DE69613526T2 - Maschine und Verfahren um Rundballen zu Umhüllen - Google Patents
Maschine und Verfahren um Rundballen zu UmhüllenInfo
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Description
- Diese Erfindung bezieht sich allgemein auf Vorrichtungen und Verfahren zur Herstellung von Rundballen aus Erntematerial. Insbesondere betrifft diese Erfindung eine Vorrichtung und ein Verfahren zum Umwickeln von Erntematerial, das in einer Rundballenpresse zu einem zylindrischen Packen geformt wurde.
- Bekannte Ballenpressen weisen allgemein eine Ballenformungskammer auf, die durch eine Umschlingungseinrichtung gebildet ist, die eine Gruppe von Seite an Seite angeordneten Riemen, sich in Querrichtung erstreckende Leisten, die auf Ketten geführt sind, eine Vielzahl von Walzen oder eine Kombination dieser verschiedenen Elemente, beispielsweise Walzen und Riemen aufweist. Erntematerial, wie z. B. Heu, wird von dem Boden aufgenommen, während die Ballenpresse das Feld überquert, in eine feste oder variable Kammer eingespeist, in der es gesammelt und komprimiert wird, um einen zylindrischen Ballen aus Erntematerial zu formen. Der geformte Ballen wird während seines verdichteten Zustandes im Inneren der Kammer mit Netzmaterial, Kunststoff-Folie, Bindegarn oder dergleichen umwickelt, um einen fertigen Rundballen zu erzeugen, der dann aus der Kammer auf dem Boden für eine nachfolgende Handhabung ausgestoßen wird.
- Beispiele bekannter Rundballenpressen der vorstehend genannten Art mit einer festen Kammer, d. h. einer Ballenformungskammer, deren Größe sich nicht ändert, sind die verschiedenen Ballenpressen, die in der US-A-4 176 596, der US-A-4 212 149 und der US-A-4 599 844 beschrieben sind, die jeweils eine unterschiedliche An von Umschlingungsbaugruppe zeigen. In der US-A-4 176 596 ist eine Ballenpresse offenbart, bei der die Ballenformungskammer durch eine Vielzahl von ähnlichen Gruppen von Seite an Seite angeordneten Förderbändern umgrenzt ist, die um den Umfang der Kammer herum angeordnet sind. Der Förderer kann weiterhin zwei gegenüberliegende Ketten umfassen, zwischen denen eine Vielzahl von parallelen, mit dem Erntematerial in Eingriff kommenden Leisten befestigt sind. Die Kammer in der US-A-4 212 149 ist durch eine kontinuierlich mit Leisten besetzte Fördereinrichtung in Kombination mit einem Paar von Bodenwalzen umgrenzt, wobei ein innerer Strang des Förderers entlang einer festen Bahn entlang eines größeren Abschnittes des Umfanges der Kammer geführt ist: Eine dritte Art von Umschlingungseinrichtung, die in der US-A-4 599 844 gezeigt ist, besteht aus einer Vielzahl von benachbarten Walzen, die in Querrichtung auf einer allgemein kreisförmigen Anordnung angeordnet sind, um eine zylindrische Kammer zu umgrenzen.
- Verschiedene Umwicklungs- oder Bindesysteme verwenden bekannte Umhüllungsmaterialien, wie z. B. eine kontinuierliche Bahn von Umhüllungsmaterial oder Bindegarn, um verdichtete Packen des Erntematerials zu umwickeln, die in Rundballenpressen geformt wurden. Beispielsweise beziehen sich die US-A-4 176 596 und die US-A-4 212 149, die oben erwähnt wurden, auf allgemein akzeptierte Bindegarn-Umwicklungssysteme zur Fertigstellung der in Ballenpressen mit fester Kammer geformten Ballen. Bei einer anderen Patentschrift, die ebenfalls auf eine Rundballenpresse mit fester Kammer gerichtet ist, wobei die Kammer durch sich in Querrichtung erstreckende und auf Ketten befestigte Leisten umgrenzt ist, nämlich der US-A-4 610 132, ist ein Netzmaterial-Umwicklungssystem beschrieben. Bei dieser Ballenpresse wird das Netzmaterial in die feste Kammer über den sich in Querrichtung erstreckenden Einlaß eingeführt, durch den das Erntematerial eingespeist wird. Bei einer weiteren Patentschrift, die sich auf eine Rundballenpresse mit fester Kammer bezieht, nämlich der US-A-5 231 828, wird ein Umwicklungssystem beschrieben, bei dem Netzmaterial, Bindegarn oder Kunststoffmaterial getrennt über den Erntematerialeinlaß einem fertiggestellten zylindrischen Ballen zugeführt werden kann.
- Bei dem Umwicklungssystem, das in der vorstehend genannten US-A-4 599 844 beschrieben ist, wird Netzmaterial in die Ballenkammer über eine Bahn zwischen zwei benachbarten Walzen in der kreisförmigen Gruppe eingeführt, die die Kammer umgrenzt. Ein weiteres Beispiel hierfür ist in der US-A-4 580 398 gezeigt.
- Obwohl mit Bindegarn umwickelte Ballen üblich sind und ohne weiteres annehmbar sind, ziehen es manche Bauern vor, aus verschiedenen Gründen Netzmaterial zu verwenden, beispielsweise weil sich geringere Verluste bei bestimmten Erntematerialbedingungen ergeben, weil sich eine glattere Außenoberfläche des fertigen Rundballens ergibt, was zu einem zusätzlichen Schutz gegen Regen führt, und weil eine verringerte Zeit auf dem Feld für das Umwickeln erforderlich ist, und zwar aufgrund der verringerten Anzahl von Umdrehungen des fertigen Ballens im Vergleich zur Bindegarnumwicklung. Unabhängig von dem Umwicklungsmedium beginnt in einer Rundballenpresse mit fester Kammer und auch in den meisten Rundballenpressen mit variabler Kammer die Einleitung des Umwicklungsschrittes nicht, bevor nicht ein zylindrischer Packen aus Erntematerial vollständig geformt und in der Kammer verdichtet wurde, wobei zu diesem Zeitpunkt das Ende des Bindegarns oder oder des Netzmaterials in die Kammer zwischen die Formgebungselemente der Umschlingungseinrichtung oder durch den Erntematerial-Einlaß hindurch eingeführt wird. Das Bindegarn oder Netzmaterial wird zwischen der Außenoberfläche des verdichteten zylindrischen Packens aus Erntematerial und der Umschlingungseinrichtung festgehalten, und aufgrund der Reibungskraft umhüllt oder umgibt das Umwicklungsmaterial den Packen, während dieser sich weiter in der Kammer dreht. Wenn schließlich der Umwicklungsvorgang abgeschlossen ist, so wird das Netzmaterial oder Bindegarn abgetrennt, und ein fertiger Ballen wird aus der Kammer ausgeworfen.
- In der Vergangenheit sind Probleme bei Versuchen aufgetreten, Umwicklungsmaterial gleichförmig in die Kammer einzuführen. Dies gilt insbesondere im Fall von Netzmaterial, bei der ein hinteres Ende des Materials mit der Breite des Packens in wünschenswerter Weise gleichzeitig und gleichförmig über die gesamte Breite der Formungskammer eingeführt werden sollte, damit sich eine wirkungsvolle und wirksame Umhüllung ergibt.
- Wie dies weiter oben erwähnt wurde, besteht einer der Hauptvorteile der Umwicklung mit Netzmaterial in der Möglichkeit, die Umwicklungszeit zu verringern. Dies wird dadurch erreicht, daß die Anzahl der Umdrehungen des fertigen Packens in der Kammer während des Umwickelns auf zwei oder drei Umdrehungen begrenzt wird, was einen wichtigen Beitrag zu der Verringerung der Gesamtzeit in dem Ballenformungsprozeß darstellt, verglichen mit Bindegarn, bei dem eine zehnfache Anzahl von Umdrehungen nicht unüblich sein würde, und zwar in Abhängigkeit von dem Erntematerial und der Ballengröße.
- Ein Schlüssel für das erfolgreiche Erzielen dieses wichtigen Vorteils ist jedoch die Zuführung eines gleichförmigen Endes in die Kammer in einer beständigen und gleichförmigen Weise und die Abtrennung des Nutzmaterials in einer Weise, die es ermöglicht, daß ein nachfolgender Wickelvorgang wirkungsvoll eingeleitet wird.
- Bei manchen Erntematerialbedingungen wird die Erzielung des zeitlichen Vorteils zusammen mit anderen wichtigen Vorteilen von mit Netzmaterial umwickeltem Ballen durch die Notwendigkeit beeinflußt, Bindegarn um den mit Netz umwickelten Ballen zu wickeln, um das Netz an seinem Platz zu halten. Diese Art eines doppelten Umwicklungsvorganges tritt besonders häufig auf, wenn feuchtes rutschiges Erntematerial zu einem Ballen geformt wird, wie z. B. Silage. Bei bekannten Vorrichtungen ist eine übliche Lösung die Verwendung eines nachfolgenden zeitraubenden Bindegarnumwicklungsvorganges, d. h. zusätzliche Umdrehungen des fertigen Ballens entweder in der Kammer oder nach dem Auswerfen, was einen entsprechenden Aufwand an Zeit und Anstrengungen bedingt.
- Ein wichtiges Ziel der vorliegenden Erfindung besteht in der Schaffung einer verbesserten Doppel-Umwicklungsvorrichtung und eines Doppel-Umwicklungs- Verfahrens zur Verwendung in einer Rundballenpresse, wodurch dessen Fähigkeit verbessert wird, die Zeit zur Erzielung des fertigen Produktes zu verringern, ohne daß die Zuverlässigkeit beeinträchtigt wird, wobei auf diese Weise die Gesamtbetriebsleistung verbessert wird.
- Gemäß einem Gesichtspunkt der vorliegenden Erfindung wird ein Verfahren zur Formung von Erntematerial zu Rundballen geschaffen, das die folgenden Schritte umfaßt:
- Einspeisen von Erntematerial in eine Ballenformungskammer, die einen sich in Querrichtung erstreckenden Einlaß aufweist,
- Formen des in die Kammer über den Einlaß eingespeisten Erntematerials zu einem verdichteten zylindrischen Packen in der Kammer,
- Zuführen einer kontinuierlichen Bahn aus Umwicklungsmaterial, Abgabe der Bahn in die Kammer, Wickeln der Bahn um den Umfang des zylindrischen Packens, um das verdichtete Erntematerial vollständig zu umhüllen, und
- Zuführen von Bindegarn, Abgabe des Bindegarns in die Kammer, Wickeln des Bindegarns um den Umfang des zylindrischen Packens aus verdichtetem Erntematerial zur Bildung des Rundballens.
- Dieses Verfahren ist dadurch gekennzeichnet, daß während zumindest eines Teils des Bahn-Abgabeschrittes Bindegarn gleichzeitig mit der Bahn aus Umwicklungsmaterial in die Kammer abgegeben wird.
- In vorteilhafter Weise kann dieses Verfahren den Schritt des Schneidens der Bahn aus Umwicklungsmaterial umfassen, während das Bindegarn weiter in die Kammer abgegeben wird, derart, daß es nicht erforderlich ist, die Ballendrehung zu unterbrechen, bevor der Doppel-Umwicklungsvorgang abgeschlossen ist.
- Gemäß einem weiteren Gesichtspunkt der vorliegenden Erfindung wird eine Rundballenpresse zur Formung von Erntematerial zu zylindrischen Ballen geschaffen, wobei die Ballenpresse folgendes umfaßt:
- einen Hauptrahmen, der einander gegenüberliegende Seitenwände einschließt,
- Einrichtungen, die eine Ballenformungskammer mit einem querverlaufenden Einlaß bilden, wobei diese die Ballenformungskammer bildenden Einrichtungen eine Umschlingungseinrichtung einschließen, die mit dem Erntematerial in Eingriff kommende Einrichtungen einschließt, die zwischen den Seitenwänden angeordnet sind,
- Einrichtungen zum Einspeisen von Erntematerial in die Kammer durch den Einlaß hindurch, wodurch das in der Kammer angesammelte Erntematerial mit den mit dem Erntematerial in Eingriff kommenden Einrichtungen in Eingriff kommt, um das Erntematerial in der Kammer zu einem verdichteten zylindrischen Packen zu formen,
- einen Vorrat einer kontinuierlichen Bahn von Umwicklungsmaterial,
- eine Abgabebaugruppe, die Einführungseinrichtungen einschließt, um selektiv die Bahn aus Umwicklungsmaterial in die Kammer abzugeben, um den Umfang des zylindrischen Packens aus Erntematerial zu umwickeln, um einen Rundballen aus Erntematerial zu formen,
- einen Bindegarnvorrat, und
- eine Bindegarn-Abgabebaugruppe zum selektiven Abgeben des Bindegarns in die Kammer zum Umwickeln des Umfanges des zylindrischen Packens aus Erntematerial zur Formung eines Rundballens aus Erntematerial,
- wobei die Rundballenpresse dadurch gekennzeichnet ist, daß die Bindegarn-Abgabebaugruppe so betreibbar ist, daß sie Bindegarn in die Kammer gleichzeitig mit der Bahn aus Umwicklungsmaterial abgibt.
- Die Ballenpresse kann weiterhin Einrichtungen zum Abtrennen des Bahnmaterials unter Bedingungen aufweisen, unter denen das Bindegarn an den zylindrischen Packen abgegeben wird, so daß es nicht erforderlich ist, die Ballendrehung zu unterbrechen.
- Durch Verwenden einer einzigen Schneidevorrichtung sowohl für das Bahnmaterial als auch das Bindegarn kann die Kompliziertheit der Abtrenneinrichtungen wesentlich verringert werden. Die Kombination einer Messerkante und einer Gegenschneide stellt einen wirkungsvollen Schneidvorgang der Abtrenneinrichtungen unabhängig von der Bewegungsrichtung der Messerkante sicher. Die Abtrennung des Bahnmaterials unter Bedingungen, unter denen das Bindegarn abgegeben wird, kann dadurch erreicht werden, daß die Gegenschneide mit zumindest einer Einkerbung oder Vertiefung versehen wird, und daß Einrichtungen zum Führen des Bindegarns durch diese Einkerbung hindurch verwendet werden.
- Die Ballenformungskammer kann eine feste allgemein zylindrische Form aufweisen, und die Ballenpresse kann Einrichtungen zur Halterung der Umschlingungsbaugruppe auf dem Hauptrahmen und Einrichtungen zur Bewegung der mit dem Erntematerial in Eingriff kommenden Einrichtungen entlang eines Pfades umfassen, von dem zumindest ein Teil an den festen Umfang der zylindrischen Kammer angrenzt, um mit dem durch die Zuführungseinrichtungen in die Kammer eingespeisten Erntematerial unter Bedingungen in Eingriff zu kommen, bei denen sich die mit dem Erntematerial in Eingriff kommenden Einrichtungen entlang eines Teils des Umfanges bewegen, um mit dem Erntematerial in Eingriff zu kommen und es zu einem verdichteten zylindrischen Packen zu formen, wenn eine ausreichende Menge an Erntematerial in der Kammer gesammelt wurde. Die Einführungseinrichtung der Abgabebaugruppe kann Greifeinrichtungen für einen sich in Querrichtung erstreckenden Eingriff mit der Bahn aus Umwicklungsmaterial einschließen. Die Ballenpresse kann weiterhin Einrichtungen zur Befestigung der Abgabebaugruppe auf dem Hauptrahmen für eine Verschwenkung um einen festen Schwenkpunkt umfassen, um die Greifeinrichtungen der Einfügungseinrichtung zwischen einer zurückgezogenen Stellung entfernt von der zylindrischen Kammer und einer ausgefahrenen Stellung benachbart zu der zylindrischen Kammer zur Abgabe der Bahn aus Umwicklungsmaterial zwischen die Umfangsoberfläche des verdichteten zylindrischen Packens aus Erntematerial und den mit dem Erntematerial in Eingriff kommenden Einrichtungen zu bewegen.
- Die vorstehenden und andere Ziele, Merkmale und Vorteile ergeben sich weiterhin ausführlicher aus einer Betrachtung der ausführlichen Beschreibung, die folgt, in Verbindung mit den beigefügten Zeichnungsblättern, in denen eine Haupt-Ausführungsform der Erfindung, die in einer Rundballenpresse mit einer festen Kammer verwirklicht ist, als Beispiel gezeigt ist. Es wird jedoch ausdrücklich darauf hingewiesen, daß die Zeichnungen lediglich zu Erläuterungszwecken dienen und nicht so aufgefaßt werden sollten, als ob sie die Grenzen der Erfindung festlegen, weil beispielsweise das Verfahren gemäß der Erfindung ohne weiteres auf Rundballenpressen mit veränderlicher Kammer anpaßbar ist. In der vorliegenden Beschreibung und den Ansprüchen soll das als "Bahn" bezeichnete Umwicklungsmaterial Bahnmaterial, wie z. B. Netzmaterial sowie andere Umwicklungsmaterialien mit erheblicher Breite, wie z. B. ein Film- oder Folienmaterial einschließen.
- Fig. 1 ist eine weggeschnittene Seitenansicht einer Rundballenpresse, bei der die vorliegende Erfindung ausgeführt wird.
- Fig. 2 ist eine weitere weggeschnittene Seitenansicht, die in vergrößerter Form den Umwicklungsbereich der Rundballenpresse nach Fig. 1 zeigt.
- Fig. 3-5 sind der Fig. 2 ähnliche Seitenansichten, in denen die Umwicklungsvorrichtung in ausgewählten Zuständen im Betrieb gezeigt ist.
- Fig. 6 ist eine Ansicht entlang der Linien 3-3 nach Fig. 2.
- Fig. 7A-13A sind schematische Seitenansichten ähnlich der Fig. 2, in denen die Doppel-Umwicklungsvorrichtung dadurch erläutert wird, daß ausgewählte Zustände während des Betriebs gezeigt sind.
- Fig. 7-13 sind schematische Ansichten ähnlich der Fig. 6 und entsprechen den jeweiligen Ansichten, die in den Fig. 7A-13A gezeigt sind.
- Es wird nunmehr für eine ausführlichere Beschreibung der bevorzugten Ausführungsform der Erfindung auf die Zeichnungen Bezug genommen. Fig. 1 zeigt eine Rundballenpresse 10 mit einer festen Kammer, wie sie in der vorstehend genannten US-A-4 212 149 offenbart ist. Wie dies aus der folgenden Beschreibung ersichtlich wird, ist die vorliegende Erfindung auf eine verbesserte Vorrichtung und ein Verfahren zum Umwickeln eines zylindrischen Packens aus Erntematerial gerichtet, der in einer Rundballenpresse geformt wird, wobei ein typisches Beispiel hierfür die Ballenpresse 10 ist. Im einzelnen umfaßt die Umwicklungsvorrichtung der Ballenpresse 10 allgemein eine Bahnmaterial-Umwicklungsbaugruppe, wie z. B. die Netzmaterial-Abgabebaugruppe 11, eine Bindegarn-Abgabebaugruppe 9 und eine Abtrennbaugruppe 12 zum Durchschneiden des bahnförmigen Umwicklungsmaterials, beispielsweise eines Bahnmaterials wie z. B. Netzmaterial, das von einer Vorratsrolle 13 abgegeben wird, und zum Schneiden von Bindegarn. Die Abgabe von Netzmaterial und Bindegarn kann entweder getrennt oder gleichzeitig ausgeführt werden, wie dies weiter unten erläutert wird.
- Die Rundballenpresse 10 schließt einen Hauptrahmen 14 mit einem Haupt-Stützträger 15 ein, auf dem zwei Räder 16 (von denen lediglich eines gezeigt ist) drehbar befestigt sind. Der Hauptrahmen schließt zwei Seitenwände 17, 17' ein, zwischen denen sich eine zylindrische Ballenformungskammer erstreckt. Aus Gründen der Klarheit ist lediglich eine Wand 17 in den Fig. 1-5 gezeigt, und die auf der Innenseite hiervon befestigten Elemente sind aus Gründen der Klarheit mit durchgezogenen Linien gezeigt, was eine Lösung ist, die bei der Beschreibung der den bekannten Stand der Technik darstellenden Patente üblich ist. Zu Erläuterungszwecken wird das Bezugszeichen B zur Bezeichnung eines Ballens verwendet, der im Querschnitt in der Kammer gezeigt ist.
- Die Ballenpresse 10 schließt weiterhin eine Zugdeichsel 18 ein, die sich von dem vorderen Abschnitt des Hauptrahmens 14 für eine übliche Verbindung mit einem Traktor erstreckt. Mit den Seitenwänden des Hauptrahmens 14 ist über zwei Stummelwellen 20 eine Heckklappe 21 schwenkbar verbunden, die während der Ballenformung geschlossen sein kann, wie dies in den gesamten Zeichnungen gezeigt ist, oder die um die Stummelwellen 20 in den offenen Zustand verschwenkt werden kann, um einen fertigen Rundballen auszuwerfen. Die Heckklappe schließt Heckklappen-Wände 22 ein, die sich in Verlängerung der Seitenwände 17 erstrecken. Eine Aufnahmebaugruppe 23, die an dem Hauptrahmen 14 in geeigneter Weise befestigt ist, schließt eine Vielzahl von Fingern oder Zinken 24 ein, die auf einer vorgegebenen Bahn beweglich sind, um Erntematerial von dem Boden abzuheben, wie dies allgemein durch den Richtungspfeil a gezeigt ist, und um es in Rückwärtsrichtung (Pfeil b) in Richtung auf einen sich in Querrichtung erstreckenden Einlaß 25 in der Kammer zu liefern, der durch eine Bodenwalze 26 und eine sich in Querrichtung erstreckende Abstreifwalze 27 umgrenzt ist, wobei beide Walzen drehbar auf dem Hauptrahmen 14 zwischen den Seitenwänden gehaltert sind.
- Die Ballenformungskammer wird hauptsächlich durch eine Umschlingungseinrichtung 28 umgrenzt, die zwei Stützketten 30 umfaßt, die so befestigt sind, daß sie sich entlang eines kontinuierlichen Pfades bewegen, dessen innerer Strang auf den Seitenwänden 17 und den Heckklappen-Wänden 22 durch vordere und hintere Abschnitte 31, 32 einer kontinuierlichen Kettenführungsbahn festgelegt ist, die sich an einem Punkt benachbart zu den Stummelwellen 20 während des Ballenauswurfs trennt. Die Umschlingungseinrichtung umfaßt weiterhin eine Vielzahl von parallelen rohrförmigen, mit dem Erntematerial in Eingriff kommenden Leisten 33, die sich zwischen den Ketten 30 erstrecken, um einen käfigartigen Umfang der zylindrisch geformten Kammer zu schaffen. In Radialrichtung außerhalb des inneren Stranges der Umschlingungsbaugruppe 28 befinden sich vordere und hintere Abschnitte 34, 35 einer kontinuierlichen zylindrischen Kammerwand. Diese Abschnitte, die ebenfalls während des Ballenauswurfs trennbar sind, sind zwischen den Seitenwänden 17 bzw. den Heckklappen-Wänden 22 befestigt, um eine Integrität zwischen den äußeren und inneren Strängen der Kette 30 aufrechtzuerhalten. Mit den Ketten 30 stehen betriebsmäßig Antriebskettenräder 36, die zwischen den Seitenwänden 17 befestigt sind, Leerlaufkettenräder 37, die ebenfalls zwischen den Seitenwänden 17 auf einer Welle 20 befestigt sind, und Leerlaufkettenräder 38 in Eingriff, die zwischen den Heckklappen-Wänden 22 befestigt sind. Ein übliches Kettenantriebssystem für die Antriebskettenräder 36 wird über eine geeignete Kupplung mit einem Getriebe 40 in üblicher Weise erreicht, das schematisch gestrichelt außerhalb der Seitenwand 17 gezeigt ist. Die Ballenformungskammer ist weiterhin durch die äußeren Förderoberflächen der Bodenwalze 26 und der Abstreifwalze 27 umgrenzt, die beide im Uhrzeigersinn mit Hilfe üblicher Einrichtungen angetrieben werden, die in geeigneter Weise mit dem Getriebe 40 gekuppelt sind. Diese Walzen sind mit Rippen 41, 42 versehen, um ihre Fähigkeit zu verbessern, Erntematerial in die Kammer zu fördern, während ein Ballen geformt wird. Es können andere Formen von aggressiven Oberflächenstrukturen verwendet werden, um verschiedene Arten von Erntematerialien und Erntematerialbedingungen zu berücksichtigen.
- Es werden nunmehr die Fig. 2 und 6 für eine ausführlichere Beschreibung des Umwicklungsabschnittes der Ballenpresse 10 betrachtet, die eine in der vollständig zurückgezogenen Stellung gezeigte Netzmaterial-Abgabebaugruppe 11, eine in der Ruhestellung gezeigte Bindegarn-Abgabebaugruppe 9 und die Abtrennbaugruppe 12 umfaßt. Die Netzabgabebaugruppe 11 gibt Netz n von der Netzmaterial-Vorratsrolle 13 ab, die Bindegarn-Abgabebaugruppe 9 gibt Bindegarn t von einem entfernt angeordneten Vorrat ab, und die Abtrennbaugruppe 12 ist zur Abtrennung dieses Netzmaterials und des Bindegarns ausgebildet.
- Die Netzmaterial-Abgabebaugruppe 11 umfaßt zwei parallele Rahmenteile 43, 43' (siehe Fig. 6), die fest an einem drehbar gelagerten Querrohr 44 befestigt sind, das sich zwischen den Seitenwänden 17, 17' erstreckt, sowie obere bzw. untere Klemmteile 45, 46, die beide Spitzen zum Ergreifen des Netzmaterials n in einer Weise aufweisen, die klar in der US-A-4 956 968 beschrieben ist, deren Inhalt durch diese Bezugnahme hier aufgenommen wird.
- Die Abtrennbaugruppe 12 umfaßt einen Scherbalken oder eine Gegenschneide 47, die fest zwischen Seitenwänden 17, 17' befestigt ist, sowie ein sich in Querrichtung erstreckendes Messer 48, das an einem Befestigungsteil 49 befestigt ist, das sich zwischen zwei parallelen Messer-Tragarmen 50, 50' erstreckt, die drehbar an festen Schwenkpunkten 51, 51' auf der Innenoberfläche der Seitenwände 17, 17' befestigt sind. Verbindungsgestänge 52, 52' sind mit einem Ende an Abgabebaugruppen- Rahmenteilen 43, 43' und am anderen Ende an den Messer-Tragarmen 50, 50' befestigt.
- Auf der Außenseite der Seitenwand 17 ist eine (in Fig. 6 nicht gezeigte) elektrische Stellgliedbaugruppe 53 befestigt, die Einrichtungen zur Hin- und Herbewegung eines Elementes 54 aufweist, das schwenkbar mit einem Ende eines Gestänges 55 verbunden ist. Es sei bemerkt, daß die Funktion der Stellgliedbaugruppe 53 genauso gut mit einem Hydraulikzylinder oder anderen äquivalenten Mechanismen ausgeführt werden könnte. Das andere Ende des Gestänges 55 ist fest an einem Querrohr 44 befestigt. Weiterhin ist an dem Querrohr 44 ein Gestänge 56 fest befestigt, das mit einer Stange 57 über ein Gleitjoch 58 verbunden ist. Die Stange 57 weist ein frei verschwenkbares unteres Ende auf, das sich in Abhängigkeit von der Position des Gestänges 56 bewegt, das die Position des Joches 58 entlang seines Schaftes bestimmt. Somit verschwenkt sich das obere Ende der Stange 57, das an einem Schenkel 60 befestigt ist, um seinen Schwenkpunkt 61 in Abhängigkeit von einem Verschwenken des Hebels 56 um den Schwenkpunkt 62. Pufferfedern 63, 64 absorbieren den Aufprall des Joches 58 während der Endpunkte seiner Hin- und Herbewegung entlang der Stange 57.
- An dem Schenkel 60 ist ein mit diesem verschwenkbarer Bremsarm 65 befestigt, an dessen äußerem Ende ein Bremsschuh 66 befestigt ist, der mit der Außenoberfläche einer Netzmaterial-Vorratsrolle 13 über eine Feder 67 in Berührung gehalten wird. In einer Weise ähnlich zu der, die in der US-A-5 243 806 beschrieben ist, deren Inhalt durch diese Bezugnahme hier mit aufgenommen wird, wird das Netzmaterial von der Vorratsrolle 13 entlang einer Bahn um eine Leerlaufwalze 68 herum und über Spreizwalzen 70, 71 und dann an Klemmelemente 45, 46 abgegeben. Diese Bahn ist durch das Netzmaterial-Segment n' gezeigt, das lediglich in Fig. 6 zu schematischen Zwecken gezeigt ist.
- Im Betrieb bewegt sich die Netzabgabebaugruppe 11 von der in den Fig. 1 und 2 gezeigten vollständig zurückgezogenen Stellung in ihre in Fig. 3 gezeigte Zwischenstellung. Dies wird erreicht, wenn das Stellgliedelement 54 nach außen gedrückt wird, wie dies durch den Richtungspfeil c angezeigt ist, wodurch die Rahmenteile 43 im Gegenuhrzeigersinn gedreht werden, was dazu führt, daß die Netzabtrennbaugruppe sich im Uhrzeigersinn dreht und das Ende des Netzmaterials aus dem Bereich zwischen dem Messer 48 und der Gegenschneide 47 freigibt, wo es (Fig. 2 und 6) während der Bildung eines verdichteten zylindrischen Packens in der Kammer festgehalten wurde. Das Netzende tl wird in Richtung auf den Einführungsraum zwischen der Walze 27 und einem Abschirmelement 72 geführt, während der verdichtete Packen aus Erntematerial in der Kammer in der Richtung d an diesem Raum vorbeirotiert. Das Abschirmelement 72 umfaßt eine starre Platte aus einem Material, die sich zwischen den Seitenwänden 17 erstreckt, um die Umschlingungseinrichtung 28 abzuschirmen, die sich von der Kammer fortbewegt. Das Vorbeilaufen von Rippen 42 auf der Walze 27 an der Öffnung zwischen der Walze 27 und dem Abschirmelement 72 ruft Luftströme hervor, die im Sinne eines Ziehens des Netzendes tl in Richtung auf die Kammer wirken, was eine Flatterwirkung in dem Netzmaterial hervorruft, was durch die allgemein gestreckte Position des schlaffen Endes des Netzes n angedeutet ist, wie dies in Fig. 3 gezeigt ist. Dies verbessert das Einleiten des Netzumwickelns.
- Fig. 4 zeigt die Abgabebaugruppe in der vollständig ausgefahrenen Stellung und während des Umwickelns. Der Bremsschuh 66 wurde gelöst, um die freie Abgabe von Netzmaterial zu ermöglichen, d. h. der Schuh steht nicht in Kontakt mit der Oberfläche der Netzvorratsrolle 13. Falls irgendeine Bremsung während des Umwickelns wünschenswert ist, so kann dieser Schuh für einen sich ändernden Reibeingriff eingestellt werden. Wenn das hintere Ende tl mit der Oberfläche des zylindrischen Packens in Eingriff kommt, so wird es zu dem Preßspalt gezogen, der zwischen der Walze 27 und dem rotierenden Packen gebildet wird, und dann um den Umfang herumgezogen, um den zylindrischen Packen aus Erntematerial in bekannter Weise zu umhüllen. Selbst ohne die Flattererscheinung wird das Ende tl des Netzmaterials n zwangsweise in die Nähe des vorstehend genannten Preßspaltes unter Bedingungen eingeführt, unter denen die Abgabebaugruppe ihre voll ausgefahrene Stellung erreicht, die in Fig. 4 gezeigt ist, um die Umwicklungsfolge zu beginnen, d. h. Netz wird von der Vorratsrolle 13 abgezogen und in die Kammer abgegeben.
- Nachdem zwei oder drei Windungen (oder mehr, falls gewünscht) in dieser Weise aufgebracht wurden, wird die Abgabebaugruppe 11 über eine Zwischenstellung (Fig. 5) durch ein Zurückziehen des Stellgliedelementes 54 zurückgezogen, was dazu führt, daß sich die Rahmenteile 43 im Uhrzeigersinn drehen, wodurch andererseits die Abtrennbaugruppe nach oben in Richtung auf das Netzmaterial n gezogen wird, das entlang einer Bahn benachbart zur Gegenschneide 47 abgegeben wird. Wenn die vollständig zurückgezogene Stellung nach den Fig. 1 und 2 erreicht wird, so wird das Netzmaterial n durch das Messer 48 abgetrennt, das das Ende des Netzmaterials tl gegen die Gegenschneide 47 hält, bis der nächste Umwicklungsvorgang eingeleitet wird.
- Es wird nunmehr erneut auf die Fig. 2 und 6 Bezug genommen. Die Bindegarn- Abgabebaugruppe 9 wird am besten unter Bezugnahme auf die US-A-5 184 545 beschrieben, die eine Bindegarn-Abgabebaugruppe der Art beschreibt, die allgemein mit der Bezugsziffer 9 bezeichnet ist und bei ihrer Befestigung auf dem Rahmenteil 80 zwischen den Seitenwänden 17, 17' gezeigt ist. Die Baugruppe schließt zwei Bindegarnarme 81, 82 ein, die in ihrer Ruhestellung gezeigt sind, wobei die freien Enden des Bindegarns von deren Enden frei herabhängen. Der Bindegarnarm 81, der an einer Welle 83 befestigt ist, wird im Gegenuhrzeigersinn angetrieben, während der an einer Welle 84 befestigte Bindegarnarm 82 im Uhrzeigersinn angetrieben wird, wenn ein Antriebsarm 85 das angetriebene Gestänge 86 in die mit strichpunktierten Linien gezeigte Stellung drückt. Die sich nach unten erstreckende Position der Bindegarnarme 81, 82 ist strichpunktiert am Ende ihrer bogenförmigen Bahnen gezeigt. Diese Position entspricht der mit strichpunktierten Linien dargestellten Position des Antriebsarms 85 und des angetriebenen Gestänges 86. Ein Scherkantenmechanismus 87 ist in üblicher Weise zur Erzielung eines Schutzes verwendet. Die von den Bindegarn-Abgabeenden der Bindegarnarme erzeugten identischen bogenförmigen Pfade werden durch eine Kopplung zwischen einem Antriebszahnrad 88 und einem angetriebenen Zahnrad 90 aufrechterhalten, die beide an den Wellen 84, 83 der zugehörigen Bindegarnarme befestigt sind.
- Durch die Verwendung geeigneter elektrischer Steuerungen können die Bindegarn- Abgabebaugruppen so ausgebildet werden, daß sie unabhängig getrennt oder aufeinanderfolgend mit der Abtrennbaugruppe 12 zusammenwirken, wobei diese Betriebsweise in der nachfolgenden Beschreibung ersichtlich wird. Durch geeignete Folgesteuerung wird das Bindegarn und das Netzmaterial gleichzeitig für den Zweck der Durchführung der vorliegenden Erfindung abgegeben.
- Es wird nunmehr zunächst auf diesen gleichzeitigen Abgabevorgang Bezug genommen, bei dem sich die Netzabgabebaugruppe 11 mit herabhängendem Netzende tl von der in den Fig. 1, 2, 7A und 7B gezeigten vollständig zurückgezogenen Stellung auf die Zwischenstellung bewegt, die in den Fig. 8A und 8B gezeigt ist, worauf das Netzende tl wahrscheinlich in Richtung der Walze 27 gezogen wird, und zwar aufgrund der Luftströme, die durch die Rippen 42 hervorgerufen werden. Dies wird erreicht, wenn das Stellgliedelement 54 nach außen gedrückt wird, wie dies weiter oben beschrieben wurde, wodurch die Rahmenteile 43 im Gegenuhrzeigersinn gedreht werden, was dazu führt, daß sich die Netzabtrennbaugruppe im Uhrzeigersinn bewegt und das Ende des Netzmaterials aus dem Bereich zwischen dem Messer 48 und der Gegenschneide 47 freigibt, wenn dieses Ende während der Formung eines verdichteten zylindrischen Packens in der Kammer (Fig. 2 und 6) festgehalten wurde. Es sei in der vorstehend beschriebenen Weise bemerkt, daß das Netzende tl herunterhängen kann, wie dies in Fig. 7A gezeigt ist. Unabhängig von seiner Ausgangsstellung wird das Netzende tl geführt und in manchen Fällen in Richtung auf den Einfügungsraum zwischen der Walze 27 und dem Abschirmelement 72 gezogen, während sich die verdichtete Packung aus Erntematerial in der Kammer in der Richtung d an diesem Raum vorbeibewegt. Gleichzeitig drehen sich die Bindegarnarme 81, 82 in die Abwärtsstellung, wobei die Abgabeenden benachbart zu Kerben 91, 92 in der Gegenschneide 72 zu liegen kommen, um es den Bindegarnenden t zu ermöglichen, betriebsmäßig mit dem Netzmaterial n verbunden zu werden, wenn sich dieses der Kammer nähert.
- Die Fig. 9A und 9B zeigen die Netzabgabebaugruppe 11 in der vollständig ausgefahrenen Stellung während des Umwickelns, wobei Bindegarn t dem Mittelbereich der Kammer über die Kerben 91, 92 zugeführt wird. Wenn das Netzende tl und die Bindegarnenden t mit der Oberfläche des zylindrischen Packens in Eingriff kommen, werden sie zu dem durch die Walze und die rotierende Packung gebildeten Preßspalt gezogen und dann um den Umfang des Packens herumgezogen, um gleichzeitig den zylindrischen Packen aus Erntematerial zu umgeben.
- Nachdem eine gewünschte Anzahl von Windungen aufgebracht wurde, beispielsweise 1 1/2 Windungen, so wird die Netzabgabebaugruppe 11 über eine Zwischenstellung (Fig. 10A und 10B) durch Zurückziehen des Stellgliedelementes 54 zurückgezogen, was dazu führt, daß sich die Rahmenteile 43, 43' im Uhrzeigersinn drehen, wodurch andererseits die Abtrennbaugruppe in Richtung auf das Netzmaterial n gezogen wird, das entlang einer Bahn benachbart zur Gegenschneide 47 abgegeben wird. Wenn die vollständig zurückgezogene Stellung nach den Fig. 11A und 11 B erreicht wird, so wird das Netzmaterial n durch das Messer 48 abgetrennt, das das Ende des Netzmaterials tl gegen die Gegenschneide 47 hält, wie dies in Fig. 2 gezeigt ist. Das Messer 48 schneidet nicht das Bindegarn t, das frei weiter über die Kerben 91, 92 abgegeben werden kann.
- Es wird nunmehr die spiralförmige Bindegarn-Auftragsfunktion betrachtet, wie sie beim Umwickeln mit Bindegarn üblich ist. Dieses Umwickeln erfolgt unmittelbar nach dem Abtrennen des Netzmaterials, wodurch wertvolle Zeit bei dem Gesamt-Wickelvorgang eingespart wird. Die Netzabgabebaugruppe bewegt sich auf ihre Zwischenstellung (Fig. 12A und 12B), worauf sich die Bindegarnarme 81, 82 entlang ihrer bogenförmigen Bahnen in üblicher Weise hin und her bewegen, um spiralförmig Bindegarn auf den mit Netz umwickelten Ballen aufzutragen. Das Messer 48 wurde von der Gegenschneide 47 entfernt, so daß das Bindegarn eine freie Bewegungsbahn entlang der Gegenschneide hat, d. h. aus den Kerben heraus.
- Nachdem eine geeignete Anzahl von Bindegarnwindungen aufgebracht wurde, wird das Messer 48 gegen die Gegenschneide 47 gezogen, um das Bindegarn t zu schneiden. Wie dies in Fig. 13B gezeigt ist, kann sich das Bindegarn an irgendeiner Stelle entlang der Gegenschneide mit Ausnahme der Kerben befinden. Beispielsweise könnten sich die Bindegarnenden über die in Fig. 13A gezeigte Strecke unter den Bedingungen erstrecken, bei denen das Bindegarn geschnitten wurde, während sich die Bindegarnrohre in der strichpunktierten Stellung nach Fig. 13B befanden. Die Bindegarnarme 81, 82 kehren dann in ihre Ruhestellung zurück, die mit durchgezogenen Linien in Fig. 13B gezeigt ist, und die Netzabgabebaugruppe kehrt in ihre vollständig zurückgezogene Stellung gemäß Fig. 7A zurück, wie dies weiter oben erläutert wurde, wobei das Messer 48. aufgrund des Verbindungsgestänges in seine Abtrennstellung zurückgeführt wird.
- Zusammenfassend ist festzustellen, daß in den explizit und implizit erreichten Vorteilen der hier beschriebenen Vorrichtung und des Verfahrens die Schaffung von Einrichtungen enthalten ist, die die Betriebsweise aufgrund der gleichzeitigen Netz- und Bindegarn-Umwicklung verbessern. Zusätzlich ergibt ein Abtrennschritt ein Abschneiden des Netzmaterials, während Bindegarn weiter abgegeben wird, was beträchtlich zur Verringerung des Zeitbedarfs für die Vervollständigung des Ballenformungsvorganges beiträgt. Insbesondere ergibt sich bei dem gleichzeitigen Aufbringen des Netzmaterials und des Bindegarns eine Verbesserung hinsichtlich des Zeitbedarfs, weil der doppelt gleichzeitige Betrieb die Notwendigkeit beseitigt, die Netzumwicklungs-Schrittfolge abzuschließen, bevor mit dem Bindegarnwickeln begonnen wird, d. h. die Netz- und Bindegarnwickelvorgänge überlappen sich, was zu den sich daraus ergebenden wertvollen Zeiteinsparungen führt.
- Somit wird eine Rundballenpresse mit insgesamt verbesserter Betriebsweise aufgrund der Einfügung einer Umwicklungsvorrichtung geschaffen, die eine Netzmateriaf- Abgabebaugruppe, eine Bindegarn-Abgabebaugruppe und eine Abtrennbaugruppe umfaßt, die alle drei in einer Weise zusammenwirken, die ein getrenntes oder gleichzeitiges Bindegarn-Netz-Umwickeln mit minimalem Zeitbedarf ergibt.
- Obwohl die bevorzugte Struktur, bei der die Grundgedanken der vorliegenden Erfindung ausgeführt werden, im vorstehenden gezeigt und beschrieben wurde, ist es verständlich, daß die Erfindung nicht auf die speziellen Einzelheiten beschränkt ist, wie sie vorstehend gezeigt und beschrieben wurde, sondern daß tatsächlich weitgehend abweichende Einrichtungen bei der Ausführung der breiteren Grundgedanken der Erfindung verwendet werden können. Beispielsweise kann das Verfahren der Erfindung für eine Kombinationsumwicklung aus Kunststoffolie und Bindegarn ausgeführt werden.
Claims (26)
1. Verfahren zur Formung von Erntematerial zu Rundballen (B), mit den folgenden
Schritten:
Zuführen von Erntematerial in eine Ballenformungskammer mit einem sich in
Querrichtung erstreckenden Einlaß (25),
Formen des der Kammer über den Einlaß (25) zugeführten Erntematerials zu
einem verdichteten zylindrischen Packen in der Kammer,
Zuführen einer kontinuierlichen Bahn aus Umwicklungsmaterial (n),
Abgabe der Bahn in die Kammer, Wickeln der Bahn um den Umfang des
zylindrischen Packens, um das verdichtete Erntematerial vollständig zu umschließen,
und
Zuführen von Bindegarn (t), Abgeben des Bindegarns (t) in die Kammer, Wickeln
des Bindegarns (t) um den Umfang des zylindrischen Packens aus verdichtetem
Erntematerial zur Bildung eines Rundballens (b),
wobei das Verfahren dadurch gekennzeichnet ist, daß zumindest während eines
Teils des Bahnabgabeschrittes Bindegarn (t) in die Kammer gleichzeitig mit der Bahn
aus Umwicklungsmaterial (n) abgegeben wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß es den weiteren
Schritt des:
Schneidens der Bahn aus Umwicklungsmaterial (n) umfaßt, während das
Bindegarn (t) weiter in die Kammer abgegeben wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß es den
weiteren Schritt des:
Schneidens des Bindegarns (t) nach dem Schneiden der Bahn aus
Umwicklungsmaterial (n) umfaßt.
4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Schneiden des
Bindegarns (t) und das Schneiden der Bahn aus Umwicklungsmaterial (n) durch die
gleiche Abtrenneinrichtung (12) durchgeführt wird.
5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die
Abtrenneinrichtung (12) ein sich in Querrichtung erstreckendes Messer (48) zum
Abtrennen der Bahn aus Umwicklungsmaterial (n) und des Bindegarns (t) und eine sich
in Querrichtung erstreckende Gegenschneide (47) aufweist, die eine Schneidkante
einschließt.
6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Gegenschneide
(47) zumindest eine Einkerbung (91, 92) einschließt, und daß das sich in Querrichtung
erstreckende Messer (48) die Bahn aus Umwicklungsmaterial (n) schneidet, während
das Bindegarn (t) durch die Einkerbung (91, 92) in die Kammer abgegeben wird.
7. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß die Bahn aus Umwicklungsmaterial Netzmaterial (n) umfaßt.
8. Rundballenpresse (10) zur Formung von Erntematerial zu zylindrischen Ballen
(B) , wobei die Ballenpresse (10) folgendes umfaßt:
einen Hauptrahmen (14), der gegenüberliegende Seitenwände (17, 17')
einschließt,
Einrichtungen (26, 27, 28), die eine Ballenformungskammer mit einem
querverlaufenden Einlaß (25) umgrenzen, wobei die Umgrenzungseinrichtungen eine
Umschlingungsbaugruppe (28) mit mit dem Erntematerial in Eingriff kommenden
Einrichtungen (33) einschließen, die zwischen den Seitenwänden (17, 17') angeordnet
ist,
Einrichtungen (23) zum Zuführen von Erntematerial an die Kammer durch den
Einlaß (25) hindurch, wobei das in der Kammer angesammelte Erntematerial mit den
mit dem Erntematerial in Eingriff kommenden Einrichtungen (33) in Eingriff kommt, um
das Erntematerial in der Kammer zu einem verdichteten zylindrischen Packen zu
formen,
einen Vorrat (13) einer kontinuierlichen Bahn aus Umwicklungsmaterial (n),
eine Abgabebaugruppe (11), die Einführungseinrichtungen (43-46) einschließt,
um selektiv die Bahn aus Umwicklungsmaterial (n) in die Kammer einzuführen, um den
Umfang des zylindrischen Packens aus Erntematerial zu umwickeln, um einen
Rundballen (B) aus Erntematerial zu formen,
einen Vorrat an Bindegarn (t), und
eine Bindegarn-Abgabebaugruppe (9) zum selektiven Abgeben des Bindegarns
(t) in die Kammer zum Umwickeln des Umfanges des zylindrischen Packens aus
Erntematerial zur Bildung eines Rundballens (B) aus Erntematerial,
wobei die Rundballenpresse (10) dadurch gekennzeichnet ist, daß die
Bindegarn-Abgabebaugruppe (9) betreibbar ist, um Bindegarn (t) in die Kammer
gleichzeitig mit der Bahn aus Umwicklungsmaterial (n) abzugeben.
9. Rundballenpresse, nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß sie
Einrichtungen (12) zum Abtrennen der Bahn aus Umwicklungsmaterial (n) unter
Bedingungen umfaßt, unter denen das Bindegarn (t) in die Kammer abgegeben wird.
10. Rundballenpresse nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die
Abtrenneinrichtungen (12) ein sich in Querrichtung erstreckendes Messer (48) zum
Abtrennen der Bahn aus Umwicklungsmaterial (n) umfassen, nachdem eine
vorgegebene Menge um die Umfangsoberfläche des verdichteten zylindrischen
Packens aus Erntematerial abgegeben wurde.
11. Rundballenpresse nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß die
Abtrenneinrichtungen (12) weiterhin folgendes umfassen:
eine sich in Querrichtung erstreckende Gegenschneide (47) mit einer
Scherkante, und
Einrichtungen (53, 55, 44, 43, 52, 50) zum Bewegen des Messers (48) in
zusammenwirkendem Eingriff mit der Scherkante der Gegenschneide (47) zum
Abtrennen der Bahn aus Umwicklungsmaterial (n).
12. Rundballenpresse nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß die
Abtrenneinrichtungen (12) weiterhin Einrichtungen (51, 50, 49) zur Befestigung der
Einrichtungen zur Bewegung des Messers (48) auf dem Hauptrahmen (14) derart
umfassen, daß sich ein Verschwenken um einen festen Schwenkpunkt (51) ergibt, um
das Messer (48) in zusammenwirkendem Eingriff mit der Scherkante der
Gegenschneide (47) zu bringen, um die Bahn aus Umwicklungsmaterial (n) abzutrennen.
13. Rundballenpresse nach Anspruch 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, daß:
die Gegenschneide (47) zumindest eine Einkerbung (91, 92) einschließt, und
die Bindegarn-Abgabebaugruppe (9) Einrichtungen (81, 82) zum Führen des
Bindegarns (t) durch die zumindest eine Einkerbung (91, 92) unter Bedingungen
einschließt, bei denen das Messer (48) in Zusammenwirken mit der Gegenschneide
bewegt wird, um die Bahn aus Umwicklungsmaterial (n) abzutrennen.
14. Rundballenpresse nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß:
die Einkerbung (91, 92) eine Unterbrechung der Scherkante bildet, und
die Einrichtung (81, 82) zum Führen des Bindegarns (t) so befestigt ist, daß sie
das Bindegarn (t) über den nicht unterbrochenen Abschnitt der Kante der
Gegenschneide (47) bei nachfolgenden Bedingungen führt, bei denen das Messer (48) in
Zusammenwirken mit der Gegenschneide bewegt wird, um das Bindegarn (t) zu
schneiden.
15. Rundballenpresse nach Anspruch 13 oder 14, dadurch gekennzeichnet, daß die
zumindest eine Einkerbung eine Kerbe (91/92) in der Gegenschneide zur Aufnahme
des Bindegarns (t) umfaßt.
16. Rundballenpresse nach einem der Ansprüche 8-15, dadurch gekennzeichnet,
daß die Bindegarn-Abgabebaugruppe (9) erste Einrichtungen (81, 83, 90) und zweite
Einrichtungen (82, 84, 88) zur Abgabe erster und zweiter Stränge von Bindegarn (t)
einschließt.
17. Rundballenpresse nach Anspruch 16 unter Rückbeziehung auf einen der
Ansprüche 13-15, dadurch gekennzeichnet, daß:
die Gegenschneide (47) zumindest zwei Einkerbungen (91, 92) einschließt, und
die Bindegarn-Abgabebaugruppe (9) Einrichtungen (81, 82) zum Führen der
ersten und zweiten Stränge aus Bindegarn (t) durch die zumindest zwei Einkerbungen
(91, 92) unter Bedingungen einschließt, unter denen das Messer (48) im
Zusammenwirken mit der Gegenschneide bewegt wird, um die Bahn aus Umwicklungsmaterial (n)
zu schneiden.
18. Rundballenpresse (10) nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß:
die Umgrenzungseinrichtungen (26, 27, 28) eine Ballenformungskammer mit
einer festen allgemein zylindrischen Form bilden,
die Ballenpresse Einrichtungen (31, 32) zur Halterung der
Umschlingungsbaugruppe (28) der Umgrenzungseinrichtung auf dem Hauptrahmen (14) und
Einrichtungen (36, 40) zur Bewegung der mit dem Erntematerial in Eingriff kommenden
Einrichtungen der Umschlingungsbaugruppe entlang eines Pfades (31, 32) umfaßt, der
an zumindest einen Hauptteil des festen Umfanges der zylindrischen Kammer angrenzt,
um mit dem durch die Zuführungseinrichtung (23) in die Kammer eingespeisten
Erntematerial unter Bedingungen in Eingriff zu kommen, unter denen sich die
Erntematerial-Eingriffseinrichtungen (33) entlang eines Teils des Umfanges bewegen,
um das Erntematerial zu einem verdichteten zylindrischen Packen zu bilden, wenn eine
ausreichende Menge an Erntematerial in der Kammer angesammelt wurde,
die Einführungseinrichtungen (43-46) der Abgabebaugruppe (11),
Greifeinrichtungen (45, 46) für einen Quereingriff mit der Bahn aus Umwicklungsmaterial (n)
einschließen, und
die Ballenpresse weiterhin Einrichtungen (44, 62) zur Befestigung der
Abgabebaugruppe (11) auf dem Hauptrahmen (14) für eine Verschwenkung um einen
festen Schwenkpunkt (62) aufweist, um die Greifeinrichtungen (45, 46) der
Einführungseinrichtungen (43-46) zwischen einer zurückgezogenen Stellung entfernt von der
zylindrischen Kammer und einer ausgefahrenen Stellung benachbart zur zylindrischen
Kammer zu bewegen, um die Bahn aus Umwicklungsmaterial (n) zwischen der
Umfangsoberfläche des verdichteten zylindrischen Packens aus Erntematerial und der
Erntematerial-Eingriffseinrichtung (33) abzugeben.
19. Rundballenpresse nach einem der Ansprüche 8-18, dadurch gekennzeichnet,
daß sie weiterhin Abtrenneinrichtungen (12) einschließt, die Schneideinrichtungen (47,
48) zum Abtrennen der Bahn aus Umwicklungsmaterial (n) einschließen, nachdem eine
vorgegebene Menge um die Umfangsoberfläche des verdichteten zylindrischen
Packens aus Erntematerial abgegeben wurde.
20. Rundballenpresse nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, daß sie
Einrichtungen (51, 51') zur Befestigung der Abtrenneinrichtung (12) auf dem
Hauptrahmen (14) für ein Verschwenken um einen festen Schwenkpunkt (51) zur
Bewegung der Schneideinrichtung (48) in die Bahn des Umwicklungsmaterials (n) unter
Bedingungen aufweist, bei denen die Abgabebaugruppe (11) die
Einführungseinrichtung (43-46) in die von der Kammer entfernte zurückgezogene Stellung bewegt
hat und die Bahn aus Umwicklungsmaterial (n) weiter von der Einführungseinrichtung
(43-46) entlang einer Zwischenbahn zu der Kammer abgegeben wird.
21. Rundballenpresse nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, daß die
Schneideinrichtungen (47, 48) folgendes umfassen:
eine sich in Querrichtung erstreckende Messerkante (48), die auf einer Seite des
Zwischenpfades der Bahn aus Umwicklungsmaterial (n) unter Bedingungen angeordnet
ist, unter denen sich die Einführungseinrichtung (43-46) in der zurückgezogenen
Stellung befindet, und
eine Gegenschneide (47), die auf der anderen Seite des Zwischenpfades der
Bahn aus Umwicklungsmaterial (n) angeordnet ist, wobei die Gegenschneide (47) eine
Scherkante einschließt, die zum Zusammenwirken mit der Messerkante (48)
angeordnet ist, wenn die Schneideinrichtung (48) in die Bahn aus Umwicklungsmaterial
(n) bewegt wird.
22. Rundballenpresse nach Anspruch 21, dadurch gekennzeichnet, daß sie weiterhin
Kopplungseinrichtungen (52, 52') zwischen der Abgabebaugruppe (11) und der
Abtrenneinrichtung (12) umfaßt, um zu verhindern, daß sich die Schneideinrichtungen
(48) in die Umwicklungsmaterialbahn (n) unter Bedingungen bewegen, unter denen sich
die Einführungseinrichtung (43-46) in der ausgefahrenen Stellung benachbart zu der
Kammer befindet.
23. Rundballenpresse nach einem der Ansprüche 18-22, dadurch gekennzeichnet,
daß der Vorrat (13) des Umwicklungsmaterials (n) ein Rohr und eine kontinuierliche
Umwicklungsmaterialbahn (n) umfaßt, die auf das Rohr aufgewickelt ist, wobei ein
freies Ende (tl) von deren Außenoberfläche austritt, und
Bremseinrichtungen (65-67), die betriebsmäßig dem Vorrat (13) zugeordnet sind,
vorgesehen sind, um die Kraft zu ändern, die erforderlich ist, um die
Umwicklungsmaterialbahn (n) von dem Rohr abzugeben.
24. Rundballenpresse nach Anspruch 23, dadurch gekennzeichnet, daß sie weiterhin
Gestängeeinrichtungen (56-64) zwischen den Bremseinrichtungen (65-67) und der
Abgabebaugruppe (11) aufweist, um die Bremsung unter Bedingungen zu aktivieren,
unter denen die Greifeinrichtung (45, 46) sich in der von der Kammer entfernten
zurückgezogenen Stellung befindet.
25. Rundballenpresse nach einem der Ansprüche 19-24 unter Rückbeziehung auf
Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, daß:
die Umschlingungsbaugruppe (28) eine Vielzahl von mit dem Erntematerial in
Eingriff kommenden, sich in Querrichtung erstreckenden Leisten (33) und zwei
gegenüberliegende Befestigungsketten (30) umfaßt, zwischen denen sich die Leisten
(33) benachbart zueinander und unter gleichen Abständen erstrecken,
die Halterungseinrichtungen Einrichtungen (31, 32) auf der Seitenwand (17, 17')
zur Befestigung der Ketten (30) für einen Durchlauf von gegenüberliegenden
kontinuierlichen Schleifen aufweisen, wodurch sich die Leisten (33) entlang des Pfades
(31, 32) bewegen, und
die eine Ballenformungskammer umgrenzenden Einrichtungen (26, 27, 28)
weiterhin eine Walze (27) aufweisen, die eine aggressive Außenoberfläche aufweist,
wobei die Walze (27) auf dem Hauptrahmen (14) benachbart zu den kontinuierlichen
Schleifen der Ketten derart befestigt ist, daß die aggressive Oberfläche der Walze (27)
allgemein eine Tangente zu dem festen Umfang der zylindrischen Kammer bildet, und
die Befestigungseinrichtung (44, 62) für die Abgabebaugruppe (11) eine
Bewegung der Greifeinrichtungen (45, 46) zwischen die Walze (47) und die Bahn (31,
32) ermöglicht, um die Umwicklungsmaterialbahn (n) abzugeben.
26. Rundballenpresse nach Anspruch 25, dadurch gekennzeichnet, daß die die
Ballenformungskammer umgrenzenden Einrichtungen (26, 27, 28) weiterhin eine
Bodenwalze (26) mit einer aggressiven Außenoberfläche umfassen, die für eine
Drehung auf dem Hauptrahmen (14) benachbart zu den kontinuierlichen Schleifen der
Ketten (30) derart befestigt ist, daß die aggressive Oberfläche der Bodenwalze (30)
allgemein eine Tangente zu dem festen Umfang der zylindrischen Kammer bildet,
wobei die Walze (27) und die Bodenwalze (26) den sich in Querrichtung erstreckenden
Einlaß (25) begrenzen.
Applications Claiming Priority (3)
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|---|---|---|---|
| US08/538,107 US5581976A (en) | 1995-10-02 | 1995-10-02 | Method for wrapping round bales |
| US08/538,112 US5581974A (en) | 1995-10-02 | 1995-10-02 | Dual purpose cutting apparatus for round bale |
| US08/537,019 US5581973A (en) | 1995-10-02 | 1995-10-02 | Apparatus for making round bales |
Publications (2)
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Family
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Family Applications (1)
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| DE1996613526 Expired - Lifetime DE69613526T2 (de) | 1995-10-02 | 1996-10-01 | Maschine und Verfahren um Rundballen zu Umhüllen |
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| Country | Link |
|---|---|
| EP (1) | EP0766912B1 (de) |
| DE (1) | DE69613526T2 (de) |
Families Citing this family (9)
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|---|---|---|---|---|
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-
1996
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Also Published As
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