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DE656112C - Verfahren zum Chloren von Wolle - Google Patents

Verfahren zum Chloren von Wolle

Info

Publication number
DE656112C
DE656112C DEC47511D DEC0047511D DE656112C DE 656112 C DE656112 C DE 656112C DE C47511 D DEC47511 D DE C47511D DE C0047511 D DEC0047511 D DE C0047511D DE 656112 C DE656112 C DE 656112C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
wool
solution
chlorinating
hypochlorite
chlorine
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEC47511D
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Richard Feibelmann
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
CHEM FAB PYRGOS GmbH
Original Assignee
CHEM FAB PYRGOS GmbH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by CHEM FAB PYRGOS GmbH filed Critical CHEM FAB PYRGOS GmbH
Priority to DEC47511D priority Critical patent/DE656112C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE656112C publication Critical patent/DE656112C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06MTREATMENT, NOT PROVIDED FOR ELSEWHERE IN CLASS D06, OF FIBRES, THREADS, YARNS, FABRICS, FEATHERS OR FIBROUS GOODS MADE FROM SUCH MATERIALS
    • D06M11/00Treating fibres, threads, yarns, fabrics or fibrous goods made from such materials, with inorganic substances or complexes thereof; Such treatment combined with mechanical treatment, e.g. mercerising
    • D06M11/07Treating fibres, threads, yarns, fabrics or fibrous goods made from such materials, with inorganic substances or complexes thereof; Such treatment combined with mechanical treatment, e.g. mercerising with halogens; with halogen acids or salts thereof; with oxides or oxyacids of halogens or salts thereof
    • D06M11/30Treating fibres, threads, yarns, fabrics or fibrous goods made from such materials, with inorganic substances or complexes thereof; Such treatment combined with mechanical treatment, e.g. mercerising with halogens; with halogen acids or salts thereof; with oxides or oxyacids of halogens or salts thereof with oxides of halogens, oxyacids of halogens or their salts, e.g. with perchlorates

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Chemical Or Physical Treatment Of Fibers (AREA)

Description

  • Verfahren zum Chloren von Wolle In der Patentschrift 563 387 sowie in der Patentschrift 647 566 ist ein Verfahren zum Chloren von Wolle beschrieben, das darin besteht, daß man Wolle mit Chloramiden von Sulfon- oder Carbonsäuren behandelt.
  • In weiterer Ausbildung dieses Verfahrens wurde nun gefunden, daß man vorteilhaft das Chloren mit einem Gemisch aus einem organischen Chloramid und einem anorganischen Hypochlorit in saurer Lösung ausführt.
  • Diese Arbeitsweise unterscheidet sich grundsätzlich von dem bekannten Verfahren der Behandlung von Textilstoffen, bei dem man zunächst ein Arylsulfonchloramid verwendet und, nachdem dieses seine Wirkung ganz oder größtenteils ausgeübt hat, so viel Hypochlorit zugibt, daß sich aus dem aus denn Arylsulfonchloramid abgespalteten Arylsulfonamid wieder die entsprechende Menge des Chloramids bildet. Das wirksame Mittel des bekannten Verfahrens ist also immer das Arylsulfonchloramid. Das vorliegende Verfahren arbeitet umgekehrt mit dem anorganischen Hypochlorit als wirksamem Mittel und beeinflußt nur die Hypochloritwirkung durch Anwesenheit von etwas Arylsulfonchloramid, das sich in der sauren Lösung in Arylsulfondichloramid umwandelt. Das Arylsulfonamid bzw. -dichloramid wirkt also bei dem vorliegenden Verfahren gewissermaßen als Puffer und bewirkt dadurch einen Schutz der Wollsubstanz vor der heftigen Einwirkung des Chlors. Die Chloraufnahme wird dadurch verzögert. Man erreicht so den Vorteil, daß die Wollsubstanz mehr geschont und trotzdem der Chloreffekt erreicht wird. Arbeitet man hingegen in der allgemein üblichen Weise mit Hypochloritlösung ohne Zusatz eines organischen Amids oder Chlöramids, so reißt die Wolle das Chlor zu heftig an sich, die Reaktion verläuft zu schnell, die Folge ist Ungleichmäßigkeit, Vergilbung, Schädigung der Wollsubstanz (rauher Griff), und die gechlorte Wolle muß insbesondere zum Färben mit lichten Tönen nachgebleicht werden. Bei dein vorliegenden Verfahren verläuft die Reaktion aber viel langsamer; man kann den sonst schwierig zu handhabenden Vorgang besser beherrschen; der Ausfall der Ware wird gleichmäßig, und es tritt nicht nur keine Vergilbung ein,- sondern die meisten Wollsorten verlassen etwas heller dien Prozeß, als sie ursprünglich waren; die Elastizität wird besser geschont. Beispiel I Man löst Io g p-Toluolsulfodichloramid in 2oö ccm Natronlauge von 5 % unter Erwiemen auf, gießt die Lösung in 4ol Wasser, fügt dieser Lösung noch I6g aktives Ch@or in Form einer Hypochloritlösung zu ünd säuert die Gesamtlösung mit 63o g konzen trierter Schwefelsäure an. Hierbei trübt sich die Flüssigkeit milchig infolge Ausscheidung von p-Toluolsulfodichloramid. In dieseln Bade werden Iooo g gewaschenes Wollmaterial behandelt, bis das Bad kein oder nur noch eine geringfügige Menge aktives Chlor enthält. Darauf wird die Wolle gut gespült und gegebenenfalls mit einem Antichlormittel und Seife behandelt, damit infolge Wechselwirkung zwischen der noch in der Wolle enthaltenen Säure und der Seife die Wolle wieder Fettsubstanz erhält. Schließlich wird wieder gut gespült.
  • Beispiel 2 Man löst 9,3g Benzolsulfodichloramid in 2oo ccm Natronlauge von 5% unter Erwärmen auf, gießt die Lösung in 4o l Wasser, führt dieser Lösung noch I6g aktives Chlor in Form einer Hypochloritlösung zu und säuert die gesamte Lösung mit 63og konzentrierter Schwefelsäure an. Im übrigen verfährt man nach Beispiel I.
  • Die Behandlungslösung kann man sich auch in der Weise herstellen, daß man zu 4o I Wasser zunächst so viel einer Hypochloritlösung hinzufügt, wie 22 g aktivem Chlor entspricht. Hierauf löst man gesondert 6,5 g Be nzolsulfonamid in 2oo Ccm Natronlauge von 5 % unter Erwärmen auf, gibt diese Lösung zu der vorerwähnten, verdünnten Hypochloritlösung und säuert die gesamte Lösung mit 63o g konzentrierter Schwefelsäure an. Die Weiterbehandlung erfolgt auch hier wie oben.

Claims (1)

  1. PATRNTANsrRUCH: Weitere Ausbildung des Verfahrens zum Chloren von Wolle gemäß -dem Patent 563 387 und dem Zusatzpatent 647 566, dadurch gekennzeichnet, daß angesäuerte wäßrig:e Lösungen eines anorganischen Hypochlorits, die einen Zusatz von Chlortimid erhalten haben, verwendet werden.
DEC47511D 1933-02-10 1933-02-10 Verfahren zum Chloren von Wolle Expired DE656112C (de)

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DEC47511D DE656112C (de) 1933-02-10 1933-02-10 Verfahren zum Chloren von Wolle

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Publications (1)

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DE656112C true DE656112C (de) 1938-01-29

Family

ID=7026577

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DEC47511D Expired DE656112C (de) 1933-02-10 1933-02-10 Verfahren zum Chloren von Wolle

Country Status (1)

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DE (1) DE656112C (de)

Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2427097A (en) * 1944-08-23 1947-09-09 Kamlet Jonas Shrinkproofing and feltproofing of keratinous textile fibers
DE900807C (de) * 1943-06-15 1954-01-04 Stevensons Dyers Ltd Verfahren und Mittel zur Herabsetzung der Schrumpfneigung von ganz oder teilweise aus Wolle bestehenden Geweben oder Faserstoffen
DE970082C (de) * 1954-02-19 1958-08-21 Cassella Farbwerke Mainkur Ag Verfahren zur Egalisierung der Chloreinwirkung auf Wolle

Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE900807C (de) * 1943-06-15 1954-01-04 Stevensons Dyers Ltd Verfahren und Mittel zur Herabsetzung der Schrumpfneigung von ganz oder teilweise aus Wolle bestehenden Geweben oder Faserstoffen
US2427097A (en) * 1944-08-23 1947-09-09 Kamlet Jonas Shrinkproofing and feltproofing of keratinous textile fibers
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