DE69601473T2 - Kapillardosiereinrichtung mit einem Endschlitz - Google Patents
Kapillardosiereinrichtung mit einem EndschlitzInfo
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Description
- Die Erfindung bezieht sich auf eine Kapillar-Dosiereinrichtung zum örtlichen Auftragen einer genauen Menge einer wäßrigen oder öligen Flüssigkeit, die insbesondere zur kosmetischen oder dermopharmazeutischen Pflege der Nägel, der Lider oder anderer Teile des Gesichts oder der Kopfhaut bestimmt ist.
- Die auf dem Gebiet der Kosmetik bekannten Auftrageeinrichtungen zum Abgeben eines flüssigen Produkts, insbesondere auf den Lidern, sind aus einem Schaum, einem Filz oder einem beflockten Endstück gebildet, das mit einer großen Menge kleiner Fasern versehen ist. Diese Arten einer Auftrageeinrichtung gestatten es nicht, eine sehr geringe Menge an Produkt und insbesondere eine genaue Dosis des Produktes zur Pflege der Nägel abzugeben, die ausreichend ist, sich ganz über den Nagel hinweg bis zur Kante des Nagels und der Haut zu verteilen, ohne daß es notwendig wäre, den Nagel abzuwischen, um den Überschuß zu entfernen. Außerdem geben der Filz und der Schaum des Produkts zu langsam frei. Bis heute gestattet es keine bekannte Auftrageeinrichtung (siehe insbesondere die der Dokumente FR-A-2 505 150, FR-A-2 633 256), die genaue, zur Pflege erforderliche Flüssigkeitsdosis mit einer passenden Geschwindigkeit abzugeben. Außerdem sind die abgegebenen Mengen von einem Auftragevorgang zum anderen auf den Nagel oder die Haut variabel. Dies liegt insbesondere in der Tatsache, daß die bekannten Auftrageeinrichtungen kein System zum selbsttätigen Entziehen überschüssigen Produktes aufweisen.
- Es ist auch aus den Dokumenten US-A-2 990 563 und GB-A-1 318 677 eine Auftrageeinrichtung bekannt, die einen Stiel aufweist, der mit einem Grifforgan am einen Ende und mit zwei Schlitzen an einem zweiten Ende mit abgerundeter Form versehen ist. Dieses abgerundete Ende gestattet nur eine Punktberührung mit der Oberfläche der Haut oder des Nagels, was es erforderlich macht, mehrmals den Auftrag der Flüssigkeit zu erneuern, um die ganze betroffene Zone zu behandeln. Außerdem ist es schwierig, das Produkt auf der zu behandelnden Fläche mit dem abgerundeten Ende des Stieles zu verteilen. Im übrigen ist die Berührungsfläche eines abgerundeten Endes nicht zur Anpassung veränderlich. Tatsächlich ist, gleichgültig, wie die Neigung der Auftrageeinrichtung auch ist, die Berührungsfläche stets die selbe und kann nicht entsprechend der zu behandelnden Oberfläche geändert werden, insbesondere entsprechend der Wölbung oder der Form dieser.
- Es verbleibt demnach der Bedarf einer Auftrage-Dosiereinrichtung, die imstande ist, eine geringe, konstante Dosis an flüssigem Produkt insbesondere auf die Nägel oder örtliche Verletzungen der Haut oder Kopfhaut aufzutragen, die es gestattet, das Produkt auf einfache Weise zu verteilen, und die für die verschiedenartigen, zu behandelnden Oberflächenformen benutzt werden kann, wobei gleichzeitig die Anzahl von Auftragevorgängen begrenzt wird.
- Zu diesem Zweck hat die Erfindung genau eine Kapillar-Auftrage-Dosiereinrichtung zum Gegenstand, die eine Stange bzw. einen Stiel aufweist, der mit einer Symmetrieachse, einem Griffansatz an einem ersten Ende und mindestens einem Schlitz an einem zweiten Ende einmündet, die dadurch gekennzeichnet ist, daß der Schlitz auf einer vollen, geneigten Fläche (8b) entsprechend der Achse des Stiels einmündet und durch mindestens einen Teil des zweiten Ende des Stiels gebildet ist, wobei die genannte geneigte Fläche sich im wesentlichen in einer Ebene erstreckt. Die Symmetrieachse kann auch nur alleine auf einem Teil des Stiels vorgesehen sein. Der Stiel kann gekröpft sein, und man versteht in diesem Fall unter Symmetrieachse den Teil des Stiels, der das geschlitzte Ende aufweist. Der Stiel kann auch gekrümmt sein, und die Achse des Stiels entspricht in diesem Fall der mittleren Krümmung des Stiels.
- Die Anwesenheit einer geneigten Fläche im zweiten Ende des Stiels gestattet es, die Auftrageeinrichtung mit unterschiedlichen Berührungsflächen zu benutzen. Insbesondere kann das Produkt rascher aufgetragen werden, wobei man die Anzahl der Auftragevorgänge begrenzt.
- So kann man im Fall der Behandlung des Nagels in einem einzigen Auftragevorgang das Auflegen des Produktes am Rand der Nagelhaut erreichen.
- Die Verwendung eines Endschlitzes gestattet es, die Auftrageeinrichtung nachzufüllen, wobei er dann zur Bereithaltung von Produkt stets auf der selben Höhe dient, und demnach stets die selbe Dosis von einem Auftragevorgang zum anderen liefert. Außerdem wird die Dosis nur dann abgegeben, wenn man das geschlitzte Ende auf der Oberfläche des Nagels oder der Haut aufdrückt, der bzw. die zu pflegen oder zu behandeln ist.
- Die abzugebende Dosis ist eine Funktion der Viskosität des abzugebenden Produktes und der Abmessungen des Schlitzes. Während man demnach seine Breite, seine Tiefe und seine Länge ändert, ist es somit möglich, die genaue, erforderliche Dosis an Produkt entsprechend seiner Viskosität abzugeben.
- Erfindungsgemäß kann der Stiel einen Endschlitz aufweisen, der längs der Achse des Stiels einmündet, oder mehrere Schlitze, von denen der eine längs der Achse und die anderen längs einer Achse einmünden, die parallel zur Symmetrieachse des Stiels verläuft. Außerdem können der oder die Schlitze unterschieliche Formen und insbesondere die Form eines U oder eines Segments in einer Ebene haben, die durch die Symmetrieachse läuft, und/oder die Form eines Kreuzes in einer Ebene senkrecht zur Symmetrieachse. Außerdem können die Schlitze Längen, gemessen längs der Achse des Stiels, mit unterschiedlicher oder identischer Größe aufweisen, die einander schneiden oder nicht. Im übrigen kann der Stiel mindestens teilweise zylindrisch sein, quaderförmig sein oder einen ovalen oder polygonförmgen Querschnitt aufweisen. Erfindungsgemäß ist das zweite Ende des Stiels schräg abgeschnitten und kann auch teilweise abgerundet oder noch besser zum Ende hin verdickt sein.
- Gemäß einer bevorzugten Variante der Erfindung kann der Schlitz mindestens teilweise die geneigte Oberfläche schneiden, und dies bevorzugt in deren Mitte.
- Außerdem kann der Stiel hohl sein und in diesem Fall als Vorratsbehälter für Produkt bis zu dessen Auftrag vom geschlitzten Ende her auf den Nagel dienen.
- Im übrigen kann der Schlitz in Bezug auf die Achse des Greiforgans exzentrisch sein.
- Um das Produkt sanft abzugeben, kann die Dosiereinrichtung der Erfindung ein Dämpfungssystem zwischen dem Stiel und dem Griffansatz aufweisen. Dieses System kann aus einer Feder oder jedem anderen System bestehen, das in axialer Richtung elastisch verformbar ist (beispielsweise ein Schaum). Sie kann außerdem einen weichen Stiel aufweisen, beispielsweise einen Stiel, der aus einem weichen Material hergestellt ist, wie einem Elastomer, beispielsweise etwa einem Elastomer, das in der Gruppe der Elastomere aus Polyethylen, Polyurethan, Polyester; Polyether-Blockamiden, Polyvinylen; Ter-Polymeren von Ethylen, Propylen und einem Dien (EPDM); polymerfolgen von Styrol-Butadien (SEBS-SIS), Silikonen, Nitrilgummis oder natürlichen Gummis usw. ausgewählt ist, oder einen Stiel aufweisen, der eine Zone mit geringerem Querschnitt aufweist.
- Erfindungsgemäß kann der Stiel aus ein und demselben Material gebildet sein, oder auch an seinem zweiten geschlitzten Ende ein Material aufweisen, das sich vom Rest des Stiels unterscheidet. Dieses Material oder diese Materialien kann bzw. können abgeformt, aufgeformt oder durch Klebung oder Warmschweißung aufgebracht sein. Der Stiel kann aus einem oder mehreren warmhärtenden, thermoplastischen, elastomeren Materialien gebildet sein, sogar aus Metall oder Glas. Insbesondere kann das Endmaterial ein weiches, zelliges Material sein, wie etwa ein Schaum.
- Die kapillare Dosiereinrichtung kann verwendet werden, um eine örtliche Dosis an Produkt insbesondere um einen Nagel herum, auf einem Augenlid oder auch auf einem Pickel, einem Mitesser, einer Warze oder einer Verletzung der Haut aufzutragen.
- Die Erfindung hat auch eine Anordnung zur Pflege oder zum Schminken insbesondere der Nägel zum gegenstand, mit einem Behälter, der mit einem Hals versehen ist und ein flüssiges Pflege- oder Schminkprodukt enthält, einem Stopfen, der dazu eingerichtet ist, den Behälter auf Höhe des Halses zu verschließen, und einer Dosier-Auftrageeinrichtung, wie sie vorangehend umrissen ist.
- Andere Merkmale und andere Vorzüge werden sich besser aus der nachfolgenden Beschreibung ergeben, die darstellend und nichteinschränkend vorgelegt ist und sich auf die beigefügten Zeichnungen bezieht, in denen:
- Fig. 1 schematisch eine erfindungsgemäße Anordnung zur Pflege der Nägel darstellt; und
- Fig. 1a eine Profilansicht der Kapillar-Dosiereinrichtung der Fig. 1 ist, sowie
- Fig. 2 bis 10 unterschiedliche Formen von Kapillar- Dosiereinrichtungen gemäß der Erfindung darstellen.
- In Fig. 1 ist eine Anordnung zur Pflege von Nägeln dargestellt, die in ihrer Gesamtheit durch das Bezugszeichen 1 bezeichnet ist und einen Behälter 2 aufweist, der ein Pflegeöl 4 einschließt und mit einem Hals 5 versehen ist, auf dem ein Stopfen 6 aufgeschraubt oder aufgerastet ist, der als Greiforgan des Produktes dient. Erfindungsgemäß bildet der Stopfen 6 Teil einer kapillaren Auftrage-Dosiereinrichtung, die einen massiven Stiel 8 aufweist, der an seinem Ende 8a, dem Stopfen 6 gegenüberliegend, mit einem Kapillarschlitz 10 versehen ist, der längs der Symmetrieachse A des Stiels 8 einmündet. Das geschlitzte Ende ist hier schräg (oder abgeschrägt) abgeschnitten und in Form eines verdickten Fußes ausgebildet, wie in Fig. 1a besser zu sehen ist. Dieses Ende weist eine geneigte Fläche 8b auf, die in ihrer Mitte durch den Schlitz 10 eingeschnitten ist. Die Höhe H des Schlitzes 10, gemessen längs der Achse A, beträgt etwa 1 mm bis 20 mm. Seine Breite 1 ist entsprechend der Viskosität des Öles festgelegt; die Breite kann sich von 0,2 mm bis 2,5 mm für eine Viskosität des Öles ändern, die von etwa 100 mPa s bis 600 mPa s reicht, um dann, wenn die Dicke des Stiels 8 etwa 3,5 mm beträgt, eine Mikrodosis von etwas 1 ul bis 350 ul an Produkt abzugeben. Der Stiel ist hier aus einem einzigen Material insbesondere durch Abformung von Polyethylen mit niedriger Dichte hergestellt.
- Die Form und das Volumen des Schlitzes gestatten es, nur die notwendige Menge an Produkt aufzunehmen, die abgegeben werden soll, und nur den Schlitz stets mit ein und derselben Menge an Produkt zu beladen. Der Überschuß an Produkt, der ggf. mitaufgenommen wird, wird dadurch entfernt, daß er vor dem Auftragen des Produkts den Stiel entlang über ein kreisförmiges Abstreifelement 9 läuft, das auf dem Hals 5 des Behälters befestigt ist. Das Element 9 liegt in Form eines Handshuhfingers vor, der eine zylindrische Schürze 9a aufweist, die sich gegen die Innenwand des Halses 5 anlegt; diese Schürze 9a ist fest mit einer Scheibe 9b verbunden, die auf dem Hals 5 aufsitzt. Diese Scheibe 9b hat die Funktion einer Abdichtung zwischen dem Hals und dem Stopfen 6 in der Verwahrungslage der Anordnung. Auf der Seite, die dem Behälter 2 zugewandt ist, ist die Schürze 9a mit einer ringförmigen und weichen Abstreiflippe 9c versehen, die eine Öffnung festlegt, die ein wenig kleiner ist als der Querschnitt des Stiels 8.
- Die Benutzung dieser Anordnung ist die folgende: nach dem Abschrauben des Stopfens 6 zieht der Benutzer die Auftrageeinrichtung, die mit dem Produkt beladen ist, quer zum Abstreifelement zurück; dieser Vorgang entfernt jeden Überschuß an Produkt vom Stiel 8; indem er das Ende 8a und die geneigte Fläche 8b auf der Auftragstelle aufsetzt, beispielsweise auf der Nagelhaut eines Nagels, wird eine Unterbrechung der Kapillarität erzeugt, die anfangs das Produkt im Schlitz zurückhält, und setzt so auf einmal die gesamte Dosis an Produkt frei. Die geneigte Fläche 8b, die in Berührung mit dem Nagel steht, gestattet es, das Produkt auf einer beträchtlichen Oberfläche aufzubringen, und nicht nur auf einer punktförmigen Zone, und das Produkt mühelos auf der Oberfläche des Nagels zu verteilen. Außerdem gestattet die Form eines vergrößerten Fußes der Auftrageeinrichtung, die Nagelhaut zurückzuschieben, um die Oberfläche des Nagels zu vergrößern und dann den Schminkvorgang zu erleichtern, indem man gleichzeitig den Nagel mit dem aufgetragenen Produkt behandelt.
- In Fig. 2 ist das geschlitzte Ende 8b des Stiels 8 aus einem Material hergestellt, das sich von dem des Stiels unter scheidet, und insbesondere mit einem blassigen Schaum 20, der mit dem Produkt kompatibel ist, beispielsweise einem Polyethylenschaum. Die Befestigung des geschlitzten Schaues am Ende 8a des Stiels erfolgt insbesondere durch Warmverschweißen.
- Der Stiel 8, der in Fig. 3 dargestellt ist, unterscheidet sich von dem der Fig. 1 allein durch die Anwesenheit einer Beflockung 21, insbesondere aus Polyamidfasern, auf dem Ende 8a des Stiels.
- Der Stiel 8 der Fig. 4 unterscheidet sich von dem der Fig. 1 durch die Anwesenheit einer Zone 22 mit kleinerem Durchmesser als dem des Restes des Stiels, um den Stiel flexibler und demnach beim Auftrag weicher zu machen. Für einen zylindrischen Stiel mit einem Außendurchmesser von 3,5 mm kann der kleinere Durchmesser von etwa 0,5 mm bis 1,5 mm reichen.
- Der Stiel 8 der Fig. 5 ist mit einer weichen, wendelförmigen Feder 18 versehen, die aus dem selben Material wie das Ende 8a oder aus einem unterschiedlichen Material hergestellt sein kann. Diese Anordnung verleiht der Auftrageeinrichtung einen weichen Auftrag in der axialen Richtung und in der radialen Richtung.
- Der Stiel 8, der in Fig. 6 gezeigt ist, unterscheidet sich von dem der Fig. 2 einzig und allein durch die Tatsache, daß das Ende 8a aus einem weichen Material gebildet ist, beispielsweise einem Silikongummi. Seine Befestigung am Ende des Stiels kann durch Verklebung und/oder Ineinanderschachtelung durchgeführt werden.
- Die Fig. 7a bis 7d zeigen unterschiedliche Ausführungsvarianten des Schlitzes. So zeigt Fig. 7a zwei überkreuzte Schlitze 10a, 10b, die einen Winkel von 90º bilden. Die Höhen H&sub1;, H&sub2; der Schlitze 10a, 10b sind unterschiedlich. Eine erste Hälfte 8c des Stiels weist eine geneigte Fläche 8b auf, während die zweite Hälfte 8d des Stiels 8 ein abgerundetes Ende aufweist. In Fig. 7b weist das Ende 8a drei Schlitze 10a, 10b, 10c auf, die sternartig angeordnet sind. Außerdem hat der Stiel einen dreieckigen Querschnitt. Gemäß Fig. 7c hat der Stiel 8 einen ovalen Querschnitt; der Schlitz 10 erstreckt sich längs der großen Achse des Ovals. Man sieht in dieser Figur die geneigten Flächen 8b des Stiels 8. Der Stiel 8 der Fig. 7d hat einen quadratischen Querschnitt mit abgerundeten Ecken; zwei Schlitze 10a, 10b sind längs der Diagonalen des Quadrats angeordnet.
- Das Abstreifelement 9, das in den Fig. 8a und 8b dargestellt ist, unterscheidet sich von dem der Fig. 1 durch die Tatsache, daß de Abstreiflippe gezahnt ist. Wie im Teilschnitt in Fig. 8a zu sehen, ist die Lippe 9c ausgezackt. Die Fig. 8b ist eine Ansicht in Richtung VIIIb-VIIIb der Fig. 8a.
- Der Stiel 9, der in Fig. 9 dargestellt ist, unterscheide sich von dem der Fig. 1 durch die Anwesenheit dreier kapillarer Längsrillen 14, die parallel zur Achse des Stiels verlaufen und den Schlitz 10 in Richtung des Stopfens verlängern. Diese Rillen 14 dienen als vergrößerter Mikro- Vorratsbehälter für das Produkt. Außerdem ist das Ende 8a des Stiels auf eine Art schräg geschnitten, die analog ist zur Ausführung der Fig. 1.
- Der Stiel 8, der in Fig. 10 dargestellt ist, unterscheide sich von dem der Fig. 9 durch das Vorliegen zweier Schlitze 10 parallel zur Achse des Stiels. Die Rillen des Stiels der Fig. 9 sind hier durch eine Nut 15 mit halbkreisförmigem Querschnitt ersetzt; diese Nut 15 dient als Mikro-Vorratsbehälter für das entnommene Produkt. Das Ende 8a des Stiels ist auf eine zur Ausführung der Fig. 1 analoge Weise schräg abgeschnitten.
- Der Stiel, der in Fig. 11 gezeigt ist, weist eine Muffe 16 in Form eines Handschuhfingers auf, die auf den Stiel 8 durch das offene Ende 17 der Muffe aufgezogen ist. Das freie Ende 8a des Stiels weist eine geneigte Fläche auf, die in der Ebene der Figur nicht erscheint. Im freien Ende 16a dieses Handschuhfingers ist ein Schlitz 10 in einer axialen Ebene ausgebildet. Dieses freie Ende 16a weist auch eine geneigte Fläche (in der Figur nicht zu sehen) auf, die sich an die geneigte Fläche des Stiels 8 anschmiegt. Der massive Abschnitt 8c, der sich so im Inneren des Handschuhfingers 16 befindet, hat einen verringerten Querschnitt, um auf diese Weise einen zylindrischen Ringraum 19 zu bilden, der als Vorratsbehälter für Produkt dient, damit die Unabhängigkeit der Auftrage-Dosiereinrichtung gesteigert wird. In der Nähe der Verbindungszone 23 zwischen dem Stiel 8 und der Muffe 16 liegt ein Lüftungsloch 16a vor, das das Füllen des Raumes 19 mit Produkt erleichtert.
- Der Stiel 8, der in Fig. 12 dargestellt ist, unterscheidet sich von dem der Fig. 11 einzig und allein durch die Anwesenheit einer hohlen Muffe 16, die ein großes Volumen 19 festlegt, wobei die Muffe wie in Fig. 11 mit einer Belüftungs- oder Füllöffnung 16a ausgestattet ist. Das Ende 8a der Muffe 16 ist schräg zugeschnitten.
Claims (16)
1. Kapillar-Auftrage-Dosiereinrichtung mit einer Stange (8),
die mit einer Symmetrieachse (A) versehen ist, einem
Griffansatz (6) an einem ersten Ende und mindestens einem Schlitz (10)
an einem zweiten Ende (8a), der längs der Achse der Stange
einmündet, dadurch gekennzeichnet, daß der Schlitz auf einer
vollen Fläche (8b) einmündet, die entsprechend der Achse der
Stange geneigt ist und von mindestens einem Teil des zweiten
Endes der Stange gebildet ist, wobei die genannte geneigte
Fläche sich im wesentlichen in einer Ebene erstreckt.
2. Auftrage-Dosiereinrichtung nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß das zweite Ende (8a) teilweise abgerundet ist.
3. Auftrage-Dosiereinrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, daß der Schlitz mindestens teilweise die
geneigte Fläche schneidet, und zwar bevorzugt in ihrer Mitte.
4. Auftrage-Dosiereinrichtung nach einem der vorangehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das zweite Ende (8a) aus
weichem Material besteht.
5. Auftrage-Dosiereinrichtung nach einem der vorangehenden
Ansprüche dadurch gekennzeichnet, daß das zweite Ende (8a) aus
weichem Zellenmaterial besteht.
6. Auftrage-Dosiereinrichtung nach einem der vorangehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das zweite Ende (8a) mit
einer Beflockung (20) versehen ist.
7. Auftrage-Dosiereinrichtung nach einem der vorangehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das zweite Ende (8a)
mehrere Schlitze (10) aufweist.
8. Auftrage-Dosiereinrichtung nach einem der vorangehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das zweite Ende (8a)
mehrere gekreuzte Schlitze (10) aufweist.
9. Auftrage-Dosiereinrichtung nach einem der vorangehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß sie außerdem ein
Dämpfungssystem (18) zwischen der Stange (8) und dem Griffansatz
(6) aufweist.
10. Auftrage-Dosiereinrichtung nach einem der vorangehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet. daß die Stange (8) hohl ist.
11. Auftrage-Dosiereinrichtung nach einem der vorangehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Stange (8) mit
mindestens einer Rille (14) versehen ist, die in den Schlitz (10)
einmündet.
12. Auftrage-Dosiereinrichtung nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß die Rille(n) (14) parallel zur Achse (A)
ausgerichtet ist bzw. sind.
13. Auftrage-Dosiereinrichtung nach einem der vorangehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Stange (8) hohl ist
und eine seitliche Öffnung (16a) aufweist, die in die hohle
Stange einmündet.
14. Pflege- oder Schminkanordnung (1) mit einem Behälter (2),
der mit einem Hals (5) versehen ist und ein flüssiges Produkt
(4) zur Pflege oder zum Schminken enthält, einem Griffansatz
(6), der dazu eingerichtet ist, den Behälter verschließen zu
können, und einer Auftrage-Dosiereinrichtung, die eine Stange
(8) aufweist, die mit einer Symmetrieachse (A) versehen ist,
mit einem ersten Ende fest mit dem Griffansatz (6) verbunden
ist und an einem zweiten Ende (8a) mindestens einen Schlitz
(10) aufweist, der längs der Achse der Stange einmündet,
dadurch gekennzeichnet, daß der Schlitz auf einer vollen Fläche
(8b) einmündet, die entsprechend der Achse der Stange geneigt
ist und von mindestens einem Teil des zweiten Endes der Stange
gebildet ist, wobei die genannte geneigte Fläche sich im
wesentlichen in einer Ebene erstreckt.
15. Pflege- oder Schminkanordnung (1) für Fingernägel, mit
einem Behälter (2), der mit einem Hals (5) versehen ist und ein
flüssiges Produkt (4) zur Pflege oder zum Schminken der
Fingernägel enthält, einem Griffansatz (6), der dazu eingerichtet
ist, den Behälter verschließen zu können, und einer Auftrage-
Dosiereinrichtung mit einer Stange (8), die mit einer
Symmetrieachse (A) versehen ist, mit einem ersten Ende fest mit dem
Griffansatz (6) verbunden ist und an einem zweiten Ende (Sa)
mindestens einen Schlitz (10) aufweist, der längs der Achse der
Stange einmündet, dadurch gekennzeichnet, daß der Schlitz auf
einer vollen Fläche (8b) einmündet, die entsprechend der Achse
der Stange geneigt ist und von mindestens einem Teil des
zweiten Endes der Stange gebildet ist, wobei die genannte geneigte
Fläche sich im wesentlichen in einer Ebene erstreckt.
16. Anordnung nach einem der Ansprüche 14 und 15, dadurch
gekennzeichnet, daß sie außerdem ein Element zur
Flüssigkeitsentfernung (9) aufweist, das die Stange umgibt und auf
dem Hals (5) des Behälters angebracht ist.
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