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DE646846C - Verfahren zur Herstellung von nicht staeubendem Kalkstickstoff - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von nicht staeubendem Kalkstickstoff

Info

Publication number
DE646846C
DE646846C DE1930646846D DE646846DD DE646846C DE 646846 C DE646846 C DE 646846C DE 1930646846 D DE1930646846 D DE 1930646846D DE 646846D D DE646846D D DE 646846DD DE 646846 C DE646846 C DE 646846C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
calcium cyanamide
dusting
production
water
dicyandiamide
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DE1930646846D
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Willibald Jaehne
Dr Werner Siebert
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
ALBERT R FRANK DR
NIKODEM CARO DR
Original Assignee
ALBERT R FRANK DR
NIKODEM CARO DR
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by ALBERT R FRANK DR, NIKODEM CARO DR filed Critical ALBERT R FRANK DR
Application granted granted Critical
Publication of DE646846C publication Critical patent/DE646846C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C05FERTILISERS; MANUFACTURE THEREOF
    • C05CNITROGENOUS FERTILISERS
    • C05C7/00Fertilisers containing calcium or other cyanamides
    • C05C7/02Granulation; Pelletisation; Degassing; Hydrating; Hardening; Stabilisation; Oiling

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Fertilizers (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von nicht stäubendem Kalkstickstoff Es ist vielfach versucht worden, die ätzenden und stäubenden Eigenschaften des Kalkstickstoffs durch eine besondere Nachbehandlung zu beseitigen. Eine große Reihe von Verfahren besteht darin, .daß der freie Kalk des Kalkstickstoffs :durch Behandlung mit Wasser öder wäßrigen Lösungen in Calciumhydroxyd. oder Kalkverbindungen umgewandelt wird. Der Nachteil dieser Verfahren besteht darin, daß sich immer größere Mengen von Dicyandiamid bilden, die den Düngewert des Endproduktes ungünstig beeinflussen.
  • Man hat bereits vorgeschlagen, den Kalkstickstoff während :des Entstäubens zur Abführung der Reaktionswärme z. B. durch eingelegte Kühlschlangen zu kühlen, doch konnte nach diesem Verfahren die Dicyandiamidbildung nicht genügend unterdrückt werden. Verrührt man z. B. unentgasten technischen Kalkstickstoff, d. h. einen Kalkstickstoff, der von der Fabrikation noch geringe Mengen Calciumcarbid besitzt, mit etwa io bis 350/0 Wasser, so enthält :das Endprodukt trotz Kühlung z bis 3% Stickstoff in Form von Dicyandiamid. Das gleiche tritt ein, wenn man entgasten, carbidfreien Kalkstickstoff in dieser Weise behandelt. Es wurde gefunden, daß man Dicyandiamidbildung praktisch vermeiden kann, wenn° man den rohen oder entgasten Kalkstickstoff mit Wasser, wäßrigen Lösungen oder Säuren in der Weise behandelt, daß das Wasser, die Salzlösungen .oder :die Säuren in durch Abkühlung verfestigter Form zur Anwendung gelangen. Durch diese Behandlungsweise wird erreicht, .daß .die Reaktionswärme sofort im Zeitpunkt und am Orte ihrer Entstehung unschädlich gemacht wird und daß während des Mischvorganges niemals :eine Temperatur von 40°C überschritten wird. Verrührt man z. B. röhen oder auch entgasten Kalkstickstoff mit i 5 % Eis oder Schnee, so bleibt die Temperatur unter 40'C, @da die Schmelzwärme des Eises die ReaktionsWärme aufnimmt; der Gehalt an Dicyandiamid beträgt nach Beendigung des Prozesses nur o,27%. Dies erklärt sich dadurch, daß die Schmelzwärme gerade an den Stellen frei wird und zur Wirkung kommt, an denen :die Reaktion zwischen Eis und CaO vor sich geht und jede Temp:eraturerhöhung durch Schmelzen anderer Eis- oder Schneeteilchen verhindert wird.
  • Das so gewonnene Pulver läßt sich in geeigneten Pressen in ein hartes Produkt beliebiger Form überführen, welches nicht stäubt und auch die ätzende Wirkung des ungelöschten Kalkes verloren hat." Auch im Laufe der Zeit tritt keine Bildung von Dicyandiamid
    auf, so daß die Körnung oder GränuIi ixfng
    des rohen Kalkstickstoffs direkt %m.#? - -#lu
    an die Fabrikation erfolgen kann] t@@t -s gee-
    körnte Produkt bis zur Verwendü ;4aufge-
    speichert werden kann.
  • An Stelle von Wasser kann man auch andere Substanzen verwenden, welche den freien Ätzkalk hydratisieren oder neutralisieren, wie z. B. zum Erstarren gebrachte wäßrige oder auch konzentrierte Salpetersäure, welche den Ätzkalk in Calciumnitrat verwandelt und es dadurch ermöglicht, ein Düngemittel herzustellen, welches neben dem langsam wirkenden Cyanamidstickstoff schnellwirkenden Nitratstickstoff enthält, kann vorteilhaft Verwendung finden. Selbstverständlich können auch, wenn auf das Vorhandensein von Nitratstickstoff kein Wert gelegt wird, beliebige andere Säuren zur Neutralisation des Ca0 benutzt werden, wenn nur die oben beschriebenen Bedingungen eingehalten werden. Es kann auch kohlensäurehaltiges Eis Verwendung finden.
  • Selbstverständlich kann das vorliegende Verfahren auch in Kombination mit einer Ölung angewandt werden, insbesondere in der Weise, daß die gewonnenen harten Produkte. Preßlinge oder sonst geformte gekörnte Substanzen, nachträglich einer oberflächlichen Ülung unterworfen werden, um den Eintritt der Feuchtigkeit der Luft bei der Lagerung zu verhindern.
  • Gegenüber den bekannten Verfahren, bei denen der Kalkstickstoff mit Wasser versetzt und die Dicyandiamidbildung durch sorgsame Dosierung der Wassermenge, gute Rührung und sehr sorgfältige Außenkühlung vermieden werden soll, besitzt das neue Verfahren den Vorteil, daß man viel schneller und unbesorgter arbeiten kann, da auch bei unvorsichtigem Arbehen Dicyandiamidbildungnicht auftreten kann. 'Man erzielt also eine erhebliche Zeitersparnis und Vereinfachung des Arbeitsvorganges.
  • Beispiele i. In einem zylindrischen, mit Wasserkühlinantel versehenen Rührgefäß von etwa i cbm Inhalt wurden 50o kg Kalkstickstoff mit 22,.10'o N mit 7 5 kg zerstoßenem Eis verrührt. Die Temperatur stieg dabei auf 38°. Die Mischung blieb geruchlos und enthielt 19,40;ö N, darin 0,270;ö Dicyandiamid-N.
  • 2. 5ookg Kalkstickstoff (2:1,20'o N) wurden mit 70 kg zerstoßenem Eis verrührt. Die Temperatur stieg auf 36°. Die Mischung blieb geruchlos und enthielt 2 i, i 0-o N, darin 0,2.10o Dicyandiamid-N.
  • 3.- In ein zylindrisches, mit Wasserkühlmantel versehenes Rührgefäß von etwa i cbm Inhalt wurden 50o kg Kalkstickstoff (unentgast) mit 23.87 0i0 N eingebracht. Unter-beständigem Rühren wurden 75 kg gefrorene, etwa 20 @ öige Salpetersäure zugegeben. Die Temperatur stieg dabei auf 30`C. Die Mischung gab nach dem Pressen bzw. Walzen und Körnen ein hartes, gut streufähiges, völlig staubfreies und nicht ätzendes Mate. rial mit 21% Gesamtstickstoff, wovon nur 0,2i °'o N als Dicyandiamid vorlagen.
  • Die nach dem Beispiel erhaltenen Produkte lassen sich leicht in bekannter Weise in gekörntes Material oder in Preßlinge überführen.

Claims (1)

  1. PATR\TANSPRC;CI3: Verfahren zur Herstellung von nicht stäubendem Kalkstickstoff durch die Behandlung von rohem oder auch entgastem Kalkstickstoff mit Wasser, wäßrigen Lösungen oder Säuren, dadurch gekennzeichnet, daß das Wasser, die Salzlösungen oder die Säuren in durch Abkühlung verfestigter Form zur Anwendung gelangen.
DE1930646846D 1930-10-15 1930-10-15 Verfahren zur Herstellung von nicht staeubendem Kalkstickstoff Expired DE646846C (de)

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DE646846T 1930-10-15

Publications (1)

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DE646846C true DE646846C (de) 1937-06-23

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Family Applications (1)

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DE1930646846D Expired DE646846C (de) 1930-10-15 1930-10-15 Verfahren zur Herstellung von nicht staeubendem Kalkstickstoff

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DE (1) DE646846C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE932616C (de) * 1937-05-14 1955-10-13 American Cyanamid Co Verfahren zum Granulieren von rohem Calciumcyanamid

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE932616C (de) * 1937-05-14 1955-10-13 American Cyanamid Co Verfahren zum Granulieren von rohem Calciumcyanamid

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