DE68916321T3 - Berechnung der Länge eines Eisenbahnfahrzeuges oder eines Zuges eines solchen Fahrzeuges. - Google Patents
Berechnung der Länge eines Eisenbahnfahrzeuges oder eines Zuges eines solchen Fahrzeuges.Info
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Description
- Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf die Berechnung der Länge eines Eisenbahnfahrzeugs oder eines Zuges solcher Fahrzeuge.
- Das Konzept des Ersatzes herkömmlicher Eisenbahnsignalausrüstungen durch vom Zug getragene Punktsteurungs- und Verbindungsmodule, die durch Funk oder ein anderes Übertragungsmedium untereinander verbunden sind, ist wohlbekannt. Es gibt jedoch gewisse praktische Schwierigkeiten, fehlende Elemente und unnötige Komplikationen bei der Verwirklichung bekannter Systeme. Ein solches ist das Verfahren zum Ermitteln des Ortes des Zugendes zu dem Zweck, das Weiterfahren eines folgenden Zuges zuzulassen oder zu gestatten, daß eine Strecke, die gerade durchfahren wurde, freigegeben wird.
- Bei einigen bekannten Systemen wird der Ort des Zuges bestimmt von einem an Bord befindlichen Zugrechner durch eine Kombination von Bezugs-Wegmarkierern, wie z. B. Transpondern, Schleifenenden, Schleifenkreuzungen o. ä., zusammen mit einer an Bord durchgeführten Entfernungsmessung, die von einem Tachometerzähler, einem Drehzahlmesser oder einer gleichwertigen Vorrichtung, wie z. B. einem Leser für nahe beieinander angeordnete Streckenmarkierungen, Platten oder Schleifenkreuzungen o. ä., gewonnen wird. Der so gewonnene Ort wird einem Steuerrechner am Weg gemeldet, welcher die Information als Basis zum Erzeugen von Bewegungsberechtigungen zur Übertragung auf Züge, auch mit Bezug auf Überwachungssteuerungen und feste Verbindungsdaten, verwendet. Zum Zwecke der Streckenfreigabe hinter einem Zug und um die Grenze der Berechtigung zum Weiterfahren für einen folgenden Zug zu definieren, ist es notwendig, daß der Steuerrechner den Ort des Zugendes ableitet. Bei einem bekannten System (GB-A-2 189 066) tut der Steuerrechner dies durch Bezug auf die "Zugzusammensetzung" (d. h. die Gesamtzusammensetzung des Zuges), aus der die Zuglänge hergeleitet werden kann. In der Praxis gibt es Schwierigkeiten beim Sicherstellen, daß solche Information in ausreichend genauer (sufficiently vital) Form zum Gebrauch bei Sicherheitsfunktionen vorliegt. Es wäre möglich, am Zugende eine Ausrüstung, äquivalent zu der am Kopf, bereitzustellen und den Ort des Zugendes getrennt vom Kopf zu melden, dies wäre aber kompliziert und teuer und würde die Anzahl der von dem Kommunikationssystem zu verwaltenden mobilen Identitäten verdoppeln. Es ist auch häufig unpraktisch, eine geeignete Ausrüstung am Zugende anzuordnen.
- DE-B-12 32 610 offenbart ein System, bei dem zum Überprüfen der Vollständigkeit eines Zuges eine Einrichtung am Kopf des Zuges mit einer Einrichtung am Zugende kommuniziert.
- Gemäß der vorliegenden Erfindung wird ein System zum Berechnen der Länge eines Eisenbahnfahrzeuges oder Zuges solcher Fahrzeuge entsprechend dem Anspruch 1 bereitgestellt, dessen Oberbegriff der DE-C 28 30 672 entspricht.
- Die Fahrzeug- oder Zuglänge kann von der Recheneinrichtung benutzt werden, um den Ort des Fahrzeug- oder Zugendes abzuleiten und zu melden, z. B. an ein Signalsteuersystem oder direkt an ein folgendes Fahrzeug oder einen Zug; oder alternativ kann die Recheneinrichtung die Fahrzeug- oder Zuglänge an ein Signalsteuersystem senden, welches sie anschließend verwendet, um den Ort des Fahrzug- oder Zugendes aus einer Meldung von der Recheneinrichtung über den Ort des Kopfes des Fahrzeugs oder Zuges abzuleiten.
- Somit kann ein Eisenbahnfahrzeug oder ein Zug solcher Fahrzeuge seine eigene Länge messen und diese Information benutzen, um einem folgenden Fahrzeug oder Zug oder einem Signalsteuersystem oder beiden den Ort oder den Abstand seines Endes in bezug auf feste Punkte entlang der Strecke abzuleiten und zu melden, oder um eine eindeutige Meldung der Fahrzeug- oder Zuglänge an ein Signalsteuersystem zu geben, um zu ermöglichen, daß letzteres eine anschließende Streckenfreigabe ausführt und folgende Fahrzeuge oder Züge zur Weiterfahrt zu ermächtigt, basierend auf Meldungen vom Fahrzeug oder Zug über den Ort seines Kopfes allein.
- Die Fahrzeug- oder Zuglänge muß nur an Orten gemessen werden, wo sich Züge teilen können oder Fahrzeuge ankuppeln, oder wo Reisen beginnen.
- Die vorliegende Erfindung wird nun beispielhaft mit Bezug auf die beigefügten Zeichnung beschrieben, in welcher:
- Fig. 1a) schematisch eine aktive Vorrichtung an der Strecke zeigt;
- Fig. 1b) und 1c) den Kopf bzw. das Ende eines an der Vorrichtung von Fig. 1a) vorbeifahrenden Zuges zeigen;
- Fig. 2a) schematisch eine passive Vorrichtung an der Strecke zeigt; und
- Fig. 2b) und 2c) den Kopf bzw. das Ende eines an der Vorrichtung von Fig. 2a) vorbeifahrenden Zuges zeigen.
- Zunächst mit Bezug auf Fig. 1a), 1b) und 1c) nimmt eine Vorrichtung 11 an der Stecke, wie z. B. ein Transponder-Leser oder Magnetdetektor, ein an dem Ende eines sich in Richtung des Pfeiles A bewegenden Zuges 15 angebrachtes entsprechendes Heckkennzeichen 12 wahr und erzeugt eine Zugende-Erfassungsnachricht, die von einem Funksender 13 auf einem Zugrechner 14 am Kopf des Zuges 15 übertragen wird. Der Ort der Vorrichtung 11 an der Strecke wird zuerst vom Zugrechner registriert, wenn der Kopf des Zuges vorbeifährt und entweder eine zugehörige Streckenmarkierung 16 (wie z. B. ein Transponder) oder die aktive Vorrichtung 11 an der Strecke selbst mittels eines Detektors 17 wahrnimmt, welcher ein Transponder-Leser bekannten Typs sein kann, der auch für andere Signalisierungszwecke verwendet wird. Der Zugrechner 14 verfolgt die zurückgelegte Entfernung wie bei bekannten Systemen, z. B. durch einen Tachometerzähler 18, und ist daher in der Lage, die zurückgelegte Entfernung zwischen der Erfassung der Vorrichtung 11 an der Strecke oder ihrer damit verbundenen Markierung 16 und dem Empfang der Zugende-Erfassungsnachricht von der Vorrichtung 11 an der Strecke zu messen. Diese Entfernung entspricht der Zuglänge. Jeder von Verzögerungen bei der Übertragung der Zugende-Erfassungsnachricht herrührender Fehler führt zu einer zu großen gerade gemessenen Zuglänge, was ein zulässiger Fehler ist. Egal ob die gemessene Zuglänge von dem Zugrechner 14 benutzt wird, um den Ort des Zugendes zu melden, oder ob sie vom Zugrechner 14 zu einem am Weg befindlichen oder zentral aufgestellten Steuerrechner übertragen wird, um zu ermöglichen, daß er den Ort des Zugendes aus den Meldungen über den Ort des Zugkopfes ableitet, ist irgendeine Form dauernder Überwachung erforderlich, um sicherzustellen, daß der Zug vollständig ist, welche zum Beispiel eine dauernde Erfassung einer Zugende- Ringvorrichtung über eine Zugleitung 19 sein kann, oder ein dauernder Empfang eines durch Funk oder andere Mittel von einem Zugende-Sender übertragenen Signals sein kann. Ein Ausfall der Überwachung bewirkt, daß der Zugrechner 14 Meldungen über den Ort des Zuges beendet oder modifiziert, um sicherzustellen, daß jeder abgehängte Zugteil durch das Signalsystem geschützt wird. Wenn eine maximale Zuglänge definiert werden kann, kann das System so eingerichtet werden, daß es diese als Standardwert im Falle eines Versagens der Meßfunktion benutzt, was folglich den Rest des Signalsystems befähigt, seinen Betrieb fortzusetzen, wenn auch in einem erniedrigten Modus. Wenn die Markierung 16 verwendet wird, um vom Detektor 17 wahrgenommen zu werden, dann kann die vom Heckkennzeichen 12 wahrgenommene Vorrichtung 11 an einem festen Punkt in bekannter Entfernung von der Markierung 16 sein.
- Mit Bezug auf Fig. 2a), 2b) und 2c) wird in einem zweiten Beispiel eine passive Vorrichtung 21 an der Strecke, wie z. B. ein Transponder oder ein Magnet, von einer aktiven am Zugende angebrachten Detektoranordnung 22 wahrgenommen, die eine Erfassungsnachricht erzeugt, welche von einem zugehörigen Funksender 23 oder einer Zugleitung oder einem anderen Medium an den Zugrechner 14 am Kopf des Zuges übertragen wird. Der Ort der Vorrichtung an der Strecke oder einer ähnlichen zugehörigen Vorrichtung wird zuerst vom Zugrechner registriert, wenn der Kopf des Zuges in einer ähnlichen Weise wie im ersten Beispiel an ihr vorbeifährt. Die Berechnung und nachfolgende Anwendung der Zuglängeninformation ist im allgemeinen ähnlich dem ersten Beispiel. Eine dauernde Erfassung des Zugendes kann auch von einem Teil der Ausrüstung ausgeführt werden, die die aktive am Zugende angebrachte Anordnung bildet. Die am Zugende angebrachte Anordnung kann eine separate passive Vorrichtung an einem festen Punkt in einer bekannten Entfernung von der von der Ausrüstung 17/18 am Kopf des Zuges wahrgenommenen Vorrichtung 21 wahrnehmen.
Claims (4)
1. System zum Berechnen der Länge eines Zuges (15) von
Eisenbahnfahrzeugen, welches umfaßt:
eine auf dem Zug angeordnete Recheneinrichtung (14);
eine auf dem Zug angeordnete Einrichtung (18) zur
Entfernungsmessung, wobei die genannte Einrichtung zur
Entfernungsmessung mit der Recheneinrichtung verbunden
ist, um ihr von der vom Zug zurückgelegten Entfernung
abhängige Information zu liefern;
eine erste Detektoreinrichtung (17) am Kopf des Zuges
(15) zum Wahrnehmen einer Einrichtung(16 oder 11, 13) an
der Strecke an einem ersten festen Punkt, um das
Vorbeifahren des Kopfes des Zuges an dem ersten festen
Punkt zu erfassen, und Übertragen einer ersten Angabe an
die Recheneinrichtung (14) in Reaktion auf das
Wahrnehmen des Vorbeifahrens des Kopfes des Zuges am
ersten festen Punkt; und
eine zweite Detektoreinrichtung (22, 23) zum Wahrnehmen
des Vorbeifahrens des Endes des Zuges (15) an dem ersten
festen Punkt oder an einem um eine bekannte Strecke
davon entfernten zweiten festen Punkt und Übertragen
einer zweiten Angabe an die Recheneinrichtung (14) in
Reaktion auf das Wahrnehmen des Vorbeifahrens des Endes
des Zuges an dem ersten festen Punkt oder dem zweiten
festen Punkt, wobei die Recheneinrichtung so
eingerichtet ist, daß sie ein Maß für die Länge des
Zuges berechnet, das auf der vom Zug zwischen dem
Empfang der ersten und zweiten Angabe durch die
Recheneinrichtung zurückgelegten Strecke basiert,
dadurch gekennzeichnet, daß
die zweite Detektoreinrichtung (22, 23) eine
Detektoreinrichtung (22) am Ende des Zuges (15) zum
Wahrnehmen einer Einrichtung (21) an der Strecke am
ersten festen Punkt oder am zweiten festen Punkt und
eine Übertragungseinrichtung (23) am Zug zum Übertragen
der zweiten Angabe zur Recheneinrichtung (14) umfaßt.
2. System nach Anspruch 1, bei dem die
Übertragungseinrichtung (23) eine Funk -Sendeeinrichtung
umfaßt.
3. System nach Anspruch 1 oder 2, bei dem die
Recheneinrichtung (14) zum Melden des Ortes des Ende des Zuges
(15) auf der Basis der Kenntnis des Ortes des Kopfes des
Zuges eingerichtet ist.
4. System nach Anspruch 1 oder 2, bei dem die
Recheneinrichtung (14) zum Melden der Länge des Zuges (15) an ein
Signalisierungssystem eingerichet ist, so daß das
Signalisierungs- oder Steuersystem nachfolgend den Ort
des Ende des Zuges aus einer Meldung von der
Recheneinrichtung über den Ort des Kopfes des Zuges
ableiten kann.
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