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GEBIET DER ERFINDUNG
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Die
vorliegende Erfindung betrifft das Gebiet der Medizin, besonders
der Gentherapie. Insbesonders betrifft die vorliegende Erfindung
ein Präparat, das
ein Gen enthält.
Das Präparat
beinhaltet stabil einen Gen-Vektor oder ein Gen, setzt es allmählich frei und
behält
die therapeutische Wirkung über
einen langen Zeitraum bei, wenn es einem lebenden Organismus verabreicht
wird. Das Präparat
ermöglicht
es, eine Behandlung in einem vorteilhaften Zeitraum zu stoppen.
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HINTERGRUND DER ERFINDUNG
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Die
Gentherapie ist ein aktives Forschungsgebiet, und die Erwartungen
für eine
erfolgreiche Therapie sind extrem hoch. Bei gentherapeutischen Ansätzen, bei
denen das Gen selbst das Arzneimittel ist, erfolgt die Therapie
einer Krankheit durch die Übertragung
eines Gens für
ein bestimmtes Enzym, Cytokin und dergleichen in Zellen eines Patienten. Das
eingeführte
Gen produziert dann die bestimmte Substanz im Körper des Patienten. Diese Gentherapie
kann in zwei Typen unterteilt werden. Der Zweck des ersten Typs
ist die semipermanente Expression des bestimmten Gens durch Einfügen des
Gens in das Genom eines Patienten. Der Zweck des anderen Typs ist
die vorübergehende
Expression eines Gens, ohne dass sein Einfügen in das Genom erwartet wird. Bei
letzterem Typ einer Gentherapie wird oft ein Verfahren, das Adenovirus
und dergleichen verwendet als ein Verfahren gewählt, um ein Gen, welches zum Beispiel
ein Cytokin codiert, das die Immunstärke gegen Krebszellen erhöht, in den
Patienten zu übertragen
(Cardiovascular Research, 28, 445 (1994); Science, 256, 808 (1992);
Gastroenterology, 106, 1076 (1994); TIBTECH, 11, 182 (1993); J.
Biol. Chem., 266, 3361 (1991); Nature Medicine, 1, 583, (1995); und
hierin genannte Referenzen).
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Obwohl
in dem Fall der Verwendung eines Virus-Vektors die Wirksamkeit der
Genübertragung allgemein
hoch ist, sind wiederholte Verabreichungen auf Grund von Immunantworten
schwierig (J. Biol. Chem., 269, 13695 (1994), Am. J. Respir. Cell Mol.,
10, 369 (1994)).
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Ein
Präparat,
das Kollagen für
die allmähliche
Freisetzung von Arzneimitteln verwendet, die organische Bestandteile
oder ein Proteinpräparat
enthalten, wird in J. Controlled Release 33, 307–315 (1995) offenbart, usw.
Die offenbarten und gewöhnlich
verwendeten Arzneimittel (zum Beispiel Protein-Wirkstoff, chemisch
synthetisierte Arznei usw.) sind jedoch in etwa 1–2 Tagen
aufgelöst,
wenn sie zum Beispiel in Kollagen-Gel eingelagert sind.
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WO 94/23699 offenbart andere
Träger-Moleküle, die
die Aufnahme oder den Transport von Oligo-Desoxyribonukleotiden
in die Zielzelle unterstützen,
um Gen-Expression
in Tieren oder Menschen zu steuern. Die Gruppe der vorgeschlagenen
Trägerstoffe
umschließt
jedoch keine löslichen
Kollagene (z. B. Atelokollagen).
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In
einem Verfahren, das zur Zeit in der Gentherapie verwendet wird
und die direkte Verabreichung eines Gen-Vektors (ein Gen-inserierter
Vektor) oder eines Gens umfasst, tritt der Gen-Vektor oder das Gen
unmittelbar nach der Verabreichung mit den Zellen in Kontakt, und
unmittelbar im Anschluss daran beginnt die Genübertragung, die sofort abgeschlossen
ist. Darüber
hinaus wird das Gen, das in die Zellen transduziert wird, mit der
Zellteilung verdünnt
(das heißt,
die Anzahl seiner Kopien vermindert sich) oder wird durch Abbau
in den Zellen reduziert. Daher kann die Expression des übertragenen Gens
nur für
mehrere Wochen aufrecht erhalten werden, was zu kurz ist, um eine
ausreichende Behandlung auszuüben,
und dies ist ein Mangel bei diesem Verfahren. Demzufolge sind wiederholte
Verabreichungen eines Gen-Vektors oder eines Gens notwendig. Es
ist daher ein Gegenstand der vorliegenden Erfindung, diese Mängel zu überwinden
und ein Präparat
bereitzustellen, das einen Gen-Vektor oder ein Gen allmählich freisetzen
und die therapeutische Wirkung über
einen langen Zeitraum aufrecht erhalten kann.
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Darüber hinaus
wird ein Verfahren gewünscht,
das wiederholte Verabreichungen ermöglicht, weil diese in Gentherapien,
die einen Virus-Vektor und dergleichen verwenden, schwierig sind.
Demzufolge ist ein zweiter Gegenstand der vorliegenden Erfindung,
ein Genpräparat
bereitzustellen, das wiederholte Verabreichungen bei einer Gentherapie,
die einen Virus-Vektor und dergleichen verwendet, ermöglicht.
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Darüber hinaus
ist es wünschenswert,
dass die Gen-Expression in dem Körper
zu jedem Zeitpunkt gestoppt werden kann, um Sicherheit zu gewährleisten,
da ein Gen über
mehrere Wochen exprimiert wird, was länger als der Zeitraum für eine Proteinherstellung
ist. Demzufolge ist ein dritter Gegenstand der vorliegenden Erfindung,
ein Genpräparat bereitzustellen,
das ermöglichen
kann, die Genübertragung
schnell zu stoppen, wenn die Behandlung beendet werden soll.
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ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG
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Die
hier genannten Erfinder haben verschiedene Präparate zur allmählichen
Freisetzung eines Gen-Vektors oder eines Gens untersucht und haben herausgefunden,
dass das Gen unerwartet über
viele Monate exprimiert wurde, wenn einem lebenden Körper ein
Präparat
verabreicht wurde, in dem ein Gen oder ein Vektor, in den ein Gen
inseriert worden war, in einen Träger inkorporiert wurde, der
aus bioverträglichem
Material bestand. Die hier genannten Erfinder haben ebenfalls herausgefunden,
dass das Präparat
einem lebenden Körper
wiederholt verabreicht werden kann, und auf diese Weise ist die
vorliegende Erfindung vervollständigt
worden.
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Daher
sind die kennzeichnenden Eigenschaften der vorliegenden Erfindung
die folgenden.
- (1) Ein Genpräparat mit
verlängerter
Freisetzung in einer Gelform, das ein Atelokollagen und ein vorgesehenes
Gen oder einen Vektor, der das vorgesehene Gen enthält, umfasst.
- (2) Das Genpräparat
mit verlängerter
Freisetzung nach Anspruch 1, wobei das Atelokollagen in einer Menge
von 0,01–25
Gew./Gew.% des Präparates
vorliegt.
- (3) Das Genpräparat
mit verlängerter
Freisetzung nach Anspruch 1, wobei das Atelokollagen in einer Menge
von 0,05–10
Gew./Gew.% des Präparates
vorliegt.
- (4) Das Genpräparat
mit verlängerter
Freisetzung nach einem der Ansprüche
1 bis 3, wobei das Präparat
darüber
hinaus einen Zusatz umfasst.
- (5) Das Genpräparat
mit verlängerter
Freisetzung nach Anspruch 4, wobei das Atelokollagen in einer Menge
von 2 Gew./Gew.% oder mehr des Präparates vorliegt, und der Zusatz
in der Menge von 5–900
Gew./Gew.% des Atelokollagens vorliegt.
- (6) Das Genpräparat
mit verlängerter
Freisetzung in Form eines Films, erhältlich durch das Trocknen eines
Gels, das 0,2–30
Gew./Gew.% eines Atelokollagens und ein vorgesehenes Gen oder einen
Vektor, der das vorgesehene Gen enthält, umfasst.
- (7) Das Genpräparat
mit verlängerter
Freisetzung nach Anspruch 6, wobei das Atelokollagen 0,3–5 Gew./Gew.%
des Gels umfasst.
- (8) Das Genpräparat
mit verlängerter
Freisetzung nach Anspruch 6, wobei das Atelokollagen 0,4–2 Gew./Gew.%
des Gels umfasst.
- (9) Das Genpräparat
mit verlängerter
Freisetzung nach einem der Ansprüche
6 bis 8, wobei das Gel darüber
hinaus einen Zusatz umfasst.
- (10) Das Genpräparat
mit verlängerter
Freisetzung nach Anspruch 9, wobei das Atelokollagen mit 1% oder
mehr in dem Gel vorliegt, und der Zusatz mit 5–900 Gew./Gew.% des Atelokollagens, vorliegt.
- (11) Ein Genpräparat
mit verlängerter
Freisetzung in Form eines festen Stabes, der durch das Trocknen
eines Gels erhalten wird, das 10–30 Gew./Gew.% eines Atelokollagens
und ein vorgesehenes Gen oder einen Vektor, der das vorgesehene
Gen enthält,
umfasst.
- (12) Das Genpräparat
mit verlängerter
Freisetzung nach Anspruch 11, wobei das Gel darüber hinaus einen Zusatz umfasst.
- (13) Das Genpräparat
mit verlängerter
Freisetzung nach Anspruch 12, wobei der Zusatz in der Menge von
5–100
Gew./Gew.% des Atelokollagens vorliegt.
- (14) Ein Arzneimittel, das das Genpräparat nach einem der Ansprüche 1 bis
13 und optional einen pharmazeutisch verträglichen Träger umfasst.
- (15) Ein Genpräparat
mit verlängerter
Freisetzung in Form eines Stabes, der durch das Verfahren erhalten
wird, umfassend:
Erhalten eines Schwamms durch Gefriertrocknung
eines Gels, das 0,05 bis 5 Gew./Gew.% Atelokollagen und ein vorgesehenes
Gen oder einen Vektor, der das vorgesehene Gen enthält, umfasst;
Erhalten
eines Gels, in dem die Konzentration an Atelokollagen 10 bis 30
Gew./Gew.% beträgt,
indem dem Schwamm destilliertes Wasser zugegeben wird;
Formen
eines Stabes durch Pressformung des Gels; und
Trocknung.
- (16) Verwendung des Genpräparates
nach einem der Ansprüche
1 bis 13 oder erhältlich
durch das Verfahren nach Anspruch 15 zur Herstellung eines Arzneimittels
zur Bereitstellung eines Gens zur Aufnahme durch eine Zelle.
- (17) Die Verwendung nach Anspruch 16, wobei das Arzneimittel
zur subkutanen, intramuskulären oder
intraperitonealen Verabreichung an eine Person bestimmt ist.
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KURZE BESCHREIBUNG DER ABBILDUNGEN
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1 ist
eine grafische Darstellung, die einen Zeitverlauf der Anzahl der
Blutplättchen
in Testbeispiel 1 und in dem Vergleichsbeispiel 1 zeigt.
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2 ist
eine grafische Darstellung, die einen Zeitverlauf von HST-1 in peripherem
Blut in Testbeispiel 1 und in dem Vergleichsbeispiel 1 zeigt.
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3 ist
eine grafische Darstellung, die einen Zeitverlauf der Anzahl der
Blutplättchen
in Testbeispiel 4 und in dem Vergleichsbeispiel 1 zeigt.
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4 ist
eine grafische Darstellung, die einen Zeitverlauf der Anzahl der
Blutplättchen
in Testbeispiel 5 zeigt.
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5 ist
eine grafische Darstellung, die die Dosis-Abhängigkeit von Kollagen von der
Menge an HST-1 in peripherem Blut im Testbeispiel 6 zeigt.
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6 ist
eine grafische Darstellung, die einen Zeitverlauf der Anzahl der
Blutplättchen
in Testbeispiel 7 und in dem Vergleichsbeispiel 2 zeigt.
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GENAUE BESCHREIBUNG DER ERFINDUNG
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Die
vorliegende Erfindung wird nachstehend genauer beschrieben.
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„Ein Vektor
zur Gen-Insertion" kann
jeder beliebige Vektor sein, der ein Gen in Zellen übertragen kann,
und umschließt
zum Beispiel einen Virus-Vektor, einen Liposomen-Vektor, einen fusogenen Liposomen-Vektor,
in dem ein Virus und ein Liposom fusioniert sind, oder dergleichen
(Cardiovascular Research, 28, 445 (1994); Science, 256, 808 (1992); Gastroenterology,
106, 1076 (1994); TIBTECH, 11, 182 (1993); J. Biol. Chem., 266,
3361 (1991); Nature Medicine, 1, 583, (1995); und darin genannte
Referenzen).
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Ein
Virus-Vektor kann jeder beliebige Vektor sein, der als ein gewöhnlicher
Vektor in der Gentherapie verwendet werden kann, und schließt zum Beispiel
ein Adenovirus, ein Adeno-assoziiertes Virus, ein Vaccinia-Virus,
ein Retrovirus, ein HIV-Virus, ein Herpesvirus oder dergleichen
ein. Der Gen-Vektor kann erhalten werden, indem ein Gen zur Übertragung
nach einem herkömmlichen
Verfahren, wie zum Beispiel in den vorstehenden Referenzen beschrieben,
direkt in einen Virus-Vektor inseriert wird.
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Ein
Liposomen-Vektor kann jeder beliebige Vektor sein, der als ein gewöhnlicher
Liposomen-Vektor in der Gentherapie verwendet werden kann, und schließt zum Beispiel
einen Liposomen-Vektor ein, der durch das Mischen von DOTMA, DOPE,
DOGS usw. erhalten wird. Wenn ein kationischer Liposomen-Vektor
verwendet wird, ist die Wirksamkeit der Übertragung in Zellen hoch.
Beispiele für den
fusogenen Liposomen-Vektor, in dem ein Virus und ein Liposom fusioniert
sind, umschließen
einen fusogenen Liposomen-Vektor, in dem ein Sendai-Virus (HVJ:
japanisches hämagglutinierendes
Virus) und ein Liposom fusioniert sind, und dergleichen. Ein Gen-Vektor
kann erhalten werden, indem ein Gen zur Übertragung in einen Liposomen-Vektor
oder einen fusogenen Liposomen-Vektor nach einem herkömmlichen
Verfahren, wie zum Beispiel in den vorstehend genannten Referenzen
beschrieben, eingeschlossen wird. Das eingeschlossene Gen kann in
jeder beliebigen Form vorliegen, in der das Gen in einem lebenden
Körper
exprimiert werden kann, und ist bevorzugt eine Form, die in einem
lebenden Körper
stabil ist, wie etwa ein Plasmid usw.
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Ein
Gen selbst kann in einem Genpräparat der
vorliegenden Erfindung erhalten werden, ohne in „einen Vektor zur Gen-Insertion", der ein Gen in
Zellen überträgt, inseriert
zu werden. In diesem Fall kann eine Form eines Gens jede beliebige
Form sein, in der das Gen in einem lebenden Körper exprimiert werden kann.
Zum Beispiel kann ein Gen in einen sogenannten Expressionsvektor
und dergleichen inseriert sein. Eine Form eines Gens ist bevorzugt
eine Form, die in einem lebenden Körper stabil ist, wie etwa ein
Plasmid usw.
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„Ein Gen" zur Übertragung
kann jedes beliebige Gen sein, das in der Gentherapie verwendet werden
kann, und schließt
zum Beispiel ein Adenosin-Desaminase-Gen, ein GM-CSF-Gen, ein Thymidin-Kinase-Gen
oder dergleichen ein.
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„Bioverträgliches
Material" ist das
Material, das hohe Bioverträglichkeit
aufweist, und es kann einen Gen-Vektor oder ein Gen in einem lebenden
Körper
stabil erhalten.
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Das
zu verwendende bioverträgliche
Material ist Atelokollagen.
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„Ein Zusatz" kann einem Präparat der
vorliegenden Erfindung im Einklang mit der Notwendigkeit zur Stabilisierung
eines Gen-Vektors und dergleichen, zur Beschleunigung der Genübertragung
in Zellen oder Zellkerne oder zur Regulierung der Freisetzung eines
Gen-Vektors und dergleichen zugesetzt werden. Ein Zusatz kann jeder
beliebige Zusatz sein, der den Zweck erfüllen kann, und umschließt zum Beispiel
Saccharose, Glycin, Chondroitinsulfat, Gelatine, Albumin, Cytokin,
ein Gemisch aus High Mobility Group Proteins HGM-1 und HGM-2 (High Mobility
Group-1, -2 Mixture;
Experimental Medicine, 12, 184 (1994), BIOTHERAPY, 8, 1265 (1994)),
Chloroquin, Polylysin (Hepatology, 22, 847 (1995)), Transfectam
(Handelsmarke, Wako Pure Chemical Industries, Ltd.) oder dergleichen.
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In
dem Fall, in dem Atelokollagen mit einem anderen bioverträglichen
Material oder einem Zusatz vermischt wird, kann der Gehalt an Kollagen
mindestens 10 Gew./Gew.%, bevorzugt mindestens 30 Gew./Gew.%, mehr
bevorzugt mindestens 50 Gew./Gew.% und am meisten bevorzugt mindestens 70
Gew./Gew.% umfassen.
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Der
Gehalt an bioverträglichem
Material in dem Genpräparat
variiert in Abhängigkeit
von Größe, Art
und dergleichen des Gen-Vektors oder des Gens und Art und dergleichen
des bioverträglichen
Materials.
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Ein
bevorzugter Gehalt an bioverträglichem Material
in einem Genpräparat
beträgt
0,01–30 Gew./Gew.%
unter der Bedingung, dass sich das Genpräparat in einem lebenden Körper befindet, mehr
bevorzugt 0,05–10
Gew./Gew.%, und am meisten bevorzugt 0,05–5 Gew./Gew.%.
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Darüber hinaus
variiert der Gehalt an bioverträglichem
Material in dem Genpräparat
in Abhängigkeit
von der jeweiligen Zusammensetzung.
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Wenn
das Präparat
in Gel-Form vorliegt, beträgt
ein bevorzugter Gehalt an Atelokollagen 0,01–25 Gew./Gew.%, mehr bevorzugt
0,05–10 Gew./Gew.%,
am meisten bevorzugt 0,05–5 Gew./Gew.%.
Wenn jedoch der Gehalt an Atelokollagen 2 % oder mehr beträgt, ist
es bevorzugt, dass ein Zusatz mit 5–900 Gew./Gew.% bezogen auf
Atelokollagen zugegeben wird.
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Wenn
das Präparat
in Form eines Films vorliegt, beträgt ein bevorzugter Gehalt an
Atelokollagen 0,2–30
Gew./Gew.% als ein Gehalt vor der Trocknung, mehr bevorzugt 0,3–5 Gew./Gew.%,
am meisten bevorzugt 0,4–2
Gew./Gew.%. Wenn jedoch ein Gehalt an Atelokollagen 1% oder mehr
beträgt,
ist es bevorzugt, dass ein Zusatz mit 5–900 Gew./Gew.% bezogen auf
Atelokollagen zugegeben wird.
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Wenn
das Präparat
in Form eines festen Stabes vorliegt, beträgt der bevorzugte Gehalt an
Atelokollagen 10–30
Gew./Gew.%, und es ist vorteilhaft, dass ein Zusatz mit 5–100 Gew./Gew.%
bezogen auf Kollagen zugegeben wird.
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Ein
Genpräparat
der vorliegenden Erfindung ist nicht auf eine spezifische Form beschränkt. Das Präparat kann
als Lösung,
Suspension, Wasser enthaltendes Gel, Film oder Schwamm vorliegen.
Feste Formen können
als Stab, Kugel und dergleichen geformt werden. Eine bevorzugte
Form ist jedoch allgemein eine Lösung,
Suspension oder ein Wasser enthaltendes Gel, obgleich die Form des
Präparates
in Abhängigkeit
von Art, Größe und dergleichen
eines Vektors für
die Geninsertion variiert.
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Ein
Genpräparat
wird erhalten, indem unter der Bedingung, dass sich das Genpräparat in
einem lebenden Körper
befindet, ein Gehalt an Atelokollagen in dem Genpräparat innerhalb
des vorstehend genannten, bevorzugten Bereiches gehalten wird.
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Beispiele
für Verfahren
zur Herstellung eines Genpräparates
in Form einer Lösung,
Suspension oder eines Wasser enthaltenden Gels umschließen (1)
ein Verfahren, das das Vermischen eines Pulvers, einer Lösung, Suspension
oder eines Gels eines Gen-Vektors oder eines Gens (nachstehend als
ein Gen-Vektor und dergleichen bezeichnet) mit einem Trägerstoff
in Form einer Lösung
oder eines Gels, dem je nach Notwendigkeit ein Zusatz zugegeben worden
ist, umfasst, (2) ein Verfahren, welches das Eindringen einer Lösung, Suspension
oder eines Gels eines Gen-Vektors
und dergleichen in einen Trägerstoff,
der in Pulverform vorliegt und dem je nach Notwendigkeit ein Zusatz
zugegeben worden ist, ermöglicht,
oder (3) ein Verfahren, welches das Eindringen einer Lösung, Suspension
oder eines Gels eines Gen-Vektors und dergleichen in einen Trägerstoff
ermöglicht,
der als Schwamm vorliegt und dem je nach Notwendigkeit ein Zusatz
zugegeben worden ist, und deren Zusammenkneten umfasst. Die Verfahren
zur Herstellung eines Genpräparates der
vorliegenden Erfindung sind nicht auf solche Verfahren begrenzt.
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Beispiele
für Verfahren
zur Herstellung eines Genpräparates
in einer festen Form umschließen
(1) ein Verfahren, welches das Vermischen eines Pulvers, einer Lösung, Suspension
oder eines Gels eines Gen-Vektors und dergleichen mit einem Trägerstoff
in Form einer Lösung
oder eines Gels, der/dem je nach Notwendigkeit ein Zusatz zugegeben
worden ist, und Trocknung des Gemisches umfasst, (2) ein Verfahren,
das das Vermischen eines Pulvers, einer Lösung, Suspension oder eines
Gels eines Gen-Vektors und dergleichen mit einem Trägerstoff
in Pulverform, dem je nach Notwendigkeit ein Zusatz zugegeben worden
ist, und die Trocknung des Gemisches umfasst, (3) ein Verfahren,
das das Eindringen einer Lösung,
Suspension oder eines Gels eines Gen-Vektors und dergleichen in
einen Trägerstoff
in Form eines Schwamms ermöglicht,
dem je nach Notwendigkeit ein Zusatz zugegeben worden ist, und Trocknung des
Schwamms umfasst, (4) ein Verfahren, dass das Eindringen einer Lösung, Suspension
oder eines Gels eines Gen-Vektors und dergleichen in einen Trägerstoff
in Form eines Schwamms ermöglicht, dem
je nach Notwendigkeit ein Zusatz zugegeben worden ist, und die Trocknung
des Schwamms als solchem oder Verkneten und Trocknen des Schwammes
nach Zugabe von Wasser und dergleichen je nach Notwendigkeit umfasst,
(5) ein Verfahren, das das Zerschlagen und Pressformen eines festen
Produktes, welches durch ein Verfahren nach den Punkten (1) bis
(4) erhalten worden ist, umfasst, oder (6) ein Verfahren, welches
das Vermischen eines Pulvers eines Gen-Vektors und dergleichen mit
einem Trägerstoff,
welcher als Pulver vorliegt, dem je nach Notwendigkeit ein Zusatz
zugegeben worden ist, und Pressformen des Gemisches umfasst. Die
vorliegende Erfindung ist nicht auf solche Verfahren begrenzt. Das
Trocknungsverfahren, Temperatur und Feuchtigkeit während der
Trocknung, Mischverfahren, Temperatur und Feuchtigkeit während des
Vermischens; Verfahren des Pressformens; Temperatur, Feuchtigkeit
und Pressdruck während
des Pressformens; Lösungsgeschwindigkeit
der Trägerstoff-Lösung und der
Gen-Vektor-Lösung
und Lösungsgeschwindigkeit des
Gemisches aus Trägerstoff-
und Gen-Vektor-Lösung
und der pH-Wert können
genau wie jene in herkömmlichen
Verfahren sein.
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Ein
Genpräparat
der vorliegenden Erfindung kann im Einklang mit der zu behandelnden
Krankheit, dem angezielten Organ und dergleichen durch zahlreiche
Verfahren verabreicht werden. Zum Beispiel kann ein Genpräparat der
vorliegenden Erfindung subkutan oder intramuskulär verabreicht werden, oder
es kann direkt an angezielte Stellen der Erkrankung wie etwa Niere,
Leber, Lunge, Gehirn und dergleichen verabreicht werden. Direkte
Verabreichung an die Krankheitsstelle ermöglicht eine Organ-selektive
Therapie.
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Darüber hinaus
sind wiederholte Verabreichungen möglich.
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Wenn
andererseits eine Unterbrechung des Gen-Transfers in Abhängigkeit
von der Art oder dem Zustand der Krankheit erforderlich ist, kann
ein Genpräparat
sofort herausgenommen werden, und der Gen-Transfer kann gestoppt
werden. Wenn zum Beispiel ein Genpräparat ein Feststoff ist, kann
es durch eine Operation oder dergleichen entfernt werden. Wenn eine
Gentherapie durchgeführt
wird, indem ein Genpräparat
verwendet wird, in dem ein Gen-Vektor und dergleichen in einem Gefäß oder dergleichen
zurückgehalten
wird, welches Poren besitzt, durch die ein Virus frei passieren
kann, kann das Gefäß oder dergleichen
nach Beendigung der Behandlung entfernt werden. Zum Beispiel kann
eine Gen-Therapie durchgeführt
werden, indem ein Gefäß (Schlauch) verwendet
wird, wie in der
Japanischen
Patentanmeldung Nr. 3(1991)-120115 (Internationale Veröffentlichungsnummer
WO92/20400 ) beschrieben wird.
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Ein
Genpräparat
der vorliegenden Erfindung kann einen Gen-Vektor und dergleichen
allmählich freisetzen
und kann gleichzeitig einen geninserierten Vektor und dergleichen
während
der verlängerten Freisetzung
stabil in einem lebenden Körper
erhalten. Auf diese Weise kann die Zeit der wirksamen Gen-Expression
nach einer einmaligen Verabreichung verlängert werden, indem der Zeitraum
des Gen-Transfers in die Zellen hinein durch Verlängerung
des Kontaktes zwischen Zellen und Vektoren gesteuert wird.
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Ein
Genpräparat
der vorliegenden Erfindung ermöglicht
auch wiederholte Verabreichungen eines Gen-Vektors wie etwa eines
Virus-Vektors und dergleichen, dessen wiederholte Verabreichung
ansonsten auf Grund des Auftretens von neutralisierenden Antikörpern in
einem Körper
schwierig ist.
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Darüber hinaus
ermöglicht
ein Genpräparat der
vorliegenden Erfindung die Regulierung von Gen-Expression, weil
das Genpräparat
entfernt werden kann, wenn eine Beendigung der Behandlung gewünscht wird.
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Beispiele
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Beispiel 1
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Ein
Genpräparat
wurde hergestellt, indem 0,9 ml Kulturmedium, das 109 PbE
(plaque-bildende Einheit) eines Adenovirus (Adex1 HST-1; Proc. Natl. Acad.
Sci. USA, Bd. 91., 12368 (1994)), dem ein den Fibroblasten-Zell-wachstumsfaktor
HST-1 (FGF4) codierendes Gen inseriert worden war (hergestellt nach
dem Verfahren, das in Proc. Natl. Acad. Sci. USA, 84, 2980–2984 (1987)
beschreiben wird), mit 0,1 ml neutraler Atelokollagen-Lösung (Atelokollagen-Implantat,
hergestellt von KOKEN: 2% Atelokollagen-Lösung) vermischt wurde. Das
vorstehend genannte Adenovirus (Adex1 HST-1) kann gewonnen werden,
indem ein Teil von E1A, E1B und E3 des Adenovirus Typ 5 (ATCC-Katalog
Nr. VR-5) im Einklang mit einem Verfahren, das in J. Virol., 54, 711–719 (1985)
oder Proc. Natl. Acad. Sci. USA, 92, 1320 (1996) und Cell, 13, 181–188 (1978)
beschrieben ist, deletiert wird; und ein Gen des Fibroblasten-Zellenwachstumsfaktors
HST-1 in das Gen eines nicht proliferativen Typs von Adenovirus
inseriert wird.
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Beispiel 2
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Ein
Genpräparat
in Gel-Form wird hergestellt, indem 0,1 ml der neutralen Lösung mit
2% Atelokollagen mit 0,9 ml Kulturmedium, das 109 PbE Adex1
HST-1 enthält,
vermischt wird, und das Gemisch dann bei 37°C gehalten wird.
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Beispiel 3
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Ein
Genpräparat
wird hergestellt, indem durch Lyophilisierung einer neutralen Atelokollagen-Lösung ein
Schwamm gewonnen wird; der Schwamm in etwa 5 qmm große Teile
zerschnitten wird; der zerschnittene Schwamm zu 1 ml Kulturmedium,
das 109 PbE Adex1 HST-1 enthält, gegeben wird;
und der Schwamm über
Nacht stehen gelassen wird.
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Beispiel 4
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Ein
Genpräparat
wird hergestellt, indem ein Genpräparat in Gel-Form, das in Beispiel
2 hergestellt worden ist, lyophilisiert wird.
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Beispiel 5
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Ein
Genpräparat
in Form von Pellets (ein komprimiertes Produkt in Form eines Stabes)
wird hergestellt, indem das Genpräparat, das in Beispiel 3 gewonnen
wird, wiederum lyophilisiert wird und der lyophilisierte Schwamm
in die Form eines Stabes gepresst wird.
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Beispiel 6
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Ein
Genpräparat
wird hergestellt, indem ein Plasmid-Vektor, der erhalten wird, indem
der Fibroblasten-Zellwachstumsfaktor HST-1 (FGF4) in einen Expressionsvektor,
der einen Cytomegalievirus (CMV)-Promotor aufweist, inseriert wird
(pRc/CMV), mit einem Liposom (DMRIE-C (hergestellt von GIBCO-BRL))
vermischt wird, und dann eine Lösung,
die das Liposom enthält,
mit dem gleichen Volumen an neutraler Atelokollagen-Lösung vermischt
wird.
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Beispiel 7
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Ein
Genpräparat
wird hergestellt, indem das Genpräparat, das in Beispiel 1 gewonnen
wurde, in eine aus Polyester hergestellte Tasche (hergestellt aus
einem künstlichen
Blutgefäß) (Micron
(Handelsname, hergestellt von INTERVASCULAR) eingeschlossen wird.
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Beispiel 8
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Genau
wie in Beispiel 1 wurde 1 ml eines Genpräparates hergestellt, indem
Kulturmedium, das 109 PbE Adex1 HST-1 enthielt,
mit neutraler Atelokollagen-Lösung vermischt
wurde, so dass 0,1, 0,2, 0,4, 1,0 oder 2,0 Gew./Gew.% als Endkonzentration
an Atelokollagen erhalten werden.
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Beispiel 9
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Ein
Genpräparat
in Gel-Form wird hergestellt, indem 5 ml einer wässrigen Lösung, die ein Plasmid pOG44
(erworben von Stratagene) in einer Konzentration von 73,25 μg/ml enthält, mit
5 g saurer Atelokollagen-Lösung
(2% Atelokollagen enthaltend, pH-Wert 3,5) vermischt werden; das
Gemisch lyophilisiert wird, um einen Schwamm zu erhalten; destilliertes
Wasser zu dem Schwamm zugegeben wird, um 0,4, 2, 5, 10 oder 20 Gew./Gew.%
einer Atelokollagen-Konzentration zu bekommen.
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Beispiel 10
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Ein
Genpräparat
in Gel-Form wird hergestellt, indem 5 ml einer wässrigen Lösung, die ein Plasmid pOG44
in einer Konzentration von 73,25 μg/ml
enthält,
mit 5 g oder 2,5 g einer sauren Atelokollagen-Lösung vermischt werden; dem
Gemisch 260 μl
oder 640 μl
einer wässrigen
Lösung
aus menschlichem Serumalbumin (80 mg/ml) zugegeben werden und vermischt
werden; das Gemisch lyophilisiert wird, um einen Schwamm zu erhalten;
destilliertes Wasser zu dem Schwamm zugegeben wird, um 10 Gew./Gew.%
in der Gesamtkonzentration an Atelokollagen und menschlichem Serumalbumin
zu erhalten.
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Beispiel 11
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Ein
Genpräparat
in Form eines Filmes wird hergestellt, indem das Genpräparat in
Gel-Form, das in Beispiel 9 erhalten wurde, auf Glas ausgebreitet und
stufenweise getrocknet wird.
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Beispiel 12
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Ein
Genpräparat
in Form eines Stabes wird hergestellt, indem das Genpräparat in
Gel-Form, das in Beispiel 9 oder 10 erhalten wurde, pressgeformt und
stufenweise getrocknet wird.
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Vergleichsbeispiel 1
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1
ml Kulturmedium, das 109 PbE Adex HST-1 enthielt,
wurde einer Maus intraperitoneal verabreicht. Dann, etwa am 12.
Tag nach der Verabreichung, stieg die Anzahl der Blutplättchen etwa
um das zweifache, und diese Wirkung hielt bis zum 20.–30. Tag
an. Darüber
hinaus betrug die Konzentration an HST-1 im peripheren Blut 50 ng/ml
und erreichte ihr Maximum am 20. Tag nach der Verabreichung. Die
Konzentration an HST-1 konnte jedoch, anders als bei dem Präparat aus
Beispiel 1, nachstehend, nicht auf einem konstanten Spiegel gehalten werden,
und HST-1 konnte am 60. Tag nach der Verabreichung nicht im Blut
nachgewiesen werden. Diese Ergebnisse werden in den 1 und 2 dargestellt.
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Testbeispiel 1
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1,0
ml eines Genpräparates,
das in Beispiel 1 hergestellt worden ist, wurde einer Maus intraperitoneal
verabreicht. Dann, etwa am 12. Tag nach der Verabreichung, erhöhte sich
die Anzahl der Blutplättchen
etwa um das Zweifache, und diese Wirkung hielt bis über den
50. Tag hinaus an. Darüber
hinaus wurde die Konzentration von HST-1 im peripheren Blut auf
20 ng/ml bis über
den 80. Tag nach der Verabreichung hinaus beibehalten. Diese Ergebnisse werden
in den 1 und 2 dargestellt.
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Testbeispiel 2
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1,0
ml eines Genpräparates,
hergestellt wie in Beispiel 2, wird einer Maus intraperitoneal verabreicht.
Dann, etwa am 12. Tag nach der Verabreichung, erhöht sich
die Anzahl der Blutplättchen
etwa um das Zweifache, und diese Wirkung hält bis über den 60. Tag nach der Verabreichung
hinaus an.
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Testbeispiel 3
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Ein
Genpräparat,
hergestellt wie in Beispiel 3, wird einer Maus intraperitoneal verabreicht.
Dann, etwa am 12. Tag nach der Verabreichung, erhöht sich die
Anzahl der Blutplättchen
etwa um das Zweifache, und diese Wirkung hält bis über den 60. Tag nach der Verabreichung
hinaus an.
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Testbeispiel 4
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Ein
Genpräparat,
das in Beispiel 1 hergestellt worden ist, wurde einer Maus intraperitoneal
verabreicht, und das Genpräparat
wurde am dritten Tag nach der Verabreichung entfernt. Als ein Ergebnis verdoppelte
sich die Anzahl der Blutplättchen
annähernd
etwa am 12. Tag nach der Verabreichung, sank dann ab und kehrte
etwa am 25. Tag nach der Verabreichung auf den normalen Spiegel
zurück.
Diese Ergebnisse werden in 3 dargestellt.
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Testbeispiel 5
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Ein
Genpräparat,
das in Beispiel 1 hergestellt worden ist, wurde einer Maus intraperitoneal
verabreicht, und das Genpräparat
wurde am dritten Tag nach der Verabreichung entfernt. Am 20. Tag
nach der Verabreichung wurde ein Genpräparat, das in Beispiel 1 hergestellt
worden ist, erneut verabreicht. Als ein Ergebnis verdoppelte sich
die Anzahl der Blutplättchen
annähernd
etwa am 12. Tag nach der Verabreichung, sank dann ab und kehrte
etwa am 20. Tag nach der Verabreichung auf den normalen Spiegel
zurück.
Unmittelbar nach der zweiten Verabreichung stieg die Anzahl der
Blutplättchen
etwa um das Zweifache, und diese Wirkung hielt bis über den
40. Tag nach der ersten Verabreichung hinaus an. Diese Ergebnisse
werden in 4 dargestellt.
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Testbeispiel 6
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Jedes
von 5 Genpräparaten,
die in Beispiel 10 hergestellt worden sind, oder 1 ml Kulturmedium, das
109 PbE Adex HST-1 enthielt und vollständig frei von
Kollagen war, wurde einer Maus intraperitoneal verabreicht. Die
Konzentration des HST-1-Proteins im
peripheren Blut wurde am 5. Tag nach der Verabreichung bestimmt.
Die Ergebnisse werden in 5 dargestellt. Die Daten zeigen,
dass die Serumkonzentration des HST-1-Proteins mit der ansteigenden Konzentration
an Kollagen in dem Präparat
sank.
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Testbeispiel 7
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Als
ein Ergebnis, dass 1 ml Kulturmedium, das 109 PbE
Adex HST-1 enthielt, einer Maus intraperitoneal verabreicht worden
war, verdoppelte sich die Anzahl der Blutplättchen annähernd am 12. Tag nach der Verabreichung,
sank dann ab und kehrte etwa am 35. Tag nach der Verabreichung auf
den normalen Spiegel zurück.
Am 37. Tag nach der ersten Verabreichung wurde 1 ml eines Atelokollagen enthaltenden
Genpräparates,
das in Beispiel 1 hergestellt worden war, erneut verabreicht. Unmittelbar darauf
stieg die Anzahl der Blutplättchen
etwa um das Zweifache, und diese Wirkung blieb während des gesamten noch verbleibenden
Zeitraums des Experimentes bestehen. Diese Ergebnisse werden in 6 dargestellt.
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Vergleichsbeispiel 2
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1
ml Kulturmedium, das 109 PbE Adex HST-1 enthielt,
wurde einer Maus intraperitoneal verabreicht, und am 37. Tag nach
der ersten Verabreichung noch einmal verabreicht. Als ein Ergebnis
verdoppelte sich die Anzahl der Blutplättchen annähernd etwa am 12. Tag nach
der ersten Verabreichung, sank dann ab und kehrte etwa am 35. Tag nach
der ersten Verabreichung auf den normalen Spiegel zurück. Die
Blutplättchen
vermehrten sich nach der zweiten Verabreichung von Adex HST-1 nicht.
Diese Ergebnisse werden in 6 dargestellt.
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Die
Ergebnisse im Testbeispiel 7 und im Vergleichsbeispiel 2 offenbaren,
dass es möglich
ist, ein Genpräparat,
das in Beispiel 1 hergestellt worden ist, wiederholt zu verabreichen,
im Gegensatz zu dem Ergebnis, das für wiederholte Verabreichungen
eines Adenovirus-Vektors erhalten wird, der nicht im Einklang mit
der vorliegenden Erfindung formuliert worden ist. Die Unmöglichkeit,
eine wiederholte Verabreichung vorzunehmen, ist auf das Auftreten
von neutralisierenden Antikörpern
zurückzuführen.