DE2723231B2 - Maschine zum Abrunden mit einem vorbestimmten Radius der Ecken von Glasplatten - Google Patents
Maschine zum Abrunden mit einem vorbestimmten Radius der Ecken von GlasplattenInfo
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Description
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Maschine gemäß dem Oberbegriff des Anspruches 1.
Diese Maschine eignet sich zum Abrunden der seitlichen Fensterscheiben von Kraftfahrzeugea Die
Seitenfenster müssen dabei derart bearbeitet werden, daß die drei sichtbaren Ränder eir.e geschliffene und
abgerundete Kante aufweisen, während die vierte Seite, d.h. die horizontale untere Seite, lediglich an ihren
Ecken zu bearbeiten ist, ansonsten aber im wesentlichen unbearbeitet bleiben kann.
Bei der bekannten Maschine (DE-OS 24 60 559) ist dazu der Arm soweit zur Vorschubrichtung des zu
bearbeitenden Werkstücks geneigt, daß die Schleifscheibe etwas in die Vorschubbahn der zu bearbeitenden
Kante hineinragt Zum Erzeugen des erforderlichen Schleifdrucks ist des weiteren eine Feder vorgesehen,
die den schwenkbaren Arm mit der daran gelagerten Schleifscheibe gegen einen Anschlag drückt, solange
kein Werkstück an ihr vorbeigeschoben wird. Umgeben ist die Schleifscheibe mit einem Rollenkranz, der aus
einem koaxial zur Schleifscheibenachse angeordneten und drehbaren vierarmigen Träger und an den freien
Enden der Arme des Trägers achsparallel zur Schleifscheibe und ebenengleich mit ihr gelagerten
Rollen besteht Die Rollen steuern dabei die Zustelltiefe der Schleifscheibe indem der Rollenkranz gedreht wird,
wenn sich das Werkstück mit seiner vorderen Seitenkante einer dieser Rollen nähert Infolge der
Drehung des Rollenkranzes kommt nämiich die benachbarte UoIIe mit der Seitenkante des Werkstücks
in Eingriff, so daß mit fortschreitender Bewegung des Werkstücks die beiden mit dem Werkstück in Eingriff
befindlichen Rollen den Arm mit der Schleifscheibe im wesentlichen senkrecht zur Transportbewegung nach
außen gegen die Kraft der Rückstellfeder verschieben. Diese Maschine ermöglicht praktisch jedoch nur das
Herstellen von Abrundungen mit einem bestimmten Radius. Sollen mit der Maschine andere Radien
hergestellt werden, müssen die radialen Abstände der Rollenachsen von der Drehkranzachse, die Durchmesser
der Rollen und/oder der Durchmesser der Schleifscheibe geändert werden, was jedoch sehr
umständlich und aufwendig ist, weil dabei beispielsweise die Rollen oder die Schleifscheibe demontiert und
ausgetauscht oder sämtliche Arme des Trägers bezgl. ihrer Länge verstellt werden müßten.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, die Maschine der eingangs genannten Art so weiterzubilden,
daß sie sich einfacher und schneller auf das Bearbeiten unterschiedlich großer Abrundungen umrüsten
läßt.
Diese Aufgabe ist bei der im Oberbegriff des Anspruchs 1 umrissenen Maschine mit den im
Kennzeichen dieses Anspruchs genannten Merkmalen gelöst Bei der erfindungsgemäßen Maschine bestimmt
die Länge des Abtasthebels den Radius r der Abrundung. Durch Veranden der Länge des Abtasthebels
kann auf einfache Weise ein anderer Rundungsradius erreicht werden.
In besonders einfacher Weise kann das Umrüsten der Maschine auf einen anderen Rundungsradius im übrigen
bei Anwendung der im Anspruch 3 angegebenen Merkmale erfolgen.
Im folgenden wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung anhand der Zeichnung näher erläutert. Es
zeigt
F i g. 1 eine Ansicht des wesentlichen, das Parallelogrammgestänge
mit der an ihm gelagerten Umfangsschleifscheibe bestehenden Teils der erfindungsgemäßen
Maschine zu Beginn der Bearbeitung,
F i g. 2 eine Detailansicht einer bevorzugten Ausführungsform
der in F i g. 1 gezeigten Maschine, und
Fig.3 schematisch den Grundriß einer aus zwei
erfindungsgemäßen und beidseitig einer Transporteinrichtung angeordneten Maschinen gebildeten Anlage
zum Abrunden der Ecken von Glasplatten.
In der F i g. 1 ist eine Glasplatte 1 dargestellt, deren
schräge Seite a auf einer geeigneten Maschine mit einer abgerundeten Ecke versehen wo· den ist und deren
vierte Seite b, deren Schnittfläche noch unbearbeitet ist, geschliffen werden solL Mit dem Bezugszeichen rist der
Radius der Abrundung bezeichnet, mit der die bereits
bearbeitete Seite a in die noch unbearbeitete Seite b fibergehen solL
Die Glasplatte 1 wird mit Hilfe einer in der Fig.3
dargestellten Band- oder Rollentransporteinrichtung 32 in Richtung des Pfeiles Fvorwärts bewegt.
Das Abrunden erfolgt mittels einer drehbar gelagerten und als Kehlnutschleifscheibe ausgebildeten Umfangsschleifscheibe
2, die mit ihrem nicht dargestellten Antriebsmotor am Ende eines Armes 3 gelagert ist und
sich um eine senkrecht zur Ebene der Schleifscheibe 1 angeordnete maschinengestellfeste Achse 4 drehen
kann. Der Arm 3 ist mit einer elastischen Rückzugseinrichtung 5 verbunden, welche den Arm 3 ständig gegen
einen einstellbaren Anschlag 6 zieht
Die Achse 4 dient gleichfalls zur gelenkigen Lagerung eines Lenkers 7, dessen Winkelstellung beliebig
verändert und in einer gewünschten Stellung mit Hilfe einer Klemmschraube 8 festgelegt werden kann, welche
ihrerseits mit einer mit einer Skala versehenem bogenförmigen Schiene 9 zusammenwirkt Die Skala
ermöglicht ein sehr schnelles Wiederauffinden einer früheren Einstellung, wenn ein vorgegebenes Glaswerkstück
noch einmal bearbeitet werden soll.
Die Schleifscheibe 2 steht ferner mit einem als Dreieckplatte ausgebildeten Lenker 10 in Verbindung,
der zusammen mit dem Arm 3 und dem Lenker 7 Teil eines verstellbaren Parallelogrammgestänges 3,7,10,12
ist
Der Lenker 10 weist drei Gelenke bzw. Achsen auf: Ein Gelenk, welches konzentrisch zur Achse 21 der
Schleifscheibe 2 angeordnet ist, ein Gelenk 22, dessen Abstand zur Schleifscheibenachse 21 der effektiven
Länge des Lenkers 7 entspricht, und eine Achse 23, welche zur Lagerung eines Abtastnebels 11 dient
Ein Lenker 12, dessen Länge der effektiven Länge des
Armes 3 entspricht ist einerseits mittels einer Achse 24 an dem Lenker 7 angelenkt und andererseits an; Gelenk
22 des Lenkers 10 gelagert Auf diese Weise bilden der die Schleifscheibe 2 tragende Arm 3 und die Lenker 7,
10 und 12 das verstellbare Parallelogramm, dessen Seiten mittels des Lenkers 7 feststellbar sind. Wenn der
Lenker 7 in einer gewünschten Stellung arretiert ist wird der Lenker 10 gezwungen, sich parallel zu
verschieben, wenn sich der die Schleifscheibe 2 tragende Arm 3 um seine Achse 4 verschwenkt
Während der Verschiebebewegung der Glasplatte 1 auf der Transporteinrichtung 32 kommt diese gegen
eine feste Führung 13 zur Anlage, welche parallel zur
Vorschubrichtung angeordnet ist und als Bezugskante für die Glasplatte 1 dient
Die Maschine weist außerdem eine Führungsschiene 14 auf, welche zur Führung 13 und damit zur
Vorschubrichtung der Glasplatte 1 parallel angeordnet ist und sich unterhalb der Glasplatte 1 befindet Die
Führungsschiene 14 ist senkrecht zur Vorschubrichtung in Abhängigkeit von dem herzustellenden Radius r
einstellbar, worauf nachfolgend noch eingegangen wird.
gleiten und wird in diesem mit Hilfe einer Klemni-
• schraube 25 derart gehalten, daß seine effektive Länge
in Abhängigkeit von dem herzustellenden Radius r verändert werden kann. Der Abtasthebel 11 trägt an
seinem freien Ende eine aus zwei übereinander angeordneten Rollen 15 und 16 bestehende Tastrolle 15,
ι» 16, wobei die eine der beiden Rollen 15 und 16 in der
r. ausgesetzt ist, welches dazu neigt, ihn gegen die
Führungsschiene 14 zu drücken, worauf nachfolgend noch eingegangen wird bildet die Achse 26 der beiden
Rollen 15 und 16 eine Bezugsachse für die Verschiebung der Glasplatte 1. Die effektive Länge des Abtasthebels
2(> 11, gemessen zwischen der Achse 23 und der Achse 26
der Rollen 15 und 16, muß der Summe R + r entsprechen, wenn r der Radius der Abrundung und R
der Radius der Schleifscheibe 2 ist
?> Betrieb der Maschine zunächst die Stellung des Anschlages 6 derart eingestellt werden, daß sich die
Schleifscheibenachse 21 an einer Stelle befindet, durch welche sich der Mittelpunkt 27 der Abrundung während
der Verschiebung der Glasplatte 1 hindurchbewegt
so Danach wird die effektive Länge des Abtasthebels 11, gemessen zwischen den Achsen 23 und 26, eingestellt
wobei diese Länge der Summe R + r entspricht, und es
wird die Lage der Führungsschiene 14 derart eingestellt daß die Rolle 16 gegen die Führungsschiene 14 zur
!5 Anlage kommt. Schließlich wird der Lenker 7 derart
ausgerichtet; daß die Glasplatte 1 gleichzeitig gegen die Schleifscheibe 2 und die Rolle 15 anliegt
Auf diese Weise wird ein zweites veränderliches Parallelogramm durch den Mittelpunkt 27 der Abrundung,
die Tastrollenachse 26, die Schwenkachse 23 des auf dem Lenker 10 gelagerten Abtasthebels 11 und die
Schleifscheibenachse 21 beschrieben.
Dieses Parallelogramm weist mithin zwei reelle und zwei fiktive Seiten auf, nämlich die reellen Seiten, die
von dem Abtasthebel U (zwischen den Achsen 23 und 26) und dem Lenker 10 (zwischen den Achsen 21 und 23)
gebildet sind, und die fiktiven Seiten, die von der Strecke zwischen dem Verbindungspunkt der Schleifscheibenachse
21 und dem Mittelpunkt 27 der Abrundung bzw.
w von der Strecke zwischen dem Mittelpunkt 27 der Abrundung und der Achse 26 der Rollen 15 und 16
gebildet sind.
Wenn sich die Glasplatte 1 auf der Transporteinrichtung
32 vorwärtsbewegt, stößt sie die Rolle 15 vor sich
einwirkt eine mehr und mehr geneigte Stellung gegenüber der Führungsschiene 14 einnimmt
bo rungsform der in der F i g. 1 dargestellten Vorrichtung
gezeigt
Wie dies bereits ausgeführt wurde, ist es für ein korrektes Funktionieren der Vorrichtung unerläßlich,
daß die Rolle 16 während der Bearbeitung konstant
b5 gegen die Führungsschiene 14 anliegt Es ist also
notwendig, daß auf den Abtasthebel 11 ein Drehmoment ausgeübt wird, welches die Rollen 15 und 16 von
der Schleifscheibe 2 wegzudrücken versucht
Wenn im übrigen der Abtasthebel 11 eine senkrechte
Stellung zur Führungsstange 14 erreicht hat, dann hat er seinen Zweck erfüllt und es ist dann notwendig, daß er
entfernt wird, damit sich die Glasplatte 1 weiter vorwärtsbewegen kann. Diese Doppelfunktion wird ■
durch eine Kolbenzylindereinheit 17 gewährleistet, die an dem Lenker 10 befestigt ist und mittels einer
Antriebskette 18 ein mit der Schwenkachse 23 des Hebels 11 verbundenes Ritzel 19 antreibt.
Andererseits ist es unerläßlich, daß der Abtasthebel ;"
U nach Beendigung der Bearbeitung der Glasplatte 1 und nach ihrer Entfernung aus der Arbeitszone in seine
ursprüngliche Stellung zurückbewegt wird, um eine nachfolgende Glasplatte in Empfang zu nehmen. Diese
Funktion wird durch eine zweite Kolbenzylindereinheit 20 gewährleistet, die der Kolbenzylindereinheit 17
entspricht und auf das andere Ende der Antriebskette 18 einwirkt Die zweite Kolbenzylindereinheit 20 könnte
dabei z. B. automatisch durch einen Kontakt gesteuert werden, der in geeigneter Weise in der Bewegungsbahn
der Glasplatte 1 angeordnet ist
In der F i g. 3 sind schematisch zwei erfindungsgemäße
Maschinen 30 und 31 dargestellt, die seitlich von der Rollentransporteinrichtung 32 angeordnet sind, die eine
Glasplatte 33 in Richtung des Pfeils F vorwärtsbewegt. Während der Vorschubbewegung der Glasplatte 33
werden die Abrundungen 34 und 35 mit Hilfe von entsprechenden Schleifscheiben 36 und 37 bearbeitet,
wobei die entsprechenden Tastrollen 38 und 39 konstant gegen die Führungsschiene 40 und 41 anliegen, deren
Stellung einstellbar ist, wie dies bereits weiter oben ausgeführt wurde. Aus der Fig.3 ist ferner zu
entnehmen, daß die Antriebsrollengruppen 42, 43 und 44 jeweils nur zwei Rollen aufweisen, damit die beiden
Maschinen 30 und 31 in ihrer Bewegung nicht behindert werden, die übrigen Antriebsrollengruppen 45 und 46
hingegen jeweils vier Rollen aufweisen.
Claims (5)
1. Maschine zum Abrunden mit einem vorbestimmten Radius der Ecken von sich auf einer
Transporteinrichtung fortbewegenden Glasplatten, mit einer Umfangsschleifscheibe, die an einem um
eine maschinenengestellfeste Achse gegen einen einstellbaren Anschlag schwenkbaren federbelasteten
Arm gelagert ist, welcher mit einem um eine zur Achse der Umfangschleifscheibe gleichgerichtete
Achse schwenkbaren Abtasthebel versehen ist, dessen Tastrolle sich an die im Bezug auf die
Vorschubrichtung der Transporteinrichtung vorne liegende Schmalseite des Werkstückes anlegt,
dadurch gekennzeichnet, daß der Arm (3) Teil eines Parallelogrammgestänges (3,7,10,12) ist,
dessen um die maschinengestellfeste Achse (4) schwenkbarer Lenker (7) feststellbar und dessen
zum Lenker (7) paralleler Lenker (10) als stumpfwinklige Dreiecksplatte ausgebildet ist, an deren den
stumpfen Winkel aufweisender Ecke der Arm (3) angelenkt ist und an deren der Transporteinrichtung
(32) zugewandten Ecke der Abtasthebel (11) um die zur Schleifscheibenachse (21) parallele Achse (23)
schwenkbar gelagert ist, daß eine parallel zur Vorschubrichtung verlaufende Führungsschiene (14)
vorgesehen ist, gegen deren Oberseite die Tastrolle (15, 16) des Abtasthebels (11) ebenfalls anliegt, daß
die Abstände der Tastrollenachse (26) von der Schwenkachse (23) des Abtasthebels (11) und der
Schleifscheibenachse (21) vom Mittelpunkt (27) der am Werkstück (1) herzustellenden Abrundung
einerseits und die Abstände zwischen der Tastrollenachse (26) und dem Abrundungsmittelpunkt (27) und
der Schleifscheibenachse (21) von der Schwenkachse (23) andererseits jeweils gleich groß sind und daß der
Abtasthebel (11) mit einem Schwenkantrieb (17 bis 20) verbunden ist, der zunächst die Tastrolle (15,16)
gegen die Führungsschiene (14) drückt, dann den Abtasthebel (U) aus dem Bereich des fertig
gerundeten Werkstückes (1) herausschwenkt und schließlich in seine Ausgangslage zurückbewegt.
2. Maschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Achse (21) der Umfangsschleifscheibe
(2) mit der Anlenkachse der Dreiecksplatte an dem Arm (3) zusammenfällt
3. Maschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Länge des Abtasthebels (11)
einstellbar ist.
4. Maschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Tastrolle (15,16) zwei Einzelrollen
aufweist, von denen eine (15) gegen die Vorderseite der Glasplatte (1) und die andere (16) gegen die in
ihrer Lage verstellbare Führungsschiene (14) anliegt.
5. Maschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Schwenkantrieb aus zwei an dem
als Dreiecksplatte ausgebildeten Lenker (10) befestigten Kolbenzylindereinheiten (17, 20) besteht,
deren freie Kolbenstangtnenden mit einer um ein mit der Schwenkachse (23) des Abtasthebels (U) fest
verbundenes Ritzel (19) herumgeführten Antriebskette (18) verbunden sind.
Applications Claiming Priority (1)
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ID=9190243
Family Applications (2)
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Family Applications After (1)
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| DE19777716319 Expired DE7716319U1 (de) | 1977-05-03 | 1977-05-23 | Vorrichtung zur herstellung einer abrundung an zwei seiten eines werkstueckes |
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| FR (1) | FR2389454A1 (de) |
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