DE867120C - Verfahren zur Gewinnung von Heizoelen aus Schwel- oder Druckhydrierungserzeugnissen - Google Patents
Verfahren zur Gewinnung von Heizoelen aus Schwel- oder DruckhydrierungserzeugnissenInfo
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- DE867120C DE867120C DEB6239D DEB0006239D DE867120C DE 867120 C DE867120 C DE 867120C DE B6239 D DEB6239 D DE B6239D DE B0006239 D DEB0006239 D DE B0006239D DE 867120 C DE867120 C DE 867120C
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- C10—PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
- C10L—FUELS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; NATURAL GAS; SYNTHETIC NATURAL GAS OBTAINED BY PROCESSES NOT COVERED BY SUBCLASSES C10G OR C10K; LIQUIFIED PETROLEUM GAS; USE OF ADDITIVES TO FUELS OR FIRES; FIRE-LIGHTERS
- C10L1/00—Liquid carbonaceous fuels
- C10L1/10—Liquid carbonaceous fuels containing additives
- C10L1/14—Organic compounds
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Description
- Verfahren zur Gewinnung von Heizölen aus Schwel- oder Druckhydrierungserzeugnissen Es ist bekannt, ,aus Teeren oder Ölen, :die durch Schivelung oder Druckhydrierung von Kohlen, Teeren oder Mineralölen erhalten wurden" mittels Alkalilauge oder selektiven Lösungsmitteln, wie wäßrigen Alkoholen, flüssigem Ammoniak oder flüssigem Schwefeldioxyd,, Phenole abzuscheiden. Weiter ist bekannt, die hierbei verbleibenden öle als Heizöl zu benutzen, wobei man diesen ölen auch schon Asphalte zugesetzt bat. Will man nun solche Fraktionen dieser phenolfreien öle, die ein spezifisches Gewicht von über .etwa i,o3 besitzen, als Heizöle verwenden, so stößt dies auf große Schwierigkeiten, da die Viskositäten dieser Fraktionen bei o-' so hoch liegen, d.aß sie bei den genannten Temperaturen nicht mehr pumpbar sind.
- Es wurde nun gefunden, daß man auch aus den in der geschilderten Weise von Phenolen befreiten ölen der Schwelung,oder Druckhydrierung Heizöle mit der gewünschten Viskosität herstellen kann, wenn man den von Phenolen befreiten ölen, gegebenenfalls nach Zusatz einer für die Einstellung eines gewünschten spezifischen Gewichts notwendigen Menge Asphalt,oder eines ,asphalthaltigen öles, eine kleine Mengeeines Isondensationserzeugnisses aus hachmolekularan Paraffinkalilenwasserstof'fen oder. ihrer reaktionsfähigen Abkömmlinge mit aromatischen Verbindungen, insbesondere aromatischen Kohlenwasserstoffen, zusetzt. Hierbei wird die Viskosität bei o° so erniedrigt, daß die Öle bei dieser Temperatur p2unpbar werden.
- Als Ausgangsstoffe @eignen sich die Schwel- oder Dxuckhydrierungshrzeugnisse von Stein- oder Braunkohlen oder vom Ölschiefern. Die Ausgangsstoffe können dumch Diestillatilon, fraktionierte Kondensation oder selektive Lösungsmittel ganz oder- zum Teil von den Asphalten befreit werden, und die hierbei entstehenden Öle können unmittelbar loider in Fraktionen durch Entphenolieren ganz--oder teilweisse von dem Phenolen befreit werden. Für -die-Entphenlolierung können -die bekannten Mittel, wie Natronlauge, Kalilauge oder selektive Lösungsmittel, z. B. flüssiges Schwefeldioxyd, _ flüssiges Ammoniak oder wäßrige Alkohole, benutzt werden. Die hierbei verbleibenden Öle können gegebenenfalls von den Anteilen befreit werden, die eine. Cetenzahl von letwa 40 ederdarüber haben; diese können tentweder unmittelbar -oder nach der vollkommenen Entfernung der Phenole vorteilhaft als Dnlesielöl benutzt werden. Der Rest des Öles, dessen spezifisches Gewicht erforderlichenfalls durch Zugabe von Asphalten oder asphalthaltigen Ölen auf etwa i,03 ioderdarüber gebracht wird, zeigt - bei tie@fien Temperaturen, insbesondere bei etwa o°, eine so hohe Viskosität, daß :das Öl nicht mehr pumpbar ist.
- Diesiem Öl werden nun etwa o,öi bis i,o% eines Kondensationserzeugnisses aus hechrnolekularen Paraffinklohlenuras,serstofhenoder ihren reaktionsfähigen Abkömmlingen mit aromatischen Verbindungen, iusbeso"udere aromatischen Kohlenwasserstoffen, zugesetzt. Diabei -wird die Viskosität bei o° so weit erniedrigt, daß das Öl leichtflüssig wird und bei diesier Temperatur durch Pumpen gefördert werden, kann.
- Ein, besonderer Vorteil des Verfahrens besteht darin, daß man testgene,chte Heizöle erhält, deren Heizwert durch. den vollkommenen oder teilweissen Entzug der Phenole besonders hoch ist. Außerdem gewinnt man die wertvollen Phenole, .die bisher im Heizöl belassen werden mußten.
- Bleispiel Ein aus loberschlesischer Kohle in einem Spülgasofen gewonnener Schwelteer wird durch fraktionerbe Kondensation in 70% Dünnteer mit :dem Stockpunkt 2o°- rund 30% mit dem Stockpunkt 6o° zerlegt. Der Dünnteer wird im Verhältnis i : i mit Benzin verdünnt" wobei von i oo Teilen Dlünnteer etwa 8 5 Teile in Lösung gehen, während i 5 Teile als asphalthaltiger Schlamm ungelöst bleiben. Der " Schlamm wird abgetrennt.
- Dias verbleibende Benzin-Öl-Gemisch wird im Verhältnis .i : i mit flüssigem Ammoniak extrahiert, wobei zwei Schichtren entstehen, vom denen die eine 6o % des, Benzin-Öl-Gemisches enthält, das einen Phenolgehalt von unter i % aufweist. Aus diesem Benzin-Öl-Gemisch wird mit Natronlauge die kleine Restmenge Phenol entfernt und das Gemisch sodann der Destillation unterworfen, wobei das Benzin, zurückgewonnen wird. Die zwischen zoo und 3.5o° übergehende Fraktion wird für sich aufgefangen; -sie weist eine Getenzahl von 42 auf und stellt damit ein Dieselöl dar. Die zweite Schicht enthält lein Gemisch aus 6a% Phenol und 380/q Neutralöl, gelöst in Ammoniak. Sie wird in einer Extraktionskolonne mit der doppelten Raummenge Benzin- verdünnt, wobei, bezogen auf i oo Teile angewandten Dünnteer, 26 Teile Phenol in der Ammoniakschicht gewonnen werden. Aus dem verbleibenden Gemisch von Öl und Benzin wird durch Destillation das Benzin :entfernt. 'Das erhaltene Öl enthält noch 150/0 Phenol; -es wird mit dem beim Verdünnten des Dünnteeres mit Benzin abgeschiedenen asphalthaltigen Schlamm ;gemischt. D:ie Mischung hat das spezifische Gewicht 1,o35 und eine Viskosität von. 3500°E bei o'. Dieser Mischung werden nun o,3 % reines Kondensationserzeugnisses aus chlorertem Paraffin und Naphthalin zugemischt, wobei die Viskosität bei o° :auf i 80° E zurückgeht und das Erzeugnis bei o° gut pumpbar wird. Es stellt ein gutes Heizöl dar mit einem unteren Heizwert von 965o WE pro Liter.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Gewinnung von Heizölen mit einem spezifischen Gewicht von etwa 403 oder ,darüber aus Schwel- :oder Diruckhydrierungserzeugnissen von Steinkohlenoder Ölschiefer, dadurch gekennzeichnet, daß man aus den Ausgangsstofen die Phenole ganz oder teilweise entfernt, gegebenenfalls, den als Diüeselöl geeigneten, Teil der öle abscheidet und dem Rest der Öle, erforderlichenfalls nach Zusatz von Asphaltmoder asphalthaltigen Ölen, zur Erhöhung dies spezifischen Gewichtes geringe Mengen eines Kondensationserzeugnisses aus hochmollekularen Paraffinkohlenwasserstoffe-n .oder ihren reaktionsfähigen Abkömmlingen mit aromatischen Verbindungen, insbesondere aromatischen Kohlenwasserstoffen, zusetzt.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEB6239D DE867120C (de) | 1943-08-29 | 1943-08-29 | Verfahren zur Gewinnung von Heizoelen aus Schwel- oder Druckhydrierungserzeugnissen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEB6239D DE867120C (de) | 1943-08-29 | 1943-08-29 | Verfahren zur Gewinnung von Heizoelen aus Schwel- oder Druckhydrierungserzeugnissen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE867120C true DE867120C (de) | 1953-02-16 |
Family
ID=6954481
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEB6239D Expired DE867120C (de) | 1943-08-29 | 1943-08-29 | Verfahren zur Gewinnung von Heizoelen aus Schwel- oder Druckhydrierungserzeugnissen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE867120C (de) |
-
1943
- 1943-08-29 DE DEB6239D patent/DE867120C/de not_active Expired
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