DE1536032C - Verfahren und Vorrichtung zur Gestaltung eines Tuchmacherknotens - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zur Gestaltung eines TuchmacherknotensInfo
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Description
1 2
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren und Schlingen aus einem üblichen Tuchmacherknoten
auf eine Vorrichtung zur Gestaltung eines Tuch- hervorsteht. Dazu kann nach einem Verknotungs-
macherknotens, insbesondere für die Verschnürung Vorgang zwischen dem Knoten und dem Fadenvorrat
von Gegenständen. eine Zange zum Festhalten des Fadens und/oder die
Bei einem bekannten Verfahren dieser Art werden 5 Schneidvorrichtung zum Durchschneiden des Fadens
zwei Teile des gleichen Fadens zueinander parallel auf einem Schlitten verschiebbar sein, der ein
gestrafft, in jeder Parallelen zu einer der anderen Schaltorgan betätigt, durch welches der Stromkreis
gegenüberliegenden U-Form gedrückt und an ihren des den Schlitten bewegenden Stellmotors bei
U-Bogen um 180° in zueinander entgegengesetztem einer vorbestimmten Schlittenstellung unterbrochen
Drehungssinn zu je einer Schlinge gedreht. io wird.
Es hat sich nun gezeigt, daß gewöhnliche Ver- In den Zeichnungen sind Ausführungsbeispiele der
schnürungsmittel, wie Bindfaden, Kordeln, Bänder, Erfindung schematisch dargestellt und nachstehend
dünne Drähte od. dgl., insbesondere sehr glatte Ver- beschrieben, ohne daß die Erfindung jedoch hierauf
schnürungsmittel, wie z. B. Kunststoffäden, bei Ver- beschränkt sein soll.
wendung des bekannten Verfahrens das Bestreben 15 F i g. 1 zeigt in perspektivischer Sicht die Stellung
haben, aus der Verknotung herauszugleiten, so daß der Vorrichtung und des zu verschnürenden Gegen-
sich der Knoten öffnen kann. Standes zu Beginn des Verfahrens,
Durch das erfindungsgemäße Verfahren soll das Fig. 2 den Querschnitt durch einen zum Halten
erwähnte bekannte Verfahren so verbessert werden, während des Verfahrens und zum Festziehen bedaß
ein Tuchmacherknoten entsteht, der auch für ao nutzen Dorn,
ganz glattes Verschnürungsmaterial haltbar und fast F i g. 3 die Ausbildung der U-Bogen,
unlösbar ist. F i g. 4 die Ausbildung der Schlingen, .
Die Erfindung geht von einem Verfahren zur Ge- F i g. 5 das Heranholen des freien Fadenendes zum
staltung eines Tuchmacherknotens aus, bei welchem Durchziehen durch die Schlingen; in
an einander gegenüberliegenden Stellen der Schenkel as F i g. 6 ist der Fall dargestellt, bei dem das freie einer U-förmigen Fadenschleife im wesentlichen Fadenende durch keine der beiden Schlingen hinsenkrecht zu deren Ebene je eine weitere U-Schleife durchgezogen wird;
an einander gegenüberliegenden Stellen der Schenkel as F i g. 6 ist der Fall dargestellt, bei dem das freie einer U-förmigen Fadenschleife im wesentlichen Fadenende durch keine der beiden Schlingen hinsenkrecht zu deren Ebene je eine weitere U-Schleife durchgezogen wird;
gebildet wird und diese weiteren U-Schleifen durch Fig. 7 zeigt die Ausbildung des noch offenen
jeweils entgegengesetzte Verdrehung der Schleifen um Tuchmacherknotens,
180° zu Schlingen geformt werden, durch welche 30 F i g. 8 das Festziehen des Tuchmacherknotens und
hindurch ein mit dem Faden der erstgenannten F i g. 9 den doppelten Tuchmacherknoten, der
U-förmigen Fadenschleife zu verknotender Gegen- auch bei Verwendung sehr glatten Fadenmaterials
faden gezogen wird. nicht von selbst lösbar ist,
Das zuvor angegebene Ziel wird dadurch erreicht, F i g. 10 eine Vorrichtung zum Abschneiden des
daß der Gegenfaden als Schleife durch die genannten 35 Fadenendes in verschiedenem Abstand zwischen der
Schlingen gezogen wird, ohne daß ein freies Ende Schere und der Fadenklemme,
der Schleife des Gegenfadens auch nur durch eine In der Nähe eines zu verschnürenden Paketes 1
der Schlingen durchgezogen wird. Das freie Ende befinden sich U-förmige Führungsstücke 2,3,4 und 5,
des Fadens endet dann also noch vor der ersten von denen die Führungsstücke 2 und 4 sowie 3
Schlinge. Werden die Schlingen dann festgezogen, so 40 und 5 paarweise zusammenarbeiten. Die Führungs-
entsteht ein doppelter Tuchmacherknoten, der in- stücke 2 und 3 einerseits sowie 4 und 5 andererseits
folge seiner mehrfach geschlungenen Fadenführung liegen mit ihren Breitseiten zueinander parallel, je-
so fest ist, daß er sich auf keinen Fall von allein doch hintereinander. Die U-förmigen Ausladungen
löst, auch wenn das Fadenmaterial äußerst glatt ist, der Führungsstücke 2 und 3 sind breiter als die
wie z. B. Kunststoff-Faden. 45 U-förmigen Ausladungen der Führungsstücke 4 und 5,
Die Erfindung umfaßt auch eine Vorrichtung zur so daß entweder die Führungsstücke 2 und 3 sich
Ausübung des vorstehend angegebenen Verfahrens. beiderseits an den Führungsstücken 4 und 5 vorbei-
AIs Vorrichtung kann eine solche benutzt werden, bewegen können oder daß die Führungsstücke 4
wie sie bereits zur Herstellung eines gewöhnlichen und 5 sich in die U-Bogen der Führungsstücke 2
Tuchmacherknotens bekannt ist. Bei einer solchen 50 und 3 hineinbewegen können. Es kommt lediglich I
Vorrichtung ist es lediglich erforderlich, eine Ver- auf die Relativbewegungen der zugehörigen Füh-
stellbarkeit vorzusehen, dahingehend, daß der Ab- rungsstücke paarweise an, derart, daß die einander
stand zwischen der Schere zum Abschneiden des entsprechenden Führungsstücke gleiche Bewegungen
verknoteten Fadens und der Klemme zum Festhalten ausführen.
des für die nächsten Verknotungsvorschläge frei ge- 55 Jedes Führungsstück 2,3,4 und 5 ist an den freien
wordenen Fadenendes so weit einstellbar ist, bis Enden der U-Schenkel mit keilförmig offenen gabel-
die Länge des von der Klemme aus frei gewordenen ähnlichen Spreizen 6, 7, 8, 9,10,11,12 und 13 aus-
Fadenendes groß genug ist, um es beim Durchziehen gestattet.
durch die mittels drehbarer Spreizen gebildeten Zur Bildung eines Tuchmacherknotens wird das
Schlingen mit Bezug auf die Durchziehrichtung 60 von der Vorratsrolle kommende, über den Halter 17
hinter den beiden Schlingen enden zu lassen. Die gelegte freie Fadenende 14 um den Dorn 15 gelegt,
Einstellbarkeit des erwähnten Abstandes, für die wobei es sich zwischen den unteren Spreizen 12 und
ganz unabhängig von der Ausübung des vorge- 13 einerseits sowie den oberen Spreizen 8 und 9
schlauunen Verfahrens Schutz beansprucht wird, er- andererseits befindet. Vom Dorn 15 aus wird der
möglidit es, mit einer einzigen Maschine Knoten 65 Faden in entgegengesetzter Richtung parallel zu dem
herzustellen, bei denen das freie Fadenende entweder ersten Fadenteil so gelegt, daß er sich zwischen den
eine aufziehbare oder eine nicht aufziehbare Schleife näher am Paket 1 befindlichen unteren Spreizen 10
bildet oder aber nach Durchziehen durch beide und 11 einerseits und den oberen Spreizen 6 und 7
andererseits befindet. Sodann wird der Faden um der Knoten, durch den Dorn 15 herangeführt, so
das Paket 1 herumgelegt, wobei sein freies Ende 4 nahe wie möglich an dem Paket 1.
in den Zangen 38, 39 festgehalten ist. Dabei wird da- Schließlich wird das zur Vorratsrolle führende für Sorge getragen, daß dann, wennn ein aufzieh- Fadenende 18 durch die schon vorher frei gebarer Tuchmacherknoten hergestellt werden soll, das 5 wordenen Zangen 38 und 39 ergriffen und durch freie Ende 4 höchstens so weit über die Zange 38 eine Schneidvorrichtung 42 abgeschnitten. Bei der herausragt, wie der Abstand a (F i g. 1) zwischen den hier betrachteten Vorrichtung ist der Abstand zwibeiden Drehachsen der Spreizenpaare 10,11,12 und sehen der Schneidvorrichtung 42, z. B. einer Schere, 13 ist, während dann, wenn ein doppelter Tuch- und der Zange 38, z. B. einer Klemme, gemäß einem macherknoten hergestellt werden soll, das freie Ende io sehr wichtigen Merkmal der Erfindung einstellbar. 43 etwa doppelt so lang aus der Zange 38 heraus- Dieser Abstand wird so eingestellt, daß beim Abragen muß. schneiden ein freies Fadenende 43 übrigbleibt, das
in den Zangen 38, 39 festgehalten ist. Dabei wird da- Schließlich wird das zur Vorratsrolle führende für Sorge getragen, daß dann, wennn ein aufzieh- Fadenende 18 durch die schon vorher frei gebarer Tuchmacherknoten hergestellt werden soll, das 5 wordenen Zangen 38 und 39 ergriffen und durch freie Ende 4 höchstens so weit über die Zange 38 eine Schneidvorrichtung 42 abgeschnitten. Bei der herausragt, wie der Abstand a (F i g. 1) zwischen den hier betrachteten Vorrichtung ist der Abstand zwibeiden Drehachsen der Spreizenpaare 10,11,12 und sehen der Schneidvorrichtung 42, z. B. einer Schere, 13 ist, während dann, wenn ein doppelter Tuch- und der Zange 38, z. B. einer Klemme, gemäß einem macherknoten hergestellt werden soll, das freie Ende io sehr wichtigen Merkmal der Erfindung einstellbar. 43 etwa doppelt so lang aus der Zange 38 heraus- Dieser Abstand wird so eingestellt, daß beim Abragen muß. schneiden ein freies Fadenende 43 übrigbleibt, das
Nachdem die zwischen den beiden Spreizenpaaren beim Durchziehen des Fadenteils 40 durch die beiden
liegenden Fadenteile 14 und 16 straffgezogen sind, Schlingen 33 und 32 lang genug ist, um durch keine
werden die Spreizen in Richtung der Pfeile 19, 20, 15 der beiden Schlingen 32 und 33 hindurchgezogen zu
21 und 22 parallel zueinander verschoben, so daß sie werden.
in die aus Fig. 3 ersichtliche Lage kommen. Da- Der nächste Verknotungsvorgang spielt sich dann
durch werden die beiden Fadenteile 14 und 16 zu je genau ab, wie vorher beschrieben. Es entsteht also
einer U-Form 23 und 24 gebogen. Um das Material ein doppelt in sich verschlungener Tuchmacherknoten
für die Ausbildung der U-Form heranzuführen, wird ao 44, der sich von allein auch dann nicht löst, wenn
einerseits der Dorn 15 ein wenig in Richtung des sehr glattes Fadenmaterial benutzt wird. Dieser
Pfeils 25 bis zu der Stellung 15 a geführt, und Knoten kann auch durch Zug an einem oder beiden
andererseits werden die Fadenteile 14 und 16 in freien Enden nicht geöffnet werden, er wird vielmehr
Richtung der Pfeile 26 und 27 ein wenig nachge- durch solchen Zug noch fester, wie dies bei den belassen,
as kannten einfachen Tuchmacherknoten der Fall ist.
Hierauf werden die Achsen 28 und 29 der Füh- Wenn das erfindungsgemäße Verfahren mit einer
rungsstücke 4 und 5 je um 180° in einander ent- Knotermaschine ausgeübt werden soll, so kann eine
gegengesetzten Drehrichtungen entsprechend den verstellbare Abschneidevorrichtung zur Ausübung
Pfeilen 30 und 31 gedreht. Dadurch werden die des Verfahrens in die Maschine eingebaut werden,
U-Bogen 23 und 24 zu Schlingen 32 und 33 geformt, 30 wie eine solche in Fig. 10 beispielsweise darge-
die hintereinander liegen, so daß nachfolgend die stellt ist.
Zange od. dgl., 34, durch die Schlingen 32 und 33 Die Abschneidevorrichtung hat die Aufgabe, das
hindurchfahren kann, um das zwischen den Zangen nach dem Abschneiden freie Fadenende 18 von dem
38 und 37 liegende Stück 40 des freien Fadenendes für den nächsten Knotervorgang erforderlichen
41 bzw. 43 abzunehmen und durch die beiden 35 Fadenanfang 43 an einer solchen Stelle zu trennen,
Schlingen hindurchzuführen, wie es in F i g. 5 zu- daß der Fadenanfang 43 gerade die zur Erzeugung
nächst durch den Pfeil 36 dargestellt ist. Gleichzeitig der gewünschten Knotenart richtige Länge aufweist,
mit dem Drehen der Schlingen wird der Dorn 15 Zu diesem Zweck arbeitet die als Schere 42 aus-
wiederum ein kleines Stück in Richtung des Pfeils 37 gebildete Abschneidevorrichtung mit dem in der Rich-
bis zu der Stellung 15 b weiterbewegt, um aus dem 40 tung des Doppelpfeils XV verschiebbaren Zangen-
von ihm festgehaltenen Fadenüberschuß einen Teil paar 38, 39 zusammen. Die Verschiebung erfolgt
zur Ausbildung der beiden Schlingen 32 und 33 ab- mittels einer an die Automatik der Maschine ange-
zugeben. schlossenen Kette 45, welche unter Vermittlung des
Nachdem die Zange34 die aus Fig. 5 ersichtliche aus anderen Gründen vorhandenen Maschinenteils
Lage eingenommen und den zwischen zwei Zangen 45 45, an dem die Zangen 38, 39 befestigt sind, diese in
38 und 39 festgehaltenen Fadenteil 40 übernommen Richtung des Doppelpfeils XV hin oder her zieht,
hat, der sich in der Nähe des Fadenendes 43 be- Die Zangen können dabei mittels Stützrädern 47, 48
findet, zieht die Zange 34 den Fadenteil 40 durch die auf einer Führungsbahn 49 gleiten,
beiden Schlingen 32 und 33 hindurch. Dabei bildet Ferner ist mit der Bewegung der Zangen 38, 39 der Fadenteil 40 einen U-Bogen, wie aus F i g. 6 er- 50 verbunden ein um die Achse 50 schwenkbarer Schaltsichtlich ist. Sodann wird der Dorn 15 aus seiner hebel 51, der durch einen Schaltbolzen 52 betätigbar Lage 15 b in Richtung des Pfeils VIII angezogen, bis ist. Der Schalthebel 51 ist mit drei Stufen 53, 54 und er in die aus F i g. 7 ersichtliche Lage 15 c kommt. 55 versehen und drückt bei der Bewegung der Dabei werden die Schlingen 32 und 33 in die für Zangen 38,39 je nach der Stufe, auf welche der einen Tuchmacherknoten typische Lage gedreht. 55 Schaltbolzen 52 drückt, den Schaltknopf 56 ver-
beiden Schlingen 32 und 33 hindurch. Dabei bildet Ferner ist mit der Bewegung der Zangen 38, 39 der Fadenteil 40 einen U-Bogen, wie aus F i g. 6 er- 50 verbunden ein um die Achse 50 schwenkbarer Schaltsichtlich ist. Sodann wird der Dorn 15 aus seiner hebel 51, der durch einen Schaltbolzen 52 betätigbar Lage 15 b in Richtung des Pfeils VIII angezogen, bis ist. Der Schalthebel 51 ist mit drei Stufen 53, 54 und er in die aus F i g. 7 ersichtliche Lage 15 c kommt. 55 versehen und drückt bei der Bewegung der Dabei werden die Schlingen 32 und 33 in die für Zangen 38,39 je nach der Stufe, auf welche der einen Tuchmacherknoten typische Lage gedreht. 55 Schaltbolzen 52 drückt, den Schaltknopf 56 ver-
Beim weiteren Fortgang des Verfahrens bewegt schieden tief in den Endschalter 57 hinein. Der Endsich
der Dorn 15 in Richtung des Pfeils IX zu der schalter 57 liegt in dem Stromkreis des Stellmotors,
Stelle hin, an welcher schließlich der fertige Knoten welcher die Zangen 38, 39 in Richtung des Pfeils XV
neben dem Paket 1 liegen soll. Diese Lage ist in hin und her bewegt. Entsprechend den drei Stufen
F i g. 8 dargestellt. Gleichzeitig wird der vom Vorrat 60 53, 54 und 55 hat der Endschalter 57 drei Schaltkommende
Teil 18 des Fadens in Richtung des Stellungen 58, 59 und 60, durch welche der Strom-Pfeils
A angezogen, so daß die in F i g. 8 dargestellte kreis des Stellmotors unterbrochen werden kann. An
Lage entsteht. Schließlich wird der Dorn 15 aus Stelle des einen Endschalters mit drei Schaltstellunseiner
Stellung 15 d rechtwinkelig zur Papierebene gen können auch drei einzelne Schalter vorgesehen
entfernt und durch weiteres Anziehen des zur Vor- 65 sein. Da der oder die Endschalter sich gewöhnlich
ratsrolle führenden Fadenteils 18 in Richtung des im Inneren der Knotermaschine befinden, sind sie
Pfeils A der Tuchmacherknoten endgültig zu der in nicht direkt, sondern über einen von außen zugäng-Fig.
9 dargestellten Form festgezogen. Dabei sitzt liehen, nicht gezeichneten Wählschalter einstellbar.
Der Wählschalter erlaubt drei Einstellungen, welche dem »gewöhnlichen Tuchmacherknoten«, dem »aufziehbaren
Tuchmacherknoten« und dem »doppelten Tuchmacherknoten« entsprechen. Für jeden dieser
Knoten muß der Fadenanfang 43 eine andere Länge haben.
Wird nun beispielsweise der Wählschalter auf »aufziehbarer Tuchmacherknoten« eingestellt, so
wird dadurch im Endschalter 57 die Schaltstellung 59 in Bereitschaft gesetzt. Fährt dann der Schlitten
61 in Richtung des Pfeils XV, so wird in dem Augenblick, wenn der Schaltbolzen 52 die Stufe 54 des
Schalthebels 51 erreicht, der Schaltknopf 56 die Schaltstellung 59 zum Ansprechen bringen, wodurch
der Stellmotor den Stromkreis und damit die Bewegu'ng der Kette 45 abschaltet. Der Schlitten 61
steht dann genau in einer:solchen Stellung, daß beim Durchschneiden des Fadens mittels der Schere 42
und bei gleichzeitigem Festklemmen des Fadens mittels der Zange 38 der Fadenanfang 43 genau die ao
richtige Länge hat, um im nächsten Verknotungsvorgang einen aufziehbaren Tuchmacherknoten zu
ergeben.
Wenn der Schaltbolzen 52 durch Ansprechen der Schaltstellung 58 auf der Stufe 53 stehenbleibt, wird
der Fadenanfang 43 kürzer, wodurch beim nächsten Verknotungsvorgang ein einfacher Tuchmacherknoten
entsteht. Bleibt der Schaltbolzen 52 durch Ansprechen der Schaltstellung 60 auf der Stufe 55
stehen, so wird der Fadenanfang 43 langer, um beim nächsten Verknotungsvorgang einen doppelten Tuchmacherknoten
44 zu ergeben.
Auf diese Art ist es möglich, mit einer einzigen Verknotungsmaschine lediglich durch Einstellen des
Wählschalters einen der drei Knoten wahlweise zu erzeugen.
Die Anordnung kann auch so getroffen werden,
daß die Zange 38 feststeht und die Schere 42 beweglich ist.
Claims (3)
1. Verfahren zur Gestaltung eines Tuchmacherknotens, insbesondere für die Verschnürung von
Gegenständen, bei welchem an einander gegenüberliegenden Stellen der Schenkel einer U-förmigen
Fadenschleife im wesentlichen senkrecht zu deren Ebene je eine weitere U-Schleife gebildet
wird und diese weiteren U-Schleifen durch jeweils entgegengesetzte Verdrehungen der Schleifen um
180° zu Schlingen geformt werden, durch welche hindurch ein mit dem Faden der erstgenannten
U-förmigen Fadenschleife zu verknotender Gegenfaden gezogen wird, dadurch gekennzeichnet,
daß der Gegenfaden als Schleife durch die genannten Schlingen gezogen wird, ohne daß ein freies Ende der Schleife des Gegenfadens
auch nur durch eine der Schlingen durchgezogen wird.
2. Vorrichtung zur Ausübung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
der Abstand zwischen einer Schneidvorrichtung (42) zum Abschneiden des verknoteten Fadens
(18) und einer Klemme (38) zum Festhalten des für den nächsten Verknotungsvorgang frei gewordenen
Fadenendes (43) wahlweise von einer Länge, bei welcher das von der Klemme aus frei
gewordene Fadenende beim folgenden Verknotungsvorgang durch beide mittels drehbarer
Spreizen (6 bis 13) gebildete Schlingen (32, 33) hindurchgezogen wird, über eine Länge, bei
welcher dieses Fadenende nur durch die der Klemme benachbarte Schlinge hindurchgezogen
wird, bis auf eine Länge einstellbar ist, bei welcher das genannte Fadenende durch keine der
Schlingen hindurchgezogen wird.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen dem Knoten (44)
und dem Fadenvorrat eine die Klemme bildende Zange (38) zum Festhalten des Fadens und/oder
die Schneidvorrichtung (42) zum Durchschneiden des Fadens auf einem Schlitten (61) verschiebbar
sind, der ein Schaltorgan (56) betätigt, durch welches der Stromkreis eines den Schlitten bewegenden
Stellmotors nach einem Verknotungsvorgang bei einer vorbestimmten Schlittenstellung
unterbrochen wird.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
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