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Börsenkursmeldeanlage Die Erfindung betrifft selbsttätige Drucktelegraphenanlagen,
im besonderen für Börsenbetrieb. Im weitesten Sinne dient die Erfindung einer verbesserten
Verbindung zwischen Börsenmaklergeschäften und einer Fondsbörse.
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Die Börsenmakler waren früher gezwungen, durch Fernsprecher einen
Börsennotierungsschreiber anzurufen, um die letzten Notierungen bzw. Angebot und
Nachfrage einer Fondsbörse zu erhalten. Diese Nebenstellenleitungen endigten in
einer handbedienten Zentrale des Börsenamtes. Die Beamtin der Zentrale verband den
anrufenden Teilnehmer mit dem Börsennotierungsschreiber, der einen Bericht über
die Preisnotierungen gab. Diese Preisnotierungen bekam er von einem Börsenbeamten
jeder Handelsstelle der Börse. Mit dieser Anlage waren Falschmeldungen der Notierungen
und ein großer Zeitverlust verknüpft.
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Um diese Nachteile bei einer Meldeanlage, insbesondere Börsenkursmeldeanlage,
zu, vermeiden, bei der vorj mehreren Nachfragestellen aus auf Wunsch die bei einer
Auskunftsstelle niedergelegten Angaben angefragt werden können, wird gemäß der Erfindung
die Herstellung der Verbindung zwischen den Anfragestellen und der gewünschten Auskunftsstelle
und die Auswahl der gewünschten Auskunft über einen auch die Telegraphierstromstöße
der Auskunftsistelle empfangenden Typendrucktelegraphenapparat an der Nachfragestelle
bewirkt, bei dessen Tastenbetätigung Telegraphierstromstöße zur Aufzeichnung der
ausgewählten Auskunft ausgelöst und gleichzeitig diese Telegraphierstromstöße in
Wahlstroms.toßreihen zur Herstellung der Verbindung umgeformt werden. Vorzugsweise
können dabei Typendrucktelegraphenapparate Verwendung finden, die nach dem sogenannten
Fünferalphabet arbeiten.
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Die anderen Merkmale der Erfindung gehen aus der folgenden Beschreibung
und den Zeichnungen hervor.
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Abb. i zeigt eine Einrichtung in dem Maklergeschäft und Abb.2 die
Einrichtung auf der Börsenstelle.
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In Abb. r stellt die Strich-Punkt umgrenzte Fläche i i einen Telegraphendrucker
dar, worin 12 die Sendeeinrichtung und Teile der Empfangseinrichtung darstellt.
Die Empfangseinrichtung des Druckers besteht aus einer Reihe von Typenhebeln, z.
B. 13, die bei abgehenden und ankommenden Zeichen die Zughebel 1q, 15, 16, 17, i$,
ig, 2o betätigen. Für jede der Fernschreibertasten ist ein
Zughebel
und ein Typenhebel vorhanden. Eine Rückfragetaste, die den Zughebel R
be-
tätigt, wird später beschrieben. jedes Maklergeschäft, das mit dem selbsttätigen;
Börsennotierungsdienst verbunden ist, besitzt einen Telegraphenfernschreiber. Die
Betätigung des Fernschreibers wird durch das Aussenden eines bestimmten Buchstabens
oder einer Kombination von Buchstaben eingeleitet, um von einer bestimmten Börsenstelle
die letzten Preisnotierungen zu :erhalten. In der beschriabenen Ausführungsform
kann die Zeichenkombination aus einem, zwei oder drei Buchstaben bestehen. Diese
Kombination von einem, zwei oder drei Buchstaben genügt für eine größere Zahl von
Börsenstellen. Diese Zeichen werden, bevor sie das Maklergeschäft verlassen, von
demFünferalphabet inWählimpulse, wie sie gewöhnlich in selbsttätigen Fernsprechanlagenbenutztwerden,übersetzt.
Gleichzeitig werden die gesandten Symbole auf ein Band gedruckt.
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Beim Drücken der Taste wird ein Zughebel betätigt. Jeder Zughebel
übt zwei Tätigkeiten aus: i. die zugeordnete Type, welche den Buchstaben. abdrückt,
zu betätigen, 2. einen bestimmten Stromkreis zu schließen, der einer Entzifferungsvorrichtung
der zehn Entzifferungsschaltmittel2i bis 30 zugeordnet ist. Dort wird der
gesandte Fünferalphabetsatz in Wählimpulse übersetzt, die zu der Börsenstelle gesandt
werden. Mittels der Entzifferungsvorrichtungen kann über die Leitungen eine bestimmte
Anzahl von Stromstößen für jeden in der Kömbination benutzten Buchstaben ausgesandt
werden, z. B. zwei Stromstöße für jeden der Buchstaben A, I3, C, drei Stromstöße
für jeden der Buchstaben D, E, F; vier Stromstöße für jeden der Buchstaben
G, H, I . . , neun Stromstöße für jeden der Buchstaben LF; X, Ir,
zehn Stromstöße für 0 und ein Stromstoß für jeden der Buchstaben 0 und Z. Mittels
dieser Vorrichtungen können Maschinenwähleinrichtungen zur Auswahl der gewünschten
Stelle der Börse benutzt werden, und die Fernsprecheinrichtung wählt dann ein freies
Senderelais in einer Gruppe aus, die der besonderen Börsenstelle zugeordnet ist.
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Wenn eine der Tasten am Drucker i i gedrückt wird; wird ein Kontakt
x mittels des Zughebels geschlossen, der der gedrückten Taste zugeordnet ist. Durch
x wird ein Stromstoß über die rechte Wicklung eines der Relais 31 bis :I0 zur geerdeten
Batterie am Anker des Relais 41 geschlossen!- das bei der Einschaltung des Druckmotors
¢3 durch den Kontakt 42 gleichfalls an. die i io-VoIt-W@cbselstrom.-Quell:egelegt
und dadurchierregt ist. Das gewählte Relais, das durch den Kontakt x betätigt -wurde,
hält sich über seine linIle WicIllung, über einen Kontakt am rechten Ende eines
Solenoids der ausgewählten Entzifferungsvorrichtung nach Erde am äußeren linken
Anker des gewählten Relais. Infolge Betätigung des gewählten Relais wird Erde über
den inneren linken Anker und Kontakt des Relais an die Wicklung des Soleno,ids gelegt.
Das Solenoid zieht einen Kolben, der mit seinem Kern verbunden ist, an bis zu einem
Punkt, an dem der Kontakt am rechten Ende des Solenoids geöffnet wird, und bedingt
dadurch den Abfall des gew äblten Relais Lind die Aberregung des Solenoids. Infolgedessen
kehrt der Tauchkolben in seine Ruhestellung zurück und öffnet und schließt mehrere
Male einen gewöhnlich geschlossenen Kontakt, der der gedrückten Taste entspricht.
Das Zurückbringen des Kolbens kann mit Hilfe irgendeines Mittels, z. B. einer Feder,
erfolgen. Durch das Öffnen und Schließen des gewöhnlich geschlossenen Kontaktes
wird -eine Reihe von Stromstößen zu der Maschinenwähleranlage über die Leitungen
44 und 4.5 gesandt. Diese Stromstöße suchen die 'gewünschte Börsenstelle aus. Das
Zurückziehen des Kolbens ähnelt dem Wählen in einer selbsttätigen Fernsprechanlage.
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Um die Betätigung einer zweiten Taste an dem Fernschreiber zu verhindern,
bevor die Stromstöße entsprechend der vorher Bedrückten Taste ausgesandt sind, wird
der Ortsstromkreis des Fernschreibers an einem Kontakt am linken Ende des gewählten
Kolbens während der Zeit geöffnet, in welcher der Kolben in der Arbeitsstellung
ist. Der Ortsstromkreis verläuft von Erde am rechten Trennkontakt des Relais ,46
Über' den geschlossenen Kontakt am linken Ende jedes Kolbens nach der Erdbatterie
am Druckmechanismus in dem Viereck 12. Wenn dieser Stromkreis geöffnet wird, werden
alle Tasten des Fernschreibers in ihrer Ruhelage gehalten. Nachdem die der gewünschten
Börsenstelle entsprechenden Tasten gedrückt sind, wird eine Taste, die in der Beschreibung
als Rückfragetaste bezeichnet und in der Zeichnung bei R dargestellt ist, gedrückt.
Dadurch wird das Relais 46 erregt von Erde über die rechte Wicklung des Relais nach
Batterie an dem Kontakt der Taste R. Relais 46 hält sich in einem Stromkreis von
Batterie am linken Anker über den geschlossenen Kontakt der Taste 5o, den gewöhnlich
geschlossenen Kontakt von jedem der rechten Anker der Relais 31 bis 4o über
die linke Wicklung nach Erde. Durch Relais 46 wird Erde von dem Ortsstromkreis abgetrennt
und statt dessen ein dritter Leiter q:7, der zur Börse führt, angeschaltet. Über
diese Leitung werden die ankommenden Preisnotierungen dem Drucksatz 12 zugeführt
und neben den
Zeichen, die vorher örtlich gedruckt worden sind,
aufgezeichnet. Sobald die Verbindung zur gewünschten Stelle der Börse hergestellt
ist, wird das Verzögerungsrelais 48 in der Leitung 47 erregt. Infolgedessen leuchtet
die Lampe 4c) auf, wodurch angezeigt wird, daß ein freier Börsensender in der Börse
belegt worden ist und die gewünschten Notierungen sofort von dem Drucksatz 12 empfangen
erden.
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Um bei Geschäftsschluß oder wenn de N otierungen einer anderen Börsenstelle
gewünscht werden, das Verzögerungsrelais 46 abzuschalten, wird eine Löschungstaste
5o gedrückt, durch welche der Haltestromkreis des Relais 46 geöffnet werden kann.
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Wenn man die Tendenz der Börsenentwicklung über eine gewisse Zeit
verfolgen will, kann sich das Relais 46 halten, bis eine Änderung erwünscht ist.
Weil jedoch in .diesein Falle die Wähleinrichtungen in der Börse zu lange belegt
werden, könnte man, um diesen r abzuhelfen, eine Zeitschalteinrichtung in der Senderanlage
im Amt einbauen, so daß nur immer eine Notierung bei einmaligern Drücken der Rückfragetaste
erhalten wird.
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Der Stromstoßübersetzer besteht aus zehn Gruppen 21 bis 30. Jede Gruppe
enthält ein Relais 31 bis 4o; ein Solenoid 51 bis 6o, einen Tauchkolben 61 bis 70
und zugeordnete Ruhekontakte am rechten und linken Ende jedesKolbens. Allen zehnGruppen
sindRelais 46, 48 und Lampen 49 gemeinsam zugeordnet. Es ist notwendig, die Papiere
auf die Handelsstellen des Amtes so zu verteilen, daß diejenigen, die durch die
gleichen Stromstöße dargestellt werden, sich an verschiedenen Stellen befinden.
Z. B. könnte ein Papier, das durch das Symbol A dargestellt ist, und ein anderes,
das durch das Symbol B oder C dargestellt ist, nicht an der gleichen Stelle angeordnet
sein. Wählapparate Die Aufgabe dieser Gruppe der Einrichtung besteht darin, ein
freies Senderelais auszuwählen, durch das die Impulse, die Angebot- und Nachfragenotierungen
des gewünschten Papiers entsprechen, wiederholt werden. Diese Einrichtung besteht
aus einem oder mehreren Anrufsuchern, die durch das Viereck ioi dargestellt sind.
-Der erste Üffnungsstromstoß, der über die Leitung 44, 45 gesandt wird, wird von
dem Fortschaltmechanismus des Anrufsucherschalters toi aufgenommen, indem die besonderen,
@denLeitungen 44. und- 45 zugeordneten Kontakte von den Bürsten der beiden .untersten
Bänke belegt werden. Fünf Stromstoßreihen werden dann nacheinander von dem Maklergeschäft
gesandt, von denen die ersten zwei die Hanc:lelsstelle aussuchen, bei der das in
Frage kommende Papier gehandelt wird, und :die letzten drei das Papier selbst wählen.
Diese Auswahl erfolgt über mehrere Wähler, z. B. i o2 bis 104 usw., in der gleichen
Weise wie die Auswahl einer gewünschten Fernsprechleitung. Dieser Teil der Einrichtung
ist nur im Prinzip dargestellt, weil die Durchführung der Auswahl bekannt ist. Die
Wähler werden dann mit einem Drehverbindungsschalter io5 verbunden, der einen freien
Sender von mehreren Sendesteuerstromkreisen aussucht und über eine Anschalteinrichtung
HTG ein Potential an die Wähler legt. Jeder der Wähler ist mit einer dritten Bank
versehen. Nach der erfolgten Verbindungsherstellung wird die Notierungsleitung 47
über die verschiedenen Schalter mit dem freien Sender verbunden.
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Die Sendestellen, die mit dem Verb@indungswähler io5 verbunden sind,
sind die Senderelais io6, 107, IOS- Sie sind in Reihe geschaltet und liegen über
den Anker und Kontakt eines Steuerrelais iog an Spannung. Das Steuerrelais zieht
über zwei Tastensätze i io infolge von- Stromstößen einer gemeinsamen Sendevorrichtung
i i i an. Für jede Aktie der Handelsstelle sind ein Senderelaissatz io6 bis io8;
ein Steuerrelais iog und zwei Tastensätze i io vorgesehen, während die Sendevarrichtung
i i i allen Aktien gemeinsam zugeordnet ist. Die Sendeeinrichtung ist nur schematisch
angedeutet, da sie für den Erfindungsgedanken unwesentlich ist.
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Wie oben ausgeführt; wird über Wähler ein Verbindungsschalter io5
angereizt, der einen freien Steuerstromkreis mit den Relais A und B belegt, die
die Auswahl eines,:
freien Senderelais steuern. Jedes der Senderelais wiederholt
in regelmäßigen Zwischenräumen Stromstöße; die den Angebot- und Nachfragenotierungen
einer bestimmten Aktie entsprechen, wie sie durch die gedrückten , Tasten der beiden
Sätze iio eingestellt sind. Die Anordnung ist aber so getroffen, daß nach jeder
Angebotnotierung ein Abstandstromstoßund nach jeder Nachfragenotierung ein Wartestromstoß
zur Aussendung kommt.
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Sobald ein solcher Wartestromstoß von den Senderelais aufgenommen
wird, wählt der Verbindungsschalter einen freien Steuerstromkreis aus, an dem über
den äußeren Kontakt des Relais B Erde während eines Zeitraumes liegt, der ausreicht,
um einte einwandfreie Verbindung zwischen der Bürste und dem entsprechenden Kontakt
des Verbindungsschalters herzustellen. Diese Verbindung besteht jedoch nur während
des Wartezeitabschnittes, der etwa, die Dauer :Vg. Sekunde besitzt.
Ist
die Notierungsleitung über die Wähleinrichtungen mit den Steuerstromkreis verbunden,
so wird dadurch die Batteriespannung, die der Druckeinrichtung 12 in AbU. i zugeordnet
ist, an den ausgewählten Steuerstromkreis angeschlossen, und dadurch kommt das Relais
B über seine rechte Wicklung zum Ansprechen. Das Relais B stellt beim Ansprechen
über seinen inneren Kontakt den Stromkreis über die Nachfrageleitung 47 her. Gleichzeitig
wird Erde über den äußeren Kontakt des Relais B vom Steuerstromkreis abgetrennt,
so daB, wenn- ein zweiter Anruf in diesem Augenblick zur Auskunft über das gleiche
Papier-mit Hilfe eines anderen, nicht dargestellten Verbindungsschalters aufgenommen
wird, die Bürste dieses Verbindungsschalters über den ersten Kontakt zum zweiten
weiterläuft, da sie am zweiten Kontakt erst Erde über den Kontakt des Relais A des
ersten Steuerstromkreises findet, so daß sich ein Stromkreis von Erde über den vorerwähnten
Kontakt, den Trennkontakt des Relais B des zweiten Steuerstromkreises, über den
zweiten Kontakt und die weiteren nicht dargestellten Verbindungseinrichtungen zur
Notierungsleitung der den - zweiten Anruf aussendenden Nachfragestelle schließt.
Auf diese Weise können zwei oder mehr Anrufe verschiedener Maklergeschäfte zwecks
Auskunft über die Angebot- und Nachfragenotierungen einer bestimmten Aktie erledigt
werden. Relais A und B in jedem Steuerstromkreis werden während der Übertragung
des Wartestromstoßes aberregt, wenn jedes der Senderelais roh; io?; ro8 usw. für
eine Zeit von ungefähr @@ Sekunde gehalten wird. Die Relais A und B sind Verzögerungsrelais
und werden während des Wartestromstoßes freigegeben. Wenn alle Steuerstromkreise
gleichzeitig bei einer ankommenden Nachfrage belegt sein sollten, würden alle Relais
A und B angezogen haben. Jedoch können besondere Mittel, z. B. bei i i?, vorgesehen
sein, die anzeigen, wie oft alle Sender einer Stelle besetzt gefunden sind: Arbeitsweise
der Anlage Der Beamte eines Maklergeschäfts wünscht beispielsweise die letzten Notierungen
einer Aktie mit der Zeichenkombination AD. Es sei angenommen, daß die Aktie
AD der Handelsstelle Nr. 3 der Börse,_zügeordnet ist. Der Beamte drückt dann
die Null-, 3-, A-, D-,
Null- und Rüclfragetaste nacheinander auf dem Tastensatz
des Druckers i i. Es kann bei dem Fernschreiber gleichzeitig immer nur eine Taste
gedrückt werden. Die Betätigung einer zweiten Taste wird so lange verhindert, bis
die Wählstromstöße der zuvor gedrückten ersten Taste über die Rückfrageleitung 44,
45 gesandt worden sind. Diese Zeit kann durch eine geeignete Zeitschaltv orrichtung
geregelt werden, genau so, wie eine Numinernsch.eibe einer selbsttätigen Fernsprechanlage
in ihre Ruhelage zurückkehren muß, ehe sie ein zweites Mal betätigt werden kann.
Bex dem. Drückender Nulltaste schließt der Zughebel 18 sofort den zugeordneten Kontakt
x und dadurch einen Stromkreis von Erde am Zughebel iS über den Leiter 71, die rechte
Wicklung des Relais 40, den Leiter 72 zur Batterie am Anker des Relais 41. Das Relais
41 hatte angezogen, als nach dem Schließen der Taste 42 der Druckmotor 4.3 an die
Wechselstromquelle gelegt worden ist. Relais 4o spricht an und hält sich über den
Leiter 72, seine eigene linke Wicklung, den geschlossenen Kontakt 73 nach Erde an
seinem äußeren linken Kontakt. Ebenso wird durch das Relais 4ö am inneren linken
Anker ein Stromkreis von Erde über die Wicklung des S.oleno,ids 6o nach Batterie
geschlossen. Das Solenoid wird erregt und zieht den Tauchkolben 7o nach rechts,
wobei der Ruhekontakt 73 geöffnet wird. Der Haltestromkreis für das Relais
39 und dadurch der Arbeitsstromkreis für das Solenoid 6o werden daher geöffnet
und sowohl das Relais als auch das Solenoid in ihre Ruhestellung gebracht. Der Tauchkolben
70, der unter der Wirkung der Feder 74 in die Ruhelage zurückgebracht wird, öffnet
und schließt dabei den Kontakt 75 zehnmal mittels des gezahnten Teiles des Tauchkolbens.
Dadurch werden zehn Stromstöße in gleichmäßiger Folge über die Leitungen 44 und
45 gesandt. - Nachdem der letzte Stromstoß ausgesandt worden ist, wird der Ruhekontakt
88, der beim Beginn der Tätigkeit des Kolbens, 70 geöffnet wurde, wieder
geschlossen, wodurch ein Stromkreis mit dem Kontakt 88 und bestimmten Haltegeräten
im Drucker i i geschlossen wird, um die zweite Taste freizugeben. Dann wird die
Taste 3 gedrückt, und der gleiche Arbeitsgang wird von dem der Taste 3 zugeordneten
Zughebel, dem Relais 32, dem Solenoid 52 und dem Tauchkolben 62 wiederholt. Beim
Rückkehren des Tauchkolbens 62 werden drei Wählstromstöße über die :Rückfrageleitung
44., 45 gesandt. Danach wird die Taste A gedrückt und zwei Impulse über die Leitung
mittels des Zughebels 1.4, des Relais 31, des Solenoids 5@i und des Tauchkolbens
61 ausgesandt. Ebenso werden die weiteren Stromstoßreihen für D und Null gegeben,
Wenn die Rückfragetaste gedrückt wird, wird die Batterie 76 über die Leitung 77
an die geerdete rechte Wicklung des Relais 46 gelegt. Relais 46 spricht an und hält
sich in dem Stromkreis von Batterie an dem linken Anker des Relais 46, über den
Kontakt der Löschungstaste
5o, die Kontakte der rechten Anker der
Relais 3 1 bis 40, Leitung 78, die linke Wicklung des Relais 46 nach Erde.
Außerdem legt Relais .46 seinen rechten Anker vom Ruhekontakt auf den Arbeitskontakt
um. Sein Ruhekontakt liegt in einem Stromkreis von Erde über die gewöhnlich geschlossenen
Kontakte 79 bis 88, Leiter 81 zur Batterie 89. Durch diesen Stromkreis wird die
Betätigung einer zweiten Taste bis zum Ende des vorherbestimmten Zeitraumes verhindert,
der der Betätigung der ersten Taste folgt. Dies dauert so lange, als noch einer
der Kontakte 79 bis 88 geöffnet ist. Der rechte Anker des Relais 46 ist nun in die
Notierungsleitung 4.7 eingeschaltet. Daher ist der Empfangsmechanismus des Drucksatzes
12 mit der Notierungslejtung verbunden.
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Die Betätigung des Anrufsuchers der Wähler und des Verbindungsschalters
in der Börse verbindet die Notierungsleitung mit dem ersten freien Senderelais,
z. B. io6, der Senderelaisgruppe io6, 107, io8 usw. Die gewünschte Auskunft, die
durch den gewählten freien Sender erhalten wird, wird dann auf dem Band des Druckersatzes
i i neben der Signalkombination der gewünschten Aktie abgedruckt. Die Wählschalter
und die Steuerstromkreise in der Börse werden in ihre Ruhestellung gebracht, wenn
der Wartestromstoß von dem gemeinsamen Sendeschaltmittel io6 gesandt ist. Das Relais
4.6 in dem Maklergeschäft bleibt jedoch erregt, bis der Beamte in dem Maklergeschäft
den Haltestromkreis durch Drücken der Löschungstaste 5o öffnet.