DE59316C - Selbstthätiges Signal für Eisenbahnen - Google Patents
Selbstthätiges Signal für EisenbahnenInfo
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- DE59316C DE59316C DENDAT59316D DE59316DA DE59316C DE 59316 C DE59316 C DE 59316C DE NDAT59316 D DENDAT59316 D DE NDAT59316D DE 59316D A DE59316D A DE 59316DA DE 59316 C DE59316 C DE 59316C
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B61—RAILWAYS
- B61L—GUIDING RAILWAY TRAFFIC; ENSURING THE SAFETY OF RAILWAY TRAFFIC
- B61L1/00—Devices along the route controlled by interaction with the vehicle or train
- B61L1/02—Electric devices associated with track, e.g. rail contacts
- B61L1/04—Electric devices associated with track, e.g. rail contacts mechanically actuated by a part of the vehicle
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- Mechanical Engineering (AREA)
- Train Traffic Observation, Control, And Security (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE '20: Eisenbahnbetrieb.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 27. März 1891 ab.
Die vorliegende' Erfindung betrifft eine Vorrichtung,
mittelst welcher die Eisenbahnzüge sich selbstthätig signalisiren, und zwar in folgender
Weise:
Fährt ein Zug oder ein einzelnes Fahrzeug
in der vorschriftsmäfsigen Fahrtrichtung, so signalisirt dasselbe selbstthätig für sich »Fahrt
frei« und für jeden auf demselben Geleise entgegenkommenden Zug »Halt«.
Auf zwei- und mehrgejeisigen Linien signalisirt diese Vorrichtung aufserdem bei dem
Uebergange eines ausfahrenden Zuges oder einzelnen Fährzeuges auf ein falsches Geleise
für den falsch fahrenden Zug so.wohl, als auch für den auf diesem Geleise entgegenkommenden
Zug »Halt«.
Die Vorrichtung besteht im wesentlichen aus einem an der Innenseite der einen Eisenbahnschiene
angeordneten Tasterhebel, welcher durch Ueberfahren in der einen Fahrtrichtung derart bewegt wird, dafs er einen das betreffende
Signal gebenden elektrischen Stromkreis schliefst, während er bei dem Ueberfahren
in der entgegengesetzten Richtung sich einfach umlegt, ohne den Stromkreis zu
schliefsen. ·
Auf der beiliegenden Zeichnung ist diese Vorrichtung in Fig. 1 und 2 in zwei senkrechten
Schnitten und in Fig. 3 in waagrechtem Schnitt dargestellt.
Auf der inneren Seite des Geleises ist unmittelbar neben der Schiene ein senkrechter
Hebel A angeordnet, welcher an seinem oberen Ende zu einem keilförmigen Kopfe- α ausgebildet
ist, der dicht neben dem Kopfe der Schiene und mit seiner Oberkante ungefähr in gleicher Höhe mit der Schienenoberkante liegt.
Der untere Theil des Hebels A ist von einem in den Bahnkörper versenkten Gehäuse umschlossen,
welches aus einem äufseren Kasten P aus Gufseisen oder starkem Eisenblech und
einem inneren Kasten Q aus Holz besteht, zwischen welchen beiden ein Zwischenraum r
gelassen ist, der mit Sägespänen oder einer anderen trockenhaltenden Masse ausgefüllt wird,
um die Feuchtigkeit von dem Innenraume des Gehäuses fernzuhalten.
Die Achse b des Hebels A wird von zwei auf- und abbeweglichen Lagerstücken c c getragen,
welche sich an je einer an dem Kasten Q befestigten Leiste d führen. Unter jedem Lagerstücke
c ist eine' kräftige Schraubenfeder e, Fig. 2, angeordnet, welche auf einer im Boden
des Kastens befestigten Stütze/ aufruht; diese Federn e sind bestrebi, die Lagerstücke gegen
die obere Wand des Kastens Q zu drücken.
Auf dem unteren Arme des Hebels A ist eine mit einer Nase gl versehene Metallhülse g
aufgesteckt, in deren Bohrung ein Riegel h aus isolirendem Material eingesetzt ist, um den
Hebel A von der Hülse g elektrisch zu isoliren. Gegenüber der Nase g1 befindet sich eine senkrechte
Platte J, welche sich auf einem an dem Kasten Q befestigten waagrechten Bolzen k hin
und her verschieben kann und durch eine Schraubenfeder I nach vorn gegen die an den
Enden der Bolzen angebrachten Köpfe gedrückt wird. Der mittlere Theil i dieser Platte besteht
Metall, während der obere und untere derselben aus nicht leitender An der Rückseite der Platte I
aus
Theil i1 und z'2
Masse bestehen.
ist ebenfalls eine Scheibe z3 aus nichtleitender
Masse angebracht, um die Feder / von dem leitenden Theile i der Platte zu isoliren. Mit
dem leitenden Theile i der Platte / ist der eine und mit der Metallhülse g der andere Leitungsdraht
einer elektrischen Stromleitung verbunden, in welche die zu gebenden Signale eingeschaltet
werden. Das untere Ende des Hebels A ist zu einem Gewicht m ausgebildet,
welches bestrebt ist, den Hebel in senkrechter Stellung zu erhalten. In dieser Stellung des
Hebels A liegt sein unteres Ende an einem an dem Kasten Q befestigten Buffer η an.
Fährt nun ein Zug oder ein einzelnes Fahrzeug in der Richtung, welche eine Signalgebung
nöthig macht (in der Richtung des Pfeiles Fig. i), so stöfst jeder Radflantsch desselben
gegen den Kopf α des Hebels A und schiebt denselben zunächst etwas vor sich her in die
Stellung α1, so dafs der Hebel A etwas gedreht wird. Dadurch kommt die Nase der Metallhülse
g in Berührung mit der Platte /> und zwar zunächst nur mit dem oberen, nicht
leitenden Theile z1 derselben. An der weiteren
Drehung wird der Hebel A durch die Wirkung der kräftigen Feder Z, welche nur ein beschränktes
Zurückweichen der Platte / gestattet, sowie . durch den nunmehr eingedrückten
Buffer η gehindert. Infolge dessen drückt der Radflantsch unter Ueberwindung der Kraft der
Federn e den ganzen Hebel A nieder (s. die Stellung ä2 des Kopfes), wobei die Nase gl an
der Platte I entlang nach unten gleitet und nun mit dem mittleren leitenden Theile i derselben
in Berührung kommt. Dadurch ist der elektrische Strom geschlossen, und es erfolgt
die gewünschte Signalgebung. Nachdem dann der letzte Radflantsch über den Kopf a hinweggegangen
ist, bewegt sich der Hebel A unter der Wirkung der Federn e wieder nach oben
und der sich ausdehnende Buffer η führt denselben in die senkrechte Stellung zurück. Dadurch
ist der Stromkreis wieder unterbrochen.
Die Platte / ist federnd angeordnet, um eine innige Berührung zwischen ihr und der
Nase gl des Hebels zu bewirken.
Fährt ein Zug auf dem Geleise in der entgegengesetzten Richtung, so wird der Hebel A1
weil er keinen Widerstand findet, durch die Radflantschen einfach in die Stellung A 3 α3,
Fig. i, umgelegt, so dafs kein Stfomschlufs
stattfinden kann. Der Schlitz des Gehäuses, durch welchen der Hebel A hindurchragt, wird
in geeigneter Weise überdeckt, beispielsweise durch eine verschiebbare Schuppendecke, um.
das Eindringen von Wasser etc. in das Gehäuse zu verhindern.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Eine Vorrichtung, um beim Befahren von Eisenbahngeleisen in der einen Richtung selbstthätig Signale zu geben, bestehend aus einem an der Innenseite der einen Fahrschiene drehbar und niederbewegbar angeordneten senkrechten, mit keilförmigem Kopf a. versehenen Hebel A, welcher beim Befahren in der betreffenden Richtung .durch die Radflantschen der Eisenbahnfahrzeuge zunächst so weit gedreht wird, bis eine an seinem unteren Arme angebrachte Contactnase g1 an dem oberen, nicht leitenden Theil einer Contactplatte / anliegt und hierauf niedergedrückt wird, so dafs die Nase g1 in Berührung mit dem unteren leitenden Theil der Platte J kommt und" dadurch einen eine Signalgebung bethätigenden elektrischen Stromkreis schliefst, während beim Befahren in der entgegengesetzten Richtung der Hebel A durch die Radflantschen nur gedreht wird, ohne Stromschlufs zu bewirken.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE59316C true DE59316C (de) |
Family
ID=333538
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT59316D Expired - Lifetime DE59316C (de) | Selbstthätiges Signal für Eisenbahnen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE59316C (de) |
-
0
- DE DENDAT59316D patent/DE59316C/de not_active Expired - Lifetime
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