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DE69610054T2 - Fahrrad mit zusätzlichem armantrieb - Google Patents

Fahrrad mit zusätzlichem armantrieb

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DE69610054T2
DE69610054T2 DE69610054T DE69610054T DE69610054T2 DE 69610054 T2 DE69610054 T2 DE 69610054T2 DE 69610054 T DE69610054 T DE 69610054T DE 69610054 T DE69610054 T DE 69610054T DE 69610054 T2 DE69610054 T2 DE 69610054T2
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    • B62LAND VEHICLES FOR TRAVELLING OTHERWISE THAN ON RAILS
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    • B62M1/00Rider propulsion of wheeled vehicles
    • B62M1/12Rider propulsion of wheeled vehicles operated by both hand and foot power
    • YGENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
    • Y10TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC
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  • Transmission Devices (AREA)
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Description

  • Die Erfindung betrifft ein Armantriebssystem für Fahrräder, das mit dem traditionellen Fußantriebssystem verbunden werden kann und aus zwei Kurbeln besteht, die an den Enden einer Verbindungs- und Drehachse spiegelbildlich zueinander befestigt sind und an deren freien Enden Handgriffe angebracht sind, die sich auf ein und derselben Achse befinden und drehen, welche parallel zu der Verbindungsachse der Kurbeln liegt, die über einen Zahnkranz und eine Kette oder über eine Welle und Riemen oder dergleichen mit dem Vorderrad des Fahrrades verbunden ist, wobei der koaxial zu der die Kurbeln verbindenden Achse liegende Zahnkranz frei drehbar auf dieser Achse rotiert und auf einer Seite eine radial verzahnte Oberfläche aufweist, die in Eingriff kommt mit einer oder zwei identisch gezahnten Oberflächen, welche auf den Seiten eines Verbindungselementes vorhanden sind, das sich zusammen mit der Achse dreht, wodurch das Zahnrad in Abhängigkeit von der Verschiebebewegung der Achse oder nur des Verbindungselementes mit der Achse der Kurbeln verbunden oder von dieser abgekoppelt wird.
  • Bekanntlich besteht die größte Einschränkung beim Einsatz herkömmlicher Fahrräder darin, daß nur die Beinmuskulatur betätigt wird, während die Arme dazu dienen, die Richtung, Stabilität und Abbremsung des Fahrzeugs zu übernehmen, ohne dabei eine Vortriebskraft zu erzeugen.
  • Um diesen Nachteil zu vermeiden, sind im Stand der Technik verschiedene Systeme zur Übertragung der Bewegung auf Fahrräder bekannt, die darin bestehen, die Tätigkeit des Beins und des Beckens oder der Beine und der Arme zu kombinieren.
  • Alle diese Systeme verursachen allerdings eine Beeinträchtigung des Gleichgewichtes für den Benutzer und/oder eine eingeschränkte Manövrierfähigkeit und/oder sie benötigen einen Mechanismus, der zu kompliziert, kostenaufwendig und schwer ist.
  • In der US-PS 632 797, erteilt am 12.09.1899 für G. von Horn, ist bereits ein Fahrrad mit einer Lenkstange beschrieben, die in Form von Kurbeln ausgebildet ist und dazu dient, über die Arme eine Vortriebskraft zu erzeugen, die auf das Hinterrad des Fahrrades übertragen wird. Dieser rotierende Lenker versetzt ein Zahnrad in Drehung, das über eine sehr lange Kette mit einem weiteren Zahnrad verbunden ist, welches in der Nähe des herkömmlichen Zahnkranzes angeordnet ist, der von den Pedalen betätigt wird.
  • Der Nachteil bei diesem Patent besteht darin, daß die sehr lange, durchgehende Kette, die von dem Lenker bis zur Nabe der Pedale läuft, in dem Augenblick verdreht wird, in dem der Lenker für die Richtunggebung des Fahrrades gedreht wird.
  • Viele Jahre später wurde dieses Problem in der CA-PS 606 713 auf den Namen Ernesto Nacar aufgenommen, der auf der Grundlage des Fahrrades von G. von Horn versucht hat, ein Verdrehen der Kette zu vermeiden, die die Verbindung zwischen dem schwenkbaren Lenker mit dem Ritzel der Pedale herstellt, die das Hinterrad antreiben, wozu er eine große Folge von mit Übertragungswellen und Ketten verbundenen Zahnrädern vorgesehen hat, um auf diese Weise das Eingriffsvermögen der Kette auch bei Drehung des Lenkers sicherzustellen. Allerdings ist dieser Mechanismus verhältnismäßig kompliziert und vermutlich auch sehr schwer.
  • Die italienische Patentanmeldung Nr. 48237A/86 auf den Namen Roberto Mezzini ist ein Beispiel dafür, daß die Vortriebskraft anstatt auf das Hinterrad direkt auf das Vorderrad übertragen werden kann. Hierzu wird eine Gabel verwendet, die fest mit dem Steuerrohr verbunden ist, das normalerweise zur Lagerung des Lenkers dient, wobei die Gabelscheiden nach oben weisen und an ihren oberen Enden eine Pedaleinheit tragen, die von den Händen des Fahrers betätigt wird und die über eine Kette mit der Nabe des Vorderrades verbunden ist, welches ein Ritzel aufweist. Das Fahrrad ist mit in der Nabe eingebauten Gegenpedalbremsen ausgestattet.
  • Diese Art von Fahrrad nutzt eine Bewegung, die gleich der von den Beinen ausgeübten Bewegung ist, wozu die gleiche Bauart der Pedale in der Nähe des Lenkers angebracht ist. Der ersichtliche Nachteil dieser Bauart besteht in der Instabilität und der Schwierigkeit, das Fahrrad zu lenken, da sich die Arme im Gegensatz zu einem herkömmlichen Lenker niemals in einer spiegelbildlichen Position zueinander befinden. Zur Vermeidung dieses Problems hat derselbe Erfinder am 12.09.1995 die weitere Patentanmeldung RM 95 A 608 eingereicht, gemäß welcher zusätzlich zu der Pedaleinheit ein zweiter fester Lenker und ein zweiter Sattel vorgesehen sind, der in der Nähe des festen Lenkers eingebaut ist und zur Abstützung der Brust des Fahrers dient, damit dieser beim Fahren des Fahrrades mit doppeltem Antrieb ein besseres Gleichgewicht hat.
  • Weitere Vorschläge für ein Fahrrad mit doppeltem Antrieb durch Verwendung von Hebeln und Hebelsystemen wurden beispielsweise unternommen von Antonio Gomezzarco (Spanien) gemäß Patentanmeldung Nr. 523 432 vom 21.06.1983 und von Horst Eifler gemäß deutscher Patentanmeldung DE 24 36 774 - A1.
  • Bei diesen Fahrrädern wird versucht, einen Hilfsantrieb auf dem Hinterrad zu erzeugen, indem die Arme des Radfahrers eingesetzt werden, welche Hebel oder den Lenker ziehen.
  • Zum Stand der Technik zählt ferner die EP-A 285 115, die gekennzeichnet ist durch ein Lager am oberen Teil des Rahmens und ein Handrad, welches auf diesem oberen Rahmen gelagert ist und Griffe aufweist, über die das Handrad durch manuelle Betätigung des Fahrers geführt wird. Auf dem oberen Lager sind Getriebe gelagert, und ein Riemen verbindet das Handrad mit den Getrieberädern, um über die Drehung des Handrades die Getriebedrehung herbeizuführen. Weiterhin sind Sperrvorrichtungen vorgesehen, um das Handrad lösbar zu verriegeln, so daß die Griffe und die Kette in fester Stellung zueinander bleiben. Ein Zahnrad ist axial am Vorderrad gelagert, und eine Kette verbindet dieses Zahnrad mit den Zahnrädern, so daß diese zusammen mit dem Griff drehbar sind.
  • Das Ergebnis dieses Systems sind eine erhebliche Instabilität sowie ein sehr komplizierter Mechanismus.
  • Im Gegensatz zu den bisher erläuterten Systemen erweist sich das Armantriebssystem gemäß der vorliegenden Erfindung als sehr stabil und leicht zu führen und hat außerdem eine gute Manövrierfähigkeit und Sicherheit. Es ist ausgestattet mit einem starren Gehäuse, das das Kurbelsystem aufnimmt und in der Nähe des Verbindungselementes eine radial gezahnte Oberfläche aufweist, so daß bei einer Verschiebung des Verbindungselementes in Richtung auf das Gehäuse und von dem Zahnrad weg dieses Zahnrad um die Achse der Kurbeln frei drehbar ist, während die Achse fest mit dem Gehäuse verbunden wird.
  • Das nachstehend erläuterte System bezieht sich auf die Anwendung der Bewegungsübertragung auf das Vorderrad eines beliebigen Fahrrades, auch als Ersatz für und/oder zusätzlich zu bereits vorhandenen Strukturen, wodurch ein vollständig unabhängiges Antriebssystem geschaffen wird, das von der Muskelkraft der Arme betrieben wird und in Kombination mit oder alternativ zu dem herkömmlichen System verwendet werden kann.
  • Gemäß der Erfindung kann das System des Armantriebs mit dem herkömmlichen Beinantriebssystem kombiniert werden, ohne daß dabei die bezüglich der oben erläuterten Systeme mit gemischtem Antrieb angegebenen Nachteile in Kauf genommen werden müssen; das System gemäß der Erfindung hat eine Kurbeleinheit, die in der Nähe des herkömmlichen Lenkers angeordnet ist, wobei das Kurbelpaar mit dem Rohr für die Aufnahme des Lenkers verbunden ist, so daß es der Lenkerbewegung immer dann folgt, wenn die Fortbewegungsrichtung des Fahrrades verändert wird.
  • Auf diese Weise benutzt der Fahrer den festen Lenker in herkömmlicher Weise nur für die Richtungsänderung und zum Bremsen. Wenn er alternativ die Kurbeln erfasst, kann er durch eine synchrone und parallele Kreisbewegung mit den Armen und den Händen, die exakt ausgeglichen ist, eine Vortriebskraft erzeugen und gleichzeitig die Fortbewegungsrichtung vorgeben.
  • Während der Fahrt kann der Radfahrer nämlich sehr bequem das Fahrrad unter Kontrolle halten und lenken, weil die von den Armen und Händen auf die Kurbeln ausgeübten Kräfte immer dieselben bleiben, so naß keinerlei Schwingungen oder Seitenkräfte auf die Vorderradgabel ausgeübt werden.
  • Durch seitliche Verschiebung der Kurbeln bei Stillstand oder bei Drehung, so als ob diese ein Lenker wären, kann der Fahrer außerdem das Vorderrad und damit das gesamte Fahrrad einwandfrei lenken.
  • Bei einer möglichen Variante der Erfindung ist vorgesehen, den herkömmlichen, festen Lenker wegzulassen in diesem Fall übernimmt die Funktion des festen Lenkers ein Mechanismus, der eine mögliche Blockierung der Drehbewegung der Kurbeln erlaubt, die nach ihrer Verriegelung unter Beibehaltung der Verbindung mit dem Lenkerrohr zu einer ausgezeichneten Lenkstange werden. Wenn sie andererseits nicht verriegelt werden, sind sie frei, sich zu drehen und damit die Bewegung zu übertragen, wobei die Lenkungsmöglichkeit des Fahrrades beibehalten bleibt.
  • Sobald die Kurbeln verriegelt sind, kann der Nachteil auftreten, daß bei einer Rückwärtsbewegung, etwa zur Verschiebung des Fahrrades, das Vorderrad die Bewegung über die Kette auf das Zahnrad überträgt, das fest mit der Verbindungsachse der Kurbeln verbunden ist; wenn die Kurbeln verriegelt sind, verhindern sie die Rückwärtsdrehung des Vorderrades, so daß das Fahrrad nach hinten gezogen werden muß.
  • Um die erläuterten Nachteile vollständig zu vermeiden, sind bei einer bevorzugten und exakt funktionierenden Variante der Erfindung vorgesehen:
  • - ein gesondertes System zur Blockierung der Kurbeln, das nach seiner Aktivierung gewährleistet, daß das Primärzahnrad frei auf der Achse drehbar bleibt und mithin keine Bewegung vom Vorderrad auf die Kurbeln überträgt, wenn das Fahrrad nach hinten verschoben wird;
  • - ein Kettenübertragungssystem mit Untersetzungsgetriebe mit Zahnrädern unterschiedlicher Durchmesser, im Unterschied zu der bereits erläuterten Variante, bei der ein beliebiges Übertragungssystem von den Kurbeln auf das Vorderrad vorgesehen ist; auf diese Weise werden die folgenden drei Ziele erreicht:
  • - geringerer Raumbedarf im vorderen Bereich,
  • - besseres Aussehen,
  • - größere Sicherheit bei Zusammenstößen, da dieses System in einem Schutzgehäuse untergebracht ist, das kleinere Abmessungen als das Gehäuse hat;
  • - ein System zur Verriegelung der Handgriffe unabhängig von der Verriegelung der Kurbeln;
  • - Montage der Bremshebel in herkömmlicher Weise, wobei die Kabel immer in der vorbestimmten Position bleiben, um zu vermeiden, daß sie sich verdrehen, ohne daß dadurch die Drehung der Kurbeln beeinträchtigt wird.
  • Das System gemäß der vorliegenden Erfindung hat zwei Kurbeln, die spiegelbildlich zueinander an den Enden einer Drehachse gelagert sind, welche die Kurbeln verbindet. Über zwei Handgriffe können die Kurbeln erfasst werden, die um ihre eigene Achse frei drehbar sind oder gegen die Kurbeln verriegelt werden können. Dieses System besteht aus folgenden Teilen:
  • - ein gabelförmiger Halter, der mit der Lenkerbefestigung verbunden ist und zur Aufnahme der Drehachse der in Lagern gehaltenen Kurbeln sowie der beiden Zahnkränze und der diese verbindenen Kette dient, wobei diese Elemente Teil des Untersetzungsgetriebes sind;
  • - ein zylindrisches Verbindungselement, das koaxial und drehfest auf der Dreh- und Verbindungsachse der Kurbeln sitzt und an beiden Seitenflächen Profilierungen in Form von Zähnen, Stufen oder dergleichen aufweist, die mit übereinstimmenden profilierten Oberflächen in Eingriff kommen können, welche einerseits an identisch geformten Flächen an einer Seite des oberen Zahnrades und andererseits an identisch ausgebildeten Oberflächen auf einer Innenseite eines gabelförmigen Lagergehäuses ausgebildet sind;
  • - ein koaxiales Zahnrad, das frei drehbar auf der Dreh- und Verbindungsachse der beiden Kurbeln gelagert und über eine Zahnkette oder ein Zahnrad mit einem unteren Zahnrad verbunden ist, welche beide in einem Gehäuse eingeschlossen sind;
  • - ein drittes Zahnrad, das über einen zentralen Stift mit dem unteren Zahnrad koaxial fest verbunden ist, welches seinerseits mit der Nabe des Vorderrades des Fahrrades über eine Zahnkette oder dergleichen verbunden ist, beispielsweise über einen Riemen, eine Welle o. ä.
  • Es ist hervorzuheben, daß die gesamte Achse mit Hilfe eines Wählmechanismus in Richtung auf das obere Zahnrad oder eine diesem gegenüberliegenden Wand des Gehäuses verschoben werden kann, wobei die Welle im ersten Fall in Eingriff mit einer Seite des Zahnrades kommt und somit eine Traktion über die Kurbeln erlaubt. Wenn umgekehrt die Drehachse in Richtung auf die gegenüberliegende Wand verschoben wird, kommt sie in Eingriff mit der Wand des Gehäuses, das fest ist, so daß die Kurbeln verriegelt werden.
  • Bei einer äquivalenten Funtionsvariante verschiebt sich die Rotations- und Verbindungsachse der Kurbeln nicht seitlich, sondern nur das zylindrische Verbindungselement. In diesem Fall hat das zylindrische Verbindungselement, das koaxial zu der Achse der Kurbeln angeordnet ist, eine zentrale, profilierte Bohrung und verschiebt sich auf der Achse der Kurbeln, so daß es sich mit dieser dreht.
  • Durch seitliche Verschiebung des Verbindungselementes über geeignete Hebel oder dergleichen wird das Verbindungselement entweder mit dem koaxial auf der Achse der Kurbeln sitzenden Zahnkranz und damit mit dieser Achse verriegelt oder mit dem festen Teil der Struktur, so daß die Rotation der Achse der Kurbeln unterbunden wird.
  • Sobald der Radfahrer beschlossen hat, den vorderen Antrieb zu benutzen, verschiebt er das Verbindungselement in Richtung auf den Zahnkranz, der damit in Eingriff mit dem Verbindungselement kommt. Durch Betätigung der Handgriffe mit den Armen und Händen in Form einer parallelen Drehbewegung wird die Achse bewegt, welche ihrerseits den Zahnkranz dreht, der die Bewegung auf das Rad überträgt.
  • Die optimale Kombination des Untersetzungsgetriebes sieht den Einsatz eines Zahnkranzes vor, der koaxial auf der Achse der Kurbel sitzt, 30 Zähne aufweist und über eine Kette mit Achterteilung mit einem Zahnkranz mit neun Zähnen verbunden ist.
  • Auf der Achse und mit dem Zahnkranz mit neun Zähnen verbunden ist ein Zahnkranz mit 18 Zähnen für eine herkömmliche Kette vorgesehen, die mit den Zahnrädern des Getriebes verbunden ist. Während der Fahrt kann der Fahrradfahrer das Fahrrad unter Kontrolle halten und steuern, da die von ihm auf die Kurbeln ausgeübten Kräfte immer gleich bleiben, was auch für ihre Richtung gilt, so daß sie keine Schwingungen oder Seitenkräfte auf die vordere Gabel ausüben. Durch eine seitliche Verschiebung der Kurbeln, die feststehen oder sich drehen, wird auch das Vorderrad gedreht, so daß das Fahrrad beliebig gelenkt werden kann; die Kurbeleinheit wirkt somit wie ein Lenker, auf welchem die Bremshebel gelagert sind. Wenn der Fahrer nur eine Bewegungsübertragung mit Hilfe der Beine wünscht, insbesondere bei besonderen Bedingungen wie beispielsweise im Stadtverkehr, kann er sich dazu entscheiden, die Kurbeln fest zu verriegeln oder die Kurbeln und auch die Griffe in jeder gewünschten Kurbelstellung fest zu verriegeln.
  • Hierzu verschiebt er mit Hilfe des Wählschalters das Verbindungselement in Richtung auf die feste Wand des Gehäuses, so daß die Kurbeln verriegelt werden, worauf er die Handgriffe mit einem nachstehend erläuterten System blockiert.
  • Dieses System zur Blockierung der Handgriffe beruht auf der Kupplung von zwei komplementären Oberflächen mit Zähnen, Stufen oder dergleichen, die einerseits am Ende jeder Kurbel und andererseits am Boden des Zylinders des Handgriffes ausgebildet sind. Wenn die Handgriffe in Richtung auf das Zentrum des Fahrrades verschoben werden, kommen die Oberflächen gegenseitig in Eingriff und verhindern eine Relativdrehung zwischen den Griffen und den Kurbeln. Wenn andererseits die Handgriffe nach außen verschoben werden, wird, ein Abstand zwischen diesen Flächen hergestellt, so daß sich die Handgriffe um die Kurbeln frei drehen können. Die profilierten Oberflächen erlauben es, die Handgriffe in unterschiedlichen Winkelstellungen um ihre Achse zu verriegeln, so daß der Fahrer eine Vielzahl von Stellungen der Handgriffe wählen kann.
  • Ein Wählsystem, das von einem Druckschalter betätigt wird, verhindert eine unerwünschte Seitenverschiebung der Handgriffe, ohne daß dies der Fahrer wünscht, wodurch eine freie Drehung oder einen Positionsverriegelung der Handgriffe gewährleistet wird.
  • Wenn beide Blockiersysteme aktiviert werden (für die Kurbeln und für die Handgriffe), fährt der Radfahrer wie mit einem vollständig konventionellen Fahrrad.
  • Die Erfindung ist nachstehend an einem Ausführungsbeispiel erläutert, das in der Zeichnung dargestellt ist. Es zeigen:
  • Fig. 1 eine Vorderansicht eines Fahrrades mit Armantriebssystem,
  • Fig. 2 eine Seitenansicht des oberen, vorderen Teils des Fahrrades,
  • Fig. 3 und 4 eine Schnittdarstellung der Handgriffe 10, die auf geeigneten Zylindern 11 gelagert sind und mit Profilierungen mit Zähnen oder radialen Sicken gemäß Fig. 5 ausgebildet sind und
  • Fig. 6 einen Schnitt durch den Handgriff 10 mit Wählschalter 14.
  • Im dargestellten Ausführungsbeispiel ist der Fall dargestellt, bei dem nur die Achse der Kurbeln rotiert und das Verbindungselement auf der Achse der Kurbeln verschiebbar ist.
  • Die Figuren zeigen zwei koaxiale Zahnräder 1, 2, die über zwei Ketten 3, 4 miteinander verbunden sind, wobei die erste Kette über das Primärzahnrad 5 läuft, das frei drehbar auf der Drehachse der. Kurbeln 6 gelagert ist, während die zweite Kette mit dem Getriebe verbunden ist, welches am Vorderrad des Fahrrades angebracht ist.
  • In Fig. 1 ist ferner ein Verbindungselement 7 gezeigt, das mit der Achse der Kurbeln 6 rotiert und auf dieser verschiebbar ist. Dieses Verbindungselement 7 hat auf beiden Seiten gezahnte Oberflächen, die alternativ mit identisch ausgebildeten Oberflächen in Eingriff kommen können, welche auf einer Seite des Primärzahnrades 5 ausgebildet sind, das koaxial auf der Achse der Kurbeln 6 sitzt, oder auf einem festen Teil eines Gehäuses 8, das die Kurbeln trägt.
  • Ein geeigneter Wählschalter 9 erlaubt die Verschiebung des Verbindungselements 7 auf der Achse 6, um diese mit der einen oder mit der anderen Zahnfläche in Eingriff zu bringen.
  • Wenn die Griffe 10 mit ihren Zylindern 11 so verschoben werden, daß die beiden Zahnflächen voneinander entfernt werden (vgl. Fig. 3), können sich die Griffe 10 auf den Kurbeln 12 drehen, während bei einer Verschiebung der Griffe 10 in die entgegengesetzte Richtung (vgl. Fig. 4) die beiden Zahnflächen der Zylinder 11 und der Kurbeln 12 in Eingriff gebracht werden, so daß eine Drehung der Griffe 10 auf den Kurbeln 12 verhindert wird.
  • Die Kurbeln 12 haben zwei ringförmige Nuten 13, die einen Abstand voneinander aufweisen und in die ein Wählelement 14 eingreift, dessen Funktion darin besteht, die Zylinder 11 und die Griffe 10 in ihren beiden äußeren Stellungen zu halten, in denen eine Entriegelung bzw. eine Verriegelung stattfindet.
  • Es besteht die Möglichkeit, ein Zahnradgetriebe als äquivalente Lösung zu der Kette 3 und den entsprechenden Zahnrädern vorzusehen.

Claims (5)

1. Armantriebssystem für Fahrräder, das mit dem traditionellen Fußantriebssystem verbunden werden kann und aus zwei Kurbeln (12) besteht, die an den Enden einer Verbindungs- und Drehachse (6) spiegelbildlich zueinander befestigt sind und an deren freien Enden Handgriffe (10) angebracht sind, die sich auf ein und derselben Achse befinden und drehen, welche parallel zu der Verbindungsachse der Kurbeln (12) liegt, die über einen Zahnkranz (5) und eine Kette (3, 4) oder über eine Welle und Riemen oder dergleichen mit dem Vorderrad des Fahrrades verbunden ist, wobei der koaxial zu der die Kurbeln (12) verbindenden Achse (6) liegende Zahnkranz (5) frei drehbar auf dieser Achse rotiert und auf einer Seite eine radial verzahnte Oberfläche aufweist, die in Eingriff kommt mit einer oder zwei identisch gezahnten Oberflächen, welche auf den Seiten eines Verbindungselementes (7) vorhanden sind, das sich zusammen mit der Achse (6) dreht, wodurch das Zahnrad (5) in Abhängigkeit von der Verschiebebewegung der Achse (6) oder nur des Verbindungselementes (7) mit der Achse der Kurbeln (12) verbunden oder von dieser abgekoppelt wird, gekennzeichnet durch ein starres Gehäuse (8), das das Kurbelsystem aufnimmt und in der Nähe des Verbindungselementes (7) eine radial gezahnte Oberfläche aufweist, so daß bei einer Verschiebung des Verbindungselementes (7) in Richtung auf das Gehäuse (8) und von dem Zahnrad (5) weg dieses Zahnrad um die Achse (6) der Kurbeln (12) frei drehbar ist, während die Achse (6) fest mit dem Gehäuse (8) verbunden wird.
2. Armantriebssystem für Fahrräder nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch ein Untersetzungsgetriebe (1, 2, 3, 4) mit mehreren Zahnrädern unterschiedlicher Durchmesser, das zwischen das koaxial auf der Verbindungswelle (6) für die Kurbeln sitzende Zahnrad (5) und dem Getriebe des Vorderrades des Fahrrades angeordnet ist.
3. Armantriebs system für Fahrräder nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Enden der Kurbeln (12) und der Boden der inneren Zylinder (11) der Griffe (10) einander entsprechende, verzahnte Oberflächen aufweisen, wobei ein Wählmechanismus (9) die beiden Oberflächen der Kurbeln und der inneren Zylinder (11) der Griffe in Kontakt miteinander oder auf Abstand voneinander bringt, wodurch die Griffe (10) frei drehbar auf den Kurbeln (12) sind oder mit diesen verriegelt sind.
4. Armantriebssystem für Fahrräder nach den Ansprüchen 1, 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß Bremshebel auf den Kurbeln angeordnet sind, wobei deren Schwenkachse in Richtung auf das Gabelrohr des Vorderrades weist.
5. Armantriebs system für Fahrräder nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Hüllen der Bremsdrähte in dem Gehäuse (8) des Untersetzungsgetriebes so geführt sind, daß Bewegungen des Fahrers nicht behindert werden.
DE69610054T 1995-05-10 1996-05-09 Fahrrad mit zusätzlichem armantrieb Expired - Fee Related DE69610054T2 (de)

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