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Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Zuckerformkörpern Die
Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Herstellung von Zuckerformkörpern,
und zwar einerseits von massivem Würfelzucker in beliebigen Formen und Abinessungen,
andererseits von Zuckerhohlkörpern in Würfelform, welche z. B. zum Eintüllen von
Extrakten zwecks Herstellung von Getränkekonserven verwendet werden können.
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Aus verschiedenen Literaturstellen, die l.,'afiination von Zucker
betreffend, ist bekanntgeworden, aus feinkörnigem Kristallzucker unter Anfeuchten
und durch Pressen Zuckerplatten herzustellen, welche nach der vollständigen Trocknung
in Streifen zersägt und dann auf sogenannten Knippmaschinen in Einzelstücke zerteilt
werden. Nach diesem erfahren erhält man sehr viel Abfall und 1"erlust, insbesondere
werden die einzelnen Stücke sehr ungleich. Weiterhin ist eine Vorrichtung bekanntgeworden,
bei welcher ebengenannte Mißstände vermieden werden sollen. Bei dieser Vorrichtung
wird auf eine Platte mittels eines Schleuderrades angefeuchteter Zucker lose aufgetragen
und dann durch einen Satz rechtwinklig sich kreuzender Messer zerteilt. In die einzelnen
Zellen werden Preßstempel eingeführt, die den Zucker nachträglich formbeständig
zusammenpressen sollen. Da der lose, feucht aufgetragene, also noch nicht zusammengepreßte
Zuckerkuchen stark mit Hohlräumen durchsetzt ist, so sind nach der Zerteilung durch
den wabenförinigen Messersatz auch die einzelnen Zellen ungleich gefüllt. Demzufolge
werden die einzelnen Preßlinge durch die eingeführten Preßstempel verschieden dicht
gepreßt, es entstehen dadurch Produkte, die entweder zu dicht gepreßt sind und sich
deshalb sehr schwer lösen, oder sie sind nur so schwach gepreßt, daß sie nicht einmal
formbeständig bleiben und nach der Trocknung auseinanderfallen.
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Demgegenüber ermöglicht die vorliegende Erfindung eine besonders wirtschaftliche,
verlustfreie, saubere und genaue Herstellung von Zuckerformkörpern. Erfindungsgemäß
besteht das Verfahren zunächst darin, daß bei der Herstellung von prismatischem
Würfelzucker (Fig. i) feinkörniger Zucker in angefeuchtetem Zustand nach bekanntem
Verfahren in einem Preßkasten zu einem gleichmäßigen Kuchen in gewünschter Dichte
durch Pressen geformt wird, und dann noch in feuchtzveichem Zustand durch ein dünnwandiges,
wabenförmiges Zerstechwerkzeug, das vorteilhaft aus einer Platte verschiebbar (Fig.4)
angeordnet ist, zerteilt wird. Bei der Herstellung von Zuckerhohlkörpern wird der
Zuckerkuchen vor dem Zerteilen lediglich einer Zwischenbearbeitung unterzogen. Es
werden aus dem Zuckerkuchen analog den Zellen des Zerstechwerkzeuges Höhlungen bis
auf den Grund hindurch mittels eines rohrförmigen Werkzeuges (Fig. 8 a) ausgestochen
und dann in jede Höhlung auf passende Tiefe und in einem gewissen Abstand vom Formkastenboden
Stempel eingeführt. Die Stempel sind verschiebbar in einer Platte, in
welche
auch das Zerteilerwerkzeug eingelassen ist, angeordnet. Hierauf wird der Zuckerkuchen
mit der Platte nochmals zusammeia'° gepreßt, bei welchem Vorgang der untere freie
Teil des Zuckerkuchens (Fig. ii) ,um die Stirnfläche der Stempel zur Bildung des
Bodens (Fig.12) herumgepreßt wird. Die Höhlung wird vorteilhaft mit kreisförmigem
Querschnitt ausgeführt, in welchem Fall die Stempel während des Arbeitsganges gedreht
werden können, um ein Ankleben des Bodens zu vermeiden. Nach der Bildung des Bodens
wird das Zerteilerwerkzeug aus der Platte herausgeschoben und der Kuchen in die
einzelnen Zuckerhohlkörper zerteilt. Bei der Herstellung von massiven wie auch mit
einer einseitigen Üffnung versehenen Zuckerformkörpern befinden sich die einzelnen
Stücke nach der Zerteilung zwischen den Zerteilerwänden und können mit diesen aus
dem Formkasten hochgezogen werden. Wird dann unter den Zerteiler ein Absetzblech
untergeschoben, so können dann die Zuckerformkörper durch Zurückziehen des Zerteilers
in die Platte freigestellt werden. Bei den Zuckerhohlkörpern müssen gleichzeitig
auch die sich drehenden Stempel in die Hohlstempel zurückgezogen werden. Zwischen
den einzelnen Formkörpern befinden sich dann der Zerteilerwandstärke entsprechende
Zwischenräume, welche das rasche und gleichmäßige Trocknen und vollständige Hartwerden
erleichtern.
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Die Erfindung bezieht sich weiterhin auf die Vorrichtungen zur Ausübung
des Verfahrens.
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Auf der Zeichnung ist das Verfahren nach der Erfindung in mehreren
Phasen dargestellt mit mehreren Ausführungsbeispielen von Vorrichtungen in schematischer
Darstellung, und zwar zeigt: Fig. i ein nach dem Verfahren und mit Vorrichtung nach
der Erfindung hergestelltes Stück Würfelzucker, Fig. 2 einen nach dem Verfahren
und mit Vorrichtung nach der Erfindung herzustellenden Zuckerhohlkörper im Schnitt
und Aufriß, Fig. 3 den nämlichen Körper im Grundriß, ausgezogen, eine runde Höhlung
eingezeichnet, Fig. 4 einen Vorrichtungssatz zur Herstellung von Würfelzucker in
Teildarstellung im Aufriß und Schnitt nach Linie A-B der Fig. 5, Fig. 5 einen Grundriß
dazu im Schnitt nach der Linie C-D der Fig. 4, Fig.6 eine Vorrichtung zur Herstellung
des Zuckerkuchens, aus welchem dann die Zuckerformkörper ausgestochen werden, mit
Preßplatte im Schnitt und Aufriß und mit Zucker gefüllt, Fig. 7 einen Grundriß dazu,
zum Teil ohne Preßplatte und Zuckerfüllung; die linke une Ecke zeigt dagegen einen
Schnitt nach ' L ie G-H der Fig. 12, .ig. 8 eine Teildarstellung des Formkastens
inlt eingesetztem Ausstechwerkzeug im tchnitt und Aufriß, Fig. 8 a eine weitere
Ausführungsform der Vorrichtung entsprechend der Fig.8. Fig. g einen Grundriß nach
Linie E-F der Fig. 8, Fig. io einen Längsschnitt und Aufriß des Zustandes nach Ausheben
des Ausstechwerkzeuges, Fig. i i dieses im Schnitt und Aufriß, der Hohlstempel ist
eingeführt, die Preßplatte steht hoch, mit anstoßenden Formkastenteilen, Fig. 12
in gleicher Darstellung die nämliche Teilzusammenstellung, die Hohlkörper sind fertiggepreßt,
und der Zuckerkuchen ist in einzelne Stücke mit einseitig offenen Höhlungen zerteilt,
an der linken Seite ist die Fortsetzung der anderen Hohlkörper ersichtlich, Fig.
13 in gleicher Darstellung die nämliche Zusammenstellung, der Formkasten ist aus
dem Bereich des übrigen Werkzeugsatzes gebracht, und die Absetzplatte ist eingeschoben.
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Fig. 14 im Aufriß von vorn eine Vorrichtung entsprechend den Fig.
i i bis 13 mit Antriebseinrichtung für gleichzeitige Herstellung von nur vier Formstücken,
an deren Stelle'jede beliebige größere Zahl treten kann, schematisch dargestellt.
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F ig. 15 ist eine Seitenansicht dazu und Fig. 16 eine vollständige
Zusammenstellung einer Vorrichtung zur kontinuierlichen Herstellung von Hohlkörpern.
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Die Form, in welcher der Zuckerkuchen hergestellt wird, besteht vorteilhaft
aus einer Grundplatte i und einem Rahmen 2, welcher auch in beliebiger Weise aufklappbar,
zerlegba"r oder nach den Bodenkanten abklappbar sein kann. Die Grundplatte der Vorrichtung
zur Herstellung von Würfelzucker (Fig. 1, 4. und 5) kann innerhalb des Rahmens eben
sein, die Grundplatte zur Herstellung von Hohlkörpern mit abgerundeten Kanten (Fig.?,
3, 6 und 7) ist vorteilhaft gefeldert und zwischen den einzelnen hochstrebenden
Felderkanten mit Nuten 3 versehen, in welche der weiter unten zu beschreibende Zerteiler
33 und 33" mit seinen Unterkanten eintreten kann. In diese Form wird der Zucker
in derartiger Menge eingefüllt und auf die richtige Höhe des Preßlings gepreßt.
Hierauf wird bei der Fabrikation der massiven Zuckerformkörper die Vorrichtung (Fig.4)
verwendet. 6 bedeutet den Zerteiler in ausgeschobenem
Zustand, durch
welchen der Zuckerkuchen in die einzelnen Zuckerprismen zerstochen wird. Die Wandstärke
der Zellenwände des Zerteilern 6 ist der Deutlichkeit halber übermäßig groß dargestellt.
In Wirklichkeit werden diese Wände vorteilhaft möglichst dünn, nur wenige Zehntelmillimeter
stark, ausgeführt. Die äußersten Zerteilerwände 6' werden dabei, um auch bei den
äußeren randseitigen Zuckerprismen die genau gleiche Dichte zu erhalten wie bei
den übrigen Zuckerprismen, vorteilhaft nur halb so dick ausgeführt wie die übrigen
Zerteilerwände (in der Zeichnung, um einen deutlichen Strichabstand zu behalten,
nicht besonders dargestellt). Die Platte-4 ist zur Aufnahme des Zerteilers 6 (s.
Fig. 5) mit kreuzweisen Nuten 8 versehen, in denen der Zerteiler durch die in einer
Kopfplatte i o gelagerten Stifte i i bewegt wird. Die Platte 4. ist so hoch zu bemessen,
daß der Zerteiler vollständig in dieselbe zurückgezogen werden kann und beim vollständigen
Ausschieben auf Höhe der zu pressenden Zuckerkörper noch in der Platte eine Führung
behält. Die Zellenzahl des Zerteilers 6 und damit die Größe der Vorrichtung ist
beliebig. Der Zerteiler 6 kann viele Hunderte von Zellen enthalten und zur gleichzeitigen
Herstellung von Hunderten von Zuckerprismen dienen.
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Der Arbeitsgang ist dabei folgender: Nachdem der Zuckerkuchen nach
bekanntem Verfahren in dein Preßkasten (Fig. 6) durch die Preßplatte 5 auf richtige
Höhe und Dichte geformt ist, wird die Vorrichtung (Fig.4) direkt auf den Zuckerkuchen
aufgesetzt und der Zerteiler 6 ausgehoben, wobei der noch weiche Zuckerkuchen in
einzelne Stücke zerteilt wird. Die Zellen sind jetzt voll mit Zucker gefüllt. Durch
Hochheben des ganzen Aggregats 4, 6 mit den Zuckerprismen 7 zwischen den Zerteilerwänden
aus dem Kastenrahmen -2 und durch Unterschieben eines Bleches (nicht gezeichnet,
aber wie bei Fig. 13, Platte 36) werden die Zuckerprismen beim Zurückziehen des
Zerteilers 6 in die Platte 4 freigestellt und hierauf getrocknet. 13 und 14 sind
Zapfen, welche rein schematisch eine Antriebsmöglichkeit der Teile 4 und io versinnbildlichen
sollen. Der Antrieb kann z. B. durch Exzenter, Kurbelstangen o. dgl. bei entsprechender
Führung der Teile d. und io erfolgen. Die Anordnung kann z. B. wie bei F ig. 16
beim mittleren Werkzeug sein. 2 kann ein Anschlag für die Tiefstellung der Preßplatte
4 sein.
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Bei der Herstellung der Zuckerhohlkörper 15 nach den Fig. 2 und 3
wird der nach bekanntem Verfahren gebildete Zuckerkuchen vor der Zerteilung in die
einzelnen Stücke einer Zwischenbearbeitung unterzogen. Zunächst wird ein Werkzeug
(Fig. 8, 8a, 9 und i o ) mit röhrenförmigen Ausstechern 16, «-elche vorteilhaft
in einer gemeinsamen Platte 17 längs verschieblich gefaßt sind, zur Anwendung gebracht.
Dieses Werkzeug wird, wie in Fig. 8 gezeigt, bis auf den Formboden i lieruntergeführt,
so daß es einen Zuckerpfropfen 18 aussticht und bei seinem Hochgang (s. Fig. io)
mit hochnimmt. Bei den nächsten Ausstechv orgängen wird der in den Ausstechröhren
sich befindliche Zucker nach oben ausgestoßen und abgestreift. In dem Formkasten
1, 2 verbleibt ein gelochter Zuckerkuchen i S', der genau so viel Höhlungen in derselben
Anordnung aufweist, wie das Ausstechwerkzeug (s. Fig. 7) Zellen enthält. Es kann
auf diese Weise gleichzeitig jede Anzahl von Hohlkörpern hergestellt werden, je
nach der Anordnung von Ausstechröhren, Stempel und Zellen des Zerteilers. Auch die
röhrenförmigen Werkzeuge 16 werden möglichst dünnwandig, also nur mit mehreren Zehntelmillimeter
Wandstärke, ausgeführt.
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Bei der Durchlochung des Zuckerkuchens 15' wird ein Werkzeug (rein
schematisch dargestellt in F ig. S a) verwendet. Die Platte 19 ist mit derselben
Lochung ausgeführt, welche der Zuckerkuchen bei der Zwischenbearbeitung zu erhalten
hat, und dient als Führung für die Röhren 16 sowie als Halteplatte für den Zucker
beim Austreten der Röhren aus demselben. Man hat hierdurch die Gewähr, daß die Höhlungen
21 in dem Zuckerkuchen 15' am Rand nicht ausbrechen und auch die verlangte Dichte
des Kuchens erhalten bleibt.
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Nach der Fortnahme des Werkzeuges 16, 17, 19 (Fig. 8 und 8
a) wird der Boden für die einseitig offenen Hohlkörper gebildet, d. h. die Höhlungen
21 in dem Zuckerkuchen 15' müssen von unten geschlossen werden. Dieser Vorgang wird
an einem Einzelaggregat (s. Fig. 11 bis 13) gezeigt. In die Höhlungen 21 (Fig. i
o) wird j e ein Stempel 2o eingeführt, und zwar derart, wie in Fig. i i gezeigt,
daß zwischen seiner Stirnfläche 22 und der Bodenplatte i noch ein passender Zwischenraum
verbleibt. Dieser Abstand der Stempel 20 von der Bodenplatte i hängt von der Stärke
des zu formenden Bodens 35 des Hohlkörpers 15, von dem Durchmesser der Höhlungen
sowie der Stärke der Seitenwände der Höhlungen ab. Dies kann leicht durch Berechnen
bzw. Probieren festgestellt werden. Die Stempel sind in einer Platte 23 und längs
verschieblich in einer Druckplatte 31 gelagert, deren untere Teile 32 auf dem Zuckerkuchen
15', der ursprünglich eine etwas größere Höhe hat als der endgültig gepreßte Hohlkörper,
aufsitzt. Durch Niederdrücken der Platten 23 und 31, 32 wird der Zuckerkuchen auf
die richtige Höhe zusammengepreßt,
wobei die unteren, noch freistehenden
Seitenwände der Höhlungen um die Stirnseite 22 der Stempel 2o in den Hohlraum 34
hineingepreßt und der Boden 35 des Hohlkörpers gebildet werden. Der Stempel 2o geht
dabei vorteilhaft von der Stellung der Fig. i i aus gemeinsam mit den Teilen 32,
also unter Anschlag der Platten 32 und 23 aneinander, bis in die Endstellung nach
abwärts, steht also schon in der Stellung nach Fig. i i so weit aus den Teilen 32
vor, wie es der Tiefe der Höhlung 21 entspricht. Den Zustand am Ende der Pressung
zeigt im Schnitt die FIg. 12.
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Zwischen den Teilen 32 der Preßplatte 31 liegt wie bei: dem Werkzeug
(Fig. q.) in Nuten der Zerteiler 33, durch dessen Niedergehen der nun mit einem
geschlossenen Boden versehene Zuckerkuchen 15' in die einzelnen Hohlkörper 15 zerteilt
wird. Während des ganzen Preßv organges werden die Stempel 2o, die längs verschieblich
in den Teilen 32 der Platte 31 angeordnet sind, in Drehung versetzt, um ein Ankleben
des Zuckers, besonders am Boden, zu verhindern. Zur Erzeugung der Drehbewegung der
Stempel2o, drehbar angeordnet in Platte 23, sind bei dem gezeichneten Ausführungsbeispiel
Zahnräder 24 vorgesehen, die auf den Zapfen der Stempel oberhalb der Platte 23 aufgesetzt
werden. Dieselben werden z. B. durch Kegelräder 25, 26, 27 von einem Motor 29, der
an dem auf und ab gehenden Träger 3o angebracht werden könnte, angetrieben, oder
es kann in jeder beliebigen Weise der Antrieb erfolgen.
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Das Absetzen der fertiggepreßten Hohlkörper, welche sich nun in den
einzelnen Zellen des Ausstechers befinden, erfolgt wieder wie bei der Herstellung
von Würfelzucker, es kann also z. B., wie in Fig.13 gezeigt, das Aggregat 20, 32,
33 mit den Platten 23 und 31 sowie den Hohlkörpern 15 so weit aus der Kastenform
1, 2 hochgezogen werden, daß ein Absetzblech 36 untergeschoben werden kann. Durch
weiteres Hochziehen des Zerteilers 33 sowie der Stempel 2o werden die Hohlkörper
auf dem Absetzblech freigestellt, worauf dieselben, besonders infolge der zwischen
den einzelnen Hohlkörpern befindlichen Zwischenräume, rasch und gleichmäßig trocken
und vollständig hart werden. Zum Bewegen des Zerteilers 33 kann derselbe mit Stiften
33', welche den Festigkeitsbedingungen entsprechend über den Zerteilergrundriß verteilt
sind, an einer Tragplatte 4o befestigt sein.
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Eine vollständige Vorrichtung zur Ausführung des Arbeitsganges nach
den Fig. i i bis 13 zeigen schematisch die Fig. 14 und 15. Auf einem Tisch 37 ist
der Formkasten 1,;2 in beliebiger Weise, z. B. durch Paßstifte, gegen seitliche
Verschiebung festgelegt. In einer Führung 38 sind die übrigen Teile der Einrichtung
beweglich. Dieselben sind in der Stellung dargestellt, in welcher bei völlig hochgeschobenem
Werkzeug die fertiggestellten Hohlkörper soeben abgesetzt worden sind; der Formkasten
1, 2 ist mit einem gelochten Zuckerkuchen 15' entsprechend Fig. io beschickt zu
denken.
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Durch Abwärtsbewegen des Hebels 39, welcher an einem Zapfen 39' angreift,
wird nun, während die Stempel 2o sich drehen, der Werkzeugträger 3o nach abwärts
geschoben, bis er auf der Tragplatte 31 der Hohlstempel 32 aufsteht. Die Stirnseiten
der Stempel 2o werden dadurch aus ihren Hohlstempeln 32 in nötiger Länge herausgeschoben,
während der Zerteiler 33 mittels der in Platte 40 zusammengefaßten Tragstangen 33'
und einer Feder 4.1 noch gegen die Platte 31 hochgehalten wird. Stempel 2o, Hohlstempel
32 und Zerteiler 33 stehen demnach relativ zueinander, wie in Fig. i i dargestellt.
Diese Stellung von Stempel 2o zu Hohlstempel 32 kann z. B. durch einen mittels eines
Griffes 42 aushebbarem Federstift 43, welcher in eine Rast 44 des Trägers 3o eingreift,
gesichert werden. Bei weiterem Abwärtsdrücken des Hebels 39 treten die Stempel 20
in den Zuckerkuchen ein, und die durch sie bzw. Träger 3o an Platte 31 mitgeführten
Hohlstempel 32 verrichten ihre Formarbeit. Die richtige Einführungstiefe kan z.
B. durch Anschlag der Platte 31 an Rahmen 2 gegeben sein, oder es kann als Index
ein Federstift ¢5, welcher in eine Rast 46 einfällt, vorgesehen sein. Nun erfolgt
durch Niederdrücken des Hebels 69, welcher auf die Platte 40 (Tiefstellung, in Fig.
15 strichpunktiert dargestellt) und damit über Stange 33' auf den Zerteiler 33 wirkt,
das Zerstechen des Kuchens in die nunmehr fertiggeformten Hohlkörper. Der Hebel
69 kann nunmehr wieder hochgehoben werden; damit hierbei nicht vorzeitig der Zerteiler
hochgeht, kann seine Tragstange 33' mit einer Rast 47 versehen sein, in welche bei
tiefster Stellung des Zerteilers eine federbelastete Kugel 48 oder Klinke einfällt.
Nunmehr erfolgt bei dem gezeichneten Ausführungsbeispiel durch Anheben des Hebels
39 das Hochheben des Aggregats 20, 32, 33 über die Oberkante 49 des Formkastens
1, 2 hinaus, wobei die Preßlinge 15 mit hochgenommen werden. In höchster Stellung
der Platte 31 kann diese durch Einschnappen des Federstifts 4.5 in eine zweite Rast
5o gesichert werden. Nunmehr wird das Absetzbiech 36 untergeschoben. Durch noch
weiteres Hochheben des Hebels 39 bei angehobenem Stift 4.3 werden nun die Stempel--o
in die in Fig. 14. gezeichnete Lage hochgehoben, in welcher Lae das Werkzeug 3o
durch Ein-Z>
fallen des Stifts 43 in eine Rast 4-.` gesichert
werden kann. Beim Hochgehen zieht der Trier 3o durch Anschlag an Platte 4o gegen
die Wirkung der Sicherung 47, 48 den Zerteiler mit hoch, dessen Hochbewegung durch
die Feder 41 vollendet werden kann. Die Zuckerhohlkörper werden dadurch auf das
Absetzblech abgesetzt, und ein neuer Formkasten 1, -2 mit einem gelochten Zuckerkuchen
kann untergesetzt werden. Das Freigeben der Preßlinge könnte natürlich auch in beliebiger
anderer Weise erfolgen. Mit 51 ist beispielsweise eine Klainnier zum Festlegen des
Hebels 69 bei Nichtgebrauch bezeichnet.
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In Fig. i6 ist nebeneinander ein Werkzeug entsprechend Fig.6 und ;,
ein Werkzeug entsprechend Fig. 8 bis io und ein Werkzeug entsprechend Fig. i i bis
15 in Ansicht von vorn dargestellt. Bei ersterem ist 52, bei dem zweiten 53 die
mit der Rückwand 54 in Verbindung stehende Führung für das Werkzeug. Die Druckplatte
5 wird bei dem ersteren Werkzeug durch Einwirkung einer passenden Kurve 55, welche
z. B. durch einen in Lagerböcken 56 gelagerten Hebel 57 angetrieben werden kann,
mittels der Stifte 58 und der sie verbindenden Platte 58' nach unten gedrückt; zum
Hochführen ist z. B. eine Feder 59 vorgesehen. Beim Ausstechwerkzeug wird die in
53 geführte Preßplatte ig durch die Kürv en 6o nach unten gedrückt; zur Rückführung
sind die Federn 61 vorgesehen. In der Preßplatte sind die Ausstechrohre 16 geführt,
welche in einer gemeinsamen Platte 17 gefaßt sind. 62 sind Kanäle zum Ausführen
des durch die Rohre 16 austretenden Zuckers 18, und ihre Seitenwände 63 tragen eine
Preßplatte 64, auf welche eine passende Kurvenbahn 65 wirkt. Zur Rückführung der
Ausstechrohre sind Federn 66 vorgesehen. Der Anrieb der Kurven 6o und 65 erfolgt
z. B. gemeinsam durch Hebel 67. In gleicher Weise wie die Ausstechv orrichtung in
Fig. 15 könnte natürlich auch die Vorrichtung nach Fig.4 und 5 angetrieben werden.
29 stellt noch den Elektromotor zum Antrieb der sich drehenden Stempel 20 im Fertigpreß-
und Zerteilungswerkzeug dar.
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Bei der Ausführungsform des Ausstechwerkzeuges nach Fig. 8a, sind
die Platten 17 und ig durch die Federn 70 gekuppelt, so daß der ganze Werkzeugsatz
durch Angriff an Platte 17 betätigt werden kann. In gleicher Weise kann natürlich
das Werkzeug nach Fig. 4 und 5 betätigt werden, dessen entsprechende Bezugszeichen
in der Figur in Klammern beigesetzt sind. Statt in gerader Linie könnten die Formen
1, 2 natürlich auch in beliebiger anderer Weise den Werkzeugen zuwandern, sie könnten
z. B. auf einem Drehtisch befestigt sein, und die Gegenwerkzeuge könnten konzentrisch
dazu angeordnet sein. Auch kann für den Antrieb jede beliebige Vorschubeinrichtung,
z. B. Schnecken, unmittelbar angreifende Hebel, Antrieb von einer Transmission oder
von einem Elektromotor aus u. dgl., vorgesehen werden.