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DE657171C - Verfahren zur Gewinnung von in Schwefelsaeure loeslichen Kohlenwasserstoffen - Google Patents

Verfahren zur Gewinnung von in Schwefelsaeure loeslichen Kohlenwasserstoffen

Info

Publication number
DE657171C
DE657171C DER87888D DER0087888D DE657171C DE 657171 C DE657171 C DE 657171C DE R87888 D DER87888 D DE R87888D DE R0087888 D DER0087888 D DE R0087888D DE 657171 C DE657171 C DE 657171C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
acid
sulfuric acid
distillation
soluble
hydrocarbons
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DER87888D
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
FRITZ ROSTLER DR
VILMA MEHNER DR
Original Assignee
FRITZ ROSTLER DR
VILMA MEHNER DR
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by FRITZ ROSTLER DR, VILMA MEHNER DR filed Critical FRITZ ROSTLER DR
Application granted granted Critical
Publication of DE657171C publication Critical patent/DE657171C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10GCRACKING HYDROCARBON OILS; PRODUCTION OF LIQUID HYDROCARBON MIXTURES, e.g. BY DESTRUCTIVE HYDROGENATION, OLIGOMERISATION, POLYMERISATION; RECOVERY OF HYDROCARBON OILS FROM OIL-SHALE, OIL-SAND, OR GASES; REFINING MIXTURES MAINLY CONSISTING OF HYDROCARBONS; REFORMING OF NAPHTHA; MINERAL WAXES
    • C10G17/00Refining of hydrocarbon oils in the absence of hydrogen, with acids, acid-forming compounds or acid-containing liquids, e.g. acid sludge
    • C10G17/10Recovery of used refining agents

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Production Of Liquid Hydrocarbon Mixture For Refining Petroleum (AREA)

Description

  • Verfahren zur Gewinnung von in Schwefelsäure löslichen Kohlenwasserstoffen Die Darstellung technisch wertvoller Produkte aus den bei der Schwefelsäureraffinätion von Mineralölen entstehenden Abfallsäuren. Säureteeren und Säureharzen war vielfach Gegenstand von Versuchen. Zur Nutzbarmachung einerseits der in diesen Produkten noch .enthaltenen Schwefelsäure als solche oder in Form ihrer Umwandlungsprodukte (Schwefeldioxyd, schwefelsaure Salze, Sulfide), andererseits zur Verwertung der vorhandenen organischen Substanz durch ihre Umwandlung in beispielsweise asphaltartige Produkte oder durch die Wiedergewinnung der in Säureteeren noch enthaltenen eile, z. B. nach dem in der britischen Patentschrift 320 891 beschriebenen Verfahren, das unter vorzugsweiser Aufarbeitung von Gemischen ölhaltiger Rückstände durch trockene Destillation bei Temperaturen über 36o° die Gewinnung von Benzinen, Mittel- und Schmierölen beschreibt.
  • Im Gegensatz hierzu stellt die vorliegende Erfindung ein Verfahren zur Gewinnung von in Schwefelsäure löslichen Kohlenwasserstoffen aus den. Säureteeren der Mineralölraffznation dar, wobei diese Produkte zunächst mit Neutralisationsmitteln behandelt und das erhaltene Neutralisationsgemisch dann der Vakuumdestillation unterworfen wird. Die Erfindung ist darin gelegen, daß die Menge des hTeutralisationsmittels auf ,550;o und mehr des verwendeten "Säureteers bemessen und die Vakuumdestillation bei Temperaturen bis ;So' C vorgenommen wird, wobei wahlweise eine Vakuum- oder eine Vakuum-wasserdampfdestillation zur möglichst schonenden Abtremrung der angestrebten Produkte Verwendung findet. Gemäß der Erfindung kann ferner auch die Neutralisation durch Metalle erfolgen.
  • Bei dieser Arbeitsweise, die durch einen Überschuß an. Neutralisationsmitteln eine vollständige Neutralisation der gesamten Schwefelsäure, und zwar sowohl der freien als auch der gebundenen und während des Destillationsprozesses frei werdenden Schwefelsäure und die Einhaltung der vorgeschriebenen Destillationsverhältnisse zur Bedingung hat, gelingt die Umwandlung der in den Säureteeren an die Schwefelsäure gebundenen organischen Anteile nahezu quantitativ in neuartige, bisher der gewerblichen und technischen Ausnutzung unzugängliche hochpolymere, schwefelsäurelösliche Kohlenwasserstoffe. Der bei der Destillation verbleibende Rückstand ist hier praktisch frei von organischen Bestandteilen.
  • Bei Anwendung des er findungsge mäßen Verfahrens können Säureteere aller Art als Ausgangsmaterial verwendet werden. Um zu den angestrebten Resultaten zu gelangen, ist es belanglos, ob die zu verarbeit^nden Produkte von der Raffination paraffinischer oder naphthenischer Öle stammen. Alle Säureteere erg.eben, nach dem erfindungsg@emäße,n Verfahren behandelt, die angestrebten, in Schwefelsäure löslichen Kohlenwasserstoffe. Unterschiede, einschließlich der chemischen und physikalischen Eigenschaften (mit. Ausnahme der durch die Molekulargröße bedingten Viscosität) der sich ergebenden Stoffe, treten auch dann nicht auf, wenn einmal leichtere, ein andermal schwerere Säureteere aufgearbeitet werden (z. B. Leichtölsäureteer oder Schmierölsäureteer), wofl aber ist die Größe der erzielten Ausbeute verschieden, insbesondere bei Verwendung der bei der Raffinaüon von festen Paraffinen anfallenden Säureteere. In diesem Falle kommt es durch eine Nebenreaktion zur Bildung von Paraffinen, wobei unter Umständen das Nebenprodukt meng:eninäfiig überwiegen kann. Durch Behandlung mit geeigneten Lösungsmitteln, z. B. Aceton, können jedoch diese Nebenprodukte leicht vom angestrebten Hauptprodukt, nämlich den in Schwefelsäure löslichen Kohlenwass,erstoffen, ausgeschieden werden, da bekanntlich Paraffine in Aceton nicht löslich- sind.
  • Als Neutralisation.smittel kommen erfindungsgemäß neben Metalloxyden und -hydroxyden. bzw. geeigneten Salzen auch Metalle zur Verwendung, wobei vor allem durch dir,-dabei stattfindende Gasenhvricklungeine Mischwirkung und chemische und mechanische Lockerung des Neutralisationsgemisches, verbunden mit einer besseren Wärmeübertragung im Neutralisationsgemisch, erzielt werden kann, und wobei außerdem noch ein ökonomischer Vorteil durch die Ver@vendung von Abfällen. (z. B. Drehspänen) gegeben ist.
  • Die Isolierung der angestrebten Kohlenivasserstoffe aus dem Neutralisationsgemisch erfolgt möglichst schonend durch trockene Destillation im Vakuum, dessen Anwendung ein unbedingtes Erfordernis darstellt, wobei die Temperaturen unter 38o` liegen sollen. Bei nicht genügend vermindertem Druck während der Destillation werden die gemäß der Erfindung erhaltenen hochpolymeren Kohlenwasserstoffe bzw. die ungesättigten Kohlenwasserstoffreste, aus welchen sie aufgebaut werden, teils nicht abgespalten, teils für die Reduktion der Sulfate verbraucht 'und teils weitgehend in unerwünschter Form verändert.
  • Wird an Stelle der Vakuumdestillation eine Vakuumwasserdampfdestillation zur Anwendung gebracht, so erlangt man außer einer Verkürzung der Destillationsdauer auch den Vorteil, bei noch niedrigeren Temperaturen, also unter noch schonenderen Verhältnissen arbeiten. zu können.
  • Die nach dem erfindungsgemäßen Ver fahren, erhaltenen Produkpe stellen rotbraune, grünlich fluoreszierende, hochviscose, dickliche Öle von ziemlich hohem spezifischen Gewicht (in der Regel über i) dar, die nach Siedepunkt, Viscosität und chemischen Eigenschaften. sich deutlich von den Raffinaten unterscheiden, bei deren Gewinnung der verarbeitete Säureteer hinterblieb. Sie sind im Gegensatz zu den anderen Erdölkohlemvasserstoffen in Aceton, Anilin und vor allem in konzentrierter Schwefelsäure vollkommen löslich. Ihre Hydrierung untrer Anwendung d#, r bei Erdölen gebräuchlichen Bedingungen gelingt nicht. Ausführungsbeispiele 1. 36 Teile eines 650'o SO, enthaltenden Säureteers von der Schmierölraffuiation: werden mit 2,1 Teilren pulverisierter Kreide vermengt, der Vakuumdestillation unterworfen. Es resultiert ein. rotbraunes, fluoreszierendes Ü1; Ausbeute: 27% des Säureteers. Die Hauptmenge des Destillates geht zwischen 27o und 29o" C/12 mm Hg über und ist zur Gänze in konzentrierter Schwefelsäure löslich. Die Destillationse.ndtemperatur betrug 295 .
  • 2. 38 Teile eines Leichtölsäureteers werden mit ¢0 Teilen Kalk versetzt und im Vakuum destilliert. Der Säureteer enthielt nach der quantitativen S-Bestimmung etwa. 58;ö SOi, so daß mindestens etwa 22'fcil@ Kalk zur Neutralisation erforderlich gew:sen wären. Die Destillation ergibt ein dickliches Öl, dessen Hauptmenge zwischen 250 und 270' C/12 mm Hg übergeht. Die Destillationsendternperatui betrug 290-. Ausbeute an in Schwefelsäure löslichen Kohlenwasserstoffen 3¢0;ö des Säureteers.
  • 3. 5o Teile eines 520.-o Gesamtsäure enthaltenden Säureteers einer Paraffinraffination werden mit 3o Teilen Kalk der Vaktiumdestillation (Höchsttemperatur 36o ) unterworfen. Es resultiert eine hellgelbe paraffinartige Masse, aus der durch an sich bekannte Aoetonextraktion die in Schwefelsäure löslichen Kohlemvasserstoffe gewonnen werden. Gesamtausbeute: 5% in Schwefelsäure löslich-Anteile , ioo/o Päraffin, bezogen auf Säureteer.
  • ,l. ¢o Teile eines Säureteers der Schmierölraffination mit 6ooiÖ SO, werden mit 22Te#-leii Aluminiumspänen versetzt und im Vakuum bis zur Höchsttemperatur von 32o' destilliert. Die Ausbeute beträgt: i 8 0-ö an in Schwefelsäure löslichem ü1.
  • 5. 20 Teile Säureteer von der Schmieröl Peinigung mit 650jo- SO., werden mit 26Teiler Kalk vermischt, mit überhitzterri Wasserdampf im Vakuuin bis zu 28o° destilliert. Die Ausbeute beträgt: 25% an schweftlsäurelöslichem Öl.
  • 6. -io Teile Säureharz von der Schmierölraffination mit 6o% SO, werden mit 4 'feilen Kupferspänen versetzt und im Vakuum bis zu 28o° destilliert. Ausbeute: 28 Tcile an in Sch-#refelsäure löslichen Kohlenwasserstoffen.
  • Diese Produkte, die jetzt erst erstmalig in großen Mengen zugänglich .erscheinen, stel.-len einen neuen Rohstoff für die chemische Industrie dar; so können sie z. B. als langsam verharzende Imprägnieröle, als gut haftende staubbindende öle, die wegen ihres hohen spezifischen Gewichts nicht leicht vom Wasser weggeschwemmt werden und zu ähnlichen Zwecken Verwendung finden.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Gewinnung von in Schwefelsäure löslichen Kohlenwasserstoffen aus Säureteeren der Mineralölraffination durch Behandlung mit Neutralisationsmitteln und Vakuumdestillation des Gemisches, dadurch gekennzeichnet, daß die Menge des N eutralisationsmittels auf 55010 und mehr, bezogen auf den Säureteer, bemessen und die Destillation bei Temperaturen bis 38o° vorgenommen wird.
  2. 2. Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Vakuumdestillation mit überhitztem Wasserdampf durchgeführt wird.
  3. 3. Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch i oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß als Neutralisationsmittel Metalle verwendet werden.
DER87888D 1932-05-04 1933-05-05 Verfahren zur Gewinnung von in Schwefelsaeure loeslichen Kohlenwasserstoffen Expired DE657171C (de)

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Application Number Priority Date Filing Date Title
AT657171X 1932-05-04

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DE657171C true DE657171C (de) 1938-02-26

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DER87888D Expired DE657171C (de) 1932-05-04 1933-05-05 Verfahren zur Gewinnung von in Schwefelsaeure loeslichen Kohlenwasserstoffen

Country Status (1)

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DE (1) DE657171C (de)

Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE743392C (de) * 1941-04-23 1944-11-27 Rhenania Ossag Mineraloelwerke Verfahren zur Herstellung von Kitten
US2449098A (en) * 1945-09-29 1948-09-14 Allied Chem & Dye Corp Process for making oils from acid sludges resulting from the sulfuric acid purification of coal tar distillates
DE909852C (de) * 1942-04-16 1954-04-26 Metallgesellschaft Ag Verfahren zur Gewinnung von in Schwefelsaeure loeslichen Kohlenwasserstoffen

Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE909852C (de) * 1942-04-16 1954-04-26 Metallgesellschaft Ag Verfahren zur Gewinnung von in Schwefelsaeure loeslichen Kohlenwasserstoffen
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