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Verfahren zur Herstellung einer Vorrichtung (Massering) für Unterwasserschalleinrichtungen
zum Verhindern der Übertragung von Erschütterungen durch die Bordwand Die Erfindung
betrifft ein Verfahren zur Herstellung einer Vorrichtung (Massering) für Unterwasserschalleinrichtungen
zum Verhindern der Übertragung von Erschütterungen durch die Bordwand sowie eine
nach diesem Verfahren hergestellte Vorrichtung.
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Die bekannten Masseringe aus Eisen oder Blei zum Verhindern unerwünschter
Bordwandseitenstrahlungen weisen den Nachteil auf, daß die innige Verbindung des
Metallringes mit der Bordwand nur nach sorgfältiger Bearbeitung derselben entsprechend
*der besonderen Form der Schiffshaut erfolgen kann. Es bestehen dann aber auch noch
große Schwierigkeiten, . durch Verschrauben oder Verschweißen eine wirksame, starre
und innige Verbindung zwischen dem Massering und der Schiffswand herzustellen. Ohne
Docken des Schiffes wird das Anbringendes Masseringes kaum möglich sein. Ferner
kann in der Praxis die Größe des schädlichen Einflusses durch die Schiffswand erst
nach vollzogenem Einbau der Unterwasserschallanlagen durch praktische Versuche festgestellt
werden.
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Es ist zwar bekannt, Maschinen auf Betonfundamente zu stellen. Dies
geschieht jedoch nicht zur Lösung der besonderen Aufgabe, Erschütterungen in Wänden
zu dämpfen, auf denen die Maschine selbst angebracht ist.
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Erfindungsgemäß wird bei einem Verfahren zur Herstellung einer Vorrichtung
(Massering) für Unterwasserschalleinrichtungen zum Verhindern der Übertragung von
Erschütterungen durch die Bordwand der Massering aus einem in seiner Dicke beliebig
bemeßbaren Material (Zement o. dgl:) auf die Schiffswand bzw. den Schiffsboden aufgetragen.
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Durch die Erfindung hat man es in der Hand, den Massering den jeweiligen
Verhältnissen anzugleichen, z. B. allmählich zu vergrößern, bis der störende Einfluß,
der durch die Erschütterung der Bordwand an einer Stelle. entsteht, an einer anderen
Stelle praktisch beseitigt ist.
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Ein solcher Massering kann ferner unal)-hängig von den in der Schiffshaut
schon vorhandenen Spanten und sonstigen vorstehenden Teilen angebracht werden.
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Es hat sich gezeigt, daß eine Zementschicht von etwa 5 bis 15 cm Dicke,
die eine Fläche von etwa i bis 2 m im Durchmesser bedeckt, zur Erzielung der gewünschten
Störungsfreiheit ausreicht. Das Gewicht der Zementschicht, die um den Sender herum
vorgesehen wird, soll zweckmäßigerweise etwa den zehnfachen Betrag des Gewichtes
des Senders haben.
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Häufig wird es genügen, wenn die Zementschicht am Sender bzw. am Empfänger
nur auf der Seite angeordnet wird, die dem Empfänger bzw. dem Sender zugekehrt ist.
In anderen Fällen ist es ausreichend und zweckmäßig, die Zementschicht nur zwischen
den beiden Spanten, zwischen denen der Sender
bzw. Empfänger eingebaut
ist, vorzusehen. Die Stelle, an der der Sender bzw. Empfänger eingebaut ist, muß
naturgemäß von Zement frei bleiben, damit der Schall möglichst ungehindert durch
die Bordwand hindurchgeheur kann. ' Die Erfindung ist an Hand der Abbildungen beispielsweise
beschrieben.' Es zeigen Abb. i die Aufsicht auf einen Schiffsboden mit darin eingebautem
Schlagsender, Abb. 2 einen Querschnitt durch diese Anordnung, Abb. 3 die Anordnung
eines Schlagsenders in einem mit Wasser gefüllten Tank, Alb. d. die Einbauart eines
Echoempfä n. gers.
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In Abb. i ist ein Ausschnitt aus einem Schiffsboden i dargestellt,
in den ein Schlag-Sender z zwischen Spanten 3 und q. eingesetzt ist. Die gesamte
Fläche um den Schlagsender z herum zwischen den Spanten 5 und 6 und einem in der
Nähe befindlichen Schott 7 ist mit einer Zementschicht bedeckt, die durch die schraffierte
Fläche 8, 9, 9 angedeutet ist. Besonders deutlich ist die Art des Einbaues aus Abb.
2 erkennbar. Es ist zu sehen, daß in den Schiffsboden i ein Loch von der Größe der
Schallplatte des Schlagsenders eingeschnitten und um den Rand dieses Loches herum
ein Versteifungsring io aufgenietet ist. Der Schlagsender 2 ist dann von außen in
dieses Loch so eingesetzt worden und mit Schrauben l i am Versteifungsring io befestigt,
daß seine Schallplatte 12 mit dem Schiffsboden i in einer Ebene liegt. Von dem Schlagsender
:2 geht eine Kabelleitung 13 zu einer am Schott 7 befestigten Kabeldose 1q..
Um den Schlagsender herum ist nun erfindungsgemäß die vorerwähnte, etwa 15 cm starke
Zementschicht 8, 9, 9 vorgesehen, die dicht bis an den Versteifungsring io heranreicht.
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Bei der Ausführungsform nach Abb. 3 ist ein Schlagsender 17 in einem
im Doppelboden des Schiffes angeordneten, mit Wassergefüllten Tank frei aufgehängt.
Die Wände des Tanks werden gebildet durch den Schiffsboden i8, den Doppelboden 19
und Seitenwände 20 und 21. Der Schlagsender ist unter Zwischenschaltung einer Feder
22 elastisch am Doppelboden 19 aufgehängt in der Weise, daß die Schallplatte 23
sich in geringem Abstand über dem Schiffsboden 18 befindet. Der ganze Tank ist iriit
Wasser gefüllt. Für die Füllung ist eine Öffnung 24 und für die Entleerung eine
Entwässerungsöffnung 25 vorgesehen. Zum Einbringen des Senders in den Tank ist in
dem Doppelboden i9 ein Mannloch 26 angeordnet. Der Schlagsender ist durch Ketten
oder Drähte 27 und 28 innerhalb des Tanks verspannt, um ein Hinundherpendeln zu
verhindern. Erfindungsgemäß ist nun innerhalb des Tanks der Schiffsboden 18 um den
Schlagsender herum mit einer "Z.ementschicht 29 bedeckt, um die Übertrang von Erschütterungen
durch den Schiffsden bei Betätigung Sies Schlagsenders möglichst zu unterdrücken.
Die Zementschicht kann naturgemäß auch außerhalb des Schlagsendertanks weiter fortgeführt
sein, wie bei 18' angedeutet.
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In Abb. q. ist der Einbau des Echoempfängers dargestellt, und zwar
eines Tankempfängers. An dem Schiffsboden 30 ist innerhalb des Schiffes ein
Wasserkasten 31 unter Zwischenfügung eines Gummidichtungsringes 32 angepreßt, z.
B. mit Hilfe von Spannstangen 33, die an einem Winkel 34. befestigt sind. Dieser
Winkel ist an Spanten 35, 36 des Schiffes angebracht. Der Wasserkasten 31 kann durch
einen Deckel 37 mit Wasser gefüllt werden. Innerhalb des Tanks hängt der Echoempfänger
38 an: seinem Zuleitungskabel39. Gemäß der Erfindung ist um den Empfängertank herum
eine starke Zementschichtq.o auf dein Schiffsboden vorgesehen.
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In manchen Fällen wird es vorteilhaft sein, die Schiffswandung vorzubereiten,
z. B. künstlich aufzurauhen oder mit einem Anstrich zu versehen, welcher eine besonders
innige und dauerhafte Verbindung des Zementes mit der Schiffswand sichert.
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An Stelle von Zement kann natürlich auch anderes Material ähnlicher
Beschaffenheit, wie Kunststein o. dgl., verwendet werden. In besonderen Fällen wird
es auch genügen, um den Sender bzw. Empfänger eine entsprechende Menge Sand, z.
B. in einem Kasten, anzuordnen. Dieser kann dabei noch unter besonderem Druck gegen
die Schiffswandung angepreßt werden. Es kommt nur darauf an, ein Material zu verwenden,
welches eine gute Verbindung und innige Berührung mit der Schiffswand ermöglicht
und möglichst große Maße besitzt.