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DE19603199C2 - Fahrradlenker - Google Patents

Fahrradlenker

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Publication number
DE19603199C2
DE19603199C2 DE19603199A DE19603199A DE19603199C2 DE 19603199 C2 DE19603199 C2 DE 19603199C2 DE 19603199 A DE19603199 A DE 19603199A DE 19603199 A DE19603199 A DE 19603199A DE 19603199 C2 DE19603199 C2 DE 19603199C2
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DE
Germany
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handlebar
rotation
handle
handles
bicycle
Prior art date
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Expired - Fee Related
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DE19603199A
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Inventor
Ulrich Rombach
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DISCH ROLAND
Original Assignee
DISCH ROLAND
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Publication date
Application filed by DISCH ROLAND filed Critical DISCH ROLAND
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Publication of DE19603199A1 publication Critical patent/DE19603199A1/de
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Publication of DE19603199C2 publication Critical patent/DE19603199C2/de
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    • B62LAND VEHICLES FOR TRAVELLING OTHERWISE THAN ON RAILS
    • B62MRIDER PROPULSION OF WHEELED VEHICLES OR SLEDGES; POWERED PROPULSION OF SLEDGES OR SINGLE-TRACK CYCLES; TRANSMISSIONS SPECIALLY ADAPTED FOR SUCH VEHICLES
    • B62M1/00Rider propulsion of wheeled vehicles
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    • B62M1/00Rider propulsion of wheeled vehicles
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
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    • B62M3/00Construction of cranks operated by hand or foot
    • B62M3/14Hand-grips for hand-operated cranks

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Description

Die Erfindung bezieht sich auf einen Fahrradlenker gemäß Oberbegriff des Anspruchs 1, wie er z. B. für Fahrräder mit Zusatzhandantrieben, die zum Fahren auf einer befestigten Straße, im Gelände oder als Heimtrainer benutzt werden, Verwendung findet.
Es sind Fahrräder mit drehbaren Lenkern bekannt, die neben einem beinbetätigten Hinterrad-Hauptantrieb einen zusätzli­ chen armbetätigten Vorderrad-Antrieb aufweisen. Mit Hilfe eines abgewinkelten, drehbaren Lenkers wird ein Kurbelan­ trieb realisiert, so daß die Armkraft als zusätzliche An­ triebskraft über das Vorderrad genutzt werden kann.
So ist aus der EP 0 285 115 A2 ein Fahrad mit Doppelantrieb, also mit Bein- und Handantrieb, bekannt, bei dem die Lenker­ kurbel mit einem Ketten- oder Riemenantriebsrad fest verbun­ den ist und mittels einer Kette oder eines Riemens das Vor­ derrad angetrieben wird. Die Griffe der Lenkerkurbel sind ähnlich den Pedalen des Fußantriebs drehbar gelagert, so daß zwar beim Kurbeln ein Umgreifen der Hände nicht nötig ist, sie sind jedoch nicht blockierbar. Der Handantrieb ist mit einer Freilaufeinrichtung an der Vorderradnabe versehen, so daß bei drehendem, rollendem Vorderrad und bei ruhender Len­ kerkurbel keine Rückwirkungen auf die Handkurbel entstehen. Die Lenkerkurbel kann mittels eines im Lenkervorbau gehalte­ nen in die Verzahnung des Antriebsrades bzw. des Antriebsket­ tenblattes eingreifenden Bolzens in definierten Winkel- Stellungen arretiert werden. Bei gelöster Arretierung ist die Lenkerkurbel in beide Richtungen drehbar, zum einen in die zum Antrieb des Vorderrades bestimmte Richtung und zum anderen in die entgegengesetzte Richtung, d. h. die Freilauf­ richtung. Um eine sichere Steuerung und Bremsung des Fahra­ des zu ermöglichen, muß der Handantrieb und somit die Len­ kerkurbel vor dem Einleiten von Lenkmanövern oder Bremsvor­ gängen durch die an der Kurbel angebrachten Bremshebel mit­ tels Bolzen zunächst blockiert werden. Diese Tatsache be­ dingt beim Gebrauch des bekannten Fahrrads ein erhebliches Sicherheitsrisiko, da dadurch viel Zeit verloren wird.
Die gattungsbildende DE 40 13 899 A1 beschreibt einen Gleichkurbellenkantrieb mit einer Lenkerkurbel, die über einen sehr komplexen Klam­ mermechanismus oder durch eine entsperrbare Ratsche in ver­ schiedenen Winkelpositionen festsetzbar ist. Deren zuein­ ander achsfluchtend angeordneten und zur Lenkerkurbel-Dreh­ achse parallel beabstandeten, drehbaren Griffe sind über unterschiedlichste, jeweils zwischen Griff und Kurbel an­ ordenbaren Blockiermechanismen, ebenfalls positionsfestsetz­ bar. Eine rasche, sichere Positionsfixierung während des Fahrens sowohl der Lenkerkurbel als auch der Griffe ist nicht möglich.
In der DE-PS 12 48 44 ist eine Fahrradlenkstange bekannt, die mittig eine Umfangsverzahnung aufweist, in die eine fe­ derbelastete Kopfsperrklinke in Art einer Ratsche eingreift. Der U-förmige Lenker, an dem die Griffe fest angeordnet sind, kann somit in verschiedene Winkelpositionen ver­ schwenkt werden, wobei jedoch nur einige Positionen sinnvoll sind, und zwar nur diejenige mit in Richtung auf den Fahrer gerichteten Griffen.
Zudem ist bekannt, daß bei Fahrrädern, je nach Einsatzzweck und äußeren Umständen, eine Verlagerung des Schwerpunktes des Fahrers oder eine veränderte Sitzposition das Fahren wesentlich erleichert. Bei Tourenfahrrädern ist z. B. gebo­ ten, dem Fahrer für längere Strecken eine bequeme Körperhal­ tung zu ermöglichen, hingegen bei starkem Gegenwind ist es von Vorteil, dem Fahrer eine möglichst tiefe Griffstellung anzubieten, um den Luftwiderstand zu verringern. Dafür wer­ den für verschiedene Fahrradtypen, je nach Einsatzbestim­ mung, unterschiedlich geformte bzw. geschwungene Lenker an­ geboten. So ist bei Mountainbikes die günstige Position des Schwerpunktes ein wesentlicher Bestandteil des Fahrens bzw. der Fahrtechnik. Beim Bergabfahren ist z. B. wichtig, den Schwerpunkt möglichst nach hinten über das Hinterrad zu ver­ lagern, hingegen beim Bergauffahren erleichtert eine Verla­ gerung des Schwerpunktes nach vorne das Fahren. Beim Fahren auf befestigten Wegen oder Straßen wirkt sich die gestreckte Haltung des Fahrers über dem Fahrrad als sehr ermüdend aus und ist sehr unbequem. Um hier eine bequemere Haltung zu ermöglichen, bietet es sich an, am Lenker im wesentlichen vertikal nach oben ragende, hornähnliche Anbauteile anzuord­ nen, die eine aufrechtere Haltung des Fahrers ermöglichen, wie z. B. in der WO 94/27861 beschrieben.
Aufgabe der Erfindung ist somit, einen Fahrradlenker oben­ genannter Gattung anzugeben, dessen Handhabung insbesondere bezüglich der Positionsfestlegung seiner Lenkerkurbel und Griffe einfach, schnell und sicher möglich ist, so daß ein bequemes und sicheres Fahren jederzeit, bei optimaler Kör­ perhaltung des Fahrers möglich ist. Zudem soll dessen Anwen­ dung insbesondere an Fahrrädern mit Zusatz-Handantrieb ein­ fach und problemlos möglich sein.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch einen gattungsgemä­ ßen Fahrradlenker mit den kennzeichnenden Merkmalen des An­ spruchs 1 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen sind in den Unteransprüchen gekennzeichnet.
Demgemäß ist der Lenkerkurbel ein Freilauf zugeordnet, so daß ihre Drehbarkeit auf eine Drehrichtung begrenzt ist, während die Drehrichtung in die entgegengesetzte Richtung in jeder Lenkerposition gesperrt ist (1. Drehbegrenzung). Durch diese Begrenzung auf eine Drehrichtung bzw. Sperrung in die andere Drehrichtung werden dem Fahrer mehrere variabel stu­ fenlos verstellbare Lenkerstellungen, zur Verfügung gestellt, ohne daß er einen speziellen Arretierungsmechanismus betäti­ gen muß. Die Belastung des Lenkers entgegen der freien Dreh­ richtung ergibt bereits eine stabile Stellung, insbesondere bei Belastung nach unten in dem dem Fahrer zugewandten Be­ reich.
So kann der Lenker des Fahrrads z. B. bei einer Fahrt mit Gegenwind in eine tiefe Stellung, insbesondere bei einer mög­ lichst ermüdungsfreien längeren Tour in eine erhöhte Stel­ lung, gebracht werden. Selbstverständlich ergeben sich diese Vorteile eines drehbaren Lenkers nur dann, wenn der Lenker symmetrische Abstufungen bzw. Krümmungen aufweist, so daß unterschiedliche Lenkerstellungen bezüglich Höhe und Entfer­ nung vom Sattel durch Drehung des Lenkers entstehen können.
Es ist von Vorteil, wenn der nach dem Ratschen-Prinzip ar­ beitende Freilauf zwischen Drehachse und Kurbelgehäuse des Lenkers angebracht wird, wobei ein Teil des Freilaufs mit der Achse und dessen anderer Teil mit dem starren Kurbel­ gehäuse kraftschlüssig verbunden ist.
Der Drehbegrenzungs-Freilauf kann auch in einfacher, vor­ teilhafter Weise an dem Kurbelgehäuse befestigt sein. Dessen in einer Richtung frei drehendes Bauteil muß dann mit der Achse oder einem Teil des Lenkers fest verbunden werden und zwar in der Weise, daß die Verbindung des Lenkers mit dem Freilauf, bei Drehung in die vom Freilauf zugelassenen Rich­ tung, als Mitnehmer dient und bei Belastung des Lenkers in die entgegengesetzte Richtung die Sperrwirkung des Freilaufs auf den Lenker übertragen wird.
Eine in dieser Weise verwirklichte Lenkerlagerung eröffnet auch besondere Vorteile in bezug auf die Sicherheit beim erfindungsgemäßen Einsatz als Handkurbel für einen Zusatz- Vorderradantrieb. Dazu müssen die Drehachsen des Lenkers und der Griffe in an sich bekannter Weise jeweils in Art einer Kurbel beabstandet sein, so daß eine Hebelwirkung zustande­ kommt. Besonders günstig für die Lenkbarkeit des Fahrrades wirkt sich aus, wenn die Griffe die gleiche Drehachse auf­ weisen, also achsfluchtend zueinander angeordnet sind.
Am Lenker kann dabei in an sich bekannter Weise ein An­ triebsrad für einen Ketten- oder Riementrieb angebracht wer­ den. Die Mittel- bzw. Drehachse des Antriebsrades ist gleichzeitig die Drehachse des Lenkers und das Antriebsrad ist mit dem Lenker zumindest kraftschlüssig verbunden. Das am Lenker angebrachte Antriebsrad steht über eine Kette oder einen Riemen im Wirkverhältnis mit einem funktionsgleichen Abtriebsrad, das der Nabe des Vorderrades zugeordnet ist. Um Rückwirkungen auf den Lenker und damit auf den Fahrer zu vermeiden, ist zwischen Nabe und Abtriebsrad eine an sich bekannte Freilaufvorrichtung zwischengeschaltet. Eine solche Freilaufvorrichtung sollte vorteilhafterweise so angebracht sein, daß bei Stillstand der Lenkerkurbel vom sich in Vor­ wärtsbewegung drehenden Rad keine Rückwirkung auf den Lenker zustandekommt.
Die Blockierung des Lenkers in eine Drehrichtung erlaubt dem Fahrer eines mit Handantrieb ausgestatteten Fahrrads, den Lenker bzw. die Kurbel innerhalb kürzester Zeit in eine sta­ bile Stellung zu bringen, um dann Lenkungsmanöver oder Brem­ sungen, z. B. mittels an der Kurbel angebrachter Handbrems­ hebel, sicher einzuleiten. In gleicher Weise kann der Fahrer den Handantrieb bei Ermüdung unterbrechen und hat eine sta­ bile Ruhestellung des Lenkers bzw. der Kurbel zur Verfügung, ohne die Kurbel über einen externen, nicht automatisch wir­ kenden Blockierungsmechanismus verriegeln zu müssen.
Eine besonders vorteilhafte Weiterbildung der Erfindung sieht vor, daß der Lenker in den jeweiligen variablen und stufenlosen Stellungen vollkommen arretiert werden kann, indem die eine freie Drehrichtung ebenfalls blockiert wird. Dadurch ergeben sich völlig stabile Lenkerpositionen, die dann die Belastung des Lenkers auch in die Richtung zulas­ sen, in der er zunächst drehbar war. Diese Maßnahme erlaubt dann auch eine wechselnde Belastung des Lenkers in jeder Stellung. Dies ist von besonderer Bedeutung z. B. im Falle des sogenannten Wiegetritts beim Bergauffahren.
In einfacher Weise kann diese vollkommene Blockierung z. B. dadurch erreicht werden, daß ein mit dem drehbaren Lenker fest verbundener Riegel in eine am starren Kurbelgehäuse angebrachte Scheibe mit auf die Form des Riegels abgestimm­ ten Ausnehmungen eingreifen kann. Die Zahl der Ausnehmungen bestimmt dann die Anzahl der vollkommen stabilen Lenkerposi­ tionen.
Eine absolut variable Blockierung des Lenkers kann sehr vor­ teilhaft auch durch eine zweite Drehbegrenzung gewährleistet werden, die erst dann vom Fahrer aktiviert wird, wenn er eine vollkommene Blockierung des Lenkers wünscht. Diese zweite Drehbegrenzung ist als weiterer Freilauf ausgestal­ tet, der dem ersten Freilauf zugeordnet ist und im Verhält­ nis zu diesem gegenläufig wirksam ist.
Von besonderem Vorteil ist, wenn in bekannter Weise die Drehrichtung des Lenkers der Drehrichtung des Vorderrades, in Vorwärtsfahrt entspricht. Dadurch ergibt sich in jedem Fall in dem dem Sattel zugewandten unteren Viertelkreissegment eine Sicherung gegen durchdrehenden Lenker, wenn der Fahrer sich auf den Lenker stützt, z. B. Fahrt gegen den Wind, und im oberen Halbkreissegment eine Sicherung gegen Zug - aus Sicht des Fahrers -, was besonders bei Bergfahrten und Fahr­ ten, bei denen die Reaktionskraft eines Teils der Pedalkraft über den Lenker geleitet wird, von Vorteil ist.
Des weiteren ist erfindungswesentlich, daß die Drehbarkeit der am Lenker befestigten drehbaren Griffe auf die Drehrich­ tung begrenzt ist, die der entgegengesetzten Drehrichtung des Lenkers entspricht. Diese einseitige Drehbegrenzung kann vorteilhaft ebenfalls durch eine einfache Drehbegrenzung, z. B. nach Art einer Ratsche, zwischen Griff und Lenkerstange bzw. zwischen Griffkörper und mit dem Lenker fest verbunde­ nen Griffachse gewährleistet werden. Diese einzige Drehrich­ tung der Griffe erlaubt zum einen eine einfache Verstellung der Lenkerposition und erlaubt dem Fahrer einen sicheren Halt und festen Griff. Dies führt dazu, daß die Handgelenke bei Zug- oder Druckübertragung auf den Lenker nicht bean­ sprucht werden.
Zudem garantiert diese Drehbarkeit der Griffe, daß die Posi­ tion der an den Griffen angebrachten, für Fahrräder üblichen Bedienungselemente in einer vorher eingestellten Stellung festgelegt sind und sich ihre Position auf den Griffen beim Verdrehen des Lenkers relativ für den Fahrer nicht verän­ dert. Wenn zudem die Steuerkabel der Bedienungselemente, z. B Bremskabel und Schaltungskabel, so angebracht sind, daß von ihnen ein Moment gegen die mögliche Drehrichtung der Griffe erzeugt wird (Gewicht, Spannung), verstellt sich die Posi­ tion auch dann nicht, wenn die Hand des Fahrers den Griff freigibt. Auch bewirkt dieses Moment, daß sich der Lenker nicht in der freien Richtung verdreht, selbst wenn der Fah­ rer beide Hände vom Lenker entfernt.
Um eine variable und für die vielseitigen Bedürfnisse gün­ stige Griffmöglichkeit zu gewährleisten, ist von Vorteil, wenn an den drehbaren Griffen an sich bekannte, ergonomisch günstig geformte Anbauteile befestigt sind, z. B. Krümmungen (Krümmungssegmente) und senkrechte bzw. vertikale Griffmög­ lichkeiten (Griffdorne/Lenkerhörnchen). So ist von besonde­ rem Vorteil, wenn das im wesentlichen vertikale Lenkerhörn­ chen in Fahrtrichtung nach vorn und gleichzeitig leicht nach innen geneigt ausgebildet bzw. angeordnet ist, der normalen Haltung einer vorgestreckten, geschlossenen Faust in optima­ ler Griffposition entsprechend. Durch diese Griffanbauten ist der Griffschwerpunkt so verlagert, daß die Griffblockie­ rung stets "angewählt", wodurch eine erhöhte Blockierschnel­ ligkeit erreicht wird.
Nachfolgend wird die Erfindung anhand mehrerer Ausführungs­ beispiele unter Bezug auf die Zeichnung näher beschrieben.
Es zeigen:
Fig. 1: eine perspektivische Teilansicht einer Lenkerlage­ rung eines drehbaren Fahrradlenkers mit zwei Dreh­ begrenzungen,
Fig. 2: eine perspektivische Teilansicht ähnlich wie in Fig. 1 eines drehbaren Lenkers mit einer Freilauf- Drehbegrenzung und mit einem auf dem Lenker an­ gebrachten Kettenblatt,
Fig. 3: eine schematische Perspektiv-Teilansicht der Grifflagerung mit Drehbegrenzung,
Fig. 4: einen Lenker nach Fig. 2 mit einer Drehbegrenzung für den Lenker und daran angebrachtem Kettenblatt, in perspektivischer Gesamtansicht,
Fig. 5: eine Seitenansicht eines Fahrrads mit variabler Lenkerstellung, ohne Vorderradantrieb, und
Fig. 6: eine Seitenansicht eines Fahrrades wie in Fig. 5, mit Vorderradantrieb.
Fig. 1 zeigt eine Lagerung eines erfindungsgemäßen Fahrrad­ lenkers, bei der eine Lenkerkurbel 2 (im weiteren nur noch als "Lenker" bezeichnet) in einem Kurbelgehäuse 1 gelagert ist. Das Kurbelgehäuse 1 ist über eine Befestigung 10, einen Lenkervorbau 9 und einen Gabelfortsatz 8 mit der Fahrradga­ bel 25 verbunden (siehe Fig. 5). Der um eine Drehachse 5 drehbare Lenker ist über eine Verbindung 6 mit dem Außen­ ring einer ersten Freilauf-Drehbegrenzung 3 verbunden. Die stiftförmige Verbindung 6 kann, wie in Fig. 1 auf der Len­ kerkurbel 2 aufsitzend befestigt sein oder in diese seitlich hineinreichend fixiert werden. Der Innenring der Drehbegren­ zung 3 ist mit dem Kurbelgehäuse 1 kraftschlüssig verbunden, z. B. über eine Preßverbindung, während der Außenring nur in die Freidrehrichtung beweglich ist. Dadurch kann der Lenker 2 nur in Freidrehrichtung 11 der ersten Drehbegrenzung 3 rotieren und der Fahrer kann zunächst den Lenker in einer gewünschten Position feststellen, indem er den Lenker ent­ gegen der Freidrehrichtung der ersten Drehbegrenzung bela­ stet. In dieser Position ist der Lenker zunächst in die Freidrehrichtung der ersten Drehbegrenzung noch frei beweg­ lich (Freilaufkranz).
Soll nun eine vollkommene Blockierung der Lenkerbewegung herbeigeführt werden, wird eine zweite Drehbegrenzung 4 ver­ wendet. Diese zweite Drehbegrenzung 4 weist eine Freidreh­ richtung auf, die derjenigen der ersten Drehbegrenzung 3 entgegengengesetzt ist. Die zweite Drehbegrenzung 4 ist ebenfalls auf dem Kurbelgehäuse 1 befestigt. Der in eine Richtung drehbare Außenring der zweiten Drehbegrenzung 4 ist axial verschiebbar vorgesehen und weist an seiner der Dreh­ begrenzung 3 zugewandten Stirnseite gleichmäßig verteilt mehrere Öffnungen 7 auf. Durch die axiale Verschiebung kann der Außenring der zweiten Drehbegrenzung 4 auf die erste Drehbegrenzung 3 aufgeschoben werden, sobald sich eine stirnseitige Außenring-Öffnung 7 und die Verbindung 6 fluch­ tend gegenüberstehen. Dadurch wird eine vollkommen stabile Lenkerposition erreicht, da die Drehbegrenzungen 3 und 4, die jeweils gegenläufige Sperrichtungen 12 aufweisen, eine Verstellung des Lenkers verhindern. In vorteilhafter Weise ist somit der Außenring der zweiten Drehbegrenzung 4 in aus­ geschobener Position als auch in der Stellung auf dem In­ nenring feststellbar bzw. einrastbar. Die Befestigung 10 kann auch beidseitig axial so weit verlängert sein, daß sie das Kurbelgehäuse (Kompaktinnenlager) insgesamt umschließt bzw. in sich aufnimmt, wobei die Drehbegrenzungen 3 und 4 und die Befestigung 10 an ihren entsprechenden Mantelflächen jeweils ein Gewinde zur gegenseitigen Befestigung vorweisen.
Bei der in Fig. 2 dargestellten Teilansicht eines drehbaren Lenkers 2 mit nur einer Drehbegrenzung ist ein auf dem Len­ ker 2 angebrachtes Kettenblatt 13 vorgesehen. Selbstver­ ständlich ist bei Anordnung eines Riementriebes statt eines Kettentriebes dann ein Riemen-Antriebsrad statt des Ketten­ blattes 13 angeordnet. Hier ist die Lagerung 14 des Lenkers 2 in dem Kurbelgehäuse 1 sichtbar gemacht. An dem Lenker 2 ist das Kettenblatt 13 so befestigt, daß die Drehachse 5 des Lenkers mit der Drehachse des Kettenblattes 13 zu­ sammenfällt. Die Drehbewegung des Lenkers 2 ist durch die erste Drehbegrenzung 3 auf eine Drehrichtung begrenzt. Über die Verbindung 6 ist der Lenker 2 mit dem Außenring der ersten Drehbegrenzung 3 verbunden.
Fig. 3 zeigt den funktionellen Aufbau einer Lenker-Griff­ lagerung mit Drehbegrenzung. Der Griff 21 ist über eine Grifflagerung 20 auf dem Lenker 2 bzw. einer mit diesem fest verbundenen Griffachse 37 drehend gelagert. Die Grifflage­ rung 20, 37 ist so ausgeführt, daß eine axiale Verschiebung des Griffes 21 nicht möglich ist. Zwischen Griffachse 37 und Griffkörper 39 wirkend ist eine Ratscheneinrichtung 36 vor­ gesehen, die, wie aus Fig. 3 ersichtlich ist, u. a. einen Riegel 16 mit Anschlagarm 22 aufweist, der um eine im Griff 21 befestigte Riegelachse 18 drehend gelagert ist. Der Rie­ gel 16 steht im Eingriff mit einem am Lenker 2 bzw. an der Griffachse 37 angebrachten Ratschenrad 38 mit Verzahnung 19, so daß der Griff 21 bzw. der Griffkörper 39 nur in eine Richtung drehbar ist. Diese Griffdrehung wird vom Riegel 16 dann freigegeben, wenn aufgrund der Griffbewegung der Riegel 16 gegen die Feder 17 anläuft und die Sperrung des Griffes 21 über die Verzahnung 19 freigibt. In entgegengesetzter Drehrichtung steht der Anschlagarm 22 am Griffkörper 39 an, dessen Drehbewegung verhindernd. In einer anderen Ausführung der Ratscheneinrichtung 36 kann das Ratschenrad 38 mit einer stirnseitigen Ratschenverzahnung versehen sein und wirkt mit einem stirnseitig wirksamen komplementären Ratschenelement zusammen. Dieses komplementäre Ratschenelement kann z. B. mindestens ein gefederter Ratschenstift oder eine federnd angedrückte zweite Ratschenscheibe sein, wobei Ratschenstift bzw. Ratschenscheibe mit dem Griffkörper 39 drehfest verbun­ den sind.
Fig. 4 zeigt einen Handkurbelantrieb mit einer Drehbegren­ zung für den Lenker 2 und daran angebrachtem Kettenblatt 13. Auch hier ist erkennbar, daß der Lenker 2 mit der Drehbe­ grenzung 3 über die Verbindung 6 verbunden ist. Dadurch ist der Lenker 2 nur in eine Drehrichtung 23 frei drehbar. Da die Griffe 21 in gleicher Drehrichtung gesperrt sind, ist die freie Drehrichtung 24 der Griffe 21 derjenigen 23 des Lenkers 2 entgegengesetzt. Es ist erkennbar, daß sich die Steuerzüge 31 der Steuervorrichtungen, wie z. B. für Bremsen und Gangschaltung, bei Drehung des Lenkers 2 und der Griffe 21, also bei Verwendung als Handkurbelantrieb, nicht um die drehbaren Bauteile wickeln können, oder bewegungshindernd wirken, da sich die Position der Griffe 21 als auch der zu­ sätzlichen seitlichen Griffanbauten (Lenkerhörnchen 32, Krümmungssegmente 40) absolut gesehen nicht verändern. Die Griffe 21 drehen sich beim Betrieb als Handkurbelantrieb in gleicher Weise, mit gleicher Winkelgeschwindigkeit wie der drehbare Lenker 2. Zudem ist erkennbar, daß die Ausrichtung der Lenkerhörnchen 32 von der vertikalen Stellung abweicht. So ist eine leichte Neigung nach innen sowie eine Neigung nach vorne in Fahrtrichtung vorgesehen, die eine optimale Griffposition der Hände ermöglicht. Zugleich trägt die vor­ geneigte Position der Lenkerhörnchen durch Schwerkraftwir­ kung bzw. entsprechendes Kraftmoment zur automatischen Bloc­ kierung bei.
Wie zudem aus Fig. 4 erkennbar ist, sind als Griffanbauten an dem jeweils äußeren Ende der Griffe 21 zuerst ein in ei­ ner im wesentlichen vertikalen Ebene nach unten führendes Krümmungssegment 40 und daran anschließend ein im wesentli­ ches vertikal nach oben führendes Lenkerhörnchen 32 vorgese­ hen. Diese können verschiedene Formgebungen aufweisen. So kann z. B. das Krümmungssegment 40, wie in Fig. 4 dar­ gestellt, winklig vom Griffende weggeführt sein oder mit diesem über ein abgerundetes Segment kantenlos geschwungen übergehend verbunden sein. Zudem kann das Krümmungssegment 40 mit dem Lenkerhörnchen 32 ebenfalls, wie in Fig. 4 dar­ gestellt, eckig verbunden oder über ein abgerundetes Teil ineinanderlaufend ausgebildet sein, insgesamt eine U-Form bildend. Durch die jeweiligen abgerundeten Übergänge zwi­ schen horizontalem Griff 21, geschwungenem Krümmungselement 40 und vertikalem Lenkerhörnchen 32 wird insgesamt eine Griffkonfiguration bereitgestellt, an deren Verlauf in jeder Position angenehm das stangenförmige Griffmaterial umfaßt werden kann. Die optimale Griffposition, die vorzugsweise eingenommen wird, ist diejenige des Schnittpunktes zwischen vertikalem Lenkerhörnchen 32 und horizontaler Achsverlänge­ rung der Griffdrehachse 42. Hierdurch wird eine optimale Kraftübertragung erreicht, da die Hände in Aktivposition praktisch in Verlängerung der horizontalen Griffe 21 stehen. In dieser Position ist gleichzeitig die Aktivierung der Be­ tätigungselemente 41 für z. B. Bremsen und Gangschaltung op­ timal möglich. Eine gute und ermüdungsfreie Griffposition der Hände an den Lenkerhörnchen 32 wird zudem dadurch er­ reicht, daß - wie ebenfalls aus Fig. 4 entnehmbar - die Len­ kerhörnchen von der vertikalen Ausrichtung etwas abweichend angeordnet sind. So sind, wie bereits vorerwähnt, die Len­ kerhörnchen 32 um einen Winkelbetrag 34 leicht nach innen und gleichzeitig um einen Winkelbetrag 35 nach vorne in Fahrtrichtung schräg gestellt. Hierdurch wird die praktisch zur Faust zusammengeballt greifende Hand um das Lenkerhörn­ chen 32 stets in optimaler Position gehalten. Vorzeitigen Ermüdungserscheinungen durch ergonomisch falsche Handposi­ tionierung wird dadurch entgegengewirkt.
Bei dem in Fig. 5 gezeigten Fahrrad mit einem Rahmen 30, einer Vorderradgabel 25, einem Sattel 29, dem Gabelfortsatz 8, dem Lenkervorbau 9 und mit variabler Lenkerstellung (ohne Vorderradantrieb) ist ersichtlich, daß es möglich ist, unter Verwendung des erfindungsgemäßen Fahrradlenkers, den Lenker 2 in verschiedenen, variablen Stellungen zu fixieren. Somit kann der Fahrer die ihm jeweils bequemste Stellung einneh­ men, also z. B. gerade sitzend oder vorgebeugt.
In Fig. 6. schließlich ist ein Fahrrad wie in Fig. 5 dar­ gestellt, mit erfindungsgemäßem Lenker, wobei die drehbare Lenkerkurbel 2 als Handkurbelantrieb verwendet wird. Das an der Lenkerkurbel 2 angebrachte Kettenblatt 13 dient als An­ triebsrad. Über eine geschlossene Kette 26, die eine an sich bekannte Fahrradkette ist, ist es mit einem an der Nabe des Vorderrades angebrachten Kettenblatt 33, das als Abtriebsrad dient, trieblich verbunden. Zwischen Kettenblatt 33 und der Nabe des Vorderrades ist ein Freilauf 27 angeordnet, so daß bei drehendem Vorderrad und ruhender Handkurbel bzw. ruhen­ der Lenkerkurbel 2 keine Rückwirkung auf diese auftritt.
Bezugszeichenliste
1
Kurbelgehäuse
2
Lenkerkurbel (Lenker)
3. 1
Drehbegrenzung (Freilauf)
4. 2
Drehbegrenzung (Schiebemuffe)
5
Drehachse des Kurbel­ lagers
6
Verbindung
7
Öffnung
8
Gabelfortsatz
9
Lenkervorbau
10
Befestigung
11
Freidrehrichtung
12
Sperrichtung
13
Kettenblatt/Riemen-An­ triebsrad
14
Lenkerlagerung
15
Gewinde
16
Riegel
17
Feder
18
Riegelachse
19
Verzahnung
20
Grifflagerung
21
Griffe
22
Anschlag/-arm
23
Frei-Drehrichtung des Lenkers
24
Drehrichtung der Griffe
25
Gabel
26
Kette/Riemen
27
Freilauf
29
Sattel
30
Rahmen
31
Steuerzüge
32
Lenkerhörnchen
33
Kettenblatt/Abtriebsrad
34
Neigung nach innen
35
Neigung nach vorne
36
Ratscheneinrichtung
37
Griffachse
38
Ratschenrad
39
Griffkörper
40
Krümmungssegment
41
Betätigungselemente
42
Griff-Drehachse

Claims (11)

1. Fahrradlenker mit einer in eingebautem Zustand quer zur Fahrtrichtung angeordneten, im wesentlichen um ihre Längs­ achse drehbar gelagerte, in gewünschten Winkelpositionen festsetzbare Lenkerkurbel und mit an dieser vorgesehenen, drehbaren, positionsfestsetzbaren Griffen, wobei die Dreh­ achsen der Lenkerkurbel und der Griffe beabstandet sind und die Griffe zueinander achsfluchtend angeordnet sind, dadurch gekennzeichnet, daß der Lenkerkurbel (2) ein Freilauf (3) zugeordnet ist, so daß ihre Drehbarkeit auf eine Drehrichtung (11) begrenzt ist, während die Drehung in die entgegengesetzte Richtung (12) in jeder Lenkerposition gesperrt ist (1. Drehbegren­ zung), und daß die Drehbarkeit der Griffe (21) auf eine der Drehrichtung (11, 23) des Lenkers entgegengesetzten Richtung (24) begrenzt ist.
2. Fahrradlenker nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Lenkerkurbel (2) ein zweiter, zusätzlich zuschaltba­ rer Freilauf (4) zugeordnet ist, der gegensinnig zu dem e­ rsten Freilauf (3) wirksam ist, zur völligen Positions-Bloc­ kierung (2. Drehbegrenzung).
3. Fahrradlenker nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Außenring des zweiten Freilaufs (4) in Art einer Schiebemuffe axial verschieblich ist und formschlüssig, z. B. über stirnseitige Öffnungen (7) am Außenring des ersten Freilaufs (3) eingreift.
4. Fahrradlenker nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zur Drehrichtungsblockierung der Griffe (21) in einer Richtung eine zwischen Griffachse (37) und Griffkörper (39) wirksame Ratscheneinrichtung (36) vorgesehen ist.
5. Fahrradlenker nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß als Ratscheneinrichtung (36) ein an der mit dem Lenker (2) z. B. fest verschraubten Griffachse (37) angeordnetes Ratschenrad (38) mit Ratschenverzahnung (19) vorgesehen ist, das mit komplementären, mit dem Griffkörper (39) drehfest verbundenen Ratschenelementen (16, 17, 118, 22) in an sich bekannter Weise zusammenwirkt.
6. Fahrradlenker nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Ratschenrad (38) eine stirnseitige Verzahnung auf­ weist und die komplementären Ratschenelemente gefederte, axiale Ratschenstifte oder ein federnd angedrücktes, zwei­ tes, mit dem ersten Ratschenrad im wesentlichen identisches Ratschenrad ist.
7. Fahrradlenker nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die horizontalen Griffe (21) an ihren jeweiligen äußeren En­ den an sich bekannte Griffanbauten wie im wesentlichen ver­ tikale Lenkerhörnchen (32) aufweisen, die leicht nach innen, nach vorne in Fahrtrichtung und gleichzeitig in Dreh-Bloc­ kierrichtung der Griffe (21) geneigt angeordnet sind.
8. Fahrradlenker nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die griffverlängernden Griffanbauten (32, 40) insgesamt in einer im wesentlichen vertikalen Ebene liegen, wobei in Weiterführung des horizontalen Griffes (21) ein nach unten geführtes Krümmungssegment (40) und an dieses anschließend das vertikal nach oben geführte Lenkerhörnchen (32) vorgese­ hen sind.
9. Fahrradlenker nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß horizontaler Griff (21), Krümmungssegment (40) und Len­ kerhörnchen (32) über Radienteile fließend ineinander über­ laufen und daß das Lenkerhörnchen (34) eine leichte Neigung (43) nach innen und der gesamte Griffanbau (32, 40), zumin­ dest aber das Lenkerhörnchen (32) eine Neigung (34) nach vorne in Fahrtrichtung aufweisen, der optimalen Griffposi­ tion der Hand entsprechend.
10. Fahrradlenker nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die bei einem Fahrrad üblichen Bedienungselemente, z. B. Bremshebel, Schalthebel und Klingel, an den drehbaren Grif­ fen (21) oder deren Anbauten (32, 40) angebracht sind, so daß bei deren Bedienung nicht umgegriffen werden muß, und daß z. B. deren Steuerzüge (31) so geführt und angebracht sind, daß sie durch ihr Gewicht und ihre Spannungsanordnung zur automatischen Blockierung der Griffe in eine Drehrichtung (ideale Grundstellung) mit beitragen.
11. Fahrradlenker nach den Ansprüchen 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß bei dessen Verwendung, an einem Fahrrad mit separaten Hand- und Beinantrieben, dieser über ein Kur­ belgehäuse (1) oder direkt am Lenkervorbau (9) des Fahrrads befestigt oder gelagert ist und daß an der Lenkerkurbel (2) ein Antriebsrad (13) für einen Ketten- oder Riementrieb be­ festigt ist, welches mit einem funktionsgleichen, an der Nabe des lenkbaren Vorderrades angebrachten Abtriebsrad (33) über eine Kette (26) oder einen Riemen im Wirkverhältnis steht, wobei dem Abtriebsrad (33) eine Freilaufvorrichtung (27) so zugeordnet ist, daß bei Drehung des Vorderrades kei­ ne Rückwirkung auf den drehbaren Lenker (2) stattfindet und wobei die Drehrichtung (11, 23) des Lenkers (2) der Dreh­ richtung des Vorderrades in Vorwärtsfahrt entspricht.
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