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DE655506C - Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Zuckerformkoerpern - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Zuckerformkoerpern

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Publication number
DE655506C
DE655506C DES108667D DES0108667D DE655506C DE 655506 C DE655506 C DE 655506C DE S108667 D DES108667 D DE S108667D DE S0108667 D DES0108667 D DE S0108667D DE 655506 C DE655506 C DE 655506C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
sugar
plate
bodies
punch
cake
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DES108667D
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
KARL WILHELM SUESSMUTH
Original Assignee
KARL WILHELM SUESSMUTH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by KARL WILHELM SUESSMUTH filed Critical KARL WILHELM SUESSMUTH
Priority to DES108667D priority Critical patent/DE655506C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE655506C publication Critical patent/DE655506C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C13SUGAR INDUSTRY
    • C13BPRODUCTION OF SUCROSE; APPARATUS SPECIALLY ADAPTED THEREFOR
    • C13B50/00Sugar products, e.g. powdered, lump or liquid sugar; Working-up of sugar
    • C13B50/02Sugar products, e.g. powdered, lump or liquid sugar; Working-up of sugar formed by moulding sugar

Landscapes

  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Food Science & Technology (AREA)
  • Biochemistry (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Confectionery (AREA)
  • Bakery Products And Manufacturing Methods Therefor (AREA)

Description

  • Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Zuckerformkörpern Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Herstellung von Zuckerformkörpern, und zwar einerseits von massivem Würfelzucker in beliebigen Formen und Abinessungen, andererseits von Zuckerhohlkörpern in Würfelform, welche z. B. zum Eintüllen von Extrakten zwecks Herstellung von Getränkekonserven verwendet werden können.
  • Aus verschiedenen Literaturstellen, die l.,'afiination von Zucker betreffend, ist bekanntgeworden, aus feinkörnigem Kristallzucker unter Anfeuchten und durch Pressen Zuckerplatten herzustellen, welche nach der vollständigen Trocknung in Streifen zersägt und dann auf sogenannten Knippmaschinen in Einzelstücke zerteilt werden. Nach diesem erfahren erhält man sehr viel Abfall und 1"erlust, insbesondere werden die einzelnen Stücke sehr ungleich. Weiterhin ist eine Vorrichtung bekanntgeworden, bei welcher ebengenannte Mißstände vermieden werden sollen. Bei dieser Vorrichtung wird auf eine Platte mittels eines Schleuderrades angefeuchteter Zucker lose aufgetragen und dann durch einen Satz rechtwinklig sich kreuzender Messer zerteilt. In die einzelnen Zellen werden Preßstempel eingeführt, die den Zucker nachträglich formbeständig zusammenpressen sollen. Da der lose, feucht aufgetragene, also noch nicht zusammengepreßte Zuckerkuchen stark mit Hohlräumen durchsetzt ist, so sind nach der Zerteilung durch den wabenförinigen Messersatz auch die einzelnen Zellen ungleich gefüllt. Demzufolge werden die einzelnen Preßlinge durch die eingeführten Preßstempel verschieden dicht gepreßt, es entstehen dadurch Produkte, die entweder zu dicht gepreßt sind und sich deshalb sehr schwer lösen, oder sie sind nur so schwach gepreßt, daß sie nicht einmal formbeständig bleiben und nach der Trocknung auseinanderfallen.
  • Demgegenüber ermöglicht die vorliegende Erfindung eine besonders wirtschaftliche, verlustfreie, saubere und genaue Herstellung von Zuckerformkörpern. Erfindungsgemäß besteht das Verfahren zunächst darin, daß bei der Herstellung von prismatischem Würfelzucker (Fig. i) feinkörniger Zucker in angefeuchtetem Zustand nach bekanntem Verfahren in einem Preßkasten zu einem gleichmäßigen Kuchen in gewünschter Dichte durch Pressen geformt wird, und dann noch in feuchtzveichem Zustand durch ein dünnwandiges, wabenförmiges Zerstechwerkzeug, das vorteilhaft aus einer Platte verschiebbar (Fig.4) angeordnet ist, zerteilt wird. Bei der Herstellung von Zuckerhohlkörpern wird der Zuckerkuchen vor dem Zerteilen lediglich einer Zwischenbearbeitung unterzogen. Es werden aus dem Zuckerkuchen analog den Zellen des Zerstechwerkzeuges Höhlungen bis auf den Grund hindurch mittels eines rohrförmigen Werkzeuges (Fig. 8 a) ausgestochen und dann in jede Höhlung auf passende Tiefe und in einem gewissen Abstand vom Formkastenboden Stempel eingeführt. Die Stempel sind verschiebbar in einer Platte, in welche auch das Zerteilerwerkzeug eingelassen ist, angeordnet. Hierauf wird der Zuckerkuchen mit der Platte nochmals zusammeia'° gepreßt, bei welchem Vorgang der untere freie Teil des Zuckerkuchens (Fig. ii) ,um die Stirnfläche der Stempel zur Bildung des Bodens (Fig.12) herumgepreßt wird. Die Höhlung wird vorteilhaft mit kreisförmigem Querschnitt ausgeführt, in welchem Fall die Stempel während des Arbeitsganges gedreht werden können, um ein Ankleben des Bodens zu vermeiden. Nach der Bildung des Bodens wird das Zerteilerwerkzeug aus der Platte herausgeschoben und der Kuchen in die einzelnen Zuckerhohlkörper zerteilt. Bei der Herstellung von massiven wie auch mit einer einseitigen Üffnung versehenen Zuckerformkörpern befinden sich die einzelnen Stücke nach der Zerteilung zwischen den Zerteilerwänden und können mit diesen aus dem Formkasten hochgezogen werden. Wird dann unter den Zerteiler ein Absetzblech untergeschoben, so können dann die Zuckerformkörper durch Zurückziehen des Zerteilers in die Platte freigestellt werden. Bei den Zuckerhohlkörpern müssen gleichzeitig auch die sich drehenden Stempel in die Hohlstempel zurückgezogen werden. Zwischen den einzelnen Formkörpern befinden sich dann der Zerteilerwandstärke entsprechende Zwischenräume, welche das rasche und gleichmäßige Trocknen und vollständige Hartwerden erleichtern.
  • Die Erfindung bezieht sich weiterhin auf die Vorrichtungen zur Ausübung des Verfahrens.
  • Auf der Zeichnung ist das Verfahren nach der Erfindung in mehreren Phasen dargestellt mit mehreren Ausführungsbeispielen von Vorrichtungen in schematischer Darstellung, und zwar zeigt: Fig. i ein nach dem Verfahren und mit Vorrichtung nach der Erfindung hergestelltes Stück Würfelzucker, Fig. 2 einen nach dem Verfahren und mit Vorrichtung nach der Erfindung herzustellenden Zuckerhohlkörper im Schnitt und Aufriß, Fig. 3 den nämlichen Körper im Grundriß, ausgezogen, eine runde Höhlung eingezeichnet, Fig. 4 einen Vorrichtungssatz zur Herstellung von Würfelzucker in Teildarstellung im Aufriß und Schnitt nach Linie A-B der Fig. 5, Fig. 5 einen Grundriß dazu im Schnitt nach der Linie C-D der Fig. 4, Fig.6 eine Vorrichtung zur Herstellung des Zuckerkuchens, aus welchem dann die Zuckerformkörper ausgestochen werden, mit Preßplatte im Schnitt und Aufriß und mit Zucker gefüllt, Fig. 7 einen Grundriß dazu, zum Teil ohne Preßplatte und Zuckerfüllung; die linke une Ecke zeigt dagegen einen Schnitt nach ' L ie G-H der Fig. 12, .ig. 8 eine Teildarstellung des Formkastens inlt eingesetztem Ausstechwerkzeug im tchnitt und Aufriß, Fig. 8 a eine weitere Ausführungsform der Vorrichtung entsprechend der Fig.8. Fig. g einen Grundriß nach Linie E-F der Fig. 8, Fig. io einen Längsschnitt und Aufriß des Zustandes nach Ausheben des Ausstechwerkzeuges, Fig. i i dieses im Schnitt und Aufriß, der Hohlstempel ist eingeführt, die Preßplatte steht hoch, mit anstoßenden Formkastenteilen, Fig. 12 in gleicher Darstellung die nämliche Teilzusammenstellung, die Hohlkörper sind fertiggepreßt, und der Zuckerkuchen ist in einzelne Stücke mit einseitig offenen Höhlungen zerteilt, an der linken Seite ist die Fortsetzung der anderen Hohlkörper ersichtlich, Fig. 13 in gleicher Darstellung die nämliche Zusammenstellung, der Formkasten ist aus dem Bereich des übrigen Werkzeugsatzes gebracht, und die Absetzplatte ist eingeschoben.
  • Fig. 14 im Aufriß von vorn eine Vorrichtung entsprechend den Fig. i i bis 13 mit Antriebseinrichtung für gleichzeitige Herstellung von nur vier Formstücken, an deren Stelle'jede beliebige größere Zahl treten kann, schematisch dargestellt.
  • F ig. 15 ist eine Seitenansicht dazu und Fig. 16 eine vollständige Zusammenstellung einer Vorrichtung zur kontinuierlichen Herstellung von Hohlkörpern.
  • Die Form, in welcher der Zuckerkuchen hergestellt wird, besteht vorteilhaft aus einer Grundplatte i und einem Rahmen 2, welcher auch in beliebiger Weise aufklappbar, zerlegba"r oder nach den Bodenkanten abklappbar sein kann. Die Grundplatte der Vorrichtung zur Herstellung von Würfelzucker (Fig. 1, 4. und 5) kann innerhalb des Rahmens eben sein, die Grundplatte zur Herstellung von Hohlkörpern mit abgerundeten Kanten (Fig.?, 3, 6 und 7) ist vorteilhaft gefeldert und zwischen den einzelnen hochstrebenden Felderkanten mit Nuten 3 versehen, in welche der weiter unten zu beschreibende Zerteiler 33 und 33" mit seinen Unterkanten eintreten kann. In diese Form wird der Zucker in derartiger Menge eingefüllt und auf die richtige Höhe des Preßlings gepreßt. Hierauf wird bei der Fabrikation der massiven Zuckerformkörper die Vorrichtung (Fig.4) verwendet. 6 bedeutet den Zerteiler in ausgeschobenem Zustand, durch welchen der Zuckerkuchen in die einzelnen Zuckerprismen zerstochen wird. Die Wandstärke der Zellenwände des Zerteilern 6 ist der Deutlichkeit halber übermäßig groß dargestellt. In Wirklichkeit werden diese Wände vorteilhaft möglichst dünn, nur wenige Zehntelmillimeter stark, ausgeführt. Die äußersten Zerteilerwände 6' werden dabei, um auch bei den äußeren randseitigen Zuckerprismen die genau gleiche Dichte zu erhalten wie bei den übrigen Zuckerprismen, vorteilhaft nur halb so dick ausgeführt wie die übrigen Zerteilerwände (in der Zeichnung, um einen deutlichen Strichabstand zu behalten, nicht besonders dargestellt). Die Platte-4 ist zur Aufnahme des Zerteilers 6 (s. Fig. 5) mit kreuzweisen Nuten 8 versehen, in denen der Zerteiler durch die in einer Kopfplatte i o gelagerten Stifte i i bewegt wird. Die Platte 4. ist so hoch zu bemessen, daß der Zerteiler vollständig in dieselbe zurückgezogen werden kann und beim vollständigen Ausschieben auf Höhe der zu pressenden Zuckerkörper noch in der Platte eine Führung behält. Die Zellenzahl des Zerteilers 6 und damit die Größe der Vorrichtung ist beliebig. Der Zerteiler 6 kann viele Hunderte von Zellen enthalten und zur gleichzeitigen Herstellung von Hunderten von Zuckerprismen dienen.
  • Der Arbeitsgang ist dabei folgender: Nachdem der Zuckerkuchen nach bekanntem Verfahren in dein Preßkasten (Fig. 6) durch die Preßplatte 5 auf richtige Höhe und Dichte geformt ist, wird die Vorrichtung (Fig.4) direkt auf den Zuckerkuchen aufgesetzt und der Zerteiler 6 ausgehoben, wobei der noch weiche Zuckerkuchen in einzelne Stücke zerteilt wird. Die Zellen sind jetzt voll mit Zucker gefüllt. Durch Hochheben des ganzen Aggregats 4, 6 mit den Zuckerprismen 7 zwischen den Zerteilerwänden aus dem Kastenrahmen -2 und durch Unterschieben eines Bleches (nicht gezeichnet, aber wie bei Fig. 13, Platte 36) werden die Zuckerprismen beim Zurückziehen des Zerteilers 6 in die Platte 4 freigestellt und hierauf getrocknet. 13 und 14 sind Zapfen, welche rein schematisch eine Antriebsmöglichkeit der Teile 4 und io versinnbildlichen sollen. Der Antrieb kann z. B. durch Exzenter, Kurbelstangen o. dgl. bei entsprechender Führung der Teile d. und io erfolgen. Die Anordnung kann z. B. wie bei F ig. 16 beim mittleren Werkzeug sein. 2 kann ein Anschlag für die Tiefstellung der Preßplatte 4 sein.
  • Bei der Herstellung der Zuckerhohlkörper 15 nach den Fig. 2 und 3 wird der nach bekanntem Verfahren gebildete Zuckerkuchen vor der Zerteilung in die einzelnen Stücke einer Zwischenbearbeitung unterzogen. Zunächst wird ein Werkzeug (Fig. 8, 8a, 9 und i o ) mit röhrenförmigen Ausstechern 16, «-elche vorteilhaft in einer gemeinsamen Platte 17 längs verschieblich gefaßt sind, zur Anwendung gebracht. Dieses Werkzeug wird, wie in Fig. 8 gezeigt, bis auf den Formboden i lieruntergeführt, so daß es einen Zuckerpfropfen 18 aussticht und bei seinem Hochgang (s. Fig. io) mit hochnimmt. Bei den nächsten Ausstechv orgängen wird der in den Ausstechröhren sich befindliche Zucker nach oben ausgestoßen und abgestreift. In dem Formkasten 1, 2 verbleibt ein gelochter Zuckerkuchen i S', der genau so viel Höhlungen in derselben Anordnung aufweist, wie das Ausstechwerkzeug (s. Fig. 7) Zellen enthält. Es kann auf diese Weise gleichzeitig jede Anzahl von Hohlkörpern hergestellt werden, je nach der Anordnung von Ausstechröhren, Stempel und Zellen des Zerteilers. Auch die röhrenförmigen Werkzeuge 16 werden möglichst dünnwandig, also nur mit mehreren Zehntelmillimeter Wandstärke, ausgeführt.
  • Bei der Durchlochung des Zuckerkuchens 15' wird ein Werkzeug (rein schematisch dargestellt in F ig. S a) verwendet. Die Platte 19 ist mit derselben Lochung ausgeführt, welche der Zuckerkuchen bei der Zwischenbearbeitung zu erhalten hat, und dient als Führung für die Röhren 16 sowie als Halteplatte für den Zucker beim Austreten der Röhren aus demselben. Man hat hierdurch die Gewähr, daß die Höhlungen 21 in dem Zuckerkuchen 15' am Rand nicht ausbrechen und auch die verlangte Dichte des Kuchens erhalten bleibt.
  • Nach der Fortnahme des Werkzeuges 16, 17, 19 (Fig. 8 und 8 a) wird der Boden für die einseitig offenen Hohlkörper gebildet, d. h. die Höhlungen 21 in dem Zuckerkuchen 15' müssen von unten geschlossen werden. Dieser Vorgang wird an einem Einzelaggregat (s. Fig. 11 bis 13) gezeigt. In die Höhlungen 21 (Fig. i o) wird j e ein Stempel 2o eingeführt, und zwar derart, wie in Fig. i i gezeigt, daß zwischen seiner Stirnfläche 22 und der Bodenplatte i noch ein passender Zwischenraum verbleibt. Dieser Abstand der Stempel 20 von der Bodenplatte i hängt von der Stärke des zu formenden Bodens 35 des Hohlkörpers 15, von dem Durchmesser der Höhlungen sowie der Stärke der Seitenwände der Höhlungen ab. Dies kann leicht durch Berechnen bzw. Probieren festgestellt werden. Die Stempel sind in einer Platte 23 und längs verschieblich in einer Druckplatte 31 gelagert, deren untere Teile 32 auf dem Zuckerkuchen 15', der ursprünglich eine etwas größere Höhe hat als der endgültig gepreßte Hohlkörper, aufsitzt. Durch Niederdrücken der Platten 23 und 31, 32 wird der Zuckerkuchen auf die richtige Höhe zusammengepreßt, wobei die unteren, noch freistehenden Seitenwände der Höhlungen um die Stirnseite 22 der Stempel 2o in den Hohlraum 34 hineingepreßt und der Boden 35 des Hohlkörpers gebildet werden. Der Stempel 2o geht dabei vorteilhaft von der Stellung der Fig. i i aus gemeinsam mit den Teilen 32, also unter Anschlag der Platten 32 und 23 aneinander, bis in die Endstellung nach abwärts, steht also schon in der Stellung nach Fig. i i so weit aus den Teilen 32 vor, wie es der Tiefe der Höhlung 21 entspricht. Den Zustand am Ende der Pressung zeigt im Schnitt die FIg. 12.
  • Zwischen den Teilen 32 der Preßplatte 31 liegt wie bei: dem Werkzeug (Fig. q.) in Nuten der Zerteiler 33, durch dessen Niedergehen der nun mit einem geschlossenen Boden versehene Zuckerkuchen 15' in die einzelnen Hohlkörper 15 zerteilt wird. Während des ganzen Preßv organges werden die Stempel 2o, die längs verschieblich in den Teilen 32 der Platte 31 angeordnet sind, in Drehung versetzt, um ein Ankleben des Zuckers, besonders am Boden, zu verhindern. Zur Erzeugung der Drehbewegung der Stempel2o, drehbar angeordnet in Platte 23, sind bei dem gezeichneten Ausführungsbeispiel Zahnräder 24 vorgesehen, die auf den Zapfen der Stempel oberhalb der Platte 23 aufgesetzt werden. Dieselben werden z. B. durch Kegelräder 25, 26, 27 von einem Motor 29, der an dem auf und ab gehenden Träger 3o angebracht werden könnte, angetrieben, oder es kann in jeder beliebigen Weise der Antrieb erfolgen.
  • Das Absetzen der fertiggepreßten Hohlkörper, welche sich nun in den einzelnen Zellen des Ausstechers befinden, erfolgt wieder wie bei der Herstellung von Würfelzucker, es kann also z. B., wie in Fig.13 gezeigt, das Aggregat 20, 32, 33 mit den Platten 23 und 31 sowie den Hohlkörpern 15 so weit aus der Kastenform 1, 2 hochgezogen werden, daß ein Absetzblech 36 untergeschoben werden kann. Durch weiteres Hochziehen des Zerteilers 33 sowie der Stempel 2o werden die Hohlkörper auf dem Absetzblech freigestellt, worauf dieselben, besonders infolge der zwischen den einzelnen Hohlkörpern befindlichen Zwischenräume, rasch und gleichmäßig trocken und vollständig hart werden. Zum Bewegen des Zerteilers 33 kann derselbe mit Stiften 33', welche den Festigkeitsbedingungen entsprechend über den Zerteilergrundriß verteilt sind, an einer Tragplatte 4o befestigt sein.
  • Eine vollständige Vorrichtung zur Ausführung des Arbeitsganges nach den Fig. i i bis 13 zeigen schematisch die Fig. 14 und 15. Auf einem Tisch 37 ist der Formkasten 1,;2 in beliebiger Weise, z. B. durch Paßstifte, gegen seitliche Verschiebung festgelegt. In einer Führung 38 sind die übrigen Teile der Einrichtung beweglich. Dieselben sind in der Stellung dargestellt, in welcher bei völlig hochgeschobenem Werkzeug die fertiggestellten Hohlkörper soeben abgesetzt worden sind; der Formkasten 1, 2 ist mit einem gelochten Zuckerkuchen 15' entsprechend Fig. io beschickt zu denken.
  • Durch Abwärtsbewegen des Hebels 39, welcher an einem Zapfen 39' angreift, wird nun, während die Stempel 2o sich drehen, der Werkzeugträger 3o nach abwärts geschoben, bis er auf der Tragplatte 31 der Hohlstempel 32 aufsteht. Die Stirnseiten der Stempel 2o werden dadurch aus ihren Hohlstempeln 32 in nötiger Länge herausgeschoben, während der Zerteiler 33 mittels der in Platte 40 zusammengefaßten Tragstangen 33' und einer Feder 4.1 noch gegen die Platte 31 hochgehalten wird. Stempel 2o, Hohlstempel 32 und Zerteiler 33 stehen demnach relativ zueinander, wie in Fig. i i dargestellt. Diese Stellung von Stempel 2o zu Hohlstempel 32 kann z. B. durch einen mittels eines Griffes 42 aushebbarem Federstift 43, welcher in eine Rast 44 des Trägers 3o eingreift, gesichert werden. Bei weiterem Abwärtsdrücken des Hebels 39 treten die Stempel 20 in den Zuckerkuchen ein, und die durch sie bzw. Träger 3o an Platte 31 mitgeführten Hohlstempel 32 verrichten ihre Formarbeit. Die richtige Einführungstiefe kan z. B. durch Anschlag der Platte 31 an Rahmen 2 gegeben sein, oder es kann als Index ein Federstift ¢5, welcher in eine Rast 46 einfällt, vorgesehen sein. Nun erfolgt durch Niederdrücken des Hebels 69, welcher auf die Platte 40 (Tiefstellung, in Fig. 15 strichpunktiert dargestellt) und damit über Stange 33' auf den Zerteiler 33 wirkt, das Zerstechen des Kuchens in die nunmehr fertiggeformten Hohlkörper. Der Hebel 69 kann nunmehr wieder hochgehoben werden; damit hierbei nicht vorzeitig der Zerteiler hochgeht, kann seine Tragstange 33' mit einer Rast 47 versehen sein, in welche bei tiefster Stellung des Zerteilers eine federbelastete Kugel 48 oder Klinke einfällt. Nunmehr erfolgt bei dem gezeichneten Ausführungsbeispiel durch Anheben des Hebels 39 das Hochheben des Aggregats 20, 32, 33 über die Oberkante 49 des Formkastens 1, 2 hinaus, wobei die Preßlinge 15 mit hochgenommen werden. In höchster Stellung der Platte 31 kann diese durch Einschnappen des Federstifts 4.5 in eine zweite Rast 5o gesichert werden. Nunmehr wird das Absetzbiech 36 untergeschoben. Durch noch weiteres Hochheben des Hebels 39 bei angehobenem Stift 4.3 werden nun die Stempel--o in die in Fig. 14. gezeichnete Lage hochgehoben, in welcher Lae das Werkzeug 3o durch Ein-Z> fallen des Stifts 43 in eine Rast 4-.` gesichert werden kann. Beim Hochgehen zieht der Trier 3o durch Anschlag an Platte 4o gegen die Wirkung der Sicherung 47, 48 den Zerteiler mit hoch, dessen Hochbewegung durch die Feder 41 vollendet werden kann. Die Zuckerhohlkörper werden dadurch auf das Absetzblech abgesetzt, und ein neuer Formkasten 1, -2 mit einem gelochten Zuckerkuchen kann untergesetzt werden. Das Freigeben der Preßlinge könnte natürlich auch in beliebiger anderer Weise erfolgen. Mit 51 ist beispielsweise eine Klainnier zum Festlegen des Hebels 69 bei Nichtgebrauch bezeichnet.
  • In Fig. i6 ist nebeneinander ein Werkzeug entsprechend Fig.6 und ;, ein Werkzeug entsprechend Fig. 8 bis io und ein Werkzeug entsprechend Fig. i i bis 15 in Ansicht von vorn dargestellt. Bei ersterem ist 52, bei dem zweiten 53 die mit der Rückwand 54 in Verbindung stehende Führung für das Werkzeug. Die Druckplatte 5 wird bei dem ersteren Werkzeug durch Einwirkung einer passenden Kurve 55, welche z. B. durch einen in Lagerböcken 56 gelagerten Hebel 57 angetrieben werden kann, mittels der Stifte 58 und der sie verbindenden Platte 58' nach unten gedrückt; zum Hochführen ist z. B. eine Feder 59 vorgesehen. Beim Ausstechwerkzeug wird die in 53 geführte Preßplatte ig durch die Kürv en 6o nach unten gedrückt; zur Rückführung sind die Federn 61 vorgesehen. In der Preßplatte sind die Ausstechrohre 16 geführt, welche in einer gemeinsamen Platte 17 gefaßt sind. 62 sind Kanäle zum Ausführen des durch die Rohre 16 austretenden Zuckers 18, und ihre Seitenwände 63 tragen eine Preßplatte 64, auf welche eine passende Kurvenbahn 65 wirkt. Zur Rückführung der Ausstechrohre sind Federn 66 vorgesehen. Der Anrieb der Kurven 6o und 65 erfolgt z. B. gemeinsam durch Hebel 67. In gleicher Weise wie die Ausstechv orrichtung in Fig. 15 könnte natürlich auch die Vorrichtung nach Fig.4 und 5 angetrieben werden. 29 stellt noch den Elektromotor zum Antrieb der sich drehenden Stempel 20 im Fertigpreß- und Zerteilungswerkzeug dar.
  • Bei der Ausführungsform des Ausstechwerkzeuges nach Fig. 8a, sind die Platten 17 und ig durch die Federn 70 gekuppelt, so daß der ganze Werkzeugsatz durch Angriff an Platte 17 betätigt werden kann. In gleicher Weise kann natürlich das Werkzeug nach Fig. 4 und 5 betätigt werden, dessen entsprechende Bezugszeichen in der Figur in Klammern beigesetzt sind. Statt in gerader Linie könnten die Formen 1, 2 natürlich auch in beliebiger anderer Weise den Werkzeugen zuwandern, sie könnten z. B. auf einem Drehtisch befestigt sein, und die Gegenwerkzeuge könnten konzentrisch dazu angeordnet sein. Auch kann für den Antrieb jede beliebige Vorschubeinrichtung, z. B. Schnecken, unmittelbar angreifende Hebel, Antrieb von einer Transmission oder von einem Elektromotor aus u. dgl., vorgesehen werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Herstellung von Zuckerformkörpern durch Einführen eines wabenförinigen Messersatzes mit zwischen den Klingen angebrachten Preßstempeln in die Zuckermasse, dadurch gekennzeichnet, daß der Zucker in einem an Größe dem Messersatz entsprechenden Formkasten durch die Stempel gepreßt und darauf durch Vorbringen des Messersatzes zerteilt wird. Verfahren nach Anspruch i zur Herstellung von einseitig offenen Zuckerhohlkörpern, dadurch gekennzeichnet, dai3 nach Anspruch i mit zusätzlichen beweglichen Stempeln (2o) einem Preß- und Zerteilerwerkzeug ein mit Höhlungen (21) versehener, vo@rgepreßter Zuckerkuchen zugeführt wird, wobei die Stempel (20) vor dem Pressen in die endgültige Höhe des Zuckerkuchens in die Höhlungen mit einem passenden Abstand vom Formkastenboden eingeführt werden. Die unteren freien Seitenwände der Höhlungen werden hierauf um die Stirnfläche der Stempel (-o) zwecks Bildung des geschlossenen Bodens herumgepreßt. Durch Vorschieben des Zerteilers (33) wird der Zuckerkuchen in die einzelnen Hohlkörper zerteilt, und die Freistellung derselben erfolgt durch Zurückziehen des Zerteilers und der Stempel. 3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Stempel (2o) während des ganzen Preßvorganges in Drehung erhalten werden. @.. Vorrichtung zur Ausübung der V erfahren nach den Ansprüchen ? und 3, dadurch gekennzeichnet, daß in einem aus Stempeln bestehenden Preßwerkzeug mit einem zwischen den Stempeln angeordneten verschieblichen wabenförmigen Messersatz in den Stempeln noch besondere unabhängig verschiebliche Stempel (20) angeordnet sind.
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