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DE621109C - Verfahren zur Herstellung von Opal-, Leinen- oder Transparenteffekten auf Baumwollgeweben - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Opal-, Leinen- oder Transparenteffekten auf Baumwollgeweben

Info

Publication number
DE621109C
DE621109C DER88074D DER0088074D DE621109C DE 621109 C DE621109 C DE 621109C DE R88074 D DER88074 D DE R88074D DE R0088074 D DER0088074 D DE R0088074D DE 621109 C DE621109 C DE 621109C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
linen
opal
cotton fabrics
production
fabric
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DER88074D
Other languages
English (en)
Inventor
Dr C Bener
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Raduner and Co AG
Original Assignee
Raduner and Co AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Raduner and Co AG filed Critical Raduner and Co AG
Priority to DER88074D priority Critical patent/DE621109C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE621109C publication Critical patent/DE621109C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06PDYEING OR PRINTING TEXTILES; DYEING LEATHER, FURS OR SOLID MACROMOLECULAR SUBSTANCES IN ANY FORM
    • D06P1/00General processes of dyeing or printing textiles, or general processes of dyeing leather, furs, or solid macromolecular substances in any form, classified according to the dyes, pigments, or auxiliary substances employed
    • D06P1/22General processes of dyeing or printing textiles, or general processes of dyeing leather, furs, or solid macromolecular substances in any form, classified according to the dyes, pigments, or auxiliary substances employed using vat dyestuffs including indigo
    • D06P1/28Esters of vat dyestuffs

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Coloring (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Opal-, Leinen- oder Transparenteffekten auf Baumwollgeweben Es ist bekannt, Salze der Schwefelsäureester der Leukoverbindungen von Küpenfarbstoffen zusammen mit Oxydationsmitteln auf Baumwollgewebe zu drucken und de Küpenfärblung durch Einwirkung von heißer verdünnter Säure zu entwickeln.
  • Es hat sich nun überraschenderweise gezeigt, daß sich derartige Drucke mit solchen Säuren, welche zur Säureveredelung von Baumwollgeweben dienen, kalt entwickeln lassen, so daß Färbung und Veredlung in einem Arbeitsgang erfolgen. Man kann auf diese Weise die Entwicklung der Färbung mit der Herstellung von Opal-, Leinen- und Transparenteffekten verbinden. Es ist dies überraschend, da zu erwarten war, daß bei der bekanntermaßen hohen Säurekonzentration der Veredlungsbäder (bis 5q.° B6) die Leukoester der angewandten Farbstoffe übex die gewünschte Esterspaltung hinaus angegriffen und zerstört würden. Ferner wurde gefunden, daß die Faser bei Verwendung von Gummiarabikum als Verdickungsmittel der Säureeinwirkung entzogen wird, ohne daß die Entwicklung des Estersalzes behindert wird. Stärke und Tragantverdickungen reservieren die Faser nicht gegen die Einwirkung der Säure, so daß das Gewebe auch an der bedruckten Stelle je nach Stärke der Säure einen der obengenannten Effekte zeigt. Die Estersalze können auf Rohware, -auf gebleichte nichtmereerislerte oder mercerisierte Ware oder ,auf Baumwollgewebe gedruckt werden, die bereits eine Säurebehandlung erfahren hat. Beispiel i 'Mercerisiertes Baumwollgewebe wird mit einer Druckpaste, enthaltend ein Estersalz eines Leukoküp,enfarbstoffs; nämlich das Natriumsalz des Dischwefelsäureesters von Leukodiäthylthio-bis-thionaphthenindigo (Indigosol-Scharlach), geeignete Lösungszusätze, wie Türkischrotöl und die üblichen Netzmittel, Stärketragantverdickung und Natriumnitrit, bedruckt und nach dem Trocknen kurze Zeit, etwa. i/4 bis i/2 Minute, mit einer z. B. auf -8'C abgekühlten Schwefelsäure von 54'B6 behandelt, gespült; neutralisiert und gegebenenfalls nachmercerisiert. Man erhält so ein mustergemäß bedrucktes Transparentgewebe.
  • Beispiel 2 Man verfährt wie in Beispiel i, jedoch verwendet man eine Druckpaste, die an Stelle der Tragantverdickung eine Gummiverdickung enthält und mercerisiert unter Spannung nach. Die so erhaltene Ware zeigt den sog. Imagoeffekt. Dias Gewebe bleibt an den bedruckten Stellen unverändert und zeigt im übrigen Transparent-, Opal- oder Leineneffekte. Wird ohne Spannung nachmeroerisiert, so .erzielt man bei gutem Auswaschen farbige Kreppeffekte mit durchscheinenden weißen und matten farbigen Stellten.
  • Beispi@e13 . -Mercerisiertes Baumwollmousseline Wird wie in Beispiel i bedruckt und nach dem Trocknen 6o bis i2o Sekunden mit Schwefelsäure von 5o° B6 bei gewöhnlicher Temperatur behandelt, ausgewaschen und neutralisiert. Man erhält nach dem Seiften einen echten Druck auf Opal: Beispiel q. ' Wird die Ware wie in Beispiel 3 behandelt, AAI jedoch mit einer Druckpaste vorgedruckt, die an Stelle von Tragant Gummiarabikum als Verdickung enthält, so erhält man beigleicher Behandlung ein Opalgewebe, dessen bedruckte Stellen noch die ursprüngliche Beschaffenheit aufweisen.
  • Beispiel 5 Man druckt ein Gewebe von @röliereri Garnstärken als 5o,85 metrisch, das gegebenenfalls vormercerisiert ist, mit einer Druckpaste wie in Beispiel -i, trocknet, passiert hierauf 'wäh--rend wenigen Sekunden durch eine Schwefelsäure von 53 bis 56° B6 und meroerisiert nach dem Auswaschen: Nach dein: üblichen Seifen erhält man ein mustergemäß bedrucktes leinenartiges Gewebe. Bei Verwendung von Gummiverdickung verbleibt die bedruckte Gewebestelle bei gleicher Behandlung in ihrer ursprünglichen Beschaffenheit, während das übrige Gewebe leinenähnlich wird.
  • Beispiel 6 Ein Voilegewebe wird im abgekochten, gegebenenfalls gebleichten Zustand wie im Beispiel i bedruckt, getrocknet, wenige Sekunden mit einer Schwefelsäure von mindestens 53° B6 behandelt, ausgewaschen und in mercerisiertem oder nichtmercerisiertem Zustande kochend geseift. Das so erhaltene mustergemäß bedruckte Gewebe zeigt einen beständigen Voilefinish.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Herstellung von Opal-, Leinen- oder Transparenteffekten auf Baumwollgeweben, dadurch gekennzeicU-net, daß man Estersalze von Leukoküpenfarb.stoffen zusammen mit Oxydationsmitteln auf die Faser druckt, die Küpenfärbung durch Behandeln mit Schwefelsäure. von Pergamentierstärke kalt entwickelt, die Säure auswäscht und dann gegebenenfalls mercerisiert.
  2. 2. Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch z, dadurch gekennzeichnet, daß bei mustergemäßem Aufdruck der Estersalze %nit - Gummi verdickte. Druckpasten verwendet Werden,
DER88074D 1933-06-02 1933-06-02 Verfahren zur Herstellung von Opal-, Leinen- oder Transparenteffekten auf Baumwollgeweben Expired DE621109C (de)

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