DE633903C - In einem OElbehaelter angeordneter elektrischer Kondensator mit duennen leitenden, durch mehrere ueber ihren Rand hinausstehende lsoliereinlagen voneinander getrennten Belegungen - Google Patents
In einem OElbehaelter angeordneter elektrischer Kondensator mit duennen leitenden, durch mehrere ueber ihren Rand hinausstehende lsoliereinlagen voneinander getrennten BelegungenInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf elektrische Kondensatoren mit dünnen leitenden, durch
mehrere über den Rand der Belegungen hinausstehende Isoliereinlagen voneinander getrennten
Belegungen, wobei der Kondensator in einem Ölbehälter angeordnet ist. In diesem Falle bereitet die Isolierung der Belegungen
gegen Durchschlag keine Schwierigkeiten, zumal man ohne weiteres die Isoliereinlagen
ίο entsprechend bemessen kann. Es hat sich jedoch
gezeigt, daß schon bei verhältnismäßig geringen Spannungen Überschläge längs der
überstehenden Ränder der Isoliereinlagen auftreten. Der Verlauf dieser Überschläge ist
aus Fig. ι zu erkennen, die einen bekannten Kondensator in starker Vergrößerung
zeigt. Dabei ist nur ein Teil des Kondensatorwickels gezeichnet, da auf dem gegenüberliegenden
Rande die Verhältnisse genau die gleichen sind.
Mit ι sind die isolierenden Zwischenlagen
bezeichnet. 2 ist die eine Gruppe von Kondensatorbelegungen, die sich auf gleichem
Potential befinden. 3 ist die andere an das andere Potential gelegte Belegungsgruppe.
Zur Verbindung der gleiches Potential führenden Belegungen untereinander sind, wie
aus den Belegungen 3 ersichtlich ist, die über
die Isoliereinlagen hinausstehenden Ränder der Belegungen umgekippt und so leitend
untereinander verbunden. Bei dem gezeichneten Kondensator tritt nun schon bei Spannungen
von etwa 2000 Volt ein Überschlag zwischen den Punkten A und B ein, auch wenn
der ganze Kondensatorwickel in einem Ölbehälter untergebracht ist und durch sorgfältiges
Auspumpen Lufteinschlüsse entfernt sind.
Es hat sich nun gezeigt, daß man bei solchen Kondensatoren die Spannung erheblich
steigern kann, ohne einen Überschlag befürchten zu müssen, wenn man die zwischen den
über die leitenden Schichten hinausstehenden Kanten der Isoliereinlagen befindlichen Zwischenräume
weiter bemißt, als sie sich aus der bisher üblichen Herstellungsart ergaben. Bei
einem Kondensator z. B. beträgt die Stärke der leitenden Schicht etwa 0,05 bis 0,1 mm,
die Stärke der isolierenden Papierzwischenlagen von 0,006 bis etwa o, r mm. Für höhere
Spannungen werden mehrere Papierlagen, selten weniger als drei gewählt. Bei der Herstellung
war man bemüht, den Wickel möglichst stramm aufzuwickeln, und erreichte dadurch, daß die an dieselbe metallische Einlage
von entgegengesetzten Seiten angrenzen-
") Von dem Patentsucher ist als der Erfinder angegeben worden:
Dr.-Ing. Hans Ritz in Berlin-Siemensstadt.
60S
den Isoliereinlagen mit ihren überstehenden Kanten fest aufeinander lagen. Diese scheinbar
günstige Erscheinung ist aber gerade der Grund für die geringe ,Spannungsfesjag^?
keil. Es hat sich nämlich' gezeigt, daß'-'^f|
Aufrechterhaltung eines hinreichend Spaltes zwischen den Isolierschichten den Kanten der metallischen Einlagen die
Spannungsfestigkeit auf überraschend hohe ίο Werte ansteigt. Für diese Erscheinung laßt
sich eine Erklärung geben, die an Hand der nachstehenden Fig. 2 erläutert ist. Mit
und 3 sind die metallischen Einlagen eines Kondensators bezeichnet, zu dessen Isolation
drei Schichten Papier verwendet .-Jaind.. : 'Im
Gegensatz zu der bisher üblichen Ausführungsform sind die der leitenden Schicht i benachbarten
Isoliereinlagen ifl nicht bis zum Flansch des Wickels herausgeführt, sie stehen
vielmehr nur wenig über die leitenden Belegungen hinaus. Ebenso, .sind die darauffolgenden
Schichten i6 behandelt, und schließlich ist bei dem Wickeln des Paketes, dafür
Sorge getragen, daß der'zwischen den Schichten i'p, soweit sie über den Rand der Schicht 2
hinausstehen, befindliche Zwischenraum Z nicht eingeengt wird. .Da bei den. geringen
Dimensionen das Zwischenlegen von Stützen nicht möglich ist, muß bei der Herstellung
des Wickels die Spannung der Isolierschichten so gewählt werdeÜ, daß/: sie nicht von
sich aus etwa infolge ihrer Eigenspaniiung
die Zwischenräume schließen.. Wird nun der in der Zeichnung dargestellte WickeLin einem
ölbad angeordnet., dann ist'.der mit .Z be;
zeichnete Spalt weit genug, um eine ÖL· erneuerung sicherzustellen. ■ '- ;
Es sind in einem mit einer isolierenden Flüssigkeit gefüllten" Behälter. angeordnete
Kondensatoren bekanntgeworden, bei denen ebenfalls ein verhältnismäßig großer Raum
zwischen den leitenden Lagen vorgesehen ist. Dies wird aber im Gegensatz zu dem Ge^
genstand der Erfindung dadurch erreicht, daß die den leitenden Lagen benachbarten isolierenden
Zwischenstücke gegenüber den leitenden Lagen zurückstehen, so daß die Ränder
der leitenden Lagen frei liegen. Der Kondensator dieser bekannten Bauart wird nun so
bemessen, daß die an den Rändern auftretenden Entladungen, eine Bewegung innerhalb
der isolierenden Flüssigkeit hervorrufen, die zur Kühlung benutzt wird. Durch das Freilegen
der Ränder der leitenden. Lagen wird verhindert, daß die elektrischen Entladungen
die festen Isoliereinlagen erreichen und sie
zerstören können. ■
Im Gegensatz - dazu bezieht· sich- der- Gegenstand
der Erfindung auf solche Kondensatoren, bei denen die Isoliereinlagen ,über den
Rand der leitenden. Belegungen hinausstehen.
Ferner wird der Kondensator in bekannter Weise 'so bemessen, daß der Potentialunter-
;ffSchied zwischen zwei getrennten leitenden Be-
<?tg.gungen so niedrig gehalten ist, daß die Be-";ajfepruchung
des Isolierstoffes unterhalb der tfSJ^renannten Anfangsspannung liegt. Infolgeiidessen
treten keine Entladungen auf, die zu einer Zerstörung der Isoliereinlagen führen
'könnten. Erfindungsgemäß ist der Spalt, der an sich., durch das Vorhandensein der
leitenden Belegung zwischen den angrenzenden" Isoliereinlagen längs der über die Belegung
hinausragenden Ränder der Isoliereinlagen gebildet wird, dadurch verbreitert, daß-,_einige- der' zwischen je zwei getrennten
Belegungen angeordneten Isoliereinlagen nur wenig über die leitenden Bewegungen hinausstehen.
Man kann die Isolier einlagen i" auch so
weit über den Rand der metallischen Schicht 2 hinausstehen lassen, daß durch Eindrücken
der scharfen Kanten der metallischen Schicht eine sichere Lagerung dieser Schicht innerhalb
des Papierwickels erreicht wird.
Man kann zur weiteren Erzielung einer Spaltverbreiterung gemäß einer vorteilhaften
Ausgestaltung des, Kondensators nach der Erfindung die metallischen Belegungen durch zusätzliche Mittel so ausbilden, daß
sie von sich aus einen hinreichenden Abstand der an sie anschließenden Isolierschichten
gewährleisten, wenn man gleichzeitig dafür Sorge trägt, daß an ihren Rändern scharfe
Kanten und Ecken nicht vorhanden sind. Bei einem.Wickelkondensator kann man z.B.
den Rand des Metallstreifens mehrfach falzen, bis man einen Wulst hinreichender Stärke
•und Abrundung gebildet hat. In diesem Fall muß man allerdings, um einen glatten Wikkel
zu erhalten,, die Mitte des metallischen Streifens auffüllen, z. B. durch Einwickeln
von entsprechend schmalen Isolierstreifen.
Claims (5)
- Patentansprüche:ι-. In einem Ölbehälter angeordneter elektrischer Kondensator mit dünnen lei- - tenden, durch mehrere über ihren Rand hinausstehende - Isoliereinlageii voneinander getrennten Belegungen, bei dem der Botentiälunterschied zwischen zwei getrennten Belegungen so niedrig gehalten ist, daß die Beanspruchung des Isolierstoffes unterhalb der Anfangsspannung liegt, dadurch gekennzeichnet, daß der Spalt, der an sich durch das Vorhandensein der leitenden Belegung zwischen den angrenzenden Isoliereinlagen längs der über die Belegung hinausragenden Ränder der Isoliereinlagen gebildet wird, dadurch verbreitert ist, daß einige der zwischen jezwei getrennten Belegungen angeordneten Isoliereinlagen nur wenig über die leitenden Belegungen hinausstehen.
- 2. 'Kondensator nach Anspruch i, dVu durch gekennzeichnet, daß mindestens 'der Rand der leitenden Einlagen z. B. durch ein- oder mehrmaliges Umfalzen so stark ausgebildet ist, daß das Einsetzen von Randentladungen infolge der dadurch bedingten größeren Breite des an den Rand anschließenden Spaltes zwischen Isoliereinlagen und auch infolge der Vergrößerung des kleinsten Krümmungsradius am Rand der metallischen Belegung erschwert bzw. verhindert ist.
- 3. Kondensator nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens die unmittelbar an die leitenden Belegungen angrenzenden Isoliereinlagen nahezu auf gleicher Höhe mit den Belegungen abschließen.
- 4. Wickelkondensator nach Anspruch 3 mit einer geradzahligen Zahl von Zwischenlagen zwischen den benachbarten leitenden Belegungen, gekennzeichnet durch die Verwendung unter sich gleich breiter Isoliereinlagen, die in bezug auf die Wickelbreite so gegeneinander verschoben sind, daß von den zwischen zwei benachbarten leitenden Belegungen befindlichen Einlagen die eine Hälfte mit der einen Stirnfläche und die andere Hälfte mit der anderen Stirnfläche des Wickelpaketes abschneidet.
- 5. Kondensator nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß bei Verwendung von mindestens drei zwischen zwei aufeinanderfolgenden leitenden Belegungen angeordneten Isoliereinlagen die unmittelbar an die leitenden Belegungen anliegenden Isoliereinlagen die leitenden Belegungen um einen geringen Betrag überragen, während die darauffolgende Isoliereinlage bzw. -einlagen etwa mit der Kante der leitenden· Belegungen abschneiden.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES111063D DE633903C (de) | 1933-09-21 | 1933-09-21 | In einem OElbehaelter angeordneter elektrischer Kondensator mit duennen leitenden, durch mehrere ueber ihren Rand hinausstehende lsoliereinlagen voneinander getrennten Belegungen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES111063D DE633903C (de) | 1933-09-21 | 1933-09-21 | In einem OElbehaelter angeordneter elektrischer Kondensator mit duennen leitenden, durch mehrere ueber ihren Rand hinausstehende lsoliereinlagen voneinander getrennten Belegungen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE633903C true DE633903C (de) | 1936-08-10 |
Family
ID=7530707
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DES111063D Expired DE633903C (de) | 1933-09-21 | 1933-09-21 | In einem OElbehaelter angeordneter elektrischer Kondensator mit duennen leitenden, durch mehrere ueber ihren Rand hinausstehende lsoliereinlagen voneinander getrennten Belegungen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE633903C (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1041580B (de) * | 1953-06-13 | 1958-10-23 | Siemens Ag | Elektrische Vergleichsanordnung |
| US3832607A (en) * | 1974-02-20 | 1974-08-27 | Mallory & Co Inc P R | Column type stacked plate capacitor |
-
1933
- 1933-09-21 DE DES111063D patent/DE633903C/de not_active Expired
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1041580B (de) * | 1953-06-13 | 1958-10-23 | Siemens Ag | Elektrische Vergleichsanordnung |
| US3832607A (en) * | 1974-02-20 | 1974-08-27 | Mallory & Co Inc P R | Column type stacked plate capacitor |
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