DE67257C - Selbsttätiges Stellwerk mit elektrischer Auslösung für Eisenbahnschranken und zugehörigemStreckenstromschliefser - Google Patents
Selbsttätiges Stellwerk mit elektrischer Auslösung für Eisenbahnschranken und zugehörigemStreckenstromschliefserInfo
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B61—RAILWAYS
- B61L—GUIDING RAILWAY TRAFFIC; ENSURING THE SAFETY OF RAILWAY TRAFFIC
- B61L29/00—Safety means for rail/road crossing traffic
- B61L29/08—Operation of gates; Combined operation of gates and signals
- B61L29/18—Operation by approaching rail vehicle or train
- B61L29/22—Operation by approaching rail vehicle or train electrically
- B61L29/222—Operation by approaching rail vehicle or train electrically using conductor circuits with separate contacts or conductors
- B61L29/224—Operation by approaching rail vehicle or train electrically using conductor circuits with separate contacts or conductors using rail contacts
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE 20: Eisenbahnbetrieb.
RUDOLF HÖCKERT in BERLIN.
Streckenstromschlielser.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 15. Juli 1892 ab.
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung, durch welche ein Eisenbahnzug beim Befahren
der Strecke den Schlufs und das Oeffhen der Schranken selbstthätig bewirkt, und zwar durch
Vermittelung des elektrischen Stromes.
Die Einrichtung besteht aus zwei zusammengehörigen Theilen, und zwar dem Streckenstromschliefser
und dem Stellwerk der Eisenbahnschranke.
Der Streckenstromschliefser, wovon Fig. 3 der beiliegenden Zeichnung einen Querschnitt
und Fig. 4 einen Längsschnitt darstellt, besteht aus einem an passender Stelle vor und hinter
der Schranke neben dem einen Schienenstrang angebrachten Gehäuse A, in welchem eine
Welle B drehbar gelagert ist; der eine Lagerzapfen dieser Welle ist nach aufsen verlängert
und trägt den aufrechtstehenden Arm C (Radtaster), welcher einige Centimeter über den
Kopf der nebenliegenden Schiene emporragt. Querstehend zu diesem· Arm C trägt die
Welle B einen isolirten, aus leitendem Metall hergestellten Stab a, welcher der Drehbewegung
der Welle folgen mufs. Ferner sind in dem Gehäuse zwei Stromschlufsstücke c und c'
angebracht, und zwar in einer solchen Stellung und in einem solchen Abstande zu dem Stab a,
dafs dieser in seiner waagrechten Grundstellung aufser Berührung mit den Stücken c und c'
sich befindet (s. Fig. 3), der Stromkreis also unterbrochen ist. Sobald jedoch eine Drehung
der Welle nach einer bestimmten Richtung hin stattfindet, schleift der Stab α über die Stromschlufsflächen
c und c', und der Stromkreis wird geschlossen. Die Welle B ist aufserdem
mit einer gelenkig an der Gehäuse-Innenwand befestigten starken Spiralfeder s verbunden,
welche den Zweck hat, die Rückdrehung der Welle zu veranlassen und den Hebel C in die
senkrechte Grundstellung zurückzuführen; damit diese Rückbewegung keine zu rasche ist, ist an
die Welle ferner eine kleine Luftpumpe ρ angelenk't, welche als Dämpfer dient.
Die in Fig. 1 und 2 in Seiten- und Vorderansicht gezeichnete Schranke besteht aus dem
Pfosten D, in welchem sich der Schlagbaum S drehen kann; auf der Drehachse d des letzteren
sitzt lose ein gröfseres Zahnrad ^, mit welchem einerseits das auf der Welle n>
einer Seiltrommel sitzende Zahnrad %' und zweitens
ein kleineres, auf dem Hintertheil des Schlagbaumes S gelagertes Zahnrad %" im Eingriff
steht. In das mit diesem Zahnrad fest verbundene Sperrrad g" greift ein vor dem
Elektromagneten/ befindlicher, als Sperrklinke dienender Anker r', während in das auf der
Seiltrommel sitzende Sperrrad g' der vor dem Elektromagneten e e schwingende Anker r
greift. Beide Anker werden durch nicht gezeichnete Federn in die Rasten der Sperrräder
gedrückt. An der Seiltrommel hängt das an dem Ständer auf- und abgeführte Zuggewicht G,
während das hintere Ende des Schlagbaumes in bekannter Weise das Gegengewicht G1 trägt.
An dem Schlagbaum hängt aufserdem der Kolben einer kleinen Glycerinpumpe O, welche
die Bewegung des ersteren verlangsamen soll.
Wird nun durch Befahren des Schienenstranges nach einer bestimmten Richtung hin
durch den darüber rollenden Eisenbahnzug der Hebel C (Radtaster) der Welle B aus seiner
senkrechten Lage gebracht (Fig. 3), so vermittelt, wie bereits eingangs erwähnt, der
Stab a, indem derselbe über die Stromschlufsflächen c und c' schleift, den Schlufs eines
elektrischen Stromkreises; wird der Hebel C dagegen nach der entgegengesetzten Richtung geneigt,
so findet eine Berührung des Stabes a mit den Stromschlufsstücken nicht statt und der
Stromkreis bleibt unterbrochen. Infolge der oben angegebenen Stromschliefsung durch den
Stab α wirkt der elektrische Strom auf den an der Schranke D angebrachten Elektromagneten
e e, wodurch der Anker r, der in das Sperrrad g' eingreift, angezogen und somit
letzteres frei wird. Es wird demzufolge durch das Gewicht G eine Drehung der Seiltrommel
bezw. des auf deren Welle festsitzenden Zahnrades %' ermöglicht, wodurch dieses unter Vermittelung
des Zahnrades ^, welches in das am Schlagbaum gelagerte und jetzt gesperrte Rad \"
eingreift, den Schlagbaum senkt und die Schranke schliefst. Hat der Eisenbahnzug nun die letztere
hinter sich, so bringt derselbe einen zweiten jenseits der Schranke liegenden Radtaster C in
die Stromschlufsstellung, wodurch der auf dem Hintertheil des Schlagbaumes angebrachte Elektromagnet/
erregt wird, welcher den das Sperrrad g" sperrenden Anker r' anzieht und das
mit diesem verbundene Zahnrad %" freigiebt.
Während sich dies an dem durch das gesperrte Rad g' festgehaltenen Zahnrad ^. abwälzt,
hebt sich der Schlagbaum S durch sein Gewicht G' wieder in die Höhe, und die
Schranke ist somit wieder mechanisch geöffnet.
Claims (2)
1. Ein selbsttätiges Stellwerk mit elektrischer
Auslösung für Eisenbahnschranken, bei welchem das Herablassen der Schranke durch ein elektrisch ausgelöstes Gewicht
oder ein ähnliches Gangwerk unter Vermittelung eines auf der Drehachse der Schranke lose sitzenden Zahnrades (Z) in
der Weise bewirkt wird, dafs letzteres durch ein Sperrwerk mit der Schranke verbunden
ist, so dafs nach elektrischer Auslösung dieser Sperrung die Schranke unter dem Einfiufs eines Gegengewichtes wieder
hochgeht.
2. In Verbindung mit dem im Patent-Anspruch 1.
gekennzeichneten Stellwerk ein Streckenstromschliefser, bestehend aus dem Doppelarm α und den zugehörigen Stromschlufsplatten
cc', welche nach (durch Vermittelung
eines Radtasters C in einer bestimmten Richtung) erfolgter Drehung des Doppelarmes α mit einander in leitende Verbin^
dung gebracht werden, zu dem Zwecke, die elektrische Auslösung des Gang- bezw.
Sperrwerkes durch den fahrenden Zug zu bewirken.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE67257C true DE67257C (de) |
Family
ID=340897
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT67257D Expired - Lifetime DE67257C (de) | Selbsttätiges Stellwerk mit elektrischer Auslösung für Eisenbahnschranken und zugehörigemStreckenstromschliefser |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE67257C (de) |
-
0
- DE DENDAT67257D patent/DE67257C/de not_active Expired - Lifetime
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