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Die Vorliegende Erfindung bezieht sich auf die Verwendung einer Folie zum Schütz der
Oberfläche von unvollständig ausgehärteten Anstrichfilmen von Kraftfahrzeugen, wobei,
die Folie sich auszeichnet in der Haftverarbeitbarkeit für gekrümmte Oberflächen,
Wetterbeständigkeit und Abziehbarkeit nach dem Haften auf den Anstrichfilmen für
einen langen Zeitraum, die Deformation der Anstrichfilme durch die Folie schwierig ist,
und die Folie für den Schutz der Oberfläche von Karosserien, Teilen usw. von
Kraftfahrzeugen geeignet ist.
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Schutzfolien, welche auf Kraftfahrzeuganstrichfilme aufgebracht werden können, die
sich in einem unvollständig ausgehärteten Zustand befinden, sind erwünscht gewesen.
Eine Schutzfolie umfasst allgemein eine polymere Folie mit einer darauf gebildeten
druckempfindlichen Haftschicht und hat das Ziel, zu verhindern, dass Anstrichfilme von
Kraftfahrzeugen und Teilen davon durch verschiedene Schwebstoffe und auftreffende
Materialien, wie Schmutz, Stäube, saurer Regen, Kiesel usw., beschädigt, überfroren,
verfärbt usw. werden, wenn gerade mit Anstrichfilmen versehene Kraftfahrzeuge, deren
Teile usw. auf Lastkraftwagen, Schiffe, Züge usw. geladen und zu entfernten Orten, wie
nach Übersee usw., transportiert werden. Eine solche Schutzfolie hat die Vorteile,
schwierige Punkte in einem herkömmlichen Überzugssystem eines Anstrichfilmes mit
einer Dicke von 5 bis 20 um zu überwinden, der einen Wachsanstrich umfasst, wobei
der gleichmäßige Schutz mit einem gleichmäßigen Anstrichfilm schwierig ist, der
Anstrichfilm leicht fleckig werden kann, der Anstrichfilm nur eine schwache Schutzfunktion
für auftreffende Materialien hat, wie saurer Regen, Kiesel usw., ein großer
Arbeitsaufwand zur Bildung und Entfernung der Anstrichfilme erforderlich ist, und die Verwendung
eines Lösungsmittels auch Umweltprobleme verursachen kann, wie eine Behandlung
von flüssigem Abfall usw..
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Wenn ein Zweikomponenten-Urethananstrich verwendet wird, können in dem
vorstehenden System Anstrichfilme für Kraftfahrzeuge in einem vollständig ausgehärteten
Zustand durch eine Wärmeaushärtungsbehandlung und eine Alterungsbehandlung nach
dem Aufbringen des Anstrichs gebildet werden. Die Alterungsbehandlung kann jedoch
während der Transportzeit nach Übersee usw. durchgeführt werden. Daher hat ein
Verfahren zur Verkürzung der Zeit für die Alterungsbehandlung nach der
Wärmeaushärtungsbehandlung, zur Anhaftung einer Schutzfolie des Kraftfahrzeuganstrichfilms in
einem unvollständig ausgehärteten Zustand, zum Transport des Kraftfahrzeugs und zur
Verwendung der Transportzeit als einen Teil der Alterungszeit zur vollständigen
Aushärtung des Anstrichfilms, wodurch die Effizienz der Lieferung der Teile oder der
Kraftfahrzeuge verbessert wird, breite Anwendung gefunden.
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Bei den herkömmlichen Folien zum Schutz von Kraftfahrzeuganstrichfilmen tritt jedoch
ein Problem auf, dass, wenn die Schutzfolie auf einen weichen Anstrichfilm oder einen
unvollständig ausgehärteten Anstrichfilm aufgebracht und über einen langen Zeitraum
unter hohen Außentemperaturen im Sommer usw. stehengelassen wird, der Anstrichfilm
an den Randbereichen der druckempfndlichen Haftschicht deformiert wird, z. B. Ränder
von eingeschlossener Luft oder Folienränder, und die deformierten Spuren klar sichtbar
sind.
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Wenn die Dicke der druckempfindlichen Haftschicht in der Folie zum Schutz von
Anstrichfilmen von Kraftfahrzeugen erhöht wird, um den Anstrichfilm vor Deformation zu
schützen, tritt ein Problem auf, dass, wenn die Folie in Rollenform aufbewahrt wird, die
Form der Rolle durch ein Teleskopphänomen deformiert wird, und dass beim Abziehen
der Folie von dem Anstrichfilm Haftrückstände an den Randbereichen der
druckempfindlichen Haftschicht zurückbleiben können.
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EP-A-0 519 278 beschreibt eine Schutzfolie für Kraftfahrzeuganstrichfilme, die einen
Träger umfasst, auf dessen einer Seite ein druckempfindliches Haftmaterial auf
Kautschukbasis mit einem dynamischen Modul von 2 · 10&sup5; bis 7 · 10&supmin;&sup6; dyn/cm² bei 60ºC
gebildet ist.
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Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Schutz für einen
unvollständig ausgehärteten Kraftfahrzeuganstrichfilm zu entwickeln; welcher nicht leicht
Mikrodeformationen aufgrund der Deformation eines Anstrichfilms bildet, selbst wenn er auf
einem Kraftfahrzeuganstrichfilm haftet, wobei der Aristrichfilm einen Zweikomponenten-
Urethananstrich umfasst und in einem unvollständig ausgehärteten Zustand vorliegt und
unter hohen Außentemperaturen usw. für einen langen Zeitraum stehengelassen wird
und einfach von dem Anstrichfilm abgezogen werden kann, ohne dass Haftrückstände
der druckempfindlichen Haftschicht zurückbleiben, während die Vorteile des vorstehend
beschriebenen Schützes aufrecht erhalten werden.
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Die Lösung dieses Problems besteht in der Verwendung einer Folie zum Schutz eines
Kraftfahrzeuganstrichfilms zur Anhaftung auf unvollständig ausgehärteten
Kraftfahrzeuganstrichfilmen, wobei der Anstrichfilm einen Zweikomponenten-Urethananstrich
umfasst, welcher einen Träger mit einer darauf gebildeten druckempfindlichen
Haftschicht umfasst, worin die Folie einen Youngschen Modul E von wenigstens 75 N/mm²
und einen Koeffzienten der Biegespannung k, ausgedrückt durch die Formel k = Eh³,
von 0,035 oder weniger hat, worin h eine Dicke (mm) des Trägers ist.
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Die vorliegende Erfindung wird nachstehend im Einzelnen beschrieben.
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Wie vorstehend beschrieben, kann durch die Herstellung der Folie mit einem niedrigen
Koeffizienten der Biegespannung unter Aufrechterhaltung des vorstehend
beschriebenen Youngschen Moduls eine Folie zum Schutz von Kraftfahrzeuganstrichfilmen
erhalten werden, welche bei einer guten Verarbeitbarkeit auf unvollständig ausgehärteten
weichen Kraftfahrzeuganstrichfilmen, umfassend einen
Zweikomponenten-Urethananstrich, haftet, wobei Deformationen des Anstrichfilms in Randbereichen der
druckempfindlichen Haftschicht nur schwer auftreten, wie Ränder von eingeschlossener Luft
oder Folienränder, selbst wenn sie unter hohen Außentemperaturen im Sommer für
einen langen Zeitraum stehen gelassen werden, Mikrodeformationen des Anstrichfilms
ebenfalls nur schwer auftreten; die Folie leicht von dem Anstrichfilm ohne Bildung von
Haftrückständen der druckempfindlichen Haftschicht abgezogen werden kann, die Folie
sich auszeichnet durch ihre Schutzfunktion gegenüber Schwebstoffen oder
auftreffenden Materialien, wie saurer Regen; Stäube, Kiesel usw., und den Vorteil des
Schutzfoliensystems aufrecht erhält, dazu befähigt zu sein, den Anstrichfilm einfach und
gleichmäßig zu schützen und leicht abgezogen und ohne das Entstehen eines
Umweltproblems entfernt zu werden. Weiterhin kann die Folie zum Schutz von
Kraftfahrzeuganstrichfilmen in Rollenform aufgewickelt werden, wobei die Deformation der Form durch
z. B. ein Teleskopphänomen bei der Aufbewahrung der Rolle nur schwer hervor gerufen
wird.
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In der vorliegenden Erfindung hat der Youngsche Modul von wenigstens 75 N/mm² den
Zweck, die Haftverarbeitbarkeit auf und die Abziehverarbeitbarkeit von den
Kraftfahrzeuganstrichfilmen mit vielen gekrümmten Oberflächenbereichen durch Unterdrückung
der Dehnung usw. zu verbessern, und die Einzelheiten des Mechanismus, um die
Vorzüge und Wirkungen durch Herstellung der Folie mit dem niedrigen Koeffizienten der
Biegespannung unter Aufrechterhaltung des Youngschen Moduls zu erhalten, sind noch
nicht aufgeklärt worden. Die Erfinder nehmen jedoch einen Mechanismus wie folgt an.
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Das heißt, es wird angenommen, dass, da Mikrodeformationen aufgrund der
Deformation des Anstrichfilms an den Randbereichen der druckempfindlichen Haftschicht beim
Aufbringen der Schutzfolie auf dem unvollständig ausgehärteten weichen Anstrichfilm
und dem Stehenlassen im Freien für einen langen Zeitraum leichter auftreten können,
wenn der Anstrichfilm weicher ist, die Mikrodeformation durch das, Auftreten einer
ungleichmäßigen Kraft durch eine sehr kleine Deformation der Schutzfolie verursacht wird,
die durch Umweltveränderungen, wie Temperaturänderungen usw., durch Stehenlassen
über einen langen Zeitraum hervorgerufen wird, was eine ungleichmäßige Spannung in
dem Anstrichfilm hervorruft, wodurch eine Deformation des Anstrichfilms verursacht
wird, welcher zur Mikrodeformation führt.
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Folglich ist der vorstehende Mechanismus ein technisches Thema, der nicht mit der
herkömmlichen Planungskonzeption behandelt werden kann, bei der hauptsächlich die
Eigenschaften des Bereichs berücksichtigt werden, auf welchen eine große äußere Kraft
angewendet wird, wie die Verbesserung der Festigkeit eines Trägers usw., wobei nur
auf die Haftverarbeitbarkeit und die Abziehverarbeitbarkeit geachtet wird.
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Die Folie zum Schütz von Kraftfahrzeuganstrichfilmen, die gemäß der vorliegenden
Erfindung verwendet wird, umfasst einen Träger, auf dem eine druckempfindliche
Haftschicht gebildet ist, worin die Folie einen Youngschen Modul E von mindestens
75 N/mm² und einen Koeffizienten der Biegespannung, ausgedrückt durch die Formel
k = Eh³, von 0,035 oder weniger hat, worin der Träger eine Dicke h, ausgedrückt in mm,
hat. Die gemäß der vorliegenden Erfindung verwendete Schutzfolie dient zur Haftung an
einen unvollständig ausgehärteten Kraftfahrzeuganstrichfilm, der einen
Zweikomponenten-Urethananstrich umfasst.
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Der Träger, der in der vorliegenden Erfindung verwendet werden kann, ist ein
Polymerfilm, der mit einem anorganischen Füllstoff vermischt ist, und vorzugsweise ein Film,
umfassend ein olefinisches Polymer, das mit einem anorganischen Füllstoff vermischt
ist.
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Beispiele des olefinischen Polymers sind Polypropylenpolymere, wie das Homopolymer,
das Blockpolymer oder das statistische Polymer; Ethylenpolymere, wie Polyethylen
niedriger Dichte, Polyethylen hoher Dichte oder lineares Polyethylen niedriger Dichte;
und Ethylen-Propylen-Copolymere. Zur Herstellung des Trägers können zwei oder
mehrere Arten der Polymeren verwendet werden.
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Beispiele des anorganischen Füllstoffs, der in den Träger eingearbeitet werden kann,
sind Titanoxid, Calciumcarbonat, Magnesiumoxid und Zinkoxid. Die anorganischen
Füllstoffe können allein oder als eine Mischung davon verwendet werden. Die Menge des
eingearbeiteten anorganischen Füllstoffs kann in geeigneter Weise bestimmt werden. Im
Allgemeinen beträgt die einzumischende Menge 5 bis 20 Gew.-% und vorzugsweise
8 bis 15 Gew.-%, bezögen auf das Gewicht des Trägers, unter den Gesichtspunkten des
Deckvermögens der Farbe des Anstrichfilms und der filmbildenden Eigenschaft für den
Filmt.
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Falls erforderlich und notwendig, kann der Träger mit geeigneten Additiven vermischt
werden, wie einem Ultraviolett-Stabilisator, einem Antioxidans usw.. Die
einzumischenden Mengen des Ultraviolett-Stabilisators und des Antioxidans betragen 0,1 bis
5 Gew.-% und vorzugsweise 0,1 bis 3 Gew.-%, bezogen das Gewicht des Trägers,
unter den Gesichtspunkten der Verhinderung des Auftretens der Verschlechterung des
Trägers und der Umweltbelastung durch die Verhinderung des Verstreuens von
Zusätzen bei der Herstellung des Films:
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Hinsichtlich des Ultraviolett-Stabilisators und des Antioxidans gibt es keine besonderen
Beschränkungen, Und es können herkömmliche Materialien in geeigneter Weise
verwendet werden. Beispiele für den Ultraviolett-Stabilisator umfassen Benzotriazol-
Ultraviolett-Stabilisatoren, gehinderte Amin-Ultraviolett-Stabilisatoren und Benzoat-
Ultraviolett-Stabilisatoren.
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Speziellere Beispiele des Ultraviolett-Stabilisators sind
2-(3-t-Butyl-5-methyl-2-hydroxyphenyl)-5-chlorbenzotriazol, 2-(3,5-Di-t-butyl-2-hydroxyphenl)-5-chlorbenzotriazol,
Poly[{6-(1,1,3,3-tetramethylbutyl)amino-1,3,5-triazin-2,4-diyl}{2,2,6,6-tetramethyl-4-
piperidyl)imino}-hexamethylen{(2,2,6,6-tetramethyl-4-piperidyl)imino}],
Dimethylsuccinat-1-(2-hydroxyethyl)-4-hydroxy-2,2,6,6-tetcamethylpiperidin-Polykondensat und
2,4-Di-t-butylphenyl-3,5-t-butyl-4-hydroxybenzoat.
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Der Träger kann erhalten werden durch Formen des Polymers, das mit einem
anorganischen Füllstoff und anderen Additiven vermischt ist, mittels eines geeigneten
Verfahrens, wie eines Extrusionsformverfahrens mittels einer T-Form, eines Gießverfahrens
einer Lösung oder einer geschmolzenen Flüssigkeitsmischung.
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Die Dicke des Trägers kann in geeigneter Weise indem Bereich bestimmt werden, dass
der Youngsche Modul der erhaltenen Folie zum Schutz von Kraftfahrzeuganstrichfilmen
wenigstens 75 N/mm² und der Koeffizient ihrer Biegespannung 0,035 oder weniger
beträgt. Das heißt, die Folie zum Schutz von Kraftfahrzeuganstrichfilmen der vorliegenden
Erfindung hat einen Youngschen Modul von wenigstens 75 N/mm² und einen
Koeffizienten der Biegespannung von 0,035 oder weniger. Der Koeffizient der Biegespannung
k ist durch die folgende Formel definiert;
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k = Eh³
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worin E ein Youngscher Modul (N/mm²) ist, d. h., der Zugelastizitätsmodul der gesamten
Folie zum Schutz von Kraftfahrzeuganstrichfilmen in einer Maschinenlaufrichtung, und h
ist eine Dicke (mm) des Trägers.
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Wie vorstehend beschrieben, wird angenommen, dass das Auftreten von
Mikrodeformationen durch Deformation des Anstrichfilms durch die Deformation der Schutzfolie durch
Umweltveränderungen hervorgerufen wird. Folglich wird für den unvollständig
ausgehärteten weichen Anstrichfilm angenommen, dass er wirksam ist, um die Kraft zu
verringern, die durch die Deformation der Schutzfolie hervor gerufen wird. In diesem Falle
führt die Verringerung des Koeffizienten der Biegespannung k, welcher durch die
vorstehende Formel ausgedrückt wird, auf 0,035 oder weniger, zur Verringerung der Kraft,
welche durch die Biegedeformation der Schutzfolie hervor gerufen wird.
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Das heißt, da die mit einem Anstrich versehene Oberfläche eines Kraftfahrzeugs viele
gekrümmte Oberflächenbereiche hat, tritt eine durch, die Biegeelastizität verursachte
Spannung in der Schutzfolie auf, die an der mit einem Anstrich versehenen Oberfläche
haftet. Weiter ist die Schutzfolie am Umfang der eingeschlossenen Luft beim Anhaften
der Schutzfolie an die, mit einem Anstrich versehene Oberfläche eines Kraftfahrzeugs
äußerst gekrümmt, wodurch eine örtliche Spannung erzeugt wird, und auch der
Innendruck in den Blasen wird durch die Temperaturänderung verändert, wodurch die
Biegebeanspruchung erhöht oder herabgesetzt wird. Der vorstehend beschriebene Koeffizient
der Biegespannung ist die Bedingung zur Verhinderung der Deformation des
Anstrichfilms durch Herabsetzung der Kraft, die in der Schutzfolie durch eine solche
Biegedeformation verursacht wird.
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Aus der vorstehenden Formel geht hervor, dass es zur Herabsetzung des, Koeffizienten
der Biegespannung k wirksam ist, den Youngschen Modul zu erniedrigen. Die
Deformation der Schutzfolie durch Umweltveränderungen wird ebenfalls stark durch die
Temperaturänderung beeinflusst. Selbst, wenn die Deformation der Schutzfolie durch die
Temperaturänderung im Allgemeinen gering ist, wird das Auftreten der Kraft in dem Bereich
der sehr geringen Deformation stark durch den Youngschen Modul beeinflusst. Daher
kann gesagt werden, dass die Verringerung des Youngschen Moduls wirksamer ist,
dass aber der Youngsche Modul sich auf eine Dehnung und auch auf die
Haftverarbeitbarkeit, die Abziehverarbeitbarkeit usw. der Schutzfolie bezieht. In der vorliegenden
Erfindung beträgt der Youngsche Modul unter den Gesichtspunkten, dass die gekrümmten
Oberflächenbereiche groß sind und dass die Schutzfolie zum Haften an die weichen
Oberflächen von Anstrichfilmen von Kraftfahrzeugen bestimmt ist, wenigstens 75 N/mm²
und vorzugsweise 100 bis 2000 N/mm² und weitervorzugsweise 300 bis 1800 N/mm².
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Zur Herabsetzung des Koeffizienten der Biegespannung k ist es wirksam, die Dicke des
Trägers herab zu setzen, und in dem Schutzträger ist der Youngsche Modul des Trägers
wichtig. Daher kann gesagt werden, dass der dünnere Träger unter dem Gesichtspunkt
der Herabsetzung der Deformationsspannung, bezogen auf den Youngschen Modul,
bevorzugt, ist. Die Dicke des Trägers ist jedoch mit der Festigkeit und der Schutzfunktion
der Schutzfolie und den Handhabbarkeitseigenschaften verwandt, wie der
Haftverarbeitbarkeit, der Abziehverarbeitbarkeit usw.. Unter solchen Gesichtspunkten der vorliegenden
Erfindung beträgt die Dicke des Trägers allgemein 10 bis 100 um, vorzugsweise
15 bis 80 um und weitervorzugsweise 20 bis 70 um.
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Unter Berücksichtigung des Youngschen Moduls und der Dicke des vorstehend
beschriebenen Trägers beträgt der Koeffizient der Biegespannung in der Folie zum Schutz
von Kraftfahrzeuganstrichfilmen vorzugsweise 0,001 bis 0,035 und weiter vorzugsweise
0,005 bis 0,033 unter dem Gesichtspunkt der Verhinderung des Auftretens von
Mikrodeformationen durch die Deformation des Anstrichfilms.
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Falls erforderlich und notwendig, kann eine Oberflächenbehandlungsschicht aus einem
Trennmittel auf der Oberfläche gebildet werden, welche nicht die druckempfindliche
Haftschicht des Trägers bildet. Die Behandlung mit dem Trennmittel hat den Vorteil,
dass das Wiederaufwickeln der in einer Rollenform aufgewickelten Schutzfolie
erleichtert wird.
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Als Trennmittel kann ohne jede Beschränkung jedes geeignete Trennmittel verwendet
werden. Zum Beispiel können Silicon-Trennmittel verwendet werden, die ein
Polyorganosiloxan, wie Polydimethylsiloxan, umfassen. Ein Trennmittel vom
Wärme-aushärtenden Typ, wie ein Trennmittel vom Additionsreaktionstyp, ein Trennmittel vom
Kondensationsreaktionstyp usw. und ein Silicon-Trennmittel, wie ein Trennmittel vom durch
Strahlung aushärtenden Typ, wie ein Trennmittel vom Ultraviolett-aushärtenden Typ, ein
Trennmittel vom durch Elektronenstrahlen aushärtenden Typ usw., können ebenfalls
bevorzugt verwendet werden.
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Ferner können ein Polymer eines höheren Alkoholesters von (Meth)acrylsäure, ein
Copolymer aus dem selben und einem anderen Monomer, und ein langkettiges Alkyl-
Trennmittel, umfassend ein Reaktionsprodukt eines Hydroxygruppen enthaltenden
Polymers, wie Polyvinylalkohol oder eine Cellulose, und eine Isocyanatverbindung mit
einer langkettigen Alkylgruppe usw., verwendet werden. In diesem Fall kann
vorzugsweise ein Trennmittel mit langkettiger Alkylkette mit einer langkettigen Alkylgruppe mit
12 bis 24 Kohlenstoffatomen verwendet werden.
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Falls erforderlich und notwendig, kann eine geeignete Oberflächenbehandlung, wie eine
Behandlung mit einem Grundiermittel (Primer) oder eine elektrochemische Behandlung,
wie eine Koronabehandlung, eine Plasmabehandlung, eine Sputterbehandlung usw. zur
Verbesserung der Haftung mit einer druckempfindlichen Haftschicht auf die Oberfläche
des Trägers aufgebracht werden, auf welcher eine druckempfindliche Haftschicht
gebildet ist.
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Die druckempfindliche Haftschicht kann unter Verwendung eines Polyisobutylens, eines
Isobutylen-Isopren-Copolymers (Butylkautschuk) oder einer Mischung davon gebildet
werden. Ein Polyisobutylen oder ein Isobutylen-Isopren-Copolymer mit einem
gewichtsmittleren Molekulargewicht von 300000 bis 800000 und vorzugsweise von 300000 bis
600000 wird vorzugsweise verwendet unter den Gesichtspunkten der Verhinderung des
Auftretens von Haftrückständen durch die unzureichende Kohäsionskraft, der
Verhinderung der Deformation einer Rollenform beim Aufwickeln der Schutzfolie in eine
Rollenform, der Relaxation der durch die Deformation des Trägers gebildeten Spannung, der
Verhinderung des Auftretens von Mikrodeformationen, die durch die Deformation des
Anstrichfilms verursacht werden, und der Verstärkung der Adhäsionskraft.
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Die Schutzfolie kann durch ein geeignetes Verfahren hergestellt werden, wie ein
Verfahren des Aufbringens einer Lösung einer druckempfindlichen Haftkomponente in einem
Lösungsmittel oder einer geschmolzenen Flüssigkeit einer druckempfindlichen
Haftkomponente auf einem Träger, ein Verfahren der Übertragung und des Anhaftens einer
druckempfindlichen Haftschicht, die auf einem Separator durch das vorstehende
Verfahren gebildet wurde, auf einen Träger.
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Die Dicke der druckempfindlichen Haftschicht beträgt 10 bis 20 um und vorzugsweise
14 bis 20 um unter den Gesichtspunkten der Erreichung der erwünschten
Adhäsionskraft, der Verhinderung des Auftretens von Mikrodeformationen, die durch die
Deformation des Anstrichfilms verursacht werden, der Verhinderung der Bildung von
Haftrückständen im Randbereich der Schutzfolie und der Verhinderung des Auftretens der
Deformation der Rollenform der Schutzfolie beim Aufwickeln der Schutzfolie in die
Rollenform.
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Falls erforderlich und notwendig, kann die druckempfindliche Haftschicht geschützt
werden durch zeitweiliges Anhaften eines Separators, bevor die Schutzfolie praktisch
verwendet wird.
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Bei det Herstellung der druckempfindlichen Haftschicht kann das druckempfindliche
Haftmaterial, falls notwendig, mit einem Ultraviolett-Stabilisator vermischt werden, um
die Wetterbeständigkeit zu verbessert. Der Ultraviolett-Stabilisator, welcher verwendet
werden kann, besteht aus den gleichen Materialien, wie sie für den Träger verwendet
werden. Die einzumischende Menge des Ultraviolett-Stabilisators in die
druckempfindliche Haftschicht beträgt 0,1 bis 5 Gew.-% und vorzugsweise 0,1 bis 3 Gew.-%, bezogen
auf das Gewicht des druckempfndlichen Haftmaterials.
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Die Folie zum Schutz von Kraftfahrzeuganstrichfilmen, die gemäß der vorliegenden
Erfindung verwendet wird, wird zum Anhaften an unvollständig, ausgehärtete
Kraftfahrzeuganstrichfilme verwendet, die Zweikomponenten-Urethananstriche umfassen, wie
einen Acryl-Urethananstrich.
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Der unvollständig ausgehärtete Zustand des Anstrichfilms ist ein unvollständig
alterungsbehandelter Zustand, wobei ein Teil der Alterungsbehandlungszeit nach der
Wärmeaushärtungsbehandlung weggelassen wird, wie der Anstrichfilm für die äußeren
Platten einer Kraftfahrzeugkarosserie mit einer Knoop-Härte von 5 bis 13, der
Anstrichfilm für Kraftfahrzeugstoßfänger mit einer Knoop-Härte von 2 bis 8 oder der Anstrichfilm
für Kraftfahrzeugteile in einem unvollständig ausgehärteten Zustand von 40 bis 80%
des vollständig ausgehärteten Zustands, bestimmt bezogen auf z. B. eine Härte des
Anstrichfilms.
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Demgemäß wird die Folie zum Schutz von Kraftfahrzeuganstrichfilmen verwendet für,
das Verfahren der Nutzbarmachung der Transportzeit nach Übersee usw., für die
Alterungsbehandlung und wird angewendet durch Anhaften an Kraftfahrzeuganstrichfilme;
deren Alterungsbehandlungszeit unvollständig ist. Zusätzlich wird der gealterte Zustand
der Kraftfahrzeuganstrichfilme, an welchen die Schutzfolie anhaftet, in geeigneter Weise
bestimmt gemäß den Härte erzeugenden Charakteristiken durch die Art des
Anstrichfilms, und im Allgemeinen beträgt der unvollständig ausgehärtete Zustand 40 bis %
des vollständig ausgehärteten Zustands des Anstrichfilms, bestimmt bezogen auf die
Härte des Anstrichfilms durch die Knoop-Härte usw., wie vorstehend beschrieben.
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Die vorliegende Erfindung wird detaillierter mit Bezug auf die folgenden Beispiele
beschrieben, die Erfindung ist jedoch nicht auf diese Beispiele beschränkt. Sämtliche Teile
beziehen sich auf das Gewicht, falls nicht anders angegeben.
Beispiel 1
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Eine druckempfindliche Haftlösung, bestehend aus 100 Teilen eines Polyisobutylens mit
einem in Polystyrol umgewandelten gewichtsmittleren Molekulargewicht (nachstehend
das gleiche) von 650000, bestimmt durch Gelpermeationschromatographie, 20 Teilen
eines Polyisobutylens mit einem gewichtsmittleren Molekulargewicht von 90000 und
750 Teilen Toluol, wurde auf einen 30 um dicken Polypropylenfilm aufgebracht, der
Titanoxid enthält, und bei 80ºC 3 Minuten getrocknet, um eine Schutzfolie mit einer
15 um dicken druckempfindlichen Haftschicht zu erhalten.
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Der verwendete Polypropylenfilm wurde nach einem Extrusionsformverfahren mittels
einer T-Form aus einer Mischung von 92,7 Teilen eines Block-Polypropylens mit einer
Schmelzfließgeschwindigkeit (MFR) von 4 g/10 min. 7 Teilen Titanoxid und 0,3 Teilen
2-(3-t-Butyl-5-methyl-2-hydroxyphenyl)-5-chlorbenzotriazol gebildet.
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Ferner wurde die Gelpermeationschromatographie durchgeführt unter Verwendung von
4 Säulen von TSK-Gel G2000H HR, G3000H HR, G4000H HR und GMH-H HR
(Handelsnamen, sämtliche hergestellt von TOSOH CORPORATION), die in Reine geschaltet
wären, unter Verwendung von Tetrahydrofuran als Elutionsmittel und unter den
Bedingungen einer Fließgeschwindigkeit von 1 ml/Minute, einer Temperatur von 40ºC, einer
Probenkonzentration von 0,1 Gew.-% in einer Tetrahydrofuranlösung und einer
injizierten Probenmenge von 500 ul. Ein Differentialrefraktometer wurde als Detektor
(nachstehend der gleiche) verwendet. MFR wurde ebenfalls gemessen nach dem Verfahren A
gemäß JIS K 7210 unter den Bedingungen einer Temperatur von 230ºC und einer Last
von 21,18 N (nachstehend das gleiche).
Beispiel 2
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Eine druckempfindliche Haftlösung, bestehend aus 100 Teilen eines Polyisobutylens mit
einem gewichtsmittleren Molekulargewicht von 800000, 35 Teilen Polyisobutylen mit
einem gewichtsmittleren Molekulargewicht von 90000 und 800 Teilen Toluol, wurde auf
einen 35 um dicken Polypropylenfilm aufgebracht, der Titanoxid enthielt, und bei 8000
3 Minuten getrocknet, um eine Schutzfolie mit einer 18 um dicken druckempfindlichen
Haftschicht zu erhalten.
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Der Polypropylenfilm wurde durch ein Extrusionsformverfahren mittels einer T-Form aus
einer Mischung von 54 Teilen eines Homopolypropylens mit einer MFR von 10 g/10 min.
37,7 Teilen eines statistischen Polypropylens mit einer MFR von 5 g/10 min. 8 Teilen
Titanoxid und 0,3 Teilen 2-(3-t-Butyl-5-methyl-2-hydroxyphenyl)-5-chlorbenzotriazol
gebildet.
Beispiel 3
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Eine druckempfindliche Haftlösung, bestehend aus 100 Teilen Polyisobutylen mit einem
gewichtsmittleren Molekulargewicht von 400000 und 700 Teilen Toluol, wurde auf einen
25 um dicken Polypropylenfilm aufgebracht, der Titanoxid enthielt, und bei 80ºC.
3 Minuten getrocknet, um eine Schutzfolie mit einer 12 um dicken druckempfindlichen
Haftschicht zu erhalten. Der Polypropylenfilm wurde auf die gleiche Weise wie in
Beispiel 1 hergestellt, mit der Ausnahme, dass die Dicke geändert wurde.
Vergleichsbeispiel 1
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Eine Schutzfolie wurde in dergleichen Weise wie in Beispiel 1 erhalten, mit der
Ausnahme, dass die Dicke des Polypropylenfilms auf 50 um geändert wurde.
Vergleichsbeispiel 2
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Eine Schutzfolie wurde in der gleichen Weise wie in Beispiel 2 erhalten, mit der
Ausnahme, dass die Dicke des Polypropylenfilms auf 40 um geändert wurde.
Bewertungsprüfung
Referenzbeispiel
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Ein Elektrogrundiertauchlack und ein Zwischenanstrich wurden auf eine 0,8 mm dicke
Stahlplatte aufgebracht, und ein Acryl-Urethan-Zweikomponentenanstrich für äußere
Karosserieplatten (RETAN PG 80, Handelsname, hergestellt von Kansai Paint Co., Ltd.)
oder für einen Stoßfänger(SOFLEX 200, Handelsname, hergestellt von Kansai. Paint
Co., Ltd.) wurde darauf aufgebracht. Der Anstrich wurde unter den in der
nachstehenden Tabelle 1 gezeigten Bedingungen ausgehärtet und alterungsbehandelt, um jeweils
eine mit einem Anstrich versehene Platte zu bilden. Die mit dem Anstrich versehene
Platte wurde in einer Kammer von konstanter Temperatur von 23ºC 4 Stunden stehen
gelassen, und eine Knoop-Härte der mit dem Anstrich versehenen Platte wurde unter
Verwendung eines Härteprüfgeräts Modell DMH-2 (hergestellt von Matsuzawa Seiki
K. K.) unter den Bedingungen einer Last von 25 g und einer Lastrückhaltezeit von
20 Sekunden gemessen. Ein größerer Wert der Knoop-Härte zeigt an, dass die Härte
größer ist.
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Die erhaltenen Ergebnisse sind in der nachstehenden Tabelle 1 gezeigt.
Tabelle 1
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Dann wurden die folgenden Prüfungen mit jeder der Schutzfolien durchgeführt, die in
den Beispielen und den Vergleichsbeispielen erhalten wurden.
Youngscher Modul und Koeffizient der Biegespannung:
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Jede Schutzfolie mit einer Breite von 25 mm wurde durch eine Spannungsprüfmaschine
geführt unter den Bedingungen einer Zuggeschwindigkeit von 300 mm/Minute und
einem Zipperintervall von 100 mm in einer Atmosphäre von 23ºC und 65% relativer
Feuchte, und der Youngsche Modul (elastischer Zugmodul) wurde aus der Tangente der
Anfangsstufe von ansteigender Spannung auf der S-S-Kurve bestimmt. Der Koeffizient
der Biegespannung wurde aus dem Youngschen Modul und der Dicke des Films
berechnet.
Spurenbildungseigenschaft und Haftrückstandeigenschaft:
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Jede Schutzfolie wurde in haftende Verbindung mit der mit dem Anstrich versehenen
Platte in einem bestimmten gealterten Zustand gebracht, erhalten im Referenzbeispiel,
während sie in Luft und Runzeln in einer Atmosphäre von 23ºC und 65% relativer
Feuchte gehalten wurde. Nach der Wärmebehandlung der Einheit bei 70ºC für
170 Stunden wurde sie bei Raumtemperatur 24 Stunden stehen gelassen. Die
Schutzfolie wurde abgezogen und von der mit dem Anstrich versehenen Platte entfernt, und die
Gegenwart oder Abwesenheit von Spuren und Haftrückständen wurden bestimmt.
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Was die Mikrodeformationseigenschaft betrifft, so wurde der Unterschied der Oberfläche
des beschichteten Films auf der Oberfläche der mit einem Anstrich versehenen Platte
bezüglich des Niveaus gemessen, gebildet an dem Zuführbereich von Luft und Runzeln,
usw., und nach dem folgenden Standard bewertet.
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5: Der Spalt kann visuell nicht beobachtet werden.
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4: Der Spalt ist geringer als 0,1 um.
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3: Der Spalt beträgt 0,1 um bis 0,5 um.
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2: Der Spalt beträgt 0,5 um bis 1,0 um.
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1: Der Spalt ist größer als
1,0 um.
Tabelle 2