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DE69420301T2 - Antigeschwürmittel - Google Patents

Antigeschwürmittel

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Publication number
DE69420301T2
DE69420301T2 DE1994620301 DE69420301T DE69420301T2 DE 69420301 T2 DE69420301 T2 DE 69420301T2 DE 1994620301 DE1994620301 DE 1994620301 DE 69420301 T DE69420301 T DE 69420301T DE 69420301 T2 DE69420301 T2 DE 69420301T2
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
product
rice
extract
germinated rice
composition according
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired - Lifetime
Application number
DE1994620301
Other languages
English (en)
Other versions
DE69420301D1 (de
Inventor
Takashi Tokuyama
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Soken Co Ltd
Original Assignee
Soken Co Ltd
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Priority claimed from JP34940693A external-priority patent/JP3678436B2/ja
Application filed by Soken Co Ltd filed Critical Soken Co Ltd
Publication of DE69420301D1 publication Critical patent/DE69420301D1/de
Application granted granted Critical
Publication of DE69420301T2 publication Critical patent/DE69420301T2/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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  • Medicines Containing Plant Substances (AREA)

Description

  • Die vorliegende Erfindung betrifft ein Mittel zur Behandlung von Geschwüren, das aus gekeimten Reis erhältlich ist, und eine Aktivität aufweist, die bei oraler oder subkutaner Applikation sowohl zur Prophylaxe als auch zur Behandlung von Geschwüren nützlich ist.
  • Die Verwendungen von Reis, die bisher entwickelt wurden, umfassen "sake", "shochu" (japanische Spirituosen, die durch Destillation aus Reis gewonnen werden), Essig und "koji" (Malz-Reis), sowie die Verwendung als Grundnahrungsmittel und daher besitzt Reis seit langem eine unersetzliche Bedeutung für das Leben der Menschen. Ferner ist die Verwendung einer kleinen Reis-Kleie ("rice-bran bag") Tasche für kosmetische Zwecke im Stand der Technik bekannt. Somit war Reis bisher als einfaches Grundnahrungsmittel oder Stärke-Quelle bekannt, und es mangelte an der Erkenntnis, daß Reis eine Substanz mit therapeutischer Aktivität ist, oder daß dieser Wirkstoff nutzbringend verwendet werden kann.
  • Das tägliche Leben verursacht viel Streß und die Wahrscheinlichkeit unter derartigem Streß zu leiden, ist sowohl durch kaleidoskopische Veränderungen der täglichen Umgebung als auch durch eine Zunahme der Komplexität der persönlichen Verhältnisse gestiegen. Auch die Wahrscheinlichkeit der Aufnahme einer Vielzahl von Eßwaren, die in der Natur nicht vorkommen, ist gestiegen.
  • Durch diese Faktoren ist die Anzahl der Personen, die beispielsweise an einem Magen-Geschwür oder einem Zwölffingerdarm-Geschwür erkranken, gestiegen und verschiedene Mittel gegen Ge schwüre wurden entwickelt und werden eingesetzt. Die Mittel gegen Geschwüre, die heute verwendet werden, können im wesentlichen in Verdauungs-Sedativa, Magengssaftsekretions-Sedativa, sowie Mittel, die Schleimhaut schützende Gewebe heilen, eingeteilt werden, und sind oral oder subkutan applizierbar. Diese Zusammensetzungen sind jedoch isolierte oder synthetisierte Arzneimittel, wobei jedes Arzneimittel Nebeneffekte aufweist, weshalb die Beschränkung der Anwendung auf die Indikationen und die Dosierung wesentlich ist. Ein Mittel gegen Geschwüre, das effektiv und sicher ist, wurden bisher noch nicht entwickelt oder verwendet.
  • Da diese konventionellen Mittel gegen Geschwüre unter dem Sicherheitsaspekt nicht regelmäßig eingenommen werden können, können sie weder für Prophylaxe noch zur Verhütung eines Rückfalls verwendet werden. Auf der anderen Seite wurden zur Präventivbehandlung von Geschwüren nur Arzneimittel gegen intestinale Erkrankungen und solche Mittel eingesetzt, die eine Sekretion der Magensäfte hemmen, die man nicht wirklich als Mittel zur Präventivbehandlung von Geschwüren bezeichnen kann.
  • Die Nebeneffekte der Arzneimittel auf Menschen sind derzeit ein Problem und daher ist die Entwicklung eines Arzneimittels, das gegen Geschwüre wirkt, ein Naturprodukt ist, keine Nebenwirkungen aufweist und in einem Umfang sicher ist, daß eine Verwendung des Arzneimittels zur Präventivbehandlung oder als Mittel zur Verhütung eines Rückfalls verwendet werden kann.
  • Der Erfinder hat bereits ein Mittel gegen Geschwüre entwickelt, daß in der ungeprüften, veröffentlichten japanischen Patentanmeldung Nr. 4-210645 (210645/1962) offenbart wird. Die Entwicklung eines Mittels gegen Geschwüre, das einfacher und preiswerter erzeugt werden kann, und das eine Aktivität gegen Geschwüre aufweist, die gleich groß oder größer ist, wie die der vorhergehenden Erfindung, konnte noch nicht erzielt werden.
  • Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein natürliches Mittel gegen Geschwüre zur Verfügung zu stellen, daß von gekeimtem Reis erhältlich ist, eine ausgezeichnete Aktivität gegen Geschwüre aufweist, das billig und sicher in der Anwendung ist, sogar wenn es regelmäßig zur Prävention oder zur Verhütung eines Rückfalls des Geschwürs verwendet wird.
  • Der Erfinder hat verschiedene Bestandteile von Gemüse untersucht, die sich um Reis drehen, welches unter dem Gesichtspunkt der Harmonisierung der Umwelt von Tieren und Pflanzen das Grundnahrungsmittel ist. Dabei ist deutlich geworden, daß Reis viele Möglichkeiten und Aktivitäten aufweist, die bisher nicht vorhersehbar waren. Reis, das als Grundnahrungsmittel verwendet wurde und dessen Sicherheit somit bewiesen ist, wurde zum Gegenstand verschiedener Untersuchungen bezüglich seiner allgemeinen Verwendbarkeit gemacht, und insbesondere im Hinblick auf Mittel gegen Geschwüre, die aus Reis erhältlich sind. Während des Verlaufes dieser Untersuchungen wurde festgestellt, daß Reis und gekeimter Reis jeweils einen Bestandteil enthalten, der sehr bemerkenswerte Aktivität gegen Geschwüre aufweist, sowohl bei oraler als auch bei subkutaner Applikation, und die vorliegende Erfindung basiert auf diesen Entdeckungen.
  • Der Bestandteil, der die Aktivität gegen Geschwüre aufweist und der in gekeimtem Reis enthalten ist, konnte noch nicht identifiziert werden, aber es konnte bestätigt werden, daß Reis und gekeimter Reis in den unten dargestellten Formen eine Aktivität gegen Geschwüre aufweist:
  • (1) Das vermahlene Produkt aus gekeimtem Reis selbst oder eine Zusammensetzung, welche das vermahlene Produkt enthält.
  • (2) Extrakt aus gekeimtem Reis oder eine Zusammensetzung, die den Extrakt enthält.
  • (3) Das Produkt, das durch enzymatischen Verdau des oder durch Zugabe von "koji" (Malz-Reis) zu dem hydrierten Produkt aus Reis oder gekeimtem Reis erhältlich ist oder eine Zusammensetzung, welche das vorstehend genannte Produkt enthält.
  • (4) Das durch Extraktion des gekeimten Reis erhältliche Produkt, wobei das Produkt einer enzymatischen Verdauung oder einer Zugabe von "koji" vor, während oder nach der Extraktion unterworfen wird, oder eine Zusammensetzung, welche das vorstehend genannte Produkt enthält.
  • (5) Das Produkt, das durch alkoholische Gärung oder organische Säure-Gärung eines Extraktes von gekeimten Reis, oder durch alkoholische Gärung oder organischer Säure-Gärung des Produktes erhältlich ist, welches gewonnen wird, indem man Reis oder gekeimten Reis einem Enzym-Verdau oder einer "koji"-Behandlung unterwirft, oder eine Zusammensetzung, welche das Gärungsprodukt eines Enzym-Abbaus oder einer "koji"-Behandlung enthält.
  • Die vorliegende Erfindung wird nachfolgend detailliert beschrieben.
  • Der Begriff "Reis" bezeichnet im Rahmen der vorliegenden Erfindung irgendeinen Reis, der entweder in Japan oder in einem anderen Land geerntet wurde. Im Rahmen der vorliegenden Erfindung wird gekeimter Reis verwendet.
  • Ferner, da der Wirkstoff aus gekeimtem Reis gegenüber Hitze und Licht stabil ist, können die oben genannten Rohstoffe einer Denaturierung der Oberfläche unterworfen werden, wie beispeilsweise Eintauchen, Kochen, Grillen (darunter Grillen auf Sand, Grillen auf einem Netz und Grillen mit heißer Luft), Koch-Grillen und Lyophilisierung; Denaturierung durch Licht, beispielsweise durch UV-Bestrahlung; Druck-Grillen, wie Reis-Klümpchen; oder Behandlung des Rohmaterials durch Frittieren. Die Aktivität der Bestandteile wird durch die vorgenannten Behandlungen auch nicht verändert.
  • Gekeimter Reis kann so verwendet werden, wie er ist; vom Standpunkt einer praktischen Verwendung ist es jedoch bevorzugt, diesen als vermahlenes Produkt zu verwenden. Zur Pulverisierung des gekeimten Reis durch Vermahlen können allgemein bekannte Verfahren unter Verwendung einer Mühle oder einer Reis-Säuberungsmaschine eingesetzt werden.
  • Um Reis keimen zu lassen, werden die embryonalen Knospen in Wasser eingetaucht oder Wasser wird auf embryonale Reis-Knospen gesprüht, um eine Keimung zu bewirken. Die Temperatur bei der Keimung kann von 5ºC bis 70ºC betragen. Wenn der Reis jedoch keimt, gibt es keine Beschränkungen der Temperatur und der Zeit für das Keimen. Da die Möglichkeit besteht, daß das Wasser während des Keimens verfault, ist es ferner bevorzugt, das Wasser zu erneuern oder ein antiseptisches Mittel zuzugeben, um ein Verfaulen zu verhindern.
  • Im Rahmen der vorliegenden Erfindung wird mit dem Begriff "Keimen" jede Phase des Verfahrens des Keimens des Reis bezeichnet, von unmittelbar vor der Keimung bis zu vollständig gekeimten Reis. Gekeimter Reis wird nach gründlichem Waschen verwendet und der Reis kann gegebenenfalls getrocknet werden.
  • Wenn, bei der Extraktion von gekeimtem Reis oder während der "koji"-Behandlung von Reis oder von gekeimtem Reis das Ausgangsmaterial Reis oder gekeimter Reis zu einer granulären Form oder zu einem Pulver vermahlen wird, wird die Oberfläche des Ausgangsmaterials vergrößert, um die Effizienz zu steigern. Das Ausgangsmaterial muß nicht vermahlen werden, in diesem Fall wird jedoch eine längere Zeit für die Zersetzung oder Extraktion des Reis-Gewebes benötigt.
  • Bei der Extraktion von gekeimtem Reis mit Wasser wird die Ausbeute durch Erhöhung der Extraktionstemperatur, gesteigert, aber auch bei einer geringen Temperatur kann eine ausreichende Extraktion erfolgen. Wenn die Extraktionstemperatur jedoch weniger als 40ºC beträgt, ist es bevorzugt, daß man den pH-Wert des Systems auf einen sauren oder alkalinen Bereich einstellt, oder daß man ein Antiseptikum oder Alkohol zu dem System gibt, um ein Faulen des gekeimten Reis zu verhindern.
  • Unter der Voraussetzung, daß der Wirkstoff extrahiert wird, kann die Extraktionszeit lang oder kurz sein, und kann in Abhängigkeit der Extraktionstemperatur bestimmt werden. Die Extraktion kann ferner unter gesteigertem, normalem oder verringertem Druck durchgeführt werden.
  • Wenn der gekeimte Reis mit Wasser extrahiert wird, besteht das größte Problem in dem Phänomen der Gelatinisierung. Wenn Reis gelatiniert, verringert sich nicht nur die Extraktionseffizienz, sondern die praktische Durchführung der Extraktion wird auch sehr schwierig. Um das Auftreten der Gelatinisierung des Reis zu verhindern, kann die Extraktion in Gegenwart einer Amylase durchgeführt werden, oder das System kann mittels Salzsäure angesäuert werden, um die Stärke zu zerkleinern. Durch Anwendung des vorgenannten Verfahrens kann das Problem ausreichend gelöst werden und bei der praktischen Durchführung des Verfahrens werden keine Probleme entstehen.
  • Da der Wirkstoff im Extrakt in Gegenwart einer Säure oder eines alkalischen Agens stabil ist, kann eine saure oder alkalische Zersetzungs-Extraktion durchgeführt werden. In diesem Fall kann gegebenenfalls anschließend eine Neutralisierung und Entsalzung durchgeführt werden.
  • Selbst bei Extraktion mit einem organischen Lösungsmittel ist es bevorzugt, den Reis oder den gekeimten Reis während der Extraktion so fein wie möglich zu vermahlen oder zu pulverisieren. Als organische Lösungsmittel können organische Lösungsmittel im allgemeinen, wie beispielsweise Ethanol, Aceton, n-Hexan oder Methanol verwendet werden, da jedoch jedes organische Lösungsmittel, das giftig für Menschen ist, vollständig aus dem Extrakt entfernt werden muß, ist die Verwendung eines organischen Lösungsmittels, das nicht giftig für Menschen ist, bevorzugt.
  • Ferner kann der gekeimte Reis einem enzymatischen Verdau oder einer "koji" Behandlung unterworfen werden. Der Begriff "enzymatischer Verdau" wird im Rahmen der vorliegenden Erfindung verwendet, um die Einwirkung eines oder mehrerer Arten von Enzymen, wie beispielsweise amylolitische Enzyme, proteolytische Enzyme, Lipase, ein Faser-abbauendes Enzym, ein Lignin-abbauendes Enzym oder ein Pektin-abbauendes Enzym, auf gekeimten Reis zu bezeichnen.
  • Ferner gibt es keine Beschränkungen im Hinblick auf die Art der "koji-"Form oder die Linie oder der Art des Reis, die für die Herstellung von "koji" verwendet werden. Bei Durchführung der oben beschriebenen Extraktion kann zudem der obige Enzym-Verdau oder die "koji" Behandlung vor" während oder nach der Extraktion durchgeführt werden.
  • Wenn eine alkoholische Gärung oder eine organische Säure Gärung, wie beispielsweise eine Milchsäurefermentation oder eine Essigsäure-Gärung gleichzeitig mit oder nach der oben beschriebenen Behandlung durchgeführt wird, steigt die Ausbeute der Behandlung, wie im folgenden beschrieben.
  • Zunächst ist festzustellen, daß, wenn eine alkoholische Gärung durchgeführt wird, die Konzentration des behandelten Produktes erleichtert wird, wodurch eine einfache Konzentration des Wirkstoffes möglich ist. Eine Milchsäure-Gärung verbessert ferner den Geschmack des Produktes, für den Fall, daß das Produkt beispielsweise in Getränken verwendet werden soll, und durch Anwendung einer Milchsäure-Gärung kann das Produkt als Gewürzflüssigkeit, beispielsweise als Essig, verwendet werden. Durch Verwendung einer organischen Säure Gärung findet das Produkt daher eine breite Anwendbarkeit.
  • Das wie oben beschrieben erhältliche Produkt der vorliegenden Erfindung kann ohne Abtrennung der Reststoffe oder nach Kompression und/oder Filtration verwendet werden. Wenn das Produkt so verwendet wird, wie es ist, sollte es einer Sterilisierung zur Entfernung von Pilzen unterzogen werden. Ferner kann das Produkt getrocknet und beispielsweise als Granulat oder als Tabletten verwendet werden. Schließlich kann das Produkt nach Vermischung mit verschiedenen Nahrungsmitteln verwendet werden.
  • Nachfolgend wird die Aktivität des erfindungsgemäßen Produktes gegen Geschwüre beschrieben.
  • Prophylaktische Wirkung auf das Auftreten Streß-bedingter Geschwüre:
  • Um die Aktivität des erfindungsgemäßen Produktes als Mittel gegen Geschwüre zu ermitteln, wurden die Wirkungen bei oraler Applikation auf ein Streß-Geschwür aufgrund von kontrolliertem Eintauchen in Wasser untersucht. Das Verfahren wurde entprechend dem Verfahren von Watanabe et al. wie folgt durchgeführt:
  • Nachdem man männliche 8 Wochen alte Mäuse der ddY-Serie über 24 Stunden fasten ließ, wurde das Produkt, das nach einem der nachfolgenden Beispiele erhalten wurde, den Mäusen oral in einer Konzentration von 0,3 ml/Maus gegeben. Nach 30 Minuten wurden die Mäuse in ein Streß-Gerät gesteckt und in Wasser bei 15ºC bis zum Xiphisternum jeder Maus eingetaucht, wodurch ein kontrollierter Streß durch Eintauchen in Wasser erzeugt wird. Nach 5 Stunden wurde jede Maus durch Luxation der zervikalen Wirbel geschlachtet und der Magen wurde entnommen. Anschließend wurden 1,5 ml einer 1%igen Formalinlösung in den Magen infundiert, wonach der Magen in der Lösung eingetaucht und für 24 Stunden stehen gelassen wurde, wodurch das Gewebe geringfügig fixiert wurde. Anschließend wurde der Magen entlang der Curvatura ven triculi major eingeschnitten, die Länge (mm) jeder Verletzung die sich an den Drüsen des Magens gebildet hatten, gemessen und die Summe aller Verletzungen pro Maus wurde als Geschwür-Koeffizient dargestellt.
  • Zur Kontrolle wurde ferner dieselbe Menge einer isotonischen Natriumchloridlösung den Mäusen oral appliziert, 30 Minuten bevor sie in das Streß-Gerät gesetzt wurden.
  • Für jeden Test wurden 15 Mäuse verwendet. Die Ergebnisse werden im folgenden in Tabelle 1 dargestellt. Tabelle 1
  • (*): Das Produkt wurde, wie in Beispiel 4 dargestellt, unter Verwendung von klebrigem Mais erhalten.
  • (**): Isotonische Natriumchloridlösung wurde verwendet.
  • Es kann festgestellt werden, daß Tabelle 1 zeigt, daß der durchschnittliche Geschwür-Koeffizient in den Mäusen, die eine isotonische Natriumchloridlösung als Kontrolle erhielten 25,2 betrug, während der durchschnittliche Geschwür-Koeffizient in den Mäu sen, die mit dem erfindungsgemäßen Produkt behandelt wurden, in allen Fällen sehr gering war. Dies zeigt klar, daß eine orale Gabe des erfindungsgemäßen Produktes als Mittel gegen Geschwüre für Streß-Geschwüre aufgrund von kontrolliertem Eintauchen in Wasser wirksam ist.
  • Im Ergebnis konnte bestätigt werden, daß das erfindungsgemäße Produkt unmittelbar auf die Schleimhaut des Magens und des Dünndarms wirkt, wobei das Mittel eine ausreichende Aktivität gegen Geschwüre aufweist.
  • Ferner wurde die prophylaktische Auswirkung des Reis-Kleie-Extraktes, der durch Behandlung von Reis-Kleie erhältlich ist, welche durch Reinigen von Reis, wie in Beispiel 4 dargestellt, gewonnen wird, wie oben beschrieben analysiert, wobei nicht nur der Extrakt keine Auswirkungen zeigte, sondern sogar eine Tendenz bestand, den Geschwür-Koeffizient zu steigern.
  • Als nächstes wurden die Wirkungen bei subkutaner Applikation der erfindungsgemäßen Produkte auf ein Streß-Geschwür aufgrund von kontrolliertem Eintauchen in Wasser analysiert. Dieses Verfahren wurde entsprechend dem oben dargestellten Verfahren von Watanabe et al. für die orale Applikation ausgeführt.
  • 15 Mäuse (Kontrollen), die subkutan 0,3 ml einer isotonischen Natriumlösung erhalten hatten" und 15 Mäuse, die subkutan das nach irgendeinem der Beispiele gewonnene, erfindungsgemäße Produkt erhalten hatten, wurden für 30 Minuten stehen gelassen und in ein Streß-Gerät gesetzt. Ein kontrollierter Streß durch Eintauchen in Wasser wurde den Mäusen appliziert und die Auswirkungen der subkutanen Applikation der erfindungsgemäßen Produkte auf die Streß-Geschwüre aufgrund von kontrolliertem Eintauchen in Wasser wurden bestimmt. Die Ergebnisse werden nachfolgend in Tabelle 2 dargestellt. Tabelle 2
  • (*), (**): Dieselbe Bedeutung wie für Tabelle 1, oben, dargestellt.
  • Es kann festgestellt werden, daß Tabelle 2 zeigt, daß der durchschnittliche Geschwür-Koeffizient für die Mäuse, die 0,3 ml einer isotonischen Kochsalzlösung erhalten hatten, 26,1 betrug, während der durchschnittliche Geschwür-Koeffizient der Mäuse, die subkutan 0,3 ml eines der erfindungsgemäßen Produkte erhalten hatten, in allen Fällen sehr gering war. Dieses Ergebnis zeigt, daß die subkutane Applikation des erfindungsgemäßen Pro duktes als Mittel gegen Geschwüre wirksam ist.
  • Die oben dargestellten Tatsachen, nämlich daß das erfindungsgemäße Produkt eine ausreichende Wirkung als Mittel gegen Geschwüre bei subkutaner Applikation aufweist, zeigt, daß das erfindungsgemäße Produkt nicht nur einen unmittelbaren Einfluß auf die Schleimhaut hat, sondern auch, daß das Produkt einen Bestandteil aufweist, der in ausreichendem Umfang in der Lage ist, das Auftreten von Magengeschwüren durch das Blut im wesentlichen zu hemmen.
  • Durch die oben dargestellten Ergebnisse konnte bestätigt werden, daß das erfindungsgemäße Produkt zur Prophylaxe gegen das Auftreten von Streß-Geschwüren ausreichend aktiv ist, was auf einem Bestandteil basiert, der sowohl bei oraler als auch subkutaner Applikation wirksam ist.
  • Als nächstes wurden die Auswirkungen einer Behandlung von Magengeschwüren bei Mäusen mit den erfindungsgemäßen Produkten analysiert.
  • Bislang wurden zur Bestimmung der Auswirkungen einer Behandlung von Geschwüren bei Verwendung von Ratten entweder (1) ein "shochu" Magengeschwür oder (2) ein Essigsäuregeschwür verwendet. Im Rahmen der vorliegenden Erfindung wird demgegenüber ein Verfahren verwendet, das es ermöglicht, die Auswirkungen einer Behandlung eines Geschwürs unter Verwendung von Mäusen einfach zu bestimmen, und das Verfahren wurde dazu verwendet, die Auswirkungen auf Magengeschwüre von Mäusen zu bestimmen. Das Verfahren wird wie folgt durchgeführt.
  • Nachdem man männliche Mäuse der ddY-Serie für 24 Stunden fasten ließ, wurden die Mäuse in ein Streß-Gerät gestellt und bei 15ºC bis zum Xiphisternum jeder Maus in Wasser eingetaucht, um einen kontrollierten Streß durch Eintauchen in Wasser zu applizieren. Nach 5 Stunden wurden jeder Maus 0,3 ml des erfindungsgemäßen Produktes unmittelbar oral appliziert. Nach weiteren 2 Stunden wurden die Mäuse durch Luxation der zervikalen Wirbel geschlachtet und der Magen entnommen. Anschließend wurden 1,5 ml einer 1%igen Formalinlösung in den Magen infundiert, der Magen wurde weiterhin in der Lösung eingetaucht, wodurch der Magen leicht fixiert wurde und schließlich wurde der Geschwür-Koeffizient bestimmt.
  • Zur Kontrolle wurde eine isotonische Kochsalzlösung Mäusen oral appliziert.
  • In diesem Nachweisverfahren wurden in jeder Testgruppe 15 Mäuse verwendet.
  • Die so erhaltenen Ergebnisse werden nachfolgend in Tabelle 3 gezeigt. Tabelle 3
  • (*), (**): Haben dieselben Bedeutung wie in Tabelle 1.
  • Aus den in der obigen Tabelle gezeigten Ergebnissen des durchschnittlichen Geschwür-Koeffizienten kann die Schlußfolgerung gezogen werden, daß im Gegensatz zur Applikation einer isotonischen Natriumchloridlösung die Auswirkung der oralen Applikation des erfindungsgemäßen Produktes auf ein Magengeschwür in allen Fällen eindeutig ausreichend war.
  • Die vorliegende Erfindung wird im folgenden durch die Beispiele weiter beschrieben.
  • Beispiel 1
  • Reis wurde zum Keimen gebracht, indem man 1 kg Reis mit Keimen für 3 Tage bei 25ºC in Wasser tauchte. Der gekeimte Reis wurde nach gründlichem Waschen für 24 Stunden bei 50ºC getrocknet und vermahlen, um 990 g des erfindungsgemäßen Produktes zu erhalten.
  • Vergleichsbeispiel 2
  • Polierter Reis wurde in einer Mühle vermahlen, um 500 g eines vermahlenen Produktes zu erhalten. Zu dem vermahlenen Produkt wurden 1500 ml Wasser gegeben und nachdem der pH-Wert mittels Salzsäure gesenkt worden war, wurde die Mischung für 10 Tage stehen gelassen. Anschließend wurde die Mischung mittels einer Presse abgepreßt, eine klare Flüssigkeit wurde erhalten und neutralisiert, um 1200 ml des erfindungsgemäßen Produktes und 760 g an Reststoffen zu erhalten.
  • Beispiel 3
  • Weitere 1190 ml des erfindungsgemäßen Produktes wurden erhalten, indem man das in Beispiel 2 beschriebene Verfahren unter Verwendung von 500 g des gemäß Beispiel 1 erhaltenen Produktes durchführte.
  • Vergleichsbeispiel 4
  • Polierter Reis wurde in einer Mühle vermahlen, um 500 g des vermahlenen Produktes zu erhalten. Zu dem vermahlenen Produkt wurden 10 g eines gelösten Enzyms und 1500 ml Wasser zugegeben. Anschließend erhöhte man die Temperatur der Mischung schrittweise, extrahierte bei kochender Temperatur für 5 Minuten und kühlte den Extrakt. Schließlich wurde der Extrakt mittels einer Presse abgepreßt, um 1420 ml des erfindungsgemäßen Produktes und 560 g an Reststoffen zu erhalten.
  • Beispiel 5
  • Weitere 1400 ml des erfindungsgemäßen Produktes wurden erhalten, indem man das in Beispiel 4 beschriebene Verfahren unter Verwendung von 500 g des gemäß Beispiel 1 erhaltenen Produktes durchführte.
  • Vergleichsbeispiel 6
  • Polierter Reis wurde in einer Mühle vermahlen, um 500 g des vermahlenen Produktes zu erhalten. Zu dem vermahlenen Produkt wurden 1500 ml einer wäßrigen 2 N Natriumhydroxidlösung gegeben und die so erhaltene Mischung wurde für 5 Tage stehen gelassen. Anschließend wurde die Mischung mittels einer Presse abgepreßt, um 1350 ml einer klaren Flüssigkeit und 650 g an Reststoffen zu erhalten. Durch Neutralisierung der klaren Flüssigkeit mit 10 N Salzsäure wurden 1480 ml des erfindungsgemäßen Produktes erhalten.
  • Beispiel 7
  • Weitere 1490 ml des erfindungsgemäßen Produktes wurden erhalten, indem man das in Beispiel 6 beschriebene Verfahren unter Verwendung von 500 g des gemäß Beispiel 1 erhaltenen Produktes durchführte.
  • Vergleichsbeispiel 8
  • Polierter Reis wurde in einer Mühle vermahlen, um 500 g an vermahlenem Produkt zu erhalten. Zu dem vermahlenen Produkt wurden 1500 ml 95%iger Alkohol gegeben und die Mischung wurde für 5 Tage stehen gelassen. Anschließend wurde die Mischung mittels einer Presse abgepreßt, um 1300 ml der klaren Flüssigkeit und 650 g an Reststoffen zu erhalten. Zu der klaren Flüssigkeit wurden 2000 ml Wasser gegeben und die flüssige Mischung wurde in einem Rotationsverdampfer konzentriert, um 1500 ml des erfindungsgemäßen Produktes zu erhalten.
  • Beispiel 9
  • Weitere 1500 ml des erfindungsgemäßen Produktes wurden erhalten, indem man das in Beispiel 8 beschriebene Verfahren unter Verwendung von 500 g des gemäß Beispiel 1 erhaltenen Produktes durchführte.
  • Vergleichsbeispiel 10
  • Polierter Reis wurde in einer Mühle vermahlen, um 500 g an vermahlenem Produkt zu erhalten. Zu dem vermahlenen Produkt wurden 300 g an "koji" und 1500 ml Wasser gegeben und die Mischung wurde für 20 Stunden bei 55ºC stehen gelassen. Anschließend wurde die Mischung mittels einer Presse abgepreßt, um 1230 ml des erfindungsgemäßen Produktes und 1000 g an Reststoffen zu erhalten.
  • Beispiel 11
  • Weitere 1230 ml des erfindungsgemäßen Produktes wurden erhalten, indem man das in Beispiel 10 beschriebene Verfahren unter Verwendung von 500 g des gemäß Beispiel 1 erhaltenen Produktes durchführte.
  • Vergleichsbeispiel 12
  • Polierter Reis wurde in einer Mühle vermahlen, um 500 g an vermahlenem Produkt zu erhalten. Zu dem vermahlenen Produkt wurden 2 g proteolytische Enzyme und 1500 ml Wasser gegeben und die so erhaltene Mischung wurde für 2 Stunden bei 50ºC stehen gelassen. Anschließend wurde die Mischung mittels einer Presse abgepreßt, um 1310 ml des erfindungsgemäßen Produktes und 670 g an Reststoffen zu erhalten.
  • Beispiel 13
  • Weitere 1380 ml des erfindungsgemäßen Produktes wurden erhalten, indem man das in Beispiel 12 beschriebene Verfahren unter Verwendung von 500 g des gemäß Beispiel 1 erhaltenen Produktes durchführte.
  • Vergleichsbeispiel 14
  • Polierter Reis wurde in einer Mühle vermahlen, um 500 g an ver mahlenem Produkt zu erhalten. Zu dem vermahlenen Produkt wurden 2 g Lipase und 1500 ml Wasser gegeben und die so erhaltene Mischung wurde für 20 Stunden bei 50ºC stehen gelassen. Anschließend wurde die Mischung mittels einer Presse abgepreßt, um 1290 ml des erfindungsgemäßen Produktes und 680 g an Reststoffen zu erhalten.
  • Beispiel 15
  • Weitere 1360 ml des erfindungsgemäßen Produktes wurden erhalten, indem man das in Beispiel 14 beschriebene Verfahren unter Verwendung von 500 g des gemäß Beispiel 1 erhaltenen Produktes durchführte.
  • Vergleichsbeispiel 16
  • Polierter Reis wurde in einer Mühle vermahlen, um 500 g an vermahlenem Produkt von poliertem Reis zu erhalten. Zu dem vermahlenen Produkt wurden 2 g eines Faser-abbauenden Enzyms und 1500 ml Wasser gegeben und die so erhaltene Mischung wurde für 20 Stunden bei 50ºC stehen gelassen. Anschließend wurde die Mischung mittels einer Presse abgepreßt, um 1330 ml des erfindungsgemäßen Produktes und 650 g an Reststoffen zu erhalten.
  • Beispiel 17
  • Weitere 1370 ml des erfindungsgemäßen Produktes wurden erhalten, indem man das in Beispiel 16 beschriebene Verfahren unter Verwendung von 500 g des gemäß Beispiel 1 erhaltenen Produktes durchführte.
  • Vergleichsbeispiel 18
  • Polierter Reis wurde in einer Mühle vermahlen, um 500 g an vermahlenem Produkt zu erhalten. Zu dem vermahlenen Produkt wurden 2 g amylolytische Enzyme und 1500 ml Wasser gegeben und die so erhaltene Mischung wurde für 20 Stunden bei 55ºC stehen gelassen. Anschließend wurde die Mischung mittels einer Presse abgepreßt, um 1380 ml des erfindungsgemäßen Produktes und 600 g an Reststoffen zu erhalten.
  • Beispiel 19
  • Weitere 1400 ml des erfindungsgemäßen Produktes wurden erhalten, indem man das in Beispiel 18 beschriebene Verfahren unter Verwendung von 500 g des gemäß Beispiel 1 erhaltenen Produktes durchführte.
  • Vergleichsbeispiel 20
  • Polierter Reis wurde in einer Mühle vermahlen, um 500 g an vermahlenem Produkt zu erhalten. Zu dem vermahlenen Produkt wurde 2 g eines Pektin-abbauenden Enzyms und 1500 ml Wasser gegeben und die so erhaltene Mischung wurde für 20 Stunden bei 50ºC stehen gelassen. Anschließend wurde die Mischung mittels einer Presse abgepreßt, um 1320 ml des erfindungsgemäßen Produktes und 660 g an Reststoffen zu erhalten.
  • Beispiel 21
  • Weitere 1300 ml des erfindungsgemäßen Produktes wurden erhalten, indem man das in Beispiel 20 beschriebene Verfahren unter Verwendung von 500 g des gemäß Beispiel 1 erhaltenen Produktes durchführte.
  • Vergleichsbeispiel 22
  • Polierter Reis wurde in einer Mühle vermahlen, um 500 g an vermahlenem Produkt von poliertem Reis zu erhalten. Zu dem vermahlenen Produkt wurden 2 g eines proteolytischen Enzyms, 2 g Lipase, 2 g eines Faser-abbauenden Enzyms, 2 g eines amylolytischen Enzyms, 2 g eines Pektin-abbauenden Enzyms und 1500 ml Wasser gegeben und die so erhaltene Mischung wurde für 20 Stunden bei 50ºC stehen gelassen. Anschließend wurde die Mischung mittels einer Presse abgepreßt, um 1420 ml des erfindungsgemäßen Produktes und 560 g an Reststoffen zu erhalten.
  • Beispiel 23
  • Weitere 1440 ml des erfindungsgemäßen Produktes wurden erhalten, indem man das in Beispiel 22 beschriebene Verfahren unter Verwendung von 500 g des gemäß Beispiel 1 erhaltenen Produktes durchführte.
  • Vergleichsbeispiel 24
  • Bei Durchführung des in Beispiel 22 beschriebenen Verfahrens wurden aus poliertem Reis durch Einwirkung von Verdauungsenzymen 2000 g des Produktes erhalten. Anschließend wurde die Temperatur schrittweise erhöht, eine Extraktion bei kochender Temperatur für 5 Minuten durchgeführt und der Extrakt gekühlt. Schließlich wurde der Extrakt mittels einer Presse abgepreßt, um 1400 ml des erfindungsgemäßen Produktes und 550 g an Reststoffen zu erhalten.
  • Beispiel 25
  • Weitere 1420 ml des erfindungsgemäßen Produktes wurden erhalten, indem man das in Beispiel 24 beschriebene Verfahren unter Verwendung von 500 g des gemäß Beispiel 1 erhaltenen Produktes durchführte.
  • Vergleichsbeispiel 26
  • Polierter Reis wurde in einer Mühle vermahlen, um 500 g an vermahlenem Produkt zu erhalten. Zu dem vermahlenen Produkt wurden 300 g "koji" und 1500 ml 40%iger Ethanol gegeben und die so erhaltene Mischung wurde für 48 Stunden bei 55ºC stehen gelassen. Anschließend wurde die Mischung mittels einer Presse abgepreßt, um 1300 ml einer klaren Flüssigkeit und 850 g an Reststoffen zu erhalten. Zu der klaren Flüssigkeit wurden schließlich 1000 ml Wasser gegeben und die Mischung wurde in einem Rotationsverdampfer eingeengt, um 1300 ml des erfindungsgemäßen Produktes zu erhalten.
  • Beispiel 27
  • Weitere 1300 ml des erfindungsgemäßen Produktes wurden erhalten, indem man das in Beispiel 26 beschriebene Verfahren unter Verwendung von 500 g des gemäß Beispiel 1 erhaltenen Produktes durchführte.
  • Vergleichsbeispiel 28
  • Bei Durchführung des in Beispiel 4 beschriebenen Verfahrens wurden 2000 g des Extraktes aus poliertem Reis gewonnen. Zu diesem Extrakt wurden 2 g eines proteolytischen Enzyms, 2 g Lipase, 2 g eines Faser-abbauenden Enzyms, 2 g eines amylolytischen Enzyms und 2 g eines Pektin-abbauenden Enzyms gegeben und die so erhaltene Mischung wurde für 24 Stunden bei 50ºC stehen gelassen. Anschließend wurde die Mischung mittels einer Presse abgepreßt, um 1400 ml des erfindungsgemäßen Produktes und 580 g an Reststoffen zu erhalten.
  • Beispiel 29
  • Weitere 1390 ml des erfindungsgemäßen Produktes wurden erhalten, indem man das in Beispiel 28 beschriebene Verfahren unter Verwendung von 500 g des gemäß Beispiel 1 erhaltenen Produktes durchführte.
  • Vergleichsbeispiel 30
  • Bei Durchführung des in Beispiel 24 beschriebenen Verfahrens wurden aus poliertem Reis durch Einwirkung von Verdauungsenzymen 2000 g des Produktes erhalten. Zu dem Verdauungsenzym-Extrakt wurde Hefe zugegeben und eine alkoholische Gärung wurde durchgeführt. Anschließend wurde das Gärungsprodukt mittels einer Presse abgepreßt, um 1880 ml des erfindungsgemäßen Produktes und 80 g an Reststoffen zu erhalten.
  • Beispiel 31
  • Weitere 1800 ml an erfindungsgemäßem Produkt wurden erhalten, indem man das in Beispiel 30 beschriebene Verfahren unter Verwendung von 500 g des gemäß Beispiel 1 erhaltenen Produktes durchführte.
  • Vergleichsbeispiel 32
  • Bei Durchführung des in Beispiel 24 beschriebenen Verfahrens wurden aus poliertem Reis 2000 g des Verdauungsenzym-Extraktes erhalten. Nach Sterilisierung des Verdauungsenzym-Extraktes durch Kochen, wurde der Extrakt auf 37ºC gekühlt und 200 ml einer durch Kultur von Milchsäurebakterien hergestellten Starterkultur wurden zugegeben, wonach gut gemischt wurde. Anschließend wurde die Mischung fest verschlossen und eine Milchsäure- Gärung wurde für 2 Tage bei 37ºC durchgeführt. Schließlich wurde das Gärungsprodukt mittels einer Presse abgepreßt, um 1380 ml an Produkt und 590 g an Reststoffen zu erhalten.
  • Beispiel 33
  • Weitere 1400 ml des erfindungsgemäßen Produktes wurden erhalten, indem man das in Beispiel 32 beschriebene Verfahren unter Verwendung von 500 g des gemäß Beispiel 1 erhaltenen Produktes durchführte.
  • Vergleichsbeispiel 34
  • Zu 1000 ml des gemäß Beispiel 24 erhaltenen, erfindungsgemäßen Produktes wurden 80 ml 95%iger Ethanol zugegeben und eine Essigsäure-Gärung wurde für 20 Stunden durchgeführt. Das Gärungsprodukt wurde anschließend filtriert, um 990 ml an erfindungsgemäßem Produkt zu erhalten.
  • Beispiel 35
  • Weitere 1000 ml an erfindungsgemäßem Produkt wurden erhalten, indem man das in Beispiel 34 beschriebene Verfahren unter Verwendung von 500 g des gemäß Beispiel 1 erhaltenen Produktes durchführte.
  • Die nachfolgenden Beispiele beschreiben die Herstellung von Tabletten, bei der das erfindungsgemäße Produkt verarbeitet wird, und die Herstellung eines alkoholfreien Getränks unter Verwendung des erfindungsgemäßen Produktes. Die vorliegende Erfindung ist jedoch nicht auf die beispielhaft beschriebenen Herstellungsverfahren beschränkt.
  • Vergleichsbeispiel 36 (Tablette)
  • Mittels Gefriertrocknung wurden 100 g des gemäß Beispiel 24 erhaltenen Produktes getrocknet, wobei 20 g an getrocknetem Produkt erhalten wurden. Unter Verwendung von 10 g des getrockneten Produktes wurden Tabletten wie nachfolgend beschrieben hergestellt:
  • Erfindungsgemäßes Produkt 10 g
  • Polyethylenglykol 6000 10 g
  • Natriumlaurylsulfat 1,5 g
  • Maisstärke 3 g
  • Milchzucker 25 g
  • Magnesiumstearat 0,5 g
  • Nach dem Abwiegen aller oben genannten Bestandteile wurde Polyethylenglykol 6000 auf eine Temperatur von 70 bis 80ºC erhitzt und nach Vermischen mit dem erfindungsgemäßen Produkt, Natriumlaurylsulfat, Maisstärke und Milchzucker wurde die Mischung abgekühlt. Die verfestigte Mischung wurde in einer Mühle granuliert. Anschließend wurden die Granulate mit Magnesiumstearat vermischt und die Mischung wurde tablettiert, um eine Tablette mit einem Gewicht von je 250 mg zu erhalten.
  • Vergleichsbeispiel 37 (Alkoholfreies Getränk)
  • Für dieses Beispiel wurde ein erfindungsgemäßes Produkt verwendet, das gemäß Beispiel 22 erhalten wurde.
  • Erfindungsgemäßes Produkt 15 Gew.-%
  • Süßholz-Extrakt 0,01 Gew.-%
  • Zucker 4 Gew.-%
  • Zitronensaft 2,5 Gew.-%
  • Gereinigtes Wasser 78,49 Gew.-%
  • Durch Vermischung der obengenannten Bestandteile nach im Stand der Technik bekannten Verfahren wurde ein alkoholfreies Getränk erhalten.
  • Wie oben detailliert dargestellt, weist jedes der erfindungsgemäßen Produkte eine bemerkenswerte Aktivität im Hinblick auf Geschwüre der Verdauungsorgane auf. Die Tatsache, daß die erfindungsgemäßen Produkte außerordentliche Wirkungen sowohl bei oraler als auch bei subkutaner Applikation aufweisen, zeigt daß die Produkte sowohl als interne Medizin als auch als Injektionen verwendet werden können und es ist daher davon auszugehen, daß die Produkte eine breite Anwendung finden werden. Es ist von epochaler Bedeutung, daß die Produkte, die eine derart bemerkenswerte Aktivität gegen Geschwüre aufweisen, einfach und preiswert aus Reis erhalten werden können, dessen Sicherheit bewiesen ist.
  • Ferner, sind die erfindungsgemäßen Produkte nicht nur bei der Behandlung von Geschwüren sondern auch bei deren Prophylaxe wirksam, da sogar bei regelmäßiger Einnahme der Produkte keine Probleme entstehen. Die erfindungsgemäßen Produkte stellen daher einen wesentlichen Fortschritt in der Präventivmedizin dar und sind wertvoll, um einen Rückfall von Geschwüren bei bisherigen Patienten zu verhindern.

Claims (12)

1. Zusammensetzung zur Verwendung in der Medizin, welche gekeimten Reis oder einen Extrakt von gekeimtem Reis umfaßt.
2. Zusammensetzung zur Verwendung für die Prophylaxe oder für die Behandlung von Geschwüren, welche gekeimten Reis oder einen Extrakt von gekeimtem Reis umfaßt.
3. Zusammensetzung nach Anspruch 1 oder 2, bei welcher der gekeimte Reis in gemahlener Form oder in Teilchenform vorliegt oder der Extrakt aus gekeimtem Reis in gemahlener Form oder in Teilchenform gewonnen wird.
4. Zusammensetzung nach den Ansprüchen 1, 2 oder 3, bei welcher der Extrakt erhalten wird, indem man gekeimten Reis hydriert, bei einer Temperatur zwischen Raumtemperatur und 40ºC stehen läßt und das flüssige Produkt abtrennt.
5. Zusammensetzung nach Anspruch 1 oder 2, bei welcher der Extrakt erhalten wird, indem man gekeimten Reis hydriert, ein Gemisch aus dem hydrierten Produkt und Wasser mit Amylase oder "koji" vorbehandelt, das Gemisch bei einer Temperatur zwischen 40ºC und Kochen beläßt und das flüssige Produkt abtrennt.
6. Zusammensetzung nach Anspruch 1 oder 2, bei welcher der Extrakt erhalten wird, indem man gekeimten Reis entweder mit einer sauren wäßrigen Lösung oder einer alkalischen wäßrigen Lösung behandelt, das Gemisch einige Tage lang stehen läßt, um ein flüssiges Produkt zu erhalten, und das flüssige Produkt abtrennt.
7. Zusammensetzung nach Anspruch 1 oder 2, bei welcher der Extrakt erhalten wird, indem man gekeimten Reis hydriert, das hydrierte Produkt einer Behandlung mit mindestens einem Enzym unterzieht, das aus amylolytischen Enzymen, proteolytischen Enzymen, Lipasen, Faser-abbauenden Enzymen, Ligninabbauenden Enzymen, Pektin-abbauenden Enzymen und "koji" ausgewählt ist, und entweder das so erhaltene flüssige Produkt abtrennt oder das Gemisch kocht und nachfolgend das flüssige Produkt abtrennt.
8. Zusammensetzung nach Anspruch 1 oder 2, bei welcher der Extrakt erhalten wird, indem man gekeimten Reis hydriert, das hydrierte Produkt bei einer Temperatur zwischen Raumtemperatur und 40ºC stehen läßt, das Produkt einer Behandlung mit mindestens einem Enzym unterzieht, das aus amylolytischen Enzymen, proteolytischen Enzymen, Lipasen, Faserabbauenden Enzymen, Lignin-abbauenden Enzymen, Pektin-abbauenden Enzymen und "koji" ausgewählt ist, und das flüssige Produkt abtrennt.
9. Zusammensetzung nach Anspruch 1 oder 2, bei welcher der Extrakt erhalten wird, indem man gekeimten Reis mit einem organischen Lösungsmittel behandelt und das flüssige Produkt abtrennt.
10. Zusammensetzung nach Anspruch 1 oder 2, bei welcher der Extrakt erhalten wird, indem man gekeimten Reis mit einem organischen Lösungsmittel behandelt, das so gebildete Gemisch einer Behandlung mit mindestens einem Enzym unterzieht, das aus amylolytischen Enzymen, proteolytischen Enzymen, Lipasen, Faser-abbauenden Enzymen, Lignin-abbauenden Enzymen, Pektin-abbauenden Enzymen und "koji" ausgewählt ist, und das flüssigen Produkt abtrennt.
11. Zusammensetzung nach einem der Ansprüche 3 bis 10, bei welcher man das flüssige Produkt einer alkoholischen Fermentation oder einer organischen Säurefermentation unterzieht.
12. Verwendung einer Zusammensetzung gemäß eines vorhergehenden Anspruchs zur Herstellung eines Medikamentes zur Prophylaxe oder zur Behandlung von Geschwüren.
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