DE68914465T2 - Verfahren um Pflanzenzwiebeln zusammenzubinden, Vorrichtung um das Verfahren auszuführen. - Google Patents
Verfahren um Pflanzenzwiebeln zusammenzubinden, Vorrichtung um das Verfahren auszuführen.Info
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Description
- Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Zusammenbinden von Pflanzenzwiebeln, insbesondere Zwiebeln von Gemüsepflanzen wie Speisezwiebeln, Knoblauchzwiebeln, Schalotten, sowie auf eine Vorrichtung zur Durchführung dieses Verfahrens.
- Bekanntlich werden für die Verkaufspräsentation von Pflanzenzwiebeln diese in Gebinden wieder zusammengefaßt, die jeweils aus einein einfachen Bündel bestehen, in welchem die Zwiebeln im wesentlichen alle auf gleicher Höhe angeordnet werden und bei denen die Pflanzenstiele alle wieder zusammengefaßt und auf diese Weise miteinander verbunden gehalten werden, und zwar:
- - entweder durch Aufwickeln und Anknoten an einem bestimmten Punkt entlang ihrer Länge mit einem entsprechenden Bindeband, wobei diese Art der sicheren Halterung jedenfalls die Belastungen an einem Punkt konzentriert und ein Abbrechen der Stiele und damit ein Verschieben des Bündels begünstigt,
- - oder durch Verknotung mit dem Stielbündel selbst, was sehr lange und ausreichend widerstandsfähige Stiele voraussetzt.
- Unabhängig davon, welches Verfahren angewendet wird, erweist sich diese Prasentierung in Bündelform für eine Überprüfung der Qualität der Zwiebeln wenig günstig, von denen eine gewisse Anzahl hinter den auf dem Umfang des Bündels liegenden Zwiebeln versteckt ist.
- Es ist auch eine andere Präsentationsform für Pflanzenzwiebeln bekannt, bei welcher die vorgenannten Zwiebeln in Zopf- oder Kolbenform angeordnet und durch Flechten ihrer Stiele in dieser Anordnung gehalten werden.
- Wenn bei dieser Anordnung gewährleistet sein soll, daß die Qualität aller Zwiebeln leicht geprüft werden kann, so setzt dies voraus, daß die Stiele dieser Zwiebeln eine Länge aufweisen, die mindestens fünfzehn bis zwanzig Zentimeter beträgt, was angesichts ihrer geringen Festigkeit die Möglichkeiten der Anwendung dieses Verfahrens nur auf einen Teil der geernteten Zwiebeln beschränkt.
- Darüberhinaus ist unter teilweiser Berücksichtigung dieser geringen Festigkeit der Stiele zum Flechten derselben eine sehr hohe Geschicklichkeit Voraussetzung.
- Daraus ergibt sich, daß auf die seltenen und teuren hochspezialisierten Fachkräfte zurückgegriffen werden und auch die Produktion eingeschränkt werden muß, da nur in seltenen Fällen mehr als etwa fünfzehn Zöpfe pro Fachkraft und Stunde gefertigt werden können.
- Um diesen Nachteilen abzuhelfen wurde bereits vorgeschlagen, die Zwiebeln lose in Netzen zu verpacken, jedoch ist es wie bei dem beispielhaft genannten Bündel dabei möglich, die Qualität aller Zwiebeln zu überprüfen.
- Die Erfindung möchte nun unter anderem ein Verfahren zum Zusammenbinden von Pflanzenzwiebeln vorschlagen, für das auch sehr kurze Stiele, insbesondere nur von drei oder vier Zentimeter Länge, ausreichen, während dennoch eine zopfförmige Anordnung der Zwiebeln möglich ist.
- Eine weitere Aufgabe der Erfindung besteht in der Schaffung eines solchen Verfahrens, bei dem die Zwiebeln zopfförmig angeordnet werden können und dennoch Fachkräfte mit außerordentlicher Geschicklichkeit nicht erforderlich sind, während die Produktion nicht gebremst wird.
- Zu diesem Zweck liegt der Erfindung ein Verfahren zum Zusammenbinden von Pflanzenzwiebeln, insbesondere Zwiebeln von Gemüsepflanzen wie Speisezwiebeln, Knoblauchzwiebeln, Schalotten, zugrunde, bei welchem die Zwiebeln im Gebinde in einer bestimmten Weise angeordnet werden und ein langgestreckter Träger verwendet wird, gegen welchen die Pflanzenstiele der einzubindenden Zwiebeln zumindest jeweils einzeln angelegt werden, ehe um den Verbund, der von diesem Träger und mindestens einem Pflanzenstiel gebildet wird, über eine bestimmte Länge jedes Stiels mindestens ein Bindeband im wesentlichen spiralförmig gewickelt wird,
- wobei dieses Verfahren zur Bildung eines als kolbenförmig bzw. zopfförmig bezeichneten Gebindes, bei dem Gruppen von je mindestens einer Zwiebel in einer von drei zueinander parallelen Reihen entlang des Gebindes ausgerichtet sind, wobei die Zwiebeln in derselben Reine in im wesentlichen regelmäßigen Schritten voneinander beabstandet sind und ihre Stiele dabei demselben Ende des Gebindes zugewendet sind und im wesentlichen in der Symmetrieebene des Gebindes liegen, entlang welchem die Zwiebeln aufgelegt sind,
- wobei sich das Verfahren dadurch auszeichnet, daß:
- - gegen die Basis des langgestreckten Trägers die Unterseite des Stiels mindestens einer Zwiebel aufgelegt wird, indem das Ende dieses Stiels zum anderen Ende des Trägers hin gedreht wird,
- - um den vom Träger und der Unterseite mindestens eines Stiels gebildeten Verbund spiralig und über die Länge eines Schritts, die mindestens gleich der der Dicke der Zwiebel vergleichbaren Länge des Stiels ist, zumindest das Bindeband gewickelt wird,
- - daß gegen den von diesem Wickelgang überdeckten Abschnitt mindestens eine weitere Zwiebel positioniert wird, deren Stielunterseite auf den unmittelbar an den vom vorhergehenden Wickelgang überdeckten Abschnitt anschließenden Abschnitt des Trägers um den aus dem langgestreckten Träger, der Unterseite der weiteren Zwiebel und der eventuellen Überlänge der vorhergehenden Zwiebeln bestehenden neuen Verbund so aufgelegt wird, daß der spiralige Wickel des mindestens einen Bindebandes fortgeführt wird, und so fort bis zum Ende des Gebindes, wo das Bindeband so fixiert wird, daß ein unbeabsichtigtes Abwickeln verhindert wird,
- wobei die zur Bildung des spiraligen Wickels erforderliche Verschiebung durch Verschiebung des langgestreckten Trägers erfolgt.
- Mit diesen Vorkehrungen wird eine Bindevorrichtung verbessert, deren Aufbau sich aus der in dem deutschen Gebrauchsmuster DE- U-8509850 bzw. in der Vorveröffentlichung US-A-4.227.850 beschriebnen Konstruktion ergibt, wobei diese Vorrichtung insbesondere folgendes aufweist:
- einen im wesentlichen horizontalen Tisch,
- eine Einrichtung zur translatorischen Verschiebung des Gebindes während dessen Bildung auf der Tischebene, entlang der Längsachse des Tisches, welche aus einem translatorisch entlang der Längsachse geführten Gleitstück besteht und über dem Tisch einen Greifer trägt, welcher mindestens eine Zwiebel erfassen und trotz einer auf den Stiel ausgeübten Zugwirkung diese vorschieben kann,
- mindestens eine Einrichtung zur Steuerung der Einrichtung zur translatorischen Verschiebung des Gebindes über eine Verbindungseinrichtung,
- - einen Träger im vorderen Abschnitt des Tisches für mindestens ein Bandabgabemittel für das Bindeband,
- - eine Einrichtung zum Führen dieses Trägers des Bandabgabemittels in einer Drehbewegung im wesentlichen um die Längsachse des Tisches,
- - eine Einrichtung zur Steuerung der Drehbewegung dieses Trägers für das Bandabgabemittel,
- - eine Einrichtung zum Synchronisieren der Bewegungen der Einrichtung zur Steuerung der Drehbewegung des Trägers für das Bandabgabemittel und der Einrichtung zum Steuern der Verschiebebewegung des Gebindes während dessen Bildung in der Weise, daß das Bindeband zumindest im wesentlichen spiralig aufgelegt wird.
- Genauer gesagt sieht die Erfindung Verbesserungen bei den Einrichtungen vor, mit denen es bei diesen bekannten möglich ist, die synchronisierten Bewegungen der Bindebandspule um den zu bindenden Artikel und den Greifer sicherzustellen, der diesen Artikel während des Bindevorgangs verschieben muß.
- In der Vorveröffentlichung DE-U-8509850 sowie in dem Dokument US-A-4.227.850 sind die jeweils eingesetzten Einrichtungen von der Mechanik her kompliziert und damit aufwendig in Herstellung und Wartung.
- Ein weiteres mit der Erfindung herbeizuführendes Ergebnis besteht in der Schaffung einer Vorrichtung der vorgenannten Art, mit welcher diese Nachteile beseitigt werden.
- Auch zielt die Erfindung auf eine Vorrichtung ab, die einerseits robust ist und andererseits dennoch eine schnelle Rückstellung des Greifers zu seinem Ausgangspunkt zum Binden eines neuen Artikels, beispieisweise eines neuen Zopfes, gestattet
- Zum besseren Verständnis der Erfindung dient die nachstehende beispielhafte und keinesfalls einschränkende Beschreibung anhand der beiliegenden Zeichnung, in welcher schematisch:
- - Figur 1 ein nach dem erfindungsgemäßen Verfahren zusammengefügtes Gebinde mit Zwiebeln zeigt;
- - Figur 2 eine Vorderansicht einer Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens ist;
- - Figur 3 einen Schnitt entlang der Linie III-III in Figur 2 darstellt, und
- - Figur 4 ein Schnitt entlang der Linie IV-IV aus Figur 2 ist.
- Aus der Zeichnung ist ersichtlich, daß in dem Gebinde 1 die Zwiebeln in einer ganz bestimmten Weise angeordnet sind.
- Um die Zwiebeln 2 in dieser Anordnung zu halten, wird ein langgestreckter Träger 4 vorgesehen, gegen welchen die Stiele 3 der zu bindenden Zwiebeln 2, und zwar zumindest jeweils einer, angelegt werden, ehe um den Verbund E, der von diesem Träger 4 und mindestens einem Pflanzenstiel 3 gebildet wird, über eine bestimmte Länge jedes Stiels mindestens ein Bindeband 5 im wesentlichen spiralförmig gewickelt wird, statt die Stiele 3 zu flechten oder diese zu verknoten oder sie auch an einem bestimmten Punkt auf ihrer Länge durch Aufwickeln und Verknoten eines entsprechenden Bindebands einzubinden.
- Vorzugsweise wird für jede Zwiebel 2 mindestens über eine Länge des Stiels 3 gewickelt, die der Dicke der Zwiebel 2 vergleichbar ist.
- Beispielsweise wird der Träger aus einem Kartonstreifen gebildet, der gegenüber dem Träger 4 doppelte Breite aufweist und über seine gesamte Länge in zwei Hälften gebogen ist.
- Im Gebinde 1 handelt es sich bei der bevorzugten Anordnung um eine sogenannte kolbenförmige bzw. zopfförmige Bindung, bei welcher Gruppen von mindestens einer Zwiebel in ein bis drei zueinander parallelen Reihen R1, R2, R3 ausgerichtet sind, wobei entlang dieses Zopfes 1 die Zwiebeln in im wesentlichen regelmäßigen Schritten P voneinander beabstandet sind und ihre Stiele 3 dabei demselben Ende des Zopfes 1 zu gewendet sind und im wesentlichen in der Symmetrieebene des Gebindes liegen.
- Der Zopf wird fortschreitend auf dem langgestreckten Träger 4 ausgeführt, und zwar von einem von dessen Enden 6 her, das als "Basis" bezeichnet wird.
- Entlang des Zopfes können die Zwiebeln abwechselnd auf der einen und der anderen Seite der Symmetrieebene und/oder alternativ in zwei unterschiedlichen Stückzahlen aufgelegt werden.
- Um zu dieser Anordnung zu gelangen, geht man folgendermaßen vor:
- - gegen die Basis 6 des langgestreckten Trägers 4 wird die Basis 7 des Stiels mindestens einer Zwiebel 2 unter Drehung des Endes 8 dieses Stiels zum anderen Ende 9 des Trägers 4 hin aufgelegt;
- - um den Verband E1, der vom Träger 4 und der Basis 7 mindestens eines Stiels 3 gebildet wird, wird nun mindestens ein Bindeband 5 spiralförmig aufgewickelt, indem in der vorstehend erwähnten Weise vorgegangen wird, und zwar über die bereits genauer angegebene Länge;
- - gegen den von diesem Wickel überdeckten Abschnitt wird mindestens eine weitere Zwiebel angeordnet, deren Stielbasis auf den Abschnitt des Trägers aufgelegt wird, der sich unmittelbar an den Abschnitt anschließt, der mit diesem vorherigen Wickelgang überdeckt wurde, der um diesen neuen Verband E2, der aus dem langgestreckten Träger, der Stielbasis der weiteren Zwiebel und der eventuellen Überlänge der Stiele der vorhergehenden Zwiebeln besteht, gelegt ist, um so die spirallgen Wickelgänge mindestens eines Bindebandes fortzusetzen, und so fort, bis zum Ende des Zopfes, an dem das Bindeband in der Weise fixiert wird, daß ein unbeabsichtigtes Abwickeln vermieden wird.
- Die Erfindung bezieht sich auch auf eine Einrichtung zur Durchführung dieses Verfahrens zum Zusammenbinden von Zwiebeln 2 in einem Gebinde 1.
- Außer dem Träger 4 und dem Bindeband 5 weist diese Vorrichtung hauptsächlich eine Vorrichtung 10 zum spiraligen Aufwickeln des Bindebandes 5 um den vorgenannten Verband E auf. Diese Vorrichtung weist folgendes auf:
- einen im wesentlichen horizontalen Tisch 11,
- eine Einrichtung 16 zur translatorischen Verschiebung des Gebindes während dessen Bildung auf der Tischebene, entlang der Längsachse 15 des Tisches 11,
- mindestens eine Einrichtung 19 zur Steuerung der Einrichtung 16 zur translatorischen Verschiebung des Gebindes,
- - einen Träger 20 im vorderen Abschnitt des Tisches für mindestens ein Bandabgabemittel 21 für das Bindeband 5,
- - eine Einrichtung 22 zum Führen dieses Trägers 20 des Bandabgabemittels 21 in einer Drehbewegung im wesentlichen um die Längsachse 15 des Tisches 11,
- - eine Einrichtung 23 zur Steuerung der Drehbewegung dieses Trägers für das Bandabgabemittel,
- - eine Einrichtung 24 zum Synchronisieren der Bewegungen der Einrichtung 23 zur Steuerung der Drehbewegung des Trägers 20 für das Bandabgabemittel 21 und der Einrichtung 19 zum Steuern der Verschiebebewegung des Gebindes während dessen Bildung in der Weise, daß das Bindeband zumindest im wesentlichen spiralig aufgelegt wird.
- Diese verschiedenen Bauelemente sind in einem Rahmen 25 fest angebracht.
- Die Einrichtung 16 zur translatorischen Verschiebung kann beispielsweise aus einem Endlosband bestehen, das durch Anhaften seiner Sichtseite gegen den in Bildung befindlichen Zopf bzw. der zuvor gebildeten und noch mit dem ersten verbundenen Zöpfe den in Bildung befindlichen Zopf 1 entlang der Längsachse 15 des Tisches 11 vorschiebt.
- Bei einem anderen Ausführungsbeispiel umfaßt die Einrichtung zur translatorischen Verschiebung Greifelemente, die von mindestens einem Endlos-Verbindungsmittel, beispielsweise einer Kette, getragen werden, bei der zumindest ein Abschnitt ihres Weges im wesentlichen entlang der Längsachse 15 verläuft, während die Greifelemente in der Weise geformt sind, daß sie mit den Formen des Zopfes zusammenwirken.
- Beispielsweise bestehen diese Greifelemente aus Zangen bzw. Spannteilen, die mittels einer Betätigungseinrichtung geschlossen bzw. betätigt werden, welche auf diejenigen Zangen einwirkt, die sich auf dem Wegabschnitt befinden, der entlang der Längsachse 15 liegt und zwischen die Zwiebeln gerade eingeführt wird und deren Stiele erfaßt.
- Die Einrichtung zur Betätigung der Zangen besteht beispielsweise aus Nocken.
- Bei einer anderen Ausführungsform:
- - ist der Tisch zumindest über einen Teil seiner Länge ab dem Träger in zwei rechteckförmige Tischhätften 12, 13 unterteilt, die durch eine Längsnut 14 voneinander getrennt sind;
- - besteht die Einrichtung 16 zur translatorischen Verschiebung aus einem Gleitstück 16, das verschieblich entlang der Längsachse 15 geführt wird und dabei über dem Tisch einen Greifer 17 trägt, der mindestens eine Zwiebel erfassen und trotz einer auf den Stiel 3 einwirkenden Zugkraft deren Vorschub herbeiführen kann;
- - ist unter dem Tisch 11 mittels einer Verbindungseinrichtung 18 das Gleitstück der Einrichtung 19 zum Steuern der translatorischen Bewegung zugeordnet.
- Die den Tisch 11 in zwei Tischhälften 12, 13 unterteilende Nut 14 weist vorzugsweise eine Länge auf, die mindestens gleich der Länge des größten herzustellenden Zopfes 1 ist, um so zu vermeiden, daß der in Bildung begriffene Zopf 1 vom Greifer 17 freigegeben werden muß, damit sichergestellt wird, daß die Zwiebeln, die in einem gewissen Abstand von den an der Basis 6 des Trägers 4 liegenden Zwiebeln liegen, erfaßt werden.
- Vorteilhafterweise weist diese Nut 14 eine kleinere Breite als der langgestreckte Träger 4 der Stiele 3 auf, wodurch vermieden wird, daß der Träger 4 und die Stiele in die Nut und/oder unter dem Tisch 11 in Eingriff gelangen.
- Das Gleitstück 16 wird mit einem Schieber 26 zusammen, der beispielsweise aus zwei Führungsstangen 27, 28 besteht, die zur Längsachse parallel liegen, sich auf dem Rahmen 25 abstützen und jeweils in eine der Bohrungen 29, 30 gelangen, die zu diesem Zweck im Gleitstück 16 vorgesehen sind.
- Die Verbindungseinrichtung 18 für die Verschiebung weist einen dem Gleitstück 16 über ein Mittel 32 zugeordneten Greiferträger 31 auf, welchem einerseits der Greifer 17 und andererseits eines der Elemente 33, 34 zugeordnet sind, welche bei der Ausbildung der Einrichtung 19 zum Steuern der Verschiebebewegung des Greifers zum Einsatz kommen.
- Vorzugsweise handelt es sich bei der Einrichtung 32, mit welcher der Träger für den Greifer 17 dem Gleitstück 16 zugeordnet ist, um einen Drehzapfen 32, dessen Achse senkrecht zur Längsachse 15 der Nut 14 steht, so daß der Greifer 17 wie auch das Element 33 um die Achse dieses Drehzapfens zwischen zwei Positionen verschwenkbar sind, wobei in der einen Position der Greifer sich bezüglich des Tisches in seiner Normalstellung befindet, und die Elemente 33, 34 der Einrichtung zum Steuern der Verschiebebewegung so positioniert sind, daß sie miteinander zusammenwirken, während diese Elemente in der anderen Position außer Eingriff miteinander stehen und der Verschiebungsantrieb des Greifers nicht mehr wirksam ist.
- Es ist von Vorteil, wenn das Element 33 aus einer Zahnstange bzw. Teilmutter besteht, die bei Normalstellung des Greifers bezüglich der Tischoberseite mit einer Leitspindel 34 zusammenwirkt, deren Achse parallel zur Längsachse 15 verläuft, während bei abgehobenem Greifer das Element 33 außer Eingriff mit der Leitspindel steht und so eine ungehinderte Verschiebung des Gleitstücks gestattet, beispielsweise um zur Bildung eines neuen Zopfes den Greifer rasch wieder zu seinem Ausgangspunkt zurückzuführen.
- Im Zusammenhang mit dem drehbaren Träger 20 mindestens eines Bandabgabemittels ist es von Vorteil, wenn dieser aus einer Scheibe 35 besteht, die vorne von einer drehfest in einer Bohrung 37 geführten Nabe 3 6 abgestützt wird, wobei die Achse der Bohrung 37 im wesentlichen mit der Längsachse des Tisches zusammenfällt und die Bohrung in einer fest mit dem Rahmen 25 verbundenen Vorderplatte 38 vorgesehen ist.
- Am hinteren Ende trägt die Nabe eines der Elemente 39, 40, 41, 42, die zusammenwirken, um ihre Drehbewegung zu steuern, z.B. eine Riemenscheibe 39 oder ein Zahnrad, über das ein Riemen 40 bzw. eine Kette geführt ist, die über eine andere Scheibe 41 bzw. ein Ritzel läuft, das auf die Abtriebswelle eines Motors bzw. eines Untersetzungsgetriebes 42 aufgekeilt ist, welches die Drehbewegung der Leitspindel 34 direkt oder über ein Getriebe so steuert, daß die Synchronisierung der Dreh- und der Translationsbewegungen gewährleistet ist.
- Das Bandabgabemittel 21 weist einen Schaft 43 auf, der parallel zur Längsachse verläuft und der Scheibe 35 des Drehträgers zugeordnet ist; darauf ist eine Spule 44 bzw. ein Wickel für das Bindeband aufgesetzt.
- Um ein unbeabsichtigtes Abwickeln des Bindebands zu vermeiden, ist auf dem Schaft ein Element 45 zum Abbremsen der Drehbewegung des Wickels vorgesehen, z.B. eine zwischen der Scheibe und der hinteren Wange der Spule eingespannte Schraubenfeder, die durch einen am freien Ende des Schaftes vorgesehenen abnehmbaren Anschlag 46 hinsichtlich einer Verschiebung auf dem Schaft festgestellt ist.
- Diese Bremse versetzt das Bindeband unter eine gewisse Spannung.
- Um diese Spannung im Gleichgewicht zu halten, trägt der Drehträger bei einer bevorzugten Ausführungsform zwei diametral gegenüberliegende Schäfte 43, die jeweils eine in ähnlicher Weise abgebremste Bandspule 44 aufnehmen.
- In der gleichen Ebene wie der Tischebene ist vorteilhafterweise vor der Vorderkante des Tisches in ausreichendem Abstand von dieser eine Platte 47 vorgesehen, die den Vorschub der den Zopf bildenden Produkte vereinfacht; diese Platte dient zur Freigabe des Durchtritts für das Bindeband, das vom Abgabemittel 21 abläuft und um die Schäfte und den langgestreckten Träger 4 gewickelt wird.
- Zur Führung des langgestreckten Trägers 4 und der Schäfte 3 kann der Tisch und/oder die Platte 47 am Eingang mindestens ein Paar Zapfen 48 aufweisen, die voneinander um mindestens die Breite des langgestreckten Trägers beabstandet sind.
- Ein Gehäuse 49 überdeckt den Drehträger und das Bandabgabemittel, wodurch verhindert wird, daß sich die Bedienungsperson, die den Träger und die Zwiebeln durch eine hierzu in der Vorderwand des Gehäuses vorgesehene Öffnung 50 außerhalb des Bereichs erfaßt, welchen das Bandabgabemittel durchläuft, an letzterem verletzt.
- Zur Bildung eines Zwiebelzopfes mittels dieser Vorrichtung beginnt man damit, daß das Ende des langgestreckten Trägers mit der Einrichtung 16 zu dessen translatorischer Verschiebung zum Zusammenwirken veranlaßt und der nachfolgende Teil dieses Trägers auf die Oberseite des Tisches und der Plätte gebracht wird.
- Anschließnd werden auf dem Ende des langgestreckten Trägers folgende Schritte ausgeführt:
- - man legt eine oder mehrere Zwiebeln so auf, daß deren Stiel(e) dem freien Ende des langgestreckten Trägers 4 zu gewendet ist (sind);
- - man erfaßt das freie Ende des Bindebands, das von dem auf der Drehscheibe abgestützten Bindebandwickel abläuft, und anschließend
- wird es auf dieses Ende um die Stiele und den langgestreckten Träger gewickelt, worauf
- - gleichzeitig die Scheibe in Drehung versetzt und der Vorschub der Einrichtung zur translatorischen Verschiebung veranlaßt wird, und zwar in der Weise, daß die Wicklung des Bindebands in spiraligen Gängen um den Verbund aus Stielen und langgestrecktem Träger herbeigeführt wird, während die Basis des Zopfes zur hinteren Kante des Tisches hin entfernt wird;
- - dieser Vorgang wird unterbrochen, wenn die Stiele und der langgestreckte Träger über die gewählte Länge umwickelt sind, und nun
- - legt man neue Zwiebeln in der Nähe der mit dem Band verbundenen Zwiebel(n) auf, die unter Anlegen einer neuen spiraligen Wicklung mit dem Bindeband mit dem langgestreckten Träger verbunden werden, worauf
- - man diesen letzten Vorgang so oft wiederholt, bis man ein Gebinde mit der gewünschten Länge hergestellt hat, und abschließend wird das Bindeband abgeschnitten und die auf dem Gebinde aufgebrachte Wickeltour gesichert.
- Wenn die Festigkeit der Zwiebelstiele gegenüber einem abreißen nur gering ist, können Maßnahmen vorgesehen werden, um die zur translatorischen Verschiebung des Gebindes aufgebrachten Antriebskräfte auf ein zusätzliches Element 51 wie beispielsweise einen Haken zu übertragen, das einerseits mit der Einrichtung zur translatorischen Verschiebung und andererseits mit dem ersten spiralförmigen Wicklungsgang verbunden ist.
- Dieses Element 51 wird selbstverständlich nach Herstellung des Gebindes aus diesem wieder herausgezogen.
Claims (3)
1. Verfahren zum Zusammenbinden von Pflanzenzwiebeln,
insbesondere Zwiebeln von Gemüsepflanzen wie Speisezwiebeln,
Knoblauchzwiebeln, Schalotten, bei welchem die Zwiebeln (2) im Gebinde (1) in
einer bestimmten Weise angeordnet werden und ein langgestreckter Träger
(4) verwendet wird, gegen welchen die Pflanzenstiele (3) der
einzubindenden Zwiebeln (2) zumindest jeweils einzeln angelegt werden, ehe
um den Verbund (E), der von diesem Träger (4) und mindestens einem
Pflanzenstiel (3) gebildet wird, über eine bestimmte Länge jedes
Stiels mindestens ein Bindeband (5) im wesentlichen spiralförmig
gewickelt wird,
wobei dieses Verfahren zur Bildung eines als kolbenförmig bzw.
zopfförmig bezeichneten Gebindes, bei dem Gruppen von je mindestens
einer Zwiebel in einer von drei zueinander parallelen Reihen (R1, R
2,
R3) entlang des Gebindes (1) ausgerichtet sind, wobei die Zwiebeln in
derselben Reihe in im wesentlichen regelmäßigen Schritten (P)
voneinander beabstandet sind und ihre Stiele (3) dabei demselben Ende des
Gebindes (1) zugewendet sind und im wesentlichen in der
Symmetrieebene des Gebindes liegen, entlang welchem die Zwiebeln aufgelegt sind,
durch gekennzeichnet, daß :
- gegen die Basis (5) des langgestreckten Trägers (4) die
Unterseite (7) des Stiels (3) mindestens einer Zwiebel (2) aufgelegt
wird, indem das Ende (8) dieses Stiels zum anderen Ende (9) des
Trägers (4) hin gedreht wird,
- um den vom Träger (4) und der Unterseite (7) mindestens eines
Stiels (3) gebildeten Verbund (E1) spiralig und über die Länge eines
Schritts (P), die mindestens gleich der der Dicke der Zwiebel (2)
vergleichbaren Länge des Stiels (3) ist, zumindest das Bindeband (5)
gewickelt wird,
- daß gegen den von diesem Wickelgang überdeckten Abschnitt
mindestens eine weitere Zwiebel positioniert wird, deren
Stielunterseite auf den unmittelbar an den vom vorhergehenden Wickelgang
überdeckten Abschnitt anschließenden Abschnitt des Trägers um den aus dem
langgestreckten Träger, der Unterseite der weiteren Zwiebel und der
eventuellen Überlänge der vorhergehenden Zwiebeln bestehenden neuen
Verbund (E2) so aufgelegt wird, daß der spiralige Wickel des
mindestens einen Bindebandes fortgeführt wird, und so fort bis zum Ende
des Gebindes, wo das Bindeband so fixiert wird, daß ein
unbeabsichtigtes Abwickeln verhindert wird,
wobei die zur Bildung des spiraligen Wickels erforderliche
Verschiebung durch Verschiebung des langgestreckten Trägers (4) erfolgt.
Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1,
welches folgendes aufweist:
einen im wesentlichen horizontalen Tisch (11),
eine Einrichtung (16) zur translatorischen Verschiebung des
Gebindes während dessen Bildung auf der Tischebene, entlang der
Längsachse (15) des Tisches (11), welche aus einem translatorisch entlang
der Längsachse (15) geführten Gleitstück (16) besteht und über dem
Tisch einen Greifer (17) trägt, welcher mindestens eine Zwiebel
erfassen und trotz einer auf den Stiel (3) ausgeübten Zugwirkung diese
vorschieben kann,
mindestens eine Einrichtung (19) zur Steuerung der Einrichtung
(16) zur translatorischen Verschiebung des Gebindes über eine
Verbindungseinrichtung (18),
- einen Träger (20) im vorderen Abschnitt des Tisches für
mindestens ein Bandabgabemittel (21) für das Bindeband (5),
- eine Einrichtung (22) zum Führen dieses Trägers (20) des
Bandabgabemittels (21) in einer Drehbewegung im wesentlichen um die
Längsachse (15) des Tisches (11),
- eine Einrichtung (23) zur Steuerung der Drehbewegung dieses
Trägers für das Bandabgabemittel,
- eine Einrichtung (24) zum Synchronisieren der Bewegungen der
Einrichtung (23) zur Steuerung der Drehbewegung des Trägers (20) für
das Bandabgabemittel (21) und der Einrichtung (19) zum Steuern der
Verschiebebewegung des Gebindes während dessen Bildung in der Weise,
daß das Bindeband zumindest im wesentlichen spiralig aufgelegt wird,
dich geennzeichnet, daß:
- die Verbindungseinrichtung (18) für die Verschiebung einen
dem Gleitstück (16) über ein Mittel (32) zugeordneten Greiferträger
(31) umfaßt, welchem einerseits der Greifer (17) und andererseits
eines der Elemente (33, 34) zugeordnet sind, welche bei der Ausbildung
der Einrichtung (19) zum Steuern der Verschiebebewegung des Greifers
in Eingriff kommen, und
- die Einrichtung (32), mit welcher der Träger für den Greifer
(17) dem Gleitstück (16) zugeordnet ist, ein Drehzapfen (32) ist,
dessen Achse senkrecht zur Längsachse (15) einer im Tisch (11)
ausgebildeten Nut (14) steht, und so der Greifer (17) wie auch das Element
(33) dem Träger (31) für den Greifer in einem gewissen Abstand von
der Achse des Drehzapfens (32) so zugeordnet sind, daß der Greifer
(17) und das Element (33) um die Achse dieses Drehzapfens zwischen
zwei Positionen verschwenkbar sind, wobei in der einen Position der
Greifer sich bezüglich des Tisches in seiner Normalstellung befindet,
und die Elemente (33, 34) der Einrichtung zum Steuern der
Verschiebebewegung so positioniert sind, daß sie miteinander zusammenwirken,
während diese Elemente in der anderen Position außer Eingriff
voneinander stehen und der Verschiebungsantrieb des Greifers nicht mehr
wirksam ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das
Element (33) aus einer Teilmutter besteht, die bei Normalstellung des
Greifers bezüglich der Tischoberseite mit einer Leitspindel (34)
zusammenwirkt, deren Achse parallel zur Längsachse (15) verläuft,
während bei abgehobenem Greifer das Element (33) außer Eingriff mit der
Leitspindel steht und so eine ungehinderte Verschiebung des
Gleitstücks gestattet.
Applications Claiming Priority (1)
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| EP89403451A EP0436748B1 (de) | 1989-12-13 | 1989-12-13 | Verfahren um Pflanzenzwiebeln zusammenzubinden, Vorrichtung um das Verfahren auszuführen |
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| DE68914465T2 true DE68914465T2 (de) | 1994-10-06 |
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Family Applications (1)
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| DE68914465T Expired - Fee Related DE68914465T2 (de) | 1989-12-13 | 1989-12-13 | Verfahren um Pflanzenzwiebeln zusammenzubinden, Vorrichtung um das Verfahren auszuführen. |
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