DE664108C - Vorrichtung zum Abrichten profilierter Schleifscheiben - Google Patents
Vorrichtung zum Abrichten profilierter SchleifscheibenInfo
- Publication number
- DE664108C DE664108C DESCH108771D DESC108771D DE664108C DE 664108 C DE664108 C DE 664108C DE SCH108771 D DESCH108771 D DE SCH108771D DE SC108771 D DESC108771 D DE SC108771D DE 664108 C DE664108 C DE 664108C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- support
- template
- dressing
- cutting edge
- tactile
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Expired
Links
- 229910003460 diamond Inorganic materials 0.000 claims description 12
- 239000010432 diamond Substances 0.000 claims description 12
- 230000006835 compression Effects 0.000 claims description 6
- 238000007906 compression Methods 0.000 claims description 6
- 230000002401 inhibitory effect Effects 0.000 claims description 3
- 230000000630 rising effect Effects 0.000 description 5
- 238000004519 manufacturing process Methods 0.000 description 4
- 238000006073 displacement reaction Methods 0.000 description 3
- 241001422033 Thestylus Species 0.000 description 2
- 230000005540 biological transmission Effects 0.000 description 2
- 238000000034 method Methods 0.000 description 2
- 230000036961 partial effect Effects 0.000 description 2
- 230000008569 process Effects 0.000 description 2
- 230000007704 transition Effects 0.000 description 2
- 229910000831 Steel Inorganic materials 0.000 description 1
- 230000009471 action Effects 0.000 description 1
- 230000008901 benefit Effects 0.000 description 1
- 238000006243 chemical reaction Methods 0.000 description 1
- 230000008878 coupling Effects 0.000 description 1
- 238000010168 coupling process Methods 0.000 description 1
- 238000005859 coupling reaction Methods 0.000 description 1
- 230000007812 deficiency Effects 0.000 description 1
- 230000003111 delayed effect Effects 0.000 description 1
- 230000000694 effects Effects 0.000 description 1
- 238000009434 installation Methods 0.000 description 1
- 230000000670 limiting effect Effects 0.000 description 1
- 230000002441 reversible effect Effects 0.000 description 1
- 239000010959 steel Substances 0.000 description 1
- 230000002123 temporal effect Effects 0.000 description 1
Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B24—GRINDING; POLISHING
- B24B—MACHINES, DEVICES, OR PROCESSES FOR GRINDING OR POLISHING; DRESSING OR CONDITIONING OF ABRADING SURFACES; FEEDING OF GRINDING, POLISHING, OR LAPPING AGENTS
- B24B53/00—Devices or means for dressing or conditioning abrasive surfaces
- B24B53/06—Devices or means for dressing or conditioning abrasive surfaces of profiled abrasive wheels
- B24B53/08—Devices or means for dressing or conditioning abrasive surfaces of profiled abrasive wheels controlled by information means, e.g. patterns, templets, punched tapes or the like
- B24B53/081—Devices or means for dressing or conditioning abrasive surfaces of profiled abrasive wheels controlled by information means, e.g. patterns, templets, punched tapes or the like by means of a template
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Grinding-Machine Dressing And Accessory Apparatuses (AREA)
Description
Die Erfindung bezieht sich auf die Abrichtvorrichtung einer Profileinstechschleifmaschine.
Mit Maschinen dieser Art werden Werkstücke mit profilierter Mantellinie nach
" 5 dem Einstechverfahren mit einer entsprechend dem Werkstückprofil abgerichteten Schleifscheibe
geschliffen. Die Güte des Schliffes hängt wesentlich davon ab, mit welcher Genauigkeit
es gelingt, das verlangte Profil mit
ίο Hilfe der Abrichtvorrichtung in die Schleifscheibe
einzuarbeiten.
Es sind eine Reihe von Abrichtvorrichtungen für profilierte Schleifscheiben bekannt.
Diese Vorrichtungen ermöglichen das Herstellen bestimmter geometrischer Profile, wie
z. B. Zylinder oder Kegel mit anschließender kreisbogenförmiger Abrundung. Der das Abrichtwerkzeug
tragende Halter wird dabei z. B. in einer geradlinigen Führung und anschließend in einer kreisbogenförmigen
Schwenkbewegung am Schleifrad entlang gegeführt.
Handelt es sich jedoch darum, die Schleifscheibe nach einem irgendwie ausgebildeten,
nicht aus einfachen geometrischen Kurven zusammengesetzten Profil abzurichten, so geschieht
das Abrichten unter Anwendung von Schablonen. Die Arbeitsweise geht dabei ausnahmslos
im wesentlichen so vor sich, daß der Diamanthalter in einer zur Schleifscheibenachse
geneigten oder senkrechten Führung beweglich ist und sich in dieser Richtung unter Federdruck mit einer Leitrone
bzw. Tastschneide gegen die Schablone anlegt, während er in einer zur Schleifachse
parallelen Führung von Hand oder mechanisch an der Schleifscheibe entlang geführt
wird. Bei dem Längshub folgt die Tastschneide und damit der Abrichtdiamant unter
Einwirkung einer Druckfeder den radialen Vertiefungen und Erhebungen der Schablone
und erzeugt so in der Schleifscheibe das gewünschte Profil.
Mit Abrichtvorrichtungen dieser Art ist es ohne weiteres möglich, viele Profile, nämlich
alle die, die keine zu großen radialen Erhebungen aufweisen, herzustellen. Sollen jedoch
Werkstücke mit verhältnismäßig steilen Steigungen geschliffen werden, so haften allen
bekannten Abrichtvorrichtungen mehrere Mängel an, die ein einwandfreies Herstellen
des Profils erschweren, wenn nicht gar unmöglich machen. Ein solcher Fall liegt beispielsweise
vor, wenn es sich darum handelt, Ziehstempel für das Ziehen von Rohren zu schleifen. Solche Stempel haben in der Regel
einen sich gegen das Kopfende zu schwach und unstetig verjüngenden Schaft, an den
sich am Kopfende eine Abrundung anschließt, die jedoch nicht aus einem Kreisbogen, son-.dern
aus einer irgendwie gestalteten, empirisch gefundenen Kurve besteht. Sofern es sich nicht um zu große Abmessungen handelt,
werden solche Stempel über die ganze Schaftlänge, einschließlich der Abrundung und der Stirnfläche am Kopfende, nach dem
Einstechverfahren geschliffen. Die einwandfreie Herstellung eines solchen Profils mit
den bekannten Abrichtvorrichtungen gestaltet sich nun schwierig bzw. unmöglich, und zwar
aus mehreren Gründen: ■
Zunächst kann mit einer unter Federdruck mit einer Tastschneide sich gegen die Scha;*
blone anlegenden Vorrichtung das Profil n/ürj
in einer Richtung, und zwar gegen das Kopfende zu, abgezogen werden, da es der Tastschneide
(Tastrollen kommen wegen der ίο Kleinheit der Krümmungsradien nicht mehr
in Betracht) beim Rückhub nicht möglich ist, an der steilen Abrundung am Kopfende hinaufzulaufen.
Man hat, um überhaupt arbeiten zu können, die Tastschneide nach Art der
bekannten, beispielsweise bei Hobelmaschinen üblichen Stahlklappen ausgebildet, so daß
die Schneide der Steilabrundung des Profils beim Rückhub ausweichen kann. Es ergibt
sich damit aber zwangsläufig eine Erhöhung der Abrichtzeit. Weiterhin besteht jedoch
noch folgende Schwierigkeit: Beim Umfahren der Abrundung oder überhaupt beim Abrichten jeder steilen Profilstelle entfällt
auf das gleiche axiale Wegelement ein verhältnismäßig großer radialer Weg des Diamanten, d. h. in der Abrundung wird bei
gleicher axialer Vorschubgeschwindigkeit die Fortschreitgeschwindigkeit des Diamanten
längs des Profils erheblich gesteigert. Dies ist jedoch gerade hier unerwünscht und gefährdet
die einwandfreie Herstellung des Profils. Man hat sich daher in der Weise
geholfen, daß man durcü hydraulische oder
mechanische Getriebe die Vorschubgeschwindigkeit in der Längsrichtung an der steilen
Profilstelle verzögerte, um dem Diamanten Zeit zu lassen, die Abrundung mit genügender
Genauigkeit herzustellen. Diese Einrichtungen komplizieren jedoch die Vorrichtung
bedeutend. Wenn es sich nun weiter, wie beim Beispiel des Ziehstempels, darum handelt,
ein in eine radiale Ebene einmündendes Profil abzurichten, so ist dies mit den bekannten
Vorrichtungen überhaupt unmöglich, denn beim Übergang der Schablone in die Radiale
kann diese nicht mehr die Reaktionskraft gegen den Federdruck auf den Diamanthalter
übertragen, und dieser wird daher, auch bei langsamster Längsvorschubgeschwindigkeit,
beim Erreichen der Radiale nach rückwärts zurückschnappen und damit das Abziehen der
Radialfläche unmöglich machen. Es ist daher mit einer Vorrichtung der bekannten Ausführung
nicht möglich, ein solches Profil einwandfrei abzurichten.
Die geschilderten Mängel werden nun erfindungsgemäß vollkommen vermieden durch
den Einbau einer an und für sich bekannten Antriebsvorrichtung, bei der zwei Teilbewegungen
einer Maschine unter Verwendung eines Umlaufrädergetriebes von einer gemeinsamen
Hauptantriebsspindel angetrieben werden. Der Diamanthalter mit der Tastschneide
legt sich zwar auch jetzt noch gegen eine ^ Schablone an. Der radiale Vorschub gegen
'liese Schablone wird jedoch nicht mehr
vdurch Federdruck erzeugt, sondern von der ' einen freien Abtriebswelle eines Umlaufrädergetriebes
abgeleitet, dessen andere Abtriebswelle den Längsvorschub der Vorrichtung
betätigt. Beide Vorschübe in Längs- und Querrichtung werden also unter Zwischenschaltung
des Differentialgetriebes von einer gemeinsamen Hauptantriebswelle angetrieben.
Bei derartigen Getrieben stellen sich die beiden Teilbewegungen immer entsprechend
dem jeweils vorhandenen Widerstand ein, und es ist bekannt, einen wechselseitigen, zeitlich
hintereinander erfolgenden Ablauf der beiden Abtriebsbewegungen durch feste Anschläge
o. dgl. zu erzwingen. Erfindungsgemäß werden nun durch nachgiebige, einseitig wirkende
Hemmvorrichtungen, wie beispielsweise Druckfedern, Gegengewichte oder eine mit der Bewegungsrichtung sich umkehrende, abwechselnd
auf den Längs- und Quersupport einwirkende Bremse, erreicht, daß die beiden Supporte sich in gegenläufigem Sinne in der
einen Bewegungsrichtung leicht, in der anderen dagegen schwer durch den Hauptantrieb
verstellen lassen, so daß der Verlauf der beiden Abtriebsbewegungen gleichzeitig
und in der Weise erfolgt, daß die Tastschneide dauernd an der Schablone anliegt,
wie weiter unten näher -erläutert wird.
Mit nach dem Erfindungsgedanken ausgebildeten Vorrichtungen können zunächst nur
Schleifscheiben mit nur steigendem oder fallendem Profil abgerichtet werden, wie ebenfalls
weiter unten erläutert wird. Um jedoch auch solche Scheiben mit steigendem und
fallendem Profil abrichten zu können, wird weiterhin erfindungsgemäß der den Diamanthalter
und die Tastschneide tragende Kreuzsupport schwenkbar ausgeführt, so daß er um mindestens den Steigungswinkel des abfallenden
bzw. ansteigenden Kurvenastes gegenüber der Schleifspindelachse schräggestellt werden
kann.
Es ist mit einer erfindungsgemäß ausgeführten
Vorrichtung ohne weiteres möglich, Profile mit steilen radialen Übergängen bzw.
Einmündung in eine radiale Ebene in beiden Bewegungsrichtungen einwandfrei und genau
abzurichten, und zwar mit nahezu konstanter Vorschubgeschwindigkeit des Diamanten längs
des Werkstückprofils.
Der Erfindungsgegenstand ist in einer Ausführungsform auf den Zeichnungen dargestellt;
es zeigen:
Abb. ι einen Grundriß der Vorrichtung
nach der Erfindung,
Abb. 2 einen Schnitt durch das Räderumlaufgetriebe
nach der Linie A-B der Abb. ι und
Abb. 3 einen Schnitt durch die Vorrichtung nach der Linie C-D der Abb. i.
Auf einem an dem Maschinentisch befestigten Gehäuse ι ist in einer Führung parallel
zur Schleifscheibenachse der den Quersupport 3 tragende Längssupport 2 verschieb- und
ίο feststellbar angeordnet. Der Quersupport 3
trägt auf der der Schleifscheibe 4 zugekehrten Seite den um eine Vertikalachse schwenkbaren
Diamanthalter 5, während sich am rückwärtigen Ende die an der Schablone bzw. an
is dem Musterstück 6 gleitende Tastschneide 7
befindet. Die Schablone ist durch eine auf der Zeichnung nicht dargestellte Klemmvorrichtung
mit dem Gehäuse 1 fest verbunden.
Der Längssupport 2 erhält seinen Antrieb durch die Gewindespindel 8, während der Quersupport 3 von der Welle 9 aus über Schneckentrieb 1 o, Gewindespindel 11 und am Support 3 verschraubte Mutter 12 angetrieben wird'. Auf die Spindel 8 ist das innere Zentralrad 13 eines Planetenradgetriebes aufgekeilt, während die Welle 9 über das Zahnräderpaar 14, 15 mit dem Sternrad 16 und den Planetenrädern 17 des Getriebes in Verbindung steht. Das äußere Zentralrad 18 des Getriebes erhält seinen Antrieb in bekannter Weise über Spindel 19 und Umsteuergetriebe 20, 21, 22 von der Spindel 23, die in auf der Zeichnung nicht dargestellter Weise direkt durch einen Motor oder einen Riemen angetrieben wird.
Der Längssupport 2 erhält seinen Antrieb durch die Gewindespindel 8, während der Quersupport 3 von der Welle 9 aus über Schneckentrieb 1 o, Gewindespindel 11 und am Support 3 verschraubte Mutter 12 angetrieben wird'. Auf die Spindel 8 ist das innere Zentralrad 13 eines Planetenradgetriebes aufgekeilt, während die Welle 9 über das Zahnräderpaar 14, 15 mit dem Sternrad 16 und den Planetenrädern 17 des Getriebes in Verbindung steht. Das äußere Zentralrad 18 des Getriebes erhält seinen Antrieb in bekannter Weise über Spindel 19 und Umsteuergetriebe 20, 21, 22 von der Spindel 23, die in auf der Zeichnung nicht dargestellter Weise direkt durch einen Motor oder einen Riemen angetrieben wird.
Zwischen dem Längssupport 2 und dem Gehäuse 1 ist weiter eine Druckfeder 24, und
zwischen, der Schnecke 10 und der Mutter 12
eine zweite Druckfeder 25 vorgesehen. Ferner befindet sich am Support 2 ein die Umsteuerstange
26 umfassender Anschlag 27, der gegen die entsprechend der Schleifscheibenbreite
einstellbaren Anschläge 28 stößt und in den Hubenden über die Klauenkupplung
4-5 29 in bekannter Weise die Welle 19 und damit
die ganze Vorrichtung ihrer Bewegungsrichtung nach umkehrt.
Die Wirkungsweise der Vorrichtung ist folgende: Die Spindel 23 treibt über das
Umsteuergetriebe 22, 21, 20 das äußere Zentralrad 18 des Planetengetriebes an. Dieses
steht mit den auf dem Sternrad 16 verschraubten Planetenrädern 30 im Eingriff, die
ihrerseits mit dem auf der Welle 8 aufgekeilten Zentralrad 13 kämmen. Von dem
Sternrad 16 wird in der oben beschriebenen Weise die Bewegung des Quersupports abgeleitet,
während von dem Rad 13 die Längsbewegung des Supportes 2 ausgeht. Die Gangrichtung
der Gewindespindel 8 ist so gewählt, daß einer Bewegung des Längssupportes nach dem Kopfende der Schablone zu, d. h. in der
Zeichnung auf das Planetengetriebe zu, eine Bewegung des Quersupportes auf die Schablone zu entspricht.
Die von der Hauptspindel 23 über das Zentralrad 18 eingeleitete Bewegung verteilt
sich auf die beiden Abtriebswellen 8 und 9. Im allgemeinen Falle drehen sich beide
Wellen, und zwar mit verschiedener Geschwiiidigkeit,
je nach dem Verschiebungswiderstand der'beiden Supporte 2 und 3. Im
einen Grenzfalle bleibt die Welle 8 und damit der Support 2 stehen, dann geht der ganze
Antrieb auf den Quersupport 3 über und verstellt diesen mit entsprechend vergrößerter
Geschwindigkeit. Im anderen Grenzfalle befindet, sich der Quersupport 3 im Ruhezustand,
dann pendelt der ganze Antrieb auf die Welle 8 über. Zwischen den beiden Grenzfällen
ist jeder Zwischenzustand möglich.
Durch geeignete Hemmvorrichtungen wird der Bewegungswiderstand der Supporte willkürlich
beeinflußt zu dem Zwecke, eine dauernde Anlage der Tastschneide an der Schablone zu gewährleisten. In dem Ausführungsbeispiel
sind zu diesem Zwecke die beiden Druckfedern 24 und 25 derart angebracht,
daß sich der Längssupport 2 auf das Planetengetriebe zu, entgegen dem 'Einfluß der Feder 24, nur schwer verstellen läßt, während
die entsprechende Bewegung des Quersupportes auf die Schablone 6 zu unter dem Einfluß der Feder 25 leicht erfolgt. In umgekehrter
Richtung dagegen wird bei einer leichten Verschiebung des Längssupportes der Quersupport einen großen Verschiebewiderstand
aufweisen. Dies wirkt sich nun in der Weise aus, daß bei einer Gangrichtung der Vorrichtung auf das Planetengetriebe zu der
Antrieb vom Zentralrad 18 zunächst auf den leichter zu verstellenden Quersupport 3 überpendeln
und diesen so lange verstellen wird, bis die Tastschneide 7 an der Schablone 6 zur Anlage kommt. Damit wird die leichtere
Querbewegung blockiert und der Antrieb geht auf die schwerere Längsverstellung über und
bewegt die Schneide an der Schablone entlang auf deren Kopfende zu. Dabei wird nun
gleichzeitig der Quersupport, entsprechend der Verjüngung der Schablone, derart bewegt,
daß die Tastschneide dauernd fest an der Schablone anliegt. Auf diese Weise wird die
ganze Schablone, einschließlich der Abrunrung am Kopfende, umfahren. Beim Einmünden
in die radiale Stirnfläche wird sich dabei automatisch, da jetzt die Blockierung
der Querbewegung durch die Schablone wegfällt, die schwerere Längsbewegung stillsetzen
und die Tastschneide mit einer durch die Getfiebedrehzahl bestimmten Geschwindigkeit
die Stirnfläche abtasten, bis zum Auftreffen
auf eine an der Klemmvorrichtung für die Schablone angebrachte, zur Schleifachse parallele
Fangleiste 31. Jetzt ist wiederum die Querbewegung blockiert und der Längssupport
wird sich weiterbewegen, bis die Umsteuerung in der oben beschriebenen Weise
durch den Anschlag 27 und die Kuppelmuffe 29' erfolgt. Von nun ab kehren sich die Verhältnisse,
wie vor beschrieben, in der Weise. um, daß jetzt der Bewegungswiderstand des
Quersupportes größer als der des Längssupportes ist. Die rückkehrende Schneide läuft
daher zunächst auf der Fangleiste 31 wieder zurück bis zur Anlage an die Stirnfläche der
Schablone 6, um hier die" Längsbewegung zu blockieren und die Querbewegung einzuschalten.
Die Schneide läuft an der Stirnfläche der Schablone hoch und umfährt in genau
der gleichen Weise wie beim Hinlauf auch ao beim Rücklauf die ganze Schablone einschließlich der Abrundung und der Stirnfläche. Da die Summe der beiden Abtriebs-■
bewegungen des Planetengetriebes dauernd konstant ist, so ergibt sich der weitere entscheidende
Vorteil, daß die Vorschubgeschwindigkeit tangential zur Profilkurve, d. h. die Arbeitsgeschwindigkeit des Diamanten dauernd nahezu konstant ist.
Mit der vorstehend beschriebenen Vorrichtung lassen sich nun zunächst nur Schleifscheiben
mit nur steigendem oder nur abfallendem Profil abrichten, wie leicht ersichtlich ist, denn durch den zwangsläufigen Antrieb
des Quersupportes 3 über das Umlauf . 35 rädergetriebe hinweg ist jeder Hubrichtung
des Längssupportes eine bestimmte Bewegungsrichtung des Quersupportes fest zugeordnet.
Bei einer Gangrichtung des Längssupportes
auf das Planetengetriebe zu (Abb. 1) beispielsweise kann der Quersupport
sich nur von der Schleifscheibe wegbewegen. Eine Schablone mit nach dem Kopfende zu
wieder ansteigendem Profil kann daher nicht von der Tastschneide umfahren werden, da
diese wohl in die Vertiefung der Schablone vom Fußende her hineinfahren, jedoch nicht
mehr am steigenden Ast hinauflaufen kann. Um nun auch ein Abrichten solcher Profile
zu ermöglichen, ist es nötig, den gesamten Kreuzsupport um eine vertikale Achse
schwenkbar anzuordnen, so daß er um mindestens den Steigungswinkel des wieder aufsteigenden
Kurvenastes gegenüber der Schleifspindelachse und der Schablone, die nicht mitgeschwenkt wird, sondern ihre Lage zum
Schleifrad beibehält, geschwenkt werden kann; dann verläuft nämlich das Profil der
Schablone relativ zur Längsrichtung des
Kreuzsupportes nur steigend, höchstens parallel. In einer Bewegungsrichtung des Längs-Supportes
ergibt sich also nur eine Hubrichtung des Quersupportes, und ein Umfahren des Profils ist ohne weiteres möglich.
Das Planetenumlaufgetriebe der vorbeschriebenen Abrichtvorrichtung kann auch
durch einen Motor mit gegenläufigem Ankerund Polgestell ersetzt werden, wobei der Antrieb
der Längs- und Querbewegung mit je einer besonderen Welle, von dem Polgestell
bzw. dem Anker ausgehend, eingeleitet wird.
Claims (2)
- Patentansprüche:i. Vorrichtung zum Abrichten profilierter Schleifscheiben, bei der eine auf dem zur Schleifscheibenachse senkrecht und parallel verschiebbaren, den Diamanthalter tragenden Kreuzsupport befestigte Tastschneide an einer Schablone entlang geführt wird, dadurch gekennzeichnet, daß sowohl der Längssupport (2) wie auch der Quersupport (3) von einer gemeinsamen Hauptantriebsspindel (23) unter Verwendung eines an sich bekannten Räderumlaufgetriebes (18, 30, 17, 13) angetrieben werden und daß zur dauernden Anlage der Tastschneide (7) an der Schablone (6) auf die Supportbewegungen einseitig einwirkende, nachgiebige Hemmvorrichtungen, z. B. die Druckfedern (24 und 25), angebracht sind, so daß sich die beiden Supporte (2 und 3) in gegenläufigem Sinne in der einen Bewegungsrichtung schwer, in der anderen dagegen leicht durch den Hauptantrieb (23) verstellen lassen.
- 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zum Zwecke des Abrichtens von Schleifscheiben mit ansteigendem und abfallendem Profil der Kreuzsupport (2, 3) gegenüber der Schleifspindelachse um eine vertikale Achse schräggestellt werden kann.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DESCH108771D DE664108C (de) | 1935-12-20 | 1935-12-20 | Vorrichtung zum Abrichten profilierter Schleifscheiben |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DESCH108771D DE664108C (de) | 1935-12-20 | 1935-12-20 | Vorrichtung zum Abrichten profilierter Schleifscheiben |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE664108C true DE664108C (de) | 1938-08-20 |
Family
ID=7448718
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DESCH108771D Expired DE664108C (de) | 1935-12-20 | 1935-12-20 | Vorrichtung zum Abrichten profilierter Schleifscheiben |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE664108C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE917770C (de) * | 1952-07-25 | 1954-09-09 | Ernst Friedrich Hofmann | Abrichtvorrichtung fuer Schleifscheiben |
-
1935
- 1935-12-20 DE DESCH108771D patent/DE664108C/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE917770C (de) * | 1952-07-25 | 1954-09-09 | Ernst Friedrich Hofmann | Abrichtvorrichtung fuer Schleifscheiben |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE2507449A1 (de) | Maschinenschere | |
| DE2714222C2 (de) | Verfahren und Maschine zum Schleifen der Anlaufbunde der Innenringe von Kegelrollenlagern | |
| DE2238698A1 (de) | An eine funkenerosionsmaschine ansetzbare vorrichtung zum erodieren konischer durchbrueche | |
| DE1802667B2 (de) | Vorrichtung zum Schneiden von sich fortlaufend bewegendem Rohr | |
| DE2127525C3 (de) | Zusatzeinrichtung für Drehautomaten zum spanlosen Ablängen von in der umlaufenden Werkstückspindel eingespannten Rohren oder dgl | |
| DE1810052C3 (de) | Vorrichtung zum Durchschneiden von kontinuierlich zugeführten Rohren | |
| DE664108C (de) | Vorrichtung zum Abrichten profilierter Schleifscheiben | |
| DE1552422A1 (de) | Stangenlademagazin | |
| DE2459648C3 (de) | Modellkopiermaschine mit umlaufendem Werkzeug für Werkstücke mit unregelmäßiger Form | |
| DE2723231B2 (de) | Maschine zum Abrunden mit einem vorbestimmten Radius der Ecken von Glasplatten | |
| DE2047037C3 (de) | Einrichtung zum Glätten und/oder spanlosen Entgraten von Zahnrädern mit Innenverzahnung | |
| DE3033148A1 (de) | Maschine zum zerschneiden von textilmaterialrollen | |
| DE609717C (de) | Maschine zum Hobeln von in der Kokille gegossenen, pyramidenstumpffoermigen Stahlguss-Vierkantbloecken | |
| DE407857C (de) | Supportschaltvorrichtung fuer Hobelmaschinen | |
| DE591024C (de) | Maschine zum Fraesen spiralfoermiger Nuten in Steuernocken mittels Fingerfraesers | |
| DE959009C (de) | Glattwalzgeraet fuer runde, von der Zylinderform abweichende Werkstuecke | |
| DE1477278A1 (de) | Vorschubeinrichtung fuer Automatendrehbaenke | |
| DE2310690C3 (de) | Steuereinrichtung für den mechanischen Vorschub eines Schlittens oder einer Trennscheibe | |
| DE2004222A1 (de) | Einrichtung zur Fertigbearbeitung vorgezahnter Zahnraeder | |
| DE1561476C (de) | Verfahren und Vorrichtung zum Zerschneiden von endlosen, aus Streifen wendelförmig gewickelten Hülsen in einzelne rohrförmige Abschnitte | |
| DE636112C (de) | Maschine zum Formen von Zaehnen fuer Raeder, bei der zwei Kammstaehle wechselseitig auf das Werkstueck einwirken | |
| DE608091C (de) | Fraeserschleifmaschine | |
| DE531915C (de) | Zum Abdrehen von Sonderwerkzeugen dienende Maschine | |
| AT212671B (de) | Verfahren zur Herstellung von Rohren verhältnismäßig geringer Länge aus einem fortlaufend gefertigten Rohr und Trenneinrichtung zur Ausübung des Verfahrens | |
| AT202836B (de) | Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Ausbausegmenten |