine Drehung der Rolle auch
eine Drehung des Kappenelementes 1 zur Folge hat.
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Der Hohlraums 1b des Kappenelementes 1 bildet ein
inneres Ringrad (Zahnrad) 21 und hat in seinem Boden
ein konzentrisches Durchgangsloch, durch das die Welle
2 frei hindurchtreten kann.
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Die Vorrichtung umfasst auch eine Mehrzahl von
Planetenrädern 3, die mit einem Ankerelement oder einem
Planetenträger 5 so gehalten sind, dass sie mit dem
Ringrad 21 eingreifen, wobei der Planetenträger ein
konzentrisches Loch 5a auf weist, in das das Ende der
Welle 2, das gegenüber dem an dem elastischen Mittel 50
befestigten Ende liegt, mit geometrischer Verbindung
eingeführt ist.
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Die Welle ist innerhalb des Lochs durch fixierende
Schrauben bekannter Art oder mit Klebstoff verriegelt.
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Der Planetenträger 5 ist mit einer perforierten Platte
4 kombiniert, die die Planetenräder 3 in ihren
Positionen an den entsprechenden Trägerstiften hält.
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Die Rolle wird schließlich außen durch einen
zylindrischen Körper 6 gehalten, der durch eine
geometrische Verbindung mit seiner Welle 8 in einer
festen Position zu dem stationären Element 35 befestigt
ist.
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Der zylindrische Körper 6 ist mit der Möglichkeit einer
reziproken Drehung in den Hohlraum 1b des
Kappenelementes 1 eingesetzt und weist einen gezahnten
Vorsprung 7 auf, der sich in Axialrichtung erstreckt
und der zwischen die Planetenräder 3 eingeführt ist, so
dass das Sonnenrad des Planetengetriebe-Zuges gebildet
wird, der neben dem gezahnten Vorsprung 7 die
Planetenräder 3 und das innere Ringrad 21 gemäß der
Darstellung in Fig. 3 umfasst.
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Die soweit beschriebenen Elemente sind von der Kappe 1
umschlossen, die in den Kopf der Rolle 19 eingeführt
wird.
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Die Fig. 8, 9 und 10 zeigen die gleiche Vorrichtung
in einem an einem Reibungsvorhang montierten Zustand,
der mit einer Kette 22 abgerollt und aufgerollt wird,
die in einer entsprechend geformten Nut in einer
kleinen Riemenscheibe 9, die sich an der ganz außen
liegenden Kante des Kappenelementes 1 befindet, geführt
ist.
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Nachfolgend soll nun die Arbeitsweise der Vorrichtung
beschrieben werden.
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Wenn im Falle des in Fig. 4 gezeigten automatischen
Aufroll-Vorhangs der Vorhang durch direkte Betätigung
einer Schnur 20, die in Richtung des Pfeils T gezogen
wird, abgerollt wird, oder wenn eine an der
Riemenscheibe 9 des Kappenelementes 1 montierte Kette
22 gezogen wird, bestimmt die Drehung der Rolle 19 die
Torsion des Endes des daran befestigten elastischen
Mittels 50. Zur gleichen Zeit dreht diese jedoch auch
das Kappenelement 1, so dass das Ringrad 21 die
Rotation der Planetenräder 3 in Bezug auf ein durch den
gezahnten Vorsprung 7 gebildetes Sonnenrad bestimmt.
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Folglich wird der Planetenträger 5 mit
Winkelverschiebungen, die in Bezug auf diejenigen der
Rolle 19 reduziert sind, gedreht.
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Der Planetenträger überträgt die Rotationsbewegung auf
die Welle 2, die über den gemeinsamen Träger 15 auf die
Federn 26, 27, 28 mit einer in Bezug auf die Rotation
der Rolle 19 reduzierten Größe einwirkt, die direkt auf
die Träger- und Zwangselemente 36, 37, 38 einwirkt.
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Da die Drehrichtungen aller dieser Elemente gleich
sind, ist das elastische Mittel 50 einer reduzierten
Torsionsspannung ausgesetzt, die mit der Differenz
zwischen den Winkelverschiebungen korrespondiert, das
heißt mit der durch die Verbindungseinrichtung 30
bewirkten Reduktionsrate korrespondiert.
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All dies ermöglicht die Anwendung der gleichen
Torsionsgröße des elastischen Mittels 50 entlang des
Abroll-Weges, der größer sein kann, als bei bekannten
Aufroll-Vorrichtungen für Vorhänge.
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Dies bedeutet, dass Vorhänge mit normaler Länge, die
mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung ausgerüstet sind,
eine im Vergleich zu Vorhängen, die mit bekannten
Aufroll-Vorrichtungen versehen sind, reduzierte
Torsionsspannung erfordern.
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Die Welle 2 hat eine solche Größe, dass ihr Ende in der
Nähe des ganz außen liegenden Träger- und
Zwangselementes bleibt. An dieser Stelle ist sie mit
einer koaxialen Scheibe 11 oder einem anderen Element
mit im wesentlichen zylindrischem Querschnitt versehen,
das die Welle 2 konzentrisch zu der Rolle 19 hält.
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Ein besonderer Vorteil, der sich aus der Anwendung
einer Gruppe von Federn 50, die mit dem elastischen
Mittel und der Verbindungseinrichtung 30
zusammenwirken, ergibt, liegt in der Möglichkeit, die
Länge der Federn zu reduzieren.
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Dies ermöglicht zusammen mit der Tatsache, dass die
Welle 2 nicht wie bei bekannten Vorhängen durch die
gesamte Rolle hindurchtritt, eine beträchtliche
Reduzierung der Länge der gesamten Gruppe, die außerdem
unabhängig von der Länge der Rolle 19 ist.
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Die Verbindungseinrichtung 30 bildet tatsächlich
zusammen mit dem elastischen Mittel 50 und der Welle 2
eine kompakte und kleine Gruppe, die in den Bereich
eines Kopfes jeder Wickelrolle unabhängig von deren
Länge eingesetzt werden kann.
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Der andere Kopf der Rolle 19 nimmt eine Kappe 12 auf,
die drehbar an einem zylindrischen Träger 13 montiert
ist, der ähnlich wie der Schaft des zylindrischen
Körpers 6 einen Mitnehmer 15 aufweist, der mit einem
korrespondierenden Aufnahmesitz eingreift, der in
geeigneter Weise in den stationären Rahmen zum Halten
der Rolle 19 eingebracht ist.
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Die Kappe 12 trägt Mittel zum reversiblen Feststellen
des Vorhangs in jeder Position, die dieser einnehmen
soll, sowie zum Halten, wenn er abgerollt ist.
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Dies ermöglicht die Anwendung des gleichen Aufroll-
Mechanismus für Vorhänge und Rollen mit
unterschiedlichen Breiten, so dass die Komponenten eine
wesentlich vielseitigere Anwendungsmöglichkeit
besitzen.
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Die kompakte Form des Aufroll-Systems ermöglicht auch
seine Anwendung bei Reibungsvorhängen, die manuell auch
zum Aufrollen des Vorhangs mittels einer Kette 22
(Fig. 10) betätigt werden, die in diesem Fall nur zur
Kompensation des Gewichtes des Vorhangs dient, das in
dem Maße ansteigt, in dem der Vorhang von der Rolle 19
abgerollt ist.
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Das erfindungsgemäße Aufroll-System ermöglicht eine
einfache und schnelle spiegelsymmetrische Verschiebung
der Aufroll-Vorrichtung an jede Seite eines Fensters,
an dem der Aufroll-Vorhang zu montieren ist. Zum
Verschieben der Aufroll-Vorrichtung müssen die
folgenden Vorgänge ausgeführt werden.
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Zunächst wird die Verbindungs-Reduziereinrichtung 30
von der Welle 2 entfernt, so dass das Planetenelement 5
freigesetzt und dann von der Welle 2 abgenommen wird.
Weiterhin wird auch die Riemenscheibe 9 von der Welle
entfernt. Anschließend wird die Welle 2 mit einer
einfachen gleitenden Bewegung von dem elastischen
Mittel 50 abgezogen, so dass das Ende 2a der Welle
neben den an die Rolle gekoppelten Trägerzylindern 36,
37, 38 austritt.
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Die Welle 2 wird an der gegenüberliegenden Seite mit
dem Ende 2a wieder in das elastische Mittel 50, das
heißt in den gemeinsamen Träger 15, eingeführt.
Schließlich kann die Riemenscheibe 9 und der
Planetenträger 5 wieder an der Welle 2 im Bereich des
Endes 2a montiert werden, das die Stelle des Endes 2b
der Welle 2 eingenommen hat, das die koaxiale Scheibe
11 trägt.
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Ein weiterer Vorteil der Erfindung besteht somit darin,
dass das Aufroll-System bei Reibungsvorhängen an der
linken oder der rechten Seite des Vorhanggehäuses durch
einfache Verschiebung des Systems angeordnet werden
kann, ohne dass die Notwendigkeit besteht, zwei Sätze
von Teilen herzustellen, die bei der Montage
auszuwählen sind.
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Weiterhin ist auch der Lagerraum für die erforderlichen
Komponenten wesentlich kleiner, da die gleiche
Anordnung mit dem Aufroll-System an der einen oder der
anderen Seite montiert werden kann.
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Es soll darauf hingewiesen werden, dass die Erfindung
mit Bezug auf die Zeichnungen nur anhand eines Beispiel
beschrieben wurde, auf das die Erfindung nicht
beschränkt ist. Somit sind zahlreiche Abwandlungen
möglich, die ebenfalls durch die Erfindung gemäß obiger
Beschreibung sowie den folgenden Ansprüchen geschützt
sind.