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DE69414223T2 - Vergiessbarer verdickter Saucegrund - Google Patents

Vergiessbarer verdickter Saucegrund

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DE69414223T2
DE69414223T2 DE69414223T DE69414223T DE69414223T2 DE 69414223 T2 DE69414223 T2 DE 69414223T2 DE 69414223 T DE69414223 T DE 69414223T DE 69414223 T DE69414223 T DE 69414223T DE 69414223 T2 DE69414223 T2 DE 69414223T2
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DE
Germany
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sauce
butter
egg yolk
sauce according
fat
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DE69414223T
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DE69414223D1 (de
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Johan Martinet Nl-7201 Jt Barlheze Te Roller
Cornelis Nl-7213 Bw Gorssel Van Den Boogaard
Aaltje Wytske Jantje Nl-8101 Cr Raalte Van Schouwenburg
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VER COOP MELKIND
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VER COOP MELKIND
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    • A23L23/00Soups; Sauces; Preparation or treatment thereof
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    • A23FOODS OR FOODSTUFFS; TREATMENT THEREOF, NOT COVERED BY OTHER CLASSES
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  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Dispersion Chemistry (AREA)
  • Seeds, Soups, And Other Foods (AREA)

Description

  • Die vorliegende Erfindung betrifft eine gießbare Sauce, die eine relativ lange Zeit genießbar bleibt. Insbesondere betrifft diese Erfindung eine vergießbare, gebrauchsfertige, dicke Sauce, welche außerordentlich und einfach angereichert werden kann, um Saucen zu bilden, wie die Sauce Hollandaise, Sauce Bérnaise, Sauce Choron, Weißweinsauce, Beurre blanc, Gemüsesauce, Sauce Mousseline, Sauce Dijonnaise, Dillsauce, Zitronensauce, etc. Dieses Produkt ist primär für Gastronomen/Heimlieferfirmen für Speisen und Getränke entwickelt worden, die so zur Veräußerung ein Produkt haben, welches leicht zu verarbeiten ist und auf dessen Basis sie eine Sauce in einer kurzen Zeit herstellen können. Zusätzlich ist das Produkt auch für Haushaltszwecke geeignet.
  • Traditionell werden die vorstehend erwähnten Saucen typischerweise auf der Basis einer Buttersauce hergestellt, wie sie auch als Eiersauce bezeichnet wird. Buttersauce umfaßt im wesentlichen Eigelb, Zitronensaft oder Wein und Butter. Sie ist ein hochtemperafur-sensitives Produkt, welches sehr schnell gerinnt und aus diesem Grund im allgemeinen in einem Heißwasserbad hergestellt wird. Weiter muß das Produkt bald nach seiner Herstellung verzehrt werden. All dies bedeutet, daß ein Gastronom oder Hauslieferant für Speisen und Getränke das Produkt nicht auf Lager halten kann, sondern für jeden Fall eine gewünschte Menge herstellen muß und so die zeitraubenden Schritte der Herstellung durchlaufen muß.
  • Eine Anzahl von Saucen sind bekannt, welche das vorstehend erwähnte Lagerungsproblem in einem gewissen Ausmaß lösen. Z.B. vertreibt die Firma Henri B.V. eine Sauce Hollandaise, welche auf etwa 40ºC in einem Heißwasserbad unter Rühren erwärmt werden kann. Diese Instantsauce besteht im wesentlichen aus Eigelb, Butter, Weißwein, Wasser, Aromastoffen, Gemüse, Caseinat, Salz und Gemüseproteinhydrolysat. Bei Kühlschranktemperatur weist das Produkt eine sehr dicke ragoutähnliche Konsistenz auf und kann aus der Packung herausgeschöpft werden.
  • Wenn dieses Produkt, welches etwa 33% Fett enthält, auf eine Temperatur über etwa 60ºC erwärmt wird, tritt eine Fetttrennung ein. Auch werden Klumpen gebildet, welche auch durch Rühren nicht weiter beseitigt werden können. Das Produkt verbrennt schnell. Da diese Sauce eine Emulsionssauce aus Butter ist, hat das Produkt einen angenehmen Geschmack.
  • Die beim Erwärmen entstehenden Probleme sind jedoch durch die vorstehend genannten bekannten Produkte nicht gelöst. Diese Probleme entstehen in einem geringeren Ausmaß bei Produkten mit relativ hohen Gehalten an Pflanzenölen, z. B. Garde d'Or, Sauce Hollandaise, Uniquisin, die in den Niederlanden durch Van den Bergh Professional B.V., Rotterdam, verkauft werden.
  • Als ein Ergebnis ihres relativ hohen Gehalts an Pflanzenölen sind die bekannten gebrauchsfertigen Produkte im wesentlichen flüssig, obwohl ein Teil der Sauce aus der Packung mittels einer Spatel oder dgl. entfernt werden muß. Dieses Produkt besteht im wesentlichen aus Pflanzenöl (Fettgehalt 58%), Wasser, Eigelb, Maltodextrin, einer Mischung aus Verdickungsmitteln (Johannisbrotmehl, Guargummi und Xanthangummi) und Milchsäure. Die Sauce kann leicht auch in einem Mikrowellenofen erwärmt werden, ohne daß das Produkt gerinnt.
  • Obwohl solche Saucen nicht gerinnen und deshalb leicht erwärmt werden können, haben sie eine Anzahl von Nachteilen. Insbesondere wird die Sauce deutlich dünner während dem Erwärmen, so daß sie nicht als eine beständige Sauce geeignet aufgebracht werden kann, indem sie z.B. von dem Fleisch abfließt oder sich über dem Teller verteilt. Weiter sind diese Saucen hochkalorisch wegen ihres hohen Fettgehalts. Zusätzlich schmeckt die Sauce als ein Ergebnis des hohen Pflanzenfettgehaltes nach warmer Mayonnaise, welche sie weniger geeignet für eine Anzahl von Anwendungen macht.
  • Aus diesem Grund besteht eine Notwendigkeit für einen dicken Saucengrund, welcher sich gut über einen relativ langen Zeitraum hält, leicht dosiert werden kann, nicht während dem Erwärmen gerinnt, nicht verbrennt und im wesentlichen nicht dünner wird bei höheren Temperaturen.
  • Die vorliegende Erfindung stellt nun ein Produkt bereit, welches all diesen Anforderungen genügt.
  • Der Saucengrund gemäß der Erfindung weist im wesentlichen 10-60% Fett, 0,1-2% eines aus Methylcellulose, Ethylcellulose, Methylethylcellulose und Hydroxypropylmethylcellulose ausgewähltes Cellulosederivat, 0,1-3% Verdickungsmittel und Rest eine wäßrige Phase eines pH-Wertes ≤ 5 auf.
  • Es ist bekannt, daß die Wasserbindungskapazität der vorstehend erwähnten Cellulosederivate teilweise durch den Grad der Substitution und das Molekulargewicht bestimmt wird. Niedrig- und hochviskose Typen sind handelsüblich erhältlich. Die ' Menge des zu verwendenden Cellulosederivats hängt von dem verwendeten Typ ab und kann einfach durch den Fachmann bestimmt werden. Im allgemeinen variieren die Molekulargewichte der handelsüblich erhältlichen Methyl-, Ethyl- und Ethylmethylcellulose zwischen 40.000 und 180.000, während Hydroxypropylmethylcellulose mit einem Molekulargewicht von ab 4.000 erhältlich ist.
  • Die Verwendung von Cellulosederivaten in auf Stärke basierenden Produkten ist aus der britischen Patentanmeldung 2,249,467 bekannt. Die Aufgabe dieser Erfindung ist es, ein verbessertes Verfahren zum Pasteurisieren oder Sterilisieren stärkehaltiger Produkte in einer Verpackung, z.B. in Dosen, bereitzustellen. Es wird behauptet, daß die Viskosität des gekühlten Produktes nach Pasteurisieren oder Sterilisieren gleich oder höher der der Viskosität des Produktes ist, das noch nicht der Wärmebehandlung unterworfen ist.
  • Die EP-A-0 049 705 beschreibt die Verwendung einer Zusammensetzung enthaltend ein Fett, einen Emulgator bzw. ein Emulgiermittel, ein Verdickungsmittel wie einen Celluloseether und Wasser zur Herstellung eines viskosen, nicht fließbaren eßbaren Aufstriches eines niederen Fettgehalts.
  • Der erfindungsgemäße Saucengrund gerinnt nicht, sogar nicht, wenn er über den Siedepunkt der Sauce erwärmt wird. Die Sauce kann wiederholt erwärmt werden, ohne daß unerwünschte Wirkungen auftreten, wie Klumpenbildung. Es ist sogar möglich, die Sauce über einen verlängerten Zeitraum zu simmern, ohne daß die Sauce verbrennt. Die Sauce verbrennt nicht, da das Produkt proteinfrei ist. Wenn aufgrund von Verdampfung zuviel Wasser aus der Sauce verschwunden ist, kann Wasser einfach unter Rühren zugesetzt werden, ohne daß es zu einer Veränderung der Qualität kommt. Weiter kann die erfindungsgemäße Sauce im Mikrowellenofen ohne Beanstandungen verwendet werden. Die Sauce kann gefroren und später ohne Probleme erhitzt werden.
  • Ein Hauptvorteil der erfindungsgemäßen Sauce ist der, daß das Produkt dick verbleibt, sogar bei einer hohen Temperatur, und daß sie ausgesprochen als eine Standsauce verwendet werden kann.
  • Ein zusätzlicher Vorteil ist, daß der Saucengrund gemäß der Erfindung wie die traditionell hergestellte Buttersauce aber verschieden zu den vorstehend erwähnten Saucen ermöglicht, Luft in sie einzuschlagen. Dies macht die Sauce locker.
  • In einer bevorzugten Ausführungsform liegt das Verhältnis zwischen den höchsten und niedrigsten Viskositätswerten im Temperaturbereich von 5-95ºC, gemessen mit einem Rheometrics Dynamic Stress Rheometer DSR bei einer Scherrate von 10 rad/s - mit einer Scherrate, die im wesentlichen dem Rühren in einer Saucenpfanne und der Scherrate im Mund entspricht - bei weniger als 4.
  • Die Zeichnung zeigt die Viskositätswerte in dem angezeigten Temperaturbereich von drei erfindungsgemäßen Saucen.
  • Die Fettfraktion in der erfindungsgemäßen Sauce kann sowohl aus tierischen und pflanzlichen Ölen und Fetten sowie aus deren Mischungen gebildet werden. In Abhängigkeit von dem gewünschten Geschmack, den nahrungsmittelphysiologischen Eigenschaften und/oder den Kosten des Saucengrundes, ist es möglich, aus z.B., tierischen Fetten wie Nierentalg, Schweineschmalz und Pflanzenfetten auszuwählen. Vorzugsweise werden jedoch Butter, Butteröl und/oder Butterölfraktionen angewendet. Wenn diese Butterprodukte als Ausgangsmaterial verwendet werden, wird eine ausgezeichnete neutrale Sauce erhalten, welche eine ausgezeichnete Basis für andere Saucen bilden kann.
  • Die Öl- und/oder Fettfraktion umfaßt 10-60 Gew.-%, vorzugsweise 15-50 Gew.-% und ganz besonders bevorzugt 15-40 Gew.-% der Gesamtsaucenzusammensetzung. Wenn weniger als 10% vorliegt, bildet sich eine gelatinöse oder rahmartige Sauce mit wenig Farbe. Falls Pflanzenfett verwendet wird, kann die Fettfraktion bis zu 60% der Sauce betragen. Ausgehend von Butterprodukten können hohe Prozentgehalte an Fett in der Sauce verwendet werden, um ein ausgezeichnetes Produkt zu erhalten. Aus Kostengründen wird jedoch der Buttergehalt typischerweise nicht 30% überschreiten. Solch eine Sauce kann darüber hinaus als eine niederkalorische Sauce empfohlen werden.
  • Ein wesentlicher Bestandteil der erfindungsgemäßen Sauce ist ein aus Methylcellulose (E461), Ethylcellulose (E462), Methylethylcellulose (E465), Hydroxypropylethylcellulose (E464) oder deren Mischung ausgewähltes Cellulosederivat. Die erwähnten Cellulosederivate geben der erfindungsgemäßen Sauce eine gewünschte Viskosität bei hohen Temperaturen, welche unbedingt erforderlich für ihr Verhalten als eine Standsauce zum Aufbringen ist. Die meisten Cellulosederivate und andere bekannte Verdickungsmittel zeigen nicht dieses Verhalten. Diese oder andere Verdickungsmittel enthaltende Saucen, z.B. Carboxymethylcellulose und die Gummi, welche in dem vorstehend beschriebenen Produkt Uniquisin verwendet werden, führen zu einem Produkt mit einer deutlich dünneren, weniger viskosen Konsistenz. Die Cellulosederivate werden typischerweise in einer Menge von zwi schen etwa 0,1-2 Gew.-% verwendet. Wenn weniger also 0,1 Gew.-% der beschränkten Gruppe der Cellulosederivate und vorzugsweise Methylcellulose verwendet wird, zeigt die Sauce nicht die gewünschte Konsistenz bei einer erhöhten Temperatur. Wenn dagegen mehr als 2 Gew.-% Cellulosederivat vorliegt, zeigt die Sauce einen klebrigen Mundgeschmack und sieht schleimig aus. Bevorzugte Bereiche für die beschränkte Gruppe der Cellulosederivate sind zwischen 0,15 und 1,5 Gew.-%.
  • Vorzugsweise wird Methylcellulose verwendet. Diese Produkt wird inter alia unter dem Namen MethoceltM (DOW Chemical Company), Typennummern A4M, A4C, K4M und K100M vermarktet.
  • Als Verdickungsmittel kann jedes andere herkömmlich in diesem Fachbereich verwendete Verdickungsmittel als die spezifisch erwähnten Cellulosederivate verwendet werden, welches einen Verdickungseffekt bei einem pH-Wert ≤ 5 und bei einer relativ niederen Temperatur zeigt. Es ist bevorzugt, eine modifizierte Stärke, welche nicht hydrolysiert oder kaum hydrolysiert ist, in einer sauren Umgebung, z.B. acetylierte Stärke, zu verwenden. Als ein geeignetes Beispiel kann das Produkt ClearamT"" CH20 von Roquette, Lille, Frankreich, erwähnt werden. Weiter können andere in diesem Fachbereich herkömmlich verwendete Verdickungsmittel verwendet werden, wie Gummi, z.B. Guargummi oder Xanthangummi. Diese Verdickungsmittel bilden ein Produkt, das eine geeignete Viskosität und Stabilität bei Kühlschrank- und Raumtemperaturen zeigt.
  • Die Verdickungsmittel können in geringen Mengen vorliegen, wenn ihre Rolle teilweise durch andere Substanzen übernommen wird, z.B. durch Eigelb oder Eigelbpulver. Vorzugsweise wird jedoch in allen Fällen zumindest 0,1% Stärke oder Gummi zugesetzt, um ein stabiles Produkt bereitzustellen. In der erfindungsgemäßen Sauce scheint das verwendete Verdickungsmittel sowohl als Stabilisator als auch als Verdickungsmittel zu wirken.
  • Die Menge des verwendeten Verdickungsmittels hängt von der Menge und der Art des Fettes ab. Je niedriger der Fettgehalt, desto höher sollte der Verdickungsmittelgehalt sein. Wenn Pflanzenöl in der erfindungsgemäßen Sauce verwendet wird, wird mehr Verdickungsmittel zu verwenden sein, als in dem Fall eines tierischen Fettes, um ein stabiles Produkt von der gewünschten Konsistenz zu erhalten.
  • Das erwähnte Verdickungsmittel wird typischerweise in einer Menge von zwischen 0,1 und 3 Gew.-%, vorzugweise zwischen 0,2 und 2 Gew.-% und ganz besonders bevorzugt zwischen 0,3 und 1,5 Gew.-% vorliegen.
  • Das Viskositätsverhalten der Sauce gemäß der Erfindung ist sehr wichtig. Eine gewünschte Viskosität bei verschiedenen Temperaturen wird hauptsächlich durch die Interaktion der Fettfraktion, des Verdickungsmittels und der spezifischen Cellulosederivate erreicht.
  • Als wäßrige Phase kann im Prinzip jede wäßrige Phase, die mit in der Nahrungsmittelindustrie herkömmlich verwendeten Säuren acidifiert wird, verwendet werden. Der pH-Wert ist maximal 5. Der Geschmack der Saucen gemäß der Erfindung mit einem höheren pH-Wert als 5 ist weniger gut und ein solches Produkt wird eher schlechter werden. Der pH-Wert wird typischerweise zwischen 3,5 und 5 sein, obwohl oft keine Beanstandungen auftreten, wenn das Produkt saurer ist.
  • Dem Wasser kann z.B. Wein, Zitronensäure, Milchsäure oder Sauermolke zugesetzt werden. Vorzugsweise wird jedoch saure frische Käsemolke oder saures frisches Käsemolkenpermeat verwendet. Saure frische Käsemolke oder saures frisches Käsemolkenpermeat ist ein Nebenprodukt bei der Frischkäseherstellung. Diese Produkte werden häufig in der Nahrungsmittelindustrie verwendet. Diese wäßrige Phase gibt der Sauce einen frischen Geschmack und einen guten Mundgeschmack (Körper).
  • Die Saucen gemäß der Erfindung können auf herkömmliche Weise hergestellt werden. Aus der wäßrigen Phase, der Fettfraktion und ggf. Emulgiermittel wird eine Emulsion hergestellt, welche homogenisiert wird. Da die Cellulosederivate relativ schwierig zu verarbeiten sind, wird die Temperatur nachträglich auf über 65ºC erhöht, wonach Verdickungsmittel und Cellullosederivat zugesetzt werden. Ohne Abkühlung auf eine Temperatur unter 60ºC wird die Mischung anschließend einer Wärmebehandlung (Temperaturen höher als 95º) unterworfen, so daß die gewünschte Halteeigenschaft erhalten wird, wonach das Produkt auf unter 30ºC abgekühlt wird. Durch diese Stufen wird das Cellulosederivat vollständig in Lösung gebracht. Nach dieser Abkühlstufe kann die Sauce gemäß der Erfindung verpackt werden. Wenn diese Sauce nachfolgend erwärmt wird, bindet das Cellulosederivat Wasser bei höheren Temperaturen, so daß eine Sauce mit all den Vorteilen der Erfindung gebildet worden ist.
  • Wenn das Produkt über einen verlängerten Zeitraum erwärmt worden ist, kann eine geringe Fettabtrennung eintreten. Obwohl die freigesetzte Menge an Fett in die Sauce ohne jegliche Probleme und schädliche Wirkungen eingerührt werden kann, ist es bevorzugt, eine solche Fetttrennung soweit wie möglich zu beschränken. Es ist gefunden worden, daß dieses Verfahren durch Zugabe eines Emulgators zu der Sauce beschränkt werden kann. In einer bevorzugten Ausführungsform enthält die Sauce gemäß der Erfindung bis zu 1 Gew.-% Emulgator.
  • Prinzipiell kann jeglicher Emulgator, wie er herkömmlicherweise in diesem Fachbereich verwendet wird, verwendet werden. Ausgezeichnete Ergebnisse werden erhalten, wenn die Sauce eine Mischung aus 0,2-0,4 Gew.-%, vorzugsweise 0,3 Gew.-%, Mono- und Diglyceride in Kombination mit 0,1-0,3 Gew.-%, vorzugsweise 0,2 Gew.-% Polyglycerinester als Emulgatorsystem enthält.
  • Weiter wird in einer bevorzugten Ausführungsform Eigelb oder Eigelbpulver verwendet. Diese Bestandteile geben der Sauce mehr Geschmack und Farbe, wäh rend weiter die Emulgierkapazität erhöht wird. Eigelb oder Eigelbpulver wird in einer Menge von 0,0-5%, vorzugsweise in einer Menge von 2-3% verwendet.
  • In einer bevorzugten Ausführungsform wird die Sauce gemäß der Erfindung aus 20-30% Butter, Butteröl und/oder Butteröl-Fraktionen, 1-5% Eigelb oder Eigelbpulver, 0,1-2% modifizierte Stärke, 0,1-2% Methylcellulose, 0-1% Emulgiermittel bzw. Emulgator und saure Frischkäsemolke oder saures Frischkäsemolkepermeat als wäßrige Phase hergestellt. Diese Sauce gleicht traditionell hergestellter Buttersauce in Geschmackseigenschaften, aber hat alle Vorteile des Produkts gemäß der Erfindung. Soweit der Geschmack betroffen ist, kann der Saucengrund direkt als eine gebrauchsfertige Sauce verwendet werden.
  • Der Saucengrund kann einfach durch Zugabe von Butter, Gemüse, Gewürzen, Kräuter, Wein, etc. angereichert werden. In einer bevorzugten Ausführungsform enthält die Sauce gemäß der Erfindung aromatische Substanzen, Farbstoffe und Aromastoffe. Als aromatische Substanzen, Farbstoffe und Aromastoffe können im wesentlichen alle Verbindungen und Zusammensetzungen verwendet werden, die für die Fachleute bekannt sind.
  • Beispiel 1
  • Eine Emulsion wurde aus 23 Gew.-Teilen Butteröl, 3 Gew.-Teilen Eigelbpulver, 0,3 Gew.-Teilen Monoglyceriden, 0,2 Gew.-Teilen Polyglycerinester und 71,04 Gew.- Teilen saure Frischkäsemolkepermeat hergestellt. Diese Emulsion wurde auf 70ºC gebracht und bei einem Homogenisierungsdruck von 100 kg/cm² in einem Rannie- Homogenisator auf herkömmliche Weise homogenisiert. Während die Temperatur bei 65ºC gehalten wurde, wurden nach diesem Homogenisierungsschritt 0,76 Gew.-Teile Methylcellulose (MethocelTM A15LVP, Dow Chemical Company) und 1,7 Gew.-Teile modifizierte Stärke (Clearam CH20TM, ein acetyliertes Distärkeadipat 1422 Modifikation H) zugegeben. Die so erhaltene Emulsion wurde einem Erwärmungsschritt bei 100ºC während 4 Sekunden unterworfen. Anschließend wurde die Emulsion auf unter 10ºC gekühlt. Als ein Ergebnis des Wärme- und Ab kühlschrittes war die dispergierte Methylcellulose vollständig gelöst. Eine dicke, flüssige, glatte Emulsion wurde erhalten, welche gut gießbar war.
  • Durch nachfolgendes Erwärmen der erhaltenen Emulsion wurde Wasser durch die Methylcellulose gebunden, so daß eine Sauce von guter Viskosität sogar bei hohen Temperaturen erhalten wurde.
  • Die erfindungsgemäße Sauce ähnelt einer traditionell hergestellten Buttersauce in Geschmack und Konsistenz. Insbesondere wurde durch die Verwendung von Butter und saurem Frischkäsemolkenpermeat ein ausgezeichnetes Geschmacksprofil erhalten.
  • Beispiele 2-4
  • Beispiel 1 wurde im wesentlichen wiederholt. Nur die Mengen der Ausgangsmaterialien wurden variiert, während weiter in einem Fall Butteröl durch Sojabohnenöl ersetzt wurde. Die Ergebnisse sind in der nachfolgenden Tabelle 1 angegeben. TABELLE 1
  • Beispiel 5
  • Die Viskositäten der erfindungsgemäßen Saucen 1, 2 und 4 wurden mit einem Rheometrics Dynamic Stress Rheometer DSR gemessen. Insbesondere wurde die Scherrate/Scherbeanspruchungs-Kurve im Gleichgewicht bei verschiedenen Temperaturen gemessen. Die Messungen wurden zwischen parallelen Platten eines Durchmessers von 40 mm und einer Spaltweite von etwa 1 mm durchgeführt. Dieses Verfahren ist eine Standardtechnik (vgl. z.B. Prentice, J.H., Dairy Rheology: A Concise Guide, VCH Publishers, New York, 1992) zum Bestimmen der Viskositäten. Die gemessenen Viskositäten waren unabhängig von dem Durchmesser und der Spaltweite. Jedoch mußte die Spaltweite relativ groß bezüglich der Teilchengröße in dem zu messenden Produkt sein.
  • Die Viskositäten sind in Pa·s in Tabelle 2 angegeben, bei einer Scherrate von 10 sowie von 100 rad/s. Die bei einer Scherrate von 10 rad/s erhaltenen Ergebnisse sind in der Zeichnung dargestellt. TABELLE 2

Claims (9)

1. Im wesentlichen aus 10 bis 60% Fett, 0,1 bis 2% eines aus Methylcellulose, Ethylcellulose, Methylethylcellulose und Hydroxypropylmethylcellulose ausgewählten Cellulosederivats, 0,1 bis 3% Verdickungsmittel und Rest eine wäßrige Phase mit einem pH-Wert ≤ 5 bestehende härtbare gebrauchsfertige dicke Sauce.
2. Sauce nach Anspruch 1, worin das Verhältnis der höchsten und niedrigsten Viskositätswerte im Temperaturbereich von 5 bis 95ºC, gemessen mit einem Rheometrics Dynamic Stress Rheometer DSR bei einer Scherrate von 10 rad/s, weniger als 4 beträgt.
3. Sauce nach Anspruch 1 oder 2, worin als Fettfraktion Butter, Butteröl und/ oder Butterölfraktionen verwendet werden.
4. Sauce nach einem der vorhergehenden Ansprüche, worin weiter bis zu 1% Emulgiermittel eingearbeitet ist.
5. Sauce nach einem der vorhergehenden Ansprüche, worin saures Frischkäsemolkepermeat als wäßrige Phase verwendet wird.
6. Sauce nach einem der vorhergehenden Ansprüche, worin Methylcellulose verwendet wird.
7. Sauce nach einem der vorhergehenden Ansprüche, worin bis zu 5% Eigelb oder Eigelbpulver eingeschlossen sind.
8. Eine 20 bis 30% Butter, Butteröl und/oder Butterölfraktionen, 1 bis 5% Eigelb oder Eigelbpulver, 0,1 bis 2% modifizierte Stärke, 0,1 bis 2% Methylcellulose, 0 bis 1% Emulgiermittel und saure Frischkäsemolke und/oder saures Frischkäsemolkepermeat aufweisende Sauce nach einem der vorhergehenden Ansprüche.
9. Eine aromatische Substanzen, Farb- und Geschmacksstoffe aufweisende Sauce nach einem der vorhergehenden Ansprüche.
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DE69414223D1 DE69414223D1 (de) 1998-12-03
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CZ (1) CZ277094A3 (de)
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ES (1) ES2124838T3 (de)
NL (1) NL9301965A (de)

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