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Wasserdichter Abschluß an elektrischen Tauchsiedern Die Erfindung
bezieht sich. auf einen wasserdichten Ab.schluß an. elektrischen Tguchsiedern, deren
Heizkörper an einem aus der zu beheizenden Flüssigkeit beim. Betriebe herausragenden
Halte--und Zuleitungsrohr befestigt ist, an dessen oberem Ende die Verbindung mit
einer beweglichen Anschlußleitung im Innern eines Handgriffes liegt. Der Handgriff
ist meistens aus zwei oder mehreren Teilen gefertigt, um ein Auseinandernehmen zu
ermöglichen, jdamit eine neue Anschlußleitung mit den Zuleitungsdrähten des Heizkörpers
verbunden werden kann. Beim Betrieb des Tauchsieders kommt es nun des öfteren vor,
daß das ganze Gerät mit einem Teil der Anschlußschn@ur in das Wasser fällt. Dann
dringt durch die Fugen des mehrteiligen H.alndgriffes Wasser ein, wodurch Kurzschluß
oder Zerstörungen, etwa durch Elektrolyse, auftreten. Ist das Halterohr des Tauchsieders
nicht weiter abgedichtet, beispielsweise durch eine eing@epreßte Masse oder durch
Kitt, so läuft das Wasser in dem Rohr hinunter bis zur eigentlichen Heizwicklung
und richtet dort weiteren Schaden an. Wirdanderseits das Rohrdes Tauchsieders völlig
wasserdicht abgeschlossen, so kann zwar eine Zerstörung durch eindringendes Wasser
nicht erfolgen, ;aber eine @derartge Maßnahme hat große Nachteile insofern, als
bekanntlich Heizkörper, insbesondere hohlzylindrische Ringheizkörper, atmen, d.
h. beim Betriebe einen Teil der zwischen den Heizplatten und in den übrigen frei
bleibenden Hohlräumen befindlichen, Luft erwärmen und ;ausdehnen, während nach dem
Abschalten, also beim Erkalten des Heizringes, wieder von außen etwas Luft eingesaugt
wird. Wird diese Atemmöglichkeit verhindert, so entsteht .außer der Bildung von
Kondenswasser im Innern des Heizkörperrohres gegebenenfalls ein überdruck, der beispielsweise
beim versehentlichen Trockengehen des Heizkörpers (8oo°) so groß werden kann, daß
eine Aufbeulung der Hülse, in der die eigentliche Heizplatte untergebracht ist,
entsteht. Dadurch fällt dann die notwendige Flächenpressung fort, wodurch infolge
des dann. entstehenden Wärmestaues der Heizwiderstand sehr bald durchbrennt, ganz
davon, daß durch die Aufblähung der Heizkörper ein unansehnliches Aussehen bekommt.
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Bekannt sind ferner vollzylindrische, keramische Tauchheizkörper ohne
Halterohr, bei denen ein muffenartiges Schlauchstück an 'seiner Kuppe durchbohrt
und .auf den Zuleitungsdraht aufgezogen ist. Bei dieser Art der Dichtung fehlt jedoch
eine genügend große Fläche, um eine Dichtung .auf längere Zeit hin mit Sicherheit
zu gewährleisten. Außerdem kann ein solches Gerät nicht als. Tauchsieder zur Erwärmung
trinkbarer Flüssigkeiten verwendet werden, weil beim völligen Untertauchen in die
Flüssigkeit die Gummimuffenstücke in die heiße Flüssigkeit kommen würden. Der Gummi
würde unter
diesen Umständen sehr schnell brüchig und die Flüssigkeit
ungenießbar werden. Weiterhin wird der bei dem bekannten Tauchgerät verwendete dickwandige
Gummischlancl ' nach kurzem Gebrauch wegen der Biege-,, Zug- rund sonstigen mechanischen
Bean:sprU#, chun.gen an der Übergangsstelle des Zulei" tungsdrahtes zum eigentlichen
Heizkörper recht bald entzweigehen.
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Wasserdichte Anschlußleitungen sind u. a. auch an Heizkissen bekannt.
Auch hier ist die von der Gummiummantelung -umgebene Verbindungsstelle zwischen
den Zuleitungsdrähten und deal. Anschlüßenden der Heizplatte gegen Biegebeanspruchungen
und äußere mechanische Einflüsse nicht geschützt.
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Uni bei einem elektrischen Wasser- und Flüssigkeitserhitzer; der nach
Arteines an die Wasserleitung angeschlossenen Durchlauferhitzers gebaut ist, die
beim Betrieb auftretende Feuchtigkeit von dem eigentlichen Heizkörper fernzuhalten,
ist vorgeschlagen worden, daß der Heizkörper und der Raum, in dem er untergebracht
ist, mit einem zweiten Raum durch kleine öffnungenderart in Verbindung stehen, daß
beim Erhitzen des Heizkörpers die :aus ihm austretende und im Heizkörperraum vorhandene
Feuchtigkeit wohl in dien. zweitem Raum eintreten, aber im wesentlichen nicht wieder
zum Heizkörper und Heizkörperraum zurückgelangen kann. Eine' solche Maßnahme ist
verhältnismäßig verwickelt, unübersichtlich -und läßt sich vielleicht an einem -größeren
Gerät anbringen, kann aber bei einem für Haushaltzwecke bestimmten Tauchsieder nicht
,angewendet werden.
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Die Anwendung feuchtigkeitsdichter Abschlösse ist weiterhin bekannt
bei Kabeln zur Verbindung von Gummischlauchleitungen. Es werden dabei Gummihülsen
verwendet, die aus drei Teilen bestehen. Zwei davon werden kegelig ineinandergeschoben
und fest eingepreßt. Es ergibt sich so ein dichter Abschluß der Verbindungsstellen
der einzelnen Adern des Kabels. Weiterhin ist vorgeschlagen worden, um die Fransenbildung
an Kabelenden und Kabelverbindung zu vermeiden, eine nachgiebige Hülse,über einen
Hohldorn zu rollen, den Hohldorin über das Kabel zu ziehen und den die nachgiebige
Hülse auf die abzudeckende Stelle zu rollen und den Hohldorn wieder abzunehmen.
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Die Verwendung nachgiebiger Hülsen ist auch an Polklemmen elektrischer
Sammler bekanntgeworden. Mit ihrer Hilfe -soll Fett oder öl aufgenommen werden
können, rum die Polklemmen gegen Beschädigung durch die kletternde Säure zu schützen.
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Um elektrische Steckkontakte wasserdicht abzuschließen, ist vorgeschlagen
worden, einen . über den in der Hülse eingesetzten Stecker gezogenen Gummischlauch
an seinem Ende nach Art eines Ringwulstes umzukrempeln.
| -1 er# Schrumpfung der |
| #aho wulstes ,an das Metallstück. Anpressen des Krem- |
Alle derartigen öder ähnlichen Vorrichtungen und Maßnahmen dienen aber nur ganz
bestimmten Zwecken und können irr der bekannten Form nicht auf elektrisch betriebene
Tauchsieder übertragen werden, bei denen an der Verbindungsstelle zwischen den Zuleitungsdrähten
und den Adern der Gummischlauchleitung ein im Innern des Handgriffes befindlicher
wasserdichter Abschluß erfolgen soll.
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Alle vorerwähnten Nachteile werden. nun bei einem wasserdichten Abschluß
an elektrischen Tauchsiedern, deren Heizkörper an einem ,aus der zu beheizenden
Flüssigkeit im Betriebe herausragenden Halte- und Zuleitungsrohr befestigt ist,
an dessen oberem Ende die Verbindung mit einer beweglichen Anschlußleitung im Innern
eines Handgriffes liegt, dadurch. beseitigt, daß gemäß der Erfindung .ein die Verbindungsklemmen
für die Adern der Anschlußleitung und die Zuleitungsdrähte des Heizkörpers ummantelndes,
,aus elastischem Werkstoff, z. B. Gummi, bestehendes Schlauchstück einerseits das
Tauchsiederhalterohr und anderseits. .das Ende der Anschlußleitung großflächig festumspannt
und von .einem die Verbindungsstelle umhüllenden Handgriff einerseits gegen das
Halterohr und ,anderseits gegen das Zuleitungsr kabel gepreßt ist. Das die Anschlußverbindung
-ummantelnde Schlauchstück kann gegebenenfalls aus zwei Teilen bestehen, von denen
das eine auf das Zuleitungsrohr des Tauchsieders, das andere auf :das freie Ende
des Anschlußkabels gezogen wird. Die beiden einander berührenden odez überlappenden
Enden der beiden aus nachgiebigem Werkstoff bestehenden Tüllen. können durch einen
Klebstoff, zweckmäßig Gummilösung, fest miteinander verbunden werden. Fällt ein
solcher Tauchsieder in das Wasser; so kann, es unter Umständen zwar durch die Fugen
des Handgriffes hindurchdringen und in das Innere galangen, jedoch nicht bis zu
den Verbindungsklemmen vordringen, die ja in der Hauptsache gefährdet sind; vor
allem kann es nicht -in das Innere des Heizkörperrohres laufen. Ein weiterer großer
Vorteil der Erfindung liegt darin, daß wegen der Nachgiebigkeit des verwendeten
Werkstoffes der Heizkörper atmen kann. Dies wirkt sich so aus, daß das im üblichen
Verwendungszustand eng an allen Teilen anliegende Schlauchstück etwas aufgeweitet
wird. Bei einem Trockengehen des Heizkörpers, bei dem eine verhältnismäßig
große
Ausdehnung der im Heizring eingeschlossenen Luft erfolgt, wird ,infolge des dann.
aufkommenden geringen Überdruckes das Schlauchstück sich zunächst ,aufblähen, dann
aber die Luft entweder an der Halterohrdichtung oder an dem Zuleitungskabel entweichen
lassen. So wird ein für den Heizkörper gefährlicher Innenüberdruck vermieden. Nach
der Abkühlung des Heizkörpers entsteht zwar ein Sog, der aber ,allmählich wegen
der durch das Schlauchstück hindurchdiffundierenden Luft ausgeglichen wird, ganz
abgesehen davon, daß ein Unterdruck im Heizring höchstens von Vorteil sein kann.
Es kann in diesem Fall also von einer Ventilwirkung des wasserdichten Abschlusses
gesprochen werden, insofern, als bei dem aufkommendem Überdruck Luft abgeblasen
wird, wobei jedoch hinterher der Abschluß wieder völlig wasserdicht ist. Ergibt
sich einmal die Notwendigkeit, das Zuleitungskabel auszuwechseln, so kann dies auf
einfache Weise geschehen, indem nach Entfernung des mehrteiligen Handgriffes das
Schlauchstück entweder von dein Anschlußkabel abgestreift oder -gerollt oder indem
das Schlauchstück in der Mitte aufgeschnitten und später wieder zusammengeklebt
wird.
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Die Abbildungen zeigen Ausführungsbeispiele der Erfindung. Es bedeutet
a das Zuleitungs- oder Halterohr des. Heizkörpers., aus dem die Zuleitungsdrähte
b herauskommen, die mit den Adenre c des Zuleitungskab-els.,d durch ein Verbindungsstück
e, etwa eine Isolierklemme, verbunden sind. Auf dem oberen Ende des Rohes ,a und
dem -unteren Ende des K.ab-els,d ist das aus nachgiebigem Werkstoff bestehende Schlauchstück
f so .aufgezogen, daß es an diesen Stellen. gut @abdichtet und die Verbindungsklemme
e allseitig umschließt. Der Handgriff ist anit g bezeichnet. Das Schlauchstück f
ist oben auf eine verhältnismäßig große Entfernung ,auf das Gummikabel aufgezogen
und ragt über die oberste Kante des Handgriffes g hinaus. Es erfüllt dabei gleichzeitig
den vom VDE. vorgeschriebenen Zweck, ein Brechen des Kabels [d zu verhindern, indem
es ,als Versteifung und als Schutzkragen des letzterem ;dient. In der Abb. 2 ist
das aus nachgiebigem Werkstoff bestehende Schlauchstück/ aus zwei Teilen hergestellt,
die .an der Stelle h einander überlappen und durch Klebstoff verbunden sind. Diese
Ausführung hat den Vorteil, daß ohne besondere Aufweiterungsvorrichtungen der obere
Teil zunächst auf das Zuleitungskabel, der -untere Teil .auf das Halterohr des Tauchsieders
aufgezogen wird. Dann kann die Verbindung durch die Klemme e zwischen den Zuleitungsdrähten
hergestellt werden, worauf die beiden freien Enden der beiden Gummitüllen f zusammengebracht
und miteinander verklebt werden.